„Einfach den Tag überleben“ Sascha Schicht, Schauspieler _ Wien 20.2.2025

Lieber Sascha Schicht, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Einfach den Tag überleben.

Sascha Schicht, Schauspieler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Verständlichkeit und informiert bleiben. Und sich sozial verhalten.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Leute finden, mit denen man zusammen die Zeit verbringen möchte.

Theater und Film sind Impulsgeber und Inspirationsquelle für das Leben, die eigene Meinung, die Weltsicht und die Liebe.

Was liest Du derzeit?

Dune: Der Wüstenplanet

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

‘You must live in the present, launch yourself on every wave, find your eternity in each moment. Fools stand on their island of opportunity and look toward another land. There is no other land; there is no other life but this.’

Henry David Thoreau

Vielen Dank für das Interview, lieber Sascha, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Sascha Schicht, Schauspieler

Zur Person/über mich: Ich bin Sascha Schicht. Geboren in Berlin, studierte Schauspiel am Michael Tschechow Studio Berlin mit Abschluss 2021. Spielte bei ein paar Kurzfilmen mit und einer Mini Serie. Stand auf ein paar Bühnen, wie zum Beispiel am Theater an der Josefstadt in Wien.

Aktuelle Produktion mit Sascha Schicht:

„Mondmilch trinken immer und jetzt. Dein Solarplexus ist mir egal.“

Josef Maria Krasanovsky

am 21. und 22.02.25 im Schauspielhaus Wien

Gastspiel im Rahmen der Theaterallianz

Vorstellungsdauer: 1 Stunde 30 Minuten

Siegerstück des Autor:innen-Preises der Theaterallianz Österreich 2023

Aus dem Wettbewerb der Österreichischen Theaterallianz 2023 mit dem vorgegebenen Thema „Deal or no deal“, angelehnt an Carl Maria von Webers Der Freischütz, ging Josef Maria Krasanovskys Mondmilch trinken als Siegerstück hervor.

Eine Koproduktion des klagenfurter ensemble, Theater KOSMOS in Bregenz und der Bregenzer Festspiele.

„Mondmilch trinken immer und jetzt. Dein Solarplexus ist mir egal.“ von Josef Maria Krasanovsky

Schauspiel: Claudia Carus, Johanna Hainz, Sophie Hewig, Benjamin Kornfeld, Sascha Schicht, Valentin Späth

Regie, Bühne & Kostüm: Josef Maria Krasanovsky

Video Design: Dominika Kalcher

Lichtdesign: Stefan Pfeistlinger

Choreografie: Silvia Salzmann

Tondesign: Konrad Überbacher

Regieassistenz: Kerstin Haslauer

Produktionsleitung: Susanne Buchacher   

am 21. und 22.02.25 im Schauspielhaus Wien

Schauspielhaus Wien

Fotos _ Portrait: privat.; Produktionsfotos: Anja Köhler.

Walter Pobaschnig 19.2.2025

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Hundert Wörter für Schnee. Roman. Franzobel. Zsolnay Verlag.

Grönland. Das 19.Jahrhundert endet hier mit einem Wettlauf zum Nordpol, der in eisiger Kälte kein Ausruhen kennt. Jeder will hier der Erste sein und dies auf sein Revers heften. Es geht um Anerkennung und Ruhm. Grenzenlos wie die Stunden und das harte Leben der Inuit hier.

Robert Edwin Peary, Ingenieur der US Navy und leidenschaftlicher Polarforscher, kommt nach mehreren dramatischen Versuchen am Ziel der Sehnsucht an. Und er nimmt auf den Expeditionsetappen mit, was er kriegen kann. Etwa einen Meteoriten und auch Menschen. Es sind sechs Inuit, die auf einem Dampfschiff 1897 nach New York gebracht werden. Einer davon ist Minik. Und jetzt beginnt eine ganz andere Reise zwischen den gnadenlosen Anforderungen und Forderungen moderner Gesellschaft zwischen Macht, Gewalt und der Kälte von Einsamkeit und Tod…

Franzobel, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, er gewann 1995 den Bachmannpreis, legt einen furiosen Roman vor, der ausgehend von einer wie immer beeindruckendem detailreichen Schilderung von Zeit, Ort, Mensch und Gesellschaft – der Autor besuchte in umfangreichen Recherchen alle Originalschauplätze und setzte sich mithilfe einer Ethnologin mit der Lebensweise, Mythologie und Religion Grönlands auseinander –  wunderbare Erzählstränge von großen und kleinen Lebensvisionen, Träumen, Aufbrechen und Scheitern an den Brennpunkten moderner Gesellschaft. „Eitelkeit, Ruhm und das „Über-Leichen-Gehen“ sind in der westlichen Welt häufig anzutreffen, weshalb es mir wichtig war, mit der Lebensweise der „Polareskimos“, wie man sie damals genannt hat, ein ganz anderes Konzept gegenüberzustellen“, so der in Wien lebende Schriftsteller im Interview.

