„Theater ist immer ein Ort der Begegnung, Gemeinschaft und Reflexion“ Benjamin Plautz, Schauspieler/Regisseur _ Wien 17.12.2023

Lieber Benjamin Plautz, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Was ist das?! Ein geregelter Tagesablauf…?!? Als freischaffender Schauspieler und Regisseur versuche ich jeden Tag mit Offenheit zu begegnen und die Aufgaben die mir entgegengeworfen werden zu meistern und gleichzeitig meiner Kreativität in gewisser Hinsicht freien Lauf zu lassen. Momentan probe ich als Schauspieler, plane meine nächsten Inszenierungen als Regisseur und bin dabei Gelder durch Subventionen und Sponsoring zu lukrieren. Trotzdem ist es mir und meiner mentalen Gesundheit wichtig jeden Tag auch Phasen der Ruhe und Entspannung einzuplanen. Sei es nun durch Meditation, Spaziergänge in der Natur oder auch einfach ein paar Minuten ein Buch zur Hand zu nehmen und abzuschalten.

Benjamin-Plautz   Schauspieler/Regisseur

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich möchte vor allem an die Positivität in uns allen und auch der Welt appellieren. Durch den extrem gesteigerten Medienkonsum der letzten Jahre sehen wir vor allem die Krisen und Probleme der Welt wie durch ein Brennglas. Doch hat sich in den letzten Dekaden auch sehr viel Positives entwickelt. Der extreme Hunger und die extreme Armut sind weiter zurückgegangen, die Lebenserwartung hat sich weiter erhöht, etc.

Ich möchte jetzt auf keinen Fall naiv oder gar zynisch klingen und die immensen Probleme die es in unseren Gesellschaften gibt abtun, aber ist es immer einfacher auf das Negative zu verweisen und sich zurückzuziehen, als wirklich etwas zu verändern.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Das Theater war immer ein Ort der Begegnung, Gemeinschaft und Reflexion. Sei es nun mit anderen Menschen oder der Auseinandersetzung mit den Veränderungen der Zeit. In der jetzigen Phase der schnellen „Klick“ Unterhaltung und Verkürzung von Information hat das Theater mit seiner „Langform“ den Auftrag und die Möglichkeit in die Tiefe zu gehen. Sei es nun Zusammenhänge sichtbar zu machen oder aber auch Beziehungen und Menschsein zu zeichnen.

Was liest Du derzeit?

Momentan lese ich mehrere Bücher. Einerseits Ethan Hawkes „Schauspieler“-Roman „Hell strahlt die Dunkelheit“ und da „Der Vorleser“ nicht in meiner Schullektüre vorhanden war und ich ihn bis dato noch nicht gelesen hatte kam die „Eine Stadt – Ein Buch“ Aktion in diesem Jahr gerade recht.

Auch die Vorstellung, dass eine ganze Stadt oder zumindest ein großer Teil davon zur gleichen Zeit das gleiche Buch liest, hat in gewisser Hinsicht etwas Tröstliches und Verbindendes.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Robin Williams „You’re only given a little spark of madness, you mustn’t loose it!

Dieses kleine Quäntchen Verrücktheit oder besser Kreativität und manche mögen sogar sagen Wahnsinn, dass wir alle in uns tragen, ist gerade in der heutigen Zeit so wichtig nicht zu verlieren und auch auszuleben.

Benjamin-Plautz   Schauspieler/Regisseur

Vielen Dank für das Interview, lieber Benjamin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Filmprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler:innen:

Benjamin-Plautz   Schauspieler/Regisseur

Zur Person _ Benjamin-Plautz   Schauspieler/Regisseur

Studierte Schauspiel an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Seine bisherigen Engagements umfassen u.a. das Stadttheater St. Gallen, das Schauspielhaus Graz, das Landestheater Bregenz, das Theater der Jugend Wien, das Schauspielhaus SalzburgOper Graz, Theater an der Wien, Bühne Baden, das Lehár Festival Bad Ischl, das Next Liberty Graz, Dschungel Wien, das OFF-Theater Wien, das Theater im Keller Graz, das Ensembletheater WienScala Wien/Stadttheater Mödling, sowie als Walter Gropius in Paulus Mankers ALMA – A SHOW BIZ ANS ENDE. Zuletzt war er als Perchik in „ANATEVKA“ an der Oper Graz, in „Viel Lärm um Nichts“ am Stadttheater Mödling/Scala Wien sowie in Stuttgart als Christophe in „VENEDIG IM SCHNEE“ zu sehen.

