„Das größte Problem heute ist, dass es nicht genug Bildung gibt“ James Strauss, Flötist _ Wien 1.12.2025

Lieber James, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tag beginnt früh: Ich nehme mir Zeit, Flöte zu üben – arbeite an meiner Technik, gehe Repertoire durch und bereite Arrangements vor. Danach folgt oft das Studium von Musikliteratur oder das Durcharbeiten von neuen Programmen. Ich verbringe auch Zeit mit der Planung von Konzerten oder Aufnahmen, wie zum Beispiel dem Projekt zur Aufnahme der Werke des schweizerischen Komponisten Peter Mieg. Später treffe ich Kollegen oder Musiker, arbeite an Korrespondenzen, mit Orchestern, Konzertanfragen und Presse. Abends übe ich oft weiter oder nehme an Proben teil. Bevor ich schlafen gehe, denke ich an zukünftige Projekte oder Konzepte.

James Strauss, Flötist

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

In der heutigen Zeit, mit so vielen isolationistischen Tendenzen, bin ich sehr besorgt. Und ich weiß, dass ich nicht alleine bin. Die politischen Strömungen dieser Länder und jene … Das größte Problem von heute ist, dass es nicht genug Bildung gibt. Es gibt nicht genug Bildung in der Musik, das wissen wir schon lange. Aber jetzt gibt es auch nicht genug Bildung darüber, wer wir sind, was ein Mensch ist und wie er sich mit anderen seiner Art verbinden sollte. Das ist der Grund, warum Musik so wichtig ist. Isolationistische Tendenzen und Nationalismus in seiner sehr engen Form sind gefährlich und können nur mit einem echten Fokus auf die Bildung der neuen Generation bekämpft werden. Kultur ist wirklich das Wichtigste. Und auch in dieser kulturellen Gemeinschaft namens Lateinamerika, eine andere Art, die Dinge zu sehen. Aber das kann nur mit Bildung erreicht werden. Der Fanatismus, der in der Welt existiert, kann nur mit Bildung bekämpft werden. Die wirklichen Übel der Welt können nur mit einem Humanismus bekämpft werden, der uns alle vereint. Auch Dich.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen? Welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Musik und Kunst haben in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels eine entscheidende Rolle als Brücke zwischen Kulturen, Generationen und Herzen. Sie ermöglichen es uns, über Grenzen hinweg zu reflektieren, tiefere Gefühle auszudrücken und Werte zu hinterfragen. Musik und Kunst helfen uns, eine Weltgemeinschaft zu schaffen, in der das Gemeinsame über das Trennende gestellt wird. Der heutige globale Moment zeigt uns, wie wichtig es ist, in Bildung und Kunst zu investieren, um gegen Isolationismus und Intoleranz anzukämpfen. Sie sind eine Form der Heilung und eine Quelle der Verbindung.

Was liest Du derzeit?

Zurzeit lese ich Biografien großer Flötisten und Musiker, die den interkulturellen Dialog gesucht haben. Außerdem beschäftige ich mich mit philosophischen und musikwissenschaftlichen Texten, die uns helfen, die menschliche Natur und unser Verhältnis zueinander besser zu verstehen. In meiner Freizeit lese ich Bücher über Menschlichkeit, Frieden und die Rolle der Kunst in der Gesellschaft.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Musik ist die Sprache, die keine Grenzen kennt – kulturelle, geographische, zeitliche. Möge sie Brücke, Trost und Freiheit sein.“ Diese Worte sprechen für sich: Musik und Kunst haben die Kraft, das Menschliche mit dem Universellen zu verbinden. Wahre Kunst ist nicht nur ein Spektakel – sie ist die Stimme der Seele, die Stimme der Menschheit. Kunst ist der einzige Weg, wie wir als Menschheit zusammenstehen können, um die Herausforderungen der heutigen Zeit zu meistern.

James Strauss, Flötist

Vielen Dank für das Interview, lieber James, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: James Strauss, Flötist

Zur Person/über mich: Biografie – James Strauss (Presseversion)

James Strauss zählt zu den markantesten und ausdrucksstärksten Flötisten seiner Generation – ein Künstler, der die Wahrnehmung seines Instruments neu definiert. Der in Brasilien geborene und in Wien lebende Musiker hat eine internationale Karriere aufgebaut, die sich über mehrere Kontinente erstreckt und durch einen unverwechselbaren Klang, technische Brillanz und eine außergewöhnlich charismatische Bühnenpräsenz geprägt ist.

Als Solist trat Strauss mit renommierten Orchestern in Europa, Amerika und Asien auf, darunter die Cappella Istropolitana, das Lithuanian National Symphony Orchestra, das Tele-Radio Moldova Symphony Orchestra, die Tucson Symphony Orchestra, die Rome Symphony Orchestra sowie die SONOVA – Symphony Orchestra of Northern Virginia. In Brasilien arbeitete er mit zahlreichen bedeutenden Sinfonieorchestern und avancierte zu einer der prägenden Stimmen der klassischen Flöte seines Landes.

