Zur Person:Elias Hafner ist ein österreichischer Komponist, der in Kärnten geboren wurde und heute in Wien lebt und komponiert. Seit 2020 ist er als Medienkomponist und Live-Musiker tätig. In der Zeit zwischen 2021 – 2023 setzte er verschiedenste Projekte in die Tat um, sowie seine ersten beiden EP’s, die das Fundament für seinen Sound begründeten. Sein Debüt-Album „Monument“ erschien im September 2023 zusammen mit Grammy-Preisträger Georg Luksch und dem Musiklabel „Preiser Records. Es landete auf Platz 34 der Apple-Albumcharts.
Hafner studierte an Universitäten, wie der Gustav Mahler Privat Universität Klagenfurt und der Kunst Universität Graz. Er besuchte Meisterkurse am Klavier bei Pianisten wie, Paul Gulda und Filipo Gamba. 2024 schloss er sein Studium der Medienmusik am Jam Music Lab in Wien mit Auszeichnung ab und arbeitet seit Juli 2024 hauptberuflich als Künstler und kreiert neue Projekte!
Eines dieser neuen Projekte ist sein zweites Studioalbum, das wieder gemeinsam mit Grammy-Gewinner Georg Luksch und Preiser Records entstanden ist. Es ist ein Konzeptwerk, das die Zusammenarbeit mit Musikern der „Wiener Philharmoniker“, des „Vienna Synchron Stage Orchestra“ und des „Volksopernorchesters“ beinhaltet. Das Album „A Rainy Day In Vienna“ erscheint am 20. Juni.
Lieber Elias Hafner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Morgens stehe ich auf und mache mir in Ruhe einen Kaffee. Meist checke ich meine Mails und organisiere alles um meine anstehenden Projekte herum. Derzeit ist es der bevorstehende Release meines neuen Albums „A Rainy Day In Vienna“, das am 20. Juni gemeinsam mit Preiser Records erscheint. Dazu gehört alles, was sich so um ein Album dreht. Organisation der Konzerte, Video-Drehs und Promotion-Kampagnen…
Elias Hafner, Komponist und Musiker
Hinzu kommen natürlich die Proben für meine Konzerte, für die ich anschließend am Klavier, aber auch auf der Gitarre übe. Vor dem Essen wird ein Krafttraining gemacht und nach dem Essen geht es weiter mit dem Komponieren und Ausarbeiten neuer Musik. Das ist wohl das Schönste an meinem Alltag.
Neu hinzugekommen ist, dass ich ab August dieses Jahres nach Spanien auswandern werde, um an dem Berklee Collage of Music mein Masterstudium in Filmkomposition anzugehen. Hierzu braucht es natürlich auch seine Zeit, um alles vorzubereiten.
Für einen perfekten Tag darf aber ein ausführlicher Spaziergang nicht fehlen und abends schaue ich mir dann gerne einen Film an oder lese ein gutes Buch.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Die Wahrnehmung. Durch verschiedenste Lebenssituationen habe ich gelernt, wie wichtig es ist die eigene Umwelt und seine Mitmenschen wahrzunehmen.
Hier spreche ich davon die Welt, um sich selbst herum mehr wahrzunehmen. Bei einem Spaziergang kann es glasklar werden, wie schön eigentlich die Kleinigkeiten sind. Da höre ich beispielsweise besonders gerne auf die Blätter der Trauerweiden, die so schön im Wind rascheln. Oder ich sehe zu, wie die Sonnenstrahlen zwischen den Blättern durchstoßen und sich somit ein Lichtspiel sondergleichen ergibt.
Eine Wahrnehmung dieser Dinge kann mich an einem stressigen Alltag retten. Bei besonders situationsreichen Tagen denke ich dann an diese Kleinigkeiten und muss mir oft sogar das Schmunzeln zurückhalten.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
In diesem Fall werde ich von der Musik sprechen, da ich mich dieser sehr verbunden fühle.
Der Umbruch ist Teil unseres Lebens, doch es ist wichtig bei einem Umbruch einen inneren Anker zu haben, der kann bei jedem ein anderer sein, doch bei mir ist es die Musik.
