„He, holde Kunst!“ Anna Baar. Streifzüge und Randnotizen. Wallstein Verlag.

Anna Baar ist eine Erzählerin, die unserer Welt einmalig mit einer Offenheit, Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit und Empathie ins Auge von Leben, Liebe, Sinn sieht und dies ins Wort setzt, dass es begeistert, erschüttert und einfach immer wieder lesen lässt, weil es unser aller Spiegel und unser aller Sehnsucht in Neugierde, Hoffnung und Ankommen ist.

Anna Baar öffnet in ihrem Schreiben Wege, baut Brücken über Zeit und Grenzen hinweg und wird so zu einem literarischen Leuchtturm, der in Sonne wie Sturm und Wind an unser aller Meer und Ufer des Lebens inspiriert, bestärkt und unendlich schön genießen lässt. Wort um Wort, Seite um Seite.

Der vorliegende Textband der Kunst-Staatspreisträgerin 2022 versammelt ein Wunderland der Worte zu Biographie und Gesellschaft, Referenzen zu Literatur, Kunst, Ideen, Visionen und Reflexionen, welche die Vielseitigkeit, Genialität und Originalität Anna Baars sehr gelungen kompakt vorstellen und strahlen lassen.

„Anna Baar schreibt am offenen Herzen der Welt, der Liebe, der Gesellschaft und Kultur, der Erinnerung und Sehnsucht in einmaliger Sprach- und Sinnkraft!“

„He, holde Kunst!“ Anna Baar. Streifzüge und Randnotizen. Wallstein Verlag.

146 S., geb., Schutzumschlag, 12 x 20 cm

ISBN 978-3-8353-5527-9

€ 20,00 (D) / € 20,60 (A)

Walter Pobaschnig  12/23

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„world, push the button“ Tatjana Hardikov, bildende Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Wien 22.12.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Tatjana Hardikov _ world, push the button

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Erarbeitet und kostbar schon

Tatjana Hardikov, 19.12.2023

Tatjana Hardikov, bildende Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Tatjana Hardikov, bildende Künstlerin

Zur Person _ https://www.tatjanahardikov.com/cv/

Fotos_ Tatjana Hardikov

Walter Pobaschnig _ 19.12.2023

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„Kunst bringt uns anderen näher“ Barbara Novotny, Schauspielerin _ Wien 22.12.2023

Liebe Barbara Novotny, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Im Moment versuche ich, einen neuen Tagesrhythmus zu finden. In den vergangenen Monaten habe ich ein Stück nach dem anderen geprobt und gespielt, zum Teil auch geschrieben; oft war in kürzester Zeit unglaublich viel zu schaffen, sodass mich ständig die Frage begleitet hat, schaffe ich das, geht sich das aus? – was ich mag, ich brauche die Herausforderung.

Bis zu den nächsten Projekten habe ich jetzt eine Pause. Das tut mir gerade gut. Nach einer Phase der Erschöpfung, die ich zum Glück überwunden habe, gibt es viel zu tun: Familie und Freunde treffen, die ich selten gesehen habe, da ich viele Wochen lang nicht in Wien war; liegen gebliebene Büroarbeit erledigen… ich geb’s zu, ich schiebe den Papierkram gerne so weit wie möglich von mir… Ich lese viel, sammle Ideen für neue Projekte und habe begonnen, an neuen Texten zu arbeiten, das ist beglückend, manchmal auch anstrengend, weil es mir noch nicht gelungen ist, eine Struktur in meinen Alltag zu bekommen. Das kommt schon noch. Außerdem gehe ich ins Theater, in Ausstellungen, in Konzerte. Was auf meiner To-do-Wunschliste steht: wieder ins Ballett-Training gehen, das ging sich in den letzten Monaten einfach nicht aus. Das Training fehlt mir sehr, die Leute, die Musik. Oh, und wieder mehr Schach spielen, das würde ich auch gerne und das Anfängerstadium hinter mir lassen.

Barbara Novotny_
 Schauspielerin, Performerin, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube, wir sollten uns mehr an unseren Gemeinsamkeiten orientieren, und uns nicht andauernd in Unterschiede verbeißen – in Trennendes. Wie sollen wir die Aufgaben der Zukunft bewältigen, wenn wir alle den Blick nur bis zu unseren eigenen Zehenspitzen richten? Humor. Gerade in Zeiten wie diesen, wenn man bei all den Scheußlichkeiten den Kopf eigentlich nur noch tief in den Sand stecken möchte. Demut. Rückt so manches in eine angemessenere Dimension. Empathie!