Seine künstlerische Laufbahn umfasst zudem Kooperationen mit herausragenden Persönlichkeiten der Musikwelt, darunter der legendäre Komponist und Pianist Claude Bolling, mit dem Strauss international beachtete Projekte verwirklichte. Seine Diskographie spiegelt eine seltene Vielfalt wider – von Repertoireklassikern bis zu Weltersteinspielungen und Werken, die ihm gewidmet wurden.

James Strauss ist ein gefragter Gast bei internationalen Festivals, Radiosendern und Fernsehanstalten. Er trat unter anderem bei Tele Radio Moldova, Radio România Muzical, ORF , Radio France, Radio Classique , sowie verschiedenen Kulturkanälen in Europa und Amerika auf. Seine Interpretation verbindet die Eleganz der europäischen Tradition mit der expressiven Energie seiner brasilianischen Wurzeln – ein Markenzeichen, das sein Spiel sofort erkennbar macht.

Als Professor an der Wien Musik Akademie vermittelt Strauss seine künstlerische Vision an die nächste Generation von Flötistinnen und Flötisten: eine Synthese aus Humanismus, technischer Exzellenz und kulturellem Bewusstsein.

Unter Exklusivvertrag bei Universal Music entwickelt er derzeit großangelegte Projekte, darunter die Weltersteinspielung von Frühling’s Fantasia für Flöte und Orchester sowie eine umfassende Einspielung der Werke des Schweizer Komponisten Peter Mieg. Sein jüngstes Jubiläumskonzert im Musikverein – mit der Flöte als zentrales Instrument eines ausgedehnten Orchesterprogramms – wurde von der Presse als außergewöhnliches Ereignis wahrgenommen und unterstreicht seine Rolle bei der Erneuerung der Flötenpräsenz auf den bedeutendsten Bühnen Europas.

Mit einer Karriere, die Tradition, Innovation und eine tief menschliche künstlerische Haltung vereint, zählt James Strauss heute zu den einflussreichsten und inspirierendsten Flötisten der internationalen Musikszene.

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 29/11/25

https://literaturoutdoors.com

„Gilt“ Sabine-Simmin Rahe, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Berlin 30.11.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Gilt

Im ängstlichen

Vergleich – dem Ursprung des Unfriedens –

Etwas?



Pflücken

Erzerne Lanzen unbeschadet

Apfelblüten?

Chaos

Entwickelt vielleicht



Augenblicke des Aufscheinens, doch



Chronos

Holt

Alle

Nach Hause ins 

Centrum des

Ewigen Wandels – ins Unbewegte– darin ist und sind alle/s gleich.

Sabine-Simmin Rahe, 28.11.2025

Sabine-Simmin Rahe, Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Sabine-Simmin Rahe, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Sabine-Simmin Rahe aka Simin Sarah Shirazy zwangsemanzipierte Gestalterin, Herausgeberin und poetische Schriftstellerin – brach im besten Hobbitalter zu ihren Abenteuern in die realexistierende Welt auf. Fortan hatte sie nicht nur materiell selbst für sich zu sorgen. Aus diesen Erfahrungen speisen sich ihre Lyrik und Prosa. Sie veröffentlicht regelmäßig auf ihrem Blog https://die-dorettes.de, und in Buchform mit ihrer EDITION DORETTES mit der sie auch jährlich seit 2022 –stetig anwachsend – umfangreichere Anthologien herausgibt. die-dorettes.de

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 29/11/25

https://literaturoutdoors.com

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ Sabine-Simmin Rahe, Schriftstellerin _ Berlin 29.11.2025

Liebe Sabine-Simmin Rahe, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das kommt ganz darauf an, welche Pflichten ich erfüllen muss.

Sabine-Simmin Rahe, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig? 

Keine Panik, Mut und Widerständigkeit.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu? 

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Die Künste sind die Zuwendung zur radikalen, unverstellten Wahrhaftigkeit und ein Lebensmittel, zu dem alle Zugang erhalten und in denen alle unterrichtet werden sollten. Wie man an dem Schaffen der Familie Hark Bohm erleben durfte, können sie eine ganze Generation kulturell umklammern und in die Zukunft der nächsten weisen.

Was liest Du derzeit?

Fachliteratur, aber ich verschenke „Der Golem“ von Gustav Meyrink

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben? 

