Die Königin. Nofretetes globale Karriere. Sebastian Conrad. Propyläen Verlag

Es ist ein ganz besonderer archäologischer Fund, der am 6.Dezember 1912 im mitteläygptischen Tell el Amarna gemacht wird. Es ist die Büste der Nofretete, Hauptgemahlin des Pharaos Echnaton (Amenophis IV.). Sie lebte im 14. Jahrhundert v. Chr.. Der Fund wird sofort zur Sensation uns ist bis heute ein Ausstellungshighlight in der Ägyptischen Abteilung des Ägyptisches Museum Berlin im Neuen Museum Berlin.

Doch wie kam es zu diesem Fund, der wesentlich die Rezeption ägyptischer Pharaonen-Kultur bis in die Gegenwart inspiriert und prägt? Wer war die Gattin des ebenso legendären Pharaos Echnaton? Was wissen wir und können wir über Leben und Zeit wissen?

Sebastian Conrad, Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin, legt nun in sechs Kapitel einen fundierten, spannenden kulturgeschichtlichen Über- und Durchblick der Faszination „Nofretete“ vor, der in Fachkenntnis wie interessanten Schlussfolgerungen und Thesen inspiriert. Es ist ein Querschnitt, der mit den Umständen der Entdeckung (Fundteilung), der ersten großen Ausstellung beginnt und sich über Fragen zu Standort wie Prozessen der Globalisierung und kulturgeschichtlichen Ausblicken sehr gut rundet. Hervorzuheben sind auch die beeindruckenden Fotos, die Fund und weitere Geschichte dokumentieren.

„Eine spannende Zeitreise zu einer der faszinierendsten Persönlichkeiten der Welt- und Kulturgeschichte.“

Die Königin. Nofretetes globale Karriere. Sebastian Conrad. Propyläen Verlag

Einbandart: Hardcover mit Schutzumschlag

Seitenanzahl: 384 Seiten

ISBN 9783549100745

Erscheinungstag: 01.02.2024

Preise:

Buch/gebunden_DE 29,00 €, AT 29,90 €

E-Book (ePub) 26,99 €

Walter Pobaschnig 3/24

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„Alive“ Luise, Burlesqueperformerin _ Give Peace A Chance _ Wien 14.3.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Eskapismus in die Welt des Burlesque:

Glamorous

Intelligence

Various

Elegant


Precious

Embrace

Action

Chansons

Eternity


Ambitious


Charme

Hilarious

Alive

Naughty

Curious

End



Luise von Puderluder, 14.3.2024

Luise von Puderluder, Burlesqueperformerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Luise von Puderluder, Burlesqueperformerin

Zur Person _  Luise von Puderluder zeigt sich auf der Bühne mit elegantem Schmäh. Sie kann aber auch ganz anders: verführerisch entblättert sich die Burlesque-Künstlerin und fesselt das Publikum. Mit etwas Glück kann man sie sogar auf der Bühne singen hören.

Angefangen hat alles 2019 als ich zum ersten Mal eine Burlesque-Show gesehen habe. Nachdem ich bereits seit meinem siebten Lebensjahr tanze, immer schon singe, dazwischen eine Musikhauptschule in Oberösterreich besucht habe, Klavier- sowie Gesangsunterricht genommen habe, wusste ich, dass es Zeit wird meine Leidenschaft auch in Wien zu verwirklichen. Mittlerweile unterrichte ich Burlesque, bin auf diversen Bühnen zu sehen und habe ein eigenes Event ins Leben gerufen. Denn für mich ist Burlesque der beste Weg, seine Gefühle und sich selbst auszudrücken!

Hinter Luise von Puderluder steckt Sophie Brandl, Redakteurin und Wahl-Wienerin aus Oberösterreich.

Instagram: @luisevonpuderluder

Fotos_ Lucie Kout

Walter Pobaschnig _ 14.3.2024

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Kleopatra. Die Königin, die Rom herausforderte und ewigen Ruhm gewann. Alberto Angela. HarperCollins.

