Liebe Leonie Wahl, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?
Im Moment ist viel los: Ich frühstücke ein Früchtejoghurt mit einem Caffé und dann geht es ab zur Probe. Dann einkaufen, kochen und am Abend noch ins Theater. Meistens…
Leonie Wahl, Tänzerin, Choreographin _ „This Is What Happened In The Telephone Booth” folgende _ Tanz im Off II _ Off Theater Wien 6.12./7.12.2024
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Sich mit etwas zu beschäftigen, das uns sinnvoll erscheint. Etwas, wofür wir brennen. Und wenn wir älter sind und vielleicht nicht mehr für alles Begeisterung empfinden, immer wieder den Sinn suchen – auch in größeren Zusammenhängen und mit dem Bewusstsein: Wir sind eh nur ein kleines Sandkorn in der Geschichte… Aber jedes Sandkorn hat seinen Platz und seinen Wert. Und es ist schön, diese verschiedenen Sandkörner zu betrachten und die eigene Verbindung zu den anderen Sandkörnern zu spüren…
Und wichtig: immer ein bisschen in die Sonne gehen, wenn es geht, und kein schlechtes Gewissen haben, wenn es eben doch nicht klappt.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn stehen wir jetzt alle, gesellschaftlich und persönlich. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Wir dürfen uns nicht von den destruktiven Kräften anstecken lassen. Die sind im Gange und blenden viele Menschen mit einfachen Antworten. Die gibt es nicht. Es ist leichter, eine Sandburg zu zerstören, als eine aufzubauen. Kein Wunder, dass die Zerstörung eine schnellere Kraft ist. Das heißt aber nicht, dass die negativen Aspekte in der Kunst ignoriert werden sollten. Nein, sie sollten behandelt und sublimiert werden. Dort können wir damit spielen, agiler im Umgang damit werden und uns dadurch auch ein bisschen davon lösen. Das ist aber kein didaktischer Prozess. Es ist ein alternatives Programm zur Alltagsrealität. Vielleicht ein Raum, wo menschliches Leid geteilt und dadurch verringert wird. Eine Sandkorn-Schau, eine ungefährliche. Außer wir haben Angst vor Berührung oder Veränderung.
Was liest du derzeit?
Ich habe gerade das neueste Buch von Kurt Palm gelesen. Ich fand es super.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?
Meine Zitate bleiben unverändert: Carpe Diem und es ist nie zu spät, in einem.
Vielen Dank für das Interview, liebe Leonie, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanzprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Leonie Wahl, Tänzerin, Choreographin
Aktuelles Tanzfestival _ Off Theater Wien – von/mit Leonie Wahl:
TANZ IM OFF II _ TANZFESTIVAL_ Wien _FR 6.12. – Sa 14.12.2024 OFF Theater Wien
„This Is What Happened In The Telephone Booth” _ Cie.tauschfühlung: „tanka meja“ _
Fr 6.12.2024 19.30h Off Theater Wien
I. „This Is What Happened In The Telephone Booth”
orgAnic reVolt und das.bernhard.ensemble:
„Eines Tages verschwand meine Mutter in einer Telefonzelle, um ihren Geliebten anzurufen. Als sie aus der Zelle heraustrat, war sie plötzlich ein komplett anderer Mensch geworden. Sie war völlig außer sich und nicht mehr zu beruhigen. Von da an blieb sie psychisch krank. Ich war gerade zehn Jahre alt und konnte mir nicht erklären, was in dieser Zelle passiert sein mag. Deshalb begann ich zu tanzen.“
“One day my mother disappeared into a phone booth to call her lover. When she stepped out of the booth, she had become a completely different person. She was very upset and unable to calm down. From this moment on she has been mentally ill. I was just ten years old and could not explain what happened in the booth. There for I started dancing!“
„This Is What Happened In The Telephone Booth” _ Cie.tauschfühlung: „tanka meja“
II. Cie.tauschfühlung: „tanka meja“
tanka meja – eine dünne Linie befindet sich in unserem bürokratischen System zwischen dem Gefühl von Struktur/Sicherheit und Irrsinn/Willkür. 3 PerformerInnen finden sich in ihrer Welt aus Regeln und Regelbrüchen, dem Drang auszubrechen und festgefahrene Strukturen zu hinterfragen wieder. Darin reflektieren sie Probleme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, sowie des grauen Alltagstrotzes eines Beamten, der gerne helfen möchte aber dem seine Hände gebunden sind, will er seinen Job bewahren, um wiederum für sich selbst Sicherheit zu empfinden. Das Stück wurde im Mai 2023 im Rahmen der Plattform „Performing Puzzle“ uraufgeführt. Sound und Körperlichkeit basieren auf Recherchen in Bezug auf die Qualitäten eines ungeschriebenen Blattes Papier, welches für die KünstlerInnen symbolhaft für ein Flüchtlingsboot, sowie für jegliche Formulare und Dokumente, ebenso aber als Blatt in einem Tagebuch für das Erträumen einer alternativen Welt steht.
Tanz/Choreografie: Bianca Anne Braunesberger, Vito Bintchende
Er ist einer der einflussreichsten Schriftsteller der Moderne – William Seward Burroughs (* 5. Februar 1914 St. Louis, Missouri/USA † 2. August 1997 Lawrence, Kansas/USA). Sein Werk ist in der Literatur wie weit darüber hinaus ein vielfältiger Inspirationsgeber bis in die Gegenwart. In seinem experimentellen Formcharakter wie aufmerksam kritischer wie visionärer Gesellschaftssicht geht sein Schreiben bewusst auf neue Perspektiven der Rezeption und Kooperation von Kunst zu und dies wird in vielen Musik- Kunstprojekten immer wieder neu belebt.
Casey Rae, Washington, D.C., Musikkritiker und Lehrbeauftragter an der Georgetown University, legt einen wunderbar fundierten wie perspektivenreichen Zugang, Überblick und inspirativen Weit(er)blick zu Person und Werk von W.S.Burroughs und dessen Aufnahme in der modernen Musikkultur vor.
Es ist eine sehr spannende Reise zu Ursprüngen Schnittflächen von Literatur und Musik, Kunst und Kultur der Moderne, die überraschen und faszinieren.
William S. Burroughs und der Rock ’n‘ Roll. Casey Rae. Btb Verlag.
Liebe Marie Sand, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus
Es ist der Ablauf, den vermutlich 90 Prozent der Schriftstellerinnen und Schriftsteller erfüllen: morgens schreiben, nachmittags schreiben. Ein Roman besteht aus rund 500.000 Zeichen. Die mit Emotion und Verstand aufs Blatt zu bringen, das setzt Disziplin voraus. Der Antagonist in diesem Job ist der Schlendrian. Der schleicht sich von hinten an, flüstert Verlockungen ins Ohr wie: Wollen wir eine Runde tanzen? Hast du heute schon entspannt? Wann hast du das letzte Mal geflirtet? Wie wäre es mit einem Prosecco auf einer der Berliner Terrassen in der Sonne? Das sind böse Sätze, denn sie katapultieren eine, die schreibt, aus dem Stoff, manchmal reißt ein Gedankenfaden und verwebt sich in dieser Art nie wieder. Also: Abwehr den Verlockungen!