Auf die Frage, wie finde ich Lehrer: „Jemand, der seine Weisheiten verkauft, ist auch nur ein Händler.“ Tenzin Gyatso, Hamburg, 2014

Vielen Dank für das Interview, liebe Sabine-Simmin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Sabine-Simmin Rahe, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Sabine-Simmin Rahe aka Simin Sarah Shirazy zwangsemanzipierte Gestalterin, Herausgeberin und poetische Schriftstellerin – brach im besten Hobbitalter zu ihren Abenteuern in die realexistierende Welt auf. Fortan hatte sie nicht nur materiell selbst für sich zu sorgen. Aus diesen Erfahrungen speisen sich ihre Lyrik und Prosa. Sie veröffentlicht regelmäßig auf ihrem Blog https://die-dorettes.de, und in Buchform mit ihrer EDITION DORETTES mit der sie auch jährlich seit 2022 –stetig anwachsend – umfangreichere Anthologien herausgibt. die-dorettes.de

Foto: privat

Walter Pobaschnig 29/11/25

https://literaturoutdoors.com

O Nyx. Nachtgedichte. Julia Kulewatz. kul-ja! publishing.

Es ist ein Fall in das Innere. Mitten hinein in das dunkle Herz von Gegenwart und die Erinnerungen am Ende der Nacht. Mitten hinein in die Kraft und Macht der Erde, die umgibt, wachsen lässt und begräbt. Die Suche nach Wahrheit, das Wandeln am Weg zwischen Sehnsucht und Liebe, Ziel und nirgendwo…

Julia Kulewatz, Schriftstellerin und Verlegerin, eine der interessantesten und variantenreichsten Stimmen im selbstgeschriebenen Wort wie im Verlagsportfolio, legt ihren neuen zweisprachigen Gedichtband (engl.Übersetzung Bianca Katharina Mohr, Kohlezeichnungen von Vera Kattler) vor, der in einem Wechselspiel von Zeit und Leben zu einem poetischen Tanz in Nacht-, Traumbildern lädt, der von Tango bis Walzer alles bietet, was Sprache in Erfahrung, Reflexion leisten kann.

„Eine unverwechselbare poetische Stimme, die tabulos Zeit und Leben in Sprache und Sinn setzt.“

O Nyx. Nachtgedichte. Julia Kulewatz. kul-ja! publishing.

Gedichte, 1. Auflag

132 Seiten — 13 x 20 cm

Sprachen: Deutsch/Englisch

ISBN: 978-3-949260-31-5

22,00 €

Walter Pobaschnig   11/25

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„Königin Esther“ John Irving. Roman. Diogenes Verlag.

Es ist eine lange Familiengeschichte, die Jimmy Winslow vorausgeht. Das Ankommen der Vorfahren über den Atlantik mit der Mayflower im 17.Jahrhundert und dann das Ankommen in Amerika in jeder Generation neu in Zeit und Herausforderung.

Und jetzt ist er es. Ausgangspunkt New Hampshire. 1960er Jahre. Ankommen oder aufbrechen? Wie die Mutter, die nach Palästina gezogen ist, um neu anzukommen.

James entscheidet sich der Mutter zu folgen und kommt zunächst nach Wien, wo ihn das Leben in allen Überraschungen, Verrücktheiten voll erfasst. Dazu kommt der Rat der Mutter, der Einberufung in den Vietnam Krieg zu entgehen…und dieser Vorschlag hat es in sich…

Es geht weiter und weiter mit dem Ankommen im Leben. Da und dort und nirgends…

John Irving, Bestsellerautor, legt ein neues Meisterwerk vor, das Leserin und Leser in das einzigartige Sprach-, Lebens-, Abenteueruniversum des in New Hampshire geborenen und nun in Toronto lebenden Autor hineinkatapultiert und dort kreisen und fasziniert staunen wie genießen lässt. Eine Lese-Raumfahrt der ganz besonderen Art unter dem Sternenhimmel höchster Schreibkunst.

„John Irvings Bücher sind Raumschiffe, welche die Schwerkraft überwinden und Seite um Seite frei und leicht im Weltall Leben schweben lassen.“

„Königin Esther“ John Irving. Roman. Diogenes Verlag.

Hardcover Leinen, 560 Seiten

erscheint am 19. November 2025

ISBN 978-3-257-07367-6

€ (D) 32.00 / sFr 42.00* / € (A) 32.90

Walter Pobaschnig  11/25        

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„Gemeinsam“ Ana Maria Blanco, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Baden-Württemberg 27.11.2025

GIVE PEACE A CHANCE


Gemeinsam

In den

Verästelungen des Fremden Orientierung finden

Ewig Gegebenes hinterfragen


Prinzipien neu ordnen

Einigkeit im Differenten

Anachronismen verweigern

Canceroides Wachstum des Ungefähren begrenzen

Einander offen begegnen


Anstand bewahrend


Causal ist Ungleichheit

Herausfordern des Bequemen

Anstatt

Negation der Veränderbarkeit

Chancen erkennen und erweitern

Einigkeit im Anderen neu denken



Ana Maria Blanco, 26.11.2025

Ana Maria Blanco, Autorin,
Klangkünstlerin und Vokalistin

GIVE PEACE A CHANCE

Ana Maria Blanco, Autorin,
Klangkünstlerin und Vokalistin

Zur Person/über mich: 

„Den Käfig der Vögel betreten, ohne sie zum Singen zu bringen“ Chuang-Tse, bedeutet: „Dorthin zurückkehren, wo die Namen überflüssig sind oder an den Ort zurückkehren, wo Namen und Dinge verschmelzen und dasselbe sind, zur Dichtung, dem Reich, wo das Benennen Sein ist“.