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst hat die große Kraft uns zum Denken zu bringen, neue Denkräume zu eröffnen, uns zu berühren. Etwas Schönes erfüllt uns plötzlich und unerwartet. Das klingt erstmal nach wenig, aber genau das kann Veränderungen bewirken, seien sie nun groß oder klein. Da ist etwas, das uns nie wieder verläßt.

Der große Luxus der Kunst ist oder sollte es sein, dass sie nichts muss, sich für nichts und niemanden zurechtbiegen muss, dass man ihr eben kein Preisschild umhängen kann, auch wenn das versucht wird und wir darauf getrimmt sind, zu glauben, dass nur einen Wert hat, was sich den Massen gut verkaufen lässt, fein säuberlich in Schubladen sortiert und bitte bloß nix durcheinander bringen. Kunst tut uns gut, unsere Seele will schließlich auch gepflegt und genährt werden. Sie verbindet. Bringt uns anderen näher. Rüttelt an unseren Gewohnheiten. Öffnet. Erschließt Möglichkeiten.

Aber ob Kunst in der Welt der Zukunft eine große Rolle spielen wird? Ich neige da zum Pessimismus. Hoffen tue ich trotzdem.

Was liest Du derzeit?

‚Die Schildkröten‘ von Veza Canetti. ‚Hier liegt Bitterkeit begraben‘ von Cynthia Fleury. ‚Niegeschichte‘ von Dietmar Dath.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

‚Nothing is beyond understanding. A hundred more exhibits, and I promise you: you’ll be dreaming in five dimensions.‘

Greg Egan

Vielen Dank für das Interview, liebe Barbara, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Barbara Novotny, Schauspielerin, Performerin, Schriftstellerin

Zur Person Barbara Novotny, Schauspielerin, Performerin, Schriftstellerin; lebt in Wien.

Barbara Novotny wurde in Wien geboren. Sie absolvierte eine Ballettausbildung an der Ballettschule der Österreichischen Bundestheater und an der Heinz-Bosl-Stiftung in München, bevor sie den Weg zum Schauspiel fand. Auf das Studium am Max-Reinhardt-Seminar folgte ein Engagement and Landestheater Linz, wo sie von 2006 und 2016 zehn Jahre lang Ensemblemitglied war. Sie spielte dort u.a. Marianne in ‚Geschichten aus dem Wiener Wald‘, Käthchen in ‚Das Käthchen von Heilbronn‘, Portia in ‚Der Kaufmann von Venedig‘, Olivia, in ‚Was ihr wollt‘, Dorine in Tartuffe, Pauline Piperkarcka in ‚Die Ratten‘, aber auch in Stücken von Elfriede Jelinek, Joel Pommerat und Tamsin Oglesby. Immer wieder gab es auch Abstecher in andere Sparten, zum Beispiel als Johanna im Musical ‚Sweeney Todd‘ oder als Friederike in der Kinderoper ‚Die feuerrote Friederike‘. Mit Detlev Glanerts Musiktheater ‚Nijinsky’s Tagebuch‘ kam es zu einer Co-Produktion mit den Bregenzer Festspielen.

Seit 2016 lebt sie als freie Schauspielerin in Wien und hat an verschiedenen Theatern sehr unterschiedliche Stücke gespielt, z.B. die Beatrice in ‚Viel Lärm um Nichts‘ und Antonia in ‚Offene Zweierbeziehung‘ oder Penthesilea in Kleists gleichnamigem Stück im Theater an der Rott. Zuletzt war sie als Erzählerin in Mozarts Oper ‚Zaide‘ bei den donauFESTWOCHEN im Strudengau zu sehen und am Zirkus des Wissens an der Johannes Kepler Universität in Linz in ‚Da oben dazwischen die Sterne‘ von Gerhard Willert und in ‚DSCHUNGEL.CYBERHURT/ Bytes & Pieces‘. Für Letzteres hat sie auch den Großteil der Texte verfasst.

‚Holy Holy Holy‘ hat sie für das Holy Hydra Festival 2020 geschrieben und aufgeführt. Die Kurzgeschichte ‚Zehenbetrachtung‘ ist in der Literaturzeitschrift Podium Literatur zum Thema ‚Lebenslang‘ erschienen.