Marie Sand, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Was immer schon wichtig war …: Liebe, Freundschaft, Hoffnung.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Toleranz ist das Wort der Stunde. Eine hinterfragende, kritische Haltung sollte geübt sein. Was kann Kunst beitragen? Nun, Kunst erweitert das Denken und Fühlen, zieht uns in Welten, die wir allein nicht betreten würden. Wir lassen die Realität hinter uns, folgen dem Künstler, überschreiten Grenzen in der Fantasie, geben den Träumen Worte und Farben, einen Klang. Kunst darf laut, schrill, aufwühlend sein oder langatmig bis zum Schmerz. Ich mag Kunst, der das gelingt.
Was liest Du derzeit?
Richard Ford: Kanada
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Eigensinnig sein. Wahrheiten erkennen.
Mein neuer Roman „Und morgen wieder schön“ handelt von der Hoffnung, dass auch ein verdammt mieser Moment vorübergeht. Wenn einer Frau die Diagnose Brustkrebs vor die Füße knallt, soll sie zur Kämpferin werden, mit aller Wut auf das, was ist, denn Wut kann Kräfte bündeln, kann einem Ziel eine starke Kontur geben. Nach solch einer Diagnose geht es um alles, um das Leben. Da blättern Eitelkeiten. Der Haarausfall, anfangs ein Drama, muss zur Nebensache werden. Freunde sind wichtig und Hilfe, die von Herzen kommt.
In dieser Geschichte begleitet die Friseurin Amanda Frauen mit Brustkrebs. Sie ist an deren Seite, wenn niemand sonst die Hand hält. Und eine Szene soll ihr immer in Erinnerung bleiben:
„Amanda saß neben der Krankenliege, hielt die Hand der Freundin, munterte sie auf, dass dieser Zusammenbruch nur eine Episode und bald überstanden sei. Da drehte die Freundin den Kopf zu ihr hin, ihre Augen wie Pastell, nichts Giftiges, nichts Spöttisches darin, eine Weite in diesem Blick, die Amanda keine Zuversicht bot, dass es morgen einen neuen Tag gäbe. ‚Schreib in dein Skizzenbuch‘, sagte die Freundin leise: ‚Wenn alles geht, bleibt auch kein Wille.‘“
Vielen Dank für das Interview, liebe Marie, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Marie Sand, Schriftstellerin
Zur Person/über mich: Marie Sand lebt in Berlin. Seit über 15 Jahren konzipiert sie Sachbücher für Autor*innen und Verlage.
Als Schriftstellerin schreibt sie Frauenromane über heimliche Heldinnen bei Droemer. Bislang sind erschienen: „Ein Kind namens Hoffnung“. 2022. Eine deutsche Köchin rettet einen jüdischen Jungen und bleibt lange Zeit heimatlos. „Wie ein Stern in mondloser Nacht“. 2023. Von der Neuerfindung der Babyklappe im Wirtschaftswunderdeutschland. „Und morgen wieder schön“. 2024. Von der Suche nach der Formel für Schönheit.
Aktueller Roman von Marie Sand: „Und morgen wieder schön“Droemer Verlag
Die Geschichte einer Friseurin, die die Modewelt in Paris aufmischen will – und am Ende in ihrem kleinen Laden in Berlin die Formel für Schönheit neu erfindet.
Als Amanda mit ihrem Skizzenbuch im Rockbund in Paris ankommt, will sie nur eins: Karl Lagerfeld treffen und für ihn die Frisuren zeichnen. Aber so einfach wie Amanda, die aus dem kleinen Eifeler Friseurladen ihrer Mutter geflüchtet ist, sich das vorstellt, scheint es nicht zu werden. Der Weg ist steinig und lang – und doch avanciert sie als talentierte Friseurin zum Liebling der High Society der 1970er-Jahre, als sie Françoise Hardy den schrägen Pony verpasst und damit den Look einer ganzen Generation prägt. Auf der Höhe des Erfolgs aber erkrankt ihre Freundin an Brustkrebs. Amanda begreift, was der Verlust der Haare unter der Chemotherapie mit Frauen macht. Damit trifft sie eine Entscheidung, von der sie später sagen wird: „Ich hätte etwas in meinem Leben versäumt, hätte ich diese Arbeit nicht getan.“
Ein wichtiger Roman voller Mitgefühl, mit einem hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft
Marie Sand schreibt über Frauen, die aus Liebe zum Leben handeln: Ihren heimlichen Heldinnen geht es nicht um Anerkennung. Sie bemühen sich einfach jeden Tag darum, die Welt ein bisschen besser zu machen.
„Und morgen wieder schön“Marie Sand, Roman. Droemer Verlag
Zur Person/über mich:Anna Morgoulets studierte Geige in Russland, Israel und Österreich bei Elena Mazor und Pavel Vernikov.Von 2013 bis 2019 war sie 1. Konzertmeisterin des Kärntner Sinfonieorchesters.Seit 2019 ist sie Universitätsprofessorin für Violine an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Klagenfurt.Im Jahr 2015 gründete sie gemeinsam mit 8 KollegInnen das “ensemble minui” mit dem sie regelmässig im In- und Ausland konzertiert.
Die einzigartige türkis schimmernde Wasserfarbe, sein Rahmen in wunderbarer Architektur, Natur und pulsierendem Sommerstrandleben, die Nacht über dem stillen See unter glitzerndem Sternenhimmel, die Jahreszeiten in Ihrem unverwechselbaren Rhythmus und Zauber, all das und viel mehr ist der Wörthersee im Herzen Kärntens. Ein Mittelpunkt, Sehnsuchtspunkt in vielen bunten Ereignissen, Erlebnissen, Geschichte und Geschichten.
Wer könnte nun besser die Segel setzen und schillernde Horizonte der Seegeschichte in Kultur und Treffpunkten, Erinnerung und Wiedersehen öffnen als der jahrzehntelange Kenner und Mitgestalter dieser einzigartigen Wörtherseestory Walter Rubenthaler, Journalist, Autor und vielfältiger Tausendsassa zu Wasser und Land.
Das Buch besticht in seinem wunderbaren Bericht-, Erzählstil in Wort&Bild, der viele Horizonte interessant, informativ und spannend öffnet. Eine großartige Reise zur Faszination Wörthersee, zur Faszination Natur, Mensch und Kultur an einem ganz besonderen türkisblauen Flecken Welt.
Walter Rubenthaler (Autor), Wörthersee. Goldene Zeiten
Claudia Rupp,Tänzerin, Schauspielerin und Dramaturgin _ Foto_Station bei Milena _ Wien
GLÜCK
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EIN
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EGAL
ABER
CLEVER
ERKENNEN
AUCH GEGEN
CHOLERA UND PEST
HILFT EINE
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NEUES DENKEN
CHUZPE HABEN
EINFACH SO
Claudia Rupp, 3.11.2024
Claudia Rupp,Tänzerin, Schauspielerin und Dramaturgin _ Foto_Station bei Milena _ Wien
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Claudia Rupp,Tänzerin, Schauspielerin und Dramaturgin
Zur Person/über mich:Claudia Rupp wurde in Wien geboren. Seit über 15 Jahren ist sie als Tänzerin, Schauspielerin und Dramaturgin eigener Tanztheaterstücke (Las Troyanas/Die Troerinnen, Lady Macbeth del Sacromonte, Carmen fusión, u. a.) aktiv. Ihr tänzerischer Schwerpunkt liegt auf Flamenco und Tango Argentino. Im vergangenen Jahr hat sie sich verstärkt dem Schauspiel gewidmet (Prinzessin Alexandra in „Der Schwan“ von Franz Molnar, derzeit Susanna in „Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit“ von Caron de Beaumarchais).