Auszug aus dem Vorwort für „Für die Vögel“ John Cage

1967 bin ich in Heilbronn geboren, meine Eltern waren sogenannte “Gastarbeiter“ aus Spanien und Italien.

Mit 8 Jahren stand ich das erste Mal als Sängerin auf der Bühne.

1983-1986 Mitglied des Wettbwerbschors des Mönchseegymnasiums Heilbronn

Regelmäßige Konzerte.

1991 Klassische Gesangsausbildung bei Susan Aalgrimm,

Professor Jeane Garson,
San Jose State Universety, Kalifornien, USA

Konzerte als Interpretin Klassischer Opernarien –
z.B. Despina in Mozarts

„Così fan tutte “.

Mitglied in verschiedenen
Cover-Bands-Rep.: Patti Smith,
Kate Bush aso.

1995 Unterricht in Jazzgesang,

Harmonielehre und Improvisation bei Jane Rudnick

Ensemblemitglied bei „Total Vokal“ unter der Leitung von Jane Rudnick

Ensemblemitglied beim Gospelchor Reutlingen

Ensemblemitglied eines Studentenmadrigalchors

Unterricht bei Kyra Astfalk und Lauren Newton

1995 Teilnahme am „Wettbewerb: „Walter-Koschatzki-Preis“

bei der Edition „nnoslip„in Wien mit einem

Buchprojekt „Mein Sein“–Holz, Plexiglas, Birkelnudeln-.

1996 Ausstellung Malerei und Grafik im

„Heinrich-Landerer-Krankenhaus“ in Reutlingen

1997 Ausstellung selbst illustrierter Buchobjekte in Reutlingen

1997 Aufnahme ins Reutlinger Künstlerlexikon

1998 Ausstellung der Installation „Hurt“

-Plastik, Klangarbeit – in Reutlingen,

Performance in Freier Improvisation für Vocals und Monochord

1998-2002 Studium an der „Freien Kunstakademie Nürtingen“

Mario Ohno Rauminstallation

Harry Walter und Rene Straub ABR_Archiv beider Richtungen

Kurt App Klanginstallation – „Meeting with Amanjaku:

sound installation sept/ oct 2001, Eventpark,

Fujino, Kanagawa pref., Japan “.

2002 Abschlussausstellung mit der

Klanginstallation „Fuge für 6 Module“

Ab 1998 Regelmäßige Teilnahme an den Nürtinger Kunsttagen in der Reihe „Schaufenster zur Kunst“

1998 Installation zusammen mit Carmen Penhuet im Pianohaus Heilemann: Fotographien, Klangcollage: „Oh mein Papa“

1999 „Schwebender Kubus“ Kreisparkasse Nürtingen


1999
Freie Improvisation „Klang und Rhythmus“ für Monochord und Vocals in Der Reihe: FÜR ALLE – Donnerstagsforum der FKN

Während des Studiums: Durchgängige Konzerttätigkeit in Verschiedenen Jazz-Quintetten in Baden-Württemberg

Mrs Jones mit Jazz im Provisorium

„…eine gar nicht alltägliche Stimme faszinierte am…das Publikum im Provisorium… den Namen Ana Maria Blanco wird man sich merken müssen, mit einer faszinierend schönen Stimme, sang sie in erster Linie Jazz-Standards…“.

2000 Freie Improvisation für „Ohrcello“, Gongs und Vocals

im Schauraum Nürtingen

2001 Kunstbüro in der BW-Bank in Nürtingen mit dem Spielkonzept „Shape your Brain“ in der Reihe „Schaufenster zur Kunst“

2002 Reihe Musik in der FKN: Klanginstallation „My Voice?“


2004 
Teilnahme an der langen Nacht der Museen in Stuttgart

in der Galerie „Eigenart“ mit dem Spielkonzept „Shape your Brain“

2003-2005 Arbeit an dem Kinderbuch „Lucie und der Mond“

Text und Musik: Ana Maria Blanco

Illustrationen: Patrizia Gomaringer-Prestle

2005 Lucie und der Mond erscheint im Stuttgarter Rimon Verlag

Lesungen in Galerien, Büchereien und Buchhandlungen

Tätigkeit in der Jugendkunstschule Nürtingen

2005-2007 Musikalische Zusammenarbeit mit dem Komponisten

und Gitarristen Georg Lawall, der mit der Formation Orexis Weltbekanntheit erreichte und mit dieser Formation mit dem Deutschen Schallplattenpreis 78, als „Künstler des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Ebenso mit Dr. Jim Franklin – Shakuhatschi und Komposition