Ich komponiere Neo-Klassik und so wie dieses ein Genre des Umbruchs ist, eine Weiterentwicklung der Klassik ist, heißt es nicht, dass es sich von der Klassik abwendet. Es bildet mit Hilfe der Klassik etwas Neues, aber mit der Bedachtheit auf neue Dinge wie Ruhe und Melancholie.
Ein Aufbruch braucht Erneuerung, aber auch einen Ort der Stille und dieser ist für mich die Musik, die Literatur und die Kunst. Daraus schöpfe ich meine Kraft.
Was liest Du derzeit?
Derzeit lese ich Alfred Hitchcock‘s „Nachts, wenn das Licht ausgeht“. Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die der Großmeister der Horrorfilme und Thriller selbst zusammenstellte.
Als großer Liebhaber des Kinos und vor allem des Kinos der 50er Jahre bin ich ein regelrechter Fan von Hitchcocks Art und Weise der Geschichtenselektierung. Kurz gesagt, ich liebe seine Filme und glücklicherweise habe ich dieses Buch in einem Antiquariat in Wien gefunden. Was für ein glücklicher Zufall.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Auch die Pause gehört zur Musik.“
-Stefan Zweig
Vielen Dank für das Interview, lieber Elias, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Elias Hafner, Komponist und Musiker
Zur Person:Elias Hafner ist ein österreichischer Komponist, der in Kärnten geboren wurde und heute in Wien lebt und komponiert. Seit 2020 ist er als Medienkomponist und Live-Musiker tätig. In der Zeit zwischen 2021 – 2023 setzte er verschiedenste Projekte in die Tat um, sowie seine ersten beiden EP’s, die das Fundament für seinen Sound begründeten. Sein Debüt-Album „Monument“ erschien im September 2023 zusammen mit Grammy-Preisträger Georg Luksch und dem Musiklabel „Preiser Records. Es landete auf Platz 34 der Apple-Albumcharts.
Hafner studierte an Universitäten, wie der Gustav Mahler Privat Universität Klagenfurt und der Kunst Universität Graz. Er besuchte Meisterkurse am Klavier bei Pianisten wie, Paul Gulda und Filipo Gamba. 2024 schloss er sein Studium der Medienmusik am Jam Music Lab in Wien mit Auszeichnung ab und arbeitet seit Juli 2024 hauptberuflich als Künstler und kreiert neue Projekte!
Eines dieser neuen Projekte ist sein zweites Studioalbum, das wieder gemeinsam mit Grammy-Gewinner Georg Luksch und Preiser Records entstanden ist. Es ist ein Konzeptwerk, das die Zusammenarbeit mit Musikern der „Wiener Philharmoniker“, des „Vienna Synchron Stage Orchestra“ und des „Volksopernorchesters“ beinhaltet. Das Album „A Rainy Day In Vienna“ erscheint am 20. Juni.
Liebe Heike Meckelmann, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich lebe zwischen Deich und Meer, zwischen Alltag und Abgrund … zumindest auf dem Papier. Mein Tag beginnt früh, oft mit einem Spaziergang am Meer. Danach schreibe ich mehrere Stunden, meist an einem meiner Küstenkrimis. Der Rhythmus der Ostsee prägt auch mein Schreiben: mal ruhig wie Ententeich, mal ungestüm wie Sturmflut. Am Nachmittag kommen Struktur, Recherche und manchmal der ganz reale Wahnsinn eines Krimiplots … Mord, Lektorat, Möwengeschrei inklusive.
