„Grobiane“ Silke Gruber, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Hall/Tirol 9.10.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Grobiane

Ideologen, Spiel-

Verderber und andere

Endgegner


Pfiat

eich

alle!

Choose

Eremitage!


Auf der


Clownnase

hupen &

aehnliche

Nettigkeiten als

Common Sense

elaborieren – now!



Silke Gruber, 7.10.2025

Silke Gruber, Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Silke Gruber, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Silke Gruber

lebt seit 1981 in Hall in Tirol und hat auch nicht vor umzuziehen oder zu verreisen. Bis ca. 2020 stand an dieser Stelle „Seit sie denken kann hauptberuflich Mutter“, dieser Satz wurde ersetzt durch „früher hauptberuflich Mutter“. Mittlerweile Putzfrau. Ganz früher mal Lehramtsstudium. Dazwischen und davor und danach wuselt sie als wand_lungen auf Instagram herum oder schreibt Kurzprosa, Slam Poetry, Lyrik – und das, obwohl sie nichts von Genregrenzen hält. Ihr ist auch sonst alles zu wenig und alles zu viel. (Außer das Arbeitsstipendium des Landes Tirol, das hat sie gern genommen.) (Und auch den Poetry-Slam-Würdigungspreis.) (Und das Hilde-Zach-Literaturförderstipendium.)

Fotos: 1 Selbstportrait; 2 Cho; 3 Katrin Rauch.

Walter Pobaschnig 07/10/25

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„Literatur legt sich mit Dir an“ Silke Gruber, Schriftstellerin _ Hall/Tirol 9.10.2025

Liebe Silke Gruber, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wenn ich nicht gerade putze (beruflich) oder durch die Tiroler Gegend auf- und abhirsche (für die mental health) oder beim Fußball mitfiebre (living the soccer mom life), schreibe oder zeichne ich. Dazwischen, davor, danach rauchen und Kaffee und Bier (alles gerne in Gesellschaft von family & friends).

Silke Gruber, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Einander mit dem größtmöglichen Wohlwollen begegnen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Im besten Fall bricht Literatur/Kunst mit Denkmustern und fordert dich auf, dasselbe zu tun. Sie legt sich geradezu an mit dir, deiner Wahrnehmung der Welt, deinen Urteilen, deinen Gefühlen. Der abstrakte Künstler Sam Gillian sagt: „It convinces you that what you think isn’t all.“ Wenn das nicht wesentlich ist!

Was liest Du derzeit?

Ilse Kilic: Alter Ego. Nava Ebrahimi: Und Federn überall. Immer wieder: Barbara Hundegger: schreibennichtschreiben.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Zwischen Espresso Macchiato und Saurer Wurscht verläuft ein schmaler Grat.“ (aus meinem Text „Karl Lagerfeld“)

Silke Gruber, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Silke, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Silke Gruber, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Silke Gruber

lebt seit 1981 in Hall in Tirol und hat auch nicht vor umzuziehen oder zu verreisen. Bis ca. 2020 stand an dieser Stelle „Seit sie denken kann hauptberuflich Mutter“, dieser Satz wurde ersetzt durch „früher hauptberuflich Mutter“. Mittlerweile Putzfrau. Ganz früher mal Lehramtsstudium. Dazwischen und davor und danach wuselt sie als wand_lungen auf Instagram herum oder schreibt Kurzprosa, Slam Poetry, Lyrik – und das, obwohl sie nichts von Genregrenzen hält. Ihr ist auch sonst alles zu wenig und alles zu viel. (Außer das Arbeitsstipendium des Landes Tirol, das hat sie gern genommen.) (Und auch den Poetry-Slam-Würdigungspreis.) (Und das Hilde-Zach-Literaturförderstipendium.)

Fotos: 1 Katrin Rauch; 2 Selbstportrait; 3 Cho.

Walter Pobaschnig 07/10/25

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„Kunst muss gemacht werden, Kunst muss gelebt werden“ Anika Suck, Schriftstellerin _ Wien 8.10.2025

Liebe Anika Suck, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Früh aufstehen, arbeiten, garteln (also im Garten sitzen und lesen), schreiben meist nachts.