Fotos: Walter Pobaschnig _ Station bei Milena _ 11/24.
Liebe Claudia Rupp, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Aufstehen, arbeiten, Text lernen/Probenarbeit/Tanzen/Singen, schlafen gehen, aber zwischendurch immer achtsam und dankbar sein für die kleinen besonderen Momente.
Claudia Rupp,Tänzerin, Schauspielerin und Dramaturgin _ Foto_Station bei Milena _ Wien
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Wach bleiben und nicht müde werden mitzudenken
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Den Minderheiten, Kleinen, Wehrlosen, Vergessenen, Stummen eine Stimme zu geben.
Was liest Du derzeit?
Caron de Baumarchais: Figaro-Trilogie Franz Kafka: Briefe an Milena
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Wozu brauche ich Füße, wenn ich Flügel habe (Frida Kahlo)
Claudia Rupp,Tänzerin, Schauspielerin und Dramaturgin _ Foto_Station bei Milena _ Wien
Vielen Dank für das Interview, liebe Claudia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Tanz-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Claudia Rupp,Tänzerin, Schauspielerin und Dramaturgin
Zur Person/über mich:Claudia Rupp wurde in Wien geboren. Seit über 15 Jahren ist sie als Tänzerin, Schauspielerin und Dramaturgin eigener Tanztheaterstücke (Las Troyanas/Die Troerinnen, Lady Macbeth del Sacromonte, Carmen fusión, u. a.) aktiv. Ihr tänzerischer Schwerpunkt liegt auf Flamenco und Tango Argentino. Im vergangenen Jahr hat sie sich verstärkt dem Schauspiel gewidmet (Prinzessin Alexandra in „Der Schwan“ von Franz Molnar, derzeit Susanna in „Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit“ von Caron de Beaumarchais).
Fotos: Walter Pobaschnig _ Station bei Milena _ 11/24.
Michael Fischer, Komponnist _ Gründer des Vienna Improvisers orchestra
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Michael Fischer, Komponnist _ Gründer des Vienna Improvisers orchestra
Zur Person/über mich: Michael Fischer
Michael Fischer, Gründer des VIO, arbeitet an der Sprachimmanenz von Klängen und deren dramatischer Evidenz an Tenorsaxofon, Soundscapes und als „instant composition conductor“ mit Improvisationsorchestern und temporären Großensembles für internationale Festivals und Guest-Lectures.
Vienna Improvisers Orchestra
Das vienna improvisers orchestra (VIO) ist eines der ersten kontinuierlich arbeitenden Improvisationsorchester weltweit. Es war Gast beim legendären Moers-Festival (D), bei Wien Modern und beim ArtActs-Festival sowie an zentralen Orten der bildenden Kunst. Bei variierenden und seit jeher genderparitätischen Besetzungen waren etwa zweihundert Musiker*innen aus fast dreißig Ländern involviert. Seit seiner Gründung 2004 arbeitet das VIO auch in Kooperationen mit Schriftsteller*innen an klangsprachlichen (Simultan-)Verbindungen mit Schwerpunkt experimentelle Poesie. (VIO) ist eines der ersten kontinuierlich arbeitenden Improvisationsorchester weltweit. Es war Gast beim legendären Moers-Festival (D), bei Wien Modern und beim ArtActs-Festival sowie an zentralen Orten der bildenden Kunst. Bei variierenden und seit jeher genderparitätischen Besetzungen waren etwa zweihundert Musiker*innen aus fast dreißig Ländern involviert. Seit seiner Gründung 2004 arbeitet das VIO auch in Kooperationen mit Schriftsteller*innen an klangsprachlichen (Simultan-)Verbindungen mit Schwerpunkt experimentelle Poesie.
Liebe Barbara Schibli, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?
Der Vormittag ist in der Regel für das Schreiben reserviert. Vom Frühstück gleite ich da fast fliessend hinein – so früh am Morgen (ich bin eine Frühaufsteherin) denke ich oft sehr assoziativ und Textpassagen entstehen relativ leicht – aber ich schreibe nicht im engeren Sinne «Morgenseiten», die waren mir immer eher suspekt. Dennoch denke ich, dass auch mein Schreiben je nach Tageszeit und Verfassung – und ich kann das schon auch ein stückweit steuern – unterschiedliche Phasen durchläuft. So würde ich sagen, dass wenn es gegen Mittag geht, ich eher analytisch unterwegs bin.
Wenn ich kann, koche ich gerne über Mittag, das entspannt mich und ist auch ein kreativer Akt – auch wenn es meist ziemlich schnell gehen muss, aber ich koche selten zwei Mal dasselbe.
Am Nachmittag ist dann oft zuerst mal Administratives dran. Und dann entweder Überarbeiten oder Recherchieren.
Und dann gibt es natürlich noch die Tage, an denen ich unterrichte. Das mache ich zu 50%, denn vom Schreiben könnte ich nicht leben. Und auch wenn die beiden Tätigkeiten nicht immer gleich gut vereinbar sind, mag ich ihre Gegensätzlichkeit sehr. Ich mag am Unterrichten das Soziale, die Auseinandersetzung mit Mitmenschen, das gemeinsame Erarbeiten von Wissen, den Austausch, die lebhaften Diskussionen. Und das unmittelbare Feedback – das kommt ja beim Schreiben manchmal um Jahre verzögert. Und im Freifach Literarisches Schreiben kommen dann die beiden Tätigkeitsfelder zusammen, was ich als sehr beglückend erlebe.
Abends lese ich oder schaue noch Filme – ich lerne von Filmen viel fürs Schreiben. Ich gehe relativ spät schlafen, döse dann in zwei Sekunden weg. Manchmal träume ich wirr, was dann am Morgen wieder in Texte einfliesst.
Eben ist mein zweiter Roman „Flimmern im Ohr“ (Dörlemann Verlag) erschienen. Und da gibt es viel zu tun, da läuft vieles im Hintergrund, woran man vielleicht gar nicht so denkt., Organisatorisches, Werbung etc. Es hält mich jedenfalls gerade ziemlich auf Trab. Und dann sind da auch Lesungen, die ich sehr gerne mache, da probiere ich gerade neue Formate aus, mit Musik und auch Gespräche über den historischen Kontext, das macht mir sehr viel Freude. Und dann bin ich auch schon wieder am nächsten literarischen Projekt. Das überlagert sich alles und meist auch alles innerhalb eines Tages.