Konzerte in Deutschland und Österreich

2008 Wiederaufnahme des Unterrichts Bei Lauren Newton

Teilnahme an Vocal Adventures unter der Leitung von Lauren Newton

2009 Klavierunterricht bei Jens Otzen – Wirtschaftswunder.

2009- Heute Beginn an der Arbeit zu dem Musikprojekt „Migration“

Zusammenarbeit unter anderem mit:

Maria Carreras – Malerei und Gesang

Carmen Brown – Gesang

Jens Otzen – Klavier

Günter Reger – Multiinstrumentalist, Samples, Malerei

9. Juli 2011

Zum Tag der offenen Tür des Pädagogischen Fachseminars in Kirchheim: Ausstellung der Installation:

„Der Gesang der Geister über dem Wasser“/“Canto degli spiriti sopra le acque“, Video und Musik, nach dem gleichnamigen Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe: Ursprungstext und in italienischer Übertragung,

Musik von Ana Maria Blanco

09.2011 bis Heute

Lehrkraft für Musik, Kunst und AES an allgemeinbildenden Schulen in SEKI

2021/22/23

  • Arbeit an der Reihe Selbstbildnis: Zeichenkarton, Acryl, Tusche und Aquarell
  • Arbeit am „Stuttgarter Tagebuch“
  • Arbeit an verschiedenen Texten und Kurzgeschichten
  • Ungewisse Zukunft / Wagnis des Morgen

Für eine Zukunft des Jetzt

Uwe Kraus (Hrsg.)

  • Klassiker & Lyrik
  • Paperback 156 Seiten
  • ISBN-13: 9783750408388
  • Verlag: Books on Demand
  • Erscheinungsdatum: 26.10.2019
  • Lucie und der Mond: Eine Bildgeschichte mit Liedern
    Herausgeber‏: ‎ Rimon Verlag Tübingen (1. Oktober 2005)
  • Sprache‏: ‎ Deutsch
  • Taschenbuch‏: ‎ 68 Seiten
  • ISBN-10‏: ‎ 3937620036
  • ISBN-13‏: ‎ 978-3937620039
  • Lesealter‏: ‎ Ab 10 Jahren

Fotos: Portraits _privat; Motiv _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 25/11/25

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„Literatur muss sich gegen Menschenverachtung stellen“ Ana Maria Blanco, Schriftstellerin _ Baden-Württemberg 27.11.2025

Liebe Ana Maria, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin Lehrerin an einer allgemeinbildenden Schule. Ich bin äußerst gerne draußen, schaue dem Wechsel der Jahreszeiten zu und bewundere die Schönheit selbst in ihrer kleinsten Form. Da meine Gedanken in den Lüften umherwirbeln, erdet mich der Kontakt zur Natur. Ich schreibe oft abends und an den Wochenenden. Den letzten Text schrieb ich bei strömenden Regen unter dem Vordach einer alten Villa.

Ana Maria Blanco, Autorin,
Klangkünstlerin und Vokalistin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube Zuversicht und Bindung. Das ist gleichzeitig schön und schwer.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Die Kunst ist die Bastion der Freiheit, denn sonst wird man überall begrenzt. Begrenzt auch durch eine stupide Form einer Vorstellung von Norm-alität. Das Leben wird durch den Tod begrenzt und unser aller Freiheit durch Fanatismus und Menschen, die glauben, durch eine harte Hand und Gewalt lassen sich Veränderungen und Konflikte eindämmen.
Kunst sollte sich auch nicht anbiedern, denn eine gewisse Rebellion gegen das Festgefahrene und Institutionalisierte war immer Wesensmerkmal der Kunst.
Kunst und Literatur muss sich gegen Menschenverachtung stellen und durch Joseph Beuys ist der Begriff der sozialen Plastik mittlerweile in vielen progressiven Bewegungen State of the Art und künstlerische Projekte entstehen im urbanen Umfeld, deren Markenkern Partizipation ist.

Was liest Du derzeit?

Ich lese gerade von Anna Maschik „Wenn du es heimlich tun willst musst du die Schafe töten“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ich bin für die Vögel, nicht für die Käfige… (cages).
John Cage in „Für die Vögel
“ Merve Verlag 1984 Taschenbuch

Vielen Dank für das Interview, liebe Ana Maria, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Musik-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Ana Maria Blanco, Autorin,
Klangkünstlerin und Vokalistin

Zur Person/über mich: 

„Den Käfig der Vögel betreten, ohne sie zum Singen zu bringen“ Chuang-Tse, bedeutet: „Dorthin zurückkehren, wo die Namen überflüssig sind oder an den Ort zurückkehren, wo Namen und Dinge verschmelzen und dasselbe sind, zur Dichtung, dem Reich, wo das Benennen Sein ist“.