Ein einmaliges Lesevergnügen in spannender, unterhaltsamer wie kritischer Zeitreise und auch erstaunlichen Parallelen „Wettlauf um Grönland“ zur Gegenwart.

Hundert Wörter für Schnee. Roman. Franzobel. Zsolnay Verlag.

Erscheinungsdatum: 18.02.2025

528 Seiten

Zsolnay

Hardcover

ISBN 978-3-552-07543-6

Deutschland: 28,00 €

Österreich: 28,80 €

Walter Pobaschnig  1_25

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„Galileo Galilei“ Sascha Schicht, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 19.2.2025

Sascha Schicht (vorne links), Schauspieler in „Mondmilch trinken immer und jetzt. Dein Solarplexus ist mir egal.“ Josef Maria Krasanovsky _
am 21. und 22.02.25 im Schauspielhaus Wien

GIVE PEACE A CHANCE

G alileo Galilei

I saac Newton

V incent van Gogh

E rnst Barlach


P laton

E lisabeth von Österreich

A nna Frank

C ai Lun

E uklid


A nton Tschechow


C harlie Chaplin

H einrich Heine

A ngela Merkel

N elson Mandela

C aspar David Friedrich

E lisabeth I



Sascha Schicht, 19.2.2025

Sascha Schicht, Schauspieler

GIVE PEACE A CHANCE

Sascha Schicht, Schauspieler

Zur Person/über mich: Ich bin Sascha Schicht. Geboren in Berlin, studierte Schauspiel am Michael Tschechow Studio Berlin mit Abschluss 2021. Spielte bei ein paar Kurzfilmen mit und einer Mini Serie. Stand auf ein paar Bühnen, wie zum Beispiel am Theater an der Josefstadt in Wien.

Aktuelle Produktion mit Sascha Schicht:

„Mondmilch trinken immer und jetzt. Dein Solarplexus ist mir egal.“

Josef Maria Krasanovsky

am 21. und 22.02.25 im Schauspielhaus Wien

Gastspiel im Rahmen der Theaterallianz

Vorstellungsdauer: 1 Stunde 30 Minuten

Siegerstück des Autor:innen-Preises der Theaterallianz Österreich 2023

Aus dem Wettbewerb der Österreichischen Theaterallianz 2023 mit dem vorgegebenen Thema „Deal or no deal“, angelehnt an Carl Maria von Webers Der Freischütz, ging Josef Maria Krasanovskys Mondmilch trinken als Siegerstück hervor.

Eine Koproduktion des klagenfurter ensemble, Theater KOSMOS in Bregenz und der Bregenzer Festspiele.

„Mondmilch trinken immer und jetzt. Dein Solarplexus ist mir egal.“ von Josef Maria Krasanovsky

Schauspiel: Claudia Carus, Johanna Hainz, Sophie Hewig, Benjamin Kornfeld, Sascha Schicht, Valentin Späth

Regie, Bühne & Kostüm: Josef Maria Krasanovsky

Video Design: Dominika Kalcher

Lichtdesign: Stefan Pfeistlinger

Choreografie: Silvia Salzmann

Tondesign: Konrad Überbacher

Regieassistenz: Kerstin Haslauer

Produktionsleitung: Susanne Buchacher   

am 21. und 22.02.25 im Schauspielhaus Wien

Schauspielhaus Wien

Fotos _ Portrait: privat.; Produktionsfotos: Anja Köhler.

Walter Pobaschnig 19.2.2025

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„Offen bleiben für Veränderung, das Herz nicht verschließen“ Sophie Hewig, Schauspielerin _ München/Wien 19.2.2025

Liebe Sophie Hewig, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Aufstehen, Sport machen und im Winter vor allem jeden Sonnenstrahl genießen.

Sophie Hewig, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Offen bleiben für Veränderung, das Herz nicht verschließen durch den Überfluss vermeintlich schlechter Nachrichten und für die eigenen Überzeugungen und Prinzipien einstehen. Und sich trotz allem immer wieder hinterfragen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Auch hier halte ich es für wichtig, offen für Neues zu bleiben, sich selbst und die eigene Arbeit zu hinterfragen. Ansonsten: interessante Geschichten erzählen sowie denen Raum bieten, die sonst nicht zur Sprache kommen.

Was liest Du derzeit?

Vergissmeinicht von Kerstin Gier. Der dritte Teil einer Fantasy Trilogie. Ein Wohlfühlbuch.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das Publikum würde verstehen, dass es Geheimnisse gäbe. Davon lebe die Poesie – humanistää!