Barbara Schibli, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Wachsam sein, vieles aufnehmen, sich nicht nur in einer Bubble bewegen, kritisch sein, auch Stellung beziehen. Das ist alles nicht einfach und braucht viel Energie und gelingt auch nicht immer gleich gut. Deshalb glaube ich auch, dass wir auch gut Acht auf uns geben müssen, damit meine ich in erster Linie unserer Gemeinschaft – nicht das ewige Kreisen um sich selbst. Ich denke, Selbstreflexion ist sehr wichtig, aber in Bezug auf ein Wir hin. Aufmerksam sein, was um uns geschieht und reagieren, wenn uns jemand braucht. Und auch den Bezug zu dem, was war, nicht verlieren, also auch die historischen Verbindungen im Auge behalten.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Kritisches Denken ist zentral, gerade wenn für komplexe Probleme einfache Lösungen präsentiert werden. Und im Austausch bleiben, überlegen, wo wir gemeinsame Nenner haben. Die Literatur hat dabei eine extrem wichtige Rolle: Beim Lesen literarischer Texte tauche ich in andere Leben, in andere Denk- und Fühlweisen ein, ich lerne mir fremde Welten kennen und entwickle so ein Verständnis für sie und ihre Probleme. Das schafft Empathie, die in meinen Augen ebenso zentral ist. Andere Blickwinkel einnehmen und mitfühlen und aktiv werden.
Was liest Du derzeit?
Ich lese immer viele Bücher parallel. Gerade fertiggelesen und mit meiner sich wöchentlich treffenden Lesegruppe diskutiert habe ich «Lichtungen» von Iris Wolff, jetzt sind wir an «Parade» von Rachel Cusk. Sehr gerne gelesen habe ich parallel «Hey, guten Morgen, Schöne, wie geht es dir» von Martina Hefter, und mich wahnsinnig für sie gefreut, dass sie den deutschen Buchpreis gewonnen hat! Und da ich von Han Kang noch nichts gelesen habe, habe ich mir eben Menschenwerk besorgt, da bin ich sehr gespannt. Und immer wieder mal kehre ich zu «Frauenliteratur. Abgewertet, vergessen und wiederentdeckt» von Nicole Seifert zurück und viele Gedichte, immer wieder von anderen Autorinnen und Autoren, aber jetzt freue ich mich dann gerade auf die Poetikvorlesungen von Monika Rinck am Literaturhaus Zürich.
Welches Zitat, welchen Textimpuls aus deinem Roman möchtest Du uns mitgeben?
Ein Gedanke, der mich stark leitet: Vorwärts schauen ist wichtig, aber das, was hinter uns liegt, sollten wir dabei nicht vergessen – dass historisches Bewusstsein zunehmend an Bedeutung zu verlieren scheint, sehe ich als gefährlich. Erinnerungskultur ist essenziell, weil sie unsere Zukunft formt.
Und wichtig finde ich dennoch auch: sich treiben lassen, ohne Ziel unterwegs sein, Zustände akzeptieren, das kann auch eine Krise sein und bei allem eine starke Kraft, die uns innewohnt, nicht vergessen: die Sinnlichkeit.
Barbara Schibli, Schriftstellerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Barbara viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Barbara Schibli, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Barbara Schibli, * 1975 in Baden/Schweiz, hat Germanistik, italienische Literaturwissenschaft und Publizistik studiert und lebt nach mehr als zwanzig Jahren in der Stadt Zürich und allen Sprachregionen der Schweiz nun wieder im Kanton Aargau. Sie unterrichtet an einem Gymnasium.
Aktuelle Romanneuerscheinung: Barbara Schibli, Flimmern im Ohr, Dörlemann Verlag
In Deinem neuen Roman „Flimmern im Ohr“ geht es um einen Sommer der Erinnerungen – an Priskas Zeit in der Clubszene und der Frauenbewegung, vor allem aber auch an ihre grosse Liebe, die ebenfalls ins Visier des Schweizer Staatsschutzes geriet. Über dreissig Jahre später denkt Priska zurück und fragt sich, wie ihr Leben wurde, was es jetzt ist. Werden wir mit den Jahren immer mehr wir selbst oder verlieren wir uns in Kompromissen?
Gerade in der Mitte des Lebens ist man ja bisweilen erstaunt, wo man „plötzlich“ steht, weil man vorher vielleicht gar nicht so viel Zeit zum Nachdenken hatte, einfach ein bisschen getrieben ist oder ganz viel machen musste. Und dann hält man inne und ist vielleicht doch recht erstaunt, wo man da hingelangt ist, was mit einem „passiert“ ist. Denn ja, ich glaube im Leben der meisten Menschen sind Kompromisse unumgänglich – aber die Frage ist, was ist aus unseren Idealen geworden, denken wir noch an die Gemeinschaft oder sind wir einem Hedonismus verfallen, wofür engagieren wir uns? Ich hoffe, dasss wir uns mit den Jahren selbst besser kennen und dass das dazu führt, dass wir uns selbstbewusst öffnen können und den Blick weiten können.
Barbara Schibli, Flimmern im Ohr. Roman
288 Seiten | Gebunden mit Fadenheftung und Lesebändchen
Zur Person/über mich:LISA REIMITZ (Festivalintendanz ab 2024)
Geb. 1988, Kulturmanagerin, Intendantin
Ab 1.1.2024: Festivalintendanz (gemeinsam mit Franziska Hatz)
Internationales Akkordeonfestival Wien
KlezMORE-Festival
Musikalischer Adventkalender
Tätigkeiten in Kulturmanagement, Festivalproduktion und Kommunikation,
Projektauszug seit 2015:
stadtform Magazin
Raumpioniere Agentur
wellenklaenge Lunz am See
Baulückenkonzerte
urbanize! Festival
Radsommer am Donaukanal
Homestage Festivals
weiters:
Programmkuratorin, Textproduktion/Redaktion/Presse, Crowdfunding- und Kampagnenberatung
sowie Tätigkeiten als Gutachterin
Ausbildung:
Raumplanung und Eventmanagement
Zertifikatslehrgang Kulturmanagement
Alumni Robert Bosch Stiftung: Internationales Kulturmanagement und Organisationsentwicklung (Tandem Europe Programm in Bulgarien, Portugal, Italien, Griechenland, Frankreich und Deutschland)
ausgebildete Sprecherin
RE/GENERATION
16. MUSIKALISCHER ADVENTKALENDER _ Wien 1. – 24. 12. 2024
IN ALLEN WIENER BEZIRKEN
Öffnung Abendkassa: Jeweils eine Stunde vor Beginn
Der Musikalische Adventkalender öffnet von 1.- 24. Dezember gemeinsam mit über 120 Künstler:innen kulturell-musikalische Kalendertürchen in allen 23 Wiener Bezirken:
vom 1.12. im 1. Bezirk bis 23.12. im 23. Bezirk.
Am 24.12. wird heuer erstmals gemeinsam mit der Tafel Österreich für die Bewohner:innen eines Mutter-Kind-Hauses der Caritas ein kulinarisch-musikalisches Fest ausgerichtet. Das Publikum kann die Feierlichkeit ab 1. Oktober mit dem Kauf ideeller Tickets um € 10,– finanziell unterstützen.
DER MUSIKALISCHE ADVENTKALENDER
– 24. 12. 2024
Der Musikalische Adventkalender öffnet heuer von 1.-24. Dezember zusammen mit über 120 Künstler:innen kulturell-musikalische Kalendertürchen in den 23 Wiener Bezirken. Die diesjährige Ausgabe findet erstmals unter der Leitung von Lisa Reimitz und Franziska Hatz (Internationales Akkordeonfestival, KlezMORE Festival) statt und komplettiert somit die Festival-Trilogie des neuen Intendantinnen-Duos.
