„Nichts fasst der Blick“ Gerd Fürstenberger, Autor _ Give Peace A Chance _ Nürnberg 20.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

refugees_ukraine _ Wien_18.3.2022 _

Gepackt Kleider und Sachen

In Tüten und Taschen

Vater der König im Krieg

Er blieb und wir gingen –

„Prinzessin eilt ins

Exil!“ Hier sitz ich, wer sieht mich

An dieser Station? Und gib, die

Courage der Mutter   

Endet nicht hier!

Also seht dieses

Corpus delicti mit

Hoffnung? Fällt schwer, ob

Ankunft ob Rückkehr

Nichts fasst der Blick

Clock without hands zerriss

en die Erde  

Gerd Fürstenberger, 19.3.2022

Gerd Fürstenberger, Autor

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Gerd Fürstenberger, Autor _ Nürnberg

Foto_Portrait_Gerd Fürstenberger_ privat.

Foto_refugees ukraine_ Walter Pobaschnig, Wien 18.3.2022.

Walter Pobaschnig _ 20.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Einstehen füreinander“ Verena Liebers_Schriftstellerin _ Give Peace A Chance_Bochum 20.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gehen,

Immer wieder,

Viele kleine Schritte,

Einen Weg finden,

Pilgern.

Ehrlichkeit üben,

Anteil nehmen,

Charmant sein,

Erkennen was ist,

Achtsam sein.

Choreografie der

Hoffnung, ich tanze

Aussicht und du –

Nicht im Gleichschritt –

Cha Cha Cha, Lebensrhythmus,

Einstehen füreinander.

Verena Liebers_14.3.2022

Verena Liebers_Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Verena Liebers_Schriftstellerin _ Bochum

http://www.vigli.de/

Foto_T.Dombrowski

Walter Pobaschnig _ 15.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„SCHSCHT / nicht SCHweigen“ Lydia Mischkulnig_Schriftstellerin_Give Peace A Chance_ Wien 20.3.2022

SCHSCHT

nicht SCHweigen

give peace a chance

SCHwitzen vor Tatendrang

Lydia Mischkulnig, 14.3.2022

Lydia Mischkulnig_Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Lydia Mischkulnig_Schriftstellerin _ Wien

http://www.lydiamischkulnig.net/

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 12.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Ikarus will hoch hinaus, Stichwort Sonne“ Isabella Straub, Schriftstellerin_Give Peace A Chance_ Klagenfurt 19.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gespenster

Ikarus will hoch hinaus, Stichwort Sonne.

Versengt sich die Federn, Stichwort Sturzflug. 

Eindringliche Jamben, traurige Trochäen auf dem Voice Recorder.

Pythagoras fragte: Wozu ist der Mensch auf

Erden?

Antwort: Um den Himmel zu betrachten.

Chronologie der Hoffnung:

Eins. Sieh zu den Sternen, sie sind Löcher in der Himmelshaut, durch die uns die Götter beobachten.  

Atme ein, atme aus. Das ist zwei.

Chemische Reinigung für Gedanken: In nur wenigen Stunden zu blitzblanken Synapsen. Münzen genau einwerfen, Apparat wechselt nicht.   

Halt dich aus! Das ist drei.

Ankere dich im Grundlosen. Das ist vier. 

Nimm Anlauf, vertraue dem Wachsfederkostüm, ein zweites hast du nicht. Fünf. 

Chimäre?  

Erhebe dich. Über alle Zweifel. 

Isabella Straub, 17.3.2022

Isabella Straub, Schriftstellerin_ Klagenfurt  

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Isabella Straub __Schriftstellerin_ Klagenfurt  

Home

Foto_Stefan Schweiger.

Walter Pobaschnig _ 17.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Nichts wird vergessen sein / Charkiw, Kiew, Mariupol“ Irine Diwiak_Schriftstellerin_Give Peace A Chance_Wien 19.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

G efangene

I n

V ergangenen

E pochen

P anzer, Schlacht und Bombenkeller

E rinnerte Wörter

A lter Leute

C orona-geplagt wir

E wig her alles andere

A ber

C harkiw, Kiew, Mariupol

H eute wie damals

A rmeen und Partisanen

N ichts wird vergessen sein

C harkiw, Kiew, Mariupol

E rinnern später.

Irine Diwiak_14.3.2022

Irine Diwiak_Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Irine Diwiak_Schriftstellerin _Wien

https://irenediwiak.at/

Foto_Walter Pobaschnig, 2021

Walter Pobaschnig _ 14.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Cäsarenwahn / Hass / Aggression / narkotisieren / camoufliert sie nicht / ewig…“ Paul Auer_Schriftsteller_Give Peace A Chance_Wien 19.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Grauen

initiiert

verspanntes

Erheben.

Politik

engagierter

Aufrüstung;

Chorales

Entsetzen,

allerdings:

Cäsarenwahn,

Hass,

Aggression

narkotisieren

camoufliert sie nicht

ewig…

Paul Auer _17.3.2022

Paul Auer _Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Paul Auer __Schriftsteller_Wien/Millstatt

Foto_privat.

Walter Pobaschnig _ 17.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„wieder mehr Mensch sein“ Patrick Volkmar Siebert, Lyriker _ Erfurt 19.3.2022

Lieber Patrick, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Hallo Walter. Danke für die Gelegenheit hier ein paar Worte zu schreiben. Mein Tagesablauf ist nach einer langen Phase der Kurzarbeit wieder maßgeblich von meinem Broterwerb dominiert. Ich arbeite 9to5 im Tourismussektor. Die Zeit vor und nach der Arbeit gehören der Lektüre und dem Austausch. Es wird immer wichtiger sich über unterschiedliche Medien zu informieren. Dazwischen ist der Arbeitsweg eine gute Gelegenheit sich an der Luft zu bewegen. Auch das wird immer wichtiger, um den Kopf für Kunst und Literatur freizumachen.

Patrick Volkmar Siebert, Lyriker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?  

Ich möchte nicht für alle sprechen. Das nehme ich nicht für mich in Anspruch. Was ich aber erhoffe, ist wieder mehr Gelassenheit im Diskurs, mehr Ausgewogenheit und vor allem auch, dass nicht mehr Emotionen und die Moralkeule jede einzelne Diskussion überdecken. Das am lautesten vorgetragene Argument gewinnt und durchdachte Äußerungen werden überschrien. Aus dieser Gemengelage resultiert eine gespaltene Gesellschaft. Risse durch Familien und Freundeskreise.

Wir stehen vor Herausforderungen, die uns noch weit mehr fordern werden als es die Pandemie jemals tat, allen Friktionen und Einschränkungen für den Einzelnen zum Trotz. Die Umweltthematik ist weit mehr als eine Krise. Bei einer solchen sind Anfang und Ende ja immerhin definierbar. Wir befinden uns mitten in einer Zeitenwende. Diese ist nur durch gemeinsames, entschlossenes Handeln zu gestalten. Einmal mehr stehen wir uns selber im Weg. Diese Polarisierung beobachten wir international. Was es also braucht ist ein gemeinsames Aufbäumen über alle moralingeschwängerten Diskussionen hinaus. Entschlossenes Handeln statt des sich totlaufenden Meinungskonflikts.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunst und Literatur werden in ihrer Funktion als Katalysator für die Gesellschaft immer wichtiger. Wesentlich dabei wird sein für Jeden ein passendes Angebot zu finden. Oftmals heißt es etwas wohlfeil formuliert, dass Keiner zurückgelassen werden dürfe – aber genau das ist korrekt. Der Luxus eines gegenseitigen Ausgrenzens steht uns angesichts der bevorstehenden Herausforderungen nicht mehr zur Verfügung. Wir müssen, so banal es klingen mag, wieder mehr Mensch sein, statt uns als Individuum ins Zentrum zu stellen. Hierfür könnten Literatur und Kunst als Verständigungsmedien eine ganz zentrale Rolle spielen. Leider fehlt mir ein Stück weit die Fantasie wie wir alle erreichen können. Ich bin aber dahingehend zuversichtlich, dass hierfür kreative Lösungen gefunden werden können.  

Was liest Du derzeit?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich bin da trotz Lektüreplans etwas chaotisch. Vor mir liegt gerade der wunderbar gemachte Band »luna luna« von Maren Kames, den ich bewusst langsam lese, damit ich noch länger etwas davon habe. Geradezu verschlungen habe ich »Monster wie wir« von Ulrike Almut Sandig.Da steht mit »Leuchtende Schafe« schon der neue Lyrikband in den Startblöcken. Um informiert zu sein und Zusammenhänge einordnen zu können habe ich zu  Jerzy Maćków »Die Ukraine-Krise ist eine Krise Europas« gegriffen. Auch wenn das Bändchen von 2016 ist, bildet es doch die Hintergründe des Kriegs in der Ukraine gut ab. In Heinar Kipphardts dokumentarisch angelegten Stück »In der Sache J. Robert Oppenheimer« fand ich den Konflikt zwischen Loyalität und Verantwortung wieder. In der Frage, ob die Sicherheit im Zweifel der Freiheit vorzuziehen sei, bewegen sich die Protagonisten ganz wesentlich auf dem Konfliktfeld, dem auch wir uns aktuell täglich stellen müssen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Hier fällt mir Tschingis Aitmatow ein. In seinem richtungsweisenden Roman »Der Richtplatz« lässt er den aus der Kirche verstoßenen Nachwuchspriester Awdji den Dogmatismus auseinandernehmen:

„Sie treten für das Monopol auf Wahrheit ein, dies aber ist im besten Fall eine Selbsttäuschung, denn es kann keine Lehre geben, und käme sie gar von Gott, die ein für allemal die Wahrheit bis zum Grund erkennt. Wenn dem so wäre, hieße das – es ist eine tote Lehre.“*

Zwei Sätze von denen ich mir wünschte, sie würden dem einen oder anderen Herrscher in steter Regelmäßigkeit ins Hirn gehämmert werden.

Vielen Dank!

*Zitiert nach: Aitmatow, Tschingis: Der Richtplatz. Unionsverlag 1991. S. 123

Vielen Dank für das Interview lieber Patrick, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Patrick Volkmar Siebert, Lyriker

https://schaudort.com/

Foto_privat.

13.3.2022_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Chöre singen / Helden gingen“ Jörn-Peter Budesheim_Bildender Künstler _ Give Peace A Chance_Kassel 19.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Grenzen töten

Inseln trennen

Völker eint

Euch jetzt!

Planetenweite

Einigkeit!

Alles Leben:

Citizen der

Einen Erde

Alle!

Chöre singen

Helden gingen

Alles Leben

Natur gegeben:

Citizen der

Einen Erde

Jörn Peter Budesheim, 16.3.2022

Jörn-Peter Budesheim_Bildender Künstler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Jörn-Peter Budesheim_Bildender Künstler _ Kassel

https://sites.google.com/view/budesheim

Jörn-Peter Budesheim_3_2022

Fotos_Jörn-Peter Budesheim.

Walter Pobaschnig _ 16.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Ekel hätten wir noch im Übermaß“ Cordula Simon, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance_Graz 19.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Im (Kriegs)geschäft

G – „Gib mir einen Eimer Zynismus.“

I – „Ironie haben wir noch, Zynismus ist aus.

V – „Von dem wird mir schlecht.“

E – „Ekel hätten wir noch im Übermaß.“

P – „Presst mir den Hals zu.“

E – „Ein bisschen Wut, darf‘s ein bisschen Wut sein, nur eine Brise, 3 Gramm?“

A – „Alle sind auf Wut. Wie die das mit dem Zittern aushalten.?“

C – „Combat Boots vielleicht?“

E – „Einen vielleicht, zwei wären zu teuer, das Öl und das Gas.“

A – „Aber am Ende haben wir alle nur mehr ein Bein, wenn überhaupt.“

C – „Chaotisch hier. Zurück zu meinem Zynismus.“

H – „Hass hätten wir noch, oder Angst.“

A – „Angst habe ich selber noch genug.“

N – „Nein, dann eben nicht. Das Glas wird niemals leer, nicht wahr? Wie das mit den Coronas.“

C – „Coronareste sind zu Hause auch noch übrig, mit feiner Atemnot hat man mir versprochen, bekommen habe ich mit viel Erschöpfung.“

E – „Erschöpfung? Dann ist der Krieg bald vorbei.“

Cordula Simon, 15.3.2022

Cordula Simon  _Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Cordula Simon  _Schriftstellerin _ Graz

cordula simon | autorin | graz (cordula-simon.at)

Fotos_Cordula Simon.

Walter Pobaschnig _ 15.3.2022.

https://literaturoutdoors.com

„Gegen Krieg an  -schreiten, -schreien, -schreiben“ Isobel Markus__Schriftstellerin _Give Peace A Chance_Berlin 18.3.2022

GIVE PEACE A CHANCE

Gegen Krieg an  -schreiten, -schreien, -schreiben.

In hilflosem Helfen unbeholfen

Verstehen versuchen

Es nicht kapieren, es nie kapieren werden.

Put.in Angst in Wachträume

Endlos eingeschrieben in das kollektive Koma

Auf die Plätze fertig, los, verzweifeln

Charakter formt sich aus Gedanken

Erst denken dann handeln, denn der Klügere gibt doch nach?

Alles auf Anfang

Contenance!

Haltung zeigen, einfrieren von Konten, frieren im Sommer

Aufrüsten, Grenzen ziehen, Gesprächsbereitschaft zeigen 

Nur bis hierhin und nicht weiter, Freundchen.

Carpe diem für den Arsch, weiße Tauben in Käfige sperren

Erkämpft noch jemand Menschenrecht?

Isobel Markus__14.3.2022

Isobel Markus__Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Isobel Markus__Schriftstellerin _Berlin

Über mich

Foto_Nathalie Claude.

Walter Pobaschnig _ 14.3.2022.

https://literaturoutdoors.com