Hören Sie nicht auf alle Ratschläge, die sie sich selbst erteilen
Angenehme Weihnachten zu wünschen
Natürlich kommt am Ende alles ganz anders
Chellospiel lauschen und Mandarinen essen
Essiggurkerl haben Elektrolyte
Rahel Kislinger, 22.12.2023
Rahel Kislinger, Sängerin, Schauspielerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Rahel Kislinger, Sängerin, Schauspielerin
Zur Person _ Rahel KislingerRAHEL wohnt in einer kleineren Stadt an der Donau mit dem Namen Wien. Sie macht Musik für die Merkwürdigen, welche sie zuletzt auf der sehr großen Hauptbühne des Donauinselfests begeisterte. Bereits ihre allererste EP „Die Allerschönste Angst“ wurde in Deutschland bemerkt (u.A. Tagesspiegel, Musikexpress und Radio PULS), auf „Ein sehr schöner Witz“ im Frühjahr 2023 folgten Konzerte mit Die Sterne, Danger Dan, Juli und Gentleman, auf Festivals wie dem Deichbrand oder dem Dockville Festival, sowie eine Nominierung für den Amadeus Austrian Music Award.
Mit ihren neuen Veröffentlichungen setzt RAHEL ihre musikalische Entwicklung Richtung 80er Synths im Stil der Neuen Deutschen Welle fort und verirrt sich immer öfter zu schrillen Gitarren und schrullig-schillernder Lyrik. Diese Mischung könnte man als Neuinterpretation des Dreampunks bezeichnen. Ihre erste eigene Tour wird wild, grantig und im besten Sinne entrückt: Wenn RAHEL zum Tanz einlädt, legen sich Zukunftssorgen und Weltenschmerz kurz schlafen, und in den Niederungen des (Beziehungs-)Alltags glitzern queere Utopien. Das muss dann wohl die große Schönheit sein, von der sie so gern singt!
Liebe Susmita Paul, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Zurzeit bewege ich mich auf einem schmalen Grad zwischen der kreativen Dimension des Schreibens und der handfesten Dimension der Jobsuche. Die Stunden meines Tages sind ungleich verteilt zwischen Arbeiten aus Leidenschaft und Arbeiten fürs Überleben. Um meine innere Flamme am Leben zu erhalten, schreibe ich oder bereite meine eigene Radioshow vor. Ich suche einen Vollzeitjob als Content Writer und das beinhaltet nicht nur Jobsuche und Bewerbungen, sondern auch Networking, was eine Kunst für sich ist. Da nun Weihnachten vor der Tür steht, macht es mir gerade Spaß Zentangle-Kunstwerke als Geschenk für einige meiner engen Freunde hier in Graz zu gestalten.
Susmita Paul, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Das ist bestimmt Achtsamkeit. Wir können nicht länger wie Zombies leben und uns nur auf unsere persönlichen Bedürfnisse konzentrieren und unsere Gier stillen. Ob wir es uns eingestehen oder nicht, die Realität ist, dass wir alle im selben Boot sind. Wenn wir diese Verbundenheit nicht wahrhaben wollen, werden wir blind in Entscheidungen getrieben, die, so glauben wir, nicht einmal kleine Wellen erzeugen würden. Tatsächlich sind wir aber Teil einer großen Welle! Deswegen ist es wichtig, dass wir unserer Zusammengehörigkeit treu bleiben und zugleich nicht vergessen, dass jeder einzelne Millimeter der Welle zur Entstehung von deren Kamm und Tal beiträgt.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Es ist etwas unheimlich, dass Sie diese Frage stellen. Über die letzten Jahre hatte ich jedes Mal, wenn der Herbst in den Winter überging, diese Offenbarung, dass es Zeit für Neuanfänge ist.
Der Weg nach vorne ist nicht nachhaltig zu meistern, wenn die Gegenwart stets die Vergangenheit schultern muss. Genauso wenig Sinn macht es aber in einer Blase einer in Aussicht gestellten Zukunft zu leben. Die einzige Möglichkeit zu leben ist, wie es Aldous Huxley in Schöne neue Welt ausdrückt, im „Hier und Jetzt“. Das bedeutet aber nicht, die Vergangenheit zu leugnen oder die Möglichkeiten der Zukunft, die die Gegenwart in ihrem Kern trägt, abzulehnen.
Es heißt, die Menschheit würde nicht aus der Geschichte lernen. Fehltritte werden ständig wiederholt. In solch einem Szenario fungieren Literatur und kreative Tätigkeiten wie ein magischer Ball, der sich nicht nur linear über die Zeiten hinweg ausdehnt, sondern auch vertikal durch die Schichten aus Masken dringt, die sich uns unbewusst auf unsere Gesichter gelegt haben.
Dieser magische Ball der Literatur und der Künste hat die Aufgabe, die steifen Schichten der Konformität und der Schweigekultur abzutragen. Was am Ende dieses Schaffensprismas verbleibt, ist nicht immer makellos. Aber auch eine Lotusblüte gedeiht aus Dung, nicht wahr? Schlagen wir also unsere Wurzeln tiefer, sodass wir Flügel bekommen und den Himmel erreichen können.
Was liest Du derzeit?
Ich lese gerade zum wiederholten Mal Das Narrenschiff von Sebastian Brant und Briefe an Theo von Vincent Van Gogh als Erfahrung des Lesens während des Schreibens für ein gemeinschaftliches Projekt mit einem niederländischen Autor. Des Weiteren lese ich Hieroglyphen verstehen: Eine Einführung. Das Buch wurde ursprünglich auf Englisch von Hillary Wilson verfasst und von Peter E. Maier ins Deutsche übersetzt.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ich möchte gerne eine Definition des tschechischen Wortes „Lítost“ teilen, die Milan Kundera in Das Buch vom Lachen und Vergessen formuliert:
„Die erste Silbe, die gedehnt und betont ausgesprochen wird, klingt wie die Klage eines einsamen Hundes. In anderen Sprachen finde ich kein Äquivalent, obwohl ich mir nur schwer vorstellen kann, dass die menschliche Seele ohne dieses Wort zu verstehen ist. […] Lítost ist ein qualvoller Zustand, der durch den Anblick unserer unvermutet entdeckten Erbärmlichkeit ausgelöst wird. Eines der bewährten Heilmittel gegen die eigene Erbärmlichkeit ist die Liebe. Denn wer wirklich geliebt wird, kann nicht erbärmlich sein. […] Das Absolute der Liebe ist im Grunde genommen der Wunsch nach absoluter Identität. […] Sobald die Illusion der absoluten Identität aber negiert wird […], wird die Liebe zu einem unversiegbaren Quell jener großen Qual, die wir Lítost nennen. […] Lítost ist folglich charakteristisch für das Alter der Unerfahrenheit. Sie ist eine der Zierden der Jugend.“ – Aus dem Tschechischen von Susanna Roth (1992, S. 164-166)
Vielen Dank für das Interview, liebe Susmita, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Interview Übersetzung _ Lisa Schantl
5 Fragen an Künstler*innen:
Susmita Paul, Schriftstellerin
Zur Person _ Susmita Paul ist eine bilinguale Schriftstellerin aus Indien. Sie erreichte den zweiten Platz des 50-Cent-Preises im Rahmen des Grazer Poesieautomaten Projekts 2021. Ihre Texte auf Bengali und Englisch erschienen bisher in Kaurab, Tint Journal, Through the Looking Glass: Reflecting on Madness and Chaos Within, Saaranga, The New Amrita Bazar Patrika, Poetry and Covid, und weiteren. Paul ist Herausgeberin von The Pine Cone Review, eine von Zentangle inspirierte Künstlerin und gibt Creative Writing Workshops. Derzeit arbeitet sie an einem Manuskript zum Thema Trauer.
Aktuelles internationales Buchprojekt mit Laura Theis_
Tinted Trails Exploring Writings in English as a Second Language
Text von Susmitta Paul, die in Tinted Trails erschienen ist: Kurzgeschichte „The River-Song“ (Neuveröffentlichung)
AN ANTHOLOGY BY TINT EDITED BY Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz
GUEST EDITORS Marjorie Agosín and Juhea Kim
CONSULTING EDITORS Matthew Monroy and John Salimbene
ART CURATOR Vanesa Erjavec
FORUM STADTPARK
Tined Trails
Exploring Writings in English as a Second Language
features a best-of Tint Journal texts from issues #01 to #10, as well as new works by renowned ESL authors to show the wide and bright kaleidoscope of worldwide literature in English.
The book holds 35 texts, both poetry and prose, organized in four chapters, carefully assembled by guest editors Marjorie Agosín and Juhea Kim, consulting editors John Salimbene and Matthew Monroy, and the anthology editors Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz. The artworks were curated and the illustrations drawn by Tint Art Editor Vanesa Erjavec.
Release: November 2023 Publisher: Verlag FORUM STADTPARK Price: € 22,- ISBN: 978-3-901109-84-3
Tint Journal is the leading online literary journal for those who write prose and poetry in English as their second or non-native language.
By choosing English as their creative tool, these writers provide an extensive audience with a window into their values, ideas, and beliefs. Coming from a wide variety of backgrounds, they bridge borders and blend cultures, offering the purest and deepest understanding of their fiction and nonfiction worlds.
Over the years, Tint has become a multifaceted platform for emerging and established ESL writers, and it encourages them to embrace their non-native English backgrounds. Their unique linguistic landscapes shape their creative voices and influence their readers’ experiences. This quality has been ignored— even shamed— for too long.
Through the innovative, tinted lenses of ESL writers, Tint shines a light on the ways that authors all over the globe can contribute to what we know as literature in English
Wien. 1914. Der I.Weltkrieg tobt und es geht in den ersten Kriegswinter. Trotz allem gibt es Lichtblicke, Vorfreude für Familie Kiesler. Der Vater war von Lwiw/Lemberg und die Mutter aus Budapest zugezogen und Wien wurde für sie die Stadt der Liebe und nun ihres Kindes, das im November zur Welt kommt.
Der in einer Bank beschäftigte Vater und die Konzertpianistin ziehen bald in die neue Wohnung im Wiener Cottage mit großem Garten. Die kleine Hedwig „Hedy“ entwickelt sich prächtig und hat viel Freude an Musik, Tanz, Theater. Bald wird dies ihr Interessensmittelpunkt und bald folgen erste Engagements…
Theater, Film entdecken dieses unvergleichliche junge Talent in Schönheit, Präsenz und Spielfreude. Der Weg führt zu Bühnen, Filmstudios und die Karriere nimmt ihren Lauf…
Dann die Liebe. 1933 heiratet sie den Waffenfabrikanten Fritz Mandl. Ein ganz anderer Lebensabschnitt beginnt nun, dem sie bald zu entfliehen sucht…
Weitere Stationen werden Paris, London und schließlich Amerika. Hollywood empfängt sie mit offenen Armen. Ein Star wird geboren und ganze neue Welten öffnen sich. Auch in der Liebe…
Die Interessen der Schauspielerin sind jedoch vielfältig und so wird auch die Wissenschaft zu einem Innovationsraum, in dem sie ihre Ideen und Kreativität einzubringen sucht…
Ein Leben in Glanz, Glamour, Innovation, Liebe, Tragik und Geheimnis nimmt seinen spannenden weiteren Lauf…
Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler * 9. November 1914 Wien † 19. Jänner 2000 in Casselberry/Florida/USA) ist eine der faszinierendsten Kunstpersönlichkeiten der Moderne. Sie verbindet auf besondere wie eindrucksvolle Weise Schauspiel, Wissenschaft und Familie. Dem umjubelten Bühnen-, und Filmerfolgen folgt auch in späteren Jahren die wissenschaftliche Anerkennung und schließlich 2014 die Aufnahme in die National Inventors Hall of Fame (USA).
Charlotte Leonard, Autorin, gelingt es im vorliegenden biografischen Roman, ausgehend von großer künstlerischer, familiärer wie zeitgeschichtlicher Sachkenntnis des Lebens, Werkes von Hedy Lamarr, eine spannende Unmittelbarkeit und Atmosphäre zu erzeugen, die Leserin und Leser mit auf eine unvergleichliche Lebens-, Karrierereise nach Wien, Paris, London und schließlich Hollywood nimmt, die in so vielen überraschend wie begeisternd ist.
„Ein begeisternder biografischer Roman über einen der erfolgreichsten wie außergewöhnlichsten Hollywoodstars!“
Die Verwegene. Sie strahlt im Glanz Hollywoods, und ihre Erfindung verändert die Welt – Hedy Lamarr. Charlotte Leonard, Aufbau Verlag.
Anna Baar ist eine Erzählerin, die unserer Welt einmalig mit einer Offenheit, Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit und Empathie ins Auge von Leben, Liebe, Sinn sieht und dies ins Wort setzt, dass es begeistert, erschüttert und einfach immer wieder lesen lässt, weil es unser aller Spiegel und unser aller Sehnsucht in Neugierde, Hoffnung und Ankommen ist.
Anna Baar öffnet in ihrem Schreiben Wege, baut Brücken über Zeit und Grenzen hinweg und wird so zu einem literarischen Leuchtturm, der in Sonne wie Sturm und Wind an unser aller Meer und Ufer des Lebens inspiriert, bestärkt und unendlich schön genießen lässt. Wort um Wort, Seite um Seite.
Der vorliegende Textband der Kunst-Staatspreisträgerin 2022 versammelt ein Wunderland der Worte zu Biographie und Gesellschaft, Referenzen zu Literatur, Kunst, Ideen, Visionen und Reflexionen, welche die Vielseitigkeit, Genialität und Originalität Anna Baars sehr gelungen kompakt vorstellen und strahlen lassen.
„Anna Baar schreibt am offenen Herzen der Welt, der Liebe, der Gesellschaft und Kultur, der Erinnerung und Sehnsucht in einmaliger Sprach- und Sinnkraft!“
„He, holde Kunst!“ Anna Baar. Streifzüge und Randnotizen. Wallstein Verlag.
Liebe Barbara Novotny, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Im Moment versuche ich, einen neuen Tagesrhythmus zu finden. In den vergangenen Monaten habe ich ein Stück nach dem anderen geprobt und gespielt, zum Teil auch geschrieben; oft war in kürzester Zeit unglaublich viel zu schaffen, sodass mich ständig die Frage begleitet hat, schaffe ich das, geht sich das aus? – was ich mag, ich brauche die Herausforderung.
Bis zu den nächsten Projekten habe ich jetzt eine Pause. Das tut mir gerade gut. Nach einer Phase der Erschöpfung, die ich zum Glück überwunden habe, gibt es viel zu tun: Familie und Freunde treffen, die ich selten gesehen habe, da ich viele Wochen lang nicht in Wien war; liegen gebliebene Büroarbeit erledigen… ich geb’s zu, ich schiebe den Papierkram gerne so weit wie möglich von mir… Ich lese viel, sammle Ideen für neue Projekte und habe begonnen, an neuen Texten zu arbeiten, das ist beglückend, manchmal auch anstrengend, weil es mir noch nicht gelungen ist, eine Struktur in meinen Alltag zu bekommen. Das kommt schon noch. Außerdem gehe ich ins Theater, in Ausstellungen, in Konzerte. Was auf meiner To-do-Wunschliste steht: wieder ins Ballett-Training gehen, das ging sich in den letzten Monaten einfach nicht aus. Das Training fehlt mir sehr, die Leute, die Musik. Oh, und wieder mehr Schach spielen, das würde ich auch gerne und das Anfängerstadium hinter mir lassen.
Barbara Novotny_ Schauspielerin, Performerin, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich glaube, wir sollten uns mehr an unseren Gemeinsamkeiten orientieren, und uns nicht andauernd in Unterschiede verbeißen – in Trennendes. Wie sollen wir die Aufgaben der Zukunft bewältigen, wenn wir alle den Blick nur bis zu unseren eigenen Zehenspitzen richten? Humor. Gerade in Zeiten wie diesen, wenn man bei all den Scheußlichkeiten den Kopf eigentlich nur noch tief in den Sand stecken möchte. Demut. Rückt so manches in eine angemessenere Dimension. Empathie!
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Kunst hat die große Kraft uns zum Denken zu bringen, neue Denkräume zu eröffnen, uns zu berühren. Etwas Schönes erfüllt uns plötzlich und unerwartet. Das klingt erstmal nach wenig, aber genau das kann Veränderungen bewirken, seien sie nun groß oder klein. Da ist etwas, das uns nie wieder verläßt.
Der große Luxus der Kunst ist oder sollte es sein, dass sie nichts muss, sich für nichts und niemanden zurechtbiegen muss, dass man ihr eben kein Preisschild umhängen kann, auch wenn das versucht wird und wir darauf getrimmt sind, zu glauben, dass nur einen Wert hat, was sich den Massen gut verkaufen lässt, fein säuberlich in Schubladen sortiert und bitte bloß nix durcheinander bringen. Kunst tut uns gut, unsere Seele will schließlich auch gepflegt und genährt werden. Sie verbindet. Bringt uns anderen näher. Rüttelt an unseren Gewohnheiten. Öffnet. Erschließt Möglichkeiten.
Aber ob Kunst in der Welt der Zukunft eine große Rolle spielen wird? Ich neige da zum Pessimismus. Hoffen tue ich trotzdem.
Was liest Du derzeit?
‚Die Schildkröten‘ von Veza Canetti. ‚Hier liegt Bitterkeit begraben‘ von Cynthia Fleury. ‚Niegeschichte‘ von Dietmar Dath.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
‚Nothing is beyond understanding. A hundred more exhibits, and I promise you: you’ll be dreaming in five dimensions.‘
Greg Egan
Vielen Dank für das Interview, liebe Barbara, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Barbara Novotny, Schauspielerin, Performerin, Schriftstellerin
Zur Person _ Barbara Novotny, Schauspielerin, Performerin, Schriftstellerin; lebt in Wien.
Barbara Novotny wurde in Wien geboren. Sie absolvierte eine Ballettausbildung an der Ballettschule der Österreichischen Bundestheater und an der Heinz-Bosl-Stiftung in München, bevor sie den Weg zum Schauspiel fand. Auf das Studium am Max-Reinhardt-Seminar folgte ein Engagement and Landestheater Linz, wo sie von 2006 und 2016 zehn Jahre lang Ensemblemitglied war. Sie spielte dort u.a. Marianne in ‚Geschichten aus dem Wiener Wald‘, Käthchen in ‚Das Käthchen von Heilbronn‘, Portia in ‚Der Kaufmann von Venedig‘, Olivia, in ‚Was ihr wollt‘, Dorine in Tartuffe, Pauline Piperkarcka in ‚Die Ratten‘, aber auch in Stücken von Elfriede Jelinek, Joel Pommerat und Tamsin Oglesby. Immer wieder gab es auch Abstecher in andere Sparten, zum Beispiel als Johanna im Musical ‚Sweeney Todd‘ oder als Friederike in der Kinderoper ‚Die feuerrote Friederike‘. Mit Detlev Glanerts Musiktheater ‚Nijinsky’s Tagebuch‘ kam es zu einer Co-Produktion mit den Bregenzer Festspielen.
Seit 2016 lebt sie als freie Schauspielerin in Wien und hat an verschiedenen Theatern sehr unterschiedliche Stücke gespielt, z.B. die Beatrice in ‚Viel Lärm um Nichts‘ und Antonia in ‚Offene Zweierbeziehung‘ oder Penthesilea in Kleists gleichnamigem Stück im Theater an der Rott. Zuletzt war sie als Erzählerin in Mozarts Oper ‚Zaide‘ bei den donauFESTWOCHEN im Strudengau zu sehen und am Zirkus des Wissens an der Johannes Kepler Universität in Linz in ‚Da oben dazwischen die Sterne‘ von Gerhard Willert und in ‚DSCHUNGEL.CYBERHURT/ Bytes & Pieces‘. Für Letzteres hat sie auch den Großteil der Texte verfasst.
‚Holy Holy Holy‘ hat sie für das Holy Hydra Festival 2020 geschrieben und aufgeführt. Die Kurzgeschichte ‚Zehenbetrachtung‘ ist in der Literaturzeitschrift Podium Literatur zum Thema ‚Lebenslang‘ erschienen.
England gegen Ende des 18.Jahrhunderts. Die harte Feldarbeit fordert größten Einsatz. Auch Sal und ihr Mann Harry sind dabei. Der kleine Sohn an der Hand der Mutter. Schwer ist die Erde, die nährt. Und auch voller Gefahren…
Der Pferdekarren ist jetzt voll der geernteten Rüben. Die Männer sind müde von der Arbeit, jetzt soll es endlich nachhause gehen. Doch der Karren sitzt fest und die Männer sind wieder gefragt. Mit vereinten Kräften gilt es, die Räder aus den Schlammlöchern zu befreien. Alle packen mit an. Doch da passiert es. Der Wagen kippt und Harry schafft es nicht rechtzeitig zur Seite zu springen…
Und jetzt verändert sich alles. Das Leben der jungen Familie wird nicht mehr dasselbe sein. Sal wird in allem gefordert sein. Eine neue Zeit beginnt…
Ken Follett, britischer Bestsellerautor, legt einen weiteren Kingsbridge vor, der in die Epoche des 19.Jahrhunderts führt und deren gesellschaftlichen Veränderungen in Arbeits- Lebens-, Kulturverhältnissen. Dem Autor gelingt es Mensch und Zeit in mitreißender story packend darzustellen und Leserin und Leser folgen gebannt Sal`s Leben und deren Herausforderungen in Arbeit, Liebe, Ort und Zeit.
„Mitreißende Ken Follett Spannung in der Zeit des gesellschaftlich-wirtschaftlichen Umbruchs des 19.Jahrhunderts!“
Die Waffen des Lichts. Ken Follett. Historischer Roman. Bastei Lübbe.
Ken Follett (Autor) Markus Weber (Illustrator) Dietmar Schmidt (Übersetzer:in) Rainer Schumacher (Übersetzer:in)
Lieber Gosha Valerian Gorgoshidze , wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Gerade ist eine intensive Zeit mit der Inszenierung von „Der Besucher“ von Eric-Emmanuel Schmitt hinter mir. Kurz nach der Premiere fällt man in ein Loch, aber es tut gut, wenn andere Aufgaben da sind. Ich bin in Georgien angekommen, bereite mich für einen Workshop und habe eine Vorfreude an der Begegnungen mit jungen Menschen, bei denen ich am stärksten eine Begeisterung erlebe und gerne lerne.
Einander wahrzunehmen. In unserer Andersartigkeit. Man kann nur reich werden, wenn man sich etwas öffnet, was man vorher vielleicht auch undenkbar meinte. Wir sind wie Bruchstücke einer zerfallenen Einheit. Gott sei Dank, dass wir in uns das Potential haben, einander in unser Inneres aufzunehmen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
In der Kunst kann man das hervorzaubern, was noch nicht da ist. Eine wirklichkeitsbezogene Kunst, die aber über diese hinaus will, in eine Welt, die noch nicht da ist, – wäre das nicht ein Beitrag, der einem Neubeginn dienen könnte? Wir dürfen uns irren, aber suchen, – das ist es, worauf es ankommt.
Was liest Du derzeit?
Albert Soesman „Die zwölf Sinne“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Wo geht man hin, wenn man schläft? Wenn alles erlischt, wenn man nicht einmal mehr träumt? Wohin begibt man sich da? …wenn wir aus all dem erwachen würden… und dann merkten, daß das alles auch nur ein Traum war … wo hätten wir dann gelebt?“ (Der Besucher, Eric-Emmanuel Schmitt)
Vielen Dank für das Interview, lieber Gosha Valerian, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Ausbildung zum Theaterregisseur an der Theater- und Film-Universität Tbilisi, Georgien; zum Sprachgestalter am Goetheanum und bei amwort in Dornach, Schweiz; zur Biographiearbeit in Tbilisi, Georgien. Inszenierungen seit 1997, unter anderem am Rustaveli Theater Tbilisi. Arbeit mit Schauspielern, Studenten, Schülern, Laien. Kurse in Schauspiel, Sprachgestaltung und Biographiearbeit. Theaterpädagogische und sozialkünstlerische Projekte. Zur Zeit: Leitung Schauspiel, Bühnenkunst amwort Dornach und Kursleiter des Biographiearbeitskurses in Tbilisi, Georgien.
Cmit H sich Aselbst Nmutig Cden einzigen Weg E gehen
Claudia Freund, 19.12.2023
Claudia Freund, Schriftstellerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Claudia Freund, Schriftstellerin
Zur Person _ Claudia Freund, Autorin, geb, 1969 in Bad Dürkheim in der Pfalz und auch dort aufgewachsen. Nach dem Abitur begann sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse, bei der sie auch immer noch beschäftigt ist. Mit ihrer Familie lebt sie heute in Lambrecht. Ihre Gedanken hält sie seit einigen Jahren in ihrer Lyrik fest.
Paris. Der Zauber der Stadt an der Seine ist ein legendärer und jeder Besuch bestätigt dies. Es ist eine Stadt der Kultur in vielseitigsten Facetten der Begegnung und Inspirationen an wunderbaren Orten. Und es ist eine Stadt der Liebe.
Andrea Reidt, freie Journalistin, Autorin, Fotoreporterin, lädt nun mit „Pariser Amouren“ ein, den Künstler:innenleben wie persönlichenBegegnungsorten zu folgen. Und dies wird zu einer wunderbaren Einladung! Die Spurensuche führt dabei zu berühmten Liebespaaren wie Marlene Dietrich und Jean Gabin, Simone de Beauvoir und Claude Lanzmann oder Jean Seberg und Romain Gary.
Die Autorin versteht es hervorragend, künstlerische Lebenswege, -stationen spannend zu öffnen und erzählerisch in Wort und Bild zu gestalten. Leserin und Leser sind schnell mittendrin in Zeit und Situation, Kunst und Liebe und staunen über so manche Überraschungen, Geheimnisse der „Stars“.
Neben der großen Erzählgabe, der genauen Recherche und der zusammenführenden Darstellung, dem umfassenden Wissen zu Kunst und Kultur, ist die große Sensibilität hervorzuheben, mit der die Autorin prominente Liebende vor den Vorhang einer Stadt und ihrem zeitübergreifenden Zauber treten lässt.
So wird dieses Buch zu einer vielseitigen Lesefreude und auch zum besonderen Reiseführer eines Paris Besuches.
„Ein wunderbarer Reiseführer zu Begegnungen berühmter Liebespaare in der Stadt der Liebe!“
„Pariser Amouren“ Auf den Spuren berühmter Paare. Andrea Reidt. Neun legendäre Liebespaare in Paris. ebersbach&simon Verlag.