Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „eine ganz persönliche Anschauung der Welt“ Johann Holzner, Literaturwissenschaftler _ Innsbruck 6.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _ Johann Holzner, Literaturwissenschaftler, Leiter des Brenner-Archivs 2001-2013

Lieber Johann, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Ich habe von allem Anfang an ihre Bücher gelesen und etliche dieser Bücher in Seminarveranstaltungen (an der Universität Innsbruck oder auch in öffentlichen Büchereien) besprochen und diskutiert. Erst viel später habe ich sie auch persönlich kennengelernt, u. a. auch einmal in ihrem Haus besucht (um gemeinsam mit meinem Kollegen Klaus Amann aus Klagenfurt ihren Vorlass aufzunehmen und zu begutachten, der dann ins Franz-Nabl-Institut nach Graz kommen sollte)

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Es gehört zum klassischen Bestand der zeitgenössischen österreichischen Literatur: gerade, weil es sich in diesem Bestand sehr einsam ausnimmt. Musterbeispiel:

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

„Die Mystifikationen der Sophie Silber“

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?

Sie hat immer für eine Weltsicht plädiert, die sich an der ganz persönlichen Anschauung der Welt und nicht an den jeweils (im Literaturbetrieb) dominanten Diktaten bzw. Meinungs-Strömungen orientieren sollte

Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?

„Auch ein Garten hat eine Sprache“

Barbara Frischmuth und Johann Holzner

Zum Foto: „das Frau Mag. Dr. Barbara Hoiss in Stams aufgenommen hat (anlässlich einer von ihr mit-organisierten Seminarveranstaltung, in deren Mittelpunkt das Werk von Barbara Frischmuth gestanden ist; es war am 12. November 2019): Der applaudierende Mann, der neben B. F. sitzt, das bin ich selber; die Kinder haben gerade ein Kinderbuch von B. F. kennengelernt.“ Johann Holzner, Mail 6.4.2025

Vielen Dank für das Interview und Foto!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Johann Holzner, Literaturwissenschaftler,
Leiter des Brenner-Archivs 2001-2013

Johann Holzner, Literaturwissenschaftler, Leiter des Brenner-Archivs 2001-2013

Zur Person: https://www.uibk.ac.at/de/brenner-archiv/mitarbeiterinnen/johann-holzner/

Fotos_Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Johann Holzner: wikipedia 6.4.25

Walter Pobaschnig 6.4.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „sie ging ihren eigenen Weg. Ob jemand hinsah oder nicht“ Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin _ Wien 6.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _  Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin

Liebe Rotraut, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Ach, das Leben einer der großen österreichischen Schriftstellerinnen, die mich mein ganzes buchhändlerisches Leben begleitete, lässt sich für mich nicht kurz zusammenfassen… 

Sie war seit 1968 eine der interessantesten, vielseitigsten Frauen der Literaturwelt für mich, sie ging ihren eigenen Weg. Ob jemand hinsah oder nicht, nie suchte sie Öffentlichkeit. 

Ich habe Barbara Frischmuth das letzte Mal anlässlich ihrer Geburtstagsfeier, die der Residenzverlag in Wien organisierte, getroffen und mit ihr über Literatur, Gartenarbeit und Literatur geplaudert.

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen? 

Ihre große Vielfältigkeit ist beeindruckend, das hat unsere Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler wunderbar ausgedrückt:

„Die Weltoffenheit, ein feiner Sinn für Absurdität in Identitätszuschreibungen und hegemonialen Weltdeutungsansprüchen bei einem gleichzeitigen unglaublich tollen Gespür für Stil und Erzählen machen Barbara Frischmuths Werk zeitlos.“

Besser kann ich es auch nicht ausdrücken.

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

Eigentlich mag ich den Begriff ‚Lieblingsbuch‘ gar nicht (ich habe mindestens hundert, wenn nicht mehr – und die Liste wird immer wieder erweitert), aber bei Barbara Frischmuth gibts das (fast) tatsächlich: ‚Die Klosterschule‘ erschien zu Beginn meiner Buchhandels-Lehrzeit und hat mich in vielerlei Hinsicht berührt, beschädigt und angeregt.