TV: u.a. MEIBERGER – IM KOPF DES TÄTERS, SCHNELL ERMITTELT, UNIVERSUM HISTORY;

Regie: mit Henrik Ibsens „NORA“ feierte er sein Regiedebüt. Es folgten Mark Ravenhills „SHOPPEN „& FICKEN am OFF Theater Wien, Urs Widmers „TOP DOGS“, die Uraufführung von „WARUM LIEGT HIER STROH RUM!?“ im Theater Drachengasse Wien, Neil LaButes „BASH“. STÜCKE DER LETZTEN TAGE“ sowie „HAMLET“.

Er ist Begründer des „ehemaligen“ Theatervereins Ensemble08

www.benjaminplautz.com

Fotos_ 1 Severin Koller; 2 Dragan Dok; 3 Eckhard Ischebeck.

Walter Pobaschnig _ 3.12.2023

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„Immer wieder jetzt“ Daniela Daub. Gedichte. Axel Dielmann Verlag.

„am ende das letzte

wort

und dann keins mehr denn dann

ist es zuende

aber vorher nicht

….“

Daniela Daub

Daniela Daub, in Wiesbaden lebende Schriftstellerin wie vielseitige Künstlerin, begeistert mit ihrem Gedichtband „Immer wieder Jetzt“ mit einer mitreißenden poetischen Stimme, die das Innerste von Mensch und Zeit in Leben, Liebe, Leiden bewegt, zum Schwingen bringt und Seite um Seite staunen, schweben, lachen, erinnern, trauern und fröhlich sein lässt.

Es sind Gedichte in einzigartiger direkter Sprachkraft und Virtuosität zwischen Sonne, Regen und Regenbogen von Lebens-, Liebeserfahrungen und deren Unmittelbarkeit wie dem Nacherleben, Zurückblicken und Benennen.

„Wie Daniela Daub Liebe, Leben in aller Faszination, Größe wie Einsamkeit, Vergänglichkeit in Sprache fasst und erfasst, ist einmalig faszinierend!“

„Natürlich weiß ich,

 dass unsere Liebe keine Zukunft hat.

Aber das macht ja nichts,

solange sie Gegenwart hat.

Ich will ja nur deine Gegenwart.

Du sollst bei mir sein.

Nicht morgen, sondern jetzt.

Immer wieder jetzt.“

Daniela Daub

„Immer wieder jetzt“ Daniela Daub. Gedichte. Axel Dielmann Verlag.

32 Seiten

von Hand fadengeheftet

Axel Dielmann Verlag – 16er Reihe

Zweite Auflage 2021.

ISBN 978-3-86638-334-0

9.00 € 

Daniela Daub, Schriftstellerin _
Station bei „Malina“, Romanschauplatz Wien.

Malina, Ingeborg Bachmann, 1971.

Walter Pobaschnig  11/23

Alle Fotos _ Walter Pobaschnig _ Station bei „Malina“, Romanschauplatz Wien.
Malina, Ingeborg Bachmann, 1971. 11/23.

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„dass Kunst Safer Spaces ermöglicht, wo sich jede*r öffnen kann und will“ Christoph Sautter, Schauspieler _ Wien 16.12.2023

Lieber Christoph Sautter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich habe mir für die theater-privat Produktion* Urlaub genommen, um mit der ganzen Aufmerksamkeit bei der Sache zu sein.

Das bedeutet: am Vormittag ausruhen und genießen, am Nachmittag durch den Text oder eventuelle technische Details klären, am Abend dann proben.

Christoph Sautter, Schauspieler in „Spiel`s nochmal Sam“ theater privat _ Nov 2023 _ Kunsttankstelle Ottakring Wien _ folgende

*Anm: „Spiel`s nochmal Sam“ theater privat _ Nov 2023 _ Kunsttankstelle Ottakring Wien https://literaturoutdoors.com/2023/11/11/ein-mitreisender-theaterabend-voller-witz-und-esprit-premiere-_-machs-nochmal-sam-_-theater-privat-_-wien-10-11-2023/

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Rücksicht lernen. Die Aufmerksamkeit auf unsere Begegnungen lenken. Wir müssen mit dieser ständigen Ablenkung Smartphone/Smartwatch umzugehen lernen. Ich bemerke in letzter Zeit, dass bei vielen Gesprächspartnern, eine ungestörtere Konversation nicht mehr möglich ist. Lassen wir uns aufeinander ein – oder sollen wir doch alle zu Einzelkämpfer verkommen?

Die Gier und den Neid benennen und beherrschen lernen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich bin mir nicht sicher. Viele Zuschauer*Innen entlarven rasch moralisierende Botschaften und einige gehen in eine Abwehrhaltung. Die Aufgabe der Kunst und insbesondere des Theaters ist meiner Meinung, dass ein Safer Space geschaffen wird, wo sich jede*r öffnen kann und will, und hier die Botschaften vorsichtig und mit viel Zärtlichkeit transportiert werden. Das ist eine echte Herausforderung.

Was liest Du derzeit?

Stefan Franzobel, Das Floß der Medusa

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Epikur: Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug

Vielen Dank für das Interview, lieber Christoph, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler:innen:

Christoph Sautter, Schauspieler

Fotos_Szenenfotos _“Spiel`s nochmal Sam“ theaterprivat Nov 23/Wien _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig _ 1.12.2023

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„Ich stehe um 6Uhr auf, meditiere 1h, mache mir Tee, mache Sport“ Fritz Hendrick Melle, Schriftsteller _ Berlin 15.12.2023

Lieber Fritz Hendrick Melle, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe um 6Uhr auf, meditiere 1h, mache mir Tee, mache Sport. Beim Frühstück verschaffe ich mir einen Überblick übers Weltgeschehen, danach versuche ich es zu vergessen; Bürozeit bis 17:00Uhr, Lebensunterhalt& Administration, abends Zeit mit Gattin, Freunden und Katzen; wenn ich gerade in einer Schreibphase bin, dann steht Schreiben im Mittelpunkt …

Fritz Hendrick Melle, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir sollten gelassen bleiben; wir sollten sehr genau darüber nachdenken, wer wir sein wollen und wie wir leben wollen – als Einzelner und als Gesellschaft; verteidigen wir die Werte der Aufklärung oder wenden wir uns für kurzfristigen Applaus wieder dem Tribalismus oder der Verlockung der Irrationalität zu?   

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wenn die Literatur nicht mehr in der Lage oder Willens ist, über Grenzen zu gehen, das Ungedachte zu denken und die Gegenwart gegen das Licht der Ewigkeit zu halten, dann wird den Job in Zukunft jede mittelprächtige KI übernehmen können!

Was liest Du derzeit?

Die Kommentare von Taisen Deshumaru-Rōshi zum Hannya Shingyō

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

… wer einmal der Angst als Triebkraft verfallen war, der wurde sie nicht mehr los, wusste Hagen, denn die Angst hat immer recht – wir sind ohne Antwort auf dieser Welt und am Ende sind wir tot. Wir haben nur den Glauben an uns.

Vielen Dank für das Interview, lieber Fritz Hendrick, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Fritz Hendrick Melle, Schriftsteller

Zur Person _ Fritz Hendrick Melle, 1960 in Karl-Marx-Stadt geboren, Ausbildung zum Papiermacher mit Abitur, Heizer, Friedhofsarbeiter, Studium Theologie in Naumburg und Kommunikation an der HdK in Berlin/W. Texter, Creative Direktor, Unternehmer. Roman: Richtiges Leben, 1990; Die Amazone vom Kollwitzplatz, 2014; Wurst, 2018; Stadt ohne Götter, 2022.

Melle hat zwei erwachsene Töchter und lebt mit seiner Frau in Berlin

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 25.11.2023

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„einen inneren Gegenpol zu Krieg und Zerstörung zu bilden“ Gunda Hagmüller, Violinistin _ Wien 14.12.2023

Liebe Gunda Hagmüller, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ehrlich gesagt fühle ich mich durch festgelegte Abläufe oft eingeschränkt. An meiner Selbstständigkeit genieße ich es daher sehr, meinen Tag spontan gestalten zu können.

Da ich mehrere Standbeine habe und neben meiner Tätigkeit als Musikerin auch noch Körper- und Energiearbeiterin bin, verlaufen meine Tage sehr unterschiedlich.

Ich lasse mich hier meistens von der Freude leiten. Denn wenn ich mich zum Üben zwingen muss, dann verspanne ich mich meiner Erfahrung nach mehr als dass ich konstruktiv übe. Qualität vor Quantität ist hier meine Devise.

Gunda Hagmüller, Violinistin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir dürfen uns selbst erlauben, glücklich zu sein und unser Leben aktiv positiv zu gestalten!

Unsere Gedanken erschaffen unsere Realität – daher ist es so wichtig, dass wir uns den schönen Dingen zuwenden, anstatt uns immer von den Dramen aus den Medien mitreißen und runterziehen zu lassen.

Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen von uns, einen inneren Gegenpol zu Krieg und Zerstörung zu bilden. Denn wenn wir Harmonie, Freude und Frieden ausstrahlen, lösen wir damit einen Ripple-Effekt aus wie der vielzitierte Schmetterling mit seinem Flügelschlag.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Wir leben in einer Welt, die sehr vom Verstand dominiert wird. Die Musik ist ein wunderbares Instrument, um auf sehr direkte Weise das Herz anzusprechen und zu öffnen. Musik mit ihren harmonischen Schwingungen kann sehr tröstlich und heilsam sein.

Wiener Originalklang-Ensemble dolce risonanza _ dolce risonanza
Gunda Hagmüller, verstümmte Violin,
Florian Wieninger, Basso di Viola a sei cordeAnton Holzapfel, Organo di legno

Mo, 18. Dezember 2023, 18:30 Uhr _ Hofburgkapelle Wien

Gaudii Mysteria: Die Mysterien-Sonaten des Heinrich Ignaz Franz Biber

Möglichst originalgetreue Instrumente, historische Spielweisen und das intensive Studium der Quellen sind die Basis des Wiener Originalklang-Ensemble dolce risonanza. Bei ihrem Konzert in der Hofburgkapelle präsentieren sie den Sonatenzyklus über die Mysterien des Heiligen Rosenkranzes von Heinrich Ignaz Franz Biber, der als einer der Höhepunkte der Barockmusik gilt. In 15 verschiedene Stimmungen gebracht, versetzt die hochvirtuose Musik der Violine die Zuhörerinnen und Zuhörer in eine mystische Stimmung. Die Betrachtungen über die Geheimnisse des Rosenkranzes werden, gemeinsam mit den Lesungen der entsprechenden Texte aus den Evangelien, zu einem einmaligen, besinnlichen Hörerlebnis.

Details unter: Gaudii Mysteria (hofmusikkapelle.gv.at)

Was liest Du derzeit?

Vieles gleichzeitig – ich bin ein Bücherwurm.

Ein für mich sehr wichtiges Buch, in dem Wissenschaft und Spiritualität auf geniale Weise verschmelzen, ist „Das Nullpunkt-Feld“ von Lynne McTaggart.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Nachdem ich mich nicht entscheiden konnte, hier 2 kurze Zitate von Albert Einstein:

„Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.“

 „Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die, dass wir in einem liebenden Universum leben.“

Vielen Dank für das Interview, liebe Gunda Hagmüller, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:Gunda Hagmüller, Violinistin

Zur Person _ Gunda Hagmüller, geboren in Steyr, mit acht Jahren erster Violinunterricht. Nach der Matura Studium der Musik- und Theaterwissenschaften (Abschluss mit Auszeichnung 2001) und seit 1995 Studium der Barockvioline bei Susanne Scholz und in Graz bei Dario Luisi (mit Auszeichnung abgeschlossen 2002). Meisterkurse u.a. bei Sigiswald Kuijken, Enrico Gatti, François Fernandez und William Christie.

Mitwirkung u.a. bei der Capella Musicae Graz und Gründung eigener Ensembles wie le corde cantanti und A la Maresienne. Auftritte u.a. bei den Festwochen der Alten Musik Innsbruck, der Styriarte und den Echi lontani (Sardinien). Im Jahr 2000 solistische Mitwirkung bei der Gesamteinspielung von Vivaldis „La Stravaganza“  mit dem Orchestra barocca G.B. Tiepolo. Liveauftritte in Ö1 und RAI 3.

Gunda Hagmüller praktiziert auf der Violine die sogenannte „freie“ Technik ohne Zuziehung des Kinns. Musik des 17. Jahrhunderts spielt sie auf dem Nachbau eines Modells von Andrea Amati aus der Mitte des 16. Jhdts (Federico Lowenberger, Genova 1987), für spätbarocke und klassische Musik steht ihr ein Instrument von Johann Georg Helmer aus dem Jahr 1760 zur Verfügung.

Derzeitiger Wohnort: Wien

Konzerttermine:

Konzerte von dolce risonanza in der HOFBURGKAPELLE Wien

Mo, 18. Dezember 2023, 18:30 Uhr

Gaudii Mysteria: Die Mysterien-Sonaten des Heinrich Ignaz Franz Biber

Möglichst originalgetreue Instrumente, historische Spielweisen und das intensive Studium der Quellen sind die Basis des Wiener Originalklang-Ensemble dolce risonanza. Bei ihrem Konzert in der Hofburgkapelle präsentieren sie den Sonatenzyklus über die Mysterien des Heiligen Rosenkranzes von Heinrich Ignaz Franz Biber, der als einer der Höhepunkte der Barockmusik gilt. In 15 verschiedene Stimmungen gebracht, versetzt die hochvirtuose Musik der Violine die Zuhörerinnen und Zuhörer in eine mystische Stimmung. Die Betrachtungen über die Geheimnisse des Rosenkranzes werden, gemeinsam mit den Lesungen der entsprechenden Texte aus den Evangelien, zu einem einmaligen, besinnlichen Hörerlebnis.

Details unter: Gaudii Mysteria (hofmusikkapelle.gv.at)

Montag, 25. März 2024, 18:30 Uhr

Doloris Mysteria: Die Mysterien-Sonaten des Heinrich Ignaz Franz Biber

Details unter: Doloris Mysteria (hofmusikkapelle.gv.at)

Mo, 13. Mai 2024, 18:30 Uhr

Gloriae Mysteria: Die Mysterien-Sonaten des Heinrich Ignaz Franz Biber

Details unter: Gloriae Mysteria (hofmusikkapelle.gv.at)

Eintritt und Reservierung: Tickets erhalten Sie in zwei Preiskategorien (Kategorie 1: € 25,-, Kategorie 2: € 20,-). Reservierungen werden unter office@hofmusikkapelle.gv.at entgegengenommen oder sind über den Online-Kartenverkauf verfügbar.

dolce risonanza
Gunda Hagmüller, verstümmte Violin
Florian Wieninger, Basso di Viola a sei cordeAnton Holzapfel, Organo di legno
Webseite: https://www.dolcerisonanza.at/

Fotods_1 Marion Gartler; 2 Martin Rainer

11.12.2023 _Walter Pobaschnig

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DALIEGENDE. UNBEWEGT. Annett Krendlesberger. Fabrik.transit Verlag.

„wenn es doch nur immer so einfach wäre,

 im Moment zu bleiben und ihn zu halten…“

Wenn dem doch nur so wäre

Annett Krendlesberger ist eine einzigartig begabte wie mutige Sprachkünstlerin, die in unglaublich faszinierender, spannender Weise Kunst-Wort-Raum-Traum-Zeit miteinander spielen, einander erfahren und wirken lässt.

Im vorliegenden Buch kommt es ausgehend von Kunstwerken des Belvedere Wien zu einer unvergleichlichen Entdeckungsreise zu Leben und Tod, Traum und Erinnerung, Sinn und Zeit.

Bildimpulse wie Traumbilder lassen eine Betrachtung, Begegnung oszillieren, zu der das Leben, das Schreiben, die Liebe in ihren bunten Wirklichkeiten in Beziehung gesetzt und reflektiert werden. Dabei gibt es keine Grenzen. Es geht ganz tief hinein an Ursprungspunkte unserer Existenz, deren Überraschungen und Geheimnisse. Auf diesem Weg öffnen Erfahrungen, Erinnerungen, Überlegungen im Zusammenhang mit der Wirkkraft von Kunst und Traum, Realität und Phantasie, die Sprache in aller Form- und Sinnkraft.

Das Bild des Traumes, das Bild in der Galerie, Bilder des Lebens führen im Schreiben immer wieder zum Menschsein und dessen Leichtigkeit und Schwere zurück wie nach vor zu unbekannten Horizonten.

„…Kein Du tritt auf.

 Im Dunkeln tappen

 Kein Du.

 Wie lange noch.“

 Überhaupt sei alles eine Frage

Das „DALIEGENDE. UNBEWEGT“ begeistert in seinem Sprachspiel in Aufmerksamkeit, Präzision, Witz und vielseitigem Impuls, der sofort überspringt und weiterlesen, weitererfahren, weiterdenken lässt – danke für dieses Sprach-, Kunst-, Lebensgeschenk!

Annett Krendlesberger ist eine der faszinierendsten literarischen Stimmen der Zeit!“

DALIEGENDE. UNBEWEGT. Annett Krendlesberger. Fabrik.transit Verlag.

mit einem Nachwort von Birgit Schwaner

13,6 x 20,6 cm, Hardcover

ca 160 Seiten, 5 farbige Abbildungen

Erscheint im Dezember 2023

ISBN 978-3-903267-58-9

€ 22,00

Walter Pobaschnig  12/23

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„in seinem/ihrem Einflussbereich auf andere Menschen achten“ Jill Marc Münstermann, Autor und Verleger _ Duisburg/D 13.12.2023

Lieber Jill Marc Münstermann, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Aufstehen, Fertigmachen, Frühstück für die Kinder machen, damit diese zur satt zur Schule kommen und im Anschluss widme ich mich meiner vielseitigen Tätigkeit als Verleger, Autor und Selfpublishing-Coach. Als Ausgleich zum PC-lastigen Job gehe ich alle zwei Tage joggen.

Jill Marc Münstermann,
Autor und Verleger

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich bin kein Freund von Pauschalisierungen, daher fällt mir eine Antwort auf diese Frage schwer. Wenn aber jede und jeder in seinem/ihrem Einflussbereich auf andere Menschen achtet, kommen wir bereits ein großes Stück weiter.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Stehen wir vor einem Aufbruch oder Neubeginn? Ich bin mir da nicht sicher.

Was liest Du derzeit?

Das sehr kontroverse „Der Untergang des Abendlandes“ von Oswald Spengler.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Mit dem Wissen wächst der Zweifel“ von Goethe.

Vielen Dank für das Interview, lieber Jill Marc, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Verlagsprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Jill Marc Münstermann, Autor und Verleger

Zur Person _ Jill Marc Münstermann, Jahrgang 1988, leidenschaftlicher Autor; hat nach sechs Jahren bei der Bundeswehr eine kaufmännische Lehre abgeschlossen und seinen Bachelor in International Business gemacht. Nach einigen Jahren im Verkaufsteam einer großen Bank, leitete er das Callcenter des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Nordrhein-Westfalen.

Von 2014 bis 2017 schrieb er nebenher für vier verschiedenen Verlage.

Seit 2018 betreibt er seinen eigenen Verlag, den er zu einem erfolgreichen Unternehmen ausgebaut hat. Zudem unterstützt Jill Selfpublisher und Kleinverlage dabei, ihre Bücher erfolgreich zu vermarkten.

Foto_privat

26.11.2023 _Walter Pobaschnig

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Das Nachthaus, Jo Nesbø. Roman. Ullstein Verlag.

Es ist ein Neuanfang für Richard in der Kleinstadt Ballantyne. Schwierig ist es. Vor allem auch neue Freunde zu finden…

Er lernt Tom kennen und die Natur wird zum Abenteuerspielplatz. Es ist Frühjahr und der Fluss ist ein Anziehungspunkt. Richard beeindruckt Tom mit einer Luke-Skywalker-Figur, die er in das reißende Wasser wirft, um zu sehen, was passiert dann mit dem Sternenkrieger und überhaupt.

Die Figur versinkt…

Und dann passiert das Schreckliche. Tom ist nicht mehr zu sehen. Ist er wie Luke am Grund des Wassers? Verzweifelt sucht Richard nach ihm…

Erfolglos.

Doch nun beginnen sich dunkle Geheimnisse zu öffnen…im reißenden Wasser von Gegenwart und Vergangenheit in Ballantyne…

Bestsellerautor Jo Nesbø legt mit seinem neuen Roman wieder eine spannende, abgründige Reise zu Mensch, Ort und Zeit vor, die von Beginn an packt und fesselt. Ein Leseereignis!

Das Nachthaus, Jo Nesbø. Roman. Ullstein Verlag.

Verlag _Ullstein Hardcover

Einbandart _Hardcover mit Schutzumschlag

Seitenanzahl _288 Seiten

Originaltitel _Natthuset

Übersetzung _Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob

ISBN 9783550050732

Erscheinungstag 19.10.2023

Preise DE 24,99 €, AT 25,70 €

Walter Pobaschnig  12/23

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„dass die Zeit einfach vergeht, wie sie das immer tut“ Fritz Aigner, Filmemacher _ Graz 12.12.2023

Lieber Fritz Aigner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Wenn ich auf Dreharbeiten bin oder meine Tochter bei mir ist, dann stehe ich auf und frühstücke sofort. Ansonsten hab’ ich da gar keine Lust drauf meistens.

Einen typischen Tagesablauf kenne ich gar nicht, und da bin ich sehr dankbar dafür, dass jeder Tag anders ist. Das ist auch das Schöne am Dasein als Filmemacher – die stete Abwechslung!

Fritz Aigner, Filmemacher

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Empathisch bleiben bzw. werden. Die Welt nicht in Schwarz-Weiß-Kategorien denken. Ach, wenn es nur so einfach wäre, in Gut und Böse einzuteilen!

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Film, der Kunst an sich zu?

Ist das so? Aufbruch, Neubeginn? Da schwingt soviel Optimismus mit, für mich sind das in unserem Diskurs eher Worthülsen.

Ich sehe in erster Linie, dass die Zeit einfach vergeht, wie sie das immer tut. Und der Mensch bleibt dabei, auf Gewalt in all ihren Spielarten zu setzen. Auf sie zu verzichten – das wäre ein Aufbruch, ein Neubeginn.

Ich würde dem Film, der Kunst, gar keine Rolle zuschreiben. Sie ist einfach. Sie entsteht, weil Mensch ein Schaffensbedürfnis hat.

Was liest Du derzeit?

„Ritual & Verführung. Schaulust, Spektakel & Sinnlichkeit im Film“ vom hochgeschätzten deutschen Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich will dem Zuschauer keine Lösung geben. Weil er dann schlagartig aufhört zu denken.“ (Michael Haneke)

Vielen Dank für das Interview, lieber Fritz, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Film-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Fritz Aigner, Filmemacher

5 Fragen an Künstler*innen:

Fritz Aigner, Filmemacher

Zur Person _  Fritz Aigner, Filmemacher

geboren 1981, Studium der Germanistik/Filmwissenschaft, arbeitet seit 2003 als freischaffender Filmemacher vorwiegend im Bereich des Dokumentarfilms für TV-Stationen, aber auch im Independent-Kino.

Filmographie (Auswahl): Meine jüdische Familie (TV-Doku 2023), Chamäleons (Kino-Doku 2021), Traumschlösser & Ritterburgen (TV-Doku-Reihe 2019 – 2023), Lassing – Die ganze Geschichte (TV-Doku 2018), The Morgenstern & Boyd Trilogy (Kino-Spielfilm 2017),…

http://www.fritzaigner.net

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 18.11.2023

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„Given gated communities for the sake of“ Sabine Dengscherz, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wien/Dénesfa 12.12.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Given gated communities for the sake of

Individual security,

Vast & solitary

Experience for you & only you


Precious similarity

Enables patronizing charity,

Awesome harmony in

Clear rivalry

East & west, north & south


Anyway:


Couldn’t maybe

Histories & Herstories someday develop some

Abilities to

Nourish solidarities?

Could histories & herstories connect some former

Enemies – for our sake & us all?



Sabine Dengscherz, 2.12.2023

Sabine Dengscherz, Schriftstellerin und Wissenschaftlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sabine Dengscherz, Schriftstellerin und Wissenschaftlerin

Zur Person_ Sabine Dengscherz, geb. Selzer, *1973 in Grieskirchen (OÖ), Schriftstellerin (Lyrik und Prosa), Wissenschaftlerin und Journalistin. Studium der Germanistik, Kommunikationswissenschaft und Hungarologie an der Universität Wien. Doktorat 2005, Habilitation 2019 am Zentrum für Translationswissenschaft. Unterricht an Universitäten in Ungarn, Russland, Österreich, Deutschland und Indonesien.

Seit 2016 Mitglied der GAV. Literarische Publikationen in Zeitschriften und Anthologien (v.a. im Fröhlichen Wohnzimmer). Lebt in Wien und Dénesfa.

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 2.12.2023

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