Lieber Mike, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Ga es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?
Ich habe Barbara Frischmuth nie im literarischen Kontext persönlich getroffen, nur einige ihrer Lesungen besucht. Allerdings hat meine Mutter mich in Bezug auf das sich sehr mit der Natur auseinandersetzende Spätwerk Frischmuths auf dem Laufenden gehalten. Nach dem Tod meiner Mutter habe ich diese Arbeiten kürzlich geerbt.
Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?
Mich haben die frühen, engagierten Arbeiten Frischmuths zur richtigen Zeit getroffen. Als ich mich als junger Mensch hineingelesen habe ins Österreichische.
Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?
Haschen nach Wind.
Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?
Ihr Schreiben und ihre Persönlichkeit sind sicher auch für mich sehr inspirativ. Das ist ein fließender Vorgang, der sich nicht an einzelnen Faktoren festmachen lässt.
Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?
„Guten Morgen“, sagte sie mit angedeutetem Kopfnicken, als ich sie vergangenes Jahr zum letzten Mal in Stainz, meinem Wohnort, welchen sie häufig besuchte, traf. So ging sie an mir vorbei und hinein in meine Erinnerung.
Vielen Dank für das Interview!
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin *5.7.1941 Altaussee +30.3.2025 Altaussee
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin
geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025). Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth 31.3.2025
Liebe Andrea, welche Erinnerungen hast du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast du diese erlebt?
Es gab einige, sogar nicht wenige Begegnungen mit Barbara Frischmuth. Die junge Autorin hat in unserer Buchhandlung Plautz in Gleisdorf gelesen, aus der „Klosterschule“ natürlich, sehr passend, hatten wir doch eine in Gleisdorf, heute noch kündet das „Forum Kloster“ als Kunst- und Kulturveranstaltungsraum davon, und auch in diesem hat sie dann in ihren späteren Jahren gelesen, soweit ich mich erinnere. Ich bin ihr ziemlich oft begegnet, bei Lesungen und Veranstaltungen, bei Buchmessen, und natürlich auch in meiner politischen Zeit in Wien und in ihrem Haus in Alt Aussee. Sie hat sich ja immer engagiert und Anteil genommen an der Politik, insbesondere dem Umweltschutz, wenn auch zurückhaltend, in der für sie typischen unaufgeregten Art – mir gegenüber war sie auf dem parlamentarischen Parkett eher reserviert und sichtlich nicht sehr angetan von meiner Position, aber wir hatten ein klärendes Gespräch diesbezüglich und akzeptierten die jeweilige Haltung der anderen. Unser Verhältnis war also eher ein pragmatisches, distanziertes, und nicht sehr emotional. Wir mochten einander, kannten die Arbeiten voneinander (wohl nur teilweise), unsere Begegnungen waren getragen von Respekt und Achtung.
Was macht für dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?
Ein wichtiges, sogar ganz besonders gewichtiges Werk, das – wie so oft bei künstlerischer Arbeit von Frauen – gern „zurechtgestutzt“ wird, ganz automatisch verkleinert, weil ja doch so viele „Frauenthemen“ vorkommen. Als wäre das nichts, ein Schreiben mit und über Beziehungen und Kinder, Pflanzen und Gärten und Tiere, – die allerdings für mich, und darin bin ich mit ihr vollkommen einige, die wahrhaft und eigentlich großen Themen sind, politisch, durch und bis ins tiefste, innerste Mark AUCH politisch.
Zusammen mit zwei anderen überragend bedeutenden Frauen gehört sie für mich somit zu den drei wichtigsten österreichischen Autorinnen: – alle 3 grundverschieden in der Art, im Stil, in den Aussagen, aber ganz eindeutig Weltliteratur: Jelinek, Mayröcker und Frischmuth.
Gibt es ein Lieblingsbuch von ihr und warum dieses?
„Amy oder Die Metamorphose“. Überhaupt diese drei aus den siebziger Jahren stammenden, für mich eine Einheit bildenden Bücher, die auch gern als Trilogie bezeichnet wurden: „Die Mystifikationen der Sophie Silber“, „Amy oder Die Metamorphose““ und „Kai und die Liebe zu den Modellen“ – diese drei haben mich persönlich und auch in meinem Schreiben stark geprägt, motiviert und ermutigt in ihrer halb autobiographischen, halb magischen und zugleich pragmatischen und den „Zeitgeist“ markierenden Art.
Welche Inspiration hinterlässt ihr Schreiben, ihre Weltsicht, ihr Künstlerinsein?
Aufgeregtheit und Poltern sind nicht notwendig fürs Agieren und Sein. Stille, klare Botschaften aussenden, das wirkt nachhaltig und ruhig, besonnen. Wahrhaftig sein und sich immer um Kenntnis des anderen Standpunkts bemühen. Weitgehendes Akzeptieren – aber auch klare Abgrenzung – etwas, in dem ich nicht besonders gut bin, was ich aber von ihr lernen konnte und noch kann. Sie konnte es jedenfalls ganz ausgezeichnet.
Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?
„Noch wundert sie sich darüber, wie sehr sich nun alles in ihr verbalisiert, wie sehr alles Schauen und Beobachten die Form von Wörtern annimmt. Wie sehr es in ihrem Kopf schreibt. Aber nur in ihrem Kopf. Sie weiß, dass es noch nicht anders geht. Dass viele, unendlich viele Sätze in ihrem Kopf als geschriebene stattgefunden haben müssen, bevor auch nur der erste auf Papier entlassen werden kann.“ (Amy oder Die Metamorphose, S. 179f.)
Vielen Dank für das Interview!
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin *5.7.1941 Altaussee +30.3.2025 Altaussee
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin
geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025). Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth 31.3.2025
Ich habe via Literarmechana mehrfach einen Aufenthalt in Altaussee bewilligt bekommen. Dazu habe ich mir immer das erste Jahresviertel ausgesucht, also Winter (und Fasching fiel da oft hinein). Dass in Altaussee die berühmte Schriftstellerin Barbara Frischmuth lebt, wusste ich, und habe sie einesTages kontaktiert, fragte, ob wir uns nicht vielleicht kennenlernen könnten. Sie hat eingewilligt – vielleicht, weil im Winter sonst eh wenig los ist und auch der geliebte Garten verschneit da liegt. Wir trafen uns dann bei jedem meiner Besuche mindestens einmal in der Konditorei Maislinger auf was „Sündiges“und ein gutes Gespräch. Der Literaturbetrieb und der Garten waren häufig Thema. Einmal, als sie in Wien war, trafen wir uns auch im Café Museum. Ich werde in ihr eine warmherzige Kollegin ohne Starallüren vermissen. 7.4.2025 (Mail)
Vielen Dank für diese Erinnerung!
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin *5.7.1941 Altaussee +30.3.2025 Altaussee
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin
geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025). Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth 31.3.2025
Interview_Jay M. Walther _Schriftstellerin, Regisseurin
Liebe Jay, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?
Im Dezember 1994 habe ich zusammen mit Elisabeth Roters-Ulrich vom Literaturbüro NRW ein Symposium zur Hörspielarbeit von Schriftstellerinnen im Übersetzerkollegium in Straelen organisiert. Außer Barbara Frischmuth waren auch Marlene Streeruwitz und vom WDR die Dramaturin Angela di Ciriaco-Sussdorff eingeladen. Eine mir wichtige Idee war, die Vernetzung deutschsprachiger Schriftstellerinnen zu organisieren, verbunden mit einer Professionalisierung. Bis heute ist mir die kluge, zugewandte und besonnene Art von Barbara Frischmuth gewärtig. Sie hat am meisten zum Fortspinnen eines roten Fadens beigetragen und auch zum Entwickeln konkreter Schritte. Sie war konsequent engagiert. Und sie hat lebendig und bescheiden von ihrer Arbeit erzählt und später dann auch einen sehr persönlichen Bericht über ihre Hörspielerfahrungen geschrieben (Schriftstellerinnen im Gespräch. Eine Dokumentation). Dieser Bericht von ihr machte mehr Mut als Ratschläge. Barbara Frischmuth stand zu sich in Ruhe und Klarheit. Das hat mich begeistert.
Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?
Sie ist eine der wichtigsten österreichischen Schriftstellerin. Sie besaß die Fähigkeit sich mit den großen Themen intensiv zu befassen ohne in der Überhöhung zu landen und sie schrieb in Liebe über die kleinsten Dinge. Sie hatte in den Genres, in ihrem Wissen und Können ein breites Können.
Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?
Ich erinnere ihre Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele 1999 „Das Heimliche und das Unheimliche. Von den Asylanten der Literatur“ und ich habe den Roman ‚Die Klosterschule‘ (1968) mit angehaltenem Atem gelesen. Ich bin ja auch in dieser dumpfen autoritären Zeit groß geworden.
Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?
Mich hat damals ihre Art des Engagements, ihre ruhige Kraft, Klarheit und ihr Wissen beeindruckt. Das imponierte mir sehr viel mehr als dieses ichbezogene Lautsein, das zu der Zeit anfing in Mode zu kommen.
Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?
„Mein grundsätzliches Thema ist: Wie können Menschen miteinander leben, ohne sich gegenseitig den Schädel einzuhauen.“ Dazu gehört ein anderer Satz von Barbara Frischmuth: „Sich im anderen zu erkennen ist eine Übung, die den Blick auf unser Alltäglichstes wieder mit Staunen erfüllt.“
Vielen Dank für das Interview!
„Lieber Walter, hier das Meine über Barbara Frischmuth. Mir ist jetzt erst klar geworden, dass sie ja gar nicht so viel älter war, aber sie war schon ein ganzes Stück sicherer und hatte einen Weltblick. Also schau halt, ob es so passt.“ Herzliche Grüße aus Westfalen. Jay 7.4.25
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin *5.7.1941 Altaussee +30.3.2025 Altaussee
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin
geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025). Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth 31.3.2025
Liebe Sophie, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?
Ja, wir haben gemeinsam im Literaturhaus in Graz gelesen, als ich Mitte zwanzig war. Ich weiß noch, dass ich natürlich riesigen Respektabstand genommen habe. Ihre Bücher hatte ich ja bereits als Teenager verschlungen.
Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?
Ich denke, dass natürlich vor allem „die Klosterschule“ ein wichtiges und bahnbrechendes Werk war, weil es so gnadenlos einen Abriss der damaligen Gesellschaft gibt. Aber was mit an Barbara Frischmuth besonders gefällt, ist, dass sie immer wieder Neues gesucht und mit unterschiedlichen Tonarten gespielt hat; manchmal gibt es Elemente des magischen Realismus und des „unzuverlässigen Erzählens“ wie zum Beispiel in „Der Sommer, in dem Anna verschwunden war“. Mir, die ich mich sehr stark mit Märchen und Mythen auseinander setze, gefällt auch „Mörderische Märchen“ sehr gut.
Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?
Wahrscheinlich wäre das „Der Sommer, in dem Anna verschwunden war“, einfach, weil es das erste Buch war, das ich von ihr gelesen habe. Ich war damals elf und erinnere mich noch an die Deplhine, die darin vorkamen…
Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?
Immer wieder neu werden wollen!
Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?
„„Wirklich wahr“ und „als ob“- Frage und Anschein- damit könnte Literatur beginnen!““
Vielen Dank für das Interview!
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin *5.7.1941 Altaussee +30.3.2025 Altaussee
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin
geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025). Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth 31.3.2025
Liebe Tanja, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?
Meine Mutter, Sonia Paar, die nur sechs Tage vor Barbara Frischmuth verstorben ist, kannte sie persönlich. Sie waren derselbe Jahrgang, 1941, und studierten in Graz gemeinsam Dolmetsch im Fach Englisch. Barbara hat dann auf Türkisch und Ungarisch gewechselt. Meine Mutter sprach immer voll wohlwollender Anteilnahme von ihr.
Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?
Man muss sich vorstellen, dass Barbara Frischmuth zu einer Zeit ihr Studium abbrach und beschloss, freie Schriftstellerin zu werden, als das eine reine Männerdomäne war. Wir sprechen da von den späten 1960er, frühen 1970er-Jahren. Erst ab 1975 ! war es Frauen in Österreich überhaupt gestattet, ein eigenes Konto zu führen und ohne das Einverständnis des Ehemannes zu arbeiten.
Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?
„Die Mystifikationen der Sophie Silber“ , eben, weil es bereits 1976 erschienen ist und damit auch ein Zeitzeugnis (siehe oben).
Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?
Die Inspiration, sich als Frau zuzutrauen, sich ganz seiner Sache zu verschreiben – auch gegen viele Widerstände.
Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?
Es ist mir eine Freude, mit ihr den Residenz-Verlag geteilt zu haben, wo ihr letzter Erzählband erschienen ist, und im Herbst mein nächster Roman „Am Semmering“ herauskommt.
Vielen Dank für das Interview!
„Barbara hat auf meine Mutter einen großen Eindruck gemacht, weil sie damals schon so emanzipiert war.“ Mail _Tanja Paar, 7.4.2025
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin *5.7.1941 Altaussee +30.3.2025 Altaussee
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin
geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025). Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth 31.3.2025
Int. Mundartautorin seit 1998, schreibt seit 2020 auch in der Hochsprache,
geb. 1956, seit 1977 verheiratet mit Klaus, vier Kinder, drei Schwiegerkinder und sechs Enkelkinder; Dipl. GSKS und dipl. Kinesiologin mit eigener Praxis, seit 2016 in Pension
Literarisches Schaffen:
2001 – 2006 Fernstudienlehrgang an der Neuen KS Zürich/Journalismus und Schriftstellerei
2005 bis 2016 – Organisatorin und Projektleiterin der fünf int. Bludescher Mundart-Symposien
Seminarleiterin für das Märchenschreiben – Anni´s Märchen-Werkstatt auch für Erwachsene,
Schreib-Work-Shops mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Deutsch-Unterrichtes österreichweit
Initiatorin und Organisatorin des 1. Walgauer Literatur-Nachwuchs-Wettbewerbes
2014, 2016, 2019 – Jury-Mitglied bei drei Walgauer Literatur-Nachwuchs-Wettbewerben
Seit 2023 – Projektleiterin, Organisatorin und Kuratin des Int. Literarischen Wanderweges „Stille Laute“ in Bludesch
Veröffentlichungen:
Drei Mundart-Bücher, zwei CD: 1998 – Läba und läba lo, 2000 – Ohra-schlüüfr, 2010 – grüscht;
2006 ORF-Hörspiel für Regisseur Augustin Jagg, auch Sprecherin der Hauptrolle
2006 Bludescher Dorflied – Text und Melodie, Harald Hronek (+) vertonte es mehrstimmig
Initiatorin, Redakteurin und Lektorin von fünf Rheticus-Anthologien in Zusammenarbeit mit der Rheticus-Gesellschaft:
2007 – Internationale Mundart-Brücken
2009 – Spuren über die Grenzen
2011 – Fenster zum Nachbarn
2013 – Licht und Schatten
2016 – Ordnung – Unordnung. Alles in Ordnung?
Mitautorin in 17 weiteren Anthologien in Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz
Zahlreiche Einladungen und Lesungen ab 2000 im In- und Ausland:
Österreich (Vbg., Tirol, OÖ, Burgenland, auch beim ORF), Schweiz, Deutschland, auch SWR3 und SWR4/Freiburg und Saarbrücken, Frankreich/Bouzonville
Mitgliedschaften:
Literatur Vorarlberg (Einige Jahre auch als Beirätin), IDI (Int. Dialekt-Institut/Niedernsill)
Literaturpreise:
2000 – Ludwig-Schwarz-Anerkennungspreis für moderne Lyrik in Höfen/Enz – Schwarzwald
Liebe Sarah Wissner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Derzeit bereite ich im Schuberttheater in Wien die Inszenierung von ‚Hand made Tyrant‘ vor. Inspiriert von Erich Kästners ‚Die Schule der Diktatoren‘ recherchieren wir zu verschiedenen Diktatoren und suchen mit Puppen und Material nach Bildern, die hoffentlich zu einem fulminanten Bühnenabend zusammenfinden werden. Besonders schätze ich hierbei den Austausch mit den Künstler*innen vor Ort.
Am Abend versuche ich, die herrliche Stadt zu genießen und gehe viel ins Theater, vor allem natürlich in Stücke des Schuberttheaters.
Sarah Wissner ist Theatermacherin _ Figurenspielerin, Schauspielerin, bildende Künstlerin, Regisseurin und Coach
„Hand Made Tyrant“ _ Eine Produktion des Schubert Theater Wien _ Premiere:9. 5. 2025 (19.30 Uhr)
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Es ist wichtig, trotz aller Herausforderungen auch das zu schätzen, was wir haben. Diese Wertschätzung gibt uns die Kraft, weiterzumachen und dran zu bleiben.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Als Theatermacherin ist jede neue Produktion für mich ein Aufbruch, ein Neubeginn. Derzeit bekomme ich viele neue Eindrücke von Wien und Österreich, insbesondere von der politischen Lage und davon, wie hier Figurentheater ist und stattfindet. Jeder Neubeginn ist eine Chance – genauso wie bei Theaterproduktionen. Denn Theater bietet einen Raum, um Gedanken zu ordnen, Austausch zu fördern und neue Einsichten zu gewinnen. Kunst fordert uns heraus, regt zum Nachdenken an und hilft uns, uns selbst und die Gesellschaft neu zu positionieren.
Was liest Du derzeit?
„Pu der Bär, A. A. Milne“
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Wer heutzutage die Nerven verliert, muss sich nicht sehr anstrengen, auch noch den Verstand zu verlieren. Es geht in einem.“
(Erich Kästner, Die Schule der Diktatoren)
Vielen Dank für das Interview, liebe Sarah, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Sarah Wissner ist Theatermacherin. Als Figurenspielerin, Schauspielerin, bildende Künstlerin, Regisseurin und Coach ist sie im Theater animierter Formen zu Hause. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Verbindung von visuell gestaltender und darstellender Kunst in ihren Arbeiten. Ihre Werke sind geprägt von einer starken Bildsprache, skurrilem Humor und großer Experimentierfreude. Zu ihrem Repertoire gehören Inszenierungen und Performances für Zuschauer*innen jeden Alters. Vor allem in ihrer Arbeit für das junge Publikum betrachtet sie sich selbst als „Fantasieanschieberin“ und verblüfft im Bereich des Materialtheaters mit Objekten des Alltags.
Aktuelle Produktion von und mit Sarah Wissner:
„Hand Made Tyrant“ Schaffen wir unseren Tyrannen!
Frei nach Erich Kästners „Die Schule der Diktatoren“
Eine Puppe, ein Werkzeug, ein Diktator. Stolz schreitet er über seine Bühne – doch ratsch! Arm ab. Macht nichts, Macht ist austauschbar.
Schon marschiert die nächste Puppe – jedoch, sapalott, auch sie kommt unter die Räder des Systems. Denn einzig wichtig ist der Machterhalt, ohne das Gesicht zu verlieren!
Aber für wen? Kennen wir überhaupt ihre Gesichter? Wer sind denn die tatsächlich Mächtigen, die Strippenzieher des Marionettenstaats? Und wer ist austauschbar?
Erst ein Blick hinter die Kulissen verrät uns, welche Machenschaften hier zu Gange sind, und welches Kasperltheater mit uns gespielt wird. Krawuzikapuzi, sind denn alle noch ganz da?
Wir füllen neutrale Puppen-Dummies mit dem Stoff, aus dem Diktatoren gemacht sind, und setzen sie an hohe Positionen – um sie fallen zu lassen. Ein Abend von Spielenden und Bespielten, angelehnt an Erich Kästners “Die Schule der Diktatoren”, eine meisterhafte Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten der Macht und den Abgründen der menschlichen Natur. Mit Witz und Tiefgang gelingt es der jungen Figurentheatermacherin Sarah Wissner, eine selbstironische Inszenierung der absoluten Herrschaft in Politik, aber auch im Theater, mit geschichtlichen und aktuellen Einflüssen zu verbinden. Ein Mix aus historischen Begebenheiten und derzeitigen Anlässen holt Kästners kritische Vision ins Hier und Jetzt.
Frei nach Erich Kästners „Die Schule der Diktatoren“:
Puppenspiel: Soffi Povo & André Reitter
Regie & Inszenierung: Sarah Wissner
Puppen & Ausstattung: Sarah Wissner, Lisa Zingerle, Soffi Povo
Produktionsleitung: Lisa Zingerle
Licht, Technik: Simon Meusburger, Marvin Schriebl
Eine Produktion des Schubert Theater Wien mit Unterstützung der Stadt Wien und des BMKÖS.
Lieber Gerhard, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?
Ich durfte sie einmal zu einer Lesung in die Cselley Mühle chauffieren, die ich dann auch moderiert habe, und dabei haben wir uns wunderbar unterhalten, am meisten beeindruckt hat mich, dass sie mir erzählt hat, dass sie als junge Autorin Paul Celan in Paris besucht hat, ich war sprachlos, so viele Literaturgeschichten auf dem Beifahrersitz zu transportieren… in ihrer Bescheidenheit meinte Frischmuth, ihre Erlebnisse seien nur eine Alterserscheinung und ich würde ähnliche Erfahrungen machen, sie hatte Recht, denn unsere Begegnung war so eine …
Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?
Einerseits hat sie sicher mit ihrem Erstling „Klosterschule“ als eine der ersten Schriftsteller: innen den Fokus auf ein wichtiges Thema in Österreich gerichtet, ihre Studien der Turkologie, Iranistik und Islamkunde haben ihr Schreiben stark beeinflusst und das Fantastische hat auch eine wichtige Rolle in ihrem Schreiben gespielt.
Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?
Ich hab „Kai und die Liebe zu den Modellen“ und die „Mystifikationen der Sofie Silber“ in besonderer Erinnerung – obwohl die Lektüre Jahrzehnte her ist, weiß ich noch, wie mich die Verbindung von phantastischen Elementen und der alpinen Sagenwelt fasziniert hat.
Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?
Sie war eine weltoffene, bescheidene und sehr wache Autorin – eine ganz eigene und wichtige Stimme der österreichischen Literatur.
Vielen Dank für das Interview!
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin *5.7.1941 Altaussee +30.3.2025 Altaussee
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin
geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025). Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth 31.3.2025
Gerhard Altmann, Schriftsteller
Gerhard Altmann, Schriftsteller
Zur Person: Gerhard Altmann, Journalist, Autor und Musiker, lebt in Pöttsching/Burgenland, Mag. phil., Diplomarbeit über die Dichterin Hertha Kräftner
Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften, ORF, zahlreiche Einzelpublikationen.
Zuletzt: mit mir umarmt dich das meer. Gedichtfragmente, edition lex liszt 12, 2019
Erinnerung an_ Barbara Frischmuth, Schriftstellerin *5.7.1941 Altaussee +30.3.2025 Altaussee
Interview_Rosemarie Schmitt, Schriftstellerin
Liebe Rosemarie, welche Erinnerungen hast Du an Barbara Frischmuth als Kollegin? Gab es persönliche Begegnungen und wie hast Du diese erlebt?
Ich bedaure sehr, ihr nie begegnet zu sein. Würde ich noch einmal gefragt, mit welcher Persönlichkeit (ob lebend oder verstorben) ich mich gerne auf einen Kaffee und ein Gespräch träfe, so lautete meine Antwort: Mit Barbara Frischmuth
Was macht für Dich das Werk von Barbara Frischmuth aus und wie ist dieses in die österreichische Literaturgeschichte einzuordnen?
Was für mich ihr Werk ausmacht, beschrieb sie in einem ihrer Werke absolut zutreffend selbst: Du ziehst einen Faden, und der ganze Stoff kräuselt sich.
Ganz gleich welches ihrer zahlreichen Bücher ich aufschlage, ich finde eine beeindruckende, unglaublich kluge, für sie so typische Sprache. Ich liebe die Wortkreationen von Barbara Frischmuth.
Gibt es ein Lieblingsbuch von Ihr und warum dieses?
Ich habe nicht alle gelesen. Von denen, die ich las, mag ich am liebsten: Über die Verhältnisse. Daraus ist auch das eben genannte Zitat.
Warum? Weil Frischmuth da die Sau rauslässt! Wer’s las, weiß, was ich meine.
Welche Inspiration hinterlässt Ihr Schreiben, Ihre Weltsicht, Ihr Künstlerinsein?
Sie inspiriert mich weiterhin genau hinzuhören, hin- und dahinterzuschauen, und den Mut zu haben, dies alles in Worte zu fassen und zwischen zwei Buchdeckel zu bringen.
Gibt es ein Zitat/eine Textstelle von Ihr, die Du uns noch mitgeben möchtest?
Lass mich bei Über die Verhältnisse bleiben. Weil ich es mag und weil’s gerade sehr gut passt:
(…) Kommen wir wieder zum Spanferkel und zu seiner Entstehung, seiner Creatio, nicht ex nihilo, sondern im Kopf von Melanie, seiner späteren Wirtin, aus einem abfallenden Gedanken des Chefs, der etwas von der allgemein herrschenden Sauwirtschaft gesagt hatte, und das just in dem Augenblick, als sich im Kopf von Melanie ein Gedanke auf den Sprung machte, für den ausgerechnet das Wort Sauwirtschaft den Geburtshelfer spielen sollte. (…)
Vielen Dank für das Interview!
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin *5.7.1941 Altaussee +30.3.2025 Altaussee
Barbara Frischmuth, Schriftstellerin
geboren 1941 in Altaussee, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und war seitdem freie Schriftstellerin. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebte seit 1999 wieder in Altaussee. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Romane „Die Klosterschule“ (1968), „Die Mystifikationen der Sophie Silber“ (1976) oder „Kai und die Liebe zu den Modellen“ (1979), aber auch ihre zahlreichen Gartenbücher. Zuletzt im Residenz Verlag erschienen: „Natur und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen“ (2021)„Schaufel, Rechen, Gartenschere“ in der Reihe „Dinge des Lebens“ (2023) und „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“ (2025). Der Residenz Verlag trauert um Barbara Frischmuth 31.3.2025
Rosemarie Schmitt, Schriftstellerin
Rosemarie Schmitt, Schriftstellerin
Zur Person _ Rosemarie Schmitt wurde 1960 in Trier geboren. Ihren ersten journalistischen Artikel schrieb die ehemalige Kommunale Vollzugs- und Vollstreckungsbeamtin für eine luxemburgische Zeitung. Später arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für eine deutsche Tageszeitung. Viele ihrer Kurzgeschichten wurden veröffentlicht und ausgezeichnet. Sie verfasste literarische Blog-Beiträge für ZEIT-online und war 10 Jahre als Kolumnistin für kultur -online.net tätig. Rosemarie Schmitt organisierte die 1. Literaturtage in Wittlich. Als Dozentin unterrichtet die Autorin Jugendliche in Literarischem Schreiben. 2024 gewann sie den begehrten SpaceNet-Award in der Kategorie Fotografie. Durch die Begegnung mit crime.lu bei den Walfer-Bicherdeeg entdeckte Rosemarie Schmitt ihre „kriminelle“ Leidenschaft.
Am 4.4.2025 feierte ihr erster Kriminalroman DAS GIFT DER STILLE in Luxemburg Premiere.