Auszug aus dem Vorwort für „Für die Vögel“ John Cage

1967 bin ich in Heilbronn geboren, meine Eltern waren sogenannte “Gastarbeiter“ aus Spanien und Italien.

Mit 8 Jahren stand ich das erste Mal als Sängerin auf der Bühne.

1983-1986 Mitglied des Wettbwerbschors des Mönchseegymnasiums Heilbronn

Regelmäßige Konzerte.

1991 Klassische Gesangsausbildung bei Susan Aalgrimm,

Professor Jeane Garson,
San Jose State Universety, Kalifornien, USA

Konzerte als Interpretin Klassischer Opernarien –
z.B. Despina in Mozarts

„Così fan tutte “.

Mitglied in verschiedenen
Cover-Bands-Rep.: Patti Smith,
Kate Bush aso.

1995 Unterricht in Jazzgesang,

Harmonielehre und Improvisation bei Jane Rudnick

Ensemblemitglied bei „Total Vokal“ unter der Leitung von Jane Rudnick

Ensemblemitglied beim Gospelchor Reutlingen

Ensemblemitglied eines Studentenmadrigalchors

Unterricht bei Kyra Astfalk und Lauren Newton

1995 Teilnahme am „Wettbewerb: „Walter-Koschatzki-Preis“

bei der Edition „nnoslip„in Wien mit einem

Buchprojekt „Mein Sein“–Holz, Plexiglas, Birkelnudeln-.

1996 Ausstellung Malerei und Grafik im

„Heinrich-Landerer-Krankenhaus“ in Reutlingen

1997 Ausstellung selbst illustrierter Buchobjekte in Reutlingen

1997 Aufnahme ins Reutlinger Künstlerlexikon

1998 Ausstellung der Installation „Hurt“

-Plastik, Klangarbeit – in Reutlingen,

Performance in Freier Improvisation für Vocals und Monochord

1998-2002 Studium an der „Freien Kunstakademie Nürtingen“

Mario Ohno Rauminstallation

Harry Walter und Rene Straub ABR_Archiv beider Richtungen

Kurt App Klanginstallation – „Meeting with Amanjaku:

sound installation sept/ oct 2001, Eventpark,

Fujino, Kanagawa pref., Japan “.

2002 Abschlussausstellung mit der

Klanginstallation „Fuge für 6 Module“

Ab 1998 Regelmäßige Teilnahme an den Nürtinger Kunsttagen in der Reihe „Schaufenster zur Kunst“

1998 Installation zusammen mit Carmen Penhuet im Pianohaus Heilemann: Fotographien, Klangcollage: „Oh mein Papa“

1999 „Schwebender Kubus“ Kreisparkasse Nürtingen


1999
Freie Improvisation „Klang und Rhythmus“ für Monochord und Vocals in Der Reihe: FÜR ALLE – Donnerstagsforum der FKN

Während des Studiums: Durchgängige Konzerttätigkeit in Verschiedenen Jazz-Quintetten in Baden-Württemberg

Zeitungsausschnitt:

Eine gar nicht alltägliche Stimme

Mrs Jones mit Jazz im Provisorium

„…eine gar nicht alltägliche Stimme faszinierte am…das Publikum im Provisorium… den Namen Ana Maria Blanco wird man sich merken müssen, mit einer faszinierend schönen Stimme, sang sie in erster Linie Jazz-Standards…“.

2000 Freie Improvisation für „Ohrcello“, Gongs und Vocals

im Schauraum Nürtingen

2001 Kunstbüro in der BW-Bank in Nürtingen mit dem Spielkonzept „Shape your Brain“ in der Reihe „Schaufenster zur Kunst“

2002 Reihe Musik in der FKN: Klanginstallation „My Voice?“


2004
Teilnahme an der langen Nacht der Museen in Stuttgart

in der Galerie „Eigenart“ mit dem Spielkonzept „Shape your Brain“

2003-2005 Arbeit an dem Kinderbuch „Lucie und der Mond“

Text und Musik: Ana Maria Blanco

Illustrationen: Patrizia Gomaringer-Prestle

2005 Lucie und der Mond erscheint im Stuttgarter Rimon Verlag

Lesungen in Galerien, Büchereien und Buchhandlungen

Tätigkeit in der Jugendkunstschule Nürtingen

2005-2007 Musikalische Zusammenarbeit mit dem Komponisten

und Gitarristen Georg Lawall, der mit der Formation Orexis Weltbekanntheit erreichte und mit dieser Formation mit dem Deutschen Schallplattenpreis 78, als „Künstler des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Ebenso mit Dr. Jim Franklin – Shakuhatschi und Komposition

Konzerte in Deutschland und Österreich

2008 Wiederaufnahme des Unterrichts Bei Lauren Newton

Teilnahme an Vocal Adventures unter der Leitung von Lauren Newton

2009 Klavierunterricht bei Jens Otzen – Wirtschaftswunder.

2009- Heute Beginn an der Arbeit zu dem Musikprojekt „Migration“

Zusammenarbeit unter anderem mit:

Maria Carreras – Malerei und Gesang

Carmen Brown – Gesang

Jens Otzen – Klavier

Günter Reger – Multiinstrumentalist, Samples, Malerei

9. Juli 2011

Zum Tag der offenen Tür des Pädagogischen Fachseminars in Kirchheim: Ausstellung der Installation:

„Der Gesang der Geister über dem Wasser“/“Canto degli spiriti sopra le acque“, Video und Musik, nach dem gleichnamigen Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe: Ursprungstext und in italienischer Übertragung,

Musik von Ana Maria Blanco

09.2011 bis Heute

Lehrkraft für Musik, Kunst und AES an allgemeinbildenden Schulen in SEKI

2021/22/23

  • Arbeit an der Reihe Selbstbildnis: Zeichenkarton, Acryl, Tusche und Aquarell
  • Arbeit am „Stuttgarter Tagebuch“
  • Arbeit an verschiedenen Texten und Kurzgeschichten
  • Ungewisse Zukunft / Wagnis des Morgen

Für eine Zukunft des Jetzt

Uwe Kraus (Hrsg.)

  • Klassiker & Lyrik
  • Paperback 156 Seiten
  • ISBN-13: 9783750408388
  • Verlag: Books on Demand
  • Erscheinungsdatum: 26.10.2019
  • Lucie und der Mond: Eine Bildgeschichte mit Liedern
    Herausgeber‏: ‎ Rimon Verlag Tübingen (1. Oktober 2005)
  • Sprache‏: ‎ Deutsch
  • Taschenbuch‏: ‎ 68 Seiten
  • ISBN-10‏: ‎ 3937620036
  • ISBN-13‏: ‎ 978-3937620039
  • Lesealter‏: ‎ Ab 10 Jahren

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 25/11/25

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Die Außenseiterin, Robert Eichenauer. Roman, edition Keiper.

Der Morast des Dorfes nach dem großen Krieg. Da ist Anna und da ist die Welt. Ganz schwere Schritte. Bei Regen und Sonne. Draußen und drinnen.

Drinnen ist die Welt zwischen Vater und Schulweg eng umzäunt, ohne Auswege, auch wenn der Lehrer Vogelsam ob der guten Schulleistungen Annas sich gerade am Weg zum Kollmann Hof befindet und mit dem Vater sprechen will. Über die Welt draußen und die Möglichkeiten von Bildung und Leben – Annas Leben.

„Aber weil Anna ja so leicht lerne, wäre es doch eine gute Idee, sie in die Hauptschule nach Traun zu schicken. Dort würde sie viel mehr lernen und – wer weiß – später vielleicht sogar eine Handelsschule besuchen.

Kollmann wandte seinen Blick von der Pendeluhr ab und sah dem Lehrer direkt in die Augen.

„Und wofür soll das gut sein?“, fragte er Vogelsam.“

Hinter der Tür weint Anna. Kein Entkommen…

Nach der Schule die Arbeit auf einem anderen Hof. Wie es immer war. Wie es immer seinen Gang gehen soll…

Doch Anna will raus und sie setzt alles daran, dies zu erreichen…als mutige Außenseitern..

Robert Eichenauer beweist mit seinem ersten Roman, dass er eine der spannendsten wie mutigsten neuen Stimmen österreichischer Literatur ist. Der Autor hat keine Scheu sich österreichischer Gesellschaftsgeschichte des 20.Jahrhunderts mutig zu stellen und einen selbstbewussten literarischen Weg zwischen ganz großen Namen von Franz Innerhofer bis zu Helena Adler zu gehen.

Die Geschichte von Anna ist mitreißend im sehr gut gesetzten oszillierenden Radius von pointiert kritischer Perspektivität zu Landes-, Familien – und Gesellschaftsgeschichte erzählt. Anhand der unbeugsamen Frauenpersönlichkeit gelingt es Sehnsucht, Wille und Tragik im strukturellen Geflecht der Zeit sehr gut herauszuarbeiten. Leserin und Leser gehen mit Anna mit und diese Spannung hält bis zur letzten Seite an.

Robert Eichenauer ist eine spannende, mutige, neue literarische Stimme, die zu überraschen und zu begeistern weiß!“

Die Außenseiterin, Robert Eichenauer. Roman, edition Keiper.

Klappenbroschur, 272 Seiten

ISBN 13: 978-3-903575-55-4

Erscheinungsdatum: 30. September 2025

24,00 €

Walter Pobaschnig  11/25

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„angesichts“ Sabrina Gaber, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Villach 26.11.2025

GIVE PEACE A CHANCE


Gemeinsam gegen giftige

Ideen.

Vereinte

Ehrlichkeit.


Pflegebereitschaft

Eigener

Angeschaffter, angesehener

Charakteristischer

Eigenschaften.





Angesichts


Chaosverbreitender,

Heroischer, hedonistischer

Ansichtsweisen

Namhafter

Chefs

Erdenweit.



Sabrina Gaber, 25.11.2025

Sabrina Gaber, Schriftstellerin

GIVE PEACE A CHANCE

Sabrina Gaber, Schriftstellerin

Sabrina Gaber, geboren 1982 in Villach, wohnhaft in Villach. Verheiratet mit meinem größten Unterstützer und Fan der ersten Stunde und ich durfte zwei mittlerweile erwachsene Menschen auf ihrem Weg in ihre Selbstständigkeit begleiten. Konditorgesellin, diplomierte Ernährungstrainerin, Sozialpatin, Ordinationsassistentin und Schriftstellerin. Ich kann mich selbst nicht beschreiben, ich finde: „mich kann man nur erleben.“

Veröffentlichungen

Eine Geschichte in der Anthologie „Satt“ erschienen im Wolf Verlag und ein Buch mit Kurzgeschichten mit dem Titel „Im Blick“, ebenfalls Wolf Verlag. Die nächste Veröffentlichung findet in einer weiteren Anthologie „Vorwerfen-Nachwerfen“ vom Wolf Verlag statt.

Fotos: Portrait_privat; Motiv _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig 25/11/25

https://literaturoutdoors.com

„lache laut und lebe“ Sabrina Gaber, Schriftstellerin _ Villach 26.11.2025

Liebe Sabrina, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin Vollzeit in einer orthopädischen Rehabilitationsanstalt als Ordinationsassistentin tätig. Ich liebe es, mich mit meiner Hündin querfeldein auf die Natur einzulassen, versorge meine Lieben und Vereinsfreunden mit gehäkelten Einzelstücken, frisch gekochten Speisen, immer neuen, kreativen Geschichten, bin mit meiner Schreiberei unter anderem auch für unseren 2023 gegründeten Verein Freigeist tätig, lasse mich für mein Leben gerne auf einer Parkbank, Cafehaus, Strandbadwiese, Stuhl in verschiedensten Wartebereichen nieder und lausche Lebensgeschichten. Eine meiner, derzeit, herausfordernsten Tätigkeiten, ist die Pflege, meiner, in unserer wilden, bunten, lauten, chaotischen und liebevollen Wohngemeinschaft eingezogene, Schwiegermutter. Ansonsten habe ich stets ein offenes Ohr für Probleme/Sorgen/Ängste aller Art, die ich gerne über den Tellerrand sehend, mit neuen Lösungsansätzen beziehungswiese Denkanstößen. Versorge zwischendurch, aber nicht nebenbei, schreibe ich an einer Fabelfibel und meinem zweiten Kurzgeschichtenbuch, besuche Lesungen, lache laut und lebe.

Sabrina Gaber, Schriftstellerin

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Diese Frage ist eine harte Nuss. Die Welt rund um uns ist voller Zorn, Hass, Krieg, Unwetterkatastrophen, Umweltsünden, dubiosen Menschen und Dingen, die ich zum Glück, nur aus Zeitungen und Nachrichten kenne. Ich habe für mich entschieden: Dankbar für alles Gute in meinem Leben zu sein, genießen was ich genussvoll finde, mit Offenheit und Empathie den Menschen zu begegnen, alles zu hinterfragen, nicht immer alles ernst/persönlich zu nehmen und neugierig dem Leben gegenüber zu bleiben. Ich erteile ungerne „Rat-Schläge“ und kann nicht für alle sprechen.

Was liest du derzeit?

Vor allem Selbstgeschriebenes- zur Korrektur.

Robert Musil- „Drei Frauen“, solange ich mich konzentrieren kann.

Drago Janḉar- „Wenn die Liebe ruft“.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede!“ Dichter unbekannt.

„Das Leben ist scheiße aber die Grafik ist geil!“ Konstanze Schmunz.

Sabrina Gaber, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Sabrina, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Sabrina Gaber, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Sabrina Gaber, geboren 1982 in Villach, wohnhaft in Villach. Verheiratet mit meinem größten Unterstützer und Fan der ersten Stunde und ich durfte zwei mittlerweile erwachsene Menschen auf ihrem Weg in ihre Selbstständigkeit begleiten. Konditorgesellin, diplomierte Ernährungstrainerin, Sozialpatin, Ordinationsassistentin und Schriftstellerin. Ich kann mich selbst nicht beschreiben, ich finde: „mich kann man nur erleben.“

Veröffentlichungen

Eine Geschichte in der Anthologie „Satt“ erschienen im Wolf Verlag und ein Buch mit Kurzgeschichten mit dem Titel „Im Blick“, ebenfalls Wolf Verlag. Die nächste Veröffentlichung findet in einer weiteren Anthologie „Vorwerfen-Nachwerfen“ vom Wolf Verlag statt.

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 25/11/25

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