Ein Garten erfreut Herz und Seele. Doch wie nun einen Garten gestalten, dass die Freude im Betrachten, Wandeln und Genießen überwiegt? Was sind die wichtigen und schnellen Handgriffe im Beet dazu? Was muss wann, wie getan werden?
Jean-Michel Groult, Botaniker, Journalist und Fotograf, spezialisiert auf Garten- und Umweltfragen, legt mit „In den Garten, fertig, los!“ eine übersichtliche wie kompakte Anleitung zur jahreszeitlich abgestimmten Gartenarbeit vor. In wunderbaren Fotoanleitungen werden die Schritte der Gartenarbeit erläutert und auch motiviert. Der Text ist dabei auf das Wesentliche konzentriert und fokussiert und führt dabei direkt in den Garten in Inspiration und Impuls über. Eine äußert gelungene Kombination.
Das Buch ist in vier Grundkapitel aufgebaut, die von der grundlegenden Anlage des Gartens und der weiteren Planung & Gestaltung ausgehen, um dann die Details zu Gemüse- und Obstgarten zu erläutern. Information, Anleitung wie Bildsprache begeistern dabei.
„Ein sehr gelungenes Gartenbuch als praktischer wie motivierender und inspirativer Begleiter.“
„In den Garten, fertig, los!“ Mit 400 Handgriffen durch jedes Beet. Jean-Michel Groult. Ulmer Verlag.
Pamela Andersen – Es ist ein klingender Name und eine kometenhafte Karriere, die mit der TV Kultserie der 1990er Jahre „Baywatch“ beginnt und viele Stationen im Film, Mode, Fotografie und Gesellschaft bis zur Gegenwart durchläuft. Unzählige Coverfotos, Schlagzeilen in Wort und Bild begleiten eine Karriere im Rampenlicht wie privatem Blick.
Dahinter ist der Mensch, die Frau, die Mutter Pamela Anderson, von deren Träumen, Gedanken, Herausforderungen, Enttäuschungen das vorliegende Buch beeindruckend erzählt.
Es ist ein Ein-, und Rückblick in ein schillerndes Star-Leben, der in vielen zu überraschen weiß und eine tiefe reflektierende Seele im Sturm des Erfolges zeigt.
Welche Bedeutung dem Erzählen, dem Berichten, dem Nachdenken, dem Fühlen dabei zukommt, zeigt auch, dass das Buch ganz auf Fotos verzichtet und ganz den „inneren“ Menschen im Erleben des persönlichen Kunst- und Lebenswegesin den Vordergrund stellt.
„Ein bemerkenswerter wie vielseitig spannender persönlicher Rück- und Einblick in Leben, Kunst, Zeit.“
„In Liebe, Pamela“ Anderson, Pamela _Tepper, Alan (Übersetzung). Hannibal Verlag
1. Auflage September 2023, 256 Seiten, Klappenbroschur
Liebe Grischka Voss, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Früh aufstehen, Katzen füttern, Katzenklo machen, Sohn aus dem Bett zerren und in die Schule schicken, einkaufen, schreiben oder Text lernen, Mittagessen kochen, proben oder Vorstellung spielen, Katzen füttern, schlafen
Uns als eine Gemeinschaft zu betrachten, in der jede/r gleich wichtig ist, Menschen nicht in Hautfarben, Nationalitäten oder Gender zu unterteilen, sondern ganz unmittelbar als Persönlichkeiten wahrzunehmen und zu schätzen und respektieren wie sind.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ich finde gerade in der Kunst ist es wichtig Mut zu beweisen und sozialpolitische Statements abzugeben, ohne Rücksicht auf “political correctness”. Das Theater ist ein Medium, in dem relevante Themen direkt zwischen DarstellerInnen und ZuschauerInnen verhandelt werden, ein Ort, wo man zusammenkommt, um sich mit etwas zu konfrontieren, auseinanderzusetzen, zu informieren, eine Meinung zu bilden oder zu hinterfragen.
Das Theater muss schamlos übertreiben und extrem sein dürfen, um den Fokus auf etwas zu lenken oder etwas aufzudecken, was nicht stimmt. Für mich haben Theater und Künstler die Aufgabe laut, drastisch, ohne Rücksicht auf Verluste Ungerechtigkeiten und Missstände aufzuzeigen, herauszuschreien, was sich andere nicht trauen. Insofern sollte das Theater, die Kunst wie ein David sein, der sich, obwohl er so winzig ist, vor den Riesen Goliath stellt und ihm mit seiner kleinen Faust droht.
Ich finde den Mut, den Menschen oft in einer aussichtslosen Situation entwickeln, um sich zu wehren und gegen etwas aufzubegehren, obwohl sie augenscheinlich überhaupt keine Chance haben, diesen Mut sollten Künstler und Theater haben, um andere Menschen zu empowern.
Was liest Du derzeit?
“Heim gesperrt” von Sylvia Wagner, ein Buch das aufdeckt, dass bis in die 70er Jahre Impfstoffe und Psychopharmaka heimlich an Heimkindern getestet wurden.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Don’t take yourself so fucking serious!
Vielen Dank für das Interview, liebe Grischka, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Zur Person _ Grischka Voss (D), Schauspielerin, Autorin, Regisseurin
1993-1995 Ausbildung für Schauspiel und Tanz in New York und Wien
1996 Akademietheater, „Ballade vom Wiener Schnitzel“/George Tabori; Volkstheater „Cyrano de Bergerac“/ Michael Schottenberg
1997-2017 gründete und leitete die freie Künstlerin gemeinsam mit Ernst Weigel „das bernhard ensemble“, das ab 2006 in Wien, im „Das OFF Theater“ beheimatet war.
Sie versteht sich als freie Geschichtenerzählerin mit starken sozialen Anliegen, schuf zahlreiche Stücke für das bernhard ensemble, mit denen sie im In – und Ausland gastierte, spielt, inszeniert und zeichnet zumeist auch für Bühne und Ausstattung ihrer Produktionen.
Im Sommer 2017 verließ sie das bernhard ensemble, trat als Schauspielerin und Autorin bei „Ganymed female“ im Kunsthistorischen Museum Wien, bei den Gmundner Sommerfestspielen mit „Noch ein Fest für Boris“ auf,
verfasste ihre Autobiographie „Wer nicht kämpft, hat schon verloren“ (Amalthea Verlag), aus der sie u.a. beim Literaturfestival „Blätterwirbel“ im Theater in der Josefstadt oder an der Schaubühne Berlin gelesen hat.
2018 schrieb und spielte sie für Veronika Glatzners Projekt „Habenichtse“ im Fasanviertel einen Monolog zum Thema: mündet der Wiederverwertungstrend in eine neue Form des Kapitalismus?
Seit 2017 verfasst sie auch Artikel für die Salzburger Nachrichten
2019 verfasste sie das offensive Ein-Frau-Stück „Bullettproof“ über die Lust der Frau und ihre ständige Unterdrückung, das sie im Jänner 2020 im TheaterDrachengasse in Wien uraufführte und spielte.
2021 Neuausgabe von „Ich bin kein Papagei“ (Amalthea Verlag), für das sie das Nachwort verfasste
2022 schrieb sie ein Theaterstück über das Klimakterium der Frau, Titel “F*ING HOT!”, UA 2023 im Theater Drachengasse
Preise:
Nestroy für die beste Off Theater Produktion 2001, zahlreiche weitere Nominierungen
Stipendien:
2020 COVID 19 Arbeitsstipendium der MA 7 für Roman „Amanda liebt es…“
2020 Einmaliges Arbeitsstipendium vom BMK IV/A/5, für Roman „Tanzen unten ohne“
2023 DramatikerInnen Stipendium der Stadt Wien für “F*ING HOT!”
Werkliste:
1997 „Hundert Gründe eine Diva zu werden“, UA Rabenhof
2001 „Das Kistenmädchen“, UA Stadtinitiative Wien
2004 „Ab und zu kleine Gemütsschwankungen“, UA WUK
2008 „Monster“, UA Das OFF Theater
2009 „Myface – Liebe mich!“, UA Das OFF THeater
2014 „Skinned – Ohne Haut“, UA Das OFF Theater
2017 „INVIDIA – der Böse Blick“, UA Das OFF Theater
Monolog „Zwei Briefe“, UA Ganymed Female KHM
„Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, Autobiographie, Amalthea Verlag
2018 Monolog „willgeben“, UA Fasanviertel, Projekt „Habenichtse“
„Aloha“, Kurzgeschichte für Projekt Koffergeschichten zugunsten der Vinzi Rast
2020 „Bulletproof“, UA Theater Drachengasse
2021 „Neuauflage „Ich bin kein Papagei“, Essay, Amalthea Verlag
Aktuelle Produktion mit Grischka Voss _ Schauspiel/Text: „Lagerkollaps! inside/out“Tempora _Wien
In leerstehenden Erdgeschosslokalen und einem Self-Storge-Lagerhaus (MyPlace) zeigt der Verein TEMPORA – Verein für vorübergehende Kunst zum Thema „Self- Storaging“ die eigens für die Produktion verfassten Texte.
Diese gewähren Einblick in skurrile Innenwelten von angemieteten Lagerräumen, in denen Geschichten, Erinnerungen und Artefakte ein Eigenleben führen. In vier kurzen Monologen – gezeigt in vier verschiedenen (un)möglichen und tatsächlichen Self-Storages im 16. Bezirk – geben uns Einblicke in (alternative) Nutzungsmodelle der Selbst_Lagerung und bieten Einblick in Beweggründe und Auswüchse der externen Lagerung von persönlichen und nützlichen Dingen.
Mit „Lagerkollaps! inside/out“ taucht TEMPORA in die Welt der Lagerräume der Stadt ein. Gemietet, aber nicht bewohnt, fensterlos und trocken sind sie Hort, Schatzkammer, Abstellkammer und für manche Rückzugs- oder gar Aufenthaltsorte. Wozu brauchen wir zusätzlichen Raum und was erzählen uns mögliche und unmögliche Nutzungsformen über Lebens- und Konsumweisen der Stadtgesellschaften? Mit „Lagerkollaps inside/out“ nähert sich TEMPORA künstlerisch einem urbanen Phänomen (das einen Wandel der Arbeits-, Lebens- und Wohnrealitäten der Städter:innen deutlich macht): der steigenden Nachfrage nach Self- Storage- Lagerräumen, also dem vermehrten Bedarf nach mehr (Lager-)Raum in der Stadt.
Als Theaterspaziergang angelegt, bewegt sich das Publikum anhand eines Plans frei von Spielort zu Spielort im 16. Bezirk und trifft in tatsächlichen und möglichen Lagerräumen auf vier ganz unterschiedlichen Protagonist:innen, die uns an der Erfahrung der Selbst_Einlagerung teilhaben lassen.
Geboren 1968 in Neunkirchen, NÖ. Lebt und arbeitet in Wien als Korrektor und Schriftsteller. Schreibt Prosa, Lyrik und Drama. Mehrere Einzelpublikationen, diverse Beiträge in Literaturzeitschriften und Anthologien sowie im Feuilleton. Mitglied der GAV, des Literaturkreises Podium und seit 2021 im Vizevorstandsvorsitzender des Österreichischen Schriftsteller/innenverbands.
Einzelpublikationen:
„Brammer sieht Schwarz und sie lesen etwas“ (Triton, 2002)
„96 – das fremde buch in mir“ (uhudla-A, 2006)
„Die Wucht des Banalen“ (2012) und „Almabtreibung“ (2014, beide Kitab, Klagenfurt)
„Knappe Titel“, gemeinsam mit Rudolf Kraus (Verlagshaus Hernals, 2021)
„Klopfzeichen aus der Vergangenheit“ (Verlagshaus Hernals, Herbst 2023)
Preise und Auszeichnungen (u. a.):
Die Goldene Margerite 2004, Alois-Vogel-Preis 2014
Projektstipendium 2016/17 des BMUKK
Mehrere Arbeitsstipendien des Kulturministeriums
Fotos_S/W-Foto Matthäus Anton Schmid; Farbfoto: Rudolf Kraus, Bearbeitung: Armin Baumgartner
Ein Jahr bringt Vertrautes wie Überraschungen und öffnet Momente der Sehnsucht. Es gut hier Begleiter:innen zu haben, die Momente der Freude, Inspiration, Mut schenken wie vielleicht Wege öffnet. Literatur kann ein solcher Begleiter sein.
Der Literaturkalender der edition momente ist schon ein traditioneller begeisternder Impulsgeber, der sowohl in literarisch-biographischen Kontexten wie auch ganz besonderen Fotografien von Schriftsteller:innen in Vertrautem überrascht.
„Ein verlässlicher literarischer Jahresbegleiter, der vielseitig inspiriert!“
Der Literatur Kalender 2024. Momente der Sehnsucht. Hg. von Elisabeth Raabe. Gestaltet von Max Bartholl. Edition momente.
Lieber Daniel Angermayr, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Erstmal Kaffee und Zigaretten, davor geht gar nichts. Dann entweder ins Theater, oder frei changierend zwischen Hausmann, Vater von 3 Kindern, Künstler, Ehemann und neuerdings auch Kraftlackel.
Abends koch ich und wir essen alle gemeinsam, da sitzen wir dann oft länger, das finde ich sehr schön.
Daniel Angermayr, Bühnen- und Kostümbildner
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Nicht nur jetzt, sondern immer besonders wichtig ist die kleinste gesellschaftspolitische Zelle, die Familie. In ihr werden alle Anlagen gelegt: Wie gehen die Eltern miteinander um? Wie bewältigen sie Konflikte und Krisen? Als Elternteil ist man erstes Role Model einer zukünftigen Gesellschaft. Das ist nichts für schwache Nerven.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ich sehe eher ein Land im kollektiven Krisenstress als in Aufbruchstimmung, in dem man vor der Ratlosigkeit in die Mission flieht, vor der Angst in die Radikalisierung, deswegen ja, warum nicht mal bei den Taliban nachfragen wie´s bei denen so läuft. Und was das alles mit Kunst zu tun hat, erklärt uns dann Karlheinz Stockhausen.
Was liest Du derzeit?
Derzeit nur Zeitungen…
„Vernichten“ von Houellebecq liegt noch halb gelesen auf dem Schreibtisch.
Und „The Idle Parent“ von Tom Hodgkinson ist meine Empfehlung für eigentlich alles.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Versteckt nicht eure Töchter – erzieht eure Söhne!
Vielen Dank für das Interview, lieber Daniel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater/Bühnen-, Kostümprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Daniel Angermayr, Bühnen- und Kostümbildner
Zur Person _Daniel Angermayr
*1974 in Vöcklabruck / OÖ
studierte Bühnen- und Filmgestaltung an der Universität für angewandte Kunst in Wien und arbeitet als Bühnen- und Kostümbildner an Theater- und Opernhäusern ua. in Wien, Berlin, Oslo, Reykjavik, Bayreuth, München, Dresden, Stuttgart, Frankfurt, Bochum, oder Mannheim. Er war Bühnenbildner von Christoph Schlingensief (ua. für „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen von 2004 bis 2007 gemeinsam mit Thomas Goerge) und arbeitet aktuell mit Regisseur*innen wie Thorleifur Örn Arnarsson, Fanny Brunner, Thomas Goerge, Malte C. Lachmann, Hermann Schmidt-Rahmer, oder Una Thorleifsdottir
Ausstellungen seiner fotografischen Arbeiten waren in Wien, Hamburg, Frankfurt, Linz, Vöcklabruck oder Attersee zu sehen.
Daniel Angermayr lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Wien und Alt-Lenzing.
Da ist der Tod. Aber das ist nicht alles. Denn Erik Montelius kommt zurück. Nach dreißig Jahren. Direkt aus dem Stickstoff.
Und dann der Sauerstoff. Und die vielen Fragen. Viel zu viele. Und jetzt gilt es Antworten zu finden für das Unvorstellbare. Da kommt schon mal eine Kafka Anleihe gut.
„There will be an answer: ich glaubte eine Schildkröte zu sein. Natürlich erzähle ich das nur, damit ich irgendwas erzähle.“
Ja, und irgendwie, irgendwas geht es nun weiter. Also wieder in das Leben. Zu Frau…oder? Aber was ist eigentlich geblieben? Und was war der Grund des Todes? Wer trägt die Schuld?…Viel zu erledigen im zweiten Leben für Erik Montelius…
„Ich will nach Hause…“
Daniel Wisser, in Wien lebender Schriftsteller,2018 für seinen Roman »Königin der Berge« mit dem Österreichischen Buchpreis und dem Johann-Beer-Preis ausgezeichnet,legt mit „0 1 2“ eine mitreißende wie hintergründige Geschichte zu Leben und Tod, Glaube und Sinn, Medizin und Möglichkeit, Einsamkeit und Hoffnung in den Herausforderungen und Abgründen gesellschaftlicher Gegenwart vor.
Wie bei „Königin der Berge“ ist auch im aktuellen Roman das Thema Tod in Perspektiven von Krankheit, Behandlung, Umgang im Spannungsfeld des sozialen Umfeldes wie des individuellen wie gesellschaftlichen Koordinatensystems von Moral und Wert der Gesellschaft im Mittelpunkt. Der Ausgangspunkt der Erzählperspektive – ein Toter kehrt zurück – ist ein genialer Kunstgriff und stellt geschickt hintergründig und fundamental existentiell die Frage nach Bedeutungsebenen von Partnerschaft, sozialer Beziehung wie dem Menschenbild einer Gesellschaft. Was ist der Wert des Menschen? Was kann ein Toter darüber erzählen, der plötzlich wieder da ist…eine Nagelprobe.
„Daniel Wisser greift einmal mehr genial nach Mensch und Sinn und begeistert in mitreißender Erzählkraft und tiefgründiger Gesellschaftskritik!“
Zur Person _ Stefanie Randak ist 26 Jahre alt und lebt in Eggenfelden in Niederbayern. Seit 2020 ist die hauptberufliche Kinderpflegerin als Schriftstellerin tätig. Neben dem Gesellschaftsroman „Sowieso Single – Carlottas Weg zur Selbstliebe“ und dem Thriller „Herbstverwesung“ veröffentlichte die junge Schriftstellerin noch zwei Kurzgeschichten.
Buch _ Stefanie Randak „Sowieso Single – Carlottas Weg zur Selbstliebe“.
„Wer liebt mich? Eine Frage, die Carlotta lange Zeit nicht beantworten kann. Denn es ist gar nicht so leicht, in der heutigen Zeit, einen Mister Right zu finden. Doch irgendwann merkt Carlotta, dass die Antwort auf ihre Frage vielleicht Selbstliebe sein könnte… Auf humorvolle, direkte Weise erzählt Carlotta ihre Erfahrungen mit Single Apps, Betrügern, Dating in der heutigen Zeit und der ganz großen Liebe.„
Lieber Georg Maurer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Bin ein begeisterter Nachtmensch. Feines Frühstück so um 10:00 … danach organisatorische Vorbereitungen. Je nach Wetterlage mit dem Fahrrad zum See oder Spaziergang im Wald. Nachmittags kreatives Wirken, neue Songs schreiben, aktuelles Programm proben. Abends Freundschaften pflegen. Spät am Abend Musik hören, lesen oder schreiben. Vielleicht auch einen neuen Song … kann bis in die Morgenstunden dauern.
Georg K. Maurer / Schriftsteller & Musiker
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Bleiben wir „Mensch“! All unser Bemühen sollte darauf ausgerichtet sein, die Gräben in unserer Gesellschaft zu beseitigen … für Gerechtigkeit zu sorgen. Die Schere zwischen arm und reich zu schließen. Hören wir auf damit, Zäune mit Stacheldraht aufzustellen um in Not geratenen Menschen den Eintritt zu verwehren und diese zu tausenden im Meer ertrinken zu lassen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Ein wesentlicher Punkt wird es sein, dass wir uns gegen Rechtsradikale, Nazis und selbsternannte Autokraten wehren, die nichts anderes im Sinn haben, als unsere demokratischen Grundrechte zu zerstören. Aber auch Weltanschauungen sollten wir im Auge behalten, die reaktionär um ihren Machterhalt kämpfen. Kunst und Kultur sehe ich in der Rolle der Veränderer … um einerseits Visionen zu erzeugen, andererseits aber auch Missstände aufzuzeigen.
Was liest Du derzeit?
Fast fertig mit „Der Sandler“ von Markus Ostermair. Ein empfehlenswertes Buch, in dem der Autor sich sozusagen „hautnah“ mit dem Leben Obdachloser auseinandersetzt. Ein Thema, dem ich mich auch liederlich genähert habe: Paul, der Sandler, ist die zentrale Figur einer Liederserie in meinem neuesten Konzertprogramm, die im Rahmen der „ViertelVor12_Tour“ 2024 zu hören sein wird.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Herrscher entmachtet, vorbei all die Pein unterzeichnet sollt’ Frieden für immer sein; alle, die sich feindlich gegenüber standen umarmten einander .. und fanden Freunde“
aus „Kriege war’n gestern“ Text und Musik: George K. Maurer
Vielen Dank für das Interview lieber Georg, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
Georg K. Maurer / Schriftsteller & Musiker
5 Fragen an Künstler*innen:
Georg K. Maurer / Schriftsteller & Musiker
Zur Person _
Georg K. Maurer / Schreiber & Musiker
Geburtsjahr: 1949 / Klagenfurt
Wohnhaft: Klagenfurt am Wörthersee
Bereits in jungen Jahren habe ich mich der schreibenden Zunft genähert und bin nach einem kurzen Ausflug ins grafische Gewerbe Journalist geworden. Über mehr als zwei Jahrzehnte konnte ich wesentlich mit dazu beitragen, die Öffentlichkeitsarbeit der Kärntner Landesregierung aufzubauen. Dabei durfte ich mehrere Medienprodukte des Landes betreuen und auch neue schaffen.
Ende der 1990er Jahre, mit dem erfolgreichen Relaunch des Kärntner Kulturmagazins „Die Brücke“, das ich dann vier Jahre lang als Chefredakteur geleitet habe, entwickelte ich eine enge Beziehung zur Kunst-und Kulturszene.
Breits in den 1980er Jahren begann meine musikalische Karriere bei der Folk- und Gospelgruppe „Harlekin Company“. Dabei entdeckte ich meine Begeisterung für’s Liederschreiben, für Lyrik und Prosatexte.
Aktuell bin ich als Singer- Songwriter mit meinem Duo-Partner Charlie Bergmann konzertant unterwegs. Zuvor waren es das Trio „TheRivers“ und die „CrossTones“.
Unter dem Titel „Olles, wos i bin“ habe ich 2019 mit TheRivers & Friends ein Album mit 12 Liedern produziert und zwar im „OLDGIN recording Studio“ von Werner Smretschnig in Velden am Wörthersee.
Geprägt von Musikgrößen wie Woody Guthry, Pete Seeger, Hannes Wader oder Konstantin Wecker umfasst das aktuelle Programm meiner „ViertelVor12“_Tour 24 eigene Lieder. Der Bogen spannt sich von nachdenklich über Protest bis hin zu Lovesongs, musikalisch grenzüberschreitend dem Folk und Blues zuzuordnen.
Fotos_ privat
17.9.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.