Vielen Dank für das Interview, liebe Sophie, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Sophie Hewig, Schauspielerin

Zur Person/über mich: Geboren 2002 in Nürnberg, absolvierte Sophie Hewig 2020 bis 2024 ihr Schauspielstudium an der Athanor Akademie in Passau.

Nach ihrem Abschluss im Juni 2024 tritt Sophie Hewig ihr Erstengagement im Klagenfurter Ensemble für das Stück „Mondmilch trinken“ von Josef Maria Krasanovsky an.

Aktuelle Produktion mit Sophie Hewig:

„Mondmilch trinken immer und jetzt. Dein Solarplexus ist mir egal.“

Josef Maria Krasanovsky

am 21. und 22.02.25 im Schauspielhaus Wien

Gastspiel im Rahmen der Theaterallianz

Vorstellungsdauer: 1 Stunde 30 Minuten

Siegerstück des Autor:innen-Preises der Theaterallianz Österreich 2023

Aus dem Wettbewerb der Österreichischen Theaterallianz 2023 mit dem vorgegebenen Thema „Deal or no deal“, angelehnt an Carl Maria von Webers Der Freischütz, ging Josef Maria Krasanovskys Mondmilch trinken als Siegerstück hervor.

Eine Koproduktion des klagenfurter ensemble, Theater KOSMOS in Bregenz und der Bregenzer Festspiele.

„Mondmilch trinken immer und jetzt. Dein Solarplexus ist mir egal.“ von Josef Maria Krasanovsky

Schauspiel: Claudia Carus, Johanna Hainz, Sophie Hewig, Benjamin Kornfeld, Sascha Schicht, Valentin Späth

Regie, Bühne & Kostüm: Josef Maria Krasanovsky

Video Design: Dominika Kalcher

Lichtdesign: Stefan Pfeistlinger

Choreografie: Silvia Salzmann

Tondesign: Konrad Überbacher

Regieassistenz: Kerstin Haslauer

Produktionsleitung: Susanne Buchacher   

am 21. und 22.02.25 im Schauspielhaus Wien

Schauspielhaus Wien

Fotos _ Portrait: privat.; Produktionsfotos: Anja Köhler.

Walter Pobaschnig 18.2.2025

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„Informiert bleiben, wachsam sein“ Valentin Späth, Schauspieler _ Wien 18.2.2025

Lieber Valentin Späth, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich versuche jedem Tag Struktur zu geben. Es funktioniert nicht immer.

Valentin Späth, Schauspieler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Informiert bleiben, wachsam sein, indem wir unserer Zeitgeschichte bewusst werden. Keines der heutigen Probleme kommt aus dem Nichts. Alles hat seinen Grund, seine Ursache.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Dem Theater/der Kunst kam schon immer die Aufgabe zu, die Realität abzubilden. Diese Rolle beizubehalten, beziehungsweise wieder aufzunehmen, ist was es braucht.

Was liest Du derzeit?

Orwell, Lovecraft, Zweig

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Vergessen du musst, was früher du gelernt.“ – Yoda, Episode V, Star Wars

Vielen Dank für das Interview, lieber Valentin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Zur Person/über mich: Valentin Späth wurde 1989 in Breisach am Rhein in Baden-Württemberg geboren. Nach seinem Studium an der Freiburger Schauspielschule war er fünf Jahre festes Ensemblemitglied an der deutschen Abteilung des Nationaltheaters Radu Stanca in Sibiu, Rumänien und anschließend vier Jahre Ensemblemitglied am Theater der Jugend in Wien. Aktuell ist er in „Mondmilch trinken“, dem Siegerstück des Autorenpreises der Theaterallianz Österreich, zu sehen.

Aktuelle Produktion mit Valentin Späth:

„Mondmilch trinken immer und jetzt. Dein Solarplexus ist mir egal.“

Josef Maria Krasanovsky

am 21. und 22.02.25 im Schauspielhaus Wien

Gastspiel im Rahmen der Theaterallianz

Vorstellungsdauer: 1 Stunde 30 Minuten

Siegerstück des Autor:innen-Preises der Theaterallianz Österreich 2023

Aus dem Wettbewerb der Österreichischen Theaterallianz 2023 mit dem vorgegebenen Thema „Deal or no deal“, angelehnt an Carl Maria von Webers Der Freischütz, ging Josef Maria Krasanovskys Mondmilch trinken als Siegerstück hervor.

Eine Koproduktion des klagenfurter ensemble, Theater KOSMOS in Bregenz und der Bregenzer Festspiele.

