Zur Person/über mich: Ich bin 1968 in Göttingen geboren, lebe in Freiburg und habe dort seit 2009 eine Praxis für Logopädie/ Stimmbildung.
Ich komme aus einer Schauspielerfamilie (Claus Eberth von den Münchner Kammerspielen war mein Onkel.) So war ich früh vertraut mit Theaterliteratur, griechischer Mythologie und im Besonderen durch meine Großmutter, die viel Gedichte mit mir gelesen hat, auch mit Gedichten.
Veröffentlichungen meiner Gedichte finden sich im Rahmen von Ausschreibungen, aber auch in Zeitschriften, wie der Schule für Dichtung (sfd) in Wien, der eXperimenta 12/24 und 01/25, in Anthologien wie 365 Tage Frieden, (Edition Maya), der kalligrafierten Zeitschrift die Geste, oder auch dem Lyrikjahrbuch, der AG Literatur(Edition AS). Aktuell ist mein Debüt Aus der Nacht im Geest-Verlag 2025, ISBN 978-3-69064-504-1 erschienen.
Zur Person/über mich:Ich bin Lisa-Marie – Sängerin, Musikerin und leidenschaftliche Geschichtenerzählerin. Vor fünf Jahren hat mich die Musik auf besondere Weise wieder zurück ins Leben geholt – seither ist sie mein Herzstück, mein Zuhause, mein Ausdruck.
Durch meine Projekte – The Almighty Alpacas, SHA-N und Acoustic Voyage – bewege ich mich frei zwischen Indie, Electro, Klassik, World Music, Jazz und Soul. Diese musikalische Vielfalt schenkt mir die Fähigkeit, mich in jede Stimmung, jede Geschichte und jeden Menschen einzufühlen.
Besonders am Herzen liegt mir auch meine Arbeit für Kinder: Bei Klassik Cool in Wien gestalte ich lebendige, liebevolle Konzerte für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren – ob im Haus der Musik, in Museen oder in Kindergärten. So darf Musik schon bei den Kleinsten Wunder wirken.
Liebe Lisa-Marie Lealahabumrung, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Huch – da passiert tatsächlich eine Menge. Meistens beginnt mein Tag gegen acht Uhr, ruhig und fast still. Ich mache mir einen Kaffee und setze mich dann oft noch für zehn Minuten einfach auf den Boden. Angefangen hat das mit meiner traumatisierten Katze – aber das ist eine andere Geschichte. Inzwischen ist es zu einem kleinen Ritual geworden, das mich erdet. Der Kopf ist noch leer, der Tag noch ungeschrieben.
Seit diesem Jahr bin ich selbstständig und versuche, meinen Alltag als Artist zu strukturieren – was in Wahrheit bedeutet: Ich bin eigentlich ständig irgendwo mittendrin. Kein Tag gleicht dem anderen. Mal stehe ich frühmorgens mit KlassikCool in einem Kindergarten oder einer Schule auf der Bühne, mal gibt es am Wochenende Konzerte im Haus der Musik oder Auftritte mit meinen anderen Herzensprojekten, wie etwa SHA-N. Dazwischen: Proben, neue Texte schreiben, Netzwerken – und gefühlt nur noch lernen, lernen, lernen. Weil ich das noch nicht so lange mache, habe ich oft das Gefühl, viel Zeit aufholen zu müssen.
Wenn ich dann doch einmal einen freien Abend habe, bleibe ich gern zu Hause. Ich bin sehr gern allein und brauche viel „Me-Time“. Trotzdem habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, öfter auszugehen – und bisher klappt das erstaunlich gut: Konzerte, Dinners, Treffen mit Freund:innen. Einfach raus aus dem Kopf, rein ins Leben.
Lisa-Marie Lealahabumrung, Sängerin, Musikerin, Autorin _ Foto: Projekt „Undine geht“ _ Walter Pobaschnig _ folgende
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Für uns alle ist es jetzt besonders wichtig, die Augen zu öffnen für das, was in der Welt passiert – über unsere eigenen Grenzen hinaus. Ich weiß, dass das nicht immer einfach ist, weil jeder mit seinem eigenen Paket beschäftigt ist. Aber wir haben mehr vom Kuchen dieser Welt, und ich glaube daran, dass wir alle aus dem Gleichen gemacht sind und auch alle das Gleiche verdienen. Wenn wir erkennen, dass gegenseitige Unterstützung weit mehr bringt als mit den Ellenbogen zu kämpfen, können wir gemeinsam echte Gleichheit und Gerechtigkeit schaffen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Aufbruch und Neubeginn – das klingt nach etwas Positivem, nach frischer Energie, nach einem vielversprechenden Start. Und oft fühlt es sich auch genau so an. Doch das, was ich im Moment erlebe, ist etwas anderes. Es ist eher ein Zusammenbruch, vielleicht sogar ein Ende. So dramatisch das klingt – für mich ist es gerade Realität. Statt dieses klare Gefühl von Aufbruch herrscht für mich gerade global gesehen Unsicherheit und ein Schwanken.
Ich würde behaupten Aufbruch und Neubeginn keine Ausnahmeerscheinungen – sie gehören zur Menschheitsgeschichte, sind Teil ihres Wesens. Alles ist in ständiger Bewegung, im Wandel. Eine lineare Entwicklung hin zu völliger Gleichheit, die gibt es nicht, oder? Auch in meinem persönlichen Leben tauchen diese Phasen immer wieder auf – gefühlt alle zwei Jahre verändert sich mein Kosmos grundlegend. Trotzdem glaube ich, dass es aktuell nicht nur darum geht, äußere Strukturen zu hinterfragen oder neu zu gestalten. Es geht vor allem darum, das eigene Bewusstsein zu erweitern: wirklich hinzuschauen, zuzuhören und Solidarität zu leben, anstatt in Konkurrenz zu verharren.
Kunst und Musik spielen in diesem Prozess für mich eine unverzichtbare Rolle. Gerade jetzt wünsche ich mir mehr Stimmen, die laut werden. Diese Verantwortung – die eigentlich keine Pflicht ist – liegt am Ende doch bei jedem und jeder Einzelnen. Als Künstler:innen tragen wir die besondere Chance in uns, unsere Stimmen zu erheben, die Bühnen zu nutzen und unsere Reichweite bewusst einzusetzen.
Was liest Du derzeit?
Break the Cycle – Dr. Mariel Buqué
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Du bist nur eine Person
Aber wenn du dich bewegst
Erlebst du in dir
Eine ganze Gemeinschaft
Du gehst niemals allein
Lisa-Marie Lealahabumrung, Sängerin, Musikerin, Autorin _ Foto: Projekt „Undine geht“ _ Walter Pobaschnig _
Vielen Dank für das Interview, liebe Lisa-Marie, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Lisa-Marie Lealahabumrung, Sängerin, Musikerin, Autorin
Zur Person/über mich:Ich bin Lisa-Marie – Sängerin, Musikerin und leidenschaftliche Geschichtenerzählerin. Vor fünf Jahren hat mich die Musik auf besondere Weise wieder zurück ins Leben geholt – seither ist sie mein Herzstück, mein Zuhause, mein Ausdruck.
Durch meine Projekte – The Almighty Alpacas, SHA-N und Acoustic Voyage – bewege ich mich frei zwischen Indie, Electro, Klassik, World Music, Jazz und Soul. Diese musikalische Vielfalt schenkt mir die Fähigkeit, mich in jede Stimmung, jede Geschichte und jeden Menschen einzufühlen.
Besonders am Herzen liegt mir auch meine Arbeit für Kinder: Bei Klassik Cool in Wien gestalte ich lebendige, liebevolle Konzerte für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren – ob im Haus der Musik, in Museen oder in Kindergärten. So darf Musik schon bei den Kleinsten Wunder wirken.
Franz Joseph & Elisabeth, Kaiser und Kaiserin von Österreich, selten umranken sich Geschichte und Biographie in Wirkung und Nachwirkung von Erzählung und Neuerzählung so intensiv und facettenreich wie in jenen legendären Persönlichkeiten an der Zeitenwende von Gesellschaft und Politik im Übergang zum 20.Jahrhundert. Parallel zu den großen politischen Erschütterungen, die in den grausamen Höhepunkt des I.Weltkrieges münden, steht auch das private Leben des Kaiserpaares im Zeichen höchster Dramatik und Tragödie.
Nach den großen Weltkriegen werden „Franz Joseph&Elisabeth _ Franzl&Sissi“ zu den ganz großen Themenstoffen der Kunst und damit gleichsam zum Mythos einer facettenreichen Projektionsfläche, in, auf der sich Generation zu Generation neu in Geschichte und Identität definiert und erfindet.
Wie sich nun kompakt in Geschichte, Kultur und Leben in diesem Labyrinth der Erzählungen aus Kaiserszeiten zwischen Hofburg, Schönbrunn und Bühne, Roman zurechtfinden?
Das vorliegende Buch des ausgezeichneten Kenners österreichischer Kultur- wie Lebensgeschichte, Autor und Schriftsteller Georg Markus, wie der renommierten Historikerin Brigitte Hamann (1940 – 2016) bietet nun in deutscher wie englischer Sprache eine wunderbare Etappenreise zu Leben und Geschichte des Kaiserpaares in fundiertem Wissen, vielen überraschenden Besonderheiten und hervorragender Bild/Fotostrecke.
Eine ganz besondere biographische wie kulturgeschichtliche Entdeckungsreise für Insider und Interessierte!
Franz Joseph & Elisabeth. Ein Doppelporträt – A Double Portrait. Georg Markus. Amalthea Verlag.
Liebe Anna Magdalena Siakala, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Wecker um 7:15 (wenn wir nicht schon früher geweckt werden), ein bis zwei Kinder versorgen – die größere für den Kindergarten fertig machen, die kleinere ist grad noch daheim..
Danach plane ich manchmal eine Mini-Yogaeinheit oder es gibt Kaffee mit meinem Mann und dann beginnt meine Arbeitszeit – erst Bratsche üben, dann Networkmarketing und Teambetreuung. Anschließend bleibt manchmal noch ein bisschen Zeit für ein paar organisatorische Dinge. Mein Mann kümmert sich in dieser Zeit um unsre jüngere Tochter und ums Mittagessen.
Nachmittag mit den Kindern, abends entweder los zum Konzert (wie heute z.b.) oder Familienzeit und danach noch Zeit zum Arbeiten, Üben, Kundenbestellungen erledigen, Steuererklärung, Sport, Arrangieren, Social Media Content erstellen, Haushalt, Newsletter, Homepage (die entstehen soll)….
Anna Magdalena Siakala, Musikerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Zusammenhalt und Verständnis, Klarheit über echte Werte, Entscheidung und Verantwortung für das eigene Leben und für die Umwelt und für ein gutes Miteinander mit ganz viel Herz und Offenheit.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Ich sehe die Rolle der Kunst und meinen gesellschaftlichen Auftrag als Musikerin (aber auch als Mentorin und Doula _ Geburtsbegleiterin, Anm.) in einem positiven Augen-öffnen und Gedanken-anrollen. Ich denke, Musik (und Kunst generell) kann einerseits Menschen verbinden, (heilende) Emotionen wecken, aber sie schafft auch Verbindung zu anderen Zeiten, zwischen den Generationen, sie kann aufwühlen und beruhigen und sollte immer immer unbedingt berühren! Solange wir Zugang zu unseren Emotionen herstellen können, Kunst uns im innersten berühren kann, haben wir die Chance den Neubeginn positiv mitzugestalten und uns für das Gute im Leben zu entscheiden.
Was liest Du derzeit?
„Jetzt geht’s erst richtig los” von Sonja Rosos-Weinländer
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„A dream you dream alone is only a dream. A dream you dream together is
reality.” – John Lennon
Vielen Dank für das Interview, liebeAnna Magdalena, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Anna Magdalena Siakala, Musikerin
Zur Person/über mich: Anna Magdalena Siakala ist Musikerin, Mentorin, Doula in Ausbildung, Unternehmerin, Mama und Ehepartnerin. Als Bratschistin und Mitglied des Trios Mister Montelli vereint sie die Leidenschaft für verschiedene Genres, die Kammermusik und die Vielseitigkeit des Repertoires. Sie wirkt in zahlreichen Projekten im In- und Ausland mit und gibt ihre Erfahrung im Unterricht weiter. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit begleitet sie Menschen hin zu mehr Selbstbewusstsein, Unabhängigkeit und einem nachhaltigen Lebensstil. Die Ausbildung zur DiA Doula bereichert ihr Wirkungsfeld künftig um achtsame Begleitung in Schwangerschaft und Geburt.
Anna Magdalena Siakala lebt in Niederösterreich im Bezirk Melk
Zur Person/über mich: Anna Magdalena Siakala ist Musikerin, Mentorin, Doula in Ausbildung, Unternehmerin, Mama und Ehepartnerin. Als Bratschistin und Mitglied des Trios Mister Montelli vereint sie die Leidenschaft für verschiedene Genres, die Kammermusik und die Vielseitigkeit des Repertoires. Sie wirkt in zahlreichen Projekten im In- und Ausland mit und gibt ihre Erfahrung im Unterricht weiter. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit begleitet sie Menschen hin zu mehr Selbstbewusstsein, Unabhängigkeit und einem nachhaltigen Lebensstil. Die Ausbildung zur DiA Doula bereichert ihr Wirkungsfeld künftig um achtsame Begleitung in Schwangerschaft und Geburt.
Anna Magdalena Siakala lebt in Niederösterreich im Bezirk Melk
Foto: Portrait _ Daniela Weiß; Motiv _ Walter Pobaschnig.
Liebe Nicole Hohenwarter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich mache täglich meinen „Brotjob“, wie ich ihn nenne. Einer Tätigkeit nachzugehen, um seine Rechnungen zu bezahlen, lässt einen in gewisser Hinsicht auch ruhiger schlafen. Ich habe schon vor Jahren erkannt, dass mich ein Job, bei dem ich täglich Arbeiten verrichte, um die Geldbörse von jemand anderem zu füllen, alleine niemals glücklich machen wird. Aber es spornt mich auch an, weil ich noch nicht da bin, wo ich hinwill. Deswegen versuche ich so viel Zeit als möglich in meiner Freizeit für das Schreiben und neue Projekte aufzuwenden. Denn erst das lässt mich wirklich lebendig sein. Das Schreiben ist ein fester Bestandteil in meinem Leben. In meinen Tagesablauf integriere ich außerdem gerne Fitness, auch dafür räume ich in meinem Leben Platz ein. Mein Tag ist sehr vollgepackt aber auch abwechslungsreich.
Nicole Hohenwarter, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich denke, diese Frage kann man zu allen Zeiten stellen. Da es ständig irgendwelche Herausforderungen gibt, die uns als Gesellschaft zum Nachdenken und Handeln bringen sollte. Ich denke Ruhe zu bewahren, ist etwas das man etablieren sollte. In seinem eigenen Geist. Damit meine ich keinesfalls Gleichgültigkeit, sondern die Kunst sich nicht aufstacheln zu lassen. Das ist etwas das man Lernen kann. Nur mit Ruhe und Klarheit kann man gute Entscheidungen treffen. Ansonsten lässt man sich hinreißen und das Resultat sind oft Kurzschlussreaktionen, die man letztlich bereuen könnte. Das gilt im Kleinen wie im Großen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ich denke gerade, was die Technik betrifft, stehen wir aktuell an einer Schwelle, die viele vielleicht noch gar nicht als solche erkannt haben. Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz bringen einerseits Innovation, einerseits auch sehr viel Unsicherheit. Das Beste, das man tun kann, ist sich informieren. Wenn ich in Foren Kommentare lese, die ein Weltuntergangsszenario prophezeien, dann merke ich sehr schnell, dass sich mit Dingen, die noch neu und unbekannt sind, schnell eine gewisse Hysterie entwickeln lässt. Grundlage davon ist immer die Angst. Diese kann jedoch genommen werden, wenn man genau hinschaut und sich selbst informiert, sich einliest. Es gibt mittlerweile gute Literatur darüber. In Panik geraten können wir später immer noch, sollte sich etwas davon bewahrheiten. 😊 Die Literatur und die Kunst generell sollten immer einen Platz in der Gesellschaft haben. Egal wie „modern“ alles wird. Sie ist die Quintessenz, die dem Leben den Glamour und den Glanz verleiht. Kunst ist ja ein breit fächerbarer Begriff. Und selbst die Literatur schaut sich schon seit Jahren nach neuen Medien um. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Seiten es in den Sozialen Medien (Facebook, Instagram usw.) gibt die sich mit Literatur beschäftigen. Das finde ich schön, weil Texte so auch zu ganz neuem Publikum finden. Man muss kein 200 Seiten Buch lesen, um sich zu informieren. Auch die Literatur wird sich zu einem gewissen Grad anpassen müssen, um sich die Leserschaft zu erhalten. Jedes Zeitalter hat ihre Künstler und Literaten.
Was liest Du derzeit?
Ich habe immer mehrere Genres, die ich lese. Da ich gerne recherchiere lese ich auch gerne in Sachbüchern oder Artikeln, auch online. Ich hole mir auch immer wieder Bücher aus Buchstationen, wo man gebrauchte Bücher entleihen kann. Gerade letztens wieder eines mitgenommen. „Sorge dich nicht lebe“ von Dale Carnegie. Diese Auflage ist aus dem Jahr 1988. Jedoch sind gewisse Themen immer noch aktuell und die Erkenntnisse zeitlos.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Als Engel geboren, auf die Nase gefallen, beide Flügel verloren.“ Damit will ich auf die Menschen hinweisen, die alle mit Hoffnungen und großen Träumen geboren werden. Doch oft lassen wir uns von Ereignissen, die uns tief fallen lassen, so behindern, dass wir unsere Flügel ablegen und darauf vergessen, dass wir eigentlich fliegen können.
Vielen Dank für das Interview, liebe Nicole, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Nicole Hohenwarter, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Nicole Hohenwarter, Schriftstellerin
Ich wurde in Lienz geboren und bin in der Gemeinde Dellach/Gail aufgewachsen. Während meiner Schulzeit zog ich nach Klagenfurt. Eine „typische“ Schullaufbahn hatte ich nie – mit 16 habe ich die Schule abgebrochen und viele Jahre den Sinn und Unsinn des Lebens gesucht und erkennen müssen, dass man nur selbst dem Leben Sinn geben kann. Alle Schulabschlüsse habe ich später im Erwachsenenalter nachgeholt.
2005 Lehrabschluss als Bürokauffrau
2014 Berufsreifeprüfung am WIFI Klagenfurt
September 2024 Abschluss meines Wirtschaftsstudiums mit Vertiefung „Digital Business Management“ (Bachelor of Arts) an der Fachhochschule Kärnten
2006 wurde mein Sohn Leon geboren. Heute lebe ich in einer Partnerschaft in Klagenfurt.
Das Schreiben begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. 2016 stand ich bei den Toleranzgesprächen in Fresach sowie bei mehreren Poetry Slams auf der Bühne, um mich künstlerisch auszuprobieren. Im Oktober 2023 habe ich mein erstes Buch „Glück im Handgepäck“ veröffentlicht.
Seit Juni 2025 bin ich Mitglied im Kärntner Schriftsteller:innen Verband. Derzeit arbeite ich an mehreren Buchprojekten parallel – ein Nachfolgewerk soll noch dieses Jahr erscheinen.
„Wenn sich die Wogen glätten, werden neue Hoffnungsschimmer sichtbar werden.“
Nicole Hohenwarter, 11.8.2025
Nicole Hohenwarter, Schriftstellerin
GIVE PEACE A CHANCE
Nicole Hohenwarter, Schriftstellerin
Ich wurde in Lienz geboren und bin in der Gemeinde Dellach/Gail aufgewachsen. Während meiner Schulzeit zog ich nach Klagenfurt. Eine „typische“ Schullaufbahn hatte ich nie – mit 16 habe ich die Schule abgebrochen und viele Jahre den Sinn und Unsinn des Lebens gesucht und erkennen müssen, dass man nur selbst dem Leben Sinn geben kann. Alle Schulabschlüsse habe ich später im Erwachsenenalter nachgeholt.
2005 Lehrabschluss als Bürokauffrau
2014 Berufsreifeprüfung am WIFI Klagenfurt
September 2024 Abschluss meines Wirtschaftsstudiums mit Vertiefung „Digital Business Management“ (Bachelor of Arts) an der Fachhochschule Kärnten
2006 wurde mein Sohn Leon geboren. Heute lebe ich in einer Partnerschaft in Klagenfurt.
Das Schreiben begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. 2016 stand ich bei den Toleranzgesprächen in Fresach sowie bei mehreren Poetry Slams auf der Bühne, um mich künstlerisch auszuprobieren. Im Oktober 2023 habe ich mein erstes Buch „Glück im Handgepäck“ veröffentlicht.
Seit Juni 2025 bin ich Mitglied im Kärntner Schriftsteller:innen Verband. Derzeit arbeite ich an mehreren Buchprojekten parallel – ein Nachfolgewerk soll noch dieses Jahr erscheinen.
N eugierde auf dich und Einsicht in meinen Irrtum, eine neue
C hronik für die
E rkenntnis unserer gemeinsamen Welt zu stiften.
Wolfgang Scherreiks, 11.8.2025
Wolfgang Scherreiks, Schriftsteller
GIVE PEACE A CHANCE
Wolfgang Scherreiks, Schriftsteller
Zur Person/über mich: Seit seiner Kindheit liest sich Wolfgang Scherreiks durch die Weltliteratur und verfasst bald eigene literarische Kurztexte und Romane. Zunächst ausdrücklich für die Schublade. Nach gelegentlichen Beiträgen für Literaturzeitschriften (u. a. Torso Literaturpreis 2010), Reise-Essays, Journalisten-Stipendium der Post AG 2012 und zuletzt Nature-Writing-Workshop der Stiftung Kunst & Natur x Matthes & Seitz 2021 schreibt er, ausgestattet mit dem Stipendium Neustart Kultur, den ›Goldberg‹-Roman in einem Seehaus in der Uckermark. Aktuell ist ein neuer Roman in Vorbereitung. Der in Bremen geborene Schriftsteller lebt seit 1987 in seiner Wahlheimat Berlin-Schöneberg.
Lieber Wolfgang Scherreiks, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich stehe um fünf oder sechs Uhr auf, frühstücke und setzte mich an meinen neuen Roman. Leider muss ich mich früher oder später meinem Brotjob widmen. Dazwischen gehe ich fast täglich ins Fitnessstudio. Je länger du geistig arbeitest, desto mehr bis du gezwungen, Sport zu treiben. Außerdem bin ich noch der Einkäufer und häufig der Koch der Familie. Beides durchaus erotische Angelegenheiten. Das Lesen kommt später oder in den Abendstunden. Wenn wir nicht gerade auf die anderen großen Epen hereinfallen, die Netflix-Serien. Immerhin, auch die können Arbeitsimpulse für den nächsten Tag bieten.
Wolfgang Scherreiks, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ein „wir“ ist doch immer etwas vermessen. Wer bin ich, einem anderen zu sagen, was wichtig für ihn ist? Schon länger übe ich mich in Bescheidenheit und Dankbarkeit bezüglich meiner persönlichen Lage. Ich beschäftige mich weniger mit dem, was Besseres gewesen sein könnte, was gegenwärtig alles fehlt, was eines fernen Tages einmal Tolles sein wird. Das ist mir wichtig. Gelingt natürlich nicht immer. Macht aber halbwegs glücklich.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wieder kann ich nur für mich sprechen. Und da sehe ich mich eher einer stoischen Kontinuität verpflichtet. Ein neuer Roman kommt nur in die Welt, indem ich mich jeden Tag an den Schreibtisch setze. Come rain, come shine. Gegen das innere Schreibverbot und ein „Das funktioniert nicht!“ von außen.
Wesentlich für die Kunst scheint mir, das universell zutiefst Menschliche nicht einer engen, selektiven Weltsicht zu opfern. Je nach Lager zu idealisieren oder pauschalisieren. Gute Literatur ist unabhängig von Moden, irritiert gängige Perspektiven oder die Setzungen vorgeblicher Alternativlosigkeit. Außerdem glaube ich nicht, dass sich an den großen Topoi jemals etwas ändern wird: Liebe, Tod, Trauer, Reise oder Verwandlung. Egal wer oder wo du bist. Das wird immer neu aus einer intimen Geschichte und – eingestanden oder geleugnet – dem kulturellen Erbe heraus, in Kunst übersetzt. Dafür muss eine Form gefunden oder variiert werden. Wenn ich überhaupt einen Wunsch freihätte an einige Literaturmoden, würde ich es so sagen: Weniger Apokalypsen, mehr Apfelbäume pflanzen.
Was liest Du derzeit?
Seit Jahren besteht mein Lesen aus Anfang, Abbruch und Wiederaufnahme von Lektüren. Bestimmt von aktueller Arbeit, dem Handapparat, wenn man so will, aber auch auch vom Wetter, der Tages- und Jahreszeit. Derzeit liegen auf meinem Lesestapel: Rüdiger Zills Hans Blumenberg-Biographie, Susan Bernovskys Robert Walser-Biographie, „Die Günderode“ von Bettina von Arnim, Kants „Kritik der Urteilskraft“, „The Weird Tales“ von Dorothy K. Haynes und obenauf Ocean Vuongs neuer Roman „Der Kaiser der Freude“.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Weil wieder der selbst erklärte »Realist« sein durchaus mächtiges Unwesen treibt, hätte ich noch ein Textschnipsel von Marcus Steinweg anzubieten: »Fantasie. Man soll sich nicht einbilden, keiner Einbildung zu erliegen. Lacans Psychoanalyse kreist um die Einbildungskraft als dem Vermögen, Unmögliches zu imaginieren, was so viel heißt, wie es möglich zu machen unter der Voraussetzung, es nicht in Mögliches zu transsubstanziieren. So tricky ist die Situation! Idioten schwelgen nicht in Fantasien. Idiot ist, wer sich Realitäten opfert, deren Fantasiewert er ignoriert.«
Vielen Dank für das Interview, lieber Wolfgang, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Wolfgang Scherreiks, Schriftsteller
Zur Person/über mich: Seit seiner Kindheit liest sich Wolfgang Scherreiks durch die Weltliteratur und verfasst bald eigene literarische Kurztexte und Romane. Zunächst ausdrücklich für die Schublade. Nach gelegentlichen Beiträgen für Literaturzeitschriften (u. a. Torso Literaturpreis 2010), Reise-Essays, Journalisten-Stipendium der Post AG 2012 und zuletzt Nature-Writing-Workshop der Stiftung Kunst & Natur x Matthes & Seitz 2021 schreibt er, ausgestattet mit dem Stipendium Neustart Kultur, den ›Goldberg‹-Roman in einem Seehaus in der Uckermark. Aktuell ist ein neuer Roman in Vorbereitung. Der in Bremen geborene Schriftsteller lebt seit 1987 in seiner Wahlheimat Berlin-Schöneberg.