„Einmalig ist unsere Welt, und wir haben nur diese“ Julia Prock-Schauer, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Klosterneuburg/NÖ 17.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gerne würde

Ich immer mehr und mehr, jedenfalls

Viel Liebe und Freude in die Welt bringen,

Eine Welt die oft zu Unrecht als so hart gilt


Passend gemacht zu den Gemütern mancher Menschen

Einsam und hart,

Aber ist sie wirklich so, die Welt?

Chaotisch, chancenlos, sagen manche.

Egoistisch, ehrgeizig seien die Menschen.


Aber wir haben doch nur die eine Welt!


Chancen müssen wir sehen, nicht

Hass und Härte.

Alle sind wir verantwortlich, wie es weitergeht,

Niemand ausgenommen.

Chancen können wir sehen, wenn wir es nur wollen.

Einmalig ist unsere Welt, und wir haben nur diese.


Julia Prock-Schauer, 10.8.2023

Julia Prock-Schauer, Schauspielerin und Theatermacherin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Julia Prock-Schauer, Schauspielerin und Theatermacherin

Zur Person _ Julia Prock-Schauer, Schauspielerin.
Sie spielte bereits in Theaterproduktionen in Österreich, Deutschland, Südkorea, Rumänien, Polen und der Slowakei, unter anderem im Sommertheater Klosterneuburg, Theater in der
Drachengasse, Staatstheater Oradea, Stadttheater Leoben, Festival am Semmering, Badener Theatertage, Beethovenfestival Baden, OFF Theater, Pygmaliontheater und viele weitere, darunter zahlreiche Titel- und Hauptrollen: Gretchen in Faust, Cecily in Bunbury, Hermia in Ein Sommernachtstraum, Marie in Woyzeck, Elsa in Lohengrin, Titelrollen in Effi Briest, Antigone, Fräulein Julie, Schneeweißchen und Rosenrot, Leonce und Lena, Lady Windermeres Fächer, Der kleine Prinz, Dornröschen und viele mehr.

Julia Prock-Schauer ist Mitbegründerin und Co-Intendantin des Sommertheaters Klosterneuburg, außerdem Gründerin und Leiterin von Theater und mehr. Auch war sie bereits in Hauptrollen in mehreren Kinospielfilmen, zwei TV-Serien sowie in TV-Produktionen für ORF, ZDF und ARTE und zahlreichen Werbespots zu sehen, zuletzt im Hauptcast der History-Produktion „Wo die Liebe stärker war“ für den ORF. Julia Prock-Schauer
wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet – unter anderem mit dem Kulturförderpreis der Stadt Klosterneuburg und der Auszeichnung als beste Nachwuchsschauspielerin beim Opera Prima Festival.

https://www.juliaprockschauer.at/

Foto_Kristian Achtsnith

10.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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„Es macht wenig Sinn, Dinge festzuhalten und uns vor dem Fluss des Lebens zu verschließen.“ Elvira Deim, Künstlerin _ Aachen/D 17.8.2023

Liebe Elvira Deim, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Vereinfacht gesagt – ich gehe mit einer Mischung aus Impulsivität, Routine und regelmäßig wechselnden Gewohnheiten an den Tag heran. Das kann gleich zu Tagesbeginn das Lesen eines poetischen Textes sein (in den letzten Monaten lese ich hier gerne Erich Fried, Selma Meerbaum-Eisinger oder Rainer Maria Rilke)…. Es gibt leider auch Momente der stumpfen Morgenroutine oder, was ich sehr gerne habe, spontane Begegnungen mit Menschen, aus denen sich anregende Gespräche ergeben.

Elvira Deim, Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, offen zu sein für die Meinung anderer Menschen. Das bedeutet für mich trotzdem, sich bei Gesprächen positionieren zu dürfen. Aber die prinzipielle kindliche Offenheit beim Zuhören und Lernen ermöglicht Entwicklung und Prozesse, die vermutlich wichtig sind, um in Zukunft Weisheit zu erlangen. Ich denke, es macht wenig Sinn, Dinge festzuhalten und uns vor dem Fluss des Lebens zu verschließen.

Weiters schätze ich, dass Humor, Lebensfreude und Leichtigkeit wichtige Wegbegleiter in den kommenden Jahren sein könnten. Wir nehmen uns alle selbst sehr ernst, fühle ich… 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Das ist eine schöne Frage! Und eine Freude, darüber nachdenken zu dürfen.
Neben der oben bereits angesprochenen Offenheit könnte ein wesentlicher Punkt das Vorausfühlen sein. Die Intuition und das Bauchgefühl sprechen zu lassen. Das hat mir im Schauspielstudium sehr geholfen. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mich am Ende des ersten Studienjahres fragte, wie ich es jemals schaffen sollte, die ganzen wunderschönen Dinge zu erkennen, zu erfühlen und an mich heranzulassen, die scheinbar an die anderen Studierenden herankamen… in ihr Sein, oft wie selbstverständlich. Im Sommer sah ich einen Film über Intuition und musste danach heftig weinen.

Was liest Du derzeit?

Ich lese momentan Texte meiner eigenen nächsten Rolle im Schauspiel… und musste beim Lesen oft lächeln, Krimis können sehr  amüsant geschrieben sein!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das Glück des Schauspielers besteht darin, dringend gebraucht zu werden.

Rudolf Tyrolt

Vielen Dank für das Interview liebe Elvira, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Elvira Deim, Künstlerin

Zur Person _ Elvira Deim _Aufgewachsen, Leben in Wien, Ausbildung in der Physiotherapie und des Schauspiels in Wien, besonders in der Kindheit oftmaliges Verweilen bei Verwandten väterlicherseits im mystischen Waldviertel, vor einem halben Jahr Umzug nach Aachen in Deutschland,

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 5.8.2023

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„Die Literatur bietet einen wunderbaren Raum, sich auf das Wesentliche zu besinnen“ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien 16.8.2023

Liebe Brigitte Baur, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr friedlich und erfüllt. Da ich nicht mehr berufstätig bin (ich war Lehrerin für Deutsch und Geschichte), kann ich mich nun meinen Interessen widmen, für die früher nicht ausreichend Zeit war.

Brigitte Baur, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das LEBEN nicht aus den Augen zu verlieren.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Sich des enorm hektischen Zeitgeistes bewusst zu sein und der zunehmenden Digitalisierung kritisch gegenüberzustehen, halte ich für enorm wichtig. Die Literatur, die Kunst an sich, bietet einen wunderbaren Raum, sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Was liest Du derzeit?

Ralph Waldo Emerson: Natur

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Heard melodies are sweet, but those unheard are sweeter.“ (John Keats)

Vielen Dank für das Interview liebe Brigitte, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Brigitte Baur, Schriftstellerin

Zur Person_Brigitte Baur, geb. 1961 in Wien. AHS-Lehrerin von 1986 – 2021.

Seit 2016 als Autorin tätig, sechs Veröffentlichungen.

Aktuelle Bucherscheinung _ „Ein stilles Leben“ Brigitte Baur. Roman. Buchschmiede 2022

Othmar Berger, 1926 geboren, wächst in einfachen Verhältnissen in der Steiermark auf. Sein bester Freund Elias ist Jude. Mit dem Beginn des Hitler-Regimes verlieren sie einander. Als Othmar 1947 aus Krieg und Gefangenschaft heimkehrt, beschließt er, sich in Wien ein neues Leben aufzubauen…

Softcover

Format: 120×190

Seitenzahl: 182

ISBN: 978-3-99139-618-5

https://www.buchschmiede.at/app/book/12103-Brigitte-Baur-Ein-stilles-Leben;bookType=PB

Foto_ privat

10.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„gnadenlosigkeit“ Michael Georg Bregel, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Berlin 16.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

gnadenlosigkeit

ist

verlockend

einfach


pein

erfahren

andererseits

chaotisch

erschütternd


atempause


cäsaren

haben

allerdings

nur

chauvinistische

empathie


Michael Georg Bregel, 6.8.2023

Michael Georg Bregel,
Autor, Übersetzer, Redakteur und bildender Künstler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Michael Georg Bregel, Autor, Übersetzer, Redakteur und bildender Künstler

Zur Person _ Michael Georg Bregel (*1971 in München, lebt in Berlin) ist gelernter Rundfunkjournalist, war Tageszeitungsredakteur, ist Diplom-Politologe und freiberuflich als Autor, Übersetzer, Redakteur und bildender Künstler tätig. Diverse Ausstellungen, Preise für Lyrik und Journalismus. Neben Herausgaben und zahlreichen Beiträgen in Anthologien und Zeitschriften erschienen von ihm als Einzelveröffentlichungen bislang eine Erzählung, eine Graphic Novel und drei Lyrikbände, zuletzt 2021 „Diesseits“ (edition ..,- Berlin).

Foto_privat

6.8.2023_Walter Pobaschnig

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Station bei Malina _ „Die Erzählfigur ist einem ständigen „Mansplaining“ ausgesetzt“ Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin. _ Wien 15.8.2023

Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

acting Malina
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

acting Malina
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

50 Jahre – Malina – 1971 – 2021 – Roman _ Ingeborg Bachmann

Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

acting Malina
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Liebe Natalie Campbell, wir sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien. Sind Dir die Orte hier vertraut?

Ja, die Ungargasse ist mir vertraut. Auf Nummer 28 befand sich 2010 die Redaktion des Monatsmagazins Datum. Den Gründer des Magazins, Klaus Stimeder, hatte ich über einen Journalismus-Workshop des Renner-Instituts kennengelernt, als ich mich, frisch in Wien gelandet, im Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft langweilte, und, beeindruckt von seinem leidenschaftlichen Plädoyer für den Qualitätsjournalismus heuerte ich dort als Praktikantin an. Ein halbes Jahr lang bin ich also jeden Tag die Ungargasse rauf und runter spaziert, an der Löwenkopfpforte vorbeigekommen, ohne sie wahrzunehmen, in Gedanken immer woanders, schließlich wollte ich nicht weniger, als beim DATUM die hehre Handwerkskunst des Reportagen-Schreibens zu erlernen.

Außerdem: verwaschene Erinnerungen an ein Glas Vodka Orange auf einem Tisch im Malipop (vgl. Bachmann: 161). Dazu Schallplattenmusik.

Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und dem Roman Malina?

Ich habe Ingeborg Bachmann während meiner Studienzeit entdeckt und der Roman Malina stand lange Zeit in meinem Regal, bevor ich ihn, nach einem meiner zahllosen Umzüge, meiner Mutter vermacht habe – als ich Malina für dieses Interview noch einmal kaufte (in den mütterlichen Buchbeständen war der Roman nicht auffindbar, und so ist Malina wohl das einzige Buch, das ich, Zeit meines Lebens, zweimal kommerziell erworben habe) und las, musste ich zu meinem großen Erstaunen feststellen, dass ich das Gefühl hatte, ich hätte dieses Buch noch niemals in der Hand gehabt. Bin ich tatsächlich so vergesslich? Wenn ja, dann gäbe es durchaus Ähnlichkeiten mit der Hauptfigur des Romans.

Malina zu lesen, bedeutet für mich, sich einem Rauschzustand hinzugeben, wie ein Vortex hat mich der Roman in seinen Bann gezogen und am Ende halbverdaut wieder ausgespuckt: ich habe Übelkeit, Misstrauen und vor allem Wut verspürt. Wut auf ein patriarchales Gesellschaftssystem und die festgefahrenen bürgerlichen Werte, die diese Strukturen weitertragen und miterhalten.

Wie siehst du den Aufbau und das Konzept des Romans?

Der Roman ist in 3 Teile gegliedert, wobei der 2. Teil wie ein Einschub wirkt, gleich einem (Wahn-)Traum holt er Unterbewusstes, in der Tiefe schwelendes, Verloren Geglaubtes an die Oberfläche und offenbart das Innerste der Protagonistin.

Dagegen wirkt Teil 1, mit den sehnsüchtigen Zwiegesprächen zwischen Ivan und Erzählfigur, beinahe wie ein nüchternes Protokoll. Das Ende gibt mir persönlich Rätsel auf. Ich empfinde es in seiner diffusen Art beinahe als unbefriedigend, jedenfalls macht es mich traurig, weil der Kampf der Protagonistin ein hoffnungsloser war.

Die Sätze sind oft sehr lang, verschachtelt, kompliziert, ich empfehle den Roman gierig und in großen Happen zu verschlingen.

Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Romans?

Die ungleichen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen, „Rape Culture“, die gesellschaftliche Legitimation von Gewalt (physisch, verbal, emotional) in romantischen und sexuellen Beziehungen.

Wie ist die Beziehung zwischen Mann und Frau im Roman dargestellt und wie ist dies heute zu sehen?

Die Erzählfigur ist einem ständigen „Mansplaining“ ausgesetzt, wie es heute heißen würde. Obwohl sie so intelligent und erfolgreich scheint, kann sie sich in den Dialogen nicht gegen ihre Männer durchsetzen, sie hält sich selbst für ein hilfloses, unselbstständiges Wesen und wird zusätzlich von Ivan und Malina klein gemacht, teilweise beschimpft, degradiert.

Die ungleichen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen (im Politischen, wie „im Privaten“) sind nach wie vor Realität. Dazu gibt es unzählige Studien und Belege. Der progressivere Teil der Gesellschaft will diese Machtstrukturen gerne aufbrechen – der Rest wünscht sich ein Rückbesinnen auf die „traditionellen Werte“.

Wie siehst du das Ende des Romans?

Malina hat die Erzählfigur auf dem Gewissen, er ist ein Mörder. Die Protagonistin verschwindet nicht freiwillig: sie wurde ausgelöscht.

Welche Eindrücke hast du von den Schauplätzen in der Ungargasse, die wir besucht haben?

Besonders stark sind mir die roten Ameisen im Efeu in Erinnerung geblieben. Mit meinen körperlichen Interventionen bin ich in ihr Territorium eingedrungen und die Rache dafür habe ich noch einige Tage auf meiner Haut gespürt. Auf den Straßenbahnschienen der Ungargasse spazieren zu gehen, war ein befreiendes Erlebnis, ein leichter Nervenkitzel, was ich sehr genossen habe. Ästhetisch besonders ansprechend fand ich das Stiegenhaus im Ivan-Haus: die Wendeltreppe und die gusseisernen Geländer.

Gab es in Deinen Literatur-, Kunstprojekten Berührungspunkte zu Ingeborg Bachmann?

Ich wünschte es wäre so.

Wie war Dein Weg zur Literatur, dem Tanz, der Kunst und was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

„Nimm Umwege“, „Lass dich ablenken“, schreibt Peter Handke in seinem Gedicht „Über die Dörfer“. Seine Empfehlungen sind in meinem Leben Realität geworden. Ins Schreiben bin ich hineingestolpert. Aus einer exzessiven Leserin wurde schon zu Kindheitszeiten eine exzessive Geschichtenerzählerin. Ich habe Geschichten aufgeschrieben, auf Kasettenbänder gesprochen, mir Spiele und Theaterstücke ausgedacht. Nach einem kurzen Abstecher in den Journalismus war mir klar, dass ich fiktive Geschichten schreiben will. Tanzen war eine sehr bewusste Entscheidung. Mitte Zwanzig habe ich mich entschieden, dass ich (auch) Tänzerin sein will, und alles dafür in Bewegung gesetzt, dieses Ziel zu erreichen. Mein Curriculum dafür war und ist ein selbst-organisiertes. Ich liebe das poetische Element in Stücken, interessiere mich für die Dramaturgie hinter körperlichen Performances. Beim Tanzen nimmt die Frage „wie fühlt es sich an?“ mittlerweile mehr Relevanz als „Wie schaut das aus?“ ein.

Ich lande gerade nach 3 Reisejahren mit meinem Van und meiner Familie in Wien. Es fühlt sich alles noch neu und ungewohnt an. Das ist interessant, weil ich doch eigentlich in Wien geboren bin und hier die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe. Im Sommer jetzt unterrichtete ich bei Shake the Break/Impulstanz Wien einen Workshop für Kinder namens Ariadnes Faden.

Was wünscht du Dir für deinen Beruf als Schriftststellerin, Künstlerin?

Ankerkennung. Und Geld. Ich möchte von meiner Arbeit leben können.

Was möchtest du Künstler:innen am Anfang Ihres Weges mitgeben?

Niemals ankommen, immer wieder von vorne anfangen.

Hättest Du mit Ingeborg Bachmann gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?

Wer weiß – hätte ich so ein Treffen organisiert, dann hätten wohl Kaffeehausbesuche auf dem Plan gestanden – etwa das Cafe Benedikt, in der Sechskrügelgasse, gleich bei der Ungargasse, vielleicht das wiedereröffnete Cafe Westend, oder wir wären Pizza essen gegangen, in der Disco Volante, wobei selbst dort die Pizzen sicher nicht so gut wie in Rom schmecken – vielleicht wären wir einfach spazieren gegangen, durch die Stadt oder am Donaukanal entlang, denn im Gehen redet es sich meiner Meinung nach am besten.

Darf ich dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?

M elatonin

A mnesie

L andstraße

I rrsee

N eutrum, n.

A uflösungsprozess

Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

acting Malina
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Station bei Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien_1971

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Malina

Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  

50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)Schauspielerin _ Wien _

2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos_Romanschauplatz _ Malina_Wien _ Walter Pobaschnig

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Walter Pobaschnig, 8_23

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„Kunst ist für mich immer Menschsein“ Sarah Dvorak, Schauspielerin _ Wien, 15.8.2023

Liebe Sarah Dvorak, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesverlauf ist ein sich ständig wandelndes Phänomen. Jeden Tag warten neue Aufgaben auf mich. Das liegt vor allem daran, dass ich das Glück habe, an vielen verschiedenen Projekte teilzuhaben. Auf der einen Seite sind meine Tage gefüllt mit Worten, ob während dem Sprechen, dem Text lernen, dem Schreiben oder einfach den privaten Diskussionsrunden mit meinen besten Freunden. Auf der anderen Seite baue ich jeden Tag ein neues Level an Organisation und Zahlenverständnis auf. Denn auch das gehört bei mir zu einem bunten Alltag.

Meine größte Aufgabe besteht vor allem darin, diese beiden Welten miteinander zu verbinden.

Sarah Dvorak, Schauspielerin und Sprecherin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, die Kommunikation.

Bei den wichtigen Herausforderungen und Themen, die uns heute stetig begegnen und all unseren Fokus und unsere Energie beanspruchen, ist es wirklich einfach, sich in diesen zu verlieren und manchmal auch zu isolieren.
Dabei wird es immer essenzieller, seine eigenen Gedanken und Gefühle zu teilen, egal ob durch Worte oder einfaches Miteinander sein.
Das zeigt auch das Theater sehr gut, das ja auch dann funktioniert, wenn alle zusammen an einem gemeinsamen Bild arbeiten.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst ist für mich immer Menschsein. Und das gilt es während jedem Umbruch und Aufbruch nicht zu verlieren. Kunst zeigt mir, dass es in Ordnung ist, wenn etwas schwer ist, oder sich auch einmal dreckig anfühlt. Die Verbindung im Menschsein mit dem Publikum und den Kolleg:innen gibt neue Energie und neue Perspektiven.

Was liest Du derzeit?

“A room of one’s own” – Virginia Woolf.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„… der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ – Friedrich Schiller

Vielen Dank für das Interview liebe Sarah, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sarah Dvorak, Schauspielerin und Sprecherin

Zur Person _Sarah Dvorak, ich bin gebürtige Wienerin, in Niederösterreich aufgewachsen und mit einer Liebe zur hochdeutschen Sprache erzogen. 2018 habe ich meine Schauspielausbildung erfolgreich abgeschlossen und arbeite seitdem im Theater in der freien Szene, hinter dem Mikrofon und als Leiterin von eigenen kleinen Projekten. Nebenbei schreibe ich Kurzgeschichten und Gedichte.

http://sarahdvorak.at/Startseite.aspx

Foto _ privat

13.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Aus!!!!!“ Elvira Deim, Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Achen 15.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE


G anz oft

I st

V ertrauen

E rschüttert


P elzige

E rwartungen

A rbeiten

C haotisch dem Realistischen, Schönem, Heilenden, Befreienden

E ntgegen


A us!!!!!  Lassen wir es zu, das sanfte Kommen der neuen Welt-


C hemie

H eute

A us

N eugierde

C haos wahrnehmen, ansehen, erforschen, lernen, das Sinnvolle darin erkennen

E rkenntnis heilt

Elvira Deim, 5.8.2023

Elvira Deim, Künstlerin

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Elvira Deim, Künstlerin

Zur Person_ Elvira Deim _Aufgewachsen, Leben in Wien, Ausbildung in der Physiotherapie und des Schauspiels in Wien, besonders in der Kindheit oftmaliges Verweilen bei Verwandten väterlicherseits im mystischen Waldviertel, vor einem halben Jahr Umzug nach Aachen in Deutschland,

Foto_privat

5.8.2023_Walter Pobaschnig

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„Kunst weitet und öffnet, und das brauchen wir in unserer Welt“ Julia Prock-Schauer , Schauspielerin _ Klosterneuburg/NÖ 14.8.2023

Liebe Julia Prock-Schauer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Untertags steht aktuell viel Organisatorisches an, für das Sommertheater Klosterneuburg und auch für zukünftige Theaterproduktionen, die gerade in der Planungsphase sind. Außerdem die unterschiedlichen Aufgaben, die als Schauspielerin zu tun sind: künftige Rollen vorbereiten, Text lernen, E-Castings aufnehmen, Material aktualisieren, Social Media etc. – ich liebe diese bunte Mischung und dass es immer Abwechslung gibt!

Abends stehe ich gerade – die Hälfte der Woche – als Gwendolen in „Bunbury“ im Sommertheater Klosterneuburg auf der Bühne – wie schön, Sommerabende mit Open-Air-Theater zu verbringen!

Julia Prock-Schauer, Schauspielerin und Theatermacherin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Alte Muster, die unserer Welt nicht dienen, zu verlernen, und nach und nach eine friedlichere Welt für alle zu kreieren, wobei jeder bei sich selbst starten kann und sollte. Eigenverantwortung und dadurch Verantwortung für andere und die Gesellschaft übernehmen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten, halte ich für besonders wichtig. Wir alle erschaffen unsere Welt von innen nach außen, und je mehr Frieden in uns ist, umso mehr können wir auch nach außen tragen. Kunst kann dabei helfen, weil sie verbindet, weil Menschen spüren, dass sie mit unterschiedlichen Themen und Problemen nicht allein sind, und weil somit der Fokus automatisch auf Hoffnung und Weiterentwicklung gerichtet wird. Kunst weitet und öffnet, und das brauchen wir in unserer Welt, in der vieles sehr starr und eng ist. Auch die Freude, die Kunst mit sich bringt, darf nie unterschätzt werden. Freude öffnet Herzen, und davon brauchen wir ganz viel in unserer Welt.

Was liest Du derzeit?

Senta Berger: Ich hab ja gewusst, dass ich fliegen kann.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Bis wir das Unbewusste bewusst machen, wird es unser Leben lenken und wir werden es Schicksal nennen.“ (Carl Gustav Jung)

Vielen Dank für das Interview liebe Julia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Julia Prock-Schauer, Schauspielerin und Theatermacherin

Zur Person _ Julia Prock-Schauer, Schauspielerin.
Sie spielte bereits in Theaterproduktionen in Österreich, Deutschland, Südkorea, Rumänien, Polen und der Slowakei, unter anderem im Sommertheater Klosterneuburg, Theater in der
Drachengasse, Staatstheater Oradea, Stadttheater Leoben, Festival am Semmering, Badener Theatertage, Beethovenfestival Baden, OFF Theater, Pygmaliontheater und viele weitere, darunter zahlreiche Titel- und Hauptrollen: Gretchen in Faust, Cecily in Bunbury, Hermia in Ein Sommernachtstraum, Marie in Woyzeck, Elsa in Lohengrin, Titelrollen in Effi Briest, Antigone, Fräulein Julie, Schneeweißchen und Rosenrot, Leonce und Lena, Lady Windermeres Fächer, Der kleine Prinz, Dornröschen und viele mehr.

Julia Prock-Schauer ist Mitbegründerin und Co-Intendantin des Sommertheaters Klosterneuburg, außerdem Gründerin und Leiterin von Theater und mehr. Auch war sie bereits in Hauptrollen in mehreren Kinospielfilmen, zwei TV-Serien sowie in TV-Produktionen für ORF, ZDF und ARTE und zahlreichen Werbespots zu sehen, zuletzt im Hauptcast der History-Produktion „Wo die Liebe stärker war“ für den ORF. Julia Prock-Schauer
wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet – unter anderem mit dem Kulturförderpreis der Stadt Klosterneuburg und der Auszeichnung als beste Nachwuchsschauspielerin beim Opera Prima Festival.

https://www.juliaprockschauer.at/

Foto_Kristian Achtsnith

10.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gegen den Wind rufe“ Iris Antonia Kogler, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Düsseödorf 14.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gegen den Wind rufe

Ich deinen Namen doch du

Verschwindest im Sand unserer gemeinsamen Träume

Ein uns andere Mal suche ich nach dir


Punkt für Punkt betrachte ich die

Eingefangenen Momente die

Am Ende meiner Gedanken im

Chaos versinken

Es wird vorbei gehen


Aber ich bleibe.


Carpe diem sagtest du immer und

Heute habe ich am Meer an dich gedacht

An unser gemeinsames Leben und daran, wie es

Nun werden wird ohne dich die

Chronometrie ist eine andere nun

Ein Neuanfang


Iris Antonia Kogler, 2.8.2023

Iris Antonia Kogler, Schriftstellerin, Dramaturgin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Iris Antonia Kogler, Schriftstellerin, Dramaturgin

Zur Person _ Zur Person__ Iris Antonia Kogler wurde 1977 geboren. Nach einer Ausbildung zur Theaterdramaturgin arbeitete sie einige Jahre im Kulturbereich und ist heute neben ihrer Schriftstellerei auch als Lehrkraft für kreatives Schreiben, Schreiben für Theater und Roman tätig. 2018 veröffentlichte sie die Kurzgeschichtensammlung „Von Menschen“ sowie den Roman „221 Tage“. 2019 folgte der Roman „Meerestiere“, 2023 „Inside Underdog“ (Mirabilis Verlag).

2016 gewann Iris Antonia Kogler den Spezialpreis für Science-Fiction beim Literaturwettbewerb Stockstadt, 2017 den ersten Preis dort. 2020 stand sie mit ihrem Roman „221 Tage“ auf der Shortlist des Tolino Media Newcomerpreises. 2022 erhielt Sie den dritten Preis beim Moerser Literaturwettbewerb.

Aktueller Roman_Iris Antonia Kogler: Inside Underdog _Backstage-Notizen

Iris Antonia Kogler: Inside Underdog Backstage-Notizen
In der Reihe: Schöne Bücher Bibliothek. Edition der unabhängigen Verlage

Mirabilis Verlag, 01.09.2023
ISBN 978-3-947857-22-7
Hardcover, Fadenheftung, 100 Seiten
Umschlaggestaltung: Jens Korch

Preis: 16 €

Foto_privat

24.7.2023_Walter Pobaschnig

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„Der Kauz“ Simon Guerel. Kurzgeschichten. Verlag Text/Rahmen.

Da ist das Ufer in der Morgendämmerung und der leblose Körper Frau/Fisch. Der Tod. Und da ist das Leben, die Liebe, die Gespräche über Himmel und Erde…und schließlich die Rückkehr an den Strand von Yaser und der Blick in die Augen der Toten?

Und da ist die Malerin Juana und Karl, die in Chile auf dem Weg zum Lebensort Pablo Nerudas sind. Und die Liebe wie Begehren begleitet sie wie in den Worten Nerudas…

Kateryna kommt am 6.Jänner, dem orthodoxen Weihnachtsfest nach Wien, und überrascht die WG mit einer morgendlichen Bortschsuppe. Sofort wird das Essen zum Gespräch über Leben und Wege, Werte und zum verbindenden Element über Grenzen hinweg…

Und weiter geht es in Geschichten, die Leben und Welt, Zeit und Sinn wie Individualität und Gespräch, Gemeinschaft, in aller Vielfältigkeit, Komplexität und Leichtigkeit öffnen und in bunten Farben schillern lassen.

Natalie Campbell, Schriftstellerin, Tänzerin, begeistert mit ihren Erzählband „Der Kauz“ , unter dem Pseudonym Simon Guerel, in einer mitreißenden Erzählgabe, die ganz große Traditionen phantastischer wie faszinierender Märchen-, Sagenwelt der Kulturgeschichte mit moderner Lebenswelt in aller Suche nach Freiheit, Liebe, Leben verbindet und gleichsam in Sprachkraft wie -leichtigkeit tanzen lässt.

Es sind Welt-, Lebensreisen im Wort, welche den Menschen in all seiner Lebendigkeit von Gefühlen, Gedanken, Reflexionen in den Mittelpunkt stellt und mit Leserin und Leser in ein Gespräch bringt, das begeistert und lange nachwirkt. Geschichten, die einmalig zum Träumen, Leben in aller Möglichkeit und Herausforderung einladen.

„Natalie Campell ist eine der faszinierendsten und innovativsten Erzählstimmen der Gegenwart“

„Der Kauz“ Simon Guerel. Kurzgeschichten. Verlag Text/Rahmen.

Hardcover / Leinen / 120 x 180 mm / 128 Seiten

ISBN 978-3-9504343-0-9

1.Auflage 2017

Natalie Campell, Schriftstellerin, Tänzerin

Natalie Campell_ über mich: geboren 1990 in Wien, kritzle ich seit meiner Kindheit Geschichten in Notizbücher. 2017 erschienen diese erstmals in Buchform im Verlag TEXT/RAHMEN unter dem Künstlerinnennamen Simon Guerel. 2020 folgt der Roman Fridolin, den ich als Natalie Campbell veröffentliche.

Meine Geschichten spiegeln wider, was mich in meinem täglichen Erleben fesselt, fasziniert und verstört. Quellen der Inspiration sind Begegnungen im Alltag, Erlebnisse auf Reisen und das Experiment, mich ständig an meine Grenzen und darüber hinaus zu bringen.

Darüber hinaus beschäftige ich mich seit meinem sozialwissenschaftlichen Studium mit Geschlechtern und Sexualitäten, meiner weiblichen Identifikation und den daraus resultierenden Rollen, die ich in der Gesellschaft einnehme. In Fridolin verarbeite ich meine Erfahrungen von Schwangerschaft und Geburt. Der Roman ist gleichzeitig eine Antwort auf die weitgehende Abstinenz dieser Thematiken in der Literatur.

Neben dem Wort exploriere ich auch mit dem Körper und forsche an der performativen Verbindung von diesen zwei künstlerischen Gestaltungsfeldern. Laufend arbeite ich an Performanceprojekten und multidisziplinären Kollaborationen und biete Workshops für Laien, in denen ich mit der Verschmelzung von Poesie und Tanz experimentiere.

Simon Guerel – Der Kauz

Foto _ Walter Pobaschnig _ Station bei Malina/Wien 6/23

Walter Pobaschnig 8/2023

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