„Mondmilch trinken immer und jetzt. Dein Solarplexus ist mir egal.“ von Josef Maria Krasanovsky

Schauspiel: Claudia Carus, Johanna Hainz, Sophie Hewig, Benjamin Kornfeld, Sascha Schicht, Valentin Späth

Regie, Bühne & Kostüm: Josef Maria Krasanovsky

Video Design: Dominika Kalcher

Lichtdesign: Stefan Pfeistlinger

Choreografie: Silvia Salzmann

Tondesign: Konrad Überbacher

Regieassistenz: Kerstin Haslauer

Produktionsleitung: Susanne Buchacher   

am 21. und 22.02.25 im Schauspielhaus Wien

Schauspielhaus Wien

Fotos _ Portrait: Barbara Hutter.; Produktionsfotos: Anja Köhler.

Walter Pobaschnig 17.2.2025

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„Aus vollem Herzen“ Iracema Engel, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wien 18.2.2025

GIVE PEACE A CHANCE

G roßherzigkeit

I nnigkeit

V ertrauen

E hrlichkeit


P oesie

E in Lachen

A us vollem Herzen

C lownerie

E uphorie


A ufbruch


C reatives Chaos

H ilfsbereitschaft

A usdauer

N eubeginn

C ircus

E kstase



Iracema Engel, 17.2.2025

Iracema Engel, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Iracema Engel, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Iracema Engel ist Traumtänzerin, Tagediebin, schreibende Poetin und Liebende. Geboren und aufgewachsen im Waldviertel, wollte sie schon als kleines Kind Schriftstellerin werden. Nach ihrem Schulabschluss ging sie nach Wien, wo sie am Institut für Romanistik an der Universität Wien Französisch studierte. Mit der Veröffentlichung ihres Debütromans Negomi erfüllte sie sich ihren Kindheitstraum. Iracema Engel lebt, liebt und schreibt in Wien.  

http://iracema-engel.com   

 (957) Iracema Engel – YouTube

Aktuelle Buchneuerscheinung von Iracema Engel:

Negomi, Iracema Engel. Roman.

Wien, 2010: Die 18jährige Negomi hat gerade die Schule abgeschlossen und zieht vom Land in die Großstadt, um sich ihren Mädchentraum zu erfüllen: Schauspielerin zu werden! Sie lernt in dem 44 Jahre älteren Schauspieler, Quergeist und Pleitier Felix die Liebe ihres Lebens kennen und erlebt eine körperliche, geistige und seelische Revolution. Sie beginnt, Fragen zu stellen, und stößt in ihrer sozialdemokratischen Familie auf Lügen, Gewalt, Rassismus und korrupte Machenschaften, die eng mit den dunkelsten und skandalösesten Kapiteln der österreichischen Zeitgeschichte verwoben sind. Plötzlich macht es einen lauten Knall, und Negomi taucht in ihre Kindheit im Waldviertel ab, um zu finden, was sie sucht, ohne zu wissen, was es ist und ob sie es finden wird. (Klapptext)

“Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schreiben.” Vorspruch zum Buch.

Mit ihrem autofiktionalen Debütroman Negomi setzt Iracema Engel ihrer Kindheit und Jugendzeit ein Denkmal und hält ein literarisches Plädoyer für eine außergewöhnliche Liebe. (Buchinfo)

Negomi, Iracema Engel. Roman.

Seiten: 592 _ Softcover

ISBN: 978-3-384-32358-3

24,99 €

https://shop.tredition.com/booktitle/Negomi/W-364-135-117

Fotos _ privat; Buchcover _ Verlag.

Walter Pobaschnig 17.2.2025

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„Gib mir“ Christine Keller, Autorin _ Give Peace A Chance _ Horn/Bodensee 15.2.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Christine Keller, Collage _ Architektenfolien auf Glas plus Folienbilder des Hauptbahnhofs Zürich.


G ib mir

I n meinem Herzen

V ergiss es bitte nicht

E in wenig Frieden


P antherblicke

E inhorntritte

A ffenschreie

C hamäleonfarben

E s spielt die ganze Welt verrückt…


A bartig mühsam ist die Suche nach Glück


C hancen gibt es viele

H immel oder Hölle

A uszuwählen, doch wisse:

N icht wenige sind nur

C himären ,Trophäen, Aaskrähen

E r liegt in dir selbst, dein Frieden!




Christine Keller, 14.2.2025

Christine Keller,
Autorin in verschiedenen Genres und Malerin/Illustratorin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Christine Keller,
Autorin in verschiedenen Genres und Malerin/Illustratorin

Zur Person/über mich: Christine Keller (*1959) ist eine künstlerische Wundertüte. Neben ihrem Status als Familienfrau und Wanderlehrerin malte und realisierte sie von 1987-2006 viele Ausstellungen. Sie studierte an der Universität Zürich, arbeitete als Lebensberaterin und forschte über Farben. Seit 2010 schreibt sie Bücher in verschiedensten Genres, die sie zum Teil selbst illustriert

Ich, Autorin in verschiedenen Genres und Malerin/Illustratorin, wohne in 9326 Horn am Bodensee(Schweizer Seite) vorher lebten mein Mann und ich 25 Jahre am Zürichsee (Stäfa) – unweit des Gasthauses Krone welches einst Goethe beherbergte.

Aktuelle Buchneuerscheinung von Christine Keller:

Viel leicht Liebe

60 Liebesgedichte

von Christine Keller

76 Seiten, Taschenbuch

€ 7,20

Viel leicht Liebe

Fotos _ privat.

Walter Pobaschnig 14.2.2025

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„wir dümpeln so weiter mit unserer Besessenheit nach persönlicher Wichtigkeit“ Christine Keller, Autorin _ Horn/Bodensee/D 15.2.2025

Liebe Christine Keller, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sorry, aber ich muss gleich bei der ersten Frage passen. Das ist privat. Jeder Tag nimmt seinen individuellen Lauf. Ich kann dazu nur sagen, dass ich trotz grosser privater Herausforderungen, immer das Beste aus diesen 24-Stunden-Zeitgeschenken zu machen versuche. „Das Beste“ in dieser Lebensschule ist für mich, wenn Herz, Verstand und Hand sich einig sind, so wie es der große Schweizer Pädagoge Pestalozzi einmal formulierte.

P.S :So viel kann ich zu meinem Tagesablauf verraten, dass ich ein sehr spontaner Mensch bin und zwischen Arbeitsphasen auch meine meditativen Auszeiten brauche.

P.P.S. Stichwort Arbeit: diese geht mir auch nicht aus, wenn ich, Jahrgang 1959, in Rente bin

Christine Keller,
Autorin in verschiedenen Genres und Malerin/Illustratorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Jedes JETZT ist wichtig und für jeden ist in jedem JETZT etwas anderes wichtig. Ich bin absolute Gegnerin von Plänen, die dann doch nicht eingehalten werden. Wie die Akrostichonaufgabe betont, ist Frieden ein alter Menschheitstraum, um welchen wir innerlich und äußerlich kämpfen. Dabei ist der berühmte Frieden, wie ich in meinem Gedicht beschreibe, meist die Antwort auf eine Bitte zu Gott (oder ans Universum/das große Geheimnis/das Schöpfungsprinzip) Frieden kann nicht erzwungen werden….Also WENN ich etwas wichtig fände für die heutige immer noch sehr materialistische Zeit, dann den Machbarkeitswahn loszulassen, sonst haben wir bald kein großes Geheimnis mehr sondern Milliarden „Götter“, die diesen Planenten regieren wollen. Wir müssen wieder auf universellen Empfang gehen. Nicht nur TUN, auch ZUHÖREN. Das hängt mit dem heute fehlenden Respekt für das Leben (Natur) und alle Lebewesen zusammen. HABEN ist eben immer noch wichtiger als SEIN, Gruß an Erich Fromm. Weiter wünsche ich mir mehr Balance zwischen Individualismus und der Zusammenarbeit im globalen Rahmen. Hier steht VIEL Arbeit an, um die Probleme unseres Planeten zu lösen. 

Christine Keller, Collage _ Architektenfolien auf Glas plus Folienbilder des Hauptbahnhofs Zürich.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Aufgebrochen ist das Leben und die menschliche Gesellschaft schon  seit 100 000den von Jahren. Was neu ist, ist das planetarische Zerstörungspotential, welches sich die Menschheit erarbeitete. Nach meiner auch intuitiv-medialen Sicht wird kein wirklicher Neuanfang stattfinden. Die Menschheit war schon immer dem Trägheitsprinzip unterworfen. Ich denke wir dümpeln so weiter mit unserer Besessenheit nach persönlicher Wichtigkeit, bis uns die Natur mitten in die weltweiten Kriegsszenarien (auf Waffen- und Wirtschaftsebene) den Gong geben wird. Ich glaube eher daran, dass die Erde ein Lernplanet unterster Stufe ist.

Nochmals zur Rolle der Kunst: Ich warte drauf, dass in der Kunstarena KI-Gladiotoren Wettbewerbe austragen und wir faul nur noch zusehen….Oder dass die Literatur abgeschafft wird durch personalisierte Ki-Software, die nach Eingabe von Stichworten und Lebensläufen und Auswertung persönlicher Daten individuelle Romane schreiben wird. (Ich hoffe nicht, dass einer der Tech-Giganten dieses Interview liest….grins ).

Was liest Du derzeit?

Mein sogenannter SUB: Fritjolf Capra (DasTao der Physik),Jamie Sams(die 13 OriginalClanmütter) Sophie Kinsella (Schau mir in die Augen Audrey) und hier und da Kästner oder Lindgren, um zu entspannen.

Kinsella lese ich, weil sei für mich DIE begnadete gescheit-lustige Klassikerin unserer Zeit ist und mich inspiriert sprachlich locker zu bleiben.

Mehr als 50% meiner Lesezeit befinde ich mich aber in den sozialen Medien. Ich denke, dass diese einen Grossteil unserer Kommunikations-Energie schlucken.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Life is but a dream. (aber wir können trotzdem dran glauben, ans Leben und an die Träume….im Sinne meines neuesten Gedichtbandes «Glaube fest an deine Träume»)

Vielen Dank für das Interview, liebe Christine, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Christine Keller,
Autorin in verschiedenen Genres und Malerin/Illustratorin

Zur Person/über mich: Christine Keller (*1959) ist eine künstlerische Wundertüte. Neben ihrem Status als Familienfrau und Wanderlehrerin malte und realisierte sie von 1987-2006 viele Ausstellungen. Sie studierte an der Universität Zürich, arbeitete als Lebensberaterin und forschte über Farben. Seit 2010 schreibt sie Bücher in verschiedensten Genres, die sie zum Teil selbst illustriert

Ich, Autorin in verschiedenen Genres und Malerin/Illustratorin, wohne in 9326 Horn am Bodensee(Schweizer Seite) vorher lebten mein Mann und ich 25 Jahre am Zürichsee (Stäfa) – unweit des Gasthauses Krone welches einst Goethe beherbergte.

Aktuelle Buchneuerscheinung von Christine Keller:

Viel leicht Liebe

60 Liebesgedichte

von Christine Keller

76 Seiten, Taschenbuch

€ 7,20

Viel leicht Liebe

Fotos _ privat.

Walter Pobaschnig 14.2.2025

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„Die Grundsätze der Inuit sind völlig konträr zum westlichen Wachstumswahn“ Franzobel, Schriftsteller _ Romanneuerscheinung _ „Hundert Wörter für Schnee“ Roman. Zsolnay Verlag _ Wien 14.2.2025

Franzobel, Schriftsteller _ Wien_
Bachmannpreisträger 1995
_
Fotos_Prater Wien 5/2022 folgende

Romanneuerscheinung: Franzobel, Hundert Wörter für Schnee. Roman. Zsolnay Verlag _ Erscheinungsdatum: 18.02.2025

Lieber Franzobel, in Deinem aktuellen Roman geht es um den Forschungswettlauf zum Nordpol gegen Ende des 19.Jahrhunderts. Der US-Amerikaner Robert Peary gewinnt diesen und nimmt auf der Rückreise auch 6 Inuit Ureinwohner mit. Einer davon, Minik, überlebt und ist nun einer modernen Zivilisation tragisch ausgesetzt.

Wie kam es zu diesem Thema und wie gestaltete sich der Schreib- bzw. Rechercheprozess dazu?

Geschichten aus der Polarregion haben mich schon immer fasziniert. Während der Wettlauf zum Südpol recht bekannt ist, weiß man von der Nordpoleroberung wenig. Auf Minik bin ich zufällig gestoßen. Mich hat vor allem sein Bild gepackt. Die Recherche war nicht ganz einfach, die umfangreichste Darstellung über Miniks Leben gibt es nur auf Dänisch, das ich nicht beherrsche. Durch etwas Glück habe ich eine der weltweit besten Inuit-Expertinnen kennengelernt – Verena Traeger, die mir sehr geholfen hat. Sie hat mich auch nach Nordgrönland begleitet, mir viel erzählt, und so sind wir auch in Kontakt mit Einheimischen gekommen.

Minik erleidet ein tragisches Schicksal im Zusammenprall mit der modernen Zivilisation. Wie wäre es denn im Gedankenspiel umgekehrt Peary&Crew ergangen, wenn sie in der Polarregion im Volk der Inuit hätten leben müssen. Wie groß wäre ihre Überlebenschance gewesen?

Peary hat viele Jahre in der Arktis gelebt, konnte also mit den technischen Mitteln der Zivilisation (Gaskocher, Ofen, etc.) ganz gut überleben. Er hat viele Methoden der Einheimischen kopiert (Schlittenhunde, Kleidung), aber trotzdem sind immer wieder welche wahnsinnig geworden. Während einer früheren Expedition soll es sogar zu Kannibalismus gekommen sein.

Auch heute ist die Polarregion, Grönland wieder im Mittelpunkt politischer Begehrlichkeiten. Was sollten wir da alle aus dem Stoff Deines Romans gelernt haben bzw. müssen wir lernen?

Die Grundsätze der Inuit „Nimm dir nur so viel, wie du brauchst, sei dankbar und teile“ oder „Du darfst am Lauf der Welt teilhaben, ihn aber nicht verändern“ sind völlig konträr zum westlichen Wachstumswahn. Die Lebensweise dieser Leute ist immer noch bewundernswert und könnte ein Vorbild für viele sein.

„Irgendwann bleib i dann dort“ – ist die Polarregion für Franzobel auch ein Sehnsuchtsort bzw. was macht diese Region für Dich spannend?

Mich hat Nordgrönland sehr fasziniert, und sowohl ich als auch meine Freundin, die Künstlerin Ramona Schnekenburger, wollen da unbedingt wieder hin. Es ist eine atemberaubende Gegend, die Menschen sind großartig.

Darf ich Dich abschließend bitten, den Satz zu vervollständigen – „Ein Buch lesen ist…

wie Serie schauen, nur sehr viel intensiver.“

Vielen Dank für das Interview, lieber Franzobel, viel Freude und Erfolg für Deinen aktuellen Roman!

Franzobel, Hundert Wörter für Schnee. Roman. Zsolnay Verlag.

Erscheinungsdatum: 18.02.2025

528 Seiten Zsolnay Hardcover

ISBN 978-3-552-07543-6

Deutschland: 28,00 €

Österreich: 28,80 €

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/franzobel-hundert-woerter-fuer-schnee-9783552075436-t-5516

Franzobel, Schriftsteller _ Wien_
Bachmannpreisträger 1995
_
Fotos_Prater Wien 5/2022

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 2/25

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„Schreiben ist Freiheit“ Mario Wurmitzer, Schriftsteller _ Romanneuerscheinung „Tiny House“ Aufbau Verlag _ Wien 13.2.2025

Mario Wurmitzer, Schriftsteller _ Wien

Interview _ Mario Wurmitzer     11.2.2025

Romanneuerscheinung „Tiny House“, Aufbau Verlag

Erscheinungsdatum 12.3.2025

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Mario Wurmitzer, Schriftsteller 
am Wohnort von Ingeborg Bachmann _

Wien, Beatrixgasse _ 6/2023 _ folgende

Lieber Mario, gratuliere zu Deiner kommenden Buchneuerscheinung „Tiny House“!

Du hast mit einem Textauszug davon bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur 2023 (Bachmannpreis) für Aufsehen gesorgt. Was hat Dich zu diesem Romanprojekt inspiriert und wie hast Du die Lesung und Erfahrung in Klagenfurt in Erinnerung?

Ich könnte sagen, ich hätte gelesen, dass ein österreichischer Politiker über die Moderation einer Satire-Fernsehsendung gesagt hat, sie sei „intellektuell und moralisch degeneriert“, und das hätte mir sehr zu denken gegeben. Dann hätte ich mir „Eat, pray, love“ angesehen und mir gedacht, was wäre, wenn man nicht eine wunderbare Schauspielerin wie Julia Roberts auf eine Selbstfindungsreise schickt, sondern einen neurotischen Österreicher? Aber wenn ich ehrlich bin, tue ich mir mit dem Konzept von Inspiration ein bisschen schwer. Natürlich fließt unweigerlich alles, was man hört, sieht, liest in die eigenen Texte ein. Eine konkrete Inspirationsquelle zu benennen, käme mir jedoch willkürlich vor. Allerdings will ich selbstverständlich Texte schreiben, über die gewisse Leute urteilen, dass sie „intellektuell und moralisch degeneriert“ sind.
Wobei: Die Diskussion über die angebliche Lücke im Lebenslauf eines ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers, die vor vielen, vielen Jahren geführt wurde, fand ich dann doch sehr inspirierend, denn das Interessanteste passiert ja immer in der Zeit, die als Lücke im Lebenslauf zurückbleibt. An diese angebliche Lücke im Lebenslauf des Ex-Kanzlers musste ich während des Schreibprozesses häufiger denken. 


In Klagenfurt fand ich vor allem die Begegnung mit vielen anderen literaturinteressierten Menschen schön.

Mario Wurmitzer _
Lesung _ Bachmannpreis 2023/Klagenfurt _ folgende _

Im Mittelpunkt Deines Romans steht Emil, der zunächst in einer Tiny House reality show seine Tage per Live-stream verbringt und nach einem Brand online und sozial real weiterzieht und sich mit existentiellen und politischen Heraus(Über)forderungen konfrontiert sieht. Ist Emil Prototyp des modernen städtischen „Nomaden“-Menschen im Sog und Strudel von sich laufend verändernden gesellschaftlichen Realitäten, die reale Wohn-Seßhaftigkeit wie seßhafte Identität nur mehr bruchstückhaft und fluktuativ zulassen?

Das zu beurteilen, ist schwierig für mich. Ich habe schon gesagt bekommen, Emil Rinderknecht litte an einer hochfunktionalen Depression. Dabei habe ich ihn eher als fröhlichen, gemütlichen Charakter erlebt. Mir wurde von Leuten, die den Roman bereits gelesen haben, gesagt, Emil sei eine Mischung aus Hermes Phettberg und dem braven Soldaten Schwejk. Das ist sicherlich zu viel des Lobs, der großartige Hermes Phettberg bleibt eine singuläre Lichtgestalt, wobei man von seinem Werk schon viel lernen kann. Ich muss zugeben, ich hab den Roman auch nicht so genau gelesen, kurz vor Abgabe hab ich dann ChatGPT den Rest erledigen lassen. Das Ende wird auch für mich noch eine echte Überraschung. Der Text ist immer klüger als der Autor, davon bin ich überzeugt. In diesem Fall gilt das in ganz besonderem Maße.

Was hält Emil im Lebenskarussell aufrecht, was gibt ihm Halt und Sinn?

Er liest gerne, interessiert sich für Literatur. Das finde ich immer toll, wenn ich Leute treffe, die sich für literarische Texte begeistern können. Ansonsten schläft er gerne lange. Alles in allem ist er absolut kein jähzorniger Mensch, das finde ich sympathisch.

Wie siehst Du die Zukunft von Gesellschaft und Literatur, Kunst in den sich verändernden politisch-gesellschaftlichen Konstellationen in Österreich wie europa- und weltweit?

Selbstherrliche, populistische Politiker sind weltweit gesehen in vielen Ländern auf dem Vormarsch und die mögen Kunst in aller Regel nicht. Sie haben auch Angst davor, lächerlich gemacht zu werden. Das sind ja Männer eines gewissen Typs mit einem beachtlichen Minderwertigkeitskomplex, die zur Therapie gehen sollten, aber das nicht tun und stattdessen den lieben, langen Tag ziemlich viele debile Ideen in die Tat umsetzen wollen. „Der große Diktator“ von Charlie Chaplin ist deshalb so gelungen, weil er bereits 1940 die tiefe Lächerlichkeit und Hilflosigkeit von Führerfiguren aufzeigt. Er ist ein Plädoyer für Frieden, Menschlichkeit und Demokratie. Obwohl Faschisten sehr lächerlich sind, was man auch unbedingt zeigen sollte, sind sie selbstverständlich trotzdem gefährlich. Armin Thurnher hat vor kurzem im Falter geschrieben: Österreich ist kein Naziland, wie Stefan Weber unvergessenerweise sang. Österreich ist ein Wurschtland, es legt permanent das glühende Bekenntnis ab, dass ihm alles wurscht ist.
Zweifellos ein korrekter Befund. Vielleicht wird eines Tages alles so wurscht sein, dass es auch schon wurscht ist, wenn man wirklich etwas verändert?

Was bedeutet Dir Literatur, Schreiben und wo und wie schreibt Mario Wurmitzer zwischen den persönlichen Anforderungen und Herausforderungen?

Literatur bedeutet mir sehr viel, sie hat meinen Blick auf die Welt entscheidend geprägt. Literatur fördert Empathie, kritisches Denkvermögen, Offenheit. Schreiben ist Freiheit. Eine sehr pathetische Antwort, sorry not sorry. Ich schreibe abends, wenn meine Tochter und mein Sohn schlafen. Wie lange das noch so gehen wird, weiß ich nicht. Ich bin ja auch nicht mehr so jung, ich würde gerne selbst mehr schlafen. Meine Tochter besucht zurzeit die 1. Volksschulklasse, sie kann schon ziemlich viele Buchstaben korrekt schreiben, bald schon wird sie besser schreiben können als ich. Die Zeit verfliegt so schnell, das Leben ein Traum.

Darf ich Dich abschließend bitten diesen Satz zu vervollständigen – 

„Ein Buch lesen ist…“

… in aller Regel deutlich besser als Tik-Tok-Videos anzuschauen.

Herzlichen Dank für das Interview, lieber Mario, viel Freude und Erfolg für Deinen Roman „Tiny House“!

Mario Wurmitzer, Schriftsteller _ Wien

Romanneuerscheinung von Mario Wurmitzer:

„Tiny House“ Mario Wurmitzer. Roman. Aufbau Verlag.

Veröffentlichung: 12.03.2025

Hardcover mit Schutzumschlag

Seiten 221

Sprache: Deutsch

ISBN 978-3-351-04231-8

22,00 €

https://www.aufbau-verlage.de/aufbau/tiny-house/978-3-351-04231-8
 

Interview & alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig  2/25

https://literaturoutdoors.com