“Bei der Kuratierung versuchen wir von Anfang an, eine zeitgemäße Identität, aber auch eine in seinen Formaten und Inhalten, nachhaltige Neugestaltung zu entwickeln. Schnell wurde klar: Das ist ein Prozess, der nicht mit einer Ausgabe erledigt ist. Deshalb gibt es ab nun Jahresthemen, die sich explizit mit der Zukunft von Musikfestivals auseinandersetzen. Mit Re/Generation beginnen wir bei uns, das ist unser Generationenwechsel, wir erdenken und erarbeiten unsere Festivals weiter – auch mit inhaltlich relevanten Formaten als feste Programmpunkte während dem Festival.” – so Lisa Reimitz.
Vielfältiges Programm und vielfältige Formate an vielfältigen Orten
Der Blick auf das Programm verrät, dass es Veranstaltungen gibt, die bei freiem oder geringerem Eintritt stattfinden und in Teilen erstmals ein familien- und kinderfreundliches Programm veranstaltet wird. Lesung, Performance, Workshop, Kinderprogramm und Film Screening finden gleichermaßen statt wie auch die bisherig reinen Abendkonzerte im gelungenen Mix von bereits etablierten, sowie aufsteigenden Künstler:innen. Es wird zudem sichtbar, dass großer Wert auf die Vielfalt in der Auswahl der Spielstätten gelegt wurde:
Vom renommierten Jazzclub in 1010 zum Marktstand in 1100, vom Off-Space in 1150 ins Gasthaus in 1210 , vom Kreativ-Hub in 1050 in den Öffentlichen Raum in 1220 will man nicht nur die Diversität der Musiklandschaft aufzeigen sondern auch, wo in Wien überall kulturelles Leben und kulturelle Teilhabe möglich ist.
“Die große Bandbreite an Spielstätten zieht sich durch all unsere Festivals, der Musikalischen Adventkalender ermöglicht es uns aber, noch eine Ebene tiefer in die Grätzl zu gehen und so die Nachbarschaften und Menschen im Bezirk zu erreichen. Das Zusammenspiel aus Spielstätte, Umgebung und Act ist für uns eine wichtige Komponente bei der Programmierung des Festivals.” – so Franziska Hatz.
So finden trotz Dezemberwetter Programmpunkte also erstmals auch im öffentlichen Raum/Outdoor statt (Chorauftritt mit Paula Barembuem, 11.12, Weihnachtsmarkt Schloss Neugebäude; Live-Musik Tanzperformance „Promenadenmischung“, 22.12, Seepromenade Seestadt Aspern…) und im 13. Bezirk soll am 13.12 überhaupt der “Altgassenziaga” mit musikalischer Darbietung des Folk-Pop-Musikers „Yunger“ von Lokal zu Lokal führen.
Von der musikalisch begleiteten Lesung im Social Design Space „Viktoria“ im 15. Bezirk bis zum fulminanten Konzertperformance des „Schmusechor“ in der Evangelischen Auferstehungskirche in 1070, einem DJ-Workshop für Mädchen im Creative Cluster Margareten, dem Adventkalender-Alltime-Favorite „Die Goas“ im Weinhaus Sittl sowie der jungen Wienerlied Generation mit „Stubenfliege“ im Heurigen Hengl-Haselbrunner in 1190 bis zu einem Nachmittag mit dem LaLaLa Kinderkonzert mit Sakina Teyna, Özlem Bulut und Rina Kaçinari in Kooperation mit „Kulturen in Bewegung“ im 10. Bezirk und der Albumpräsentation der Musikerin Clara Montocchio mit Band als Abschluss des Festivals im F23 Liesing sind als weitere Konzerthighlights etwa die Festivaleröffnung im Porgy&Bess: 15 Jahre Tini Trampler und Playbackdolls bis zum Max Gaier und Willi Landl Duo, Marie Spaemann und dem jungen Ensemble „no string_quartet“ und zu nennen.
Erweiterung der 23 Türen, ideelle Tickets
Wien hat 23 Bezirke, ein Adventkalender im klassischen Sinne 24 Türen.
15 Jahre lang endete das Festival am 23. Dezember – und für das öffentliche Festivalublikum ist auch heuer wieder in Liesing Schluss. Für die Bewohnerinnen einer karitativen Einrichtung wird der Musikalische Adventkalender gemeinsam mit der Tafel Österreich allerdings ein kulinarisch-musikalisches Fest ausrichten und so die bisher fehlende Türe erstmals thematisieren. Das Publikum kann die Feierlichkeit ab 1. Oktober mit dem Kauf ideeller Tickets um € 10 finanziell unterstützen.
Tini Trampler / Stimme; Stephan Sperlich / Klavier, Theremin, Stimme; Lina Neuner / Bass;
Tino Klissenbauer / Akkordeon; Bernhard Rabitsch / Trompete, Stimme; Alexander Lausch / Gitarre;
David S. Strobl / Schlagzeug, Perkussion
Wer sonst würde die erste Türe der 16. Edition des Musikalischen Adventkalenders so charmant, feinsinnig, poetisch und phantastisch zur ganzen großen Stadt öffnen wie Tini Trampler & Playbackdolls?
Was für ein Glück, dass die Formation mit den bittersüßen Stadt-Chansons heuer ihr 15 jähriges Bestehen ohnehin mit einem besonderen Konzertabend feiern und wir einen Eröffnungsabend der besonderen Art veranstalten wollen. Lassen Sie sich erregen und erfreuen, vom virtuosen Zusammenspiel von Gesang, Klavier, Kontrabass, Schlagzeug, Akkordeon, Trompete, Gitarre und Theremin. Vergleichen Sie die Soundtexturen gerne mit Waits – er wird sich freuen!
Wodurch, wie und wann klingt meine Stimme nach Gesang? Die ersten Schritte ins Singen zu entmystifizieren, dazu lädt Jessica Slavik in diesem Workshop alle Klang-Verwunschene und Geräusch-Verschreckte ein, die ihrer Stimme (noch) nicht (mehr) über den Weg trauen. J. S. folgt hier dem Ansatz, dass wir die Ressourcen zu praktisch allen Gesangsstilen bereits in unserer alltäglichen Prosodie finden. Mit der Absicht, alle Teilnehmenden stiloffen abzuholen, bietet sie praktische, physiologisch fundierte Anleitungen samt mentaler und emotionaler Konzepte aus der Schauspiel- & Traumapädagogik. Ob ausschließlich zusehen oder verspielt mitmachen… hier bin ich Mensch, hier darf ich schrei`n.
Di., 3.12.2024 (17.00 Uhr) im 3. Bezirk / Café am Heumarkt
Moderiertes Kaffeehausgespräch für Interessierte, kein Vorwissen nötig
Die Re/generation braucht Schlüsselerlebnisse. Dazu gehört es auch, die Grenzen im eigenen Denken und Handeln aufzubrechen, Raum zu schaffen, in den Austausch zu gehen, mit Blicken und Expertise von Innen und Außen zu arbeiten. Wenn wir schon von Türen sprechen, die sich öffnen – wer geht schlussendlich hindurch?
Vor wem verschließen sie sich, wer kann sie überhaupt finden? Wer hat den Schlüssel zum Öffnen und wer beschließt das? Von welcher Art Türen wollen wir beim Musikalischen Adventkalender zukünftig sprechen und wieviele Schlüssel hängen wir auf den Bund?
