„immer irgendwie die Balance halten zwischen Traumwandeln und Realität“ Rahel Kislinger, Sängerin _ Wien 5.1.2024

Liebe Rahel Kislinger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Hallöchen! Besten Dank.

Also mit dem Tagesablauf ist es so: Es gibt keinen. Keinen, der sich immer wiederholen würde. Jeder Tag ist anders, jeder rätselhaft.

Heute zum Beispiel ist im Park sitzen und Liedtext schreiben. Morgen zum Beispiel ist viereinhalb Emails schreiben. Übermorgen zum Beispiel ist Konzert spielen. Überübermorgen wiederum ein Treffen mit meinem Label.

Ich singe jeden Tag und gehe jede Woche einmal laufen, qeil laufen ist gar nicht langweilig, wie man ihm manchmal nachsagt. Im Gegenteil, es ist sehr erquickend. Auch mag ich es gerne, mit einem Regenschirm auf der Straße zu tanzen und dazwischen die Tauben zu füttern, so wie bei Mary Poppins. Man muss nur immer irgendwie die Balance halten zwischen Traumwandeln und Realität.

Rahel Kislinger, Sängerin, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Vielleicht nicht zu vergessen, dass alles immer schon nur Illusion war und dass man nichts zu sehr ernst nehmen muss.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Ich finde es immer gut und wichtig, radikal ehrlich zu sich zu sein und zu wissen, dass diese Art der Gesellschaft hier auch aus sehr vielen Lügen besteht. Man lügt sich täglich an, zum Beispiel wenn man sagt, man ist weltoffen und feministisch undso. Alle, die es sagen, sind es, glaube ich, nur teilweise. Diese Sachen stecken uns so tief in den Knochen.

Und dann, wenn man jeden Tag versucht, knallhart und knalllieb zu sich zu sein, dann kann man die Privilegien besser sehen. Das Kreative oder auch Künstlerische soll diese Sachen vor Augen führen manchmal.

Was liest Du derzeit?

Malina von Bachmann. Endlich!

Und immer den Lyrik-Newsletter von Timo Brandt, einem Schriftsteller aus Wien.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Vor nichts grauset`s dem Bademeister, sogar in die fetteste Made beißt er.

Vielen Dank für das Interview, liebe Rahel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Vielen Dank!

5 Fragen an Künstler*innen:

Rahel Kislinger, Sängerin, Schauspielerin

Zur Person  RAHEL wohnt in einer kleineren Stadt an der Donau mit dem Namen Wien. Sie macht Musik für die Merkwürdigen, welche sie zuletzt auf der sehr großen Hauptbühne des Donauinselfests begeisterte. Bereits ihre allererste EP „Die Allerschönste Angst“ wurde in Deutschland bemerkt (u.A. Tagesspiegel, Musikexpress und Radio PULS), auf „Ein sehr schöner Witz“ im Frühjahr 2023 folgten Konzerte mit Die Sterne, Danger Dan, Juli und Gentleman, auf Festivals wie dem Deichbrand oder dem Dockville Festival, sowie eine Nominierung für den Amadeus Austrian Music Award.

Mit ihren neuen Veröffentlichungen setzt RAHEL ihre musikalische Entwicklung Richtung 80er Synths im Stil der Neuen Deutschen Welle fort und verirrt sich immer öfter zu schrillen Gitarren und schrullig-schillernder Lyrik. Diese Mischung könnte man als Neuinterpretation des Dreampunks bezeichnen. Ihre erste eigene Tour wird wild, grantig und im besten Sinne entrückt: Wenn RAHEL zum Tanz einlädt, legen sich Zukunftssorgen und Weltenschmerz kurz schlafen, und in den Niederungen des (Beziehungs-)Alltags glitzern queere Utopien. Das muss dann wohl die große Schönheit sein, von der sie so gern singt!

Fotos _ privat

Walter Pobaschnig _ 22.12.2023

https://literaturoutdoors.com

Station bei Kafka _ „diese 4 Tage hier können die Ewigkeit gewesen sein“ Lola Lindenbaum, Künstlerin _ Wien 4.1.2024

Station bei Franz Kafka_
Lola Lindenbaum, Künstlerin _ Wien _

100.Todesjahr Franz Kafka * 3.Juli 1883 Prag
+ 3.Juni 1924 Kierling/Klosterneuburg (AUT).

Fotos _ am Wohnort der Schriftstellerin, Journalistin, Übersetzerin und Freundin Kafkas Milena Jesenska in Wien (angrenzendes Haus/Garten). Er verbrachte hier vier Tagte mit ihr im Sommer 1920.
Franz Kafka, 1923

„Milena, Milena, Milena – ich kann nicht weiter anderes schreiben… Milena! In Dein linkes Ohr gesprochen, während Du daliegst auf dem armen Bett in einem tiefen Schlaf guten Ursprungs und Dich langsam ohne es zu wissen von rechts nach links wendest meinem Munde zu…“

Brief Franz Kafka an Milena Jesenska, 4.Juli 1920

Cosi piccola e fragile, 80×100, mixed mediacanvas _
Lola Lindenbaum (folgende) _ 11/2023
In ewiger Vergeblichkeit der Zeit entflohen,
80×100, mixed mediacanvas _ 10/2023
Die Suche nach den verlorenen Worten hört nie auf, 80×120 _
mixed mediawooden panel, 092023
Station bei Franz Kafka_
Lola Lindenbaum, Künstlerin _ Wien _

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Lola Lindenbaum, wir sind hier an Bezugsorten Franz Kafkas in Wien. Welche Zugänge gibt es von Dir zu dem vor 100 Jahren verstorbenen Schriftsteller?

Der erste Synapsenschluss, der bei Erwähnung des Namens Kafka auftaucht ist „kafkaesk“, ein Adjektiv, das im außerliterarischen Kontext Eingang in die deutsche Sprache gefunden hat und eigentlich durch kein Wort ersetzt werden kann- es geht um das Absurde und subtil Groteske.

Seitenhieb, bleib unlieb,
60×85, mixed mediaSchaumstoffplatte _112023

Kafka gilt natürlich als Klassiker der literarischen Moderne und während meiner Gymnsasiumszeit habe ich den „Hungerkünstler“gelesen.

Während meines Jus-Studiums in den 1990ern war Kafka eine literarische Ikone insoferne, als er in verschiedenen Erzählungen mit dem Verstoß gegen das Gesetz und die Übermacht der Bürokratie kokettiert bzw. fast besessen ist vom Thema Gesetzesbruch bzw. Tabubruch und Systemallmacht. Beispiele hierfür sind „Vor dem Gesetz“, „Zur Frage der Gesetze“ oder auch der „Schlag ans Hoftor“.

Und es gibt überlieferte Sätze von Kafka, die einen nicht loslassen, wie beispielsweise „Prag lässt nicht los….Dieses Mütterchen hat Krallen.“ Das sitzt, das prägt.

Möchtest Du ein Werk hervorheben?

Den Hungerkünstler, den ich während meiner Gymnasiumszeit gelesen habe, der mich damals faszinierte und verstörte zugleich. In diesem Werk findet sich viel Autobiographisches von Kafka und ich konnte Künstler und Werk nicht getrennt von einander sehen.

Kaka setzt sich in seinem Werk mit persönlichen, familiären Beziehungen auseinander (Vater). Welche Möglichkeiten bietet Kunst in familiären, sozialen Herausforderungen?

Kunst ist für mich stets  eine Auseinandersetzung mit der unmittelbaren oder mittelbaren Welt und ist der Versuch, Unverfügbarkeiten verfügbarer zu machen, der Versuch, die Welt in ihrer Unordenbarkeit zumindest auf der Leinwand zu ordnen.

Ebenso thematisiert Kafka das Unheimliche, Undurchschaubare, Bedrohliche, Macht- und Besitzergreifende in seinem Werk. Wie siehst Du diese Themen als Künstlerin?

Wir sehnen uns als Menschen nach Resonanz, Weltresonanz, mit unserem Umfeld im Austausch zu sein – das kann sich auf Menschen ebenso beziehen wie auf die Natur und der Versuch das Undurchsichtige, das Unverfügbare zu entschlüsseln und uns einzuverleiben ist ein unwillkürlicher Menschlicher Impuls. Der schweizer Philosoph Hartmut Rosa hat dies in seinem Buch „Resonanz“ so beschrieben: Resonanz beginnt damit, dass ich mich anrufen lasse von einer Sache, die mir wichtig ist. Das ist eine große Triebfeder für Kunstschaffende.

Franz Kafka erlebte hier mit seiner Freundin Milena Jesenska vier begeisternde Sommertage, danach brach die Beziehung aber ab. Wie siehst Du Kafka als (scheiternden) Liebenden?

Liebe ist weder rational, noch vernünftig. Auch die Begriffe „Scheitern“ oder „Gelingen“ finde ich im Zusammenhang mit Liebe nicht trefflich, meiner Ansicht passen die beiden Worte lediglich für die Alltags(un-)tauglichkeit einer Beziehung. Liebe ist oder nicht. Auch wenn die Beziehung der beiden nur 4 Tage gedauert hat, können dies 4 Tage der Ewigkeit gewesen sein.

Gab es in Deiner Kunst bisher Berührungspunkte zu Kafka?

Kafkaeskes gibt es in meinen Arbeiten en masse. Ich breche eine scheinbare Bildharmonie oder Eintönigkeit bewusst mit Kafka.

Kafkaeskes mag ich sehr,
80×120, mixed mediawooden panel 2023

Wie wichtig ist Dir Literatur?

Literatur spielt in meinem künstlerischen Tun eine große Rolle. Sie findet sich zum Teil auf den Bildern selbst oder in additiven lyrischen Texten, wobei diese größtenteils symbiotisch am Bild hängen.

Welche Schwerpunkte hast Du derzeit und welche Projektpläne gibt es?

Ich war in den letzten Monaten weniger produktiv als sonst. Solche Phasen stimmen mich zwar unruhig, ich weiss aber, dass sie für mich künstlerische essentiell sind um nicht auf ausgetretenen Pfaden zu schlendern und mich selbst zu langweilen.

Darf ich Dich abschließend zu einem Kafka Akrostichon bitten?

K aufmannsfamilienhintergrund

A ußerliterarisches „kafkaesk“

F ranz Werfel war Freund

K ehlkopftuberkulose

A bsurde Begebenheiten    

Station bei Franz Kafka_
Lola Lindenbaum, Künstlerin _ Wien _

100.Todesjahr Franz Kafka * 3.Juli 1883 Prag
+ 3.Juni 1924 Kierling/Klosterneuburg (AUT).

Fotos _ am Wohnort der Schriftstellerin, Journalistin, Übersetzerin und Freundin Kafkas Milena Jesenska in Wien (angrenzendes Haus/Garten). Er verbrachte hier vier Tagte mit ihr im Sommer 1920.

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Station bei Franz Kafka _

Lola Lindenbaum, Künstlerin _ Wien _

https://www.lolalindenbaum.com/de/

Fotos _ am Wohnort der Schriftstellerin, Journalistin, Übersetzerin und Freundin Kafkas Milena Jesenska in Wien (angrenzendes Haus/Garten). Er verbrachte hier vier Tagte mit ihr im Sommer 1920.Schauspielerin _ Wien _

Fotos/Bilder Lola Lindenbaum _ @Lola Lindenbaum



100.Todesjahr Franz Kafka * 3.Juli 1883 Prag
+ 3.Juni 1924 Kierling/Klosterneuburg (AUT).

Franz Kafka, 1923


Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig 1/24

Herzlichen Dank für die freundliche Kooperation Herr Pfarrer Parth!

Station bei Kafka _ Lola Lindenbaum, Pfr.Florian Parth (links), Walter Pobaschnig 
Wien 3.1.2024

Walter Pobaschnig 1/24 

https://literatzuroutdoors.com

„dass alle Menschen träumen und sich einsetzen sollen“ Hannes Egger, Künstler _ Meran/I 4.1.2024

Lieber Hannes Egger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich ein notorischer Frühaufsteher bin, sitze ich – nach dem ersten Kaffee – bereits meist um 6 Uhr am Computer, beantworte bzw. schreibe Mails, arbeite an Konzepten, recherchiere usw.

Im Laufe des Vormittags treffe ich gewöhnlich Menschen- on- oder offline zum Austausch, für Projekte, oder sonst wie. Ich weiß nicht wieso, aber es ist immer viel los und der Kalender ist meist sehr voll. Es scheint Gesprächsbedarf zu geben …

Hannes Egger, Künstler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Aktuell finde ich es besonders wichtig abzuwägen, nicht zu schnell zu reagieren, sondern mit einem besonnenen und einem wohlwollenden Auge auf die Welt zu blicken. Es geht gerade nicht darum in die Reaktion-Gegenreaktion-Spirale zu kommen, sondern das was ist wahr- und ernst zu nehmen, bedächtig und respektvoll zu sein.

Ich bin interessiert an dem, was um mich und in der Welt geschieht und ich versuche mich vor Wertungen zu hüten (auch wenn das unglaublich schwierig ist). Gerne würde ich verstehen – Erkenntnis ist mir wichtig.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Ich bin nicht der Meinung, dass die Kunst die Welt zu einem guten Ort machen kann. Es ist nicht das Ziel einen (rosa) Farbfilter über die Realität zu legen. Manchmal ärgere ich mich, wenn ich von Menschen höre, dass die Künstler*innen aufstehen müssen und für irgendetwas kämpfen sollen.

Ich bin überzeugt, dass alle Menschen träumen und sich einsetzen sollen. Andererseits steht Künstler*innen Öffentlichkeit zur Verfügung, die sie nutzen können um Botschaften – oder noch besser Fragen – zu formulieren.

Hannes Egger _
Künstlerhaus Wien: SYSTEMRELEVANT (5.10.2023 – 18.2.2024)

Was liest Du derzeit?

Gerade lese ich „Gekränkte Freiheit“ von Oliver Nachtwey und Carolin Amlinger.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Ludwig Wittgenstein.

Hannes Egger, Künstler _ „Benvenuti in Africa„“ _
Fotographin Maria Gapp _
Foto von Luca Meneghel (MART). Im Hintergrund die Arbeit „Benvenuti in Africa

Vielen Dank für das Interview, lieber Hannes, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Hannes Egger, Künstler

Zur Person _ Hannes Egger (1981, lebt und arbeitet in Lana) hat Philosophie an der Universität Wien und an der „La Sapzienza“ in Rom studiert. Seine konzeptionell angelegte künstlerische Praxis baut auf die Interaktion und die Partizipation des Publikums.

Ausgestellt hat er unter anderem im Belvedere21 (Wien); Museion, Bozen (I); Fundaciò Joan Brossa, Barcelona (ES); ZKM, Karlsruhe (D); Künstlerhaus Wien (Wien); Curitiba Biennial, Curitiba (BR); The MAC, Dallas (USA); Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck (A); Galleria Premio Suzzara (I); Galleria Civica di Trento, Trento, (I); MEWO Kunsthalle, Memmingen, (D); Galerie M, Berlin (I); Fondazione Barriera, Torino (I); Empty Cube, Lisbon (PT); Quartair, Den Haag (NL); Museo D’Emporda, Figueres, (ES); Kunsthalle Krems, Krems (A); Dox, Praga (CZ); Art Center, Krasnojarsk (RU); Biennale di Venezia, Venedig (I); EXPORT Kubus, Wien (A).

Fotos_ 1 Hauke Dressler; 2 Luca Meneghel; 3 Foto: eSeL.at – Lorenz Seidler

Walter Pobaschnig _ 2.1.2024

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„Gut ja“ Isabella Rapp, Sängerin und Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Berlin 4.1.2024

GIVE PEACE A CHAHNCE

Gut ja

Ich

Verweile

Etwas



Perlenschnürchen

Eignen sich  

Als

Chronologie-Zeugen

Eierlich (ach da fehlt ein „f“…. in dem Fall: ehrlich) (P.s. die echten

sind nämlich jede einzelne ein Unikat!) oder hErrlich, dann fehlt da

das „H“, aber das Wort HERRLICH mag ich nicht weil es nichts mit

HERR (Mann-Frau) zu tun haben sollte und ich nicht so religiös bin

um über „Gott den Herr“ schreiben zu wollen)



Change t

He world, m

Ach sie schö

Ner.

Come tog

Ether right now oh yeah

Isabella Rapp, 2.1.2024

Isabella Rapp _ Sängerin, Regisseurin, Schauspielerin,
Choreografin, Tänzerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Isabella Rapp _ Sängerin, Regisseurin, Schauspielerin,
Choreografin, Tänzerin

Zur Person _ Isabella Rapp, Sängerin, Regisseurin, Schauspielerin, Choreografin, Tänzerin …

Seit 30 Jahren steht sie auf der Bühne, als Frontfrau, im Ensemble, als Künstlerin und seit 15 Jahren auch als Regisseurin und Choreografin. In unzähligen Produktionen kleiner und großer Art, Schauspiel, Musiktheater, konzertant mit Orchester, Big Band, Jazztrio, Solo mit
Klavier,… Spielte in etlichen Musicals wie „Hinterm Horizont“, „Cabaret“, „Fame“, „Jekyll and Hyde“, „Shockheaded Peter“, „Pinocchio“, „Die Csardasfürstin“…


„Chansonmanie“ ist seit 2006 ihr Baby und Herzensprojekt. Voller Hingabe, Kreativität, Einfühlsamkeit und Lust an der Musik erzählt, singt und bespielt das Trio mit Mathias Weibrich und Lars Hansen die Biografien der großen Damen und Herren des deutschen und
französischen Chanson des letzten Jahrhunderts und verzaubern ihr Publikum. Ganz nah, ganz authentisch. 

Chansonmanie _ Isabella Rapp, Sängerin und Schauspielerin _ Mathias Weibrich, Sänger und Pianist _ Lars Hansen, Kontrabass.

www.chansonmanie.de

Seit 2020 ist Isabella Rapp Mutter eines Jungen.


Das Leben ist doch unergründlich, voller Herausforderungen und
Abenteuer. Man darf sich neu erfinden! Immer wieder!


DANKE!

Fotos _ Portrait: Holmsohn; Chansonmanie _ Isabella Rapp; Foto/Blume Mareike Suhn

Walter Pobaschnig _ 2.1.2024

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„Bildung und Respekt“ Rosemarie Schmitt, Schriftstellerin _ Wittlich/D 3.1.2024

Liebe Rosemarie Schmitt, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein bisheriger Tagesablauf hat seit dem 15. Dezember ausgedient. Seitdem befinde ich mich im Urlaubsmodus.

Am 1. Januar begann für mich nicht nur ein neues Jahr, sondern auch ein neuer Lebensabschnitt. Ich lasse viele Jahre Berufstätigkeit hinter mir, und widme mich fortan überwiegend der Literatur und der Musik. Ich arbeite an einem weiteren Buch, das ich im Laufe des neuen Jahres veröffentlichen möchte, freue mich auf meine Rolle als Dozentin, in der ich Jugendliche im Kreativen Schreiben unterrichte, bereite meine Konzert-Lesungen vor … Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich in den vergangenen Jahren die Zeit für meine Berufstätigkeit hernahm.

Ich lebe in Deutschland, nahe der Grenze zu Luxemburg, und freue mich sehr darauf, mich in Wien in ein neues Jahr und einen neuen Lebensabschnitt, zu stürzen.

Rosemarie Schmitt, Schriftstellerin _
Station bei Malina_Romanschauplatz/Ingeborg Bachmann Wien 12/23 _
folgende

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Respekt und Bildung.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Bildung und Respekt. Beides vermag die Kunst zu vermitteln.

Was liest Du derzeit?

VOX, ein Roman von Christina Dalcher und COMMEDIA. Ein Buch, das mich sehr berührt. Die Story spielt im 21. Jahrhundert. Eine Regierung ordnet an, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen. Zitat: Ihr könnt uns die Wörter nehmen, aber zum Schweigen bringen könnt ihr uns nicht!

Außerdem lese ich derzeit Dante Alighieris Göttliche Komödie in deutscher Prosa von Kurt Flasch.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Hast du Respekt, hasst du niemanden.

Rosemarie Schmitt, Schriftstellerin _
Station bei Malina_Romanschauplatz/Ingeborg Bachmann Wien 12/23 _

Vielen Dank für das Interview, liebe Rosemarie, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Rosemarie Schmitt, Schriftstellerin

Zur Person _ Rosemarie Schmitt ist eine deutsche Schriftstellerin, die am 10.08.1960 in Trier geboren wurde. Sie arbeitet als Dozentin und unterrichtet Kreatives Schreiben für Jugendliche. Als aktives Mitglied des Selfpublisher-Verbandes und des Literaturwerks Rheinland-Pfalz-Saar ist sie Ansprechpartnerin und Fachfrau wenn es um das Thema Lesungen geht.

Wenn’s ums Lesen geht, kann man mit ihr rechnen!

Literarisch betrachtet:

  • freie Mitarbeit bei der luxemburgischen Wochenzeitung Journal
  • Veröffentlichung literarischer Texte für ZEIT-online
  • Literaturpreis für meine erste Short-Story beim Wettbewerb der Schreibfeder Berlin
  • Veröffentlichung einer Short-Story in der Anthologie Als es begann… Deutex-Verlag
  • Veröffentlichungen von Short-Storys in Anthologien zum Literaturpreis Lotto-Rheinland-Pfalz
  • Veröffentlichung einer Short-Story in der Literaturzeitschrift LiteramusLiterarisch-Musische-Gesellschaft Trier
  • Wöchentliche Klassik-Kolumne bei kultur-online.net
  • Freie Mitarbeit im Ressort Kultur bei der Tageszeitung Trierischer Volksfreund
  • Veröffentlichung einer Short-Story in der Anthologie Und niemand glaubt an mich Geest-Verlag
  • Veröffentlichung einer Short-Story in der Anthologie SchreibOrte – Wo Literatur entsteht Edition Schrittmacher
  • Veröffentlichung des Romans Herr Jonathan
  • Veröffentlich einer Kurzgeschichte in HilflosSpaß am Lesen-Verlag
  • Gründung des Ensembles Paar-ti-Tour
  • Neuauflage des Romans Herr JonathanBuchschmiede in Wien
  • Veröffentlichung von Ruhet sanft, gefälligst! , Buchschmiede in Wien 
  • https://www.rosemarieschmitt.de/

Fotos_ Station bei Malina_Romanschauplatz/Ingeborg Bachmann Wien 12/23 _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig _ 23.12.2023

https://literaturoutdoors.com

„Eckpfeiler“ Carola Christiansen, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Hamburg 2.1.2024

GIVE PEACE A CHANCE

G ibt es uneigennützigen G-roßmut?

I  st die Voraussetzung für Verständnis, I-ntellekt?

V ielen fehlt möglicherweise eine V-ision!

E ckpfeiler beim Zusammenleben, Humanität und E-thik!


P olitik, nur P-_ _ _ _ _ _ ?

E ntscheidungen mit E-mpathie!

A lle können A-npacken …

C hange erfordert immer C-ourage!

E ins sollte jeder Mensch sein, E-benbürtig!


A lle Menschen verdienen ein Leben ohne A-ngst!


C harakter statt C_ _ _ _ _ _ _ _ _ !

H offnung statt H-ohn!

A ufrichtigkeit statt A-ktiengewinn!

N ähe statt N-onsens!

C hancen statt C-ontenance!

E hrlichkeit statt E-ffekt!



Carola Christiansen, 27.12.2023

Carola Christiansen, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Carola Christiansen, Schriftstellerin

Zur Person _ Carola Christiansen ist in Hamburg geboren und größtenteils aufgewachsen. Bevor ihr Hobby zum Beruf wurde, arbeitete sie für eine Fluggesellschaft. Sie ist viel gereist, hat in Hongkong, Luxemburg, Dänemark und Venedig gelebt, doch es zog sie immer zurück an die Elbe.

Mittlerweile schreibt sie hauptberuflich und hauptsächlich Krimis – ihre Recherche führt sie (glücklicherweise) weiter in der Welt herum. Unter dem Motto: Spannung made in Altona, entwickelte sie u.a. ihren Hamburger Hauptkommissar Siegfried Adam.

Sie war drei Jahre Präsidentin der „Mörderischen Schwestern“. 

www.christiansen-KRIMI.com

Bibliografie:


Erstes Buch: »Der andere Zwilling«, (492 Seiten), Anfang 2018 selbst verlegt.

Zweites Buch: »Die rätselhafte Frau«, (433 Seiten), 2019 im Verlag Ellert & Richter erschienen.

Drittes Buch: AT »Die Robbenfrau«, ein Färöer Krimi, (ca. 360 Seiten), wird 2024 im Gmeiner Verlag erscheinen.

Anthologien:

»Die gruseligsten Orte in Hamburg«
Gmeiner Verlag, Hrsg. Lutz Kreutzer/Uwe Gardein:
»Der Axtmörder von Altona« Mein Beitrag spielt in Hamburg/Altona.


»In 18 Morden um die Welt«
Leinpfad Verlag, Hrsg. Fenna Williams/Petra K. Gungl:
»Ghana in schwarz-weiß« Mein Beitrag spielt in Ghana.


»Tour de Mord«
Benevento Verlag, Hrsg. Carola Christiansen/Mareike Fröhlich:
»Ein tragischer Fall« Mein Beitrag spielt in St. Anton am Arlberg.


»Tatort Nord«
Harper Collins Germany, Hrsg. Anke Küpper/Franziska Henze/Yvonne Wüstel: »Fatale Heimkehr« Mein Beitrag spielt in Friedrichskoog.


»Tatort Nord 2«
Harper Collins Germany, Hrsg. Anke Küpper/Franziska Henze/Yvonne Wüstel: »Kommissar Adam und der Tod im Stuhlmannbrunnen«
Mein Beitrag spielt in Hamburg/Altona.

»Heu und Stroh«
PMLakeman-Verlag, Hrsg. Patrizia Prudenzi/Ingrid Reidel, Oktober 2023
»Heu und Stroh« Mein Beitrag spielt in Irland, 12./13. Jahrhundert

»Die schaurigsten Orte Norddeutschlands«
Gmeiner Verlag, Hrsg. Lutz Kreutzer, Erscheinungsdatum 2025
AT »Landunter« Mein Beitrag wird auf der Hallig Hooge spielen.

Foto_Sascha Lueken

Walter Pobaschnig _ 27.12.2023

https://literaturoutdoors.com

„das Wichtigste im Moment sind Nuancen, Zwischentöne und daraus resultierende Toleranz“ Wendi Gessner | Wende Punkt, Sängerin _ Wien 2.1.2024

Liebe Wendi Gessner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich hab mein ganzes Leben danach ausgerichtet, keine Routinen und vorhersehbaren Tagesabläufe zu haben, davor graut mir. Ich liebe es, mich am Vortag überraschen zu lassen, was wohl für den nächsten Tag im Kalender steht und ich liebe es auch, das Geplante (sofern es nicht die Pläne anderer Menschen durchkreuzt) wieder spontan über den Haufen zu werfen, um ganz was anderes zu machen. Das ist für mich eine Form von Freiheit und Luxus.

Wendi Gessner | Wende Punkt ist Sängerin, Musikproduzentin und bildende Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, das Wichtigste im Moment sind Nuancen, Zwischentöne und daraus resultierende Toleranz. Polarisierendes Denken und Fühlen hat in der Geschichte der Menschheit noch nie zu konstruktiven Veränderungen geführt, ganz im Gegenteil. Und doch passiert es grade mehr denn je, weltweit. Umso wichtiger finde ich es, zumindest im kleinen Rahmen nuanciert zu sehen und wenn es uns nicht möglich ist, sie zu sehen, dann das Gegenüber aktiv danach zu fragen, anstatt in der eigenen schwarz/weiß gut/böse Freund/Feind – Wahrnehmung zu verharren.

Beim Reden kommen d´Leit zamm, nicht beim digitalen liken, haten, shitstormen, ghosten und blockieren.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Ich glaube, dass jeder Aufbruch, jeder Neubeginn eine riesengroße Chance ist, aktiv mitzugestalten, aus Fehlern zu lernen und alte Muster zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verabschieden. Dabei finde ich es wesentlich, die Verantwortung und die Entscheidungen für Neuerungen nicht abzugeben und zu hoffen, sondern eben selbst aktiv mitzugestalten.

Wenn wir unsere Gesellschaft als Gebäude betrachten, dann ist für mich Musik und Kunst zwar nicht das Fundament, aber der verbindende Mörtel, die Isolation vor Kälte und Lärm, der farbige Anstrich außen und auch die Farbe in den Innenräumen.

Was liest Du derzeit?

„Männer töten“ von Eva Reisinger

„Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S“, erschienen im BELTZ Verlag

„An.schläge“ (Magazin)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Haus aus Ziegelsteinen steht vielleicht stabil da, aber ohne Mörtel, ohne Verputz, ohne Dämmung, ohne Dach und ohne Farbe bleibt es eine seelenlose Ruine.

Wendi Gessner | Wende Punkt ist Sängerin, Musikproduzentin und bildende Künstlerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Wendi, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Wendi Gessner | Wende Punkt ist Sängerin, Musikproduzentin und bildende Künstlerin

Zur Person _ Wendi Gessner aka Wende Punkt ist Sängerin, Musikproduzentin und bildende Künstlerin, sowie Musikvermittlerin im Wiener Haus der Musik.

Unter dem Namen Wende Punkt wurden bereits zwei Studioalben veröffentlicht, nach zwei Jahren Mama-Zeit wird derzeit das dritteAlbum produziert; die daraus hervorgehende Single „Lass los” landete beim diesjährigen FM4 Protestsongcontest auf dem 2. Platz.

Sämtliche Singles, sowie das gesamte Album sind von dieser „one-woman-show“ produziert und behandeln mit Mut, Herzblut und knarzend-elektronischem Industrial-Pop von feministischen, sozialpolitischen und philosophischen Auseinandersetzungen, die in einem emotionalen Zwiespalt aus Krise und Elternschaft entstanden sind.
Melancholisch Heiter, pulsierend Fragil und mit einer großen Portion queer-feministischem Revolutionsgeist spielt sich Wende Punkt in Herz, Hirn und unter die Haut: Österreichisch-deutsche Texte zwischen Alltagsphilosophie und Lautmalerei, Lokalkolorit und Wortspiel formulieren unermüdlich Liebeserklärungen an Freiheit, Solidarität, Diversität und Mut.
Bestimmt keine leichte Kost, dafür mit Nährwert. Den Finger in der Wunde, das Herz am linken Fleck Ein Wortspiel auf der Zunge findet Schönheit auch im Dreck

Wende Punkt tritt live je nach Veranstaltungsrahmen Solo (Stimme, Klavier), oder mit Band auf.

Links zu bisherigen Veröffentlichungen sowie social media:

YOUTUBE: https://www.youtube.com/channel/UCQZmigZLFY-ElqsqkjVmmYg

SPOTIFY: https://artists.spotify.com/c/artist/5bPIdVdUbqzSKJQBUXEdpD/profile/
overview

INSTAGRAM: https://www.instagram.com/wende_punkt/

Fotos_Karin Hackl

Walter Pobaschnig _ 21.12.2023

https://literaturoutdoors.com

„Gestern warn wir ahnungslos“ Wendi Gessner, Sängerin _ Give Peace A Chance _ Wien 1.1.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Gestern warn wir ahnungslos

In schwerelosen Schwebe-nebel-trübgewässern

Vieles vor uns, unerreicht

Ein Flug, ein Rausch, ein Floß – Trost.


Planen, bauen längst, ja so dachten viele

Einen Weg aus alten Fehlern

All das Schlachten?

Alle Schlachten? Staubig, fern und rausgewachsen

Chance an kaputt Gemachtem

Eine Weisheit, eine Weitsicht: Diese Welt? Kleiner Ball im All



Aber dann…

           ging’s arg voran

           eine Schar führt Krieg um Macht

           niemals Ziel, es zu beenden

           Sagen dir mit kaltem Lächeln: Menschlichkeit, Gut Nacht



Chancen sinds, wenn alles bricht

Holen wir aus jeder Ritze eine Seele raus

Angst macht taub, spürn uns kaum

Nah am Schock

Chaos schlichten, Raum für Raum

Einsam und Gemeinsam in diese Zeit der Wende



Wendi Gessner, 31.12.2023

Wendi Gessner | Wende Punkt ist Sängerin, Musikproduzentin und bildende Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Wendi Gessner | Wende Punkt ist Sängerin, Musikproduzentin und bildende Künstlerin

Zur Person _ Wendi Gessner aka Wende Punkt ist Sängerin, Musikproduzentin und bildende Künstlerin, sowie Musikvermittlerin im Wiener Haus der Musik.

Unter dem Namen Wende Punkt wurden bereits zwei Studioalben veröffentlicht, nach zwei Jahren Mama-Zeit wird derzeit das dritteAlbum produziert; die daraus hervorgehende Single „Lass los” landete beim diesjährigen FM4 Protestsongcontest auf dem 2. Platz.

Sämtliche Singles, sowie das gesamte Album sind von dieser „one-woman-show“ produziert und behandeln mit Mut, Herzblut und knarzend-elektronischem Industrial-Pop von feministischen, sozialpolitischen und philosophischen Auseinandersetzungen, die in einem emotionalen Zwiespalt aus Krise und Elternschaft entstanden sind.
Melancholisch Heiter, pulsierend Fragil und mit einer großen Portion queer-feministischem Revolutionsgeist spielt sich Wende Punkt in Herz, Hirn und unter die Haut: Österreichisch-deutsche Texte zwischen Alltagsphilosophie und Lautmalerei, Lokalkolorit und Wortspiel formulieren unermüdlich Liebeserklärungen an Freiheit, Solidarität, Diversität und Mut.
Bestimmt keine leichte Kost, dafür mit Nährwert. Den Finger in der Wunde, das Herz am linken Fleck Ein Wortspiel auf der Zunge findet Schönheit auch im Dreck

Wende Punkt tritt live je nach Veranstaltungsrahmen Solo (Stimme, Klavier), oder mit Band auf.

Links zu bisherigen Veröffentlichungen sowie social media:

YOUTUBE: https://www.youtube.com/channel/UCQZmigZLFY-ElqsqkjVmmYg

SPOTIFY: https://artists.spotify.com/c/artist/5bPIdVdUbqzSKJQBUXEdpD/profile/
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INSTAGRAM: https://www.instagram.com/wende_punkt/

Foto_Karin Hackl

Walter Pobaschnig _ 31.12.2023

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„Theater, Film, Literatur sind Fitnesscenter für Empathie“ Emil Kaschka, Schriftsteller/Regisseur _ Wien 1.1.2024

Lieber Emil Kaschka, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

An guten Tagen schaffe ich es von 9 bis 13 Uhr zu schreiben, dann zu kochen, am Nachmittag auf die Filmakademie oder mein Leben über Mails zu organisieren und am Abend ins Theater, Kino oder mit Freund*innen reden, trinken, versinken.

An anderen Tagen komme ich nicht zum Schreiben, werde auf Instagram oder YouTube von Algorithmen gefressen und mache Sachen nicht, weil ich will, sondern muss.

Emil Kaschka, Schriftsteller/Regisseur _ 
Emil Kaschka gewann 2023 in Wien die 16. Österreichischen Poetry-Slam Meisterschaften

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Konkret sein und nie abstrakt, wenn wir über Krieg sprechen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Theater, Film, Literatur sind Orte an denen wir Geschichten, Perspektiven, Menschen, Erlebtes teilen – also Fitnesscenter für die Empathie.

Theater in Wien verliert sich im Abstrakten, Subtilen, Selbstreferentiellen. Die Schwelle zum Theater muss so niedrig gemacht werden, dass alle Menschen von selbst reinrutschen. Plätze müssen billiger werden, Stoffe und Inszenierungen zugänglicher und vor allem unterhaltsamer! Ansonsten predigen wir vor Bekehrten.  

Was liest Du derzeit?

Die Stücke von Felix Mitterer – mit großem Vergnügen!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das erste Kapitel von Moby Dick. Immer wenn es dem Erzähler Ismael schlecht geht, ihm „nieselnder November in die Seele einzieht“ und er aggressiv wird, dann fahrt er zur See, es ist das Einzige, was ihn beruhigt – in neue Horizonte fahren, sich der Welt nicht zu verschließen, sondern zu öffnen.

Vielen Dank für das Interview, lieber Emil, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Emil Kaschka, Schriftsteller/Regisseur

Zur Person Emil Kaschka, geboren 1996 am Land in Tirol. Er studierte Germanistik in Innsbruck, Sevilla und Wien. Nach seinem Romandebüt GRÜNHOLZ (2021) begann er mit einem Drehbuchstudium an der Filmakademie Wien. Letztes Jahr debütiere er mit seinen Theaterstücken SEIT JAKOB (2022) und SCHMELZWASSER (2022).

Für die Entwicklung seines neuen Stückes wurde er mit dem österreichischen Dramatiker:innenstipendium 2023 gefördert. Im selben Jahr drehte er seinen Debüt-Film INS WILDE LAND.

Emil Kaschka gewann 2023 in Wien die 16. Österreichische Poetry-Slam Meisterschaft

Fotos_ 1 Caro Neuwirth 2,3 Reza Rasouli.

Walter Pobaschnig _ 20.12.2023

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Station bei Romy Schneider _ „Sich als Frau nicht zerstören zu lassen“ Matea Novak, Schauspielerin _ Wien 1.1.2024

Station bei Romy Schneider_
Matea Novak, Schauspielerin _ Wien _
a
cting Romy Schneider (Rosemarie Magdalena Albach * 23. September 1938 Wien + 29.Mai Paris)  Schauspielerin_
Fotos _ Wohnung der Familie Albach-Retty in Wien
Station bei Romy Schneider_
Matea Novak, Schauspielerin _ Wien _
a
cting Romy Schneider (Rosemarie Magdalena Albach * 23. September 1938 Wien + 29.Mai Paris)  Schauspielerin_
Fotos _ Wohnung der Familie Albach-Retty in Wien

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Matea Novak, welche Bezüge, Zugänge gibt es von Dir zu Romy Schneider?

Wenn ich an Romy Schneider denke, dann vor allem in Verbindung mit dem französischen Film – an ihre hingebungsvolle Art des Spiels, Ausdrucks. Und ich denke an ihre Ehrlichkeit in allem.

Wir sind hier in der Wiener Wohnung der Eltern/Großeltern (väterlicherseits) Romy Schneiders. Welche Eindrücke gibt es für dich von Haus, Wohnung, Garten?

Schon als ich die Wohnung (Wohnung der Familie Albach-Retty in Wien, väterlichseits, Romy Schneider verbrachte hier die ersten Lebensmonate und kehrte immer wieder zu Besuchen zurück. Die Wohnung wurde von der Familie verkauft und ist heute im Privatbesitz. Anm.) betreten habe, war ihr Geist sehr präsent. Ich habe mich in diese so besondere Aura, den wunderbaren Stil verliebt und bin sehr dankbar diese Erfahrung gemacht zu haben.

Ich schloss die Augen und stellte mir atmosphärisch vor, Romy Schneider ist jetzt da. Genau hier und jetzt. In ihrer Wohnung.

Und ich versuchte so viel wie möglich von „Romy“ an- und aufzunehmen  – wie sie in ihren Tag startet in Freude, Sorge aber auch in dieser Unbekümmertheit und mutigen Frechheit, welche für sie so charakteristisch sind.

Gibt es einen Film von Romy Schneider, den Du hervorheben möchtest und warum?

„Swimmingpool“ hat nicht nur ihre Karriere wesentlich beeinflusst, neu gestartet, sondern thematisiert auch spannend das sich verändernde, brüchige Weltbild in Liebe und Leben damals, was ja auch für sie persönlich zutraf.

Nach den „Sissi“ Filmen zeigt Romy Schneider in dem 1969/70 erschienen Film „Swimmingpool“ eine selbstbewusste betonte Weiblichkeit, in Körper und Geist. Sehr ausdrucksstark, mutig und sie weiß genau, was sie tut.

Romy Schneider spielte in ihren Filmrollen sehr intensiv und ausdrucksstark, auch körperlich, und ging bis an die Grenzen des persönlich Möglichen. Etwa in den Filmen „Nachtblende“, „Trio infernale“ oder „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“. Wie siehst Du als Schauspielerin die Darstellerin Romy Schneider?

Für mich ist sie eine Göttin. Eine Frau, die mich inspiriert – so will ich sein. So will ich spielen. Zu 100 Prozent natürlich, authentisch, intensiv und dabei den eigenen Stil nicht verlieren, sondern weiterentwickeln.

Müssen Mensch und Rolle sich immer ganz nah, intensiv berühren, um diese spielen und auch das Publikum berühren zu können?

Es gibt verschiedene Techniken, um eine Rolle zu spielen. Für mich ist es sehr wichtig, mich nicht zu sehr mit der Rolle zu identifizieren, eine gewisse Distanz zu meiner Persönlichkeit zu halten. Ich spiele nicht mich selbst, ich stecke meine Arbeit in eine Rollenpersönlichkeit und kreiere, male gleichsam mit meinen Farben der Sinne, das macht ja die Arbeit einer Schauspielerin aus.

Gibt es Momente in einer Darstellung, in der sich gleichsam die Kontrolle über die Rolle verlieren kann? Und wenn ja, was holt einen dann zurück?

Im besten Fall ist es nicht so. Ich steige in die Rolle ein und aus. Doch ja, manchmal kommt es vor, dass ich mich verliere und wieder zurück zur Rolle, dem Ausgangspunkt muss. Dann braucht es den Rewind-Knopf.

Würdest Du einen Film von Romy Schneider gerne spielen und wenn ja, welchen und warum?

Das ist schwierig. Romy Schneider hat das damals hervorragend und einzigartig gemacht. Da ist sie Vorbild und Motivation, Anspruch bis heute. Aber diese eine Rolle, die ich unbedingt will, ist in ihren Filmen nicht dabei. Weil einfach die Frauenrollen damals so anders waren.

Es gibt von Romy Schneider sehr viele Fotoserien. Gibt es eine Serie, die Du hervorheben möchtest?

Die Aufnahmen mit Helga Kneidl 1973 in Paris.

Wie siehst Du Romy Schneider vor der Fotokamera? Ist sie da Schauspielerin oder Privatperson oder beides?

Sie hat sehr ausdrucksstarke Augen und auch wenn sie glücklich scheint, sehe ich, da liegt noch etwas dahinter. Das ist menschlich und schön.


Vor der Fotokamera ist sie für mich eine selbstbestimmte Frau, die sich zeigen will in ihrer hochkonzentrierten Arbeitsweise.

Auch unser Projekt ist ein szenisches Foto/Interviewprojekt. Wie hast Du Dich im Vorfeld darauf vorbereitet und was ist Dir dabei wichtig?

Meine Motivation war, dass ich mich endlich mit dieser tollen Frau auseinandersetzen darf. Ich habe schon viel von ihr gehört und gelesen, aber nie so intensiv wie heute.

In meinem Umfeld habe ich gefragt, wie die Erinnerungen zu Romy Schneider sind und habe mir nochmals ihre Interviews angehört. Auch ein paar Filme ausgegraben und mir angesehen, ihren Geist wiederauferweckt, der ja in Wien allerorten weiterlebt.

Wie siehst Du das Spannungsverhältnis von Öffentlichkeit und Schauspielberuf bei Romy Schneider wie an sich?

Romy Schneider ist sehr früh und sehr schnell berühmt geworden. Damit gab es auch Festlegungen mit denen sie zeitlebens rang. In Österreich, Deutschland wurde sie als „Sissi“ gesehen und in Frankreich als die Femme Fatale. Paparazzi waren immer um sie und Romy Schneider verkaufte sich medial wunderbar. Es wurde zum tragischen, grausamen Wettlauf. Nach dem Unfalltod ihres Sohnes, als Fotos des toten Kindes in Zeitungen erschienen, bezog sie klar Stellung und kritisierte dies scharf. Damit setzte vielleicht auch ein breiteres Umdenken ein.


Es ist in jedem Beruf wichtig, seine Familie zu schützen. Ich denke, mit medialer Öffentlichkeit muss man besonders behutsam umgehen und wissen wo und wie man gibt, nimmt und auch davon Abstand gewinnt, vor allem in unserer Zeit, wo social Media zur neuen Dimension von Leben und Präsentation wird.

Romy Schneider wechselte nach großen Schauspielerfolgen in den 1950er das Filmgenre wie das Land. Wie siehst Du die Möglichkeiten persönlichen Entwicklungsweges im Schauspielberuf?

Romy Schneider war sich immer bewusst, wo sie hinwollte, beruflich und privat. In ihrer ersten, und wohl größten Liebe, Alain Delon verband sich beides, in Schönheit, Intensität und Tragik.

Ich finde es toll, dass sie es gewagt hat, beruflich weiterzugehen. Sich dem modernen Theater, Film zu stellen und diese Herausforderungen anzunehmen.

Romy Schneider sagte 1970, es ist eine Last für sie, dass so wenig gute Frauenrollen angeboten werden. Sie hatte recht. Und wie ist es heute, fünfzig Jahre danach? Die Aussage hat leider immer noch immer ihre Gültigkeit.

Wenn ich als Schauspielerin das Land und damit auch Theater, Film, Kultur wechseln möchte, dann mache ich das aus voller Überzeugung. Für mich ist es sehr wichtig, mir selbst treu zu bleiben und nicht immer der Gage zu folgen. Ich bin ein Mensch, der nicht lange an einem Ort bleiben kann. Ich bin im Sternzeichen Schütze und bin am 3. Dezember geboren, wie Romy’s verstorbener Sohn David. Als Schütze ziehe ich von Ziel zu Ziel, ich spanne den Bogen immer wieder und weiter.


Meine ersten Rollenarbeitsstunden habe ich von einem befreundeten Schauspieler im Raimund Theater Wien erhalten. In den Jahren davor spielte ich an verschiedenen Orten, nicht immer an Theatern. Das waren Locations wie das Semperdepot in Wien oder das Parlament. Der Unterricht mit diversen Künstler:innen war und ist für mich essentiell und dadurch haben sich viele Möglichkeiten ergeben. Man muss im Flow bleiben, dann ergeben sich die Dinge, die zu einem passen.

Wie war Dein Weg zum Schauspiel und welche Erfahrungen hast Du in Wien im Schauspielberuf gemacht?

Mit dreizehn Jahren schrieb mich meine Mutter in einen Jugendtheaterkurs in Wien ein und in der Schule hatte ich Bühnenspiel als Freifach zum regulären Unterricht. Das habe ich sehr gerne und lang gemacht und nach der Schule war es für mich schwierig herauszufinden, wie ich da Fuß fasse könnte in diesem Beruf. Einen wirklichen Leitfaden gibt es ja da nicht. Ich habe mir selbst einen Weg gebaut und der gefällt mir sehr.

In Wien probierte ich verschiedene Schauspielschulen aus. Ich arbeitete mit verschiedenen Regisseuren, Lehrern und Menschen aus Europa und lasse mich inspirieren. Das sind sehr wichtige Begegnungen und Erfahrungen für mich.


Ich arbeite gerne viel und die verschiedenen Erfahrungen dabei, auch die schlechten, sind super notwendig. Gerade diese geben mehr Volumen. Nicht nur beim Schauspiel, auch im Leben.

Was wünscht Du Dir für den Schauspielberuf?

Ganz klar. Mehr gute Frauenrollen! Und das am Besten von Frauen geschrieben.

Als junge Schauspielerin will ich auch eine Superheldin spielen, mit der ich mitziehen kann, nicht immer Barbie oder MyLittlePony. Durch meine Cousins lernte ich Tomb Raider kennen, das war’s aber auch schon.


Auf jeden Fall: Ich will mehr Frauen sehen im Fernsehen, die auch Actionfiguren spielen und nicht immer totgeschminkt werden. Das Thema Frau im Film ist mir sehr wichtig.

Was sind Deine kommenden Projekte?

Es ist Winter 2023/24 und ich bin zurzeit im Abschlussjahr meines Schauspielstudiums. Wir proben die Abschlussproduktion meines Jahrgangs, die wir im Januar 2024 im Theater Arche Wien aufführen. Parallel dazu probe ich im Theater in der Josefstadt für das neue Stück von Herbert Föttinger, wo ich in einer kleinen Rolle mitwirke. Weiters spiele ich in einem multilingualen Projekt im Schauspielhaus mit, bei dem ich endlich meine Muttersprache kreativ einsetzten kann.


Für 2024 ist auch ein Projekt mit dem Regisseur Arturas Valudskis in Planung, auf das ich mich unglaublich freue! Ich bin sehr dankbar mit diesen Theaterhäusern und Künstlern zusammenzuarbeiten. Es sind Projekte, die wirklich zu mir passen und darin ich mich auch wohl fühle, obwohl ich das nicht immer erwartet hätte.

Was möchtest Du Schauspielstudenten*innen mitgeben?

Am Weg zu bleiben. Es werden dir so viele große/kleine Steine und Pfützen und Matsch und verschiedene Wetterlagen begegnen. Dabeibleiben und sich dessen bewusst sein, wie selbstermächtigt man ist.


Ich glaube, dass Präsenz und gesammelte Erfahrungen im Schauspiel sehr wichtig sind. Deshalb ist es auch entscheidend zu verschiedenen Castings, Kursen und Treffen zu erscheinen und Chancen zu ergreifen.

Wie siehst Du die Umstände des Todes von Romy Schneider?

Berühmtsein hat viele Schattenseiten. Romy Schneider rang zeitlebens mit dieser umgebenden drückenden „Wand“ im Rampenlicht und man merkt bei den Interviews in Deutschland, dass sie versucht aus- durchzubrechen und sich selbst treu zu bleiben, in dem sie sagt was ihr wichtig scheint.

Sie wirkt auf mich als hochintelligente wie -emotionale, mutige Frau, der nicht vieles gleichgültig war. Wie ich mitbekommen habe, war ihr Leben nicht immer von ihr selbst bestimmt. Als sie dann berühmt war und so viele Leute um sich hatte, die Wege vorgaben, ohne nachzufragen – das kann nicht gesund für die Seele sein und belastet alles. 


Sie war eine Frau, die in ihren Beziehungen tief, innig liebt und das hat sie dann auch zerstört. Ich bin da wie sie.

Was würdest Du Romy Schneider sagen, fragen wollen?

Ich wäre so unglaublich gerne mit ihr befreundet gewesen. Ich denke diese Frau trug sehr viel in sich. Für mich wirkt sie voller Erfahrung, Leben und Tod. Ich liebe es, mit Menschen in abgrundtiefe Gespräche zu tauchen, wo man dann lacht und weint und einfach aufhört, sich zu verstecken.

Was kann eine Schauspielerin von Romy Schneiders Werk und Leben mitnehmen?

Sich nicht als Frau zerstören zu lassen. Das Ruhm nicht alles ist, aber Authentizität und Haltung, Kunst und Leben ausmachen. Dass der Blick auf sich selbst, die mentale Gesundheit, ganz wesentlich und Voraussetzung für Beruf und Liebe ist. Aber all das ist leichter gesagt als getan. Im Grunde finde ich es toll, dass Romy Schneider in Offenheit, Ehrlichkeit ihren Weg ging.

Romy Schneider hat auch viele Interviews gegeben. Gibt es ein Interview, das Dich besonders anspricht und möchtest Du vielleicht ein Zitat hervorheben?

Das Interview 1976 mit Alice Schwarzer auf Französisch. Das hat so viel persönliches Feuer, sie spricht aus ihrem Herzen.

Station bei Romy Schneider_
Matea Novak, Schauspielerin _ Wien _
a
cting Romy Schneider (Rosemarie Magdalena Albach * 23. September 1938 Wien + 29.Mai Paris)  Schauspielerin_
Fotos _ Wohnung der Familie Albach-Retty in Wien

Darf ich Dich abschließend zu einem Romy Achrostikon bitten?

R eal.

O minipräsent.

M utig.

Y orkshire Terrier hatte Romy keinen, aber einen Dackel!

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Station bei Romy Schneider _

Matea Novak, Schauspielerin _ Wien _
acting Romy Schneider
* 23. September 1938 Wien + 29.Mai Paris  Schauspielerin_

Fotos _ Wohnung der Familie Albach-Retty in Wien_ herzlichen Dank für die freundliche Kooperation!

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig 12/23

Walter Pobaschnig 12/23 

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