Ägypten. Das Reich der Pharaonen. Da ist unermesslicher Reichtum, Macht wie politische Gefahr, die mit der Expansion des römischen Reiches im 1.Jahrhundert v.Chr. ihren Höhepunkt erreicht. Kleopatra, die mythenumwobene ägyptische Herrscherin, steht nun in der Mitte politischer Rivalitäten Roms und setzt in dieser Situation alles auf eine Karte…es ist ein dramatisches Leben in politisch stürmischen Zeiten, ein Leben zwischen Macht und Liebe, Glanz und Untergang…

Alberto Angela, renommierter Wissenschaftsjournalist und Autor, legt nun eine Biographie einer der schillerndsten wie tragischsten Persönlichkeiten der Antike vor – Kleopatra VII. Philopator * 69 v. Chr. Alexandria; † 12. August 30 v. Chr. ebenda  – die in ihrer Chronologie wie dem Spannungsaufbau des Erzählstils eine ganz außergewöhnliche Kombination darstellt. Der Autor versteht es, verschiedene Perspektiven zu setzen und die Regentin, Frau so in neuem Licht erscheinen zu lassen.

Ein Buchprojekt, das informiert, Leben und Zeit lebendig vorstellt wie vielfältige Anregungen bietet.

Kleopatra. Die Königin, die Rom herausforderte und ewigen Ruhm gewann. Alberto Angela. HarperCollins.

Elisabeth Liebl_Übersetzung

Seitenanzahl: 512

ISBN/Artikelnummer: 9783959673242

Gebundene Ausgabe 24,00 EUR inkl. MwSt.*

E-Book  15,99 EUR

Walter Pobaschnig 3/24

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„uns gegenseitig daran zu erinnern, was uns zu Menschen macht, was uns verbindet“ Verena Göltl, Sängerin, Texterin _ Wien 14.3.2024

Liebe Verena Göltl, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Jeder Tag ist anders. Je nachdem, welche Tätigkeit grad im Vordergrund steht. Oft sind es organisatorisch-administrative Dinge, die mit Kunst leider gar nichts zu tun haben, die aber gemacht werden müssen, damit man zu neuen Engagements kommt. Generell bin ich kein Morgenmensch. Kreativ sein am Vormittag: schwierig. Das passiert bei mir frühestens am Nachmittag. Wenn ich einen Auftritt habe sowieso erst abends. So gesehen passt auch die Jazznacht, die ich ja live moderiere, ganz gut zu mir. Studiotermine kann ich auch in der Früh ausmachen. Das ist für mich eine andere Form der Stimmarbeit. Da passiert die kreative Arbeit schon im Vorfeld mit der Themenfindung, der Musikwahl und dem Schreiben der Moderationen. Im Studio geht’s dann nur mehr um die Umsetzung.

Verena Göltl _ Sängerin, Texterin & Moderatorin, Wien

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben. Werde ich am Ende des Tages bereuen, zu wenig Streaming-Dienste geschaut zu haben? Eher nein. Wir müssen uns gegenseitig daran erinnern, was uns zu Menschen macht, was uns verbindet. Einander wieder mehr in die Augen statt aufs Display zu schauen. Den Wert eines echten Gegenübers wieder schätzen zu lernen, uns den Menschen, denen wir begegnen zuwenden mit echtem Interesse und der Bereitschaft, wirklich zuzuhören. Die Facebookfreunde werden uns nicht besuchen, wenn wir mit Liegegips auf der Dacken liegen – die echten schon. Sind wir uns dieser Tatsache bewusst, wenn wir alleine zuhause hocken und alle zehn Minuten unsere Likes zählen?

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Haltung zeigen und danach zu handeln, wird immer wichtiger werden. Im Privaten wie in der Kunst. Nicht schweigen, sich ausdrücken in Literatur, Musik, Malerei etc. Alle Kunstformen dienen dazu, den Menschen zum Menschen zu machen. Das wird in einer immer rauher werdenden Wirklichkeit vermutlich einer der wenigen Rettungsanker sein, die uns bleiben. Und ohne Verbündete werden wir nicht weit(er) kommen. Das Miteinander wird wieder stärker in den Vordergrund rücken. Eine durchaus positive Zukunftsperspektive, die der Vereinzelung und Vereinsamung, der Ausgrenzung und Vorverurteilung, die so schmerzvoll allgegenwärtig sind, den Wind aus den Segeln nehmen wird. Darauf freue ich mich jetzt schon!

Was liest Du derzeit?

„Die Sonne – mein Herz“, Thich Nhat Hanh

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

A ship in harbour is safe, but that is not what ships are built for.

(vermutlich John A. Shedd)

Verena Göltl _ Sängerin, Texterin & Moderatorin, Wien

Vielen Dank für das Interview, liebe Verena, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Text-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Verena Göltl _ Sängerin, Texterin & Moderatorin

Zur Person _

VERENA GÖLTL kurz & knackig
Verena Göltl stammt aus dem Nordburgenland und lebt im Wiener Exil. Als ausgebildete Jazzsängerin ist sie mit ihrer Band „Veri & die Luxuscombo“, im Duo mit Andreas Haidecker und anderen Formationen im In- und Ausland unterwegs. Ihre unverwechselbare Stimme leiht Sie als Sprecherin auch dem Hörfunk. Als freie Musikredakteurin moderiert und gestaltet sie Sendungen für ORF Radio Ö1 (Spielräume, Ö1-Jazznacht, On Stage…).

Als Texterin dichtet Verena Göltl nicht nur für ihre eigenen Dialektlieder, sondern auch für andere Musiker:innen. Willi Resetarits: „Die Lyrik von Verena Göltl hat eine Qualität, die jeder gute Text haben sollte: man fühlt sich persönlich angesprochen. Oft denk ich mir: Das ist ja meine private Befindlichkeit, über die ich da singe! Wieso weiß sie das?“

https://www.verenagoeltl.at/

Fotos _ Steve Haider

Walter Pobaschnig _ 3.3.2024

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„als Künstlerin stehe ich nicht außen vor, sondern mittendrin“ Annegret Soltau, Bildende Künstlerin _ Darmstadt 13.3.2024

Liebe Annegret Soltau, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wenn ich keine weiteren Termine habe, gehe ich meist jeden Tag ins Atelier. Der Wohnbereich und mein Atelier liegen nah beieinander, Privates und Kunst befruchten sich gegenseitig, nach dem Slogan der 70iger Jahre: Das Private ist politisch!  Vormittags beantworte ich Anfragen, die ich meist am PC erledige, Ausstellungsplanungen usw. Am Nachmittag komme ich dann, wenn alles gut läuft, zum eigentlichen Arbeiten, also meine Bilder zu kreieren.

Annegret Soltau,
Bildende Künstlerin
_
vor ihren Bildern Mit mir SELBST 1975#2022, Santiago de Chile 2022

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Der Zusammenhalt, auch wenn die Meinungen kontrovers sind, es zu schaffen im Dialog zu bleiben.

A.Soltau _generativ-Selbst mit Tochter, Mutter und Großmutter doppelt 1994

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Die Kunst war schon immer ein Spiegel der Gesellschaft, ob in den politischen 60iger Jahren, als ich noch in Hamburg an der Kunstakademie studierte oder danach die 70iger Jahre, in denen Frauen sich feministisch engagierten. Auch als Künstler/in stehe ich nicht Aussen vor, sondern mittendrin.

A.Soltau _ Körper-Eingriffe (schwanger), 1977-78

Was liest Du derzeit?

Den Roman „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

MEIN ZENTRALES ANLIEGEN IST, KÖRPERLICHE PROZESSE IN MEINE BILDER MITEINZUBEZIEHEN, UM KÖRPER UND GEIST ALS GLEICHWERTIG ZU VERBINDEN

Annegret Soltau,
Bildende Künstlerin
_ im Atelier _
Foto Theo Jansen

Vielen Dank für das Interview, liebe Annegret, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Annegret Soltau, Bildende Künstlerin

Zur Person _ Annegret Soltau, Bildende Künstlerin

1946 geboren in Lüneburg

1967-72 Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg und Wien

https://www.annegret-soltau.de/

Fotos_ Annegret Soltau

Walter Pobaschnig _ 28.2.2024

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„Ein Engel in der Hölle von Auschwitz. Das Leben der Krankenschwester Maria Stromberger“ Harald Walser. Falter Verlag.

Es ist ein Leben voll unglaublichem Mut, Gesinnung und Unerschrockenheit, das die österreichische Krankenschwester und Widerstandskämpferin Maria Stromberger (* 16. März 1898 in Metnitz (Kärnten); † 18. Mai 1957 in Bregenz), auszeichnet.

In Kärnten aufgewachsen und nach der Pflege ihrer Eltern im Beruf als Krankenschwester tätig, ließ sie sich in das Konzentrationslager Auschwitz versetzen und arbeitete dort unter Einsatz ihres Lebens für den Widerstand.

1957 geht ein ganz außergewöhnliches Leben als Beispiel von Courage und Engagement zu Ende.

Martin Walser macht sich in diesem Buch auf eine umfassende Spurensuche nach Maria Stromberger, ihren Lebensstationen wie die erschütternden Vorgänge im Konzentrationslager Ausschwitz, in denen Stromberger nach Umständen zu helfen suchte, wie auch das persönliche und gesellschaftliche Leben danach.  In ausführlichen Dokumentationen in Wort und Bild rekonstruiert der Autor ein Lebenswerk, das hier eine entsprechende Würdigung erfährt.

„Mut, Gesinnung, Unerschrockenheit – das Leben Maria Strombergers in hervorragender, umfassender Dokumentation!“

„Ein Engel in der Hölle von Auschwitz. Das Leben der Krankenschwester Maria Stromberger“ Harald Walser. Falter Verlag.

Gebundene Ausgabe, 256 Seiten

EAN   9783854397021

€ 24,90

Walter Pobaschnig  3/24

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„1924. Schneller, frecher, wilder – Der Beginn der fabelhaften Zwanziger“ Gerhard Jelinek. Amalthea Verlag.

1924. Ein besonderes Jahr europäischer Gesellschafts- und Kulturgeschichte zwischen den Weltkriegen. Ein Jahr exemplarisch für eine kurzfristige lebensfrohe schillernde Zeitspanne in bahnbrechenden Erfindungen, mitreißender Musik, Kultur und ungeahnter Freiheit in den zentralen Metropolen in der Dämmerung politischer Katastrophen.

1924. Ein Jahr, dem es sich lohnt chronologisch nachzugehen und die Ereignisse vorzustellen, die bis heute faszinieren und begeistern.

Was ereignete sich nun wann, wo, wie in diesem „goldenen“ Jahr der „Goldenen“ Zwanziger Jahre…?

Gerhard Jelinek, renommierter Journalist und Autor, legt einen gesellschaftshistorischen Jahreskalender vor, der in seiner großen Bandbreite wie der sehr gelungenen Kombination von Wort und Bild eine spannende Zeitreise bietet, die eine Fülle von bemerkenswerten, überraschenden Details ans Licht bringt.

„1924. Ein Jahr voll Hoffnung, Optimismus und Esprit im gesellschaftskulturellen Zeitraffer.“

„1924. Schneller, frecher, wilder – Der Beginn der fabelhaften Zwanziger“ Gerhard Jelinek. Amalthea Verlag.

Gebundene Ausgabe mit zahlr. Abb., 256 Seiten

ISBN-13: 978-3-99050-253-2

€ 28,00 inkl. MwSt.

Walter Pobaschnig 3/24

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„Schundliteratur, Comics, manchmal mein Horoskop, selten meinen Kontostand“ Alec Richard, Schriftsteller _ Andernach/D 12.3.2024

Lieber Alec Richard, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Alltag gleicht häufig einer trivialen Komödie mit unvorhersehbaren Plot-Twists. Beginnend an der Kaffeemaschine jongliere ich tagsüber mit einem Sack voller Ideen, während ich versuche, meine kreative Muse mit ein paar Katzenleckerlies bei Laune zu halten.

Zwischendurch gibt es immer mal wieder ein paar heiße Schäferstündchen mit absurden Gedankensprüngen und spontanen Pogo-Tanzeinlagen.

Abends treibe ich meist Bier-Yoga, falls ich gerade nicht sonst (irgendwen oder was) treibe, oder ich entspanne bei einem guten Buch oder einem guten Film, aber davon gibt’s nicht so viele.

Alec Richard, Schriftsteller  

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Liebe, die ist immer ganz besonders wichtig.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wir stehen vor einem entscheidenden Wendepunkt der Menschheitsgeschichte. Literatur und Kunst können da nur bedingt eine zentrale Rolle spielen, als dass sie Ausdruck unserer Kultur und Identität sind. Viel bedeutsamer ist aber die Kraft ihrer kritischen Stimme. Es kann nicht angehen, dass manch andere Autorenkollegen weltweit aufgrund ihrer Worte einfach so inhaftiert werden.

Literatur ist dazu da, gesellschaftliche Entwicklungen zu reflektieren und hinterfragen zu können – vom Vokabular mal ganz abgesehen. Durch Literatur und Kunst können wir komplexe Themen erforschen, uns in die Perspektiven anderer einfühlen und neue Ideen und Lösungsansätze entwickeln. – War das jetzt klug genug ausgedrückt? Eigentlich nicht. Eigentlich wollte ich doch nur sagen: Macht, was ihr wollt.

Was liest Du derzeit?

Meist Schundliteratur, Schmuddelheftchen, Comics, manchmal mein Horoskop, selten meinen Kontostand, demnächst zwangsläufig den Stromzählerstand und nebenbei allerlei Hassmails, Fanpost und sonstige Liebesbriefe.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

»Finde, was du liebst – und behalt es.« – Alec Richard.

Vielen Dank für das Interview, lieber Alec, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Alec Richard, Schriftsteller  

Zur Person_Alec Richard, Jahrgang 1987, ist ein deutscher dichter Dichter und Autor, der sich nicht als Künstler bezeichnen muss, denn er ist Kunst – Eine Kunstfigur im wahrsten Sinne! Hinter seinem Pseudonym verbirgt sich die maximale Dröhnung virtueller Schizophrenie, weshalb seine wahre Identität im Verborgenen bleibt.

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 24.2.2024

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„singen wir, spielen wir, gestalten wir!“ Sibylle Kefer, Musikerin _ Bad Goisern/OÖ 11.3.2024

Liebe Sibylle Kefer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus

Ich stehe jeden Tag mit meiner Familie auf, richte abwechselnd mit meinem Mann die Schuljause her und fahre dann an drei der fünf Schultage in meine musiktherapeutische Arbeitswelt. Am Abend dieser Tage koche ich meist für den nächsten Tag vor – oder mein Mann, eher aber ich.

Die restlichen vier Wochentage kann ich meine Zeit frei einteilen und beschäftige mich abwechselnd mit meiner Musik, der Vermarktung dieser, mit dem Einstudieren der Musik anderer, gebe Gesangsstunden, versorge die Kinder, verbringe Familienqualitätszeit und versuche, meine Freundschaften wieder etwas mehr und besser zu pflegen.

Und ich versuche mir Freiräume zu schaffen für mich.

Die weltpolitische Lage hat immer, gerade aber wieder besonders starken Einfluss auf meinen Alltag. Ich oszilliere zwischen Überblick schaffen versuchen und daran immer wieder zu scheitern, trotzdem weiterzusuchen, verletzbar zu bleiben, mich aber auch als feige zu erleben, aktiv zu sein und Abgrenzung.

Sibylle Kefer, Musikerin und Musiktherapeutin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Solidarität, Zusammenhalt, das Einstehen für unsere westlichen zivilgesellschaftlichen Werte, Zivilcourage, Wertschätzung und auch Abgrenzung, wo Toleranz inkonsequent wäre.

Immer wieder über alles Mögliche zu reden, auch das Anstrengende, wenn es auch nur einen Funken von Sinnhaftigkeit darin zu spüren gibt. Sonst halte ich es für Zeitverschwendung und ein sich Aufreiben, das nichts bringt und finde eine klare Grenzsetzung besser.

Wertschätzendes Interesse füreinander, sich zuzuhören, sich keine Gefühle abzusprechen, Erfahrungen zuzugestehen und daraus resultierende Konsequenzen gemeinsam zu beleuchten halte ich für einen Schlüssel – für Reflexion, auch für eventuelle Neuorientierung und Weiterentwicklung.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Diese Frage beschäftigt mich auf mehreren Ebenen seit Jahren stark. Sowohl aus individueller persönlicher Sicht als auch aus gesellschaftspolitischer.

Wie ist unser gesellschaftlicher Wert der Kunst, der Musik?

Solange wir die Schulfächer so bewerten, so einordnen, wie wir es jetzt tun, finde ich, verschenken wir das kreative Potential unserer Kinder – unserer Zukunft.

Anstelle sie früh zu normieren, einzukasteln, zu bewerten, unsere Urteile drüberzulegen, könnten wir ihr frisches kreatives Potential wecken, nähren, unterstützen und nützen für eine funktionierendere vielfältigere Zukunft mit weniger Schwerpunkt auf Wettkampf und sich Messen – mit Blick auf Vielfalt als Chance anstelle Normierung als Basis.

Ich glaube, dass ein schöpferischer Prozess, der in sich wertfrei umgesetzt werden darf, viel an positiver verbindender kreativer Kraft in sich birgt, die sich dann selbst nach außen öffnen würde, und dessen zivilgesellschaftlichen Nutzen wir derzeit nicht erkennen und nicht hoch genug einschätzen.

Jeder musiktherapeutische musikalische Interaktionsmoment, den ich seit 20 Jahren erleben und mitgestalten darf beinhaltet so viel schöpferische Kraft, soviel kanalisierende Energie, dass es eine Freude ist, diese Prozesse begleiten zu dürfen.

Jede Zeug*innenenschaft ermöglicht ein Eintauchen und Teilen dieser. Das macht sie noch größer. Dies wird mir eindrücklich immer wieder von teilhabenden Eltern vorgelebt.

Und um konkreter zu werden:

Musik hat die Fähigkeit einer Direktheit, einer Zeitlosigkeit, eines Momenterlebens – ein ungefilterter Zugang zu unserer Emotionalität.

Unvergleichbar und stark.

Ich habe kein Problem damit, dass wir immer wieder versuchen, sie zu bändigen, zu kanalisieren, sie einzuteilen und sie uns zu Nutze zu machen.

Aber entwerten wir sie nicht. Und vergessen wir nicht, was sie kann und ist, und geben wir ihr im positivsten Sinne die Wirkkraft, die sie hat.

Man muss sie nur lassen. Nehmen wir uns die Zeit (in der Entwicklung der Kinder, in der Verankerung im Bildungswesen und ganz konkret im aktiven Gestalten, Zuhören, Resonanz sein und Beteiligen).

singen wir, spielen wir, gestalten wir und lassen wir unsere Synapsen überspringen!

Was liest Du derzeit?

Max Frisch „Homo Faber“, Rick Rubin „The Creative Act“, Harald Welzer „Die smarte Diktatur – der Angriff auf unsere Freiheit“. Aber ich brauche seeeeeeehr lange – fürs Konzentrieren, fürs Zeit freischaufeln, fürs Brille suchen und ich verdaue in Häppchen. Aber es wird!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wir können gestalten.

(konkret aus Welzer, passt aber übergreifend auf alle)

Sibylle Kefer, Musikerin und Musiktherapeutin

Vielen Dank für das Interview, liebe Sibylle, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sibylle Kefer, Musikerin und Musiktherapeutin

Zur Person _ Sibylle Kefer, 1976 in Bad Ischl geboren, wohnhaft in Bad Goisern und Wien, Musikerin und Musiktherapeutin, wurde einem breiteren Publikum durch ihre zweimalige künstlerische Mitwirkung bei der Eröffnung der Wiener Festwochen bekannt. Sie war Mitglied der Ausseer Hardbradlern, arbeitet seit mehr als einer Dekade mit Ernst Molden zusammen und stand viele Male dadurch auch mit Willi Resetarits auf der Bühne.

Als Solo-Künstlerin veröffentliche die Mutter dreier Kinder bislang sechs Solo-Alben. 2017 war ihr reduziertes, dafür umso eindringlicheres 4. Album zugleich die Erstveröffentlichung des neu gegründeten Labels von Ernst Molden und Charlie Bader badermolden-recordings.

Ihre unprätentiösen Texte sind von einem entwaffnenden Humanismus und Feminismus geprägt, die sich solcher Begriffe nicht bedienen und ihre Zuhörer*innen sehr unmittelbar „erwischen“, eine unverstellte Direktheit und (!) sensible Achtsamkeit, die sie sich auch bei ihrer Präsenz in sozialen Medien angelegen sein lässt.

Ihr 2023 erschienenes 6. Soloalbum „hoid“ erfährt große Resonanz im deutschsprachigen Raum, das Releasekonzert wird auf Ö1 übertragen. Auf diesem Album findet sich auch der 2021 vom ORF für das internationale Format New European Songbook in Auftrag gegebene und in Zusammenarbeit mit dem Herbert Pixner Projekt umgesetzte Song „liawa hoffnung“.

https://www.sibyllekefer.at/blog/

Fotos_ Carina Antl

Walter Pobaschnig _ 28.2.2024

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„Güte“ Violetta Parisini, Musikerin _ Give Peace A Chance _Wien 11.3.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Güte

Ideen

Vertrauen

Erbschaftssteuer


Pausen machen

Empathie

Alle

Chancengleichheit

Ehrlichkeit, auch wenn’s weh tut


Atmen


Compromise

Humor

Artenvielfalt

Neu Denken

Come together

Entwicklung

Violetta Parisini, 8.3.2024

Violetta Parisini, Musikerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Violetta Parisini, Musikerin

Zur Person _  Die Musikerin Violetta Parisini begann ihre künstlerische Karriere während eines Philosophie Studiums als singende DJ. Der hauptsächlich improvisierte Gesang zu ihren Techno-Sets machte sie zu einer begehrten DJ im Wiener Nachtleben und in verschiedenen Clubs in Berlin, München und Zürich.

Nach dem wiederholten Verlust ihrer Stimme legte sie eine Techno-Club-Pause ein, machte ihren Studien-Abschluss, und kaufte sich ein Klavier. Sie begann, Lieder zu schreiben.
Gemeinsam mit dem Produzenten Florian Cojocaru entstand ihr erstes Album „Giving You My Heart To Mend“, das 2010 bei Universal Music Austria veröffentlicht wurde, und auf Begeisterung bei Kritikerinnen und Publikum stieß. 2012 folgte „Open Secrets“. Die englischen Songs bewegten sich zwischen Singer-Songwriter und Popmusik. In den darauffolgenden Jahren wurde Violetta Parisini zwei mal Mutter, kuratierte 2014 das Popfest Wien und wirkte bei verschiedenen Kunstprojekten mit, bevor sie ihr nächstes Solo-Album „Alles Bleibt“ auf dem gemeinsam mit dem Produzenten Sixtus Preiss gegründeten Label „Else Musik“ veröffentlichte. Die deutschen Texte verhandelten Themen wie Depression und Identitätssuche, die Arrangements und Produktion von Sixtus Preiss zeichnen sich durch komplexe Rhythmen, eingängige Melodien und instrumental-analogen Sound aus. Das Album erntete berührte und ausführliche Kritiken. Im Herbst 2022 folgte die EP „Unter Menschen“.

Violetta Parisini spielt regelmäßig Konzerte im Trio und solo, schreibt Lieder auch mit und für andere Musikerinnen, und unterrichtet eine Songwriting-Klasse am VMI in Wien. Momentan arbeitet sie außerdem an ihrem nächsten Album, das im Herbst 2024 erscheinen soll.

https://violettaparisini.at/

Foto_ Rea von Vic i

Walter Pobaschnig _ 8.3.2024

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