Foto_ Zoe Goldstein Photographie

Walter Pobaschnig _ 09.12.2023

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Die Waffen des Lichts. Ken Follett. Historischer Roman. Bastei Lübbe.

England gegen Ende des 18.Jahrhunderts. Die harte Feldarbeit fordert größten Einsatz. Auch Sal und ihr Mann Harry sind dabei. Der kleine Sohn an der Hand der Mutter. Schwer ist die Erde, die nährt. Und auch voller Gefahren…

Der Pferdekarren ist jetzt voll der geernteten Rüben. Die Männer sind müde von der Arbeit, jetzt soll es endlich nachhause gehen. Doch der Karren sitzt fest und die Männer sind wieder gefragt. Mit vereinten Kräften gilt es, die Räder aus den Schlammlöchern zu befreien. Alle packen mit an. Doch da passiert es. Der Wagen kippt und Harry schafft es nicht rechtzeitig zur Seite zu springen…

Und jetzt verändert sich alles. Das Leben der jungen Familie wird nicht mehr dasselbe sein. Sal wird in allem gefordert sein. Eine neue Zeit beginnt…

Ken Follett, britischer Bestsellerautor, legt einen weiteren Kingsbridge vor, der in die Epoche des 19.Jahrhunderts führt und deren gesellschaftlichen Veränderungen in Arbeits- Lebens-, Kulturverhältnissen. Dem Autor gelingt es Mensch und Zeit in mitreißender story packend darzustellen und Leserin und Leser folgen gebannt Sal`s Leben und deren Herausforderungen in Arbeit, Liebe, Ort und Zeit.

„Mitreißende Ken Follett Spannung in der Zeit des gesellschaftlich-wirtschaftlichen Umbruchs des 19.Jahrhunderts!“

Die Waffen des Lichts. Ken Follett. Historischer Roman. Bastei Lübbe.

Ken Follett (Autor) Markus Weber (Illustrator) Dietmar Schmidt (Übersetzer:in) Rainer Schumacher (Übersetzer:in)

Hardcover, 880 Seiten

ab 16 Jahren

ISBN: 978-3-7577-0006-5

36,00 € inkl. MwSt

Ersterscheinung: 26.09.2023

Walter Pobaschnig  12/23

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„In der Kunst kann man das hervorzaubern, was noch nicht da ist“ Gosha Valerian Gorgoshidze, Regisseur _ Dornach/Schweiz 21.12.2023

Lieber Gosha Valerian Gorgoshidze , wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Gerade ist eine intensive Zeit mit der Inszenierung von „Der Besucher“ von Eric-Emmanuel Schmitt hinter mir. Kurz nach der Premiere fällt man in ein Loch, aber es tut gut, wenn andere Aufgaben da sind. Ich bin in Georgien angekommen, bereite mich für einen Workshop und habe eine Vorfreude an der Begegnungen mit jungen Menschen, bei denen ich am stärksten eine Begeisterung erlebe und gerne lerne.

Gosha Valerian Gorgoshidze, Regie, Schauspiel, Sprachgestaltung, Biographiearbeit, Theaterpädagogik

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Einander wahrzunehmen. In unserer Andersartigkeit. Man kann nur reich werden, wenn man sich etwas öffnet, was man vorher vielleicht auch undenkbar meinte. Wir sind wie Bruchstücke einer zerfallenen Einheit. Gott sei Dank, dass wir in uns das Potential haben, einander in unser Inneres aufzunehmen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

In der Kunst kann man das hervorzaubern, was noch nicht da ist. Eine wirklichkeitsbezogene Kunst, die aber über diese hinaus will, in eine Welt, die noch nicht da ist, – wäre das nicht ein Beitrag, der einem Neubeginn dienen könnte? Wir dürfen uns irren, aber suchen, – das ist es, worauf es ankommt.

Was liest Du derzeit?