Die große Tür des Kleinen Ehrbar Saals gibt am 4.12 den Blick auf das Liedduo „Mina.Mas“ frei und wir empfehlen einen raschen Ticketkauf, da bei diesem Abend beinahe von einer limited edition gesprochen werden kann:
Mina.Mas erzählt in seinem Liederzyklus „Risse. Eine Verdichtung“ von den Herausforderungen einer weiblich gelesenen Person im 21. Jahrhundert, dabei werden historische Lieder von traditionsreichen Komponist:innen mit innovativen Eigenkompositionen und Improvisationen verbunden.
Im niederschwelligen Liederabend werden die starren Rollenbilder, Grundlage vieler Kunstlieder, bewusst nicht weiter verstärkt, sondern aufgeweicht und hinterfragt. Das traditionell passive lyrische Ich bricht aus den alten Zuschreibungen weiblich, jung und schön aus und wird aktiv, facettenreich und unbequem.
Do., 5.12.2024 (10.00 Uhr) im 5. Bezirk / Creative Cluster
1050 Wien; Viktor-Christ-Gasse 10
Eintritt frei
Eine Veranstaltung von turntablista.
Turntablista DJ Workshop
mit Masha Dabelka
Musik ist auch Handwerk. Auch Handwerk will erlernt werden. Gerade auch Handwerkerinnen brauchen Räume, Möglichkeiten, Sichtbarkeit. Und Freude an der Sache, auch!
Masha Dabelka – DJ, Produzentin, findet unerwartete Verbindungen zwischen verschiedenen musikalischen Genres und beleuchtet die verborgenen Ecken des weltweiten musikalischen Erbes. In ihrer DJ-Schule “Turntablista“ für Frauen lernt man am 5. Dezember bei einem kostenfreien DJ-Workshop (in) der alten Schule – Creative Cluster, Incubator for Art and Culture das “Beatmatching by Ear“ und die Grundlagen des DJ-Handwerks, das Verständnis für musikalische Komposition sowie die Arbeit mit analogen und digitalen Medien.
Fr., 6.12.2024 (20.00 Uhr) im 6. Bezirk / TAG Theater
1060 Wien; Gumpendorfer Straße 67
VVK/AK € 25,–; Erm. € 23,–
In Kooperation mit dem TAG Theater
MARIE SPAEMANN
support: no string_quartet
Ursprünglich haben wir an einen reinen Streicherinnen-Abend gedacht, doch dann schloss sich mit dieser Auswahl ein Kreis.
Die Idee der vier jungen, aufstrebenden Musikerinnen des no string_quartet ist es, die Gattung „Streichquartett“ genauer zu beleuchten, Genres aufzubrechen: die Musik des Ensembles bedient sich sowohl klassischer, als auch zeitgenössischer, Volks-, Jazz- und Weltmusik sowie Elementen der Improvisation und schafft so eine einzigartige Klangsprache und Atmosphäre.
MARIE SPAEMANN
Im September veröffentlicht Marie Spaemann ihre neue EP „Both“, beim Musikalischen Adventkalender werden ihre Nummern bei einem Solo-Abend in Wien präsentiert.
Ihr Album „Gap“ (2019) zeigte Kluften auf, ihre neue Veröffentlichung „Both“ führt scheinbar gegensätzliche Welten zusammen und wird die erste Labelkooperation mit der Medienmanufaktur Wien. Inspiriert von der Kreativität und Furchtlosigkeit ihrer Berliner Urgroßmutter, der verspielten Suche nach Vertrauen im Nachtnebel des Ungewissen, und der Weite der Entdeckung ihrer west- afrikanischen Wurzeln schöpft sie Kraft und Hoffnung für die Begegnung mit einer immer komplizierter werdenden Welt.
Sa., 7.12.2024 (19.30 Uhr) im 7. Bezirk / Evangelische Auferstehungskirche
1070 Wien; Lindengasse 44A
VVK/AK € 25,–; Erm. € 23,–
Abendkonzert/Performance
SCHMUSECHOR
Verena Giesinger – Künstlerische Leitung, Dirigat / Die Sänger:innen des Schmusechors
Der Schmusechor steht für eine prickelnde Mischung aus Popmusik, Performance, Haute Couture und Leidenschaft. Unter der künstlerischen Leitung von Verena Giesinger – Ausnahmedirigentin, Herzschlag, Beat und Taktstock des Schmusechors – wird eine Vielfalt an Fulminanz dargeboten, die ihresgleichen sucht. Das am 7. Dezember in der Evangelischen Auferstehungskirche kein Auge trocken und kein Körper regungslos bleiben wird, weiß, wer den Schmusechor schon einmal live erlebt hat. Mit raffinierten Arrangements von David Bowie über Aretha Franklin bis hin zu James Blake und Billie Eilish erleben wir ein edgy Potpourri, das sämtliche Gefühlskanäle an- und erregt und auch vor Genregrenzen nicht Halt macht.
Zuckerfee und Sternenstaub: Wunderschöne, besinnliche Musikstücke zum Zuhören und Mitsingen. Schon die Jüngsten reagieren mit Interesse bis Begeisterung auf die komplexen Töne, wiegen sich zum Rhythmus der Musik und lassen sich von der zauberhaften Stimmung anstecken.
Mo., 9.12.2024 (19.30 Uhr) im 9. Bezirk / Schubert Theater
Beeinflusst von Julia Lee, Ella Mae Morse, Etta James, Louis Jordan, Nat King Cole, Anita O‘Day, Billie Holiday und Ruth Brown – um nur einige zu nennen – lassen die fünf Musiker:innen die Zeit des Swing, Jazz & R&B der 40er und 50er Jahre wieder aufleben. Das schaffen sie unprätentiös, ohne Schnörkel und mit charmantem Witz. Es wird geswingt und gelacht, so dass es Freude macht!
Di., 10.12.2024 (16.00 Uhr) im 10. Bezirk / Kulturhaus Brotfabrik
1100 Wien; Absberggasse 27 / Stiege 3
Eintritt frei
In Kooperation mit Kulturen in Bewegung – eine Initiative des VIDC und Kulturhaus Brotfabrik
Kinderprogramm
LaLaLa Konzert mit Sakina Teyna, Özlem Bulut und Rina Kaçinari
Lalala… weltumspannend, unmittelbar, direkt, spontan, himmelhochjauchzend, melancholisch, traurig, feinfühlig, rasend schnell oder im Schneckentempo. 2024 bringen die drei in Wien lebenden Musikerinnen Rina Kaçinari, Özlem Bulut und Sakina Teyna zum ersten Mal in dieser Konstellation Eigenkompositionen von Leben, Liebe und den alltäglichen Dingen für die ganze Familie auf die Bühne. Jazz über Klassik, Avantgarde und Traditionell bis hin zu Pop, sowie Klänge aus ihrer Heimat öffnen am 10. Dezember die Tür des Kulturhaus Brotfabrik.