Und ich gestehe, ihre Gartenbücher liebe ich: sie beinhalten ja auch viel mehr als ‚nur’ Naturgedanken.

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein? 

So polyglott und sprachgewaltig, so behutsam, liebevoll und selbstbestimmt, weltoffen und multikulturell wie sie war, nimmt sie, glaube ich, einen sicheren Platz im Kanon ein – und bleibt durchaus Vorbild für schreibende Frauen.

Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?

„Wo immer man einen Schnitt macht, bleibt eine Wunde, aber manchmal fördert der Schnitt auch das Wachstum.“

aus ‚Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen.‘  2021, Residenz Verlag 

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin

Zur Person _  Rotraut Schöberl, Schriftstellerin, Buchhändlerin… ist in Reichenau/Rax geboren, hat im Höllental schwimmen und in Wien schreiben & lesen gelernt. Zu der Liebe zur Literatur kam die Liebe zum Theater hinzu.

Im Jahre 1994 erfüllten sich Rotraut Schöberl und Erwin Riedesser ihren lange gehegten Traum von der eigenen Buchhandlung: Das Leporello öffnete seine Tore für alle diejenigen, die wie Schöberl und das Team Leporello ohne gute Literatur nicht leben wollen.

​Die nächsten Jahre waren geprägt von der Mitarbeit in diversen Gremien sowie Jurytätigkeiten im Dienste des Buches. Rotraut Schöberl erfreut sich laufender Präsenz in den österreichischen Medien wie z.B. jeden Dienstagmorgen im Cafe-Puls, dem österreichischen Frühstückfernsehen, mit Büchertipps.

​Anfang 2021 übergaben Rotraut Schöberl & Erwin Riedesser ihr Leporello an die Medici Gruppe, die mit der Wagnerschen Buchhandlung in Innsbruck, den Buchhandlungen in Salzburg, Hallein und Wien den Leporellogeist engagiert weiterführt. 

https://www.frauschoeberl.at/ueber-mich

Blog_Rotraut Schöberl_ „Über Bücher, Reisen und Natur. Und Katzen!“

https://www.frauschoeberl.at/blog/categories/buchtipps

Fotos_Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Rotraut Schöberl: 1) Walter Pobaschnig 2) privat.

Walter Pobaschnig 6.4.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth_ „dieser Ikone, dieser fernen Heldin aus Schulbüchern und Tagträumen“ Elisabeth R.Hager, Schriftstellerin _ Berlin 6.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Elisabeth R.Hager, Schriftstellerin

„Ich zweifle, etwas über Barbara Frischmuth als Menschen sagen zu können. Ich habe sie nie persönlich getroffen, sondern „nur“ in ihren Gedichten. Ich schreibe „nur“, weil mir das Kennenlernen über Gedichte im Grunde die intimste Form der Begegnung darstellt. Man gelangt ohne Umwege direkt in die innere Welt eines Menschen, an den Glutkern seines Sein. Folgendes hab ich an BF, dieser Ikone, dieser fernen Heldin aus Schulbüchern und Tagträumen, immer schon geliebt:

– Das Vaskuläre ihrer Lyrik

– Ihre Nähe zur türkischen und persischen Literatur

– Ihre Herkunft aus dem Salzkammergut, die ihr Schwung gegeben hat, für den Sprung in die Welt

– Ihr Nachname, den ich mir als Kind schon manchmal laut vorgesagt habe, sein wunderbarer Klang“

Vielen Dank für diese Erinnerung!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Elisabeth R.Hager, Schriftstellerin

Elisabeth R.Hager, Schriftstellerin

Zur Person: „Elisabeth R. Hager, geboren 1981 in Tirol, ist Schriftstellerin, Klangkünstlerin und redaktionelle Mitarbeiterin der Abteilung Radiokunst von Deutschlandfunk Kultur. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. das Hilde Zach Literaturstipendium der Stadt Innsbruck 2018. Als Teil des Kollektivs „Writing with CARE / RAGE“ kämpft sie für die bessere Vereinbarkeit von Care-Arbeit und Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie zwischen Berlin, Tirol und Neuseeland. »Der tanzende Berg« ist ihr dritter Roman.“ https://www.klett-cotta.de/personen/elisabeth-r-hager-p-950 6.4.25

Fotos_Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Elisabeth R.Hager: privat

Walter Pobaschnig 6.4.2025

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Erinnerung an Barabara Frischmuth _ „Fauenrechtlerin war sie und Wegbegleiterin für viele Frauen meiner Generation“ Waltraud Mittich, Schriftstellerin _ Bruneck/Südtirol 6.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Waltraud Mittich, Schriftstellerin

Lieber Walter, antworte dir hier:

B. Frischmuth war für mich persönlich wichtig als Frau, die es wagt: aus dem Dorf auszubrechen, wobei Altaussee ein für meine Biographie wichtiger Ort ist. Eine, die sich traut zu schreiben und zu studieren, ein ausgefallenes Fach zudem. Ich selbst bin ihr insofern gefolgt, als ich an der Uni Padova Germanistik studiert habe, gegen jeden politischen Willen der damaligen Zeit. Die Klosterschule auch relevant, zu meiner Zeit wurden die Mädchen dahin geschickt, Ursulinen hießen sie in Südtirol. B.  Frischmuth als Aktivistin für die Frauen zu sehen, fällt mir nicht schwer, im Gegenteil, Fauenrechtlerin war sie und Wegbegleiterin für viele Frauen meiner Generation.

Grüße dich herzlich Waltraud

Vielen Dank für die Erinnerung!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Waltraud Mittich, Schriftstellerin

Zur Person_Waltraud Mittich _geboren 1946 in Bad Ischl;
1952 Übersiedlung nach Südtirol;
Studium „Lingue e letterature straniere e moderne“ an der Universität Padua; anschließend Unterrichtstätigkeit.
Lebt in Südtirol.

Aktuell: (teil der Nachricht oben) „Habe ein neues Buch veröffentlicht: “Hierorts. Bleiben“ der Titel, ein Südtiroler Heimat Roman, im Alter widerfahren einem seltsame Dinge.


Bücher:

  • Mannsbilder. Innsbruck: Skarabaeus, 2002.
  • Berühren Sie jedes. Innsbruck: Skarabaeus, 2004.
  • Grandhotel. Erzählung. Innsbruck: Skrabaeus, 2008.
  • Topographien – Topografie. Essay-Saggio. Bozen: Edition Raetia, 2009.
  • Du bist immer auch das Gerede über dich. Annäherung an einen Widerständler. Prosa. Bozen: raetia club, 2012.
  • Abschied von der Serenissima. Roman. Innsbruck: Edition Laurin, 2014.
  • Micòl. Roman. Innsbruck: Edition Laurin, 2016.
  • Ein Russe aus Kiew. Roman. Innsbruck: Edition Laurin, 2022.

Literaturhaus Wien: Mittich Waltraud

Fotos_Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Waltraud Mittich: Benno Agreiter

Walter Pobaschnig 5.4.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „Ein kurzes Lächeln und ein Stück gemeinsamer Weg schweigend“ Rudolf Kraus, Schriftsteller _ Wien 6.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _ Rudolf Kraus, Schriftsteller und Bibliothekar

Lieber Rudolf, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Zweimal gab es persönliche Begegnungen: einmal in den 1980er Jahren nach einer Lesung von ihr in Wien. Das andere Mal in Altaussee während eines Aufenthaltsstipendiums von mir, bin ich ihr am Friedhof von Altaussee begegnet. Ein kurzes Lächeln und ein Stück gemeinsamer Weg schweigend waren das Momenterlebnis.

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Sie war eine der wichtigsten literarischen Stimmen Österreichs, immer mit Haltung und Aufrichtigkeit. Ganz wichtig war sie auch für das Literaturmuseum Altaussee und als Vermittlerin und Feministin.

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

„Die Klosterschule“ sowie „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“, denn für mich gibt es fast immer zwei Lieblingsbücher. Beide Bücher ermutigen auf unterschiedliche Weise zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken, zur Menschlichkeit und zum bewussten Umgang mit Natur und Umwelt.

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?

Die Inspiration, selbst immer Haltung zu bewahren, aber auch gegen Ungerechtigkeit die Stimme zu erheben.

Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?

„Mein grundsätzliches Thema ist: Wie können Menschen miteinander leben, ohne sich gegenseitig den Schädel einzuhauen.“

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Rudolf Kraus, Schriftsteller und Bibliothekar

Rudolf Kraus, Schriftsteller und Bibliothekar

Zur Person _ Rudolf Kraus, Schriftsteller  * 1961 in Wiener Neustadt (Niederösterreich).

Aufgewachsen in Bad Fischau-Brunn (NÖ.), lebt als Schriftsteller und Bibliothekar in Wien. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitungen, Zeitschriften, im Rundfunk und Fernsehen. Seine Gedichte wurden ins Englische, Albanische, Spanische, Türkische übersetzt. 

Mitgliedschaften: Literaturkreis PODIUM, GAV – Grazer Autorinnen Autorenversammlung, Ö.D.A.,  Österreichischer Schriftstellerverband.

Bisher 25 Buchveröffentlichungen, darunter Prosa, eine Herausgeberschaft sowie achtzehn Gedichtbände.

Aufgewachsen in Bad Fischau-Brunn (NÖ.), lebt als Schriftsteller und Bibliothekar in Wien. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitungen, Zeitschriften, im Rundfunk und Fernsehen. Seine Gedichte wurden ins Englische, Albanische, Spanische, Türkische übersetzt. 

Mitgliedschaften: Literaturkreis PODIUM, GAV – Grazer Autorinnen Autorenversammlung, Ö.D.A.,  Österreichischer Schriftstellerverband.

Bisher 25 Buchveröffentlichungen, darunter Prosa, eine Herausgeberschaft sowie achtzehn Gedichtbände.

Homepage: www.rudolfkraus.at

Fotos_Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Rudolf Kraus: Bubu Djumic

Walter Pobaschnig 5.4.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „die Buntheit ihres Schreibens, in dem sich ihre Empathie für die Natur widerspiegelt“ Eva Reichl, Schriftstellerin _ Ried/Riedmark 6.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview _  Eva Reichl, Schriftstellerin  

Liebe Eva, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?

Leider war es mir nicht vergönnt, Barbara Frischmuth persönlich kennenzulernen.

Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?

Ihre Bücher sind von einer besonderen Sprache gekennzeichnet. Für mich ist sie eine Prosakünstlerin, man kann sich in ihren Texten vertiefen nicht nur wegen des Inhalts, sondern vor allem wegen der Buntheit ihres Schreibens, in dem sich ihre Empathie für die Natur widerspiegelt.

Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?

„Dein Schatten tanzt in der Küche“ ist ein Erzählband, der den Leser/die Leserin nachdenklich hinterlässt. Das Leben der Frauenfiguren in den 5 Erzählungen verläuft ganz anders als von ihnen erträumt. Vor allem geht es zwischen den Zeilen ganz viel ums Älterwerden und Einsamkeit, vor allem von Frauen. Das Buch hat lange bei mir nachgewirkt. Und tut es noch, wenn ich so wie jetzt wieder daran denke.

Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?

Barbara Frischmuths Werke sind stark naturgeprägt – auf unterschiedliche Weise. Mehr Naturwissen würde uns allen guttun, um uns und unsere Umgebung besser zu verstehen und den Lebensraum zu erhalten, der uns eigentlich schützt. Eigentlich etwas Selbstverständliches, das kaum jemand lebt. Barbara Firschmuth hat es getan.

Vielen Dank für das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

 Eva Reichl, Schriftstellerin  

 Eva Reichl, Schriftstellerin  

Zur Person: Eva Reichl wurde in Oberösterreich geboren und lebt mit ihrer Familie im unteren Mühlviertel. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und neben ihrer Beschäftigung als Controllerin entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft fürs Schreiben. Mit ihrer Mühlviertler Krimiserie mit Chefinspektor Oskar Stern und den Thrillern rund um Diana Heller verwandelt sie ihre Heimat, das wunderschöne Mühlviertel, in einen Tatort getreu dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Böse liegt so nah.

www.eva-reichl.at

Fotos_Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Portrait Eva Reichl: Lisa Reichl

Walter Pobaschnig 4.4.2025

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„Persönlichkeitsbildung, Kooperationen, Toleranz und Akzeptanz“ Anni Mathes, Schriftstellerin _ Bludesch/Vbg 6.4.2025

Liebe Anni Mathes, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin keine Autorin in Vollzeit, doch ich betreue den int. literarischen Wanderweg „Stille Laute“ in Bludesch. Neben dem halbjährlichen Textwechsel mit Texten aus der ganzen Welt organisiere ich jedes Jahr eine Lesewanderung und einen Schreibworkshop in der Natur.

Unsere Homepage: http://www.stille-laute.at

Europaweit bin ich in viele literarische Vernetzungen involviert und bin zudem pensionierte DGKS und pensionierte dipl. Kinesiologin. Mein Mann und ich tanzen durch´s Leben, außerdem genießen wir unsere vier Kinder, drei Schwiegerkinder, sechs Enkelkinder und unser Leben. Wir wohnen angrenzend an eine wunderbare Naturvielfalt und haben ein Haus der Begegnung mit einem Garten, wo viele Bienen und Nützlinge sich daheim fühlen.

Anni Mathes, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Persönlichkeitsbildung, Kooperationen, Toleranz und Akzeptanz Fremdem, Ungewohntem und Anderem gegenüber, Empathie mit allen Lebewesen auf unserem Planeten, Respekt vor der Natur, Achtsamkeit im Umgang mit unseren Gedanken, Worten und Handlungen. Dankbarkeit für alles, was uns geschenkt ist und vor allem für unser Leben.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Die Kunst an und für sich ist schon eine Kunst, die wesentlich zu einem erfüllten Leben beitragen kann. Jede Kultur kann persönlichkeitsbildend sein und zum Nachdenken und Hinterfragen, auch zur Selbstreflexion anregen.

Jeder Aufbruch und Neubeginn kann eine Herausforderung und eine Chance zur Weiterentwicklung bedeuten. Viele von uns Menschen neigen dazu, Veränderungen, auch wenn sie positive Erneuerungen bringen könnten, massiven Widerstand entgegen zu setzen, weil sie Veränderungen als Hindernis, als Gefahr für das Gewohnte, in dem wir uns bequem eingerichtet haben, empfinden. Es gibt leider auch machthungrige Menschen, die die Zukunftsängste von Menschen für ihre Zwecke nutzen und mit manipulativen Parolen und oft haltlosen Versprechungen das Verhalten von Menschen subtil beeinflussen. Ihre Intrigen werden oft zu spät entlarvt.

Im Rückblick gesehen, vergessen wir, die Menschen der Gegenwart, oft das Leid unserer Ahnen, weil es weit fort erscheint. Doch unsere halbherzig getroffenen Entscheidungen von heute sind sehr oft die Wurzel vielen Übels für morgen.

Wenn wir ganz klarsehen, können wir auch nicht vernebelt werden.

Was liest Du derzeit?

„Hoffnung“ von Jonas Grethlein (Verlag C.H.Beck) – eine Geschichte der Zuversicht aufgrund weitergegebener Erfahrungen der letzten drei Jahrtausende.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Einen Spruch, der meiner Feder entsprungen ist:

Wer sich die Freiheit nimmt,

Andere auszugrenzen,

baut Zaun für Zaun

seinen eigenen Käfig.

© Anni Mathes – Bludesch/A

Anni Mathes, Schriftstellerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Anni, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Anni Mathes, Schriftstellerin

Zur Person/über mich: Bio-Bibliografie: Anni Mathes – www.stille-laute.at

Int. Mundartautorin seit 1998, schreibt seit 2020 auch in der Hochsprache,

geb. 1956, seit 1977 verheiratet mit Klaus, vier Kinder, drei Schwiegerkinder und sechs Enkelkinder; Dipl. GSKS und dipl. Kinesiologin mit eigener Praxis, seit 2016 in Pension

Literarisches Schaffen:

2001 – 2006 Fernstudienlehrgang an der Neuen KS Zürich/Journalismus und Schriftstellerei

2005 bis 2016 – Organisatorin und Projektleiterin der fünf int. Bludescher Mundart-Symposien

Seminarleiterin für das Märchenschreiben – Anni´s Märchen-Werkstatt auch für Erwachsene,

Schreib-Work-Shops mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Deutsch-Unterrichtes österreichweit

Initiatorin und Organisatorin des 1. Walgauer Literatur-Nachwuchs-Wettbewerbes

2014, 2016, 2019 – Jury-Mitglied bei drei Walgauer Literatur-Nachwuchs-Wettbewerben

Seit 2023 – Projektleiterin, Organisatorin und Kuratin des Int. Literarischen Wanderweges „Stille Laute“ in Bludesch

Veröffentlichungen:

Drei Mundart-Bücher, zwei CD: 1998 – Läba und läba lo, 2000 – Ohra-schlüüfr, 2010 – grüscht;

2006 ORF-Hörspiel für Regisseur Augustin Jagg, auch Sprecherin der Hauptrolle

2006 Bludescher Dorflied – Text und Melodie, Harald Hronek (+) vertonte es mehrstimmig

Initiatorin, Redakteurin und Lektorin von fünf Rheticus-Anthologien in Zusammenarbeit mit der Rheticus-Gesellschaft:

2007 – Internationale Mundart-Brücken

2009 – Spuren über die Grenzen

2011 – Fenster zum Nachbarn

2013 – Licht und Schatten

2016 – Ordnung – Unordnung. Alles in Ordnung?

Mitautorin in 17 weiteren Anthologien in Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz

Zahlreiche Einladungen und Lesungen ab 2000 im In- und Ausland:

Österreich (Vbg., Tirol, OÖ, Burgenland, auch beim ORF), Schweiz, Deutschland, auch SWR3 und SWR4/Freiburg und Saarbrücken, Frankreich/Bouzonville

Mitgliedschaften:

Literatur Vorarlberg (Einige Jahre auch als Beirätin), IDI (Int. Dialekt-Institut/Niedernsill)

Literaturpreise:

2000 – Ludwig-Schwarz-Anerkennungspreis für moderne Lyrik in Höfen/Enz – Schwarzwald

2013 – Landesliteraturpreis Vorarlberg/Arbeits-Stipendium

2019 –In der Short-List und Anthologie beim Feldkircher Lyrikpreis

2022 – 1. Preis bei einem Kurzprosa-Wettbewerb in Molln/OÖ und ein Mundarthunderter bei Gaul/Ulrich Gabriel

2024 – In der Short-List und Anthologie des Wettbewerbes Baumgeschichten

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 31.3.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „Blitzlichter“ Eva Schreiber, Schriftstellerin und Fotografin _ Winden am See/AT 5.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Blitzlichter _ Lesung&Gespräch Barbara Frischmuth „Literaturtage im Weinwerk“ Neisiedl am See/AT _ September 2022_Moderation: Monika Vasik, Schriftstellerin _ Organisation: Karin Ivancsics, Schriftstellerin

Fotos: Eva Schreiber, Schriftstellerin und Fotografin

Begegnung mit Barbara Frischmuth

Lesung&Gespräch Barbara Frischmuth (rechts) „Literaturtage im Weinwerk“ Neisiedl am See/AT _ September 2022_Moderation: Monika Vasik, Schriftstellerin _ folgendes
Barbara Frischmuth (links) und Karin Ivancsics, Schriftstellerin, Organisatorin „Literaturtage im Weinwerk“ Neisiedl am See/AT (9/2022)

Vielen Dank für diese Fotoerinnerungen!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Eva Schreiber, Schriftstellerin und Fotografin

Eva Schreiber, Schriftstellerin und Fotografin

Fotos_

Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Fotos_ Barbara Frischmuth, Monika Vasik, Karin Ivancsics: Eva Schreiber

Foto_ Portrait Eva Schreiber: Birgit Machtinger

Walter Pobaschnig 4.4.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „Als ich mir noch etwas zu trinken holen wollte, standen sie plötzlich vor mir“ Eva Schreiber, Schriftstelleri, Fotografinn _ Winden am See/AT 5.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Interview: Eva Schreiber, Schriftstellerin und Fotografin

Begegnung mit Barbara Frischmuth

Barbara Frischmuth (Mitte) im Gespräch mit Fria Elfen, Künstlerin, und Karin Ivancsics, Schriftstellerin, Organisatorin „Literaturtage im Weinwerk/Neusiedl am See

Ich habe Barbara Frischmuth nur einmal persönlich getroffen, vor drei Jahren, bei Karin Ivancsics´ Literaturtagen im Weinwerk in Neusiedl am See. Ihre Lesung aus NATUR UND DIE VERSUCHE, IHR MIT SPRACHE BEIZUKOMMEN war für 18 Uhr angesetzt. Ich hatte den Auftrag, zu fotografieren und war früh da, besah mir die Lichtverhältnisse und die Bühne im Saal. Als ich mir noch etwas zu trinken holen wollte, standen sie plötzlich vor mir – Fria Elfen im Gespräch mit Barbara Frischmuth, die eine Grande Dame der Bildenden Kunst, die andere Grand Dame der Literatur, daneben Karin Ivancsics, die sich offensichtlich diebisch über diese Begegnung freute. Und ich auch, konnte ich sie doch im Bild festhalten.
Worüber sich Fria Elfen und Barbara Frischmuth unterhalten haben, ich weiß es nicht. Vielleicht über Literatur, vielleicht aber auch über ihre große Liebe zu ihren Gärten, zur Natur überhaupt, zum Wasser, zum See, die eine zum Neusiedlersee, die andere zum Altausseer See. Lieben, die mich mit beiden verbinden.

Nach einer Textstelle, die mir besonders gefällt, muss ich nicht lange suchen. Sie findet sich gleich auf der Titelseite von NATUR UND DIE VERSUCHE, IHR MIT SPRACHE BEIZUKOMMEN“: „Wo immer man einen Schnitt macht, bleibt eine Wunde, aber manchmal fördert der Schnitt auch das Wachstum“

Vielen Dank für das Foto und das Interview!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Eva Schreiber, Schriftstellerin und Fotografin

Eva Schreiber, Schriftstellerin und Fotografin

Fotos_Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Foto_ Barbara Frischmuth, Fria Elfen, Karin Ivancsics: Eva Schreiber

Foto_ Portrait Eva Schreiber: Birgit Machtinger

Walter Pobaschnig 4.4.2025

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Erinnerung an Barbara Frischmuth _ „Blitzlichter II“  Peter Clar, Schriftsteller _ Wien 5.4.2025

Erinnerung anBarbara Frischmuth, Schriftstellerin  *5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Blitzlichter II

Blitzlicher von _ Peter Clar, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler _ Wien

Frischmuthforschungsteam, mit Barbara Frischmuth und ihrem Mann (links) _ Barbara Frischmuth, Dirk Penner, Carolin Guckler, Julia Lingl, Matthias Schmidt, Anna Babka, Peter Clar

Barbara Frischmuth (stehend) liest in ihrem Arbeitszimmer was vor _ Peter Clar (vorne links)

Vielen Dank für die wunderbaren Fotos II, lieber Peter!

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin 
*5.7.1941 Altaussee   +30.3.2025 Altaussee

Barbara Frischmuth, Schriftstellerin

geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025).    Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth  31.3.2025

Peter Clar, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler

Peter Clar, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler

Zur Person: https://www.peterclar.at/

Fotos_Portrait Barbara Frischmuth: Franz Johann Morgenbesser

Fotos _ Barbara Frischmuth/Peter Clar: c) Barbara Frischmuth-Gesellschaft

Walter Pobaschnig 5.4.2025

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