Zur Person/über mich:Kerstin Hau, geboren 1974, studierte Media-System-Design und Fachjournalismus und schreibt seit 2015 für kleine und große Leute. Sie ist Alumna der Akademie für Kindermedien. Ihre Werke werden in viele Sprachen übersetzt. Persönliche Erfahrungen, wie der Verlust ihres Sohnes, prägen ihre Werke und verleihen ihren Geschichten Authentizität. Berufsbegleitend hat sie eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche absolviert.
„Jeder Mensch hat schon einmal geliebt, ist schon einmal geliebt worden und hat Höhenflüge und Tiefpunkte einer Liebesbeziehung durchlebt. In ihrem neuen Buch „Geliebt“ führt uns Kerstin Hau vor Augen, wie vielfältig Liebe im Leben der Menschen ist, welche Tiefe und welche Weite sie haben kann und wie überlebenswichtig es ist, geliebt zu werden und zu lieben.
Angefangen von der ersten Liebe zum noch ungeborenen Kind im Mutterleib, über die Liebe zwischen Kindern und Eltern, bis hin zur Liebe zu Freundinnen und Partnerinnen bleibt keine Facette der Liebe ungenannt.
Ein wunderschön-poetisches Geschenkbuch für jede*n – eine Einladung, das Fest der Liebe immer wieder im Jetzt und Hier zu feiern!“ (Pressetext _ Verlag)
Kerstin Hau, Geliebt. Gütersloher Verlagshaus 36 Seiten. Pappband € 16,00 [D] / € 16,50 [A] / CHF 22,90 ISBN 978-3-579-06290-7 Erscheinungstermin: 01. Oktober 2025
Liebe Kerstin Hau, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Unterschiedlich. Meist: Aufwachen, recken, strecken, Freude finden und ihr folgen, Kaffee kochen, 30 min. Sport, duschen, kreativ schreiben oder E-Mails beantworten oder was sonst muss/darf/will – die Freude führt, zwischendurch Speis und Trank, ein Spaziergang fürs Gemüt und fürs bewegte Denken, danach Offenes beenden, Feierabend. Der Rest bleibt privat.
Kerstin Hau, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Geduldig sein, freundlich sein, auch sich selbst gegenüber, gütig sein. Der kleinen Freude folgen. Akzeptieren, dass es nicht auf alles eine Antwort gibt.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Stehen wir tatsächlich alle vor einem Aufbruch und Neubeginn? Oder war es nicht schon immer so, dass nichts im Leben bleibt wie es ist? Aus meiner Sicht: Zu leben bedeutet Bewegung, Veränderung, Verluste, Abschiede, Krisen, Aufbrüche, Anfänge, Dazwischenzeiten, Ruhezeiten, Wendepunkte, Metamorphosen. Immer und immer wieder. Wesentlich für mich: beweglich bleiben, genau hinschauen, Haltung wahren, überprüfen, neujustieren, Gegensätze, Leerstellen und unbeantwortete Fragen aushalten. Beständigkeit finden wir nur in der Veränderung.
Kunst macht Unsichtbares sichtbar. Sie lädt zum Diskurs ein, stellt Fragen, regt an oder scheucht auf. Gerade in Zwischenzeiten kann Kunst ein Anker sein, Halt geben, wo (vermeintliche) Gewissheiten wegbrechen. Kunst öffnet Räume, kann spiegeln, Begegnung sein, hilft Brücken bauen, kann unsere Wahrnehmung verändern, dabei unterstützen, eine (neue) Haltung zu finden. Sie gibt Unaussprechlichem eine Gestalt und befriedigt das Bedürfnis nach Ausdruck.
Was liest Du derzeit?
„Wie lange ist nie mehr – Leben im Angesicht der Endlichkeit. Memoir.“
von Doris Büchel, erschienen im Wörterseh-Verlag, Lachen/Schweiz.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Die Verletzlichkeit ist es, die es uns ermöglicht, miteinander in Kontakt zu treten und im anderen das gleiche Unbehagen zu erkennen, das er mit sich selbst und seinem Platz in der Welt hat. Verletzlichkeit ist der Motor des Mitgefühls und kann eine Superkraft sein, eine besondere Vision, die es uns ermöglicht, die zitternde und verletzte innere Welt zu sehen, welche die meisten von uns besitzen. — NICK CAVE
Aus Doris Büchel, Wie lange ist nie mehr
Vielen Dank für das Interview, liebe Kerstin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Kerstin Hau, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Kerstin Hau, geboren 1974, studierte Media-System-Design und Fachjournalismus und schreibt seit 2015 für kleine und große Leute. Sie ist Alumna der Akademie für Kindermedien. Ihre Werke werden in viele Sprachen übersetzt. Persönliche Erfahrungen, wie der Verlust ihres Sohnes, prägen ihre Werke und verleihen ihren Geschichten Authentizität. Berufsbegleitend hat sie eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche absolviert.
„Jeder Mensch hat schon einmal geliebt, ist schon einmal geliebt worden und hat Höhenflüge und Tiefpunkte einer Liebesbeziehung durchlebt. In ihrem neuen Buch „Geliebt“ führt uns Kerstin Hau vor Augen, wie vielfältig Liebe im Leben der Menschen ist, welche Tiefe und welche Weite sie haben kann und wie überlebenswichtig es ist, geliebt zu werden und zu lieben.
Angefangen von der ersten Liebe zum noch ungeborenen Kind im Mutterleib, über die Liebe zwischen Kindern und Eltern, bis hin zur Liebe zu Freundinnen und Partnerinnen bleibt keine Facette der Liebe ungenannt.
Ein wunderschön-poetisches Geschenkbuch für jede*n – eine Einladung, das Fest der Liebe immer wieder im Jetzt und Hier zu feiern!“ (Pressetext _ Verlag)
Kerstin Hau, Geliebt. Gütersloher Verlagshaus 36 Seiten. Pappband € 16,00 [D] / € 16,50 [A] / CHF 22,90 ISBN 978-3-579-06290-7 Erscheinungstermin: 01. Oktober 2025
Versuche nicht in all der Dunkelheit und dem Hass zu
Ertrinken, der versucht, uns zu verschlucken.
Plötzlich nehme ich all die Lichter wahr
Erinnere mich, dass wir viele sind, nicht
Allein stehen da draußen
Courage ist das, was wir brauchen,
Empathie füreinander.
Auf die Lichter blickend, erkenne ich die
Chance, die sich bietet, wenn wir gemeinsam dem
Hass die Stirn bieten, zusammen stehen gegen die
Angst die sich unsrer Herzen zu bemächtigen sucht
Nie wieder ist jetzt, ist jetzt
Courage zeigen indem wir
Empathisch bleiben und nicht verlernen den Menschen im anderen zu sehen.
Ivy Lißack, 15.10.2025
Ivy Lißack, Schauspielerin und Filmemacherin
GIVE PEACE A CHANCE
Ivy Lißack, Schauspielerin und Filmemacherin
Zur Person/über mich:Ivy Lißack wurde 1994 in Bayern geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Theaterwis- senschaft und Kunstgeschichte an der LMU Mün- chen. Es folgte ein Schauspielstudium welches sie im Sommer 2020 abschloss. Bisherige Stationen ih- res künstlerischen Schaffens waren unter anderem die Salzburger Festspielen, die Münchner Kammer- spiele und das Renaissancetheater Berlin. 2020 fei- erte sie Weltpremiere des Kinofilms „Und Morgen Die Ganze Welt“ Regie: Julia von Heinz. Für diesen Film wurde ndas Ensemble mit dem Silver Hugo als bestes Schauspielensemble, beim internationalen Filmfestival Chicago ausgezeichnet. 2021 gewann sie den Kurt-Müller-Graf Preis bei den Schlossfestspielen Ettlingen für ihre Darstellung der Inès Serrano in „Geschlossene Gesellschaft“ Regie: Solvejg Bauer.
Derzeit arbeitet sie an ihrem Debütfilm „Rain Check (AT)“ der im Frühjahr 2026 in Landshut und Umgebung entstehen wird.
Liebe Ivy Lißack, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich bereite ja zur Zeit meinen Debütfilm vor, daher bin ich sehr viel am Handy und am Laptop, organisiere Locations, Drehgenehmigungen, überarbeite mein Drehbuch und spreche mit meinem wunderbaren Team. Ich versuche aber jeden Tag ein bisschen in die Natur zu gehen, um durchzuatmen und zu entspannen und ich versuche jeden Tag einen Film zu schauen, weil Filme machen mich einfach glücklich und gerade weil ich kurz vorm Dreh meines Films stehe, lerne ich dabei auch wahnsinnig viel, wie Licht eingesetzt wurde, Musik, wie der Raum genutzt wurde und das alles.
Ivy Lißack, Schauspielerin und Filmemacherin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich glaube in Zeiten wie diesen, die einen so überfordern können und häufig auch Angst machen, ist es wichtig, sich auch an den kleinen Momenten zu erfreuen und Raum für das Schöne und für Hoffnungsvolles zu schaffen. Und wenn es einem dann begegnet, das auch zuzulassen. Und Zeit zu schaffen für Menschen, die man liebt, und gutes Essen und gute Musik und zu tanzen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Hoffnung zu geben, neuen Stimmen und Perspektiven Raum zu geben und manchmal auch einfach nur gut zu unterhalten und die Zuschauenden mit diesem besonderen Gefühl, dass man nach einem bereichernden Theaterabend, einem guten Film hat, in ihr reales Leben zu entlassen.
Was liest Du derzeit?
Ich lese gerade “Die Halloween Party” von Agatha Chris e.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
You’re important, being an outsider helps you develop skin that’s both tough and pliable in social situa ons. You are a stronger person because of the sh*t you’ve gone through!
Miss Major Griffin-Gracy 1946-2025 (Ac vist)
Du bist wichtig, ein Außenseiter zu sein hilft dir, eine Haut zu entwickeln, die in sozialen Situationen sowohl zäh als auch biegsam ist. Du bist eine stärkere Person wegen der Sch***e, die du durchlebt hast!
Vielen Dank für das Interview, liebe Ivy, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Ivy Lißack, Schauspielerin und Filmemacherin
Zur Person/über mich:Ivy Lißack wurde 1994 in Bayern geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Theaterwis- senschaft und Kunstgeschichte an der LMU Mün- chen. Es folgte ein Schauspielstudium welches sie im Sommer 2020 abschloss. Bisherige Stationen ih- res künstlerischen Schaffens waren unter anderem die Salzburger Festspielen, die Münchner Kammer- spiele und das Renaissancetheater Berlin. 2020 fei- erte sie Weltpremiere des Kinofilms „Und Morgen Die Ganze Welt“ Regie: Julia von Heinz. Für diesen Film wurde ndas Ensemble mit dem Silver Hugo als bestes Schauspielensemble, beim internationalen Filmfestival Chicago ausgezeichnet. 2021 gewann sie den Kurt-Müller-Graf Preis bei den Schlossfestspielen Ettlingen für ihre Darstellung der Inès Serrano in „Geschlossene Gesellschaft“ Regie: Solvejg Bauer.
Derzeit arbeitet sie an ihrem Debütfilm „Rain Check (AT)“ der im Frühjahr 2026 in Landshut und Umgebung entstehen wird.
Marie Antoinette. Ein Name, der wie kaum ein anderer Glanz und Tragik abendländischer Geschichte verkörpert. Ein Name, der Realität und Mythos ganz dicht zueinander führt und gerade darum bis zur Gegenwart historische Spurensuche und künstlerische Interpretation in Literatur, Theater, Film inspiriert – Marie Antoinette, Königin von Frankreich.
So vielstimmig facettenreich klingend der Name der jüngsten Tochter von Maria Theresia _ * geboren am 2. November 1755 in Wien; 1770 mit dem französischen Dauphin Ludwig-August verheiratet, † hingerichtet im Zuge der französischen Revolution am 16. Oktober 1793 in Paris _ ist, so schwierig ist die historische Quellenlage.
Einen ganz besonderen Zugang zu persönlichen, familiären wie höfischen Lebensumständen Marie Antoinettes bieten die Erinnerungen ihrer Kammerzofe Henriette Genet, die anschaulich in vielen Details höfisches Leben der Zeit in Pracht und Tragik schildern und aus erster Hand darstellen.
„Ein beeindruckendes wie ganz besonders Zeitzeugnis!“
Das kurze und verschwenderische Glück der Königin Marie Antoinette. Die Aufzeichnungen ihrer Kammerfrau Henriette Campan. Pleschinski, Hans. Beck Verlag.
Die Schrecken des I.Weltkrieges sind zu Ende. Europa liegt darnieder. Nun gilt es, alles neu zu ordnen. Existenz, Gesellschaft, Grenzen, eine neue Zeit soll neuen Ideen Raum und Leben geben. Da und dort.
Auch in der adriatischen Hafenstadt Fiume. Und hier zieht jetzt ein Dichter ein, Gabriele D’Annunzio, und sucht alles neu zu ordnen. Ein Experiment beginnt und hohe Wellen schlagen an Türen und Fenster von Tradition und Ordnung. Jeden Tag, jede Nacht. An die neue Republik…
Und diese zieht nun Menschen an. Auch Cherubino und seine Gefährten aus der Irrenanstalt. Jetzt ist alles möglich. Ein Rausch beginnt zwischen Utopie und Realität, der verwandelt und mit sich zieht wie ein Orkan…
„Wir befreien die Welt. Die Armee des Wahnsinns marschiert endlich. D’Annunzio ist schon mit den Arditi, den Mutigsten und Waghalsigsten, in Fiume…Sie haben eine Republik gegründet! Die modernste der Welt! Endlich können wir alles umsetzen, was wir diskutiert haben…“
Dirk Stermann, eine der renommiertesten deutschsprachigen Kabarettisten, Künstler wie Autoren, lädt in seinem neuen Roman zu einer Zeitreise zwischen Geschichte, Utopie und Phantasie ein, die gesellschaftspolitische Ideengeschichte mit unglaublichem Witz und Ironie wie ganz feinem Gespür für die Euphorie und Tragik menschlicher Sehnsucht und deren Scheitern verbindet und damit schwer begeistert.
Es ist ein sprühendes, zeitlos absurd komisches Panorama und Drama von Vision und Aufbruch, das alle Farben des Menscheins genial im virtuosen sprachlichen actionpainting an die Wände unserer Existenz und Welt wirft – was für ein Roman!
Die Republik der Irren. Dirk Stermann. Roman. Rowohlt Verlag.
Sommer. Eine neue Arbeit. Im Verlagshaus als Assistentin. Doch Charlotte sieht sich nun in einem Gewitter, Blitz und Donner rundum und mittendrin in ihr. Sie hatte es kommen gesehen. Die dunkle Schwere, die aufziehenden Wolken plötzlich und doch immer wie eine übermächtige Wucht…jetzt in diesen heißen Tagen an der Isar…
„Dass das ganze eine riesengroße Fehlentscheidung war, hatte Charlotte eigentlich von Anfang an gespürt. Schon bevor die riesengroße Fehlentscheidung getroffen wurde, als sie die Stellenausschreibung sah, spürte sie, dass es eine riesengroße Fehlentscheidung war…“
Charlotte weiß, woran dies und alles liegt. Nämlich weit zurück und immer ganz nah…
„Die Wurzel allen Übels war eigentlich ihr Vaterkomplex, dachte Charlotte…Auf jeden Fall kämpfte Charlotte seit jeher mit unterschiedlichen Waffen und Strategien um Bestätigung durch den Vater, die nur selten und wenn dann äußerst dünn dosiert kam…“
Und der Kampf um die Aufmerksamkeit und Anerkennung des Vaters wird zum Lebenskampf um und gegen Macht und Zuwendung…
Auch hier – am Beginn des Weges in einer neuen Arbeit. Es geht los und wie – das Ringen, Scheitern, Loslassen und Festhalten…
Caroline Wahl, in Kiel lebende Bestsellerautorin, legt mit „Die Assistentin“ ihren dritten Roman vor und dieser ist wie die Vorgänger ein Feuerwerk an Form und Inhalt von sprachlicher Virtuosität und spannender Erzählkunst, die von Beginn an wie eine Achterbahnfahrt rasant in den Bann zieht und mit Charlotte durch die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Beruf und Leben mitkatapultieren lässt – anschnallen bitte!
Das Werk des italienischen Filmregisseurs und Schriftstellers Pier Paolo Pasolini _ *5. März 1922 Bologna +ermordet 2. November 1975 Rom/Ostia_ ist eines der bedeutendsten und facettenreichsten des 20.Jahrhunderts und bis zur Gegenwart wird es immer wieder neu entdeckt und interpretiert. Die enge Verbindung und der lebendige Dialog zwischen Werk, Mensch und Gesellschaft sind ein facettenreiches Kennzeichen dabei.
Im vorliegenden Buch gibt es erstmals einen spannenden wie außergewöhnlichen Einblick in den ganz unmittelbaren gesellschaftlichen Dialog Pasolinis – die Korrespondenz mit verschiedensten Leser:innenstimmen zu ganz unterschiedlichen Themen in der italienischen Wochenzeitschrift „Vie Nuove“.
Es ist dies ein einmaliges künstlerisches wie gesellschaftliches Lebenszeugnis, das Werk wie Leben und Zeit gleichsam erfahrbar wie berührbar macht und zu Reflexion und Diskurs zeitübergreifend inspiriert.
Dialoge mit Pasolini, Cornelia Wild (Hrsg.). Wagenbach Verlag.