Mi., 11.12.2024 (18.00 Uhr) im 11. Bezirk / Weihnachtsmarkt Schloss Neugebäude
1110 Wien; Otmar-Brix-Gasse 1
Eintritt frei
PAULA BAREMBUEM CHÖRE
Einladung zum Mitsingen
Paula Barembuem inspiriert seit vielen Jahren singfreudige Menschen, Musik in der Gruppe zu erleben: Sie leitet drei Laienchöre, ein monatliches offenes Singtreffen in Wien sowie regelmäßige Gesangsworkshops in ganz Österreich. Zum besonderen Anlass des Musikalischen Adventkalenders wird Paula Barembuem gemeinsam mit Mitgliedern aller ihrer Chöre am Weihnachtsmarkt des wunderschönen Schloss Neugebäudes erfreulichen Liedern aus aller Welt die Tore zum Schlosshof öffnen und zum unbeschwerten Mitsingen einladen!
Do., 12.12.2024 (19.30 Uhr) im 12. Bezirk / Café Kosmos
1120 Wien; Tanbruckgasse 14 / Ecke Ratschkygasse
VVK/AK € 25,–; Erm. € 23,–
Veranstaltung mit Dolmetschung in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS)
Abendkonzert
WILLI LANDL UND MAX GAIER DUO
Zum wohl schönsten Datum des Jahres öffnet sich die 12. Tür im Café Kosmos, treten Sie ein, denn…
Max Gaier textet, komponiert und singt für und mit 5/8erl in Ehr’n und Sadfrancisco und Willi Landl ist Chansonnier und Songschreiber. In ihrem gemeinsamen Programm geben sie sich alle Freiheiten: Es wird Solo und im Duo musiziert; sie bringen gegenseitige Covers und unerhörte Duette, die ihnen gefallen, zu Gehör; mit Gitarre oder Klavier oder a cappella oder gar einem Playback.
Felix Junger / Gitarre; Stella for Strangers / Stimme; Johannes Peer / Trompete
Funkkopfhörer-Konzert im Gehen
Wir geben Felix Junger die Altgasse, besser gesagt, wir geben der Altgasse Felix Junger – und dem Publikum Funkkopfhörer, fertig ist der Altgassenziaga!
Als Folk-Pop-Sänger YUNGER tourt er seit einigen Jahren mit großer Leidenschaft durch Städte und Länder und am 13. Dezember nun auch durch die Gasse. Weil der „Ziaga“ ansich schon ein wirklich ehrwürdiges Format ist, schauen wir uns an, was passiert, wenn er vom Künstler selbst gestaltet wird: Wir bewegen uns von Solo-Singer-Songwriter Konzert zum folkigen Duo und münden in einen geschmeidig-jazzigen Abschluss mit seinem Trio Stellaccord, oder ganz anders, jedenfalls aufgepasst:
Begrenzte Kopfhöreranzahl!
Kopfhörer-Kaution: Ausweis, Kopfhörerausgabe nur an Personen ab 12 Jahren
Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.
Sa., 14.12.2024 (19.30 Uhr) im 14. Bezirk / Breitenseer Lichtspiele
Eine der tiefsten Stimmen Wiens gehört einer jungen Songwriterin, deren Name nicht ohne Zufall nach einer Kunstfigur von Tom Waits getauft wurde. Mit Inspirationen von Joan Didion und Patti Smith erschafft sie ihr eigenes dunkles Universum. Die Türe der Breitenseer Lichtspiele öffnet sich am 14. Dezember für das Konzert mit Edna Million und da die Breitenseer Lichtspiele zwar auch Konzertbühne sein können, in ihrem eigentlichen Amt als ältestes Kino Wien aber vor allem tolle Filme vorführen, kann man dies vor dem Konzert gerne tun: Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach.
So., 15.12.2024 (16.00 Uhr) im 15. Bezirk / Viktoria
1150 Wien; Viktoriagasse 5
Tickets € 15,–; keine Ermäßigungen
Veranstaltung mit Dolmetschung in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS)
Musikalische Lesung
BRUNO SCHERNHAMMER mit FRANZISKA HATZ und RICHIE WINKLER
Bruno Schernhammer liest aus seinem Roman “Am weißen Fluss – Die Kinder des Almtals”, die Lesung wird von Franziska Hatz (Akkordeon) und Richie Winkler (Saxophon, Klarinette) musikalisch begleitet.
“Bruno Schernhammer betreibt mit seinem Buch eine besondere Art der „Heimatkunde“. Er legt dar, dass Beheimatung nur dort möglich ist, wo es Erzähler gibt, die vom lange Verdrängten und Totgeschwiegenen berichten.”Ursula Seeber, Literaturhaus Wien
Mo., 16.12.24 (19.30 Uhr) im 16. Bezirk / Weinhaus Sittl
1160 Wien; Lerchenfelder Gürtel 51
VVK/AK € 25,–; Erm. € 23,–
Abendkonzert
DIE GOAS
Markus Binder: Stimme, Tuba
HP Falkner: Stimme, Steirische Harmonika
Am Anfang war nicht die Henne oder das Ei, sondern «die Goas»! Und aus dieser wurde in den 1990er-Jahren schließlich das Duo «Attwenger». Als «die Goas» frönen die beiden Musiker der oberösterreichischen Volksmusik mit zünftigen Gstanzln, Landlern und Zwiefachen und wir ergänzen: Die Goas is Attwenger / Und Attwenger is fein / Aber nur ois die Goas / Wollns beim Adventkalenderl sein.
Di., 17.12.2024 (18.00 Uhr) im 17. Bezirk / Kulturcafé Max
1170 Wien; Mariengasse 1
Freie Spende
Mitmachen!
KLEZMER SESSION SPEZIAL
Die Vienna Klezmer Sessions sind seit 2019 ein Fixpunkt für Wiener und internationale Musiker:innen im Kulturcafé Max in Wien Hernals. Sie bieten einen Raum für erfahrene, angehende oder interessierte Klezmorim um gemeinsam zu musizieren, neues zu Lernen und sich auszutauschen. Auch Klezmeraffines Publikum ist herzlich willkommen um zu lauschen oder das Tanzbein zu schwingen. Jede Session beginnt mit einem Opener Konzert aus bestehenden oder rising stars der (inter)nationalen Klezmerszene. Danach ist die Bühne eröffnet und alle Musiker:innen eingeladen, unter der fachkundigen Leitung von Esther Wratschko zu jammen.
Mi., 18.12.2024 (18.12 Uhr) im 18. Bezirk / Café Mocca
1180 Wien; Gersthofer Straße 2A (in S-Bahn Station Gersthof)
VVK/AK € 25,–; Erm. € 23,–
Kaffeehauskonzert
ANA SCHENA OIS DA AUNDARE
Joachim Regler / Gitarre, Stimme; Simon Scharinger / Gitarre, Stimme
Was sie am 18.12 im Cafe Mocca so treiben werden, das wissen wir gar nicht so genau, das war der Deal. Ana wird dabei aber vermutlich Schena Ois Da Aundare sein – finden Sie es heraus und sagen Sie es niemandem!
Ana Schena Ois Da Aundare (ASODA), das sind Joachim Rigler und Simon Scharinger. Nebst ihrem Wirken in der Gesangskapelle Hermann, haben es sich die beiden Musiker mit ihrem Duo-Projekt zur Aufgabe gemacht, alltägliche Abgründe – von humorvollen Beobachtungen bis hin zu schwermütig-poetischen Innenwelten – in Kombination mit eingängiger Musik zu einem großen Ganzen zu verschmelzen. Unaufgeregt und charmant tänzeln die beiden durch verschiedene Genres, bleiben aber dennoch treffsicher und genau in Sprache, Rhythmus und Melodie.
