Die Orgelbauerin, Martin Meyer. Roman. Gmeiner Verlag

1919. Weimar. Der Schrecken des Krieges ist zu Ende und Lebenswege beginnen sich wieder zu finden. Alles kommt wieder in Gang, geht seinen Gang. Wie es immer war…immer?

Paula, Tochter eines Orgelbauers, sucht einen neuen, eigenen Weg. Ausgerechnet im Beruf ihres Vaters, einer Männerdomäne, und noch dazu bei dem ehemaligen Kompanion…

Und jetzt ziehen Gewitter da und dort auf und Paula sucht auszuhalten, durchzuhalten, ihrem Lebenstraum und auch ihrer Liebe zu folgen im Rausch und Sturm von Tradition und Wagnis…

„Du hast doch getan, was du konntest, vielleicht nicht bis ins Letzte durchdacht, aber nach bestem Gewissen…“

Martin Meyer, vielseitiger wie virtuoser Autor, legt mit „Die Orgelbauerin“ einen Roman als mitreißende Lebens-, und Liebesgeschichte vor, die von der ersten Seite an fesselt und bis zum furiosen Ende nicht loslässt.

Es sind ganz fein durchdachte Gedanken-, Gesprächs-, und Entscheidungsszenen, die diesen Roman filmgleich auf eine Lebens- und Entwicklungssbühne heben und zu einem exzellenten Kammerspiel vor historischem Hintergrund werden lassen. Da passt alles, historisch-gesellschaftliche Bezüge in Bewegung, Spannung und Überraschung eines unverwechselbaren Lebensweges. Leserin und Leser sind dabei mittendrin und mit unterwegs.

Ein weiteres Meisterstück eines faszinierenden Autors, der mit jedem Buch überrascht wie begeistert!

Die Orgelbauerin, Martin Meyer. Roman. Gmeiner Verlag

320 Seiten, 13,5 x 21 cm, Paperback

Buch 18,– € / E-Book 13,99 €*

ISBN 978-3-8392-0687-4

Walter Pobaschnig  10/24

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„Geben und nehmen nicht verwechseln“ Tuncay Gary, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Berlin 23.10.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Geben und nehmen nicht verwechseln

Immerzu die Bescheidenheit ins Gedächtnis rufen

Vor allem, sich nicht zu ernst nehmen

Ewigkeiten währen nur im Traum


Pass bloß auf, wohin du trittst

Einige könnten dich anrempeln, umhauen

Andere gehen dir lieber selbst aus dem Weg

Clown zu sein

Erheitert, belustigt


Aber das ist nicht die Lösung


Clowns sind diejenigen, die hinter dem Spiegel stehen

Habe immerzu ein wachsames Auge

Atme tief ein, atme aus

Nenne die Dinge beim Namen, ob Feind, ob Freund

Clown zu sein, schützt nicht immer

Ewigkeiten währen nur im Traum


Tuncay Gary, Berlin, 20.10.2024

Tuncay GarySchauspieler für Film und Theater, Lyriker, Theaterautor,
Regisseur und Dramaturg, Literaturpädagoge & Theaterpädagoge.

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Tuncay GarySchauspieler für Film und Theater, Lyriker, Theaterautor, Regisseur und Dramaturg, Literaturpädagoge & Theaterpädagoge.

Tuncay GarySchauspieler für Film und Theater, Lyriker, Theaterautor,
Regisseur und Dramaturg, Literaturpädagoge & Theaterpädagoge.

Zur Person/über mich: Tuncay Gary, in Kars (Türkei) geboren, Schauspieler für Film und Theater, Lyriker, Theaterautor, Regisseur und Dramaturg, Literaturpädagoge & Theaterpädagoge.

Tuncay Gary spielt unter anderem am Wiener Burgtheater, am Deutschen Theater und am Maxim-Gorki-Theater. Er ist Gründer des »Theater Windmühle – Teatro de molino de viento« für das er in wechselnden Besetzungen eigene wie fremde Theaterstücke für Kinder und Erwachsene inszeniert. 2015 gründet er die Literaturwerkstatt und die Theaterwerkstatt in Berlin-Wedding. Hier lernen Kinder und Jugendliche aus einer sozial benachteiligten Umgebung die Liebe zur Sprache.

Seine Leidenschaft für Worte bringt er in Prosatexten und Gedichtbänden sowie in seinem Programm »Poetry & Dance by Rajaa and Tuncay« zum Ausdruck.
Gary erhielt 1996 den Lyrikpreis von »Young Life Berlin«.  2014 nominierte man ihn für den Ehren-Preis von »Levure Littéraire Poetry-Performance«. 2024 wurde er von der Bingel Stiftung für Literatur zur 14. Hochstädter Lyriknacht eingeladen.

Seit Jahren engagiert sich Tuncay Gary für Menschenrechte, u.a. für  Amnesty International. Mit »Nicht ich bin der Mörder« sensibilisiert er das Theaterpublikum für den Völkermord an den Armeniern. Tuncay Gary ist Botschafter der Stiftung Sicher-Stark, um Kinder vor Gewalt und Missbrauch zu schützen.

Kommende Neuerscheinung/Herbst 2024 von Tuncay Gary:

Tuncay Gary, Mein grünes Niltagebuch oder Scherzgedicht No. 1, Ariella Verlag.

Foto: Joachim Gern.

Walter Pobaschnig _ 20.10.2024

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Spitz, Bob: Led Zeppelin. Die Biographie. Reclam Verlag.

Es ist eine britische Rockgruppe, welche die moderne Rockmusik in bahnbrechenden innovativen Alben seit Ende der 1960er Jahre revolutionierte und neue Maßstäbe in der Konzertkultur in Fußballstadien setzte und damit zu einer der erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte wurde.

Ebenso sind es aber auch tragische Lebensschatten, die über dieser Erfolgsgeschichte, allen voran der frühe Tod des Schlagzeugers John Bonham, liegen. Alles an menschlichem Ruhm, Glanz und Tragik steckt in dieser großartigen Band-, Musikgeschichte.

Wie waren nun die musikalischen Erfolgswege in ihren Anfängen? Wie fand die Band zusammen und wie kam es zu den Albumkonzeptionen? Wie gestaltete sich das Tourleben? Und wie kam es schließlich zur Bandauflösung?

Bob Spitz, renommierter Autor, lädt mit seinem reichen Fach- und Insiderwissen zu einer furiosen Musik-, Konzert-, Lebensreise in Wort&Bild ein, die einmalig Stationen einer Bandgeschichte nachzeichnet und lebendig werden lässt – ein Ereignis!

Spitz, Bob: Led Zeppelin. Die Biographie. Reclam Verlag.

Deutsche Erstausgabe
Übers. von Heinz Rudolf Kunze
Geb. mit Lesebändchen. Format 13,5 × 21,5 cm
798 S. · 59 Abb.
ISBN: 978-3-15-011465-0

48,00 €

Walter Pobaschnig 10/24

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„der Neugier, der Leichtigkeit und dem Spiel mehr Raum zu geben“ Marion Scholz, Clownin _ Wien 23.10.2024

Liebe Marion Scholz, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich probe derzeit als Clownfrau mit meinen KollegInnen für ein neues Kinderstück  – „Johnnybär, der furchtlose Affe“, ein Projekt von „Die Zuckererbsen“ , einer Initiative, die ihre Aufgabe darin sieht, Menschen im Allgemeinen, aber eben ganz gezielt auch Menschen, die der Diabetes begleitet, mit Kunst, Humor und Leichtigkeit zu unterstützen.

Marion Scholz, Clownin _
DIE ZUCKERERBSEN

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich bin überzeugt, dass es wichtig ist dem Gegenüber zuzuhören, ernsthaft interessiert zu sein und immer und immer wieder miteinander zu reden. Besonders in solchen Zeiten wo des öfteren gemeint wird es gäbe nur A oder B, Schwarz oder Weiss, Recht haben oder nicht Recht haben.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Wesentlich wird für mich auch hier sein, nicht aufzuhören aufeinander zuzugehen. Kunst sehe ich als Möglichkeit andere Sichtweisen zu entdecken. Als Clownfrau kann ich dazu beitragen der Neugier, der Leichtigkeit und dem Spiel mehr Raum zu geben.

Es ist wunderbar wenn Kunst berührt.

DIE ZUCKERERBSEN _ Marion Scholz in JOHNNYBÄR – DER FURCHTLOSE AFFE _ PREMIERE: 16.11.2024 (15.00 Uhr) _ THEATER OLÉ
1030 Wien, Barmherzigengasse 18

Was liest Du derzeit?

Kontrapunkt  von Anna Enquist

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das Leben hat Millionen Grauschattierungen zu bieten zwischen Schwarz und Weiß.

Vielen Dank für das Interview, liebe Marion, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Clown-, Theaterprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Marion Scholz, Clownin

Aktuelle Produktion von DIE ZUCKERERBSEN _ Marion Scholz:

Johnnybär – Der furchtlose Affe

Eine Clowngeschichte, konzipiert und überlegt für Menschen, die mit Diabetes leben

Für Menschen ab 4 Jahren / Dauer: ca. 45 Minuten

Mit (alternierend):
Christa DIETHÖR, Marion SCHOLZ, Gabriele SCHWARZ, Verena VONDRAK

Kostüme: Jutta VRANOVSKY

Nach der Vorstellung gibt es die Möglichkeit mit den ProtagonistInnen zu sprechen
und das Projekt „Zuckererbsen“ kennenzulernen.

Premiere 16.11.2024 _ 15.00

Weitere Vorstellungen:
20.11.2024 (10.00 Uhr) für Schulen und Kindergärten
12.1. & 16.2. & 16.3.2025 (15.00 Uhr)

1030 Wien, Barmherzigengasse 18
(Ecke Kaisergartengasse)
E-Mail: info@theater-ole.at ; Tel.: +43 699 1881 1771
http://www.theater-ole.at
Eintritt: € 7.- (Kinder) € 10.- (Begleitperson)

Weitere Infos:

DIE ZUCKERERBSEN

www.diezuckererbsen.at

Am 16.11.2024 um 15 Uhr findet im Theater Olé (www.theater-ole.at) die Premiere des Stückes „Johnnybär – der furchtlose Affe“ statt; ein Clownstück für Menschen ab vier Jahren, gerade auch für solche, die mit der chronischen Krankheit DIABETES leben.

Das Stück bildet den Auftakt zu dem Projekt DIE ZUCKERERBSEN – eine Initiative, die ihre Aufgabe darin sieht, Menschen im Allgemeinen, aber eben ganz gezielt auch Menschen, besonders junge Menschen, die der Diabetes begleitet, mit Kunst, Humor und Leichtigkeit zu unterstützen.

Der gemeinnützige Verein DIE ZUCKERERBSEN setzt sich aus ClownInnen zusammen, die bereits jahrelang als Krankenhaus – bzw. BühnenclownInnen gearbeitet haben und teilweise selbst mit Diabetes leben. Sie bringen ein hohes Maß an Lebenserfahrung, Empathie und Sensibilität mit!

Ziel des Vereines ist einerseits, Familien und deren Kinder als UnterstützerInnen, als humorvolle BegleiterInnen und „Zuckererbsenmaskottchen“ in diesen herausfordernden Lebensumständen zu betreuen. Andererseits können DIE ZUCKERERBSEN auch von Institutionen gebucht werden, um mit theatralischen und clownesken Mitteln bei der Aufklärung rund um das Thema DIABETES mitzuwirken.

DIABETES TYP 1 ist eine Autoimmunerkrankung und gehört zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen im Kindesalter. Bei diesem DIABETES-Typ greift das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse an und zerstört sie.

DIABETES TYP 2 ist eine Erkrankung des Stoffwechsels. Sie führt dazu, dass der Blutzucker dauerhaft zu hoch ist; da der Zucker im Blut von den Körperzellen nicht mehr richtig aufgenommen und verarbeitet werden kann.

Der DIABETES eines Kindes ist eine umfassende Herausforderung für die ganze betroffene Familie. Der Alltag muss neu organisiert werden und alle müssen den DIABETES als ständigen Begleiter akzeptieren lernen.

Die Initiatorin des Projektes, Verena Vondrak, bringt eine 30 jährige Berufserfahrung als CliniClownin mit. Sie hat jahrelang onkologische PatientInnen im St. Anna Kinderspital betreut und ist auch

Co-Direktorin des Clowntheaters Olé. Vor einigen Jahren ist dann der DIABETES in ihr Leben getreten und hat vieles durcheinandergewirbelt: eine ständige Auseinandersetzung mit den eigenen Zuckerwerten, ohne Pause. Aber wie bereits ihre „Zuckerschwester“ Christa Diethör immer wieder betont: „ALLES IST MÖGLICH“. Und genau das ist denn auch der Leitgedanke dieses Projektes. ALLES IST MÖGLICH.

Das Projekt DIE ZUCKERERBSEN hebt ab November 2024 ab und hat viel Buntheit, Leichtigkeit, Spaß und Clownerie im Gepäck!

  • Christa Diethör  (Lilli)

Seit über 40 Jahren begleitet mich Diabetes mit allen Höhen und Tiefen, die so ein Leben mit sich bringt. Mein Lebensmotto war immer „Alles ist möglich“!

Man kann sich seine Wünsche und Träume erfüllen, es ist vielleicht manchmal schwieriger, anstrengender und aufwendiger, aber trotzdem ist es machbar.

Ich bin seit 1982 im Pflegeberuf tätig und beschäftige mich seit ca. 6 Jahren mit Clownerie, die mir sowohl in der Arbeit, wie auch im Alltag ein sehr wertvoller Begleiter geworden ist.

Ich versuche das Schöne, die Freude und das Humorvolle zu leben und dies mit Anderen – vor allem auch Betroffenen – zu teilen!

  • Gabriele Schwarz (Pipetta)

Geboren in Wien mit einer Vorliebe fürs Wandern und Tanzen. Übersetzerin und Sprachlehrerin gewesen. Erst spät – aber noch rechtzeitig – die Clownerie entdeckt. 25 Jahre als CliniClownin für Kinder und Erwachsene in Spitälern und Pflegeheimen im Einsatz.

  • Verena Vondrak (Kiki)

Eigentlich wollt ich Prinzessin werden.

Schön, verwegen und unwiderstehlich…

Dann hab ich kein passendes Krönchen und keinen passenden Prinzen gefunden.
So bin ich halt Clownfrau geworden. Auch nicht schlecht.

Hab das passende Näschen und den passenden Frosch gefunden und lass mich ganz schön vom Lachen treiben. Das ist schön, verwegen und unwiderruflich!
Ich bin ausgebildete Grundschullehrerin und Puppenspieltherapeutin (nach Käthy Wüthrich).

Ich studierte an der Theaterschule J. Lecoq in Paris und an der Puppentheaterschule in Prag, arbeitete 30 Jahre als Cliniclown  (viele Jahre an der Kinderonkologie des St. Anna Kinderspitals Wien) und war  künstlerische Leitein der Cliniclowns, Workshopleiterin, Mitbegründerin des erstbesten Clowntheaters Wien – Theater Olé (www.theater-ole.at),

Mutter zweier Kinder und verheiratet mit Hubertus Zorell (www.zorellvondrak.at)

  • Marion Scholz (Zilly)

Geboren und gewachsen in Wien, ab 1963 /Schule
Medizinstudium, relativ lang und doch nicht fertig
Akademie für Sozialarbeit, kurz und bündig mit Diplom
In der Sozialarbeit vor allem tätig in den Bereichen: Beratung und Begleitung von Langzeitarbeitslosen/ Einzelarbeit mit Jugendlichen/Mobile Jugendarbeit und Streetwork

Liebe zum Clown seit schon immer, erste kleine Schritte in den späten 90er Jahren
wieder aufgeflammt 2008,seither regelmäßige WS und Kurse.
Absolventin des ClownLeergang Wien, durchgeführt von Verena Vondrak und Hubertus Zorell. Teilnahme an verschiedenen Formaten und Produktionen des Theater Olé www.theater-ole.at (erstbestes Clowntheater in Wien)

Teil des Direktoriums des Theater Olé, 

Interesse an Medizin, sowohl an der Schul- als auch der Alternativmedzin immer geblieben

Liebe für Tanz und Musik, Leidenschaft fürs Menschliche.
Lieblingsfarbe wechselt kaum – bedenklich?

  • Jutta Vranovsky (Kostüme)

Physikerin, Dekorateurin, Cake-Pops Kreateurin, Kostümentwicklerin z.B. für „Agathes Wunderkoffer/Musikverein u.a

Ich liebe es, mit Stoffen zu arbeiten. Deshalb kümmere ich mich darum, dass die „Zuckererbsen“ auch optisch fein in Szene gesetzt sind. So eine schöne Aufgabe!

Fotos: Agnes Zorell

Walter Pobaschnig _ 21.10.2024

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„Giert der Mensch“ Desiree Opela, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ München 22.10.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Giert der Mensch

In seiner Angst

Verrät er sich

Ende 



Punk kann auch

Ein

Antidot sein

Choral und

Entgegnung



Aus der Hinterbliebenenschaft



Charakter entsteht aus der Erschütterung

Heraus

An unsere Mitmenschen gerichtet:

Nein sagen ist eine

Chance

Ein gutes Recht

Désirée Opela, 22.10.2024

Désirée Opela, Schriftstellerin, Musikerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Désirée Opela, Schriftstellerin, Musikerin

Zur Person/über mich:  DÉSIRÉE OPELA studierte Komparatistik an der LMU in München. 2014-2016 war sie Studierende des Masterstudiengangs am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2019 erschien ihr Roman In Limbo, 2022 der Roman Das Wetter in uns im Faber&Faber Verlag.

Als Teil der Punk-Kombo Autodelete ist sie außerdem Mitglied beim Münchner Subkultur-Label Schaufel&Besen und ab November Mitveranstalterin der Textbühne Dackel in Unbehagen im Köşk. Sie lebt in München.

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 20.10.2024

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„Aufmerksam sein“ Tuncay Gary, Schriftsteller _ Berlin 22.10.2024

Lieber Tuncay Gary, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Die Tage sind sehr getaktet, da ich Familie und Kinder habe. Ein Im-Bett-Liegen oder träumen über den Tag hinaus ist nicht immer möglich. Die To-Dos begleiten eher den Alltag, immer andere, immer neue, die mich wach und auf trab halten. Und den Tagen hinterherhecheln, weil das Gefühl oder der Gedanke da ist, nicht genug zu tun. Aufwachen und aufstehen mit einem Müsli und einschlafen immer viel zu früh, weil der Tag 24 Stunden hat.

Tuncay Gary, Schauspieler für Film und Theater, Lyriker, Theaterautor,
Regisseur und Dramaturg, Literaturpädagoge & Theaterpädagoge.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Aufmerksam sein, heißt, immer wieder auch aufzublicken, zu sehen, wer gerade an einen vorbeiläuft. Sich nicht für den Nabel zu halten, sich nicht zu wichtig nehmen. Wenn es hin und wieder gelingt, zaubert es plötzlich bei mir oder bei anderen ein Lächeln ins Gesicht. Das ist schon viel.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Vor einem Aufbruch und Neubeginn stehen wir jeden Tag mit immer neuen und anderen Hürden. Und dann gibt es auch die erzwungenen Aufbrüche mit Krieg und Angst.

Die Literatur und damit jede Kunst ist ein Zerrspiegel, worin wir die „Realität“ betrachten, um diese auszuhalten. Es sind Angebote für einen selbst und für die anderen. Möglichkeiten einer Antwort, die viele neuen Fragen mitbringen.

Was liest Du derzeit?

Gedichte, Gedichte, Gedichte…

Portugiesische Lyrik, georgische Lyrik, rumänische Lyrik und israelische Lyrik

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„…Aber die Bewohner des Hauses atmen wie Schafe

schlafen in ihren Zimmern der Herr ist ihr Hirte

und unter dem Haus das Grundwasser

und unter dem Abgrund

die Lava der Erschöpfung“

Agi Mishol

Tuncay Gary, Schauspieler für Film und Theater, Lyriker, Theaterautor,
Regisseur und Dramaturg, Literaturpädagoge & Theaterpädagoge.

Vielen Dank für das Interview, lieber Tuncay, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Tuncay Gary, Schauspieler für Film und Theater, Lyriker, Theaterautor, Regisseur und Dramaturg, Literaturpädagoge & Theaterpädagoge.

Zur Person/über mich: Tuncay Gary, in Kars (Türkei) geboren, Schauspieler für Film und Theater, Lyriker, Theaterautor, Regisseur und Dramaturg, Literaturpädagoge & Theaterpädagoge.

Tuncay Gary spielt unter anderem am Wiener Burgtheater, am Deutschen Theater und am Maxim-Gorki-Theater. Er ist Gründer des »Theater Windmühle – Teatro de molino de viento« für das er in wechselnden Besetzungen eigene wie fremde Theaterstücke für Kinder und Erwachsene inszeniert. 2015 gründet er die Literaturwerkstatt und die Theaterwerkstatt in Berlin-Wedding. Hier lernen Kinder und Jugendliche aus einer sozial benachteiligten Umgebung die Liebe zur Sprache.

Seine Leidenschaft für Worte bringt er in Prosatexten und Gedichtbänden sowie in seinem Programm »Poetry & Dance by Rajaa and Tuncay« zum Ausdruck.
Gary erhielt 1996 den Lyrikpreis von »Young Life Berlin«.  2014 nominierte man ihn für den Ehren-Preis von »Levure Littéraire Poetry-Performance«. 2024 wurde er von der Bingel Stiftung für Literatur zur 14. Hochstädter Lyriknacht eingeladen.

Seit Jahren engagiert sich Tuncay Gary für Menschenrechte, u.a. für  Amnesty International. Mit »Nicht ich bin der Mörder« sensibilisiert er das Theaterpublikum für den Völkermord an den Armeniern. Tuncay Gary ist Botschafter der Stiftung Sicher-Stark, um Kinder vor Gewalt und Missbrauch zu schützen.

Kommende Neuerscheinung/Herbst 2024 von Tuncay Gary:

Tuncay Gary, Mein grünes Niltagebuch oder Scherzgedicht No. 1, Ariella Verlag.

Fotos: 1 Michael Handelmann; 2 Alexander Paul Englert; 3 Joachim Gern.

Walter Pobaschnig _ 20.10.2024

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„Die Sprache der Rechten“ und „Gott 2.0“ _ Neuerscheinungen Reclam Verlag.

Der Reclam Verlag bietet in seiner wunderbar kompakt informativen Reihe zwei besondere Neuerscheinungen im Bücherherbst an, die sich mit zwei der aktuellsten Thematiken gegenwärtiger Gesellschaft in Politik und Kultur beschäftigen.

Wie formt sich die Sprache der Rechten in der Politik? Welche Muster gibt es da und welche Einblicke gewährt dabei die Geschichte und Gegenwart?

Hier bietet Heidrun Deborah Kämper, Professorin an der Universität Mannheim und Mitarbeiterin am Leibniz Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, einen wunderbaren Überblick zu Gesellschaft, Sprache, Kommunikation und Politik. Einer tiefgehenden gesellschaftspolitischen Analyse folgen Grund- und Diskussionsfragen zu Sprachethik wie Zukunftsperspektiven von Gespräch und gesellschaftlichem Miteinander.

Kämper, Heidrun Deborah: Die Sprache der Rechten. Wie sie reden und was sie sagen. Reclam Verlag.

Originalausgabe
Broschur. Format 9,6 × 14,8 cm
104 S.
ISBN: 978-3-15-014595-1

7,00 €

E-Book im EPUB-Format _ 6,99 €

Walter Pobaschnig  10/24

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Karimi, Ahmad Milad: Gott 2.0. Grundfragen einer KI der Religion. Reclam Verlag.

Originalausgabe

Broschur. Format 9,6 × 14,8 cm 112 S.

ISBN: 978-3-15-014591-3

7,00 €

E-Book im EPUB-Format _ 6,99 €

Die Welt ist im Wandel. Veränderungen passieren in moderner Gesellschaft in rasender Geschwindigkeit und stellen traditionelle gesellschaftliche Verfasstheiten und Institutionen vor neue Herausforderungen.

Dies betrifft etwa Religionsgemeinschaften in ihren jahrhunderte- wie jahrtausendealten Möglichkeiten der rituellen wie zwischenmenschlichen Kommunikation. Zugänge zu Gott und Glaube werden neu gedacht und finden neue Konzepte in der Gegenwart von künstlicher Intelligenz (KI).

Autor Ahmad Milad Karimi, geb. 1979, ist seit 2016 Professor für Kalām, Islamische Philosophie und Mystik sowie Direktor der Forschungsstelle Theologie der Künstlichen Intelligenz (FSTKI) an der Universität Münster, geht in seinem Überblick zu theologischen Sprachformen der Gegenwart von Konzepten der Anthropologie aus und öffnet dahingehend Möglichkeiten wie Grenzen künstlicher Intelligenz im Duktus von Mensch und Glaube. Dabei werden unterschiedlichste Perspektiven gewählt, die gleichsam in einem Mosaik von Gesellschaft, Theologie, KI Anregungen und Diskussionsfragen öffnen.

Walter Pobaschnig  10/24

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„Eine Haltung entwickeln“ Desiree Opela, Schriftstellerin _ München 21.10.2024

Liebe Désirée Opela, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Aufstehen, Kaffee, Atmen, U-Bahn, Arbeit, Atmen, Gehen, Organisation, Textarbeit, Lektüre, Musik. Ein gutes Gespräch, bewegtes Bild.

Désirée Opela, Schriftstellerin, Musikerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Genau hinsehen, sich nicht verunsichern lassen, Dinge in einen Kontext setzen, (sich selbst) beobachten, einander zuhören. Eine Haltung entwickeln, keine Angst haben vor Komplexität, Vorsicht bei Kategorisierungen. Stille, Natur, Wetter, Menschen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich denke, dass jeder Neubeginn die Verarbeitung von Vergangenem beinhaltet, eine Lehre, die dann zu Entwicklung führen kann.

Keine vorschnellen Urteile fällen, (eigene) Fehler betrachten und sich gewahr werden, wo Veränderung ansetzen kann; worauf man Einfluss hat und was man loslassen muss.

Für mich stellen Kunst und Literatur wesentlich die Möglichkeit dar, Dinge transparent zu machen; zu hinterfragen, worin wir leben. Sie können Reibungsfläche sein, eine Frage, Widerstand. Aber sie sind auch ein Raum für Leichtigkeit und Humor, Trost und Sehnsucht.

Was liest Du derzeit?

Gerade fertiggelesen: Michel Houellebecq – Vernichten

Noch in Lektüre: Rutger Bregmann – Im Grunde gut

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Tatsachen, aneinandergereiht, ergeben noch nicht die Wirklichkeit, versteht ihr. Die Wirklichkeit hat viele Schichten und viele Facetten, und die nackten Tatsachen sind nur ihre Oberfläche. […] MAN KANN SICH AUCH AN FALSCHEN FRAGEN ABARBEITEN.“

Christa Wolf – Stadt der Engel

oder The Overcoat of Dr. Freud

Vielen Dank für das Interview, liebe Désirée, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Désirée Opela, Schriftstellerin, Musikerin

Zur Person/über mich:  DÉSIRÉE OPELA studierte Komparatistik an der LMU in München. 2014-2016 war sie Studierende des Masterstudiengangs am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2019 erschien ihr Roman In Limbo, 2022 der Roman Das Wetter in uns im Faber&Faber Verlag.

Als Teil der Punk-Kombo Autodelete ist sie außerdem Mitglied beim Münchner Subkultur-Label Schaufel&Besen und ab November Mitveranstalterin der Textbühne Dackel in Unbehagen im Köşk. Sie lebt in München.

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 20.10.2024

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„Hoffen“ Ylva Maj, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wien 21.10.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Größe

In

Voller

Ernsthaftigkeit


Peinlichkeit

Einerlei

Aufgeben

Charismatisch

Einstehen


Aber


Cool

Hoffen

Anderssein

Nicht

Cholerisch 

Erneuern


Ylva Maj, 18.10.2024

Ylva Maj, Schauspielerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Ylva Maj, Schauspielerin

Zur Person/über mich: Ylva Maj, gebürtige Wienerin, aufgewachsen im Dorf mit Matura in Wien, studierte Musik und Sport auf Lehramt neben dem Schauspieldiplom. In der freien Szene tätig.

https://www.ylva-maj.at/

Aktuelle Produktion mit Ylva Maj:

das.bernhard.ensemble | DAS OFF THEATER
FUNNY.BRANDSTIFTER
Ein Mash-up inspiriert von Max Frischs „Biedermann und die
Brandstifter“ und Michael Hanekes „Funny Games“

Premiere: Dienstag, 29. Oktober 2024, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 1.|2.|5.|8.|9.|12.|15.|16.|19.|20.|22.|23.|
26.|27.|29.|30. November 2024 | jeweils 19:30 Uhr
DAS OFF THEATER | Kirchengasse 41, 1070 Wien

Eine Home-Invasion bei den Biedermanns bringt deren bürgerliches Weltbild gehörig ins Wanken. Nicht nur ihr Leben ist in Gefahr, auch jegliche Grenzen zwischen Fakt und Fake scheinen sich unter der ständigen Bedrohung durch die Eindringlinge aufzulösen. Alle Maßnahmen, die sie eigentlich beschützen sollten, wenden sich plötzlich gegen sie und machen die pseudo liberale Familie zu hilflosen Gefangenen ihres eigenen Lifestyles. Ein
bizarres Spiel um die nackte Existenz beginnt.

In FUNNY.BRANDSTIFTER, dem neuesten Mash-up des bernhard ensemble, verschmilzt Max Frischs Theaterklassiker „Biedermann und die Brandstifter“ mit dem österreichischen Thriller von Michael Haneke „Funny Games“.

Die Biedermanns, eine strahlend-perfekte Familie, aus der materialistischen Welt der Sozialen Netzwerke entsprungen, baut sich ihr eigenes Gefängnis. Abgeschottet in ihrer Lifestyleblase und eingenommen von moralischer Überlegenheit, ignorieren sie die offensichtliche Gefahr und öffnen den Eindringlingen die Tür ins eigene Wohnzimmer.
Ein unbehaglicher Schleier legt sich langsam über die Szenerie. Die Eindringlinge, charmant und freundlich, verwandeln das Zu Hause der Biedermanns langsam in eine Bühne der Gewalt, auf der die Grenzen zwischen Opfer und Täter, Fakt und Fake, Wahrheit und Inszenierung, in einem bedrohlichen Spiel verschwimmen. Es wird herumgezündelt und aufgewiegelt, während sich die Familie in einer Spirale der Verdrängung und Selbsttäuschung dreht. Alle Warnsignale werden weggewischt, alle Schutzmaßnahmen wenden sich gegen sie. Die Eindringlinge machen sich einen Spaß daraus, die hilflose Familie mit Angst zu besudeln. Das Publikum wird Zeuge einer schleichenden Eskalation. Was tun? Wie handeln?

Regie / Konzept / Ausstattung: Ernst Kurt Weigel

Kostüme: Julia Trybula

Soundscape: Bernhard Fleischmann

Choreografie: Leonie Wahl

Performance: Yvonne Brandstetter, Kajetan Dick, Ylva Maj, Sophie Resch,
Christian Kohlhofer, Ernst Kurt Weigel

Regieassistenz: Beatrice Leodolter

Lichtdesign / Technik: 
Josef Morawek

Produktionsleitung: Monika Bangert

Presse: 
SKYunlimited, Alina Groer

Social Media/ künstl.Assistenz: Nadine-Melanie Hack

Hospitanz: Anelie Papst

Karten unter:
digital: karten@off-theater.at
direct: 0676 360 62 06
online: www.off-theater.at

Kartenpreise Abendkasse: € 25,- (standard) / € 19,- (Senior:innen, Club Ö1) /€ 15,- (Schüler:innen, Student:innen, Ö1 intro, IGFT-Mitglieder)
Kartenpreise Online-VV: 8% ermäßigt

Weitere Informationen: www.off-theater.atwww.bernhard-ensemble.at

Fotos: Portrait_Franz Quitt; FUNNY.BRANDSTIFTER_ Walter Mussil

Walter Pobaschnig _ 18.10.2024

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Sonny Boy. Al Pacino. Mein Leben – Die offizielle Autobiografie. Piper Verlag

Er ist einer der Superstars Hollywoods und wurde mit Filmen wie „Der Pate“ (1972) oder „Scarface“ (1983) zu einer lebenden Legende des außergewöhnlichen intensiven Spiels des modernen method acting.

Geboren als Alfred James (Al) 1940 in New York ist er das einzige Kind von Salcatore Pacino und Rose Gerard, sizilianischer Einwanderer, und wächst nach der frühen Scheidung der Eltern bei der Mutter und den Großeltern in der South Bronx in New York auf. Es ist eine Kindheit in den Herausforderungen der Zeit und dem frühen Interesse und der Begeisterung für Theater und Film. Er besucht schließlich renommierte Schauspielschulen (Lee Strasberg), die seinen Stil nachhaltig inspirieren und prägen. Sein Ausnahmetalent wie -wille finden schließlich ihren Weg und begeistern bis heute Millionen Menschen…

Doch wie waren nun die Erfahrungen der Kindheit, die Herausforderungen auf dem Weg zu Bühne und Film? Wie formte sich der Schauspieler Al Pacino? Wie gestaltete sich sein Privatleben?

Die vorliegende Autobiografie gibt nun sensationelle Einblicke in Werk und Leben in Wort&Bild und lässt gleichsam einen Film „Mein Leben“ ablaufen, der von der ersten Seite an mitreißt und zum Erlebnis werden lässt!

Sonny Boy. Al Pacino. Mein Leben – Die offizielle Autobiografie. Piper Verlag

Erschienen am 15.10.2024

Übersetzt von: Stephan Kleiner

400 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

EAN 978-3-492-07310-3

€ 26,00 [D], € 26,80 [A]

Walter Pobaschnig  10/24

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