Anika Suck, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Freundschaften pflegen. Opfern glauben.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunst ist Zufluchtsort wie auch Erklärversuch, wenn etwas neu ist, das eigentlich nicht neu ist. Kunst muss gemacht werden, Kunst muss gelebt werden. Dafür braucht es: Langsames Lesen, mit dem Stift in der Hand. Fragen an den Text stellen. Sich bewusst machen, dass in jedem Buch nur dieselben 26 Buchstaben stehen und dennoch so eine Wirkung entfalten.

Was liest Du derzeit?

Tomorrow and Tomorrow and Tomorrow von Gabrielle Zevin

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Zitat aus Oscar Wildes The Ballad of Reading Gaol, das er im Exil folgend seiner Gefangenschaft geschrieben hat und das auch auf seinem Grabstein steht:

„And alien tears will fill for him

    Pity’s long-broken urn,

For his mourners will be outcast men,

    And outcasts always mourn.“

Anika Suck, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Anika, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Anika Suck, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Anika Suck ist 1997 in Wien geboren und in Niederösterreich aufgewachsen. Sie hat Journalismus und Germanistik in Wien und Untrecht studiert und war als freie Journalistin, Texterin, Poetin und Veranstalterin tätig. „Was danach kommt“ ist ihr erster Roman.

Aktueller Roman von Anika Suck:

„Karmen passiert das Unverzeihliche: Sie verursacht einen Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang. Es sind nur ein paar Sekunden, die Karmens Leben in seinen Grundfesten erschüttern. Denn im darauffolgenden Prozess muss sie sich einer Schuld stellen, die sie nicht erst seit dem Unfall mit sich herumträgt. Von der Presse Kindsmörderin getauft und von der Empörungsgesellschaft (vor-)verurteilt, wird sie auch von ihrem sozialen Netz fallen gelassen. An den Rand ihrer Existenz getrieben, begegnet sie ihrem ersten Fehltritt wieder und das Lot verschiebt sich. Am Ende muss Karmen selbst entscheiden, ob sie schuldig ist oder nicht.

In direkter wie einfühlsamer Sprache zeichnet Anika Suck das Innenleben einer Protagonistin nach, die den Albtraum durchlebt und dabei doch stets ironisch distanziert scheint. Ein eindringliches Debüt über den unbarmherzigen Zufall, die mediale Inszenierung eines Schicksals und das Weitermachen.“ Pressetext Verlag

„Was danach kommt“ Anika Suck. Kremayr&Scheriau.

Hardcover mit Lesebändchen, gebunden

248 Seiten, Format 12,0 x 20,0

1 Auflage, Kremayr & Scheriau 2025

25,00 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01469-4

https://www.kremayr-scheriau.at/bucher-e-books/titel/was-danach-kommt/

Kommende Buchpräsentation und Lesungstermin: 25.11. im Stifterhaus Linz, 19.30h

Fotos: Portrait_ David Dunst; Cover _ Verlag.

Walter Pobaschnig 5/10/25

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„Ein letzter Blick“ Undine geht _ Jennifer Pöll, Schauspielerin _ Wien 7.10.2025

Undine geht _
Jennifer Pöll, Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _
Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Undine geht _
Jennifer Pöll, Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _
„Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _
Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Undine geht_Erzählung/Monolog Ingeborg Bachmann_Wien_1961

Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ 

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Undine

Jennifer Pöll, Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin   __Wien _ performing

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Jennifer Pöll, Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin  _ Wien 

Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Ingeborg Bachmann Rom 1962 _
Heinz Bachmann

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Undine geht _ Jennifer Pöll, Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin  _ Wien 
9_25
Jennifer Pöll, Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin  _ Wien 

Liebe Jennifer, wie liest Du den Text „Undine geht“ von Ingeborg Bachmann? Welche Grundaussagen gibt es da für Dich?

Der Text von Bachmann ist voller Wut, Enttäuschung und Schmerz. Es ist eine Gesellschaftskritik, die den Status der Frauen in Bezug zu den Männern hinterfragt.

Wie siehst du „Undine“?

Undine ist eine verletzte Stimme, eine Person mit Gefühlen, die gesehen werden und sich das nicht gefallen lassen möchte.

„Undine geht“ wurde vor gut 60 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seit damals im Rollenbild von Frau und Mann verändert und was sollte sich noch ändern?

Es hat sich seit damals bereits einiges verändert. Frauen können zum Beispiel Berufe ausüben, die Männern vorbehalten waren oder können heutzutage ihre Sexualität selbstbestimmt ausleben. Dennoch sind wir noch lange nicht am Ziel angekommen. Da gibt es noch viele Dinge zu tun und eine Wegstrecke zu gehen, dringendes Stichwort: Gender Pay Gap.

Menschen wie Bachmann, die ihrer Zeit voraus gelebt habt und Texte von ihr, haben dazu geführt, dass sich in den letzten 60 Jahren bereits einige Dinge zum Positiven verändert haben.

Der Monolog geht mit der patriarchalen Gesellschaftswelt schonungslos ins Gericht. Wie siehst Du die Situation patriarchaler Macht heute?

Patriarchale Macht ist definitiv noch vorhanden und hängt stark von Region und Kultur ab. Aber der Abstand, die Unterdrückung ist kleiner geworden. Eine Gesellschaft entwickelt sich sehr langsam. 

Der Text drückt auch viel Trauer über das Scheitern der Liebe und eines Miteinander der Geschlechter im persönlichen wie gesellschaftlichen Leben aus. Welche Auswege siehst Du hier?

Muss es einen Ausweg geben? Oder können wir nicht mit der Zeit lernen ein besseres Miteinander zu haben. Vielleicht brauchen wir keinen Ausweg, vielleicht müssen wir einfach an Beziehungen arbeiten. Sowohl gesellschaftlich als auch persönlich.

Was kannst Du als Frau und Künstlerin von „Undine geht“ in das Heute mitnehmen?

Sowohl als Frau als auch als Künstlerin finde ich die Freiheit nicht gefallen zu müssen wichtig. Gesellschaftliche Strukturen sind nicht fix, sondern lassen sich verändern.

Was bedeutet Dir Natur?

Natur bedeutet für mich Auftanken, Erholen, Leben.

Wie sieht für Dich ein idealer Tag in der Natur aus?

Eigentlich egal ob in der Sonne am Wasser oder in feuchter Luft am Berg – Hauptsache ohne Handy!

Was bedeutet Dir das Element Wasser?

Das beantworte ich mit Stichworten:

Kraft, Grenzenlose Weite, in Bewegung sein, Ruhe, Freiheit

Wie lebst Du den Kreislauf der Jahreszeiten?

Jetzt, kurz vor dem Herbst, verfalle ich meistens in eine Melancholie. Ich versuche mich darauf einzulassen und vorzubereiten, dass das Tageslicht schwindet und der Winter kalt werden wird.

Das Ersehnen des Frühlings und die Vorfreude auf den Sommer hält mich am Leben und gibt mir Kraft und Energie für die dunklere Jahreszeit.

Wie kann der moderne Mensch in Harmonie zur und mit der Welt leben?

Mit Achtsamkeit, Respekt und Geduld.

Was braucht Liebe immer, um zu wachsen, blühen?

Mut und Ehrlichkeit

Was lässt Liebe untergehen?

Besitzen wollen

Welches Zitat aus „Undine geht“ möchtest Du uns mitgeben?

„Tauchen, ruhen, sich ohne Aufwand von Kraft bewegen – und eines Tages sich besinnen, wieder auftauchen, durch eine Lichtung gehen, ihn sehen und »Hans« sagen. Mit dem Anfang beginnen.“

Wie war Dein Weg zur Kunst?

Ich wurde mit Theater erzogen und künstlerische Ausdrucksformen wurden durch meine Eltern und Großeltern stark gefördert. Dadurch hat sich mein Weg eigentlich „ergeben“. Es gab keine andere Option für mich.

Welche aktuellen Projektpläne hast Du?

Ich spiele diese Saison wieder an der Volksoper Wien in folgenden Stücken:

Lass uns die Welt vergessen _ Cabaret _ Im Weißen Rössl

Darf ich Dich zum Abschluss zu einem Akrostichon zu „Undine geht“ bitten?

Unter Wasser sein.

Neuanfang erleben.

Die Stille genießen.

Innehalten.

Nichts vergeht.

Ein letzter Blick.

Gefühle fließen leise fort.

Echo in der Tiefe.

Hoffnung bleibt.

Tschüss, Undine.

Undine geht_Erzählung/Monolog Ingeborg Bachmann_Wien_1961

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Undine

Jennifer Pöll, Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin   __Wien _

Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Jennifer Pöll und Walter Pobaschnig _ Donau/Wien _ 9/25
Jennifer Pöll, Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin   __Wien _

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig, 9_25

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„mitdenken und mitfühlen“ Mirandolina Babunashvili, Schriftstellerin _ Frankfurt am Main 6.10.2025

Liebe Mirandolina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Aufwachen, Katzen füttern, Bürojob (meist im Home Office), ein Spaziergang nach Feierabend, Schreiben, Lesen, Katzen füttern.

Mirandolina Babunashvili, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Aufmerksam sein, wachsam beobachten, zuhören, mitdenken und mitfühlen. Am wichtigsten: helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich finde nicht, dass wir derzeit alle persönlich und gesellschaftlich vor einem Aufbruch oder Neubeginn stehen. Es fällt mir schwer von „den gesellschaftlichen Entwicklungen“ im Allgemeinen zu sprechen, aber ich glaube eher, dass viele Menschen sich darum sorgen bzw. damit beschäftigt sind, das zu erhalten, was sie bereits haben und lange für selbstverständlich hielten (materielle Ressourcen oder Immaterielles z.B. Freiheit, Grundrechte etc.).

Kunst bzw. Literatur kann helfen zu beobachten, zu ordnen, in Worte zu fassen, aufzuwühlen. Sie kann uns dabei helfen, zu begreifen, dass wir mit unseren Gedanken und Gefühlen nicht allein sind.

Was liest Du derzeit?

„Ich ertrinke in einem fliehenden See“ von Anna Melikova, übersetzt von Christiane Pöhlmann, erschienen bei Matthes & Seitz Berlin.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Glauben Sie etwa am Ende womöglich“, flüsterte sie, „zwei Menschen würden sich, wenn sie alleine sind, gegenseitig etwas aus Büchern vorlesen? Russische Lyrik, etwa? Aber auch wenn – sie werden sich dabei wohl ausziehen dürfen?“

Aus Anna Melikova, Ich ertrinke in einem fliehenden See

Vielen Dank für das Interview, liebe Mirandolina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Mirandolina Babunashvili, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Mirandolina Babunashvili, 1996 geboren, lebt in Frankfurt am Main. 2018 erhielt sie den hr2-Literaturpreis. Zudem ist sie dreimalige Preisträgerin des Literaturforums Hessen-Thüringen (2018, 2019, 2021). 2023 war sie Stipendiatin der Werkstatt für junge Literatur in Graz, wo ihr Text mit dem Retzhofpreis ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2023/24 war sie Teilnehmerin der Romanwerkstatt „Kölner Schmiede“ der NRW Schreibakademie und stand außerdem auf der Longlist des Kurzgeschichten Wettbewerbs „Wortlaut“ von FM4. Im Jahr 2025 erhielt sie das „Land-In-Sicht“-Stipendium des Hessischen Literaturrats, welches mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst vergeben wird.

Foto: Zhanna Penkal

Walter Pobaschnig 5/10/25

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Bernhard Aichner. Man sieht nur mit der Schnauze gut. Aspro ermittelt. Haymon Verlag.

Silvesterabend. Es geht hoch und laut her. Auch das Herrl des Mischlingsrüden Aspro ist dabei. Und damit auch Aspro. Mitten im Geschehen.

Es wird laut und lauter. Die Raketen und auch das Herrl, der jetzt Aspro nachrennt, der den geworfenen Stock zurückbringt. Weiter folgt Knall um Knall. Doch dann geschieht etwas, das Herrl und Hund im wahrsten Sinne des Wortes auseinanderreißt und im grellen Licht einer Explosion passiert ein schrecklicher Unfall und nun ist Aspro allein. Doch eine Polizistin nimmt ihn auf und nun zeigt sich Aspro vielseitig talentiert in der täglichen Aufklärung und Suche nach den kleineren und großen Abgründen dieser Welt und dem Versuch zu retten was zu retten ist.

Ein gemeinsamer spannender Weg beginnt und Aspro wird zum liebgewonnenen und unverzichtbaren Begleiter…

Bestsellerautor Bernhard Aichner lädt zu einem spannenden wie humorvollen Perspektivenwechsel ein und lässt Leserin und Leser mit den Augen und der sensiblen Schnauze eines Hundes in die Welt blicken und sich dieser in allen Herausforderungen zu stellen.

„Ein ganz besonderer Krimi, in dem der Bestsellerautor seine ganze Raffinesse beeindruckend spielen lässt!“

Bernhard Aichner. Man sieht nur mit der Schnauze gut. Aspro ermittelt. Haymon Verlag.  

136 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Erscheinungsdatum: 02.09.2025

ISBN 978-3-7099-8266-2

19,90 € Preis inkl. Mehrwertsteuer

Walter Pobaschnig 9/25

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„Begeisternder Nietzsche Abend“ _ Mara Christine Koppitsch _ WUK Wien 2.10.2025

ECCE HOMO _ Mara Christine Koppitsch _
WUK Wien 2.10.2025, folgende

Friedrich Wilhelm Nietzsche, der Star der Philosophen. Von jeder Generation neu entdeckt, interpretiert.

1844, evangelisches Pfarrhaus. Elternhaus. Himmel und Erde. Sein Weg in die Welt. Freude, Träume, Begeisterung, Wille, Emanzipation, Freunde. Frühe Anerkennung und Erfolg in der Wissenschaft. Die Welt steht offen. Weit und bereit…

Doch es kommt anders.

Der Rückzug in die Einsamkeit. Berge. Gedanken, Worte. Gefesselt an die innere Welt und jetzt die Suche nach allen Gründen und Abgründen von Mensch und Kultur.

Wer, Was, Wie kann die Fesseln sprengen? Das Wort?

Eine ungeheure Reise beginnt…zwischen Anfang und Ende.

Das Werk und Leben des Philosophen Friedrich Wilhelm Nietzsche * 15. Oktober 1844 Röcken † 25. August 1900 Weimar inspiriert wie fordert Philosophie, Gesellschaft und Kunst in jeder Generation neu heraus. Es ist eine tief- wie abgründige Fundgrube eines gewaltigen Gedankenkosmos an Linien der Entwicklungen modernen Menschen- und Gesellschaftsbildes in allen Schattierungen von Licht und Dunkelheit.

Die so vielseitige Wiener Schauspielerin Mara Christine Koppitsch kreiert und begeistert in „ECCE HOMO“ mit einer ein- wie ausdrucksstarken Performance in Text und Szene im Dialog zum großartigen visuellen Bühnenbild&Sound. Es gelingt eine wunderbar fokussierte wie abgestimmte Thematisierung Nietzsches letzter Lebensjahre in Wort, Expressivität und Dramatik. Ein großartiger Bühnenabend!

ExMachinisMusicae präsentiert

ECCE HOMO

Performance nach Texten von Friedrich Nietzsche

„Friedrich Nietzsche hatte eine aussichtsreiche Karriere als Geisteswissenschaftlicher vor sich: Mit nur 24 Jahren wird er Professor für Philologie in Basel. Doch eine rätselhafte Krankheit zwingt ihn, seine Professur zurückzulegen. Er zieht sich zurück in die Berge, in der Hoffnung zu genesen. Dort schreibt er einige der bedeutendsten, aber auch kontroversesten philosophischen Werke des 19. Jahrhunderts. Doch seine Werke bleiben ungelesen, seine Gedanken ungehört. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich. Die zunehmende Erschöpfung, die daraus resultierende Vereinsamung und Verwahrlosung zersetzen seinen Verstand. Enttäuschung und Verzweiflung zernagen sein Selbst. Wir zeigen Nietzsche in diesen letzten Momenten vor seinem Verstummen, sein Sich-Verlieren im Wahnsinn.

Unsere Performance macht diesen Untergang erfahrbar. Wir interpretieren Nietzsches letzte Texte mit modernsten künstlerisch-technischen Mitteln: Intensiver Surround-Sound und immersive Projektionen ergänzen schauspielerische Darbietungen.“ (Text _ExMachinisMusicae)

Beteiligte Künstler*innen:

  • Mara Koppitsch Konzept, Performance
  • Haruki Noda Konzept, Sound
  • Nicolás Henao-Bonnet Visuals
  • Milena Nowak Bühnenbild, Performance
  • Catherine Spet Visuals
  • Sara Nielsen Kostüm

Weitere Spieltermine:

Fr 3.10.2025 _ 20 Uhr

Sa 4.10.2025 _ 20 Uhr

WUK Werkstätten- und Kulturhaus
Währinger Straße 59
1090 Wien

https://www.wuk.at/programm/ecce-homo/

Mit Unterstützung der Bezirksvertretung Alsergrund, dem Career Center der mdw und der hmdw

Walter Pobaschnig 10/25

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Sibylle Reuter, Zerbrichmeinnicht, Roman. Leykam Verlag.

1980er Jahre. Bulgarien. Sofia. Ein Leben beginnt inmitten von Mauern, äußeren und inneren.

„Das Leben meiner Eltern war kurz und ich hatte lange Angst, dass meines als die Verlängerung des ihren beschissen werden würde…“

Der Vater, aus der DDR gebürtig, ist nicht da und die Position der Mutter klar. „Du musst hier weg!“. Die in Graz geborene Oma verwöhnt mit Mehlspeisen und bringt erste Walzerschritte bei. Die anderen Schritte zwischen Türen des Kindergartens, der Schule im Heranwachsen sind schwere, knarrende zwischen Scham, Angst, Wut im Niemandsland der Sprachen, Begegnungen, Grenzen von da und dort. Jetzt Wege finden…

Dann die politische Wende, Öffnung. 90er Jahre. Die Koffer sind gepackt. „Ich öffnete mich Österreich für eine Umarmung. Sie blieb aus…“.

Die Reise geht weiter zum Ich zwischen Geschichte und Identität, Gegenwart und Zukunft…zwischen gestern, heute und morgen…

Sibylle Reuter, Germanistin, Dolmetscherin, Autorin, ausgezeichnet mit dem Literaturpreis SCHREIBEREI der Steiermärkischen Sparkasse 2024, legt eine mitreißende coming of age Geschichte in den großen Umbrüchen der 80/90er in Europa vor und deren ganz unmittelbaren Auswirkungen und Folgen im Prozess des Heranwachsens und der familiären Bezüge.

Die Autorin begeistert in einer packenden Sprach- und Erzählform, die vom ersten Satz an in den Bann zieht und in Familienzimmer, Lebensräume neugierig wie erschütternd folgen lässt. Diese existentielle Unmittelbarkeit und der großartige narrative Dialog von Makro- und Mikrogeschichte sind ganz große Stärken dieses Romans, der ohne Zweifel zu den bemerkenswertesten Neuerscheinungen des Bücherherbstes zählt.

Sibylle Reuter, Schriftstellerin

„Ein Roman als sprachlicher Orkan im Niemandsland der Kindheit und der schmerzvollen Suche nach Identität in den 80er/90er Jahren.“

Sibylle Reuter, Zerbrichmeinnicht, Roman. Leykam Verlag.

Hardcover, 240 Seiten

ISBN 978-3-7011-8373-9

€ 24,50

https://www.leykamverlag.at/produkt/zerbrichmeinnicht/

Walter Pobaschnig  10/25

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„Literatur ist Zufluchtsort und Mutquelle“ Sibylle Reuter, Schriftstellerin _ Düsseldorf 2.10.2025

Liebe Sibylle, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wenn ich nicht unterwegs bin, versuche ich, eine Routine einzuhalten, weil ich gemerkt habe, dass sie mir guttut. Gerne gehe ich früh schlafen, weil ich ohne Wecker auch früh in den Tag starte – meistens so gegen 5-5.30 Uhr. Das ist meine kreativste Zeit, in der ich am liebsten schreibe. Dann herrscht absolute Stille, ich trinke meinen Tee und bin ganz bei mir. Das geht bis etwa 8 oder 9 Uhr, und danach habe ich das Gefühl, das Allerwichtigste für den Tag bereits geschafft zu haben. Es fühlt sich großartig an. Erst dann schalte ich mein Handy ein und beginne meine „eigentliche“ Arbeit, mit der ich noch meinen Lebensunterhalt verdiene. Seit 2016 bin ich als freie Texterin und Redakteurin auf nachhaltige Themen spezialisiert und unterstütze Gemeinwohl-Unternehmen in der Kommunikation und bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten.

Gegen Abend mache ich Sport – gerne Joggen, Yoga oder Schwimmen, manchmal auch Wandern. Wenn mich nicht der innere Schweinehund im Griff hat, meditiere ich vor dem Schlafengehen.

Sibylle Reuter, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Hin und wieder innehalten und uns unseres Atems bewusst werden. Dann sind wir im Jetzt, statt unsere Sorgen in die Zukunft zu projizieren und unsere Träume in die Vergangenheit. Sich selbst zu spüren kann ebenfalls eine Heimat sein. Und die haben wir als Menschen alle gemeinsam, egal woher wir kommen. Auf meiner Handyhülle klebt ein Sticker, auf dem steht: „Einatmen, ausatmen“. Ich bin überzeugt, dass es auf der Welt weniger Kriege und weniger Leid gäbe, wenn wir uns öfter mit unserem Atem verbinden.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wesentlich ist, sich nicht nur die ungelösten Probleme vor Augen zu halten, sondern auch die guten Momente im Leben. Manchmal sind sie kaum sichtbar, aber sie sind immer da. Sie schaffen die Balance, weil Umbrüche selten einfach sind. Literatur war für mich schon immer Zufluchtsort und Mutquelle zugleich. Mit Kunst kann ich gut abschalten, den Kopf frei bekommen. Gleichzeitig sprudeln dabei immer wieder neue Ideen auf. Sie ist ein schöner Ort zum Verweilen. Daher meine ich, dass Künstler*innen systemrelevant sind.

Was liest Du derzeit?

Gerade habe ich „Haus zur Sonne“ von Melle beendet und nun widme ich mich dem neuen Buch von Dimitré Dinev, „Zeit der Mutigen“. Nicht, weil die beiden für den Deutschen bzw. den Österreichischen Buchpreis nominiert sind, sondern weil sie stilistisch zu meinen Lieblingsautoren zählen. Mit Dinev verbindet mich zudem Bulgarien.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Nothing changes, if nothing changes.“ (dt.= Nichts ändert sich, wenn sich nichts ändert.)

Vielen Dank für das Interview, liebe Sibylle, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Sibylle Reuter, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Sibylle Reuter wurde in Sofia geboren und kam mit neunzehn nach Österreich. Sie studierte Germanistik, arbeitete als Dolmetscherin, lebte in Bologna, Shanghai und Valencia – und schreibt heute als freie Autorin über Nachhaltigkeit, Heimat und kulturelle Zugehörigkeit. Für “Zerbrichmeinnicht” wurde sie mit dem Literaturpreis SCHREIBEREI der Steiermärkischen Sparkasse 2024 ausgezeichnet.

www.sibyllereuter.com

Aktuelle Buchneuerscheinung von Sibylle Reuter:

„„Du musst hier weg!“

Ein Satz, der sich eingebrannt hat – in ihre Kindheit im Bulgarien der Achtzigerjahre, die geprägt war von der Verachtung der Mutter gegenüber ihrem Land. Sie setzt alles daran, ihrer Tochter ein anderes Leben zu ermöglichen. Der Vater bleibt ein Schatten. Gelingt ihr der Aufbruch in ein anderes Land, ins Erwachsensein, in ein neues Selbstbild?

Sibylle Reuter erzählt in ihrem Debütroman von der existenziellen Erfahrung, sich von den Eltern zu lösen. Vom Verlust einer Heimat, die sich nie wie ein Zuhause angefühlt hat, und von der Sehnsucht nach Ankommen und Geborgenheit. Ein Roman über Herkunft, Scham und die Frage, wie man wird, wer man ist und wie viel Mut es braucht, den eigenen Weg zu gehen.“ (Presseinformation Verlag)

Romanvorstelllung _ Literatur outdoors:

https://literaturoutdoors.com/2025/10/02/sibylle-reuter-zerbrichmeinnicht-roman-leykam-verlag/

Sibylle Reuter. Zerbrichmeinnicht. Roman. Leykam Verlag.

Hardcover, 240 Seiten     

Erscheinungsdatum 02.10.2025

ISBN 978-3-7011-8373-9

€ 24,50

https://www.leykamverlag.at/produkt/zerbrichmeinnicht/#description

Sibylle Reuter, Schriftstellerin

Präsentation/Lesung _ Termine:

Schlossbergsäle Steiermärkische Sparkasse Graz

2. 10. 2025, 18 Uhr

Erstpräsentation & Preisverleihung der „Schreiberei“ : »Zerbrichmeinnicht« mit Sibylle Reuter in Graz

Thalia (Wien Mitte)

3. 10. 2025, 19 Uhr

Erstpräsentation Wien »Zerbrichmeinnicht« mit Sibylle Reuter gemeinsam mit Maria Hofer »Arsen«

Thalia (Wien Mitte)

3. 10. 2025, 19 Uhr

Lesung »Arsen« mit Maria Hofer gemeinsam mit Sibylle Reuter »Zerbrichmeinnicht«

Frankfurter Buchmesse

16. 10. 2025, 11 Uhr

Lesung »Zerbrichmeinnicht« mit Sibylle Reuther auf der Frankfurter Buchmesse

Frankfurter Buchmesse

16. 10. 2025, 11 Uhr

Veranstaltungen auf der Frankfurter Buchmesse am 16.10. und 18.10.2025

Covent Garden Düsseldorf

10. 10. 2025, 19 Uhr

Lesung: »Zerbrichmeinnicht« mit Sibylle Reuter im Covent Garden Düsseldorf

mondo medien & Büchergilde Bielefeld

13. 10. 2025, 19 Uhr

Lesung: »Zerbrichmeinnicht« mit Sibylle Reuter bei mondo medien & Büchergilde – Bielefeld

Fotos: Portrait_ Emilio Barrionuevo; Cover _ Verlag; Motiv _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig 28/9/25

https://literaturoutdoors.com

„Wir dürfen uns nicht verstecken und klein machen“ Helene Hütter, Schauspielerin _ Wien 1.10.2025

Liebe Helene, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

In der Früh nehme ich mir gerne so 2 Stunden nur für mich. Ich lege mich auf meine Akupunkturmatte oder lese auch gerne in der Natur. Dann geht’s auf zum Proben und Trainieren. Am Abend wird dann noch was Schönes gekocht.

Helene Hütter, Schauspielerin _
in „Bernarda Albas Haus“ Theater Arche Wien 1/25, folgendes Foto.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zuhören

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Für mich haben Schauspiel und Kunst zwei wesentliche Aufgaben: Einerseits schonungslos ehrlich und wahrhaftig zu sein und andererseits zu zeigen, wie schön, magisch und fantasievoll das Leben sein kann. Beides werden wir in Zukunft ganz stark brauchen. Wir dürfen uns nicht verstecken und klein machen. Mir ist es besonders wichtig, alle Menschen, alle Meinungen, auf der Bühne zu zeigen. Wir müssen in einen ständigen Diskurs gehen und kreativ bleiben.

Was liest Du derzeit?

„Die magische Bibliothek“ von Rachel Caine.

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Ich kann mich jeden Tag neu entscheiden.

Vielen Dank für das Interview, liebe Helene, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Helene Hütter, Schauspielerin

Zur Person/über mich: Helene Hütter, geboren 1998 in Wien. Hat das Konservatorium für Schauspiel und Darstellende Kunst 2024 abgeschlossen. Die Bühnenreifeprüfung 2025 bestanden.

War schon in mehreren Produktionen im Theater Libelle, Yellow Cat Theatre, theater.wozek, Freie Bühne Wieden, Romanosvato und THEO, zu sehen. Von Angustias aus Bernarda Albas Haus, Anna aus Willkommen, Polizistin aus Saffi Unplugged, bis zu Mama Muh und Baloo aus dem Dschungelbuch, kann man sie in den unterschiedlichsten Rollen sehen. Gerade ist sie als der Geräuschehändler im Theater Libelle zu sehen.

Fotos: Marcus Josef Weiss

Walter Pobaschnig 30/9/25

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