„Garrulous mice gathered“ Naoko Fujimoto, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Japan 27.11.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Garrulous mice gathered

in an attic. Their song

vegetated along the walls, windows, and an old piano—

echoing a harpsichord sonata.


Purportedly, when an effulgent

edelweiss dropped its last dew and

avalanched it on a frosty street, mice

chanted this hymn

exactly at seven thirty in the morning.


An inorganic poison sprayed on their


chamber orchestra softly but

highly muffled their notes.

Are they suffocating underneath,

noisy pests?                Once,

close neighbors were treated like that in the

endless dark pit of our history.


Naoko Fujimoto, 22.11.2023

Naoko Fujimoto, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Naoko Fujimoto, Schriftstellerin

Zur Person _ Naoko Fujimoto wuchs in Nagoya, Japan, auf und studierte am Nanzan Junior College. Als Austauschstudentin absolvierte sie ein Bachelor- und Masterprogramm an der Indiana University. Ihr Werk umfasst die Gedichtbände We Face the Tremendous Meat on the Teppan (C&R Press, 2022; ausgezeichnet mit dem C&R Press Summer Tide Pool Chapbook Award), Where I Was Born (Willow Books, 2019; ausgezeichnet als Editor’s Choice), GLYPH: graphic poetry = trans. sensory (Tupelo Press, 2021) sowie vier Chapbooks. Sie liest und lektoriert Lyrik und Übersetzungen für RHINO und Tupelo Quarterly. Fujimoto erhielt ein Bread Loaf Übersetzungsstipendium.

Aktuelles Buchprojekt mit Naoko Fujimoto

Tinted Trails
Exploring Writings in English
as a Second Language

Texte von Naoko Fujimoto, die in Tinted Trails erschienen sind:
Gedicht „Three Chairs“ (Neuveröffentlichung)

Release: November 2023
Publisher: Verlag FORUM STADTPARK
Price: € 22,-
ISBN: 978-3-901109-84-3

AN ANTHOLOGY BY TINT
EDITED BY
Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz


GUEST EDITORS
Marjorie Agosín and Juhea Kim


CONSULTING EDITORS
Matthew Monroy and John Salimbene


ART CURATOR
Vanesa Erjavec


FORUM STADTPARK

Tined Trails

Exploring Writings in English as a Second Language

features a best-of Tint Journal texts from issues #01 to #10, as well as new works by renowned ESL authors to show the wide and bright kaleidoscope of worldwide literature in English.

The book holds 35 texts, both poetry and prose, organized in four chapters, carefully assembled by guest editors Marjorie Agosín and Juhea Kim, consulting editors John Salimbene and Matthew Monroy, and the anthology editors Lisa Schantl, Filippo Bagnasco, Andrea Färber and Chiara Meitz. The artworks were curated and the illustrations drawn by Tint Art Editor Vanesa Erjavec.

Release: November 2023
Publisher: Verlag FORUM STADTPARK
Price: € 22,-
ISBN: 978-3-901109-84-3

Tint Journal is the leading online literary journal for those who write prose and poetry in English as their second or non-native language.

By choosing English as their creative tool, these writers provide an extensive audience with a window into their values, ideas, and beliefs. Coming from a wide variety of backgrounds, they bridge borders and blend cultures, offering the purest and deepest understanding of their fiction and nonfiction worlds.


Over the years, Tint has become a multifaceted platform for emerging
and established ESL writers, and it encourages them to embrace their
non-native English backgrounds. Their unique linguistic landscapes shape
their creative voices and influence their readers’ experiences. This quality
has been ignored— even shamed— for too long.

Through the innovative, tinted lenses of ESL writers, Tint shines a light on the ways that authors all over the globe can contribute to what we know as literature in English

https://tintjournal.com/tinted-trails

Texte von Naoko Fujimoto, die in Tinted Trails erschienen sind:
Gedicht „Three Chairs“ (Neuveröffentlichung)

Fotos _ presentation/readings/workshops Graz 11/23

Foto Portrait_privat

Fotos_presentation: Clara Wildberger

Walter Pobaschnig _ 22.11.2023

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„Zu schreiben, egal, ob man sich die Zeit „leisten“ kann.“ Samia Susann Trabolsi, Schriftstellerin _ Berlin 27.11.2023

Liebe Samia Susann Trabolsi, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Arbeite in einem Brotjob, schreibe abends, bewerbe mich für Förderungen, damit ich schreiben kann ohne Brotjob, halte Kontakt zu den Agenturen.

Samia Susann Trabolsi, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Als Mensch: Empathie für Israel und Gaza parallel nachzuempfinden und zu äußern – ohne zu vergleichen.

Als Autor: Zu schreiben, egal, ob man sich die Zeit „leisten“ kann. Wir brauchen alle Stimmen der Gesellschaft. Immer.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Mut, Unabhängigkeit, verschiedene Sichtweisen, Apell, wenn man appellieren will.

Was liest Du derzeit?

Alles von Modiano. F. Sagan, Ocean Vuong, Veronique Olmi.

Aufzeichnungen aus Jerusalem (Comic), Benjamin Stein- die Leinwand.

Und: Die Briefe meiner Familie.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Der Kluge gibt keinen unerbetenen Ratschlag, der Weise nicht einmal den erbetenen.

Vielen Dank für das Interview, liebe Samia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Samia Susann Trabolsi, Schriftstellerin

Zur Person Samia Susann Trabolsi,

journalistische Ausbildung beim NDR, Medienpreis »Sophie» für eine Radio-Serie, Drehbuchstudium an der Dffb, Drehbuchautorin beim NDR. Diverse Drehbuch-, Prosa- und Lyrik- Stipendien folgen. Zuletzt Teilnehmerin in der Lyrikklasse bei Martin Piekar und der Romanklasse des Münchener Literaturhauses.

Gerade schreibt sie an ihrem Debütroman „Ich, Sommertochter“ und hofft auf eine positive Zusage für ein Literaturstipendium des Senats.

Foto_privat

26.11.2023 _Walter Pobaschnig

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„Mir geht’s gut, wenn nicht heute, dann morgen.“ Dirk Stermann. Roman. Rowohlt Verlag.

Es ist ein Leben, das dunkelste Momente der österreichischen Geschichte in persönlicher, familiärer Erfahrung unvorstellbaren Schmerzes, Leidens wie auch viele Jahrzehnte danach den Weg zurück in das Land kennt, an den Ort, der alles nahm, in der gerade noch gelingenden Flucht 1939.

Und jetzt sitzt sie hier im Wiener Hotel an der Ringstraße. Jener Straße, die so jubelnd den blutigen gnadenlosen Weg in den Jahren des Nationalsozialismus, der Shoa, bereitete und zum stummen, schweren Zeugen wurde.

Das Buch des Lebens, der Erinnerung öffnet sich, die Jahre der Kindheit in Wien, die so abrupt endeten und in denen sie dem Hass und der Gewalt ausgesetzt war. Dann die Flucht in die USA und der Weg im Ankommen und der Suche nach neuen Perspektiven…eine unvorstellbare Lebensreise…

Dirk Stermann legt eine ganz außergewöhnliche Lebensgeschichte, die ein ganzes Jahrhundert in allen dunkelsten und hellen Kapiteln in sich trägt, in einem unvergleichlichen Erzählstil vor, der eine unglaubliche Aufmerksamkeit, Gespür und Leidenschaft, Respekt für das Leben aufweist, die von Beginn an fesselt und Seite um Seite weiterreisen lässt in das Unvorstellbare, von dem es so wichtig ist, zu erzählen…

Erika Freemann, wurde 1927 in Wien geboren. Es gelang ihr als Jüdin 1939 die Flucht in die USA. Dort wird sie einer der gefragtesten Psychoanalytiker:innen. Anfang der 2000er Jahre kommt sie für ein Erinnerungsprojekt nach Wien und zieht schließlich in die Stadt ihrer Kindheit, in der sie sich in zahlreichen Projekten mit Erinnerung und Aufarbeitung auseinandersetzt.

Der Autor _ Dirk Stermann, geboren 1965 in Duisburg, lebt seit 1987 in Wien. Er zählt zu den populärsten Kabarettisten und Fernsehmoderatoren Österreichs und ist auch in Deutschland durch Fernseh- und Radioshows sowie durch Bühnenauftritte und Kinofilme weit bekannt. 2016 erschien sein Roman Der Junge bekommt das Gute zuletzt, und NDR Kultur urteilte: «Ein lustiger deutscher Medienstar, der als österreichischer Romancier sehr ernst genommen werden sollte.» 2019 folgte Der Hammer und 2022 Maksym.

«Mir geht’s gut, wenn nicht heute, dann morgen.» – Dirk Stermann | Rowohlt

«Mir geht’s gut, wenn nicht heute, dann morgen.» Dirk Stermann. Roman. Rowohlt Verlag.

Erscheinungstermin: 17.10.2023

Gebunden, 256 Seiten

Gebundene Ausgabe  24 EUR

E-Book  19 EUR

ISBN: 978-3-498-00374-6

Walter Pobaschnig  11/23

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„Gemeinsam können wir“ Matea Novak, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wien 26.11.2023

GIVE PEACE A CHANCE

G emeinsam können wir

I n dieser Welt eine

V erbundenheit schaffen, die uns gegenseitig stärkt und

E rmutigt


P ositiv in die Zukunft zu sehen. Das bedeutet auch

E ine

A ndere Perspektive einzunehmen, das

C haos in Anderen zu

E rkennen.


A nnehmen und loslassen. Nicht immer


C holerisch alles ändern wollend.

H ier wo ich bin Menschen

A bholen und ihnen

N äher zeigen, eine Welt wo es

C hancen gibt für Alle.

E rinnern wir uns an die Liebe.


Matea Novak, 23.11.2023

Matea Novak, Schauspielerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Matea Novak, Schauspielerin

Zur Person  _  Matea Novak, Schauspielerin _ Wien

Geboren und aufgewachsen in Wels, OÖ. Meine Eltern stammen beide aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Meine schauspielerische Laufbahn begann im Theater Dschungel in Wien.
Während der Jahre malte ich Bilder, spinnte die Decks als DJ und entwickelte mich in viele Richtungen weiter. Dazu gehört auch meine Ausbildung als Kinder- und Jugendbetreuerin.

Im Sommer 2024 mache ich die staatliche Bühnenreifeprüfung.

Fotos_privat

Walter Pobaschnig _ 23.11.2023

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„Kunst und Theater schaffen eine Gemeinschaft“ Julia Handle, Schauspielerin _ Wien 26.11.2023

Liebe Julia Handle, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nach einem kleinen Frühstück um 08.00 Uhr beginnt mein Arbeitstag. Neben meiner Arbeit im Haushalt bereite ich mich auf die Proben oder die Aufführungen vor: Text lernen/wiederholen, Rollen erarbeiten/festigen, Abläufe und Anschlüsse im Kopf durchspielen, und und und

Julia Handle, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Bildung ist ein entscheidender Faktor für persönliches Wachstum und beruflichen Erfolg. Wir sollten uns darauf konzentrieren, unser Wissen zu erweitern und kontinuierlich eine Weiterbildung anzustreben. Gebildete Menschen sind eher in der Lage, den Glauben an die Wissenschaft zu stärken und somit die wissenschaftlichen Erkenntnisse, insbesondere im Hinblick auf Umweltbewusstsein und Gesundheitspolitik, zu unterstützen. Ebenso können Bildung und Wissen in Bezug auf Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Frieden in heutigen Zeiten als eine Brücke dienen, die uns miteinander verbindet.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Bei einem Neubeginn kann das Theater und die Kunst im Allgemeinen eine bedeutende Rolle spielen. Die gemeinsamen Interessen von Theaterbesuchern oder Kunstinteressierten schaffen eine Gemeinschaft, die durch geteilte kreative und emotionale Erlebnisse, neue Gedanken, Gefühle, Inspirationen, Hoffnungen, kritische Fragen und die Erfahrung von Empathie gestärkt wird. Dennoch können all diese gemeinsamen Erfahrungen individuelle Reaktionen hervorrufen, die den Neubeginn mitgestalten und Möglichkeiten für Veränderung und persönliches Wachstum bieten.

Was liest Du derzeit?

„Alte Sorten“ – Roman von Ewald Arenz

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wer nicht weiß, was Zeit ist, versteht kein Bild, und dieses auch nicht.

„Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny

Julia Handle, Schauspielerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Julia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Julia Handle, Schauspielerin

Zur Person _ Julia Handle, in Tirol geboren. Seit ihrem 7. Lebensjahr fester Bestandteil des Ensemble Tirol („On the soap“, „Alltagsgeschichten“, „Hossa“, „Zimtsternhagelvoll“, „Bye, bye, Bambi“ u.a.), mit neun Jahren als kleiner Philipp im Musical „Teddy-ein musikalischer Traum“ anlässlich der Hundertjahrfeier der Firma Steiff in Gingen, Regie Uli Brée.

Nach der Matura 2013-2016 Schauspielschule Krauss. Seither als freischaffendeSchauspielerin tätig, u.a. Ateliertheater („Bienensterben“ und „Norway today“,Regie: Ursula Leitner), Off -Theater („Schöne neue Welt“, Regie: Tobias Schilling),

Gloria Theater („Ein Fall für Miss Marple“, Regie: Gerald Pichowetz, „Ober, zahlen!“, Regie: Leo Bauer, „Schöne Bescherung“, Regie: Marcus Ganser, „Pension Schöller“, Regie: Gerald Pichowetz),

Theater SPIELRAUM („Jugend ohne Gott“ Regie:Nicole Metzger, „Transit“ Regie:Nicole Metzger),

Theater Westliches Weinviertel („Pension Schöller“ Regie: Ursula Leitner, „Die Falle“ Regie: Nikolaus Stich, „Mord im Orientexpress“ Regie: Nikolaus Stich), Theater im Erlebniskeller Retz ( „Die Wunderland-Affäre Was Alice vertuschte…“, „Sherlock Holmes-Das zweite Gesicht“ Regie beides: Ursula Leitner und Nikolaus Stich),

Meraner Festspiele („Die Wölfe“ Regie: Judith Keller)

Fotos_Anna Zehetgruber

15.11.2023 _Walter Pobaschnig

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„Ein kühler Kopf und ein warmes Herz“ Oscar Jockel, Dirigent und Komponist _ Bretstein/A _Berlin 25.11.2023

Lieber Oscar Jockel, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Dirigiermodus: jeder Tag eine neue Wundertüte des Lebens

Komponiermodus: sehr ritualisiert – 6h aufstehen, 2 Stunden draußen im Wald sein, Duschen und Kaffee, Arbeiten 9-13h, Mittagessen, Wanderung /in der Natur sein / Lesen, 17.30h Abendessen, Arbeiten 18-23h

Oscar Jockel, Dirigent und Komponist

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ein kühler Kopf und ein warmes Herz.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Ich kann nur für mich sprechen und nicht für die Gesellschaft. Kunst und Musik hat so viele verschiedene Rollen und Funktionen, wie es Künstler*innen gibt. Es gibt Kunst, die politisch oder unterhaltend oder horizonterweiternd oder erzählend oder bildend oder berauschend und vieles mehr ist. Wichtig ist, dass man sich im Klaren über sich selber und über den Kontext ist, in dem man Kunst macht. Als Dirigent erfülle ich die verschiedensten Funktionen, was mir große Freude bereitet. Als Komponist will ich hingegen nichts anderes als mit Musik und Klang einfach nur Musik und Klang zu machen. Ich will keine Message in meinen Kompositionen transportieren. Durch diesen Entzug und durch die Fokussierung auf die Sache an sich, erschaffe ich viel mehr Erfahrungsräume, wo man im Fremden sich selber begegnet.

Was liest Du derzeit?

Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur, von Andrea Wulf

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Grace (Kae Tempest)

And when I stopped looking for me

I was able to find you

Right there where everything is, transcendent

I can feel myself opening up, getting closer

Oscar Jockel, Dirigent und Komponist

Vielen Dank für das Interview, lieber Oscar, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Oscar Jockel, Dirigent und Komponist

Zur Person  Oscar Jockel, Dirigent und Komponist

Oscar Jockel ist Dirigierassistent bei den Berliner Philharmonikern für Kirill Petrenko und ist für zwei Jahre Dirigierstipendiat der Karajan-Akademie, nachdem er im Dirigierwettbewerb in der Philharmonie Berlin im Oktober 2021 um das »Siemens Conductors Scholarship« als ein Gewinner hervorging. Neben der Assistenz des Chefdirigenten in Konzert und Oper umfasst das Aufgabenfeld auch die Leitung eigener Konzertprojekte zusammen mit den Akademist*innen der Berliner Philharmoniker.

Ebenfalls 2021 errang Oscar Jockel in der Philharmonie de Paris eine Stelle als Dirigierassistent beim Ensemble intercontemporain und dessen Leiter Matthias Pintscher.

In der Saison 2023/24 folgt er Einladungen zu der PKF – Prague Philharmonia, dem Tonkünstler[1]Orchester Wien, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Wiener Concert-Verein und leitet die Uraufführungen eigener Kompositionen mit der Karajan-Akademie und der Sinfonietta Leipzig.

In der vergangenen Spielzeit gastierte er bei den Osterfestspielen Salzburg in einer Produktion in der Felsenreitschule sowie im Gewandhaus zu Leipzig, der Sächsischen Staatskapelle Dresden bei den Internationalen Schostakowitsch Tagen in Gohrisch, dem Eröffnungskonzert des Internationalen Brucknerfests 2022 in Linz, den Berliner Symphonikern, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Münchner Rundfunkorchester und dem Ensemble intercontemporain in Paris.

Für sein bisheriges Schaffen als Komponist und Dirigent erhielt Oscar Jockel den Herbert von Karajan Preis, der ihm im Rahmen der Salzburger Osterfestspiele 2023 überreicht wurde. Zu seinen jüngsten und aktuellen Kompositionsaufträgen zählen u.a. Werke für die Berliner Philharmonie, den Wiener Musikverein, das Gewandhaus zu Leipzig, das Bruckner Orchester Linz, die Camerata Salzburg, das Quatuor Diotima (Brucknerhaus Linz), ein Musiktheaterwerk sowie eine Zusammenarbeit mit Westbam (Salzburger Osterfestspiele und Mendelssohn-Orchesterakademie des Gewandhauses Leipzig). 2020/21 wurde er zum ersten Composer in Residence des Brucknerhauses Linz ernannt.

Als Dirigent und Dirigierassistent, unter anderem von Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Reinhard Goebel oder Hartmut Haenchen, arbeitete er bereits mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Philharmonia Orchestra in London, dem Klangforum Wien, dem Bruckner Orchester Linz, dem Verbier Festival Chamber Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Bundesjugendorchester oder dem Cyprus Symphony Orchestra zusammen.

In der Järvi Conducting Academy 2018 in Estland wurde er von Paavo Järvi sowie seinem Vater, Neeme Järvi, unterrichtet und erhielt 2019 ein Conducting Seminar Fellowship des Tanglewood Music Center mit dem Boston Symphony Orchestra, Andris Nelsons und Stefan Asbury. Nachdem er im

Sommer 2021 als Conducting Fellow der American Conducting Academy beim Aspen Music Festival einen Aspen Conducting Prize gewann, erhielt er eine Wiedereinladung für 2022.

2021 wurde Oscar Jockel als Stipendiat des Deutschen Musikrates in die Förderung des Forum Dirigieren aufgenommen.

Fotos_ 1 Lucas Jockel; 2 Tom Schweers; 3 Oliver Erenyi; 4 Tom Thiele; 5 Wolf Silveri.

Walter Pobaschnig _ 13.11.2023

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„Gerade wieder Nachrichten über den Angriff auf“ Andrea Nitsche, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wien 25.11.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gerade wieder Nachrichten über den Angriff auf

Israel.

Verwundung, Vergewaltigung, Vergeltung.

Entrückt plötzlich von Allem.



Palästina und Israel – noch mehr zerrissen.

Ergebnisloses Verhandeln zwischen Menschen.

Alle im Grunde gleich und doch verfeindet.

Chaos, Zerstörung, tausende Opfer.

Eiseskälte in mir durch unmenschliche Taten und Täter.



Antisemitismus lodert weltweit auf.



Christus und auch Mohammed können das so nicht gewollt haben – Hass, der auf beiden Seiten verletzt und tötet.

Angst und Wut, die wehrlos macht.

Nur will ich den Funken der Hoffnung nicht aufgeben.

Christen, Juden, Muslime – in Frieden miteinander oder nebeneinander lebend.

Eine Fantasie, eine Utopie, doch hoffentlich irgendwann Realität.



,Christen, Juden, Muslime – in Frieden miteinander oder nebeneinander lebend.