Heike Meckelmann, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Echtheit. In einer Welt, die lauter, schneller und polierter wird, sehnen wir uns nach dem Unverstellten … nach dem ehrlichen Wort, der unverfälschten Geschichte. Ob im Dorfkrug oder in digitalen Räumen: Wir brauchen wieder mehr Zuhören, weniger Rechthaben. Und vielleicht öfter mal eine frische Brise um die Nase, die uns daran erinnert, dass wir alle Teil eines großen Ganzen sind.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Literatur ist Wind … manchmal Rücken-, manchmal Gegenwind. Sie begleitet den Aufbruch nicht nur, sie provoziert ihn. Kunst zeigt, was fehlt, noch bevor wir es selbst spüren. Sie schafft Räume für Zwischentöne, die zwischen Schlagzeilen verloren gehen. Und sie hält fest, was sonst verweht: Identität, Erinnerung, Gewissen. Der Neuanfang braucht genau das … keine glatten Antworten, sondern wache Fragen.
Was liest Du derzeit?
Ich lese gerade „Der Salzpfad“ von Raynor Winn … eine Geschichte, die mich tief berührt. Die Verbindung zur Natur, das Gehen am Rand, buchstäblich wie metaphorisch … das ist für mich ein Buch wie ein Spaziergang am Ostseestrand bei aufziehendem Nebel: melancholisch, klar und überraschend tröstlich.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Manchmal braucht es den Sturm, um das Ufer zu erkennen.“ Diesen Satz habe ich keinem großen Philosophen zu verdanken – er stammt aus einem meiner eigenen Krimis. Aber ich glaube, er beschreibt sehr gut, was Literatur kann: Uns schütteln, uns aufwühlen – und uns zeigen, wo wir stehen.
Literatur ist für mich ein Kompass: Sie zeigt nicht immer den kürzesten Weg … aber oft den ehrlichsten.
Neben meinen Küstenkrimis erscheint im nächsten Jahr mein erstes Sinn Buch, das genau diese Gefühle beschreibt … ein ganz neuer Ton, ganz neue Wege. Und ein Roman ist gerade auf dem Weg, der alles verändern könnte. Vielleicht, weil er tiefer geht. Vielleicht, weil er genau zur richtigen Zeit kommt. Ich bin gespannt, wohin der Wind mich trägt … und wer mitliest.
Heike Meckelmann, Schriftstellerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Heike, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Heike Meckelmann, Schriftstellerin
Zur Person:Heike Meckelmann wurde in der Nähe von Elmshorn geboren und zog vor 35 Jahren auf die Insel Fehmarn. Sie ist Master und Bachelor im Handwerk und betrieb nach dem Studium der Betriebswirtschaft auf der Insel lange Zeit einen Handwerksbetrieb und eine Hochzeitsagentur. Lange Jahre arbeitete sie als Fotografin und nahm als Sängerin ein eigenes maritimes Album auf, bevor sie mit ihrer Familie eine Pension auf der Insel kaufte, die sie jetzt aufgab, damit sie sich nur noch dem Schreiben widmen kann. Seit 2016 arbeitet sie als freie Autorin auf Fehmarn und schreibt Kriminalromane, die überwiegend auf der Insel spielen und Reiseliteratur. Über 20 Jahre mit einem Fehmaraner verheiratet, bezeichnet sie sich durch und durch als Insulanerin, die ihre Insel genauso liebt, wie die Geschichten, die sie auf der Sonneninsel schreibt.
Als das Ehepaar Lore und Tim Ahlers von der Insel Fehmarn spurlos verschwindet, setzt ihre besorgte Nichte Nadja alles daran, sie zu finden. Verzweifelt bittet sie die Polizei um Hilfe, doch die Recherchen gestalten sich schwierig. Die einzige Spur führt Hauptkommissar Dirk Westermann und seinen Kollegen Thomas Hartwig zur Luxusjacht der Ahlers, die diese erst kürzlich verkauft haben. Aber stürmische Gewässer erschweren die Ermittlungen und ein Mord im Hafenbecken von Burgstaaken wirft weitere Fragen auf. Liegt die Wahrheit am Ende viel näher als gedacht? (Pressetext)
Gischt trägt die Sehnsucht in die Stille der Dünentäler
In jedem Menschen liegt der Anfang von Versöhnung.
Viele reden vom Frieden … wenige hören zu.
Ein Windhauch genügt, um Wunden wieder zu öffnen.
Plötzlich wird Schweigen laut … und braucht eine Stimme.
