„Penthesileia:unplugged: Umjubelte Tanztheater Premiere“ Nadja Puttner/unicorn art _ Arche/Wien 4.3.2024

Es beginnt im Dunkel. Der Mensch. Die Sprache. Die Liebe. Der Krieg. Die Stille…

Das Andere. Das Fremde – Begegnung. Bewegung. Hoffnung. Schmerz. Tod…

Damals – vor Troja, im Krieg…

Und heute? In der Gruppe?

Was braucht es für Begegnung, Erfahrung, Hoffnung, Frieden…?

Eine Reise beginnt…

PENTHESILEIA:unplugged
Künstlerische Leitung & Konzept: Nadja Puttner
Stückentwicklung, Choreografie & Performance: Jasmin Avissar, Sascha Becker, Bianca Anne Braunesberger, Nadja Puttner
PENTHESILEIA:unplugged
Künstlerische Leitung & Konzept: Nadja Puttner
Stückentwicklung, Choreografie & Performance: Jasmin Avissar, Sascha Becker, Bianca Anne Braunesberger, Nadja Puttner

Es ist eine umjubelte Premiere eines begeisternden Tanzheaterstückes, welches das Penthesileia Drama der griechischen Mythologie – Penthesiliea ist die Tochter der Amazonenkönigin Otere und und des Kriegsgottes Ares, die auf Seiten Trojas in den Krieg gegen Griechenland eingreifft und von Achilles getötet wird – in der Dramatisierung von Heinrich von Kleist (1808) aufnimmt, in der Achilles Penthesileia unterliegt und von der „Kriegsmeute“ getötet wird. Daraufhin stirbt sie im Schmerz des Verlustes…

Die moderne Tanztheateradaption der Wiener Regisseurin, Choreographin, Tänzerin Nadja Puttner nimmt die großen Themen dieses klassischen Dramastoffes um Leben, Liebe, Krieg, Verlust im „Zusammenstoss“ von Mensch, Kultur und Natur auf und entwickelt eine mitreißende Lebensreise zeitloser Erfahrungen, Emotionen, Gedanken, die in wunderbarer Text-, und Tanztransformation miterleben, staunen und lange nachwirken lässt.

Hervorzuheben ist die beeindruckende Performance wie ausdrucksstarke Tanzästhetik des Ensembles in bester dramaturgischer Abstimmung zu Musik-, Licht-, und Kostümbild, in denen ein Theaterraum entsteht, dessen dramatisch-dialogischer Funke sofort auf das Publikum überspringt.

Eine großartige selbstbewusste Tanztheater-Adaption des klassischen und aktuellen Dramastoffes!

Nadja Puttner _ @Walter Pobaschnig _ Donau/Wien 2023

PENTHESILEIA:unplugged

Künstlerische Leitung & Konzept: Nadja Puttner

Stückentwicklung, Choreografie & Performance: Jasmin Avissar, Sascha Becker, Bianca Anne Braunesberger, Nadja Puttner

Dramaturgische Mitarbeit & Text-Coaching: Sascha Becker

Dramaturgische Mitarbeit & Outside Eye: Martha Howe

Kostüme: Geraldine Massing

Premiere 4.März 2024

Weitere Termine: 5. und 6. März, 9.,10. und 11. April 2024 jeweils 19:30h

Ticketpreise 24€ | 18€* | 14€ *

* Ermäßigung: Student*innen, Senior*innen und Ö1-Club/Ö1-intro Mitglieder, IGFT-Mitglieder

Gruppenticket ab 10 Personen möglich

eine ArcheTicket Produktion: https://www.theaterarche.at/archeticket/

Theater Arche Wien

Münzwardeingasse 2a, 1060, Wien.

office@theaterarche.at

Walter Pobaschnig 3/24

Alle Fotos: Walter Pobaschnig

https://literaturoutdoors.com

„Empathie zeigen, zur Seite stehen“ Alexandra Zeillinger, Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Wien 4.3.2024

GIVE PEACE A CHANCE

G            Glück, nicht von Krieg, Armut oder Krankheit betroffen zu sein.

I              Individualität zulassen

V            Vielfalt ist wichtig, sie bereichert unser Leben

E            Empathie zeigen, zur Seite stehen


P            Persönlichkeit – Unterschiede akzeptieren-das macht unsere Gesellschaft bunt

E            Elementare Grundbedürfnisse achten

A            Aufgabe – Informationen hinterfragen, nicht alles für bare Münze nehmen

C  Chancengleichheit – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung

E            Einfühlsam sein



A            Aufstehen gegen Unrecht, nicht wegschauen


C            Charakterfest sein – nicht mit dem Strom schwimmen

H            Hoffnungsvoll in die Zukunft blicken – positives Denken ist absolut wichtig

A            Annehmen von Herausforderungen, wir wachsen daran

N            Neid ist eine schlechte Charaktereigenschaft

C            Chaos – für viele unvorstellbar, gehört aber trotzdem zu Leben

E            Empfangen – Willkommen heißen

Alexandra Zeillinger, 1.3.2024

Alexandra Zeillinger, Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Alexandra Zeillinger, Künstlerin

Zur Person _ Alexandra Zeillinger – Disegnisandra                    

1968 in Wien geboren, Besuch des Oberstufenrealgymnasium
Hegelgasse Schwerpunkt „Bildnerische Erziehung“ bei Herwig Zens.

Ausbildung zur Buch-/Kunsthändlerin.

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Kooperation mit der Fotografin Claudia Ziegler sixthsenses.at, deren
Fotografien von ihr in Form von dreidimensionalen Collagen interpretiert
werden.

Die Collagen entstehen in einem sehr zeitaufwändigen Verfahren, die
Zeichnungen werden wiederholt auf Papier geklebt und ausgeschnitten,
bis die gewünschte Tiefenwirkung erreicht ist. Je nach Thematik werden verschiedenste Materialien verarbeitet. Der schwarze Hintergrund schafft Ruhe und lässt den Blick nicht
abschweifen!

www.disegnisandra.at

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 28.2.2024

https://literaturoutdoors.com

„Das Theater muss sich fragen, was relevante Themen sind“ Steffen Link, Schauspieler und Dramatiker  _ München 4.3.2024

Lieber Steffen Link, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich arbeite als Schauspieler im Festengagement in München. Im Moment habe ich über mehrere Wochen zwar viele Vorstellungen zu spielen, aber keine neuen Proben. Das tut sehr gut. Um kreativ sein zu können, braucht es immer wieder auch Zeiten, in denen man nicht kreativ sein muss. Parallel dazu wird allerdings gerade am Schauspielhaus Wien mein Stück „Der Verein“ geprobt. Gedanklich bin ich also auch viel in der Porzellangasse.

Steffen Link_ Schauspieler und Dramatiker  

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Globale Krisen, eine Horrorschlagzeile nach der anderen, persönliche Aufs und Abs, Alltag, Arbeit, Freude und Verzweiflung, Schwere und Leichtigkeit. All diese Dinge finden gerade in den größten Gegensätzen parallel und gleichzeitig statt. Damit einen Umgang zu finden ist auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene derzeit eine besonders große Herausforderung, ich denke für uns alle.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich gebe es nicht gerne zu, aber die Corona-Zeit hat auch in mir Spuren hinterlassen, die sich auf meine Lust, auszugehen auswirken. Ich überlege heute länger, bevor ich mich für einen Theaterbesuch entscheide, wähle gezielter aus. Ich denke, das Theater darf nicht ignorieren, dass der Neubeginn auch mit dem Wegfall einiger Gewissheiten einhergeht und muss sich umso mehr fragen, was relevante Themen sind, welche Rolle es einnehmen möchte und wen es erreichen will. Zugänglichkeit ist eines der Schlagworte, über das ich in diesem Zusammenhang am meisten nachdenke.

Was liest Du derzeit?

Tonio Schachinger – Echtzeitalter.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Und so ist es ja auch in unseren Leben. Wir denken gerne, wir hätten etwas an uns verändert, wir sind andere geworden, aber eigentlich wissen wir gar nicht, an was wir da rumschrauben sollen. Ich suche einfach an der völlig falschen Stelle nach meinem Selbst.

(René Pollesch, Love/No Love, Schauspielhaus Zürich, 2015)

Vielen Dank für das Interview, lieber Steffen, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Steffen Link_ Schauspieler und Dramatiker 

Zur Person _ Steffen Link ist Schauspieler und Dramatiker. Geboren und aufgewachsen in Darmstadt, studiert er zunächst ein paar Semester Germanistik und Theaterwissenschaften in Mainz, bevor er für sein Schauspielstudium an der HKB Bern und der ZHdK Zürich in die Schweiz zieht. Am Schauspielhaus Zürich ist er eine Spielzeit als Studioschauspieler engagiert, bevor er 2015 ins Ensemble am Wiener Schauspielhaus kommt. Dort spielt er über vier Jahre in zahlreichen Produktionen, z.B. Imperium, Mitwisser, Was ihr wollt – Der Film, Das Leben des Vernon Subutex und Im Herzen der Gewalt. 2020 wechselt er ans Münchner Volkstheater. Neben seiner schauspielerischen Arbeit erarbeitet Steffen regelmäßige eigene Theaterproduktionen und schreibt. 2023 ist sein Text „Dinge, die einfach wahr sind“ für den Retzhofer Dramapreis nominiert.

Mit dem Stück „Der Verein“ kommt er nun als Autor ans Wiener Schauspielhaus zurück. Premiere ist am 7.3.24.

https://www.schauspielhaus.at/veranstaltung/der_verein

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 29.2.2024

https://literaturoutdoors.com

„Gonz“ Sibylle Kefer, Musikerin _ Give Peace A Chance _ Bad Goisern/OÖ 3.3.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Gonz

Im

Valust

Eidaucht


Plötzlich

Entscheidn

A

Cis

Einiduschn


A


Cis

Hiduschn

A

Nokats

Cis

Einisinga


Sibylle Kefer, 28.2.

Sibylle Kefer, Musikerin und Musiktherapeutin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sibylle Kefer, Musikerin und Musiktherapeutin

Foto_ Carina Antl

Zur Person _ Sibylle Kefer, 1976 in Bad Ischl geboren, wohnhaft in Bad Goisern und Wien, Musikerin und Musiktherapeutin, wurde einem breiteren Publikum durch ihre zweimalige künstlerische Mitwirkung bei der Eröffnung der Wiener Festwochen bekannt. Sie war Mitglied der Ausseer Hardbradlern, arbeitet seit mehr als einer Dekade mit Ernst Molden zusammen und stand viele Male dadurch auch mit Willi Resetarits auf der Bühne.

Als Solo-Künstlerin veröffentliche die Mutter dreier Kinder bislang sechs Solo-Alben. 2017 war ihr reduziertes, dafür umso eindringlicheres 4. Album zugleich die Erstveröffentlichung des neu gegründeten Labels von Ernst Molden und Charlie Bader badermolden-recordings.

Ihre unprätentiösen Texte sind von einem entwaffnenden Humanismus und Feminismus geprägt, die sich solcher Begriffe nicht bedienen und ihre Zuhörer*innen sehr unmittelbar „erwischen“, eine unverstellte Direktheit und (!) sensible Achtsamkeit, die sie sich auch bei ihrer Präsenz in sozialen Medien angelegen sein lässt.

Ihr 2023 erschienenes 6. Soloalbum „hoid“ erfährt große Resonanz im deutschsprachigen Raum, das Releasekonzert wird auf Ö1 übertragen. Auf diesem Album findet sich auch der 2021 vom ORF für das internationale Format New European Songbook in Auftrag gegebene und in Zusammenarbeit mit dem Herbert Pixner Projekt umgesetzte Song „liawa hoffnung“.

https://www.sibyllekefer.at/blog/

Walter Pobaschnig _ 28.2.2024

https://literaturoutdoors.com

„Art helps to connect people and cultures“ Petra Stefankova, visual artist, _ Bratislava/Slovakia 3.3.2024

Hi Petra Štefanková, what`s your routine at the moment?

Well, it depends on what projects I am currently working on – I have finished illustrating two children’s books for Vienna-based author Hannah Lena Rebel and I constantly provide my images to other publications such as Professor Alan’s Male Illustration: A Theoretical and Contextual Perspective, which has been published by Bloomsbury Publishing in the United Kingdom in January 2024.

There are many more books similar to this one, so to this date, I have almost 200 different publications with my works published worldwide – these are not only books but magazines, newspapers and catalogues too. I search for exhibition opportunities or they find me and I get offers from the gallerists. I am planning a group exhibition in Budapest this summer, so I am also working on communication, contracts and logistics. Weekly I am also in touch with my art dealer in New York who takes care of the sales of my paintings. And when the inspiration comes, I spend my time in my art studio and focus on traditional acrylic painting. I switch between the techniques from digital to acrylic all the time.

Petra Štefanková, visual artist,
illustrator and designer

What`s now particularly important for all of us?

We probably need more tolerance of different opinions, views, identities and human differences. I think that freedom of expression, equality and literacy are also important factors for meaningful lives.

New start, new beginning. What will be essential and which roles will art play on society?

Art in general brings communication of important and interesting ideas, that the society currently resolves, in a manner that can be understood internationally without language barriers. The language of art can be simple and aimed at children or sophisticated for those of us, who prefer complex philosophy or thinking behind the works of art. Art also helps to connect people and cultures in artistic events.

What are you reading currently?

I am currently reading A Year in the Art World by the curator and art historian Matthew Israel a close insight on the work of artists, curators and gallerists from Los Angeles and New York, to Paris and Hong Kong. I bought the book during my past year’s stay in London in a bookstore at Charing Cross. For entertainment, I am also reading humorous books by David Walliams in the English language.

Which quote, text will you propose to us?

I can quote a poem written by my mother Aurélia Štefanková in our collaborative book of paintings and poetry called ‚Don’t Take My Dreams From Me‘ published in Slovak and English language in 2020.

‚Don’t speak of freedom

when logs lie all along the road.

Only a soul free from bonds

can create.‘

The book is available to international readers at the library of the Royal Society of Arts in London.

Petra Štefanková, visual artist,
illustrator and designer

Thank you very much for the interview, dear Petra, all the best for your art and personally in these days!

Vielen Dank für das Interview, liebe Petra, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 questions on artists

5 Fragen an Künstler*innen:

Petra Štefanková, visual artist, illustrator and designer

Zur Person _ Petra Štefanková, visual artist, illustrator and designer

Biography: Slovak artist Petra Štefanková studied graphic design and film and TV graphics in Bratislava, Prague and London. She has worked on global advertising, editorial, animation, publishing and fine arts projects. She collaborated with VooDooDog Animation in London on the animated title sequence for the Hollywood film Nanny McPhee 2. She is an author, designer and illustrator of books Moje malé more, Don’t Take My Dreams From Me, Čmáranica a Machuľa. Petra Štefanková is a winner of many awards, such as Channel4’s 4Talent Award 2007, Minister of Culture of the Slovak Republic Award 2019, American Illustration 42 Winner in New York and she is a Life Fellow of the Royal Society of Arts in London. She is currently based in Bratislava, Slovakia.

Aktuelles Buchprojekt mit Hannah Lena Rebel, Autorin, Komponistin, Choreographin_ Wien.

Buchpräsentation in Wien:

Fotos_ privat

Walter Pobaschnig _ 24.2.2024

https://literaturoutdoors.com

„Theater kann echte Menschen an einem echten Ort zusammenbringen“ Anita Zieher, Schauspielerin _ Wien 2.3.2024

Liebe Anita Zieher, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Jeder Tag sieht bei mir anders aus. Manchmal sitze ich den ganzen Tag am Computer, um an neuen Stücken zu schreiben, Gastspiele zu vereinbaren oder zu organisieren. Oder ich probe mit einer Regisseurin. Oder ich habe einen Auftritt und bereite mich darauf vor. Was fix ist: Frühstücken – denn ohne Frühstück geht gar nichts!

Anita Zieher, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Sich nicht anstecken lassen von Aufregungskultur, Ohnmachtslethargie und Pessimismus. Sich nicht davon abhalten lassen, Träume und Ideale zu verfolgen. Das Lachen nicht vergessen! Das Schöne nicht aus den Augen verlieren! Wählen gehen!

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Theater kann echte Menschen an einem echten Ort zusammenbringen. Es lässt Menschen staunen, fühlen, Neues entdecken. Es reißt sie raus aus dem gewohnten Alltag und Denken. Von daher kann es andere Impulse setzen als das Konsumieren von Social Media Postings. Was wir brauchen sind echte Begegnungen und Erlebnisse.

Was liest Du derzeit?

 „Antifragilität“ von Nassim Taleb. Das Buch geht der Frage nach, wie wir in unsicheren Zeiten mit unvorhergesehenen Ereignissen besser umgehen können.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Zitat von Marie Curie: „Oberstes Prinzip: sich nicht unterkriegen lassen, nicht von den Menschen und nicht von den Ereignissen.“

Vielen Dank für das Interview, liebe Anita, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Anita Zieher, Schauspielerin

Foto_ Reinhard Werner

Aktuelles Projekt _ „Curie_Meitner_Lamarr_UNTEILBAR“ / Portraittheater

Seit 10 Jahren geht diese Theaterproduktion des Portraittheater um Welt, 
war schon auf Auslandsgastspielen in den USA, in Australien, Spanien, 
Schweden, Rumänien und vielen anderen Ländern zu sehen. Portraittheater 
war damit beispielsweise auch am CERN in Genf, am Österreichischen 
Kulturforum New York, an der Königlichen Schwedischen Akademie in 
Stockholm und ebenso in Kiew, Teheran und Tunis zu Gast.

Anlässlich des 10-Jahres –Jubiläums gibt es die Produktion jetzt auch 
wieder in Österreich und Deutschland zu sehen:

„Curie_Meitner_Lamarr_UNTEILBAR“
Eine Koproduktion von portraittheater und Theater Drachengasse Wien
Schauspiel: Anita Zieher
Regie: Sandra Schüddekopf


Drei herausragende Pionierinnen stehen exemplarisch für die 
Errungenschaften von Frauen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich:
•       Die aus Polen stammende zweifache Nobelpreisträgerin und Entdeckerin der 
Radioaktivität Marie Curie (1867 – 1934),
•       die Wiener Atomphysikerin Lise Meitner (1878 – 1968)
•       und die aus Wien stammende Hollywood-Schauspielerin Hedy Lamarr (1914 – 
2000) mit der Entwicklung des Frequenzsprungverfahrens.

portraittheater widmet sich in diesem Theaterstück den Lebensgeschichten 
der drei Frauen ebenso wie ihrer Faszination für Naturwissenschaften und 
Technik. Die Schauspielerin Anita Zieher schlüpft in der Regie von Sandra 
Schüddekopf in alle drei Rollen und erweckt die Frauen auf der Bühne zum 
Leben. Videoeinspielungen mit drei Mädchen stellen einen Bezug zur 
Gegenwart von Frauen in Wissenschaft und Technik her.


Termine:

•       4., 5., 9.,11. März 2024 (20.00 Uhr)
und Schulvorstellung 5.3. (Ausverkauft)
THEATER DRACHENGASSE / BAR&CO
1010 Wien; Fleischmarkt 22/Eingang Drachengasse 2


•       8. März 2024 (19.00 Uhr) das Hufnagl
1210 Wien; Gerasdorfer Straße 61; www.das-hufnagl.at


•       15. März 2024 (19.00) K9 Kulturzentrum
D-78462 Konstanz; Hieronymusgasse 3; www.k9-kulturzentrum.de

•       24. April 2024 (19.30 Uhr) KULTUR HOF
4020 Linz, Ludlgasse 16; https://kultur-hof.at

Walter Pobaschnig _ 22.2.2024

https://literaturoutdoors.com

In Italien und Augenblicklich. Peter Reutterer. Gedichte. Verlag Bibliothek der Provinz.

Sommergespräch

So ein Tag

ist schon lang

sagt die Frau

wenn man bereits

am Vormittag

an den Strand geht

ja

antwortet der Mann

es sind

sieben Stunden

Peter Reutterer, In Italien und Augenblicklich

Peter Reutterer, österreichischer Schriftsteller und Musiker, legt mit seinem neuen Gedichtband „In Italien und Augenblicklich“ eine wunderbare poetische Reise in Landschafts- und Lebensräume vor, die ans Meer, Wasser wie zu Stadt, Land führen und als beeindruckendes lyrisches opus magnum des vielseitigen in Salzburg lebenden Künstler zu sehen ist.

Der Gedichtband ist in fünf Überblickskapitel gegliedert, welche die großen Lebensthemen Liebe, Glück Einsamkeit und Vergänglichkeit in Erinnerung an Orte, Begegnungen, Bewegungen in Nähe und Verlust wie Ausblick öffnen. Diese Konzeption ist sehr stimmig und wird gut gesetzt dieser besonderen poetischen Lebensreise zwischen Meer, Stadt, Schreibtisch und Erinnerung wunderbar gerecht.

Die Lyrik des vielfach ausgezeichneten Autors charakterisiert eine besondere Form- und Aussagekraft, die in reduzierter Bildsprache eine narrative Leichtigkeit wie Sinn- und Strahlkraft entfaltet, die außergewöhnlich ist. Jedes Gedicht wird so zu einer behutsam erzählten Erfahrung, die in literarischer Transformation zur dialogischen Ansprache geformt einem guten Gespräch im Cafè am Meer gleicht. Ein aufmerksames Erzählen und Zuhören im Umgebensein prägender Landschaft, in der sich im Augenblick stille Erinnerung öffnet und ihren Platz in der Gegenwart findet.  

Es ist ein ganz individueller Sprachklang, Rhythmus wie inhaltlicher Topos, der Peter Reutterers Lyrik auszeichnet. Leben, Liebe stehen dabei ohne großen Pathos im Mittelpunkt und entfalten gerade dadurch eine außergewöhnliche Intensität, mit welcher Leserin und Leser im Daraufeinlassen belohnt werden.

„Ein großartiger Meister der Poesie!“

In Italien und Augenblicklich. Peter Reutterer. Gedichte. Verlag Bibliothek der Provinz.

ISBN: 978-3-99126-241-1

21 x 12,5 cm, 136 Seiten, Klappenbroschur

€ 15,00 €

Verlag Bibliothek der Provinz.

Zum Autor _ Peter Reutterer

Peter Reutterer,

          Some poems,

                    Some songs

BIOGRAPHISCHES:

Geboren am 13.5.1956 in Waidhofen a.d.Thaya, bis zum achten Lebensjahr im Waldviertel. Übersiedelung nach Salzburg. Neusprachliches Gymnasium, Studium (Germanistik, Psychologie-Pädagogik, Latein), Gymnasiallehrer seit 1980, Veröffentlichungen seit 1987. Lebt mit Familie in Bergheim bei Salzburg.

LITERARISCHES TUN:

Buchpublikationen:

„Forsthaus“.Kurzprosa.-Bibliothek der Provinz, 1997

„Lokalaugenschein“. Kurzprosa.- Bibliothek der Provinz, 1998

„Movies“. Lyrik.-edition aramo, 2002

“Der Filmgänger”. Eine Erzählung.-Bibliothek der Provinz, 2002

„Silbercolt und Silbersee“. Jugendroman.- edition nove, Jänner 2007

„Schräglage“. Satiren. – Bibliothek der Provinz, Herbst 2007

„Gegenlicht“ .Kriminalerzählung. – arovell, 2008

„Siesta mit Magdalena“. Eine Novella.- arovell, 2010

„Augen.Blicke“. Gesammelte Lyrik.-Edition Tandem, 2010

„Auf den Punkt“. Gedichte mit Geschichten – arovell, 2012

„Unter dem Himmel und in Berlin“. Gedichte mit Geschichten. – arovell, Jänner 2014

„World Wide und auf der anderen Seite“. – Gedichte mit Geschichten. arovell, 2016

„Um das Leben gespielt“. – Gedichte mit Geschichten. arovell, 2018

Publikationen in Anthologien und Zeitschrifften:

„Fugato in S-Moll“. In: „Leben in Salzburg“(MM-Verlag, 1987)

„Ad verba“. In: LITERATUR AUS ÖSTERREICH (1993)

„Der entschwundene Durst“. In: STERZ (Nr.64/ 1994)

„Biomüll“. In: „Mord vor Ort. Neue Kriminalgeschichten aus Österreich“(Vlg. für Gesellschaftskritik, 1994)

„Abenteuerspielplatz“. In: „Väter“ (Edition Doppelpunkt, 1996)

„Heideland“. In: „Waldviertler Weisheiten“(Edition Stoareich, 1996)

„Waldschneisen“. In: SALZ 89, 1997

„Videohelp“. In: STERZ, Nr.76/ 77 (1998)

„Lyrik“. In: LITERATUR AUS ÖSTERREICH, Nr.252 (1998)

„Demolition“. In: STERZ, Nr.78/ 79 (1998)

„Ich rieche“. In: Doppelklick 5, neue edition BUCHKLUB 1999

„Despabilate, amor“. In: STERZ, Nr.82 (1999)

„Filmesdichte“. In: SALZ 102, Dez.2000

„Mein Bier am Abend“. In: Edition Aramo, Krems 2001

“Wie Fußball”. In: Mein Leid am Mittwoch. Edition Aramo, Krems 2002

“Rom”. In: SALZ 110, Nahaufnahmen 8. Salzburg 2002

“Movieangels”. In: Beyond, Marsilius 2003

“Erdäpfelklauben”. In:Über das Land, Öst.Agrarverlag (Literaturwettbewerb) 2003

„Bewegende Bilder“. In: Litertatniktechtur 03 (Siemens-Literaturwettbewerb)

„Augenlicht und Ewigkeit“. In: SALZ 114, Nahaufnahmen 9. Salzburg 03

„Die Fußballanalysten“. Satire in DIEPRESSE, 10.7.06

Lesungen:

zunächst bei Gruppenlesungen in Salzburg, Graz und Wien.

Buchpräsentationen im Salzburger Literaturhaus, in Zwettl und Reichenau, Stifterhaus Linz, Oktober, Hollabrunn u. Raabs, im Literaturhaus Wien, Literaturhaus Krems, im Musilhaus Klagenfurt, 2003 in Budapest, 2004 in Bonn

RADIOSENDUNGEN zu „Forsthaus“, (Radio Salzburg 97), zu „Lokalaugenschein“ am Sept.98. In „Beispiele, Ö1“ 1998, in „Literaturminiatur“, Ö1 1999 und 2003 ebenfalls in Ö1, „Leseprobe“ zum „Filmgänger“

Preise:

1995 beim Lieferinger Literaturwettbewerb

Herbst 1996: Manuskript-Förderpreis vom Land NÖ

März 97: Preisträger beim Hermes-Lyrik-Wettbewerb (Burgenland)

1998: Preisträger „freies lesen“ (Lungau)

1998: 5.Platz beim Bewerb um den Preis des Salzburger Kulturfonds

Juli 98: einmaliges Arbeitsstipendium vom Bund, 1999 vom Land Salzburg

Juli99: Preisträger bein NÖ-Donaufestival („Die großen Prophezeiungen“)

Juli 2000, Preisträger beim KIMNARAS-Wettberb (Drosendorf)

September 2003, Landesstipendium Salzburg mit Fritz Popp (Jury Britta Steinwendtner, Werner Thuswaldner und Gudrun Seidenauer)

Romstipendien des Bunde 04 und 05

Oktober 20005, Anerkennungspreis „Offener Himmel“

Rezensionen:

Literatur outdoors

„Bei mir Kind“ Peter Reutterer. Prosa. Bibliothek der Provinz. | Literatur outdoors – Worte sind Wege     

TEILNEHMER an Workshops mit Julian Schutting

Mitglied bei der SAG und bei prolit

MITARBEIT beim Projekt „Virtuelle Schule“ (PI-Niederösterreich, 2000)

Vom Land Salzburg gefördertes Buchprojekt mit Schülern „Lies langsam“, 2002

MUSIKALISCHES TUN (auch engagierbar):

Bandprojekte mit:

Wukasin Radulovic (tb), Thomas Müller (p): EVERGREENCOMBO

(Tanzbare Oldies und Soft Jazz)

 Zsuzsanna Kiss (voc, viol.), Peter Brugger (b), Rainer Furtner (dr): TRIO EXQUISIT

(Standards für die Lounge, Ungarischer und Wiener Jazz)

Oliver Baumann, Florian Oberholzer, Johannes Helmreich: ABENDBROT

(Tanzbarer Pop der letzten Jahrzehnte)

Walter Pobaschnig 2/24

https://literaturoutdoors.com

„plötzlich“ Josefine Gottwald, Autorin und Netzwerkerin _ Give Peace A Chance _ Dresden 2.3.2024

GIVE PEACE A CHANCE

G         Gestern

I           ist

V         Verita

E        erkrankt.


P        Plötzlich

E         ein

A        Aufbäumen,

C       Chemie

E      einnehmen …


A    Abhusten!


C     Cortison

H     hinters

A     Auge,

N    nur

C   Chlor

E   einatmen!

Josefine Gottwald, 28.2.2024

Josefine Gottwald schreibt Romane und setzt sich im Literaturnetz Dresden für mehr Öffentlichkeit der lokalen Literaturszene ein

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Josefine Gottwald, Autorin und Netzwerkerin

Zur Person _ Josefine Gottwald schreibt seit ihrer Jugend Phantastische Literatur. Nach dem Studium arbeitete sie journalistisch, gründete die Facebook-Gruppe „Literatur erleben in Dresden“ und trat der Jury für einen Nachwuchsautorenpreis bei; zuletzt baute sie das Festival Pirna schreibt mit auf. Im Literaturnetz Dresden thematisiert sie Highlights der Szene im Onlinemagazin und pflegt Einträge der Akteur*innen und Veranstaltungen, um ihre Sichtbarkeit zu vergrößern.

http://www.josefinegottwald.de

Foto_ Heike Stille

Walter Pobaschnig _ 28.2.2024

https://literaturoutdoors.com

„Ich träume von einer Welt, in der wir uns als große Familie organisieren“ Miriam Strasser, Performance Künstlerin _ Wien 1.3.2024

Liebe Miriam Strasser, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das ist immer ein bisschen anders, da ich seit ca. zwei Jahren mit einer fiesen Autoimmunkrankheit lebe, die mir meine gwohnte Routine nicht mehr erlaubt… Davor habe ich jeden Morgen „Morningpages“ geschrieben, danach eine Stunde Poweryoga und 15-30 Minuten TaiChi und/oder Shaolin QuiGong gemacht und dann war es tagesabhängig, was ich danach machte. Leider habe ich aufgrund meiner Krankheit nicht mehr genug Kraft, diese Routine zu verfolgen. Wenn ich einen ganz schlimmen Tag habe und mich ein Schub quält, komme ich nicht mal aus dem Bett heraus… Das war ein sehr schmerzhafter Prozess, diese Diagnose zu aktzeptieren und damit leben zu lernen. Vor allem weil ich Jahre meines Lebens lang gefühlt endlos Energie hatte und mich unangreifbar gefühlt habe.

MIRIAM STRASSER http://www.soulmove.org
Performing Artist
Physical Storytelling, Hybrid-Performance
Outside-Eye-Direction, Cultural Work
Clown, Butoh, Butoh-Clown _
 Miriam Strasser ist freischaffende Performance Künstlerin und Kulturarbeiterin mit einem wissenschaftlichen Hintergrund in biologischer Anthropologie (BSC) und Lebensmittelpunkt in Wien _

Foto/folgende _ Station bei Malina/Ingeborg Bachmann _
acting „Eiskönigin“ Malina, Ingeborg Bachmann, Roman 1971 _ Eislaufverein/Wien _
Walter Pobaschnig.

Im Moment geht es mir aber ganz gut und ich arbeite eigentlich jeden Tag an meinem aktuellen Projekt „Bewusstsein in Beziehung: Homo Kemoni“. Das heißt ich lese, denke, schreibe, kommuniziere und organisiere viel. Jetzt startet die Projektphase so richtig an und Ende März bin ich auf der ersten Artist in residency zur choreografischen Entwicklung. Eigentlich arbeite ich bereits seit letztem Sommer an dem Projekt und langsam schlägt es Wurzeln und beginnt zu wachsen. Diese Phase kann ich immer sehr genießen. Die allererste Visionsphase ist auch immer sehr schön – wenn der Geist in den höchsten Sphären schwebt und voller Inspiration ein neues Projekt erträumt.

Die Phase in der es dann darum geht das Projekt auf den Boden zu holen empfinde ich meist als sehr anstrengend… Sobald es aber eben beginnt Wurzeln zu schlagen und zu wachsen fühlt es sich wieder richtig gut an und ich kann dann eine zeitlang zufrieden und stolz sein.

Dann kommen aber noch einige anstrengende Phasen, bis zur Geburt und der großen Erleichterung und Freude, die damit einhergeht.

Außerdem gebe ich immer wieder Workshops in Clownerie und Improtheater, Privatunterricht in Butoh-Tanz, gehe regelmäßig mit meinem Hund in die Natur und verbringe Zeit mit meinem Pflegepferd. Ich liebe es in der Natur zu sein. Dort kann mein Geist am leichtesten Frieden finden und ich kann der Stille lauschen und ganz weit werden. Gemeinsam mit Tieren finde ich es noch schöner. Vor allem Pferde haben mit ihrer unglaublichen Sensibilität einen guten Einfluss auf mich, denn um ihnen auf Augenhöhe zu begegnen braucht es unglaublich viel Achtsamkeit und Bewusstheit. Hunde sind einfach eine gute Unterhaltung, mit ihrem Humor und ihrer Lebensfreude.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ganz ehrlich: auf der persönlichen, Individuellen Ebene ist das SPIELEN! Wenn wir spielen sind wir präsent, wir aktivieren unsere emotionale Intelligenz. Spielen macht uns zu ganzheitlichen Wesen. Beim Spielen setzt der Körper Botenstoffe wie Katecholamine und körpereigene Opiate frei, die zum einen für Wohlbefinden sorgen, zum anderen aber auch die Synapsenbildung im Gehirn anregen. „Spielen ist Dünger für das Gehirn“, sagt auch der Hirnforscher Gerald Hüther. Aus der Gehirnforschung weiss man, dass völlig absichtsloses Spielen für die besten Vernetzungen im Gehirn sorgt. Durch das Spiel können sich im Gehirn möglichst viele Netzwerke miteinander verbinden, die sonst, im Zustand der fokussierten Aufmerksamkeit, nie miteinander verknüpft sind. Das Spiel öffnet quasi hundert Schubladen. Wir kommen auf ganz neuartige Ideen und Lösungen. Wir bekommen mehr Lebensfreude, spüren uns wieder selbst, bleiben kreativ. Wir sollten alle Spiele spielen, die Menschen zusammenführen, sie der alltäglichen Welt der Sorge entreissen und erlauben, Gefühle und Emotionen zu zeigen, die im Alltag oft verschüttet sind. Die Schauspielerei etwa. Aber auch die Clownerie. Oder „einfach“ Brettspiele, wie Activity. Oder gemeinsam frei musizieren. Die Beispiele, die ich aufführen könnte, sind endlos! Allen Eltern möchte ich ans Herz legen: lasst eure Kinder spielen, so frei wie möglich, denn spielen ist selbstorganisiertes, intrinsisch gesteuertes Lernen. Diese Art des Lernens ist entscheidend dafür, wie gut sich ein Menschenkind später in der Welt zurechtfindet. Damit das riesige Potential an Vernetzungsmöglichkeiten im Gehirn möglichst gut stabilisiert werden kann und die Talente der Kinder zur Entfaltung kommen, müssen sie so lange wie möglich spielen zu können. Und am besten ist es, ihre Eltern, und auch alle anderen Erwachsenen, spielen mit! Ich bin ja nicht ohne guten Grund Schauspielerin, Performancekünstlerin, Butoh-Tänzerin und Clownin geworden – das war eine wissenschaftlich fundierte Entscheidung! Ich liebe es den Raum zu öffnen, damit Menschen sich treffen und miteinander Spielen können – das habe ich deshalb auch zu meinem Beruf gemacht.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Ich denke es ist höchste Zeit zu begreifen, dass wir eine große Menschheitsfamilie sind und endlich auch dementsprechend zu handeln. Wir haben das Wissen, die technologischen Mittel und ausreichend gute Konzepte, um den Neoliberalismus zu überwinden, aus dem gehetzten Egoismus auszusteigen und ein System zu erschaffen, in der „Mensch“ Teil eines Kreises ist und alle anderen Lebewesen gleichwertig mitdenkt, anstatt sich als „Krone der Schöpfung“ zu inszenieren, um damit die stattfindende Ausbeutung zu rechtfertigen. Die Kunst kann dabei viele Rollen einnehmen: sie kann erinnern, aufrütteln, inspirieren, trösten, transformieren, aufheitern, kritisieren… das alles darf und soll sie auch. Ich würde mir wünschen, die Kunst würde wieder als „normales Artverhalten“ der Menschen gesehen werden und nicht als etwas, in dem es gilt besser zu werden.

Wir kommen alle als Künstler*innen auf die Welt – in uns schlummern Musik, Geschichten, Formen, Bilder, Tänze und Lieder. Kunst spült den Staub von unserer Seele, lässt uns leuchten, lebendig sein.

Miriam Strasser_ButohClown_Homo Kemoni_

Wenn wir alle unsere Ressourcen und Mittel auf eine faire, nachhaltige Weise einsetzen würden, könnten wir alle gut leben und hätten ausreichend Zeit, um täglich Kunst zu machen. Einfach so, aus einem natürlichen inneren Antrieb heraus. Nennt mich ruhig einen Hippie aber ich wünsche mir eine Welt, wie sie in dem Film „Der grüne Planet – Besuch aus dem All“ (Original: „La belle verte“) von 1996 gezeichnet wird, denn wir brauchen kein Wirtschaftswachstum, wir brauchen einen ethischen Welthandel, wir brauchen einen Wertewandel, damit die relevanten Kurven abgeflacht werden wie: Flächen-, Energie- Ressourcenverbrauch, Emission von Treibhausgasen, Gefährdung und Ausrottung von Arten; Wir brauchen außerdem: Gesundheitsschutz durch öffentlichen Verkehr und kürzere Wege, eine Gemeinwohl-Orientierung des Gesundheitssystems, eine Regionalisierung und Biologisierung der Ernährungsgrundlage…

Jetzt muss ich leider ausufern, denn ich denke wir brauchen eine neue große Erzählung und sollten uns die Frage stellen: „Was für einen Epos wollen wir als Menschheit erzählen?“ Ich träume dabei von einer egalitären Welt, in der alle über ihren Bauchnabel hinaus sehen, sich in Verzicht üben, als friedliche Weltgemeinschaft koexistieren; Ich träume von einer Welt, in der wir uns als alle miteinander verwandt verstehen, als große Familie organisieren- Was biologisch gesehen auch stimmt, also dass wir alle sehr viel verwandter miteinander sind, als ihr euch vielleicht denkt…“Systemerhaltend”, und somit wirklich wichtig, ist relativ wenig Arbeit, wie sich zeigte, weshalb ich den Vorschlag unterbreite: wie wäre es denn, wenn sich die gesamte Gesellschaft die Systemerhaltungsarbeit zu gleichen Teilen untereinander aufteilt? Dann arbeiten alle ziemlich wenig – eben so viel, wie notwendig ist, und haben jede Menge Zeit, um zu tun was sie wirklich freut. Wir wären alle SystemerhalterInnen, mit dem gleichen Grundeinkommen, und das Prekariat wäre mit einem Schlag abgeschafft. Wir investieren in die nächste Generation, bereiten sie auf die wahren Herausforderungen ihres Lebens vor: nämlich klarzukommen in riesigen sozialen Gruppen die wir Menschen als Gesellschaften bilden, deshalb sollten wir an die nächste Generation Fächer weiter geben wie: Meditation, Angstüberwindung und Kommunikation, Konfliktmediation, Selbstfürsorge und medizinisches Grundverständnis, Pflanzenkunde, Kreislauflehre, Grundlagen des Nahrungsanbau, Friedensforschung, Selbstausdruck durch Kunst und seelische Gesundheit. Denn das sind die wichtigen, großen Themen in denen wir humanitär versagen, mit denen wir uns als Menschheit selbst gegen die Wand fahren… Lassen wir doch Fabriken, Luxusgüter, Fernverkehr – vor allem Schiff und Flugzeug – links liegen, nehmen uns selbst den Leistungsdruck, geben uns mit dem Wichtigsten zufrieden. Am liebsten wäre mir, wir lösten alle Landesgrenzen auf, geben jedem Menschen den gleichen Pass, da steht “WeltenbürgerIn” drauf, das Gemeinwohlökonomie System breitet sich überall aus, wir steigen aus den unnachhaltigen Energiequellen aus und besinnen uns darauf, dass wir auf einem geothermischen Kraftwerk leben – ich denke, eine autarke Energierevolution ist die Grundlage für ein neues System!

Wir Menschen haben eine enorme Schöpfungskraft und wo ein Wille, da ist immer auch ein Weg wir können überall hin, in jedes erträumbare System – sieh uns doch mal an! Die Geschichte der Menschheit begann mit einer handvoll Jäger und Sammler, die sich gemeinsam an den jetzigen Punkt gebracht haben. Unglaubliche Dinge sind geschehen, wir sind ins Weltall geflogen, haben die Erde von oben gesehen, den Mond betreten, Fotos gemacht von beinahe allen Planeten in unserem Sonnensystem! Doch nicht alle unsere Erfindungen müssen weiterbestehen, unsere Leben können auch mit weniger weiter gehen. Es KANN ein System der Nachhaltigkeit, des Wohlwollen und Gemeinwohl geben! Wir sollten beginnen, davon zu träumen, beginnen darüber zu reden!

Butoh

Was liest Du derzeit?

„The Hidden Spring – A Journey to the Source of Consciousness“ von Mark Solms und zusätzlich jede Menge wissenschaftliche Papers über das Thema „Bewusstseinszustände“, da ich mich derzeit noch in der Researchphase für mein internationales, mehrsprachiges, interdisziplinäres, künstlerisch-wissenschaftliches Theater-Performance-Projekt „Bewusstsein in Beziehung: Homo Kemoni“ (Consciousness in Relation: Homo Kemoni“) befinde, welches am 20.September 2024 in der Theater Arche in Wien Premiere feiern wird. Zum Glück ist eine meiner Schwestern noch im Studium und auf der Uni Wien inskribiert. Über sie habe ich Zugang zu Publikationen aus den Universitären Datenbanken. Das ist unglaublich spannend und ich habe das Gefühl, ich könnte mindestens zehn Stücke aus dem Material entwickeln. Wobei eigentlich die Selbsterfahrungen noch spannender sind. Doch ich möchte mit diesem Projekt zeigen, dass es wissenschaftliche Erklärungen gibt und die Neurowissenschaften messbare Vorgänge im Gehirn gefunden haben, die sich nachweislich mit diesen spannenden Zuständen verbinden lassen. Im Zuge dieses Research erheben wir auch selbst Daten, in einer Kooperation mit der Universität Miguel Hernandez in Spanien. Wir untersuchen dabei, was in unserem Gehirn passiert während wir Butoh tanzen. Ich lerne dabei so viel Interessantes und freue mich darauf, dies in das Narrativ des Stücks fließen zu lassen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„The total number of minds in the universe is one. In fact, consciousness is a singularity phasing within all beings.“ Erwin Schrödinger [Physik-Nobelpreisträger, der mit der Katze.]

Sinngemäß wurde er so übersetzt: „Bewusstsein gibt es seiner Natur nach nur in der Einzahl. Ich möchte sagen: die Gesamtzahl aller »Bewusstheiten« ist immer bloß »eins«.“]

Diesen Gedanken, dass alle lebenden Wesen sich ein Bewusstsein teilen, wir alle miteinander verbunden sind, finde ich sehr stimmig, denn ich habe das oft selbst erlebt. In meinen Träumen aber auch in anderen Situationen während des Wachbewusstseins habe ich das erlebt: Gedankenbilder, die man sich schickt. Eine Art Telepathie. Das ist schwer in Worte zu fassen, weil es ohne Worte passiert… Zum Beispiel, wenn ich auf der Bühne oder in einer Probe mit Kolleg*innen improvisiere – da passiert diese unglaubliche Synchronisierung und alle befinden sich spontan und unabgesprochen in der gleichen Bilderwelt, finden sich im gleichen Wachtraum wieder. Die Atmung und die Bewegungen synchronisieren sich dann. Das ist immer wieder magisch, egal wie oft ich es schon erlebt habe. Das könnte ich jetzt auch noch Seitenweise ausformulieren und beschreiben. Aber ich lasse es damit gut sein.

MIRIAM STRASSER http://www.soulmove.org
Physical Storytelling, Hybrid-Performance
Outside-Eye-Direction, Cultural Work
Clown, Butoh, Butoh-Clown _

 Miriam Strasser ist freischaffende Performance Künstlerin und Kulturarbeiterin mit einem wissenschaftlichen Hintergrund in biologischer Anthropologie (BSC) und Lebensmittelpunkt in Wien _

Foto_Miriam Strasser_Headshot by Michaela Hochrathner_ed. with luminescence aftereffect by Miriam Strasser_

Vielen Dank für das Interview, liebe Miriam, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Miriam Strasser _ Performing Artist _
Physical Storytelling, Hybrid-Performance
Outside-Eye-Direction, Cultural Work
Clown, Butoh, Butoh-Clown

Miriam Strasser ist freischaffende Performance Künstlerin und Kulturarbeiterin mit einem wissenschaftlichen Hintergrund in biologischer Anthropologie (BSC) und Lebensmittelpunkt in Wien _

Zur Person _ MIRIAM STRASSER http://www.soulmove.org

ist freischaffende Performance Künstlerin und Kulturarbeiterin mit einem wissenschaftlichen Hintergrund in biologischer Anthropologie (BSC) und Lebensmittelpunkt in Wien. Als gebürtige Wienerin und Wahl-Spanierin ist sie seit 2014 im Kunst-und Kultur-Sektor aktiv und arbeitet an Projekten zwischen Spanien und Österreich. Sie studierte physisches Theater an der Internationalen Theaterschule Nouveau Colombier in Madrid. Hier lernte sie verschiedene Bühnendisziplinen wie Pantomime, zeitgenössischen Tanz, expressive Maske, Lecoq-Pädagogik, die Suzuki-Methode sowie Viewpoints, Regie und Textanalyse. Des Weiteren formierte sie sich in Clownerie an der Schule für szenische Künste “La Estupenda” und in Butoh-Tanz an der freien Schule für Tanz “Espacio en Blanco” und absolvierte zusätzlich eine Ausbildung zur integrativen Tanzpädagogin an der AGB-Tanz in Österreich.

In ihrem künstlerischen Schaffen forscht sie an der Schnittstelle verschiedener darstellender Künste mit einer Vorliebe für interdisziplinäre, hybride Performance-Formate. Während ihrer Zeit in Spanien war sie Teil der internationalen Kompagnien „Cia. MimoX Teatro“ (physisches Theater) sowie „The Physical Poets“ (Butoh-Tanz) und arbeitete mit dem Verein „ArtKolè“ (Theater für Inklusion) als Darstellerin zusammen. Sie ist Mitbegründerin des offenen Kunsthauses und des gleichnamigen Vereins „La Experimental“ in Barcelona, wo sie 2016 für die Programmierung und Projektkoordination zuständig war.

In Österreich arbeitete sie u.a. mit Will Lopes („Hybrid-Butoh“) und dem feministischen Theaterkollektiv “SAFT” zusammen und bespielte u.a. das Lalish Theaterlabor, als Ort experimenteller Performance-Kunst, sowie das Kosmos Theater in Wien und mit Freiluft-Formaten unkonventionelle Spielräume abseits von klassischen Bühnen.

Mit einer besonderen Vorliebe für das Groteske forscht sie seit 2019 an der skurrilen Butoh-Clown-Figur “Homo Kemoni”. Mit ihrem “Homo Kemoni Project” erarbeitet sie mit Künstler*innen verschiedener Sparten interdisziplinäre Performances und entwickelt derzeit „Consciousness in Relation: Homo Kemoni“, ein internationales Forschungsprojekt zur Erarbeitung einer trans- und interdisziplinären Bühnenperformance, die sich mit der Neurobiologie des Bewusstseins auseinandersetzt und dabei Kunst und Wissenschaft miteinander verbindet. (Gezeigt wird das Stück im Herbst 2024 in der Theater Arche in Wien).

Neben ihrer szenischen Arbeit betreut sie immer wieder Projekte als Outside-Eye-Regisseurin und ist als Kunstvermittlerin und Organisatorin im Kulturbereich tätig. Sie ist aktives Mitglied des „C³-Collective“, und damit im zeitgenössischen Zirkus Bereich unterwegs, sowie Mitbegründerin des „International Clown Lab Vienna“, mit zentraler Vereinstätigkeit im Theater Olè, dem sie bis 2022 als Vereinsvorsitzende vorstand. Seit 2022 leitet sie das Zwischennutzungsprojekt “Villa.Bunter.Hund” in Wien.

In den Jahren 2022 und 2023 war sie als Regieassistentin und Choreografin für körper-theatrale Belange der Ensemblearbeit für die Projekte „100 Jahre Frauenleben“ sowie „Am Beispiel der Kohlrabi“ am Landestheater Niederösterreich engagiert.

Mit ihrer langjährigen Lehrerfahrung und umfangreichen Ausbildung ist sie seit 2023 Dozentin an der „Open Acting Academy Vienna“ und unterrichtet dort Clown- und Improvisationstheater.

In ihrer Freizeit spielt sie gerne Saxophon und Klavier, ist schriftstellerisch tätig und tobt sich grafisch mit experimentellen Kurzfilmen, digital-art sowie Fotocollagen aus.

Fotos_ 1-5 Walter Pobaschnig_Projekt „Malina“ Ingeborg Bachmann; 6 Manuel Waldgeist; 7 Barbara Mair; 8 Carl Maria Dewald; 9 Dino Zigutamve; 10 Miriam Strasser_Headshot by Michaela Hochrathner_ed. with luminescence aftereffect by Miriam Strasser

Walter Pobaschnig _ 27.2.2024

https://literaturoutdoors.com

Die Wittgensteins. Geschichte einer unglaublich reichen Familie, Peter Eigner. Molden Verlag.

Wittgenstein. Ein klingender Name in der Philosophiegeschichte. Ludwig Wittgenstein _ * 26. April 1889  Wien +29. April 1951 Cambridge, Großbritannien _prägte mit seinem Denken der kritischen Reflexion und Zusammenschau von Sprache, Bewusstsein und Metaphysik die moderne Geschichte der Philosophie. Bis heute führt in vielen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und existentiellen Bereichen kein Weg an diesen genialen  Erkenntniswegen vorbei.

Ludwig Wittgenstein war das jüngste von neun Kindern des Stahl-Industriellen Karl Wittgenstein und dessen Ehefrau Leopoldine (geborene Kalmus). Gebürtig aus Prag wurde die Familie in Wien ansässig und zu einer der einflussreichsten und glamourösesten Familien der Monarchie. Legendäre Feste im Gartenpalais und die Förderung der Kunst mit Persönlichkeiten wie Clara Schumann, Gustav Mahler, Johannes Brahms und Richard Strauss wurden zur Visitenkarte einer Familie, deren persönliche Wege durch Zeit und Sturm bisher nicht in großer Überblicksform dargestellt wurden.

Diese bisherige Lücke österreichischer Industrie- und Gesellschaftsgeschichte füllt nun Peter Eigner, Historiker, Germanist und Professor am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien, mit einer umfassend recherchierten biografischen wie zeithistorischen Darstellung einer Familiengeschichte, die zu einer der bemerkenswertesten der österreichischen Industriemoderne zählt.

Der Autor greift auf zahlreiche Familienquellen persönlicher Erinnerungen in Wort und Bild zurück und verbindet dies wunderbar mit wissenschaftlicher Sachkenntnis. Es entsteht ein sehr anschauliches Bild von Lebenswegen, die einer Galerie gleich vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Voraussetzungen und Prägungen erscheinen und faszinierende Einblicke in Denken, Glück und Erfolg wie Tragik ermöglichen. Hervorzuheben ist dabei auch der unmittelbare Rechercheweg des Autors, der wesentliche noch heute vorhandene Bezugspunkte „der Wittgensteins“ besucht und diese topgraphische Spurensicherung in eine sehr gut lesbare Zusammenschau einfließen lässt.

„eine hervorragende Darstellung der Geschichte einer Dynastie in Glanz und der Tragik der Zeit“

Zum Autor_Peter Eigner

Peter Eigner
(c) Nadine Vietze

Peter Eigner studierte Geschichte und Germanistik und ist Universitätsprofessor am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Wirtschaftsentwicklung der Habsburgermonarchie und die Banken- und Industriegeschichte Österreichs im 20. Jahrhundert.  Molden Verlag

Die Wittgensteins.Geschichte einer unglaublich reichen Familie, Peter Eigner. Molden Verlag.

Hardcover

16,8 x 24 cm; 336 Seiten

ISBN 978-3-222-15082-1

€ 39,00

Molden Verlag


E-Book – EPUB

0 x 0 cm; 336 Seiten

ISBN 978-3-99040-746-2

€ 30,99

Molden Verlag


Walter Pobaschnig 2/24

https://literaturoutdoors.com