Eine Fantasie, eine Utopie, doch hoffentlich irgendwann Realität.‘

Andrea Nitsche, 21.11.2023

Andrea Nitsche, Schauspielerin und Sprecherin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Andrea Nitsche, Schauspielerin und Sprecherin

Zur Person  _ Andrea Nitsche ist seit 2005 auf den Brettern die ihr die Welt bedeuten unterwegs. Kellerbühnen, Stationentheater, Schulen, Gemeindebauhöfe, Bühnen im In-und Ausland – sie spielt wo immer auch das aktuelle Stück sie hinführt.

Sie ist Mitglied verschiedener Ensembles: Theater Westliches Weinviertel, teatro caprile, Utopia Theater, Theatergruppe Die Mimosen sowie Mitwirkende vieler Lesungen beim Ersten Wiener Lesetheater und seit 2019 bei texte.wien.

Auf Ö3 kann man sie seit 2017 regelmäßig mit ihren selbstgeschriebenen Beiträge in der Sendung ‚Einfach zum Nachdenken‘ hören.

Und auch als Puppenspielerin hat sie bereits Auftritte gehabt.  

www.andreanitsche.at

Foto_Josef Philipp

Walter Pobaschnig _ 21.11.2023

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„nicht vergessen, wie schön vieles im Leben ist“ Jürgen Seibold, Schriftsteller _ Stuttgart 24.11.2023

Lieber Jürgen Seibold, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe gegen 7 Uhr morgens auf, sortiere das Nötigste und schreibe dann durch bis gegen 13 Uhr. Nach einer Pause geht’s an die Organisation von Lesungen, es entstehen Plots für neue Geschichten oder Ideen für Theaterstücke, und es wird alles erledigt, was dringend ist, aber nicht so angenehm. Na ja, das ist jedenfalls der Plan – in Wirklichkeit sitze ich oft abends am Schreibtisch und frage mich, warum das alles heute doch wieder nicht so gut geklappt hat.

Jürgen Seibold, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zur Ruhe kommen und kurz nachdenken, bevor man sich über etwas aufregen will. Wenn es ganz arg kommt, hilft es oft, eine Nacht darüber zu schlafen. Und wenn es danach immer noch schlimm wirkt, sollten wir uns überlegen, wie es sich ändern lässt. Und über all dem dürfen wir nicht vergessen, wie schön vieles im Leben ist.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wir alle sollten auf Herz, Bauch UND Hirn hören und auf unserem Weg nicht den inneren Kompass vergessen. Wir sollten daran denken, dass die Welt nicht untergeht, wenn nicht alle alles kommentiert haben. Uns Autorinnen und Autoren hilft die Literatur, alle möglichen Gedanken, Hoffnungen und Sorgen zu verarbeiten – und den Leserinnen und Lesern hilft sie im besten Fall, ein Thema auch mal aus anderer Perspektive zu betrachten.

Was liest Du derzeit?

Da ich recht fleißig bin im Lesen, wechselt das laufend. Zuletzt haben mir einige Sachbücher sowie Romane von Robert Seethaler, Mariana Leky und Christoph Ransmayr gut gefallen. Ich mag aber auch David Baldacci, Yrsa Sigurdardóttir, Heinrich Steinfest, Margret Atwood, Lukas Hartmann, Anne Perry und viele, viel zu viele andere.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Vor dem Reden nachdenken – und dann vielleicht auch mal schweigen.

Jürgen Seibold, Schriftsteller

Vielen Dank für das Interview, lieber Jürgen, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Jürgen Seibold, Schriftsteller

Zur Person _ Jürgen Seibold, geboren 1960 in Stuttgart, arbeitete als Redakteur und freier Journalist. 1989 veröffentlichte der SPIEGEL-Bestsellerautor seine erste Musikerbiografie. Es folgten weitere Sachbücher, Theaterstücke, Thriller, Komödien und Kriminalromane. Mit seiner Familie lebt Jürgen Seibold im Rems-Murr-Kreis.

https://www.piper.de/autoren/juergen-seibold-3033

Aktueller Krimi_ „Sherlock ist ausgeflogen“ Jürgen Seibold. Kriminalroman. Piper Verlag

€ 12,00 [D], € 12,40 [A]

Erschienen am 27.04.2023

304 Seiten, Broschur

ISBN EAN 978-3-492-31766-5

https://www.piper.de/buecher/sherlock-ist-ausgeflogen-isbn-978-3-492-31766-5

Aktuelle Komödie _

https://www.piper.de/buecher/mein-perfektes-ich-kann-mich-mal-isbn-978-3-492-31454-1

Ratgeber Parodie _

https://www.piper.de/buecher/mein-perfektes-ich-kann-mich-mal-isbn-978-3-492-31454-1

Fotos Portrait_Stefanie de Buhr

Walter Pobaschnig _ 13.11.2023

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„Fragmentarische Bestandsaufnahme“ Birgit Fritz, Autorin _ Give Peace A Chance _ Wien 24.11.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gehend und uns

Im

Vertrauen

Erinnernd an das, was war


Persönliche

Erfahrungen

Aneinanderreihend – wozu?

Crip and crisp

Ewiger Kreislauf


Amen


Cholerische

Handlungen

Ausnahmezustand –

Nie wieder

Courage ist gefragt

Entwerfen wir uns – NEU


Birgit Fritz, 23.11.2023

Birgit Fritz, Theatertherapeutin,
Lehrerin, Autorin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Birgit Fritz, Theatertherapeutin,
Lehrerin, Autorin

Zur Person  _  Birgit Fritz, Theater als Weg.

Geboren 1966, Anglistik, Romanistik, Theaterwissenschaften, Dramatherapie.

Mit-Gründerin des Theaters der Unterdrückten – Wien und der Österreichischen Gesellschaft für Drama- und Theatertherapie (ÖGDTT).

Übersetzerin von Sanjoy Gangulys „Forumtheater und Demokratie in Indien“, Augusto Boals „Hamlet und der Sohn des Bäckers“ und Tina de Souzas „Orixás auf dem Diwan“.  Autorin von „InExActArt – Das autopoietische Theater Augusto Boals“ und „Von Revolution zu Autopoiese“. …

www.birgitfritz.net

www.oegdtt.at

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 23.11.2023

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Station bei Hedy Lamarr _“eine starke Frau, die sich nicht davon abhalten ließ, sie selbst zu sein“ Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien 23.11.2023

Station bei Hedy Lamarr_
Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien _
a
cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Fotos _ Kindheit-, Jugendhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 
Station bei Hedy Lamarr_
Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien _
a
cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Fotos _ Kindheit-, Jugendhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Pia Schiel, wir sind hier an biographischen Bezugsorten der Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr in Wien/Döbling. Sind Dir die Orte hier vertraut?

Nein! Ich war tatsächlich noch nie hier.

Welche Eindrücke hast Du vom Haus, Garten in dem Hedy Lamarr aufgewachsen ist?

Mir kommt vor, eine kalte Schwere liegt über dem Grundstück, eine verblichene Erinnerung, die einmal warm gewesen ist.

Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Hedy Lamarr?

Das erste Mal habe ich den Namen auf den Werbungen des neuen Shoppingcenters auf der Mariahilfer Straße gelesen. Da stand: „Hedy Lamarr zog nach Amerika, um ein Star zu werden.“ Jemand hatte „Star“ durchgestrichen und groß „Physikerin“ daneben geschrieben.

Möchtest Du einen Film Hedy Lamarrs hervorheben?

Ich habe noch keinen gesehen, nur von einem gehört: „Ekstase“. Der scheint den Leuten ja sehr in Erinnerung geblieben zu sein!

Wie siehst Du die Schauspielerin wie die Erfinderin Hedy Lamarr?

Ich sehe sie als starken Menschen, jemand, der sich nicht davon hat abhalten lassen, sie selbst zu sein.

Was hast Du mit Hedy Lamarr gemeinsam?

Eine Wildheit. Mir kommt vor, Hedy Lamarr war keine Frau des Zögerns.

Wie erfinderisch bist Du?

Nicht sehr, wenn es um Materielles geht. Meine Stärke liegt im Erfinden von Geschichten und Personen.

Hast Du auch Filmerfahrungen und ist dies auch ein künstlerischer Schwerpunkt?

Ich habe schon in einigen Filmprojekten mitgespielt! Meine liebste Filmerfahrung war vor vier Jahren, mein erstes Filmprojekt. Wir drehten den ganzen Tag, von 7 bis 10 am Abend, ich war die einzige Darstellerin. Es war wahnsinnig intensiv, und ich war danach unglaublich erfüllt. Mir gefällt die Abgeschlossenheit des Films, dass man an etwas arbeitet und es dann vollendet, etwas in der Hand hat. Im Theater baut man einen Rahmen, den man jede Vorstellung neu erkunden kann, der jedes Mal anders ausgefüllt wird. Film ist definitiv ein Schwerpunkt, doch mein Herz habe ich in den staubigen Theatergängen verloren.

Gab es in Deinen Theaterprojekten bisher Berührungspunkte zu Hedy Lamarr?

Noch nicht! Als ich mich während des Fotoshootings in sie hineinfühlte, spürte ich ein wilde Entschlossenheit in mir, die ich noch sehr wenig erforscht hatte.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Ich habe ein Herzensprojekt, ein Kurzfilm über Schwangerschaftsbeendung, inspiriert an meinen eigenen Erfahrungen. Es ist mir wichtig, dass dieses Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt, und dass Frauen in diesem Zusammenhang nicht immer als Opfer eines schweren Schicksalsschlages dargestellt werden, sondern als selbstständige Menschen, die eine Entscheidung getroffen haben. Und sich dafür nicht schuldig fühlen müssen! Außerdem habe ich im September mein Buch beendet, ein verrückter dystopischer Fantasyroman, an dem ich nun 5 Jahre lang gearbeitet habe. Es nun an die Öffentlichkeit zu bringen ist ein weiteres aktuelles Projekt. Last but not least tut sich auch im Theater einiges. Ich bin mit drei Theatern im Gespräch, allerdings kann ich noch nichts Konkretes sagen, da es noch nicht fix ist.

Was möchtest Du Künstler:innen am Anfang Ihres Weges mitgeben?

Schwere Frage. Vielleicht einen Rat, den mir eine andere Schauspielerin einmal in Berlin gegeben hat: Faulheit gibt es nicht. Es gibt immer einen Grund, wenn man etwas nicht tut oder nicht tun will, und das ist in Ordnung.

Ich war lange Zeit in meinem Vorhaben, Schauspielerin zu sein, sehr gehemmt und verbissen gleichzeitig. Ich habe mich nirgends beworben und hatte trotzdem ständigen Druck. Das ging so weit, dass ich schon daran zweifelte, ob ich überhaupt schauspielern möchte. Ich denke, der Grund für meine Verzweiflung und Untätigkeit war der zwanghafte Druck, den ich mir selbst machte. Als ich mit einer zufällig im Zug getroffenen Schauspielerin darüber redete, fragte sie mich, was ich brauchte, und ich sagte: Ruhe. Ich habe mich etwa ein Monat lang wenig mit Schauspiel beschäftigt, bis mich auch das sehr frustriert hat. Irgendwann habe ich wieder zu dem Kern gefunden, der Leidenschaft, die mich zum Schauspiel gebracht hat. Mit dieser Sicherheit kam die Realisation, dass ich das, und nur das, machen möchte. Seitdem ich das weiß, ist die Leichtigkeit zurück.

Ich denke, es ist wichtig, ein konkretes Ziel zu haben und zu wissen, was man mit seiner Kunst ausdrücken möchte. Der Traum, Schauspielerin zu sein, an diesem wilden Theaterleben voller euphorischen Hochs und pechschwarzen Tiefs teilhaben zu können, ist sehr unkonkret. Mein Ziel ist es, in drei Jahren im Volkstheater zu spielen. Meine Kunst ist meine Melancholie. Aus meiner tiefblauen Seele, aus all dem strebenden Schmerz und der jauchzenden Freude darin, entsteht all meine Inspiration.

Hättest Du mit Hedy Lamarr gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?

Ja. Ich denke, wir hätten viel Blödsinn gemeinsam gemacht. Sie scheint mir wie eine sehr verspielte Person.

Darf ich Dich abschließend zu einem Hedy Lamarr Akrostichon bitten?

Hey!

Endlich

Darfst

You

Loslassen

Am

Montag

Arbeiten

Restlos

Rastlos

Station bei Hedy Lamarr_
Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien _
a
cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Fotos _ Kindheit-, Jugendhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Station bei Hedy Lamarr_

im Interview und szenischem Fotoportrait am Wohnhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling:

Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien

https://www.michaelakhom.at/

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig

https://literaturoutdoors.com 9/23