Do., 19.12.2024 (19.30 Uhr) im 19. Bezirk / Heuriger Hengl-Haselbrunner
1190 Wien; Iglaseegasse 10
VVK/AK € 25,–; Erm. € 23,–
Veranstaltung mit Dolmetschung in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS)
Dass es Heurige auch zur Weihnachtszeit gibt, das ist nicht selbstverständlich. Auch ob der Hengl-Haselbrunner die 19. Türe heuer auch wieder für uns öffnen wird, das wollten wir erstmal vorsichtig erfragen. Er hat gsagt: sicher! Schön, denn nun können wir den Frageball weiter an Stubenfliege spielen:
Gibt es Stubenfliegen eigentlich auch zur Weihnachtszeit? Wie viele Sorten Weihnachtsbäckerei müssen es wohl heuer sein? Und was würden eigentlich Jesus, Maria und Josef dazu sagen? Fragen wie diese stellen sich Eva Stubenvoll, Laurenz Hacker und Matthias Pfeiffer – kurz: Stubenfliege – in ihrem weihnachtlich angehauchtem Trio-Programm. Mit einer Mischung aus altbekannten und neuen Weihnachtssongs im Dialekt, aufgelockert durch Gedichte und humorvolle Texte. Denn, so wie immer, benötigt man gerade zur Weihnachtszeit viel davon, um diese auch unbeschadet zu überstehen!
Fr., 20.12.2024 (19.30 Uhr) im 20. Bezirk / Kulturcafé Henriette
Mary Broadcast / Stimme, A-Bass; Jimi Dolezal / A-Gitarre, Stimme; Thomas Hierzberger / Klavier, Stimme; Andreas Senn / Schlagzeug, Stimme;
Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass Unplugged-Abende ihren eigenen Charme haben. Weil die Stimmung intimer, die Aufmerksamkeit höher, die Verbindung zu den Musiker:innen intensiver ist. Manche meinen sogar, dass ein Unplugged-Konzert dazu führen kann, sich neu in Musik zu verlieben. Wir verdoppeln all das, weil Ihr wisst ja, es ist Weihnachten und so öffnen wir am 20.12. Tür und Bühne für gleich zwei Künstlerinnen und ihre Bands:
Bad Ida Trio – Garage–Soul–Pop–kräftigt–fließt–dicht
Mary Broadcast – Indie–Pop–Rock–mächtig–intensiv–zart
Im Anschluss wird zum Tanz unter der Discokugel im Dining-Bereich des ehemaligen Chinalokals geladen, mit Klängen, dann doch aus Boxen und Kabeln und Computern kommen – das Festivalteam legt seine und eure Lieblingsgassenhauer auf!
Sa., 21.12.2024 (19.30 Uhr) im 21.Bezirk / Strandgasthaus Birner
Vier ehemalige Mitstreiter:innen, Bewunder:innen und Kolleg:innen von Willi Resetarits finden sich an seinem Geburtstag zusammen und spielen ein Konzert mit vielen Liedern aus seinem Repertoire – sowie eigenen Hadern, die dem Birner, Willis Stammwirtshaus, eine ganz besondere Stimmung verleihen werden.
Die Musik- und Tanzperformance PROMENADENMISCHUNG bettet sich in das Geschehen verschiedenster Outdoor-Areale ein und passt sich an die architektonischen und natürlichen Gegebenheiten dort an. Modern Jazz Folk trifft zeitgenössischen Tanz – am 22. Dezember tauschen, filtern und mischen sechs Künstler:innen ihre Eigenkompositionen und Bewegungssprachen zu einem „Best of“ und definieren so den Begriff der „Promenadenmischung“ neu.
Die Re/generation braucht Schlüsselerlebnisse. Dazu gehört es auch, die Grenzen im eigenen Denken und Handeln aufzubrechen, Raum zu schaffen, in den Austausch zu ge- hen, mit Blicken und Expertise von Innen und Außen zu arbeiten. Wenn wir schon von Türen sprechen, die sich öffnen – wer geht schlussendlich hindurch? Vor wem verschließen sie sich, wer kann sie überhaupt finden? Wer hat den Schlüssel zum Öffnen und wer beschließt das? Von welcher Art Türen wollen wir beim Musikalischen Adventkalender zukünftig sprechen und wieviele Schlüssel hängen wir auf den Bund?
Workshop für Interessierte, kein Vorwissen nötig
19.30 Uhr: Abschlusskonzert / F23 saal.eins
VVK/AK € 25,–; Erm. € 23,–
CLARA MONTOCCHIO Album Release
Clara Montocchio / Stimme, Gitarre, Klavier, Komposition; Anna Tropper-Lener / Violine, Stimme;
Niki Waltersdorfer / Gitarre, Stimme; Gregor Aufmesser / Kontrabass
Ein Festivalabschluss ist, gerade dann besonders schön, wenn er mit einem Anfang beginnt. Die Wiener Singer-Songwriterin mit südafrikanischen Wurzeln präsentiert am letzten Abend des Musikalischen Advent- kalenders ihr Debüt-Album „My Vreemde Kind“ mit Band. Ihre tief metaphorischen Texte sind durchdrungen von persönlicher Geschichte und erzählen Geschichten von Verbundenheit und Sehnsucht auf Englisch und in ihrer Muttersprache Afrikaans. Mit einer Stimme, die zwischen warmen, erdigen Tönen und schillernder Klarheit oszilliert, webt sie Folk-Pop-Landschaften voller Poesie und emotionsgeladener Improvisation. Wien Premiere!
Di., 24.12.2024 / Spezialveranstaltung TAFELN!
Für die Bewohner:innen des Mutter-Kind-Hauses der Caritas Wien veranstaltet der Musikalische Adventkalender gemeinsam mit Tafel Österreich und der Musikerin Mira Perusich (Gesang, Klavier) einen musikalisch-kulinarischen 24. Dezember. Gemeinsam essend, lauschend und singend öffnen wir mit „Tafeln!“ die finale Türe des Musikalischen Adventkalender 2024. Mit dem Kauf eines ideellen Tickets für diese geschlossene Veranstaltung unterstützt das Festivalpublikum diesen Tag wesentlich und ermöglicht ein Zusammenkommen voll Herz, Musik und gutem Essen.
Wir danken unseren Fördergeberinnen, Sponsorinnen und KooperationspartnerInnen
Stadt Wien Kultur
SKE Fonds
OKAY Märkte
Die Tafel Österreich
Caritas
Kulturhaus Brotfabrik
WITAF
Kulturen in Bewegung
Hunger auf Kunst & Kultur
sowie allen kooperierenden Spielstätten
Das komplette Programm und alle Spielorte finden Sie detailliert unter:
ALLE unter 27: € 15,– sowie Tickets für Besitzer:innen des Hunger auf Kunst und Kultur Kulturpasses (Achtung! Limitiertes Kontingent bei beiden Kategorien, geltend nur für Eigenproduktionen des Musikalischen Adventkalenders)
Achtung!Preisabweichung beim Ticketverkauf durch Spielstätten möglich. Zusätzliche Ermäßigungen je nach Spielstätte möglich. Die Abendkasseist jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet!