„Tanzen, Singen, Freiheit“ Josephine Baker, Memoiren. Reclam Verlag.

Josephine Baker, einer der klingendsten Namen des modernen Varieté/Revue Theaters der 1920/30er Jahre. Die so vielseitige Künstlerin wurde am 3. Juni 1906 in St. Louis, Missouri/USA geboren und ging unter schwierigsten familiären, sozialen Verhältnissen selbstbewusst ihren künstlerischen Weg in Tanz, Gesang, Style (legendär das Bananenkostüm) von Berlin bis Paris.

Josephine Baker war ein schillernder Star, der umjubelt wie auch angefeindet und etwa mit Auftrittsverboten in Wien, Prag, Budapest und München belegt wurde. Doch das schüchterte sie nicht an. Engagiert ging sie ihren Weg künstlerisch wie auch gesellschaftspolitisch weiter und setzte sich mutig im II.Weltkrieg in der Resistance wie in der Bürgerrechtsbewegung in den USA zu Beginn der 1960er ein. Beim legendären Marsch auf Washington am 28.August 1963 war sie die einzige weibliche Rednerin. Ebenso adoptierte sie 12 Kinder unterschiedlicher Hautfarben und Herkunft, um gegen Rassismus zu protestieren.

Am 12. April 1975 stirbt sie in Paris an den Folgen einer Hirnblutung und wird in Monaco beigesetzt. 2021 wird sie in das Pariser Panthéon eingenommen.Der Kreis einer beeindruckenden Persönlichkeit, Frau, Künstlerin und Aktivistin schließt sich auf würdevollste Weise.

So gut dokumentiert ihr künstlerischer wie gesellschaftspolitischer Lebensweg ist, so groß sind bisher Leerstellen des persönlichen Lebens in vielen Aufbrüchen und Herausforderungen. Was waren die Beweggründe, Gedanken des Superstars am Weg zu Bühne, Leben, Liebe? Wie blickte sie auf ihre Kindheit, ihre so früh verordnete Ehe und ihre weiteren Begegnungen, Beziehungen zurück? Was war ihr als Künstlerin, Frau, engagierte Weltbürgerin wichtig?

All diesen Fragen und mehr gehen nun die vorliegenden Memoiren nach, von denen ihr Adoptivsohn Jean-Claude-Bouillon Baker im Vorwort kurz und bündig treffend sagt „Dieses Buch ist ein Wunder“.

Und das ist es. Ein Staunen, Miterleben begleitet Seite um Seite eine künstlerische Lebensreise zu einem ganz außergewöhnlichen schillernden Leben in schwierigsten politischen Zeiten.

Der französische Journalist und Schriftsteller Marcel Sauvage zeichnete diese Lebenserinnerungen auf. Im Vorwort beschreibt er erste Begegnungen in den 1920er Jahren und blickt auf den Prozess der Zusammenarbeit zurück.

Und dann beginnt das „Wunder“ – der Vorhang hebt sich, die Künstlerin spricht, erzählt selbst und ein Buch wird zum fliegenden Teppich hinein in Zeit und Leben Josephine Bakers in allen Jahreszeiten von Kunst, Existenz, Gesellschaft.

„Die Memoiren des Superstars des Revuetheaters der 1920/30er Jahre wie engagierten Aktivistin als biographische Buchsensation des Jahres!“

Baker, Josephine; Sauvage, Marcel: »Tanzen, Singen, Freiheit«. Memoiren. Reclam Verlag.

Deutsche Erstausgabe

Vorw. von Jean-Claude-Bouillon Baker

Einleitung von Marcel Sauvage

Nachw. von Mona Horncastle

Übers. von Sabine Reinhardus und Elsbeth Ranke

281 S.

ISBN: 978-3-15-011522-0

Geb. Format 13,5 × 21,5 cm

26,00 €

E-Book im EPUB-Format

22,99 €

Walter Pobaschnig   3/25

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Buchneuerscheinung _ „Alles – bloß nicht vage! “ Die portugiesische Dichterin Florbela Espanca _ George Ponciano, Catrin:

„Ich

Verloren irre ich durch die Welt

Ich bin die ohne Nordpol in ihrem Leben

Ich bin die Schwester eines Traums…“

Es sind Worte der portugiesischen Dichterin Florbela Espanca (* 8.12 1894  Vila Viçosa; † 8.12 1930 Matosinhos), die in ihrem kurzen Leben in größten Herausforderungen wie intensivsten poetischen Transformationen von Liebe, Verlust, Schmerz ein ganz außergewöhnliches literarisches Erbe hinterließ, dessen Entdeckung ein besonderer Schatz weiblicher, erschütterter Existenz zwischen Leben und Kunst in den gesellschaftspolitischen Umbrüchen zu Beginn des 20.Jahrhunderts ist.

„Liebe mich, wie wahnsinnig, wie von Sinnen,

Oh, mein Liebster! …

So winzig klein ist das Leben…

wie Wasser, das verfließt…“

Catrin George Ponciano, seit 26 Jahren in Portugal lebende Schriftstellerin und Journalistin, stellt im vorliegenden Buch in einem wunderbaren Dialog von Biographie, Poesie in Wort&Bild die literarische Stimme wie die Lebensstationen von Florbela Espanca in großartiger Recherche, Auswahl und Kombination vor.

Es ist eine sensationelle Buch-Reise in ein Leben, ein Land, eine Poesie, die Herz und Seele ganz aufmerksam wie intensiv öffnen und eintauchen lassen in ein Meer von Existenz in allen Schönheiten, Horizonten, Stürmen und stillen Ufern.

„Eine wunderbare Vorstellung einer faszinierenden literarischen Stimme Portugals!“

Zur Autorin: Catrin George Ponciano lebt seit 26 Jahren in Portugal und publiziert journalistische Beiträge, Essays, Reiseliteratur und polithistorische Kriminalromane. Die Portugal- Kennerin organisiert regelmäßig Literatur-Touren und vermittelt ihr Wissen
als Seminarleiterin auf Bildungs- und Lesereisen.

http://www.catringeorge.com

https://www.aviva-verlag.de/autor-innen-co/margaret-goldsmith/

George Ponciano, Catrin: Alles – bloß nicht vage! Die portugiesische Dichterin Florbela Espanca

224 Seiten, 22 €

Hardcover m. Leseband, zahlr. Abb.

Gedichte Portugiesisch/Deutsch

ISBN: 978-3-949302-30-5

https://www.aviva-verlag.de/programm/alles-blo%C3%9F-nicht-vage/

Walter Pobaschnig  3/25

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Buchneuerscheinung _ „Rückkehr nach Budapest“ Nikoletta Kiss. Roman. Insel Verlag.

Nikoletta Kiss, Schriftstellerin _ Wien _
Station bei Malina 3/25

„Wir versteckten uns im Maisfeld, erzählten uns Geschichten von erfundenen Liebschaften, pflückten Maispuppen mit goldenen Haaren. Nichts geschah jeden Tag. Es waren die glücklichsten…“

Es sind Erinnerungen Mártas an die Sommertage am Balaton mit ihrer Cousine Theresa.Die Weite des Sees, die Weite der Tage und Nächte, die Wege, Worte der Jugend im Augenblick endloser Träume hinter Grenzen und Mauern der 1980er Jahre in Osteuropa.

Erfahrungen erster Liebe, Nähe, Stürme in Kopf und Körper, die sie miteinander teilten und bewahrten. Jetzt so viele Jahre später im Angesicht der Nachricht des Todes von Theresa tauchen über dem Horizont des gewordenen Lebens an der Seite von Andràs all diese Bilder, Orte, Worte wieder auf…

Und die Gedanken wandern weiter in der Erinnerung zum Aufbruch Mártas nach dem Schulabschluss. Nach Ost-Berlin, zu Theresa, in die Welt der Worte, der Kunst, hinter der drohenden Mauer mitten durch geteiltes Leben in Ost und West. Und dann Konstantin, Schriftsteller, der selbstbewusst seinen Weg geht, hin zur Freiheit in Kunst und Leben. Gespräche, Nähe, Begehren, eine sanfte Welle, die alle Drei nun trägt und doch so viel zerreißen, abbrechen lassen wird…zwischen Freiheit und Unfreiheit der Zeit, der Liebe, der Freundschaft, zwischen Schuld und Erinnerung…

„Ich stelle mich Deinen Fragen, Màrta, stelle Du Dich meinen. Du liebtest ihn, nicht wahr? Du liebtest ihn von Anfang an.“

Nikoletta Kiss, in Wien lebende Schriftstellerin, legt mit „Rückkehr nach Budapest“ einen Roman als sensationellen Polit- und Liebesthriller der 1980er Jahre vor, der filmgleich Leben und Zeit um die Mitte einer dramatischen Liebe, Freundschaft großartig lebendig werden lässt und in ganz intensiven dichten wie überraschenden Momenten Seite um Seite mitreißt.

Dieser Roman, der in Budapest geborenen und in Berlin aufgewachsenen Schriftstellerin, ist zweifellos eine literarische Sensation, die in einem ganz besonderen Sprachrhythmus, leicht, dicht, direkt, packend Atmosphäre und Dramatik erzeugt wie in dem komplementären Stil von Gesellschaft, Leben, Liebe an ganz große Traditionen der Literatur wie des Polit-Thrillers anschließt und spannend wie selbstbewusst neu öffnet.

Ein großartiger Roman über Zauber und Verhängnis von Liebe und Freundschaft zwischen Zeit und Grenzen.

Nikoletta Kiss ist eine fantastische literarische Stimme, die Liebe und Freundschaft in Zauber, Drama und Verhängnis einmalig gesellschaftshistorisch wie zeitlos lebendig werden lässt. Sie ist der neue Milan Kundera.

Nikoletta Kiss, Schriftstellerin _ Wien _
Station bei Malina 3/25

„Rückkehr nach Budapest“ Nikoletta Kiss. Roman. Insel Verlag.

Fester Einband mit Schutzumschlag, 301 Seiten,

Erscheinungstermin: 24.02.2025

Sprachen: Deutsch

978-3-458-64501-6

Insel Verlag, 1. Auflage, Originalausgabe

23,00 € (D), 23,70 € (A), 32,90 Fr. (CH)

ca. 13,4 × 21,0 × 3,0 cm, 394 g

eBook (EPUB), 301 Seiten

978-3-458-78294-0

Insel Verlag, 1. Auflage, Originalausgabe

19,99 € (D), 19,99 € (A), 25,00 Fr. (CH)

Walter Pobaschnig  3/25

Fotos _ Walter Pobaschnig _ Romanschauplatz „Malina“ _ Wien _ 3/25

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Buchneuerscheinung _ „Tiny House“ Mario Wurmitzer. Roman. Aufbau Verlag.

Mario Wurmitzer, Schriftsteller und Theater-Autor, Wien
Mario Wurmitzer, Schriftsteller und Theater-Autor, Wien

Es beginnt mit einem Zufall im Lebensfluss von Emil, in dem er sich treiben lässt, zu schwimmen sucht, je nachdem

„Ich habe die Stellenausschreibung auf willhaben entdeckt und mir gedacht, na ja, könnte besser sein, als Essen auszuliefern oder in einem Versandlager Pakete zu sortieren…“

Und jetzt ist er da, in einem Tiny House der Firma „Modern Home“, in dem er rundum um die Uhr gefilmt wird, im Live-Stream ist, um diese Wohnform vorzustellen, zu bewerben und vor allem zu verkaufen. Er schreibt, empfängt Maxim und beobachtet das Leben rundum.

Schließlich wird er gekündigt und muss das Haus verlassen, zu wenig Umsatz

„Mit 40 Grad Fieber schleppe ich mich zum Fenster, öffne es und schreie hinaus „Den Umsatz muss der Vertrieb machen, nicht ich! Der Vertrieb, hört ihr, der Vertrieb!““

Und jetzt geht es wieder in die Stadt, hinein in die Suche nach Wohnraum, Lebensraum, Arbeitsraum, Glück zwischen und all dem Morast und Labyrinth eines Landes, einer Gesellschaft am Weg nach vor oder zurück, je nachdem

„Mir hingegen ist das ja alles egal, der große Crash, der Untergang, na und, das Leben geht weiter…“

Mario Wurmitzer, in Wien lebender Schriftsteller und Theater-Autor, Bachmannpreis Nominierter 2023, lädt in seinem dritten Roman zu einer Hochschaubahn modernen Lebens, Orientierens im Arbeits- wie Privatleben.

Zwischen ungewissem Morgen, der Forderung und Überforderung von Sein und Schein in online und realen Erfahrungen, Darstellungen, Begegnungen und dem Scheitern, Aufbrechen und Wiederbeginnen rundum.

Der in Ich-Perspektive gehaltene Roman ist sowohl in seiner direkten mitreißenden Sprach- und Erzählform, die genuin wie genial ist, wie auch der satirisch gesellschaftskritischen Kraft, ein ganz großer Wurf. Hier meldet sich ein Schriftsteller ganz laut und unüberhörbar zu Wort und stürmt in die erste Reihe deutschsprachiger Literatur der Gegenwart.

„Schonungslos mutig und unerschrocken satirisch genial in Sprache, Leben und Gegenwart ist Tiny House ohne Frage ein Spitzentitel des Literaturjahres!“

Mario Wurmitzer, Schriftsteller und Theater-Autor, Wien

Tiny House, Mario Wurmitzer. Roman. Aufbau Verlag.

Hardcover mit Schutzumschlag

221 Seiten

Veröffentlichung  12.03.2025

ISBN  978-3-351-04231-8

Hardcover  22,00 €

E-Book 16,99 €

Walter Pobaschnig 3/25

Fotos _ Walter Pobaschnig _ Beatrixgasse/Wien 5/23

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Buchneuerscheinung _ „Baroco“ Martin Horváth. Roman. Kremayr & Scheriau Verlag.

Martin Horváth, Schriftsteller _
Station bei „Malina“ _ Wien 3/25

Es beginnt mit einer Ansprache:

„Meine Damen&Herren, ich hoffe, Sie nehmen das nicht persönlich: Ich habe vor die Menschheit auszurotten.“

Das wird passieren, sagt die Stimme. Wann, wie, wo bleibt noch offen. Doch nun wird Jakob Metzger angekündigt, der an einem Februartag 2024 im Kloster von San Lorenzo Settefratti ankommt.

„Steigen Sie also ein, meine Herren&Herrinnen, machen sie es sich herinnen bequem: Treten wir gemeinsam die Reise in den sonnigen Süden an…“

Jakob klopft eingeladen an die Tür des Klosters darin eine Gemeinschaft am geheimen Projekt der radikalen Veränderung von Gesellschaft, der Zusammenhänge von Macht&Geld mit den modernen Mitteln und Möglichkeiten der KI (Künstliche Intelligenz) arbeitet und den Neuankömmling nun neugierig begutachtet. Sein Vorleben in der Wirtschaft wie auch in einem Franziskanerkloster lässt zunächst Skepsis aufkommen, was könnte er wollen?

Doch dann öffnen sich die Türen…und die Reise beginnt für alle spannend, dramatisch und überraschend in die Gründe und Abgründe von Gesellschaftsprozessen und den Chancen künstlicher Intelligenz und Algorithmen bei Umverteilung und Gerechtigkeit zu werden inmitten aller Lebensbegegnungen, Erfahrungen…

Martin Horváth, in Wien geborener und lebender Schriftsteller und Musiker, legt mit „Baroco“ einen Roman voller sprachlicher, existentieller wie gesellschaftskritischer und -visionärer Strahlkraft vor, der in einmaliger erzählerischer Virtuosität, die spielerisch im wunderbaren Rhythmuswechsel Leserin und Leser vom ersten Satz an großartig zu einem Erlebnis von Wort, Welt und Überraschung mitnimmt.

Martin Horváth, Schriftsteller _
Station bei „Malina“ _ Wien 3/25

Der so vielseitige Schriftsteller, der lange Spaziergänge in der Stadt wie in der Natur liebt und auch für das Fotoshooting zu dieser Buchvorstellung die Höhe nicht scheute, jongliert in seinem dritten ganz fein gesponnenen Roman genial historische, politische, theologische Referenzen in einem hintergründigen Story-Labyrinth, das in Witz und Überraschung einmalig lesend genießen wie kritische Reflexionsimpulse von Mensch und Gesellschaft mitnehmen lässt.

„Ein Roman als begeisterndes literarisches Feuerwerk von Sprache, Welt und Zukunft!“

„Baroco“ Martin Horváth. Roman. Kremayr & Scheriau Verlag.

Hardcover mit Schutzumschlag, gebunden

440 Seiten, Format 12,0 x 20,0

1.Auflage, Kremayr & Scheriau März 2025

27,00 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01450-2

E-Book

ISBN: 978-3-218-01451-9

Walter Pobaschnig 3/25

Alle Fotos _ Walter Pobaschnig, Wien/Ungargasse 3/25

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Buchneuerscheinung _ „«Die weisen Tiere»“ _ Interview Hildegard Keller _ Zürich 24.3.2025

Interview _ Hildegard Keller, Schriftstellerin, Illustratorin, Filmemacherin, Performerin, Professorin, Verlegerin, langjährige Jurorin beim Bachmannpreis und beim Literaturclub SRF.

Hildegard E.Keller bei der Preisverleihung_Klagenfurt_Tage der deutschsprachigen Literatur _ 2019 _
3sat-Preis geht an Yannic Han Biao Federer. Hildegard E.Keller (links) ist Einladende des Schriftstellers und Laudatorin;

Literaturoutdoors 3/25        21.3.2025

Liebe Hildegard, jetzt liegt „Die weisen Tiere“ druckfrisch in den Buchläden. Was erwartet Leserin und Leser?

Eine zauberhafte Geschichte rund um eine kleine Gänsehirtin, die aufbricht, um eine geheimnisvolle Gans zu suchen. Das Bilderbuch ist ein Crossover: halb Liebesmärchen, halb Tierfabel, eine Geschichte von Hannah Arendt und mir, der Nachwort-Autorin und Illustratorin, sowohl für Kinder als auch für  Erwachsene. Und alle, die Tiere und Menschen lieben.

Du präsentierst als Illustratorin in die „Die weisen Tiere“ eine neue künstlerische Seite von Dir.

Zeichnen ist eine alte Passion von mir. Als Kind wünschte ich mir zu Weihnachten die immergleiche Farbstiftschachtel, die ich dann bis zum nächsten Weihnachtsfest abgearbeitet hatte. Neu ist das also nur bedingt. Für das Kochbuch „Frisch auf den Tisch“ habe ich Ingeborg Bachmann schon gezeichnet, für meinen Film „Brunngasse 9“ (2022) gestaltete ich Animationen.

Wie kam es zu diesem Projekt?

Als ich für meinen Hannah-Arendt-Roman „Was wir scheinen“ (2021) recherchierte, fand ich des Typoskript „Die weisen Tiere“ im Archiv. Ich transkribierte es und war begeistert. Das ruft nach Illustration, dachte ich, aber es sollte dann noch ein wenig dauern, bis ich das Bilderbuch realisieren konnte. Auch die Frage, wann (und für wen!) Hannah Arendt die Geschichte geschrieben haben dürfte, beschäftigte mich eine Weile. Aber nun kann man meine Antwort im Nachwort lesen.

Wie verhalten sich Text und Bild in diesem Buch? Was war besonders spannend?

«Die weisen Tiere» ist eine Heldinnenreise mit packenden Begegnungen. Eine tolle Herausforderung war die Auswahl der zu illustrierenden Szenen. Ich wollte unbedingt die Stationen abbilden, in denen der Charakter des Mädchens zum Ausdruck kommt. Es ist taff, sehr eigenständig, hat Witz, Schalk und Schlagfertigkeit. Oft ergibt sich eine Dynamik zwischen dem Mädchen und den Tieren: Der Elefant ist zärtlich, der Leviathan kinderfreundlich, das Kamel und der Pegasus ziemlich von oben herab. Und dann natürlich das Happy End, das war schön zu entwickeln! Das Mädchen findet auf Knopfdruck seinen Prinzen. Mit gewaltigem Federwirbel!

Du warst langjährige Jurorin beim Bachmannpreis. Hast Du im ORF-Studio auch skizziert?

Vor laufender Kamera ist das keine gute Idee, aber im Flugzeug habe ich oft Skizzen gemacht. Zeichnen entspannt und sorgt für Kurzweil. Als Universitätsprofessorin musste ich oft in Fakultätssitzungen sitzen, da skizzierte ich oft, auch Tiere.

Am 7. März ist das Buch „Die weisen Tiere“ erschienen. Am 24. März bist Du an den Deutschlandfunk Kultur, in die Sendung LESART eingeladen.

Ich freue mich sehr, das ist eine Liveschaltung aus Zürich nach Berlin. Ich bin schon sehr gespannt, wie diese neue Hannah Arendt und auch diese Hildegard Keller ankommen werden.

Welche Pläne und Kunststationen gibt es von Dir in Zukunft?

2025 ist für mich ein gutes Jahr. Zum 50. Todestag von Hannah Arendt am 4. Dezember 2025 werde ich mir eine schöne Aktion einfallen lassen. Ihr letzter Sommer, den sie ja in der Schweiz verbracht hat, ist einer der wichtigen Schauplätze meines Romans. 2025 und 2026 nehme ich mir die Freiheit, Rückschau zu halten. Ich habe ein Atelierstipendium in London geschenkt bekommen. Drei Monate mit Buntstiften und Pinseln.

Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg für alle Projekte liebe Hildegard!

Zur Person: Hildegard Keller, Schriftstellerin, Illustratorin, Filmemacherin, Performerin, Professorin, Verlegerin, langjährige Jurorin beim Bachmannpreis und beim Literaturclub SRF.

Aktuelles Buch von Hildegard Keller:

Die weisen Tiere. Von Hannah Arendt (Text) und Hildegard E. Keller (Illustration, Nachwort).

Für alle, die Tiere und Menschen lieben. Ein zauberhaftes Bilderbuch von Hannah Arendt (Text) und Hildegard E. Keller (Illustration, Nachwort) über ein kleines Mädchen und ein großes Abenteuer

Die Gänsehüterin bricht zu ihrer großen Reise auf. Sie lernt die Vogelsprache und spricht mit weltberühmten Tieren. Diese ganz besondere Begegnung endet, wie es sich für ein Märchen gehört: mit Happy End. Mit einem Nachwort der Illustratorin und Autorin des Hannah-Arendt-Romans «Was wir scheinen»“ (Verlagstext)

Erscheint am 7. März 2025.

Die weisen Tiere. Hannah Arendt (Text), Hildegard E. Keller (Illustration, Nachwort). 22 x 22 cm, 96 Seiten, durchgehend vierfarbig, mit Lesebändchen, ISBN 978-3-907248-16-4. 29 CHF / 29 EUR.

LINK ZUM BUCH: https://www.editionmaulhelden.com/books-more/no-12-die-weisen-tiere-arendt-keller

Aktuelle Sendung mit Live-Interview: https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-weisen-tiere-maerchen-hannah-arendt-100.html

Fotos _ Buch_Verlag; Bachmannpreis _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig  3/25

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„Menschen, die sich etwas trauen / und mit Freude vorwärts schauen“ Susa Hämmerle, Schriftstellerin _ Wien 23.3.2025

Liebe Susa Hämmerle, wie sieht dein Tagesablauf aus?

Sehr unterschiedlich. An Lese- oder Workshop-Tagen bin ich ein sprichwörtlich „Früher Vogel“, der sich mit viel Vorfreude und Lampenfieber im Gepäck zum Ort der Autorinbegegnung aufschwingt. An Schreibtagen hingegen braucht es oft halb-ewig, bis ich am Computer sitze. Hier noch ein To-Do im Haushalt, da eine kleine Fotospielerei, dort eine Randnotiz zu einer plötzlich aufgeploppten Idee.

Aber wenn ich dann im Fluss bin, beim eigentlichen Schreiben, vergesse ich oft Zeit und Raum. Und leider manchmal auch das Essen – oder den angeblich so gesunden Schlaf vor Mitternacht. Nur eines vergesse ich nie: Eine ausgiebige Stapfrunde hinaus in die Natur, um all die (neuen und auch alten) Wegrandwunder zu bestaunen.

Susa Hämmerle, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das kann ich nur für mich als Einzelperson beantworten, denn ich will kein Sprachrohr für alle sein. Ganz wichtig für mich ist in Zeiten wie diesen, wo sich die Welt in schier Unentwirrbares hinein verirrt: Zusammenhalt. Und nicht zu verzweifeln, sondern täglich neue Hoffnung schöpfen, etwa aus der Schönheit eines Augenblicks. Oder aus der Kraft des Miteinanders. Und – vor allem anderen – aus der unversiegbaren Quelle der Liebe, zu der wir Menschen glücklicherweise fähig sind.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Bei Aufbruch fällt mir als erstes ein: Sich aufmachen zu neuen Ufern. Und bei Neubeginn: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne (Hermann Hesse) … Vielleicht scheint ein dichterischer Ansatz wenig hilfreich, wenn gerade die gewohnte Weltordnung buchstäblich zerfällt.

Klimakrise, politische und wirtschaftliche Lage, hetzerische Spaltung in Gut oder Böse – in uns Menschen hat sich ein permanentes Gefühl der Angst und Bedrohung eingenistet. Wir neigen ja überhaupt zum Festhalten-Wollen, in einem so explosiven „Schmelztiegel“ wie in der Jetztzeit erst recht. Und hier beginnt in meinen Augen der Wirkungskreis von Kunst.

Sie kann neue Sichtweisen eröffnen, eingefahrene Denkmuster aufbrechen und gangbare Wege in eine friedvolle Zukunft aufzeigen. Davon bin ich überzeugt. Und was ich für wirklich wesentlich halte, im Hinblick auf eine hoffnungsvolle Zukunft, ist, dass wir alle lernen, dass wir ein Teil der Natur sind – und nicht über ihr stehen.

Was liest Du derzeit?

Mit viel Vergnügen: „WortKlauBerei“ von Wolfgang Kautzky

Bereits zum zweiten Mal: „Die Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde

Ständig und dauernd: ein Abend- oder Morgengedicht von Mascha Kaleko, Hilde Domin, Paul Celan, Erich Kästner und und und … und natürlich auch (berufsbedingt sozusagen) Kinderbücher und Märchen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Gedicht. Ich habe es geschrieben, um mich vor Lesungen bei den Kindern (und auch Erwachsenen) vorzustellen:

Was ich mag:
Jeden neuen Tag,
Sonnenauf- und Untergänge,
unberührte Rodelhänge,
Lachgesichter, Märchendichter,
Pusteblumen, Rot …
Schnittlauchbutterbrot.
Menschen, die sich etwas trauen
und mit Freude vorwärts schauen;
Blaue Stunden, Vollmondglanz, Herbstgeniesel, Blättertanz

Gräulich sind mir:
Graue Häuser,
Möchtegerns und Duckmäuser,
tagelange Gähn-Sekunden,
Schunkel-, Witz- und Stammtisch-Runden.
Spitze Worte, klamme Orte,
Selbstbelobung, Blut …
Wankelmut.
Leute, die nur sich betrachten,
nicht auf das am Wegrand achten,
kalte Herzen, Schneckenschleim

– und auf nichts mehr einen Reim…                                       © Susa Hämmerle

Susa Hämmerle, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Susa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Performanceprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Susa Hämmerle,  Kinderbuchautorin und Leseperformerin

Zur Person/über mich: Susa Hämmerle liebt Sprachspielerei und Geschichten nach dem Motto: „Ab ins Reich der Fantasie“. Seit vielen Jahren begeistert die aus Vorarlberg stammende und in Niederösterreich lebende Autorin mit ihrer quirligen Leseperformance Kinder wie Erwachsene. Ihre zahlreichen Bücher und Texte wurden in mitlerweile 22 Sprachen übersetzt. Inspiration und Titelhelden für ihre neuen Bücher findet Susa Hämmerle oft im Wald, auf dem Fahrrad oder in der Zahnpastatube.  

Aktuelles Buch von Susa Hämmerle:   

„Abra Zack! Eine kunterbunte Reise durch das ABC“ Susa Hämmerle Ulrike Halvax

Abra möchte eine Party machen, aber wo? Vielleicht unter dem Aha-Baum? Eine zauberhafte Reise quer durch das Alphabet beginnt.
Für eine Party braucht man allerhand: Didi bringt mit seinem Dreiradexpress Dudelsack und Drehorgel, mit der Eselrakete geht es zum Frisör und den Gugelhupf gibt es im Gugelhupfgebirge. Sprachverliebt und kunterbunt das ABC kennenlernen!

  • Bunt, fröhlich, fantastisch
  • Von A wie Ameisengewimmel bis Z wie Zimteis
  • Sprachverspielter Text von Wortkünstlerin Susa Hämmerle
  • Illustratorin Urlike Halvax haucht den Buchstaben auf unvergleichliche Weise Leben ein

(Buchinfo – Verlagstext)

„Abra Zack! Eine kunterbunte Reise durch das ABC“ Susa Hämmerle Ulrike Halvax Bilderbuch ab 4 Jahren
G&G Verlag 2024
16,00 €

https://www.ggverlag.at/produktkatalog/abra-zack-eine-kunterbunte-reise-durch-das-abc/?srsltid=AfmBOooqHeFPDmLigHxLmCg7X4QJiWKzArUBNRgrZ-e8Y8Z5YxpcBSFP

Susa Hämmerle
Kinderbuchautorin und Leseperformerin
Email: 
kinderbuch@susa-haemmerle.at
Web: 
www.susa-haemmerle.at (in Arbeit)
Facebook: @bechstuban (
https://www.facebook.com/Bechstuban)
Instagram: susahaemmerle (
https://www.instagram.com/susahaemmerle)
   
 

Fotos: 1 Ingrid Ellhotka; 2-5 Michael Grühbaum

Walter Pobaschnig 22.3.2025

https:literaturoutdoors.com

„Erde“ Susa Hämmerle, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wien 23.3.2025

GIVE PEACE A CHANCE

G üte

I nnigkeit

V erzeihen

E insicht


P roblemlösung

E ntgegenkommen

A chtung

C haosforschung

E hrlichkeit


A nteilnahme


C hancengleichheit

H elfen

A nerkennend

N ächstenliebe

C harakterfest

E rde

Susa Hämmerle, 22.3.2025

Susa Hämmerle, Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Susa Hämmerle,  Kinderbuchautorin und Leseperformerin

Zur Person/über mich: Susa Hämmerle liebt Sprachspielerei und Geschichten nach dem Motto: „Ab ins Reich der Fantasie“. Seit vielen Jahren begeistert die aus Vorarlberg stammende und in Niederösterreich lebende Autorin mit ihrer quirligen Leseperformance Kinder wie Erwachsene. Ihre zahlreichen Bücher und Texte wurden in mitlerweile 22 Sprachen übersetzt. Inspiration und Titelhelden für ihre neuen Bücher findet Susa Hämmerle oft im Wald, auf dem Fahrrad oder in der Zahnpastatube.  

Aktuelles Buch von Susa Hämmerle:   

„Abra Zack! Eine kunterbunte Reise durch das ABC“ Susa Hämmerle Ulrike Halvax

Abra möchte eine Party machen, aber wo? Vielleicht unter dem Aha-Baum? Eine zauberhafte Reise quer durch das Alphabet beginnt.
Für eine Party braucht man allerhand: Didi bringt mit seinem Dreiradexpress Dudelsack und Drehorgel, mit der Eselrakete geht es zum Frisör und den Gugelhupf gibt es im Gugelhupfgebirge. Sprachverliebt und kunterbunt das ABC kennenlernen!

  • Bunt, fröhlich, fantastisch
  • Von A wie Ameisengewimmel bis Z wie Zimteis
  • Sprachverspielter Text von Wortkünstlerin Susa Hämmerle
  • Illustratorin Urlike Halvax haucht den Buchstaben auf unvergleichliche Weise Leben ein

„Abra Zack! Eine kunterbunte Reise durch das ABC“ Susa Hämmerle Ulrike Halvax Bilderbuch ab 4 Jahren
G&G Verlag 2024
16,00 €

https://www.ggverlag.at/produktkatalog/abra-zack-eine-kunterbunte-reise-durch-das-abc/?srsltid=AfmBOooqHeFPDmLigHxLmCg7X4QJiWKzArUBNRgrZ-e8Y8Z5YxpcBSFP

Susa Hämmerle
Kinderbuchautorin und Leseperformerin
Email: 
kinderbuch@susa-haemmerle.at
Web: 
www.susa-haemmerle.at (in Arbeit)
Facebook: @bechstuban (
https://www.facebook.com/Bechstuban)
Instagram: susahaemmerle (
https://www.instagram.com/susahaemmerle)
   
 

Fotos: 1 Ingrid Ellhotka; 2-5 Michael Grühbaum

Walter Pobaschnig 22.3.2025

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„Zusammenhalt und Vernunft“ Friedrich Weissenbeck, Schauspieler_ Wien 21.3.2025

Lieber Friedrich, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nachdem ich die Kinder zur Schule gebracht habe, gehe ich meiner Tätigkeit als Kooperationsmanager einer Hilfsorganisation nach und hole Spenden zur Verteilung, mittags meist mit Kunden oder mit Regisseuren an einem Programm arbeitend, lerne ich meinen Text und wenn die Kinder von mir nach der Schule sicher nach Hause gebracht wurden, fahre ich zur Probe. Dabei gehe ich gut gelaunt, aufmerksam und beobachtend durch das Leben, mit dem Ziel hilfsbereit zu sein.

Friedrich Weissenbeck, Autor, Kabarettist, Schauspieler,
Model, Preisträger Diagonale 18

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zu hinterfragen, kritisch und skeptisch bleiben, dem blinden Gehorsam den Dienst zu verweigern und jeden Tag wie den letzten zu leben, um mit gutem Gewissen einschlafen zu können.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Die Nächstenliebe, der Zusammenhalt und die Vernunft spielen eine wesentliche Rolle in der Zukunft, sofern sie eine positiv friedliche wird. Die Zukunft wird von uns allen in der Gegenwart bestimmt und sollte sich nicht an der negativen Vergangenheit orientieren. Die Kunst an sich als Überlebensform hat weiterhin auf ihre freie Art zu dokumentieren und aufzuzeigen!

Was liest Du derzeit?

Robert Musil, Der Mann ohne Eigenchaften

„der gewaltige literarische Bilderbogen einer untergehenden Epoche, ein unvollendetes Opus Magnum“ (Ernst Fischer)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Sapere Aude, Wage zu Wissen !

Vielen Dank für das Interview, lieber Friedrich, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:  Friedrich Weissenbeck, Autor, Kabarettist, Schauspieler, Model, Preisträger Diagonale 18; Cinema – „Cops“, „Sargnagel“, „Steh auf du Sau“, „Fuchs IM Bau“, Eismayer Theatre – Erstbesetzung  in Mankers „die letzten Tage der Menschheit“, Wiener Kult: Das Labyrinth als Erzähler und Graf in „Gefährliche Gedanken“ als Sachse und Philosoph Franz Martin Wimmer

Szenenfoto _ Friedrich Weissenbeck in „Gefährliche Gedanken“ _
Regie: Jacky Surowitz _
Aera Wien 1.,Gonzagagasse 11 _ 6.4.2025 20.30h

Foto Portrait _ Siegbert Pacher

Walter Pobaschnig 20.3.2025

https:literaturoutdoors.com

„Stammzellen„ Alina Lindermuth. Roman. Kremayr-Scheriau Verlag.

Jetzt ist die Angst da. Überall. Auch bei Ronja

„Kribbeln ihre Zehen wie die Nasenspitze kurz vor dem Niesen, fragt sich Ronja, wie es wohl ist, Wurzeln zu haben. Sofort werden ihre Finger klamm und Hitze durchpulst ihre Ohren, die Angst ist wieder da…“

Welche Angst ist es? Sie hat einen Namen „Dendrose“ und ein erster Krankheitsfall trat im Südsudan auf

„Abgeleitet wurde der Begriff notdürftig aus der Kombination der altgriechischen Begriffe Dendron und Metamorphoses, also Baum und Umwandlung…“

In dieser Umwandlung des menschlichen Körpers entsteht ein Baum, ein Aufgehen, Verschwinden in der Natur. Symptome werden rasch diagnostiziert und auch Panik macht sich mehr und mehr breit…Was geschieht hier? Was tun? Gibt es einen Ausweg?…

Mitten in dieser Welt des Wandels finden sich die Ärztin Ronja und der Sprachwissenschaftler Elio und suchen Leben, Liebe, Zukunft, Hoffnung in dieser Zeit, in der alles schwindet, in der Einsamkeit der Alpen festzuhalten und Auswege zu finden…

Alina Lindermuth, Wiener Schriftstellerin,legt mit ihrem dritten Roman eine mitreißende dystopische Reise in eine Welt an den Schnittflächen und Kipppunkten moderner Gesellschaft und gewaltigen Veränderungen in Klima, Natur, Lebensraum vor, denen Menschen dramatisch ausgeliefert sind. Es ist eine unglaublich intensive szenische Narration wie ganz fein gebaute Dramaturgie wie beeindruckende Sprachvirtuosität in wunderbar gesetzten variierenden Textformen, die Leserinnen und Leser neugierig zu packen und mitzunehmen weiß. Nicht zuletzt auch aufgrund einer ganz großartig gesponnenen Liebesgeschichte und den überraschenden Wendungen und Aufbrüchen in Welt, Leben und Liebe.

„Ein mitreißender Roman über Welt, Natur, Liebe an den Schnitt- und Kipppunkten von Verhängnis, Mut und Aufbruch!“

Alina Lindermuth, Schriftstellerin

„Stammzellen„ Alina Lindermuth. Roman. Kremayr-Scheriau Verlag.

Hardcover mit Schutzumschlag, gebunden

312 Seiten, Format 12,0 x 20,0

1 Auflage, Kremayr & Scheriau März 2025

25,00 € inkl. MwSt.

ISBN: 978-3-218-01446-5

E-Book

ISBN: 978-3-218-01447-2

Walter Pobaschnig 3_25

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