Albert Soesman „Die zwölf Sinne“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

 „Wo geht man hin, wenn man schläft? Wenn alles erlischt, wenn man nicht einmal mehr träumt? Wohin begibt man sich da? …wenn wir aus all dem erwachen würden… und dann merkten, daß das alles auch nur ein Traum war … wo hätten wir dann gelebt?“ (Der Besucher, Eric-Emmanuel Schmitt)

Gosha Valerian Gorgoshidze, Regie, Schauspiel, Sprachgestaltung, Biographiearbeit, Theaterpädagogik

Vielen Dank für das Interview, lieber Gosha Valerian, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Gosha Valerian Gorgoshidze, Regie, Schauspiel, Sprachgestaltung, Biographiearbeit, Theaterpädagogik

Zur Person _ Gosha Valerian Gorgoshidze, geb. 10.02.1977 in Moskau. Nationalität: Georgier. Wohnort: Dornach, Schweiz

Regie, Schauspiel, Sprachgestaltung, Biographiearbeit, Theaterpädagogik

Ausbildung zum Theaterregisseur an der Theater- und Film-Universität Tbilisi, Georgien; zum Sprachgestalter am Goetheanum und bei amwort in Dornach, Schweiz; zur Biographiearbeit in Tbilisi, Georgien. Inszenierungen seit 1997, unter anderem am Rustaveli Theater Tbilisi. Arbeit mit Schauspielern, Studenten, Schülern, Laien. Kurse in Schauspiel, Sprachgestaltung und Biographiearbeit. Theaterpädagogische und sozialkünstlerische Projekte. Zur Zeit: Leitung Schauspiel, Bühnenkunst amwort Dornach und Kursleiter des Biographiearbeitskurses in Tbilisi, Georgien.

Fotos_privat

Walter Pobaschnig _ 8.12.2023

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„Einklang“ Claudia Freund, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Lambrecht/D 21.12.2023

G   geben
I                  lieben
V                    Frieden
E                        leben



P   hoffen
E                  bleiben
A              glauben
C            sein
E          im



A   Einklang



C             mit
H              sich
A              selbst
N               mutig
C              den einzigen Weg
E    gehen

Claudia Freund, 19.12.2023

Claudia Freund, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Claudia Freund, Schriftstellerin

Zur Person _ Claudia Freund, Autorin, geb, 1969 in Bad Dürkheim in der Pfalz und auch dort aufgewachsen. Nach dem Abitur begann sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse, bei der sie auch immer noch beschäftigt ist. Mit ihrer Familie lebt sie heute in Lambrecht. Ihre Gedanken hält sie seit einigen Jahren in ihrer Lyrik fest.

Veröffentlichungen:

„Kraut und Rüben“ Edition Maya

„Stell dir vor, es wäre Frieden“ cbt-Verlag

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 19.12.2023

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„Pariser Amouren“ Auf den Spuren berühmter Paare. Andrea Reidt. Neun legendäre Liebespaare in Paris. ebersbach&simon Verlag.

Paris. Der Zauber der Stadt an der Seine ist ein legendärer und jeder Besuch bestätigt dies. Es ist eine Stadt der Kultur in vielseitigsten Facetten der Begegnung und Inspirationen an wunderbaren Orten. Und es ist eine Stadt der Liebe.

Andrea Reidt, freie Journalistin, Autorin, Fotoreporterin, lädt nun mit „Pariser Amouren“ ein, den Künstler:innenleben wie persönlichenBegegnungsorten zu folgen. Und dies wird zu einer wunderbaren Einladung! Die Spurensuche führt dabei zu berühmten Liebespaaren wie Marlene Dietrich und Jean Gabin, Simone de Beauvoir und Claude Lanzmann oder Jean Seberg und Romain Gary.

Die Autorin versteht es hervorragend, künstlerische Lebenswege, -stationen spannend zu öffnen und erzählerisch in Wort und Bild zu gestalten. Leserin und Leser sind schnell mittendrin in Zeit und Situation, Kunst und Liebe und staunen über so manche Überraschungen, Geheimnisse der „Stars“.

Neben der großen Erzählgabe, der genauen Recherche und der zusammenführenden Darstellung, dem umfassenden Wissen zu Kunst und Kultur, ist die große Sensibilität hervorzuheben, mit der die Autorin prominente Liebende vor den Vorhang einer Stadt und ihrem zeitübergreifenden Zauber treten lässt.

So wird dieses Buch zu einer vielseitigen Lesefreude und auch zum besonderen Reiseführer eines Paris Besuches.

„Ein wunderbarer Reiseführer zu Begegnungen berühmter Liebespaare in der Stadt der Liebe!“

„Pariser Amouren“ Auf den Spuren berühmter Paare. Andrea Reidt. Neun legendäre Liebespaare in Paris.  ebersbach&simon Verlag.

Format: 12 × 19 cm

Seiten: 144

Einband: Hardcover, Halbleinen

Ausstattung: Fadenheftung, zahlreiche Abbildungen

ISBN:  978-3-86915-290-5

Preis:  20,00 € [D]

ET:      20.09.2023

Walter Pobaschnig  12/23

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„in der Kunst den Mut zum „Irrelevanten“ haben“ Albrecht Selge, Schriftsteller _ Berlin 20.12.2023

Lieber Albrecht Selge, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Nischen in der Mühle des Alltags suchend. Die Familie dreht das Mühlrad, ist dennoch zugleich Lebensgrund. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, übe ich oft erstmal ein bisschen Klavier. Oder ich gehe über die Straße ins Fitnessstudio, damit habe ich in der letzten Weihnachtszeit angefangen, und im Gegensatz zu anderen Männern meines Alters mit guten Vorsätzen bin ich dabei geblieben.

Dabei versuche ich, mein Gehirn immer wieder von neuem einschwingen zu lassen auf das neue Buch, an dem ich gerade schreibe. Wenn es gelingt und ich eingeschwungen bin, vergrößert sich die Nische wundersam. Manchmal nur für ganz kurze Zeit. Aber das reicht mir gerade, ich bin geduldiger und gelassener als früher.

Die Nachmittage verbringe ich meist mit meinem jüngsten Sohn. Abends gehe ich häufig in die Philharmonie, oder meine Frau und ich schauen Filme, aktuell chronologisch durchs Gesamtwerk von Aki Kaurismäki.

Albrecht Selge, Schriftsteller, Musikkritiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich glaube an kein „für uns alle“. Von den Lebensgrundlagen abgesehen, aber nicht mal darüber scheinen „wir alle“ uns ja einig werden zu können.

Jeder tickt anders. Für mich, und ich glaube, auch für viele andere, vor allem Jugendliche: Angst-Regulation, ohne die Augen zu verschließen vor Bedrohungen, Krisen, Katastrophen. Und zugleich ohne sich der Angst hinzugeben, sich von der Angst auffressen zu lassen. Oder den Spekulanten zu folgen, die mit der Angst ihr Geschäft treiben.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Stellung beziehen, aber sich nicht in fatale Polarisierungen ziehen lassen. Einen Schritt zurück tun, den Willen zum differenzierten Blick wagen, doch dabei nicht selbstgerecht über den Dingen stehend die Empathie verlieren – eine Gratwanderung.

Und: in der Kunst den Mut zum „Irrelevanten“ haben.

Was liest Du derzeit?

Patrick Modiano, „Damit du dich im Viertel nicht verirrst“

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Stille, dieses unstillbare Verlangen nach Stille“. Das ist der erste Satz meines neuen Romans Silence, der im Februar 2024 erscheint.

Vielen Dank für das Interview, lieber Albrecht, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Albrecht Selge, Schriftsteller, Musikkritiker

Zur Person _  Albrecht Selge, geboren 1975 in Heidelberg, studierte Germanistik und Philosophie in Berlin und Wien. Sein begeistert aufgenommenes Debüt «Wach» (2011) wurde für den Alfred-Döblin-Preis nominiert und mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis des Harbour Front Literaturfestivals Hamburg ausgezeichnet. Die folgenden Romane «Die trunkene Fahrt» (2016), «Fliegen» (2019) und «Beethovn» (2020) wurden nicht weniger gelobt. 2022 erschien sein Jugendroman «Luyanta».

Albrecht Selge lebt als freier Autor und Musikkritiker mit seiner Familie in Berlin.   

Albrecht Selge | Rowohlt

Aktuelle Bucherscheinung: „Luyanta. Das Jahr in der Unselben Welt.“ Albrecht Selge.

„Jolantha ist im Bergurlaub von ihrer dauerwandernden Familie ebenso genervt wie diese von ihrer anstrengenden Tochter. Doch wer piepst da eigentlich ständig nach ihr? Äußerst merkwürdige und schwatzhafte Boten! Sie führen das Mädchen in eine faszinierende fremde Gegend, wo sie auf einmal Luyánta heißt und verzweifelt erwartet wird: Denn in der Unselben Welt herrscht Krieg zwischen den Fanesleuten und dem Heer des grausamen Adlerprinzen.

Weit und gefährlich ist die Reise, aber in der so selbstbewussten wie gewitzten Laleh findet Luyánta unerwartet eine treue Gefährtin. Und ihr Doppelwesen als Prinzessin und Weißes Murmeltier macht sie zu einer einzigartigen Kriegerin. So muss sie abenteuerliche Kämpfe mit einem Feind bestehen, der im Bund mit bizarren dämonischen Kräften ist. Zugleich droht ein verhängnisvoller Fluch Luyánta von innen zu verbrennen. Und was hat es mit den verschwundenen unfehlbaren Pfeilen und dem Weißen Schwert auf sich? Kaum zu bewältigen scheint der Weg bis zum entscheidenden Kampf um das Schicksal der Unselben Welt und um zwei höchst gefährdete Seelen: die eines geliebten Menschen und ihre eigene.

Ob man mit Bastian Bux in die «Unendliche Geschichte» eintauchte oder mit Bilbo Beutlin im «Hobbit» aus dem Auenland aufbrach – das Überschreiten der Schwelle zum Erwachsenwerden war schon immer ein Stoff für große Leseerlebnisse. Inspiriert vom Epos um das Fanesvolk der Dolomiten, entführt uns Albrecht Selge mit «Luyánta» in eine phantastische Welt. Die Geschichte eines besonderen Mädchens – und ein außergewöhnliches Abenteuer.“

„Luyanta. Das Jahr in der Unselben Welt.“ Albrecht Selge. Verlag_Rowohlt Berlin

784 Seiten

Rowohlt Berlin

Erscheinungstermin: 08.03.2022

ISBN: 978-3-7371-0134-9

https://www.rowohlt.de/buch/albrecht-selge-luyanta-9783737101349

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 6.12.2023

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„Chansons d’amour“ Nora Hille, Autorin _ Give Peace A Chance _ D 20.12.2023

GIVE PEACE A CHANCE

G ewalt, Kriege und Machtkämpfe weltweit, durch alle Zeit

I   n memoriam * und †

V ergessen niemals

E rinnern stattdessen


P anzer rosten (staubbedeckt)

E rwache Mensch:heit

A tmen und Amen

C omptergesteuerter

E ndkampf, ein Fanal


A ber immer ein ABER


C hansons d’amour

H offnung besingend

A kelein und Glockenblumen (die vom Frieden tönen)

N eugeborenes Leben

C haos und ein tanzender Stern

E wiger Friede – irgendwann […]


Nora Hille, 18.12.2023

Nora Hille, Autorin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Nora Hille, Autorin

Zur Person 

Nora Hille, Jahrgang 1975, verheiratet, zwei Kinder. Studium Geschichte, Literatur- und Medienwissenschaften. 12 Jahre Arbeit im Bereich Kommunikation/PR. Aus gesundheitlichen Gründen verrentet. Im August 2023 ist ihr Mutmachbuch „Wenn Licht die Finsternis besiegt. Mit bipolarer Erkrankung Leben, Familie und Partnerschaft positiv gestalten.” bei Palomaa Publishing erschienen.

Als Betroffene und Erfahrungsexpertin schreibt Nora Hille Artikel zu den Themen mentale Gesundheit und psychische Erkrankungen. Außerdem verfasst sie literarische Essays, Gedichte (sehr gerne Haikus) und Kurzprosa. Beim Online-Magazin femalExperts.com erscheint regelmäßig ihre Mental Health-Kolumne und sie ist Redakteurin der eXperimenta – dem Magazin für Literatur, Kunst und Gesellschaft. Ihre Kolumne „Noras Nachtgedanken“ veröffentlicht sie beim Online-Magazin viaMag – Das Magazin für eine neue Trauerkultur.  Anti-Stigma-Arbeit liegt Nora Hille am Herzen: Sie engagiert sich als Mutmacherin bei Mutmachleute e.V. und setzt sich mit ihren Anti-Stigma-Texten gegen die Stigmatisierung (Ausgrenzung) psychisch kranker Menschen in unserer Gesellschaft für mehr Miteinander, Toleranz und Gleichberechtigung ein. Nora Hille ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS). 

www.norahille.de

Auf Instagram zu finden unter: @norahille_autorin

Aktuelles Buch_

Nora Hille, Autorin und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V., hat ein ermutigendes erzählendes Sachbuch über ihren Umgang mit der bipolaren Erkrankung geschrieben. In vielen kurzweiligen, berührenden und schonungslos offenen wie auch ermutigenden Episoden berichtet die Autorin über ihren persönlichen Weg. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf der Betroffenen, sondern es wird die Situation der gesamten Familie sowie die der Herkunftsfamilie berücksichtigt. Abgesicherte Fakten zur Bipolaren Störung, erprobte Strategien im Umgang mit der Erkrankung und positive Impulse für Betroffene runden das Buch ab. Mit einem Vorwort von Tina Meffert (Mutmachleute e.V.) und einem Nachwort von Hubert Schöttes (Facharzt für Psychiatrie und Leitung Bipolarambulanz der KEM | Evang. Kliniken Essen-Mitte gGmbH).

Link zum Klappentext: https://www.palomaapublishing.de/b%C3%BCcher/wenn-licht-die-finsternis-besiegt/

Bibliografische Angaben:

Autorin: Nora Hille

Verlag: Palomaa Publishing

1. Auflage 2023

Softcover/Taschenbuch

ISBN: 978-3-949598-08-1

20,00 €

Erschien am 21. August 2023 

https://www.palomaapublishing.de/b%C3%BCcher/wenn-licht-die-finsternis-besiegt/

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 18.12.2023

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„Marie Antoinette“ Zwischen Aufklärung und Fake News. Im Zentrum der Revolution. Königin der Lust. Michaela Lindinger. Molden Verlag


Es ist eine arrangierte Hochzeit auf höchsten dynastischen Ebenen – „tu felix austria nube“ – und es ist eine gesellschaftlich-höfische Sensation der Zeit. Die 15-jährige Marie-Antoinette, Tochter Maria Theresias von Österreich, heiratet den französischen Thronfolger Louis XVI. Damit verbinden sich zwei Nationen in stürmischen politischen Zeiten. Europa ist im Umbruch und nun ist die junge Königin mittendrin…

Mittendrin auch in dem komplizierten Beziehungsgeflecht des Hofstaates, in dem Marie Antoinette ihren Platz sucht. Es wird ihr nie ganz gelingen, dennoch geht sie ihren Weg konsequent und hält auch guten Kontakt mit ihrer Mutter und ihren Bruder, deren Regentenportraits im Königsschloss Versailles im
Schlafzimmer hängen. 

Der üppige Stil der französischen Hofhaltung ist legendär und berühmt. Doch
jetzt gilt die junge Königin als wesentliche Protagonistin eines jahrhundertealten historischen Erbes und steht bald im Mittelpunkt der Kritik, die in der sich verändernden revolutionären Gesellschaft um sich greift. Gerüchte kursieren und verbreiten sich schnell…


Dann 1789. Jetzt verändert die Revolution alles und es beginnt die letzte dramatische Etappe des Lebens von Marie-Antoinette…


Michaela Lindinger, Autorin und Kuratorin im „Wien Museum“, legt mit „Marie Antoinette“ eine Biographie im zeitgeschichtlichen Kontext vor, die neue Maßstäbe im Grundlagen-, Quellenstudium wie einer umfassendem biographisch-gesellschaftspolitischen Zusammenschau setzt. Es sind eine Fülle von unterschiedlichsten Aspekten, Details in Wort wie Bild, die das Besondere dieser Biographie ausmachen.


„Leserin und Leser werden auf eine spannende wie dramatische Zeitreise
eingeladen, die zum Erlebnis wird!“

Zur Autorin _Michaela Lindinger studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Ägyptologie, Ur- und Frühgeschichte. Die Autorin und Kuratorin arbeitet für das „Wien Museum“. Neben der Wiener Stadtgeschichte und Frauengeschichte begeistert sie sich für die Themen Tod und Mode, die immer wieder in ihre Bücher einfließen.


Von Michaela Lindinger ist Band 1 der „Reihenweise kluge Frauen“-Reihe erschienen: „Hedy Lamarr: Filmgöttin – Antifaschistin – Erfinderin“ 

https://www.styriabooks.at/info/autoren/michaela-lindinger

Michaela Lindinger, Autorin, Kuratorin



„Marie Antoinette“ Zwischen Aufklärung und Fake News. Im Zentrum der
Revolution. Königin der Lust. Michaela Lindinger. Molden Verlag

Hardcover
15,5 x 22,5 cm; 304 Seiten
ISBN 978-3-222-15087-6
€ 30,00


Walter Pobaschnig 12/23
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