Übersetzt von Fabien Vitali / Mit einem Vorwort von Cornelia Wild
Es sind elf erschütternd wie beeindruckend recherchierte Fallgeschichten zur Verurteilung im Nationalsozialismus in Österreich wegen weiblicher Homosexualität. Damit bringt die Autorin Licht in eines der schlimmsten und noch immer nicht vollständig aufgearbeiteten Kapitel österreichischer Geschichte.
Das Buch gliedert sich in einen Einleitungsteil, der einen Forschungsüberblick bietet wie die Verfolgungssituation von Homosexualität im Nationalsozialismus und die historischen wie weiteren Entwicklungen im Strafrecht darstellt.
Danach kommt es zur Schilderung der Fälle in den österreichischen Bundesländern in Analyse und Darstellung der Aktenlage wie weiteren Bild-, Textdokumenten.
Ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis schließt dieses so eindringliche wie wichtige Buch zum Aufarbeitungskapitel der Verfolgung weiblicher Sexualität im Nationalsozialismus ab.
Zur Autorin: Natascha Bobrowsky studierte Kunstgeschichte, Gender Studies und Geschichte an der Universität Wien. Gemeinsam mit QWIEN erarbeitet sie seit Juli 2023 das Forschungsprojekt zur Verfolgung weiblicher Homosexualität im Nationalsozialismus. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Frauen- und Geschlechtergeschichte, Rechtsgeschichte, sowie österreichische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.
Advent im Renaissanceschloss Weinberg in Kefermarkt in Oberösterreich. Turmbläser begrüßen das zahlreiche Publikum zum stimmungsvollen Adventmarkt, der eine traditionelle Station für nah und fern am Weg auf Weihnachten zu ist. Ein fröhliches Zusammenkommen und Wiedersehen bei Klang, Kunst und genussvoller Kulinarik.
Dazwischen eine Person, die sich schnell und scheu durch die Menge drängt. Sie ist nicht wegen dem bunten Leben hier, sondern wegen dem Tod, der etwas einbringen soll – Geld, viel Geld. Der geschnitzte spitze Tannenbaum, der ihr sofort ins Auge springt, soll das Werkzeug dazu sein, zum letzten Schrei des Unternehmers Jakob Grünwald…
Als der Schrei ertönt, ist es im beschaulichen Mühlviertel klar – Chefinspektor Oskar Stern muss die Welt hier wieder in Ordnung bringen, ermitteln, aufklären und festnehmen. Und dieser legt in aller Raffinesse, Ortskundigkeit und mannigfaltiger Überraschung los – wer könnte für diesen letzten Schrei im Schloss verantwortlich sein?…
Eva Reichl, eine der originellsten und erfolgreichsten Stimmen moderner Krimiliteratur, legt eine facettenreiche, mitreißende Reise in Gründe und Abgründe von Existenz und Gesellschaft vor, die in ihrer Erzähl- und Spannungskraft einzigartig ist.
Der Autorin gelingt es einzigartig Menschen in ihrem alltäglichen Geflecht von Begegnung, Erfahrung, Geheimnis, Einsamkeit, Ausweglosigkeit und Gewalt darzustellen und im regionalen Kontext zu einem ganz großen Krimidrama in die Buchrückenbühne zu bringen. Dazu ist nur wieder begeistert und langanhaltend zu applaudieren!
Eva Reichl, Schriftstellerin
Zu Person und Werk: Eva Reichl wurde in Oberösterreich geboren und lebt mit ihrer Familie im unteren Mühlviertel. Mit ihren Krimis und Thrillern verwandelt sie ihre Heimat Oberösterreich in einen Tatort getreu dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Böse liegt so nah? Mit ihrer Mühlviertler Krimiserie mit Chefinspektor Oskar Stern und den Thrillern rund um Diana Heller verwandelt sie ihre Heimat in einen Tatort. Der erste Band ihrer seit 2018 bestehenden Mühlviertel-Krimireihe rund um Inspektor Oskar Stern befindet sich mittlerweile in der 9. Auflage.
2025 startete Reichl eine neue Krimiserie mit Chefinspektorin Lotta Meinich und ihrem Vater Gustav, einem Chefinspektor im Ruhestand, und weitete damit ihr mörderisches Schaffen auf ganz Oberösterreich aus. (Pressetext Gmeiner Verlag)
Mühlviertler Todesstoß. Eva Reichl. Kriminalroman. Gmeiner Verlag.
336 Seiten, 12,5 x 20,5 cm, Paperback
ISBN 978-3-8392-0895-3
Print 14,50 € / E-Book 11,99 €
Fotos: Portrait_ Franz Bodingbauer; Cover _ Verlag; Motiv _ Walter Pobaschnig.