Erwarten wir Frieden von anderen, müssen wir ihn selbst leben.
Aufbrechen heißt auch: alte Feindbilder über Bord zu werfen.
Chancen beginnen nicht in der Politik … sondern am Küchentisch.
Erinnerung ist der erste Schritt zur Umkehr.
An den Küsten lernt man: Rückzug ist kein Aufgeben.
Chaos kommt in Böen … Frieden nur in Wellen.
Hoffnung ist kein Wort, sondern ein täglicher Entschluss.
Auch zwischen Stacheldraht und Stolz wächst manchmal etwas Weiches.
Nicht jeder Neuanfang ist sichtbar … aber spürbar.
Change beginnt, wenn wir uns selbst in Frage stellen.
Ein friedlicher Gedanke kann lauter sein als jeder Schuss.
Heike Meckelmann, 20.5.2025
Vielen Dank! Schön, dass ich dabei sein durfte. Liebe Grüße von der Insel
Heike Meckelmann
Heike Meckelmann, Schriftstellerin
GIVE PEACE A CHANCE
Heike Meckelmann, Schriftstellerin
Zur Person:Heike Meckelmann wurde in der Nähe von Elmshorn geboren und zog vor 35 Jahren auf die Insel Fehmarn. Sie ist Master und Bachelor im Handwerk und betrieb nach dem Studium der Betriebswirtschaft auf der Insel lange Zeit einen Handwerksbetrieb und eine Hochzeitsagentur. Lange Jahre arbeitete sie als Fotografin und nahm als Sängerin ein eigenes maritimes Album auf, bevor sie mit ihrer Familie eine Pension auf der Insel kaufte, die sie jetzt aufgab, damit sie sich nur noch dem Schreiben widmen kann. Seit 2016 arbeitet sie als freie Autorin auf Fehmarn und schreibt Kriminalromane, die überwiegend auf der Insel spielen und Reiseliteratur. Über 20 Jahre mit einem Fehmaraner verheiratet, bezeichnet sie sich durch und durch als Insulanerin, die ihre Insel genauso liebt, wie die Geschichten, die sie auf der Sonneninsel schreibt.
Als das Ehepaar Lore und Tim Ahlers von der Insel Fehmarn spurlos verschwindet, setzt ihre besorgte Nichte Nadja alles daran, sie zu finden. Verzweifelt bittet sie die Polizei um Hilfe, doch die Recherchen gestalten sich schwierig. Die einzige Spur führt Hauptkommissar Dirk Westermann und seinen Kollegen Thomas Hartwig zur Luxusjacht der Ahlers, die diese erst kürzlich verkauft haben. Aber stürmische Gewässer erschweren die Ermittlungen und ein Mord im Hafenbecken von Burgstaaken wirft weitere Fragen auf. Liegt die Wahrheit am Ende viel näher als gedacht? (Pressetext)
Max Höfler, Schriftsteller _ Bachmannpreis Nominierung2025
Max Höfler, Schriftsteller _ Bachmannpreis Nominierung2025
Lieber Max Höfler, herzliche Gratulation zur Bachmannpreisnominierung! Wie und wann hast Du von Deiner Nominierung erfahren? Was war Deine erste Reaktion und wie sieht jetzt die Vorbereitung aus?
es hat mich jemand mit einer unbekannten nummer angerufen. ich habe trotzdem abgehoben und dann danke gesagt.
jetzt ziehe ich um.
Wie war Dein Weg zum Schreiben?
so etwas passiert einfach. da wird man reingezogen und dann hat man den scherben auf.
Wie sieht der Schreibprozess bei Dir aus, gibt es etwa bestimmte Routinen, was inspiriert Dich und was ist Dir in Deinem Schreiben wichtig?
einfach hinsetzen und schreiben. ich verstehe das konzept inspiration nicht. wahrscheinlich existiert sie auch nicht. man muss sich diese schreibgeilheit im schreiben selbst herstellen. das ist nichts äußeres, sondern selbst gebaut. wichtig ist lediglich zeit und eine deadline.
Was hast Du mit Ingeborg Bachmann gemeinsam?
vollräusche in rom
Bitte assoziiere zu den Stichworten:
Gegenwart
ziemlich scheiße
Literatur
oft scheiße
Leben
ziemlich geil
Klagenfurt
vielleicht ok
Preis
miete
Vielen Dank für das Interview! Viel Freude und Erfolg in Klagenfurt!
danke!
Zur Person:Max Höfler, A
Geboren 1978 in Vorau, lebt in Graz als freier Autor. Liest auf Einladung von Klaus Kastberger.
Germanistik-, Philosophie- und Kunstgeschichtestudium, promovierte mit einer Arbeit über Wittgenstein. Literaturreferent des Forum Stadtparks (2009-2017). Herausgeber des Leinwandliteraturmagazins Glory Hole – Nachrichten von drüben.
Veröffentlichungen (Auswahl):
ALLES ÜBER ALLES, Ritter, 2024
Alternative Title: BOOK. Sampson Low, London, 2020
„ein Fest der Literatur, ein Fest der Weltoffenheit und ein Fest der Menschlichkeit.“ TddL (Tage der deutschsprachigen Literatur) Organisator Horst L. Ebner, ORF Kärnten.
Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2025 finden vom 25. bis 29. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt.
Pressekonferenz Bachmannpreis 2025 _ 19.5.2025 Musilhaus Klagenfurt _ Veranstalter und Sponsoren (v. l. n. r.): Reinhard Draxler (KELAG-Vorstand), Brigitte Winkler-Komar (Land Kärnten, Leiterin Kunst und Kultur), Nadja Kayali (Intendantin Carinthischer Sommer), Horst L. Ebner (Koordinator Tage der deutschsprachigen Literatur), Christian Scheider (Bürgermeister von Klagenfurt), Karin Bernhard (ORF-Landesdirektorin), Franz Petritz (Stadtrat von Klagenfurt/Kulturreferent), Ursula Schirlbauer (ORF/3sat), Julian Geyer (Gemeinderat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee), Michaela Werblitsch (BKS Bank, Leiterin Communication & ESG) und Klaus Wachschütz (Technischer Leiter ORF Kärnten & Regisseur Ingeborg-Bachmann-Preis)
Autorinnen und Autoren 2025
14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich lesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis.
Thomas Bissinger, D
Natascha Gangl, A
Max Höfler, A
Nefeli Kavouras, D
Fatima Khan, D
Laura Laabs, D
Kay Matter, CH
Tara Meister, A
Nora Osagiobare, CH
Josefine Rieks, D/A
Almut Tina Schmidt, D/A
Boris Schumatsky, D
Verena Stauffer, A
Sophie Sumburane, D
Die Jury
Vorsitzender Klaus Kastberger, Graz (A)
Mara Delius, Berlin (D)
Laura de Weck
Mithu Sanyal (D)
Brigitte Schwens-Harrant, Wien (A)
Thomas Strässle (CH)
Philipp Tingler, Zürich (CH)
Am 29. Juni wird in Klagenfurt am Wörthersee der 49. Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2025 finden vom 25. bis 29. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt.
Liebe Annabel Herkströter, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Dreimal am Tag bin ich mit meinem Hund Senta unterwegs. Wir machen lange Spaziergänge in der Natur oder gehen joggen. Den Vormittag widme ich meistens dem Schreiben oder Zeichnen. Am Nachmittag folgt eine weitere Zeit des Schreibens bzw. Zeichnens. Komme ich einmal nicht weiter, was natürlich auch immer wieder vorkommt, verfolge ich meine anderen Interessen, wie zum Beispiel das Musizieren, Lesen oder Handarbeiten. So gewinne ich wieder etwas Abstand.
Ein guter Tagesabschluss ist für mich ein Abend auf dem Sofa mit einem mitreißenden Film oder einem interessanten Buch.
Annabel Herkströter, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Meiner Meinung nach, brauchen wir momentan mehr denn je etwas, das uns im Leben Halt gibt. Die heutige Zeit ist von schneller Veränderung in jeder Hinsicht geprägt, aber vielleicht besonders in der Arbeitswelt. Wenn wir angesichts dessen etwas haben, was beständig ist und worin wir aufgehen, dann besitzen wir schon sehr viel. Es kann sich dabei um Zeit mit Familie und Freunden handeln, oder auch um kreative Tätigkeiten, denen wir uns regelmäßig widmen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ich finde, dass Kunst und Literatur immer und in jeder Situation sehr wichtig für eine Gesellschaft sind. Natürlich kommt der Kreativbranche in herausfordernden und von Veränderung geprägten Zeiten eine besondere Bedeutung zu, da ihr Bestehen dann möglicherweise weniger selbstverständlich ist. Leider sind politische Entscheidungsträger schnell darin, Gelder für die Kreativbranche zu kürzen, da Kunst ja scheinbar nicht lebensnotwendig ist. Ich glaube, dass da ein großer Irrtum vorliegt. Eine erstickte Kunst bzw. stark eingeschränkte Ausdrucksmöglichkeiten für Kunst machen eine Gesellschaft ärmer, als materielle Armut es jemals imstande wäre, da Kunst auch sehr viel mit freier Meinungsäußerung zu tun hat. Daher besteht meine Hoffnung darin, dass Kunst und Literatur gerade in der gegenwärtigen, unruhigen Zeit wieder „lauter“ werden.
Sicherlich werden wir in den nächsten Jahren einige Berufe an die KI verlieren. Auch hier sehe ich eine große Chance für menschliche Kreativität. Die KI ist – manchmal bestimmt auf subtile Weise – geprägt von den Ansichten der Mutterkonzerne und letztlich politischen Interessen. Wollen wir den Lauf der Dinge ein paar wenigen Mächtigen überlassen, die dann freie Bahn hätten, „eine Welt, wie sie mir gefällt“ zu schaffen und dementsprechende Kunst? Dürfte sich so etwas überhaupt Kunst nennen? Ich glaube nicht, dass die KI jemals auf eine Weise kreativ und auch kritisch sein kann, wie ein Mensch es ist. Und außerdem: Wer zieht ernsthaft einen von einem Chatbot geschriebenen Text einem Werk von einem Autor mit Bewusstsein, einem Menschen, vor?
Was liest Du derzeit?
Zurzeit lese ich „The Call of the Wild“ von Jack London.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ich habe gleich zwei Zitate, die mir für die gegenwärtige Zeit bedeutsam erscheinen. Das erste ist ein Aphorismus von Martin Seel: „Die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt; sie ist die messbare Seite der Welt.“ Das zweite Zitat ist Virginia Woolfs Essay „A Room of One’s Own“ entnommen: „So long as you write what you wish to write, that is all that matters; and whether it matters for ages or only for hours, nobody can say.“
Annabel Herkströter, Schriftstellerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Annabel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Annabel Herkströter, Schriftstellerin
Zur Person:Annabel Herkströter wurde 1995 in Südtirol geboren. Nach der Matura studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck. Sie war u.a. in Bibliotheken sowie in einem Bergführerbüro tätig. Seit ihrer Kindheit widmet sie sich mit großer Hingabe dem Schreiben von Geschichten. Beiträge von ihr erschienen im „Komplex Kulturmagazin“ (Innsbruck), in der St. Pöltener Literaturzeitschrift „etcetera“ sowie in der Schweizer Online-Zeitung „DMZ“.
Im Herbst 2024 erschien ihr Kurzgeschichtenband Tragisch bis heiter bei BoD.
Aktuelles Buch von Annabel Herkströter:
„Tragisch bis heiter “ Erzählungen, Annabel Herkströter
„Eine junge Frau, die per Knopfdruck die Wahrheit zu sehen bekommt. Ein Hund, der sein Herrchen einfach nicht aufgeben will. Ein Selfie als Damoklesschwert über dem Familienglück. Davon und von vielem mehr erzählen die in diesem Band versammelten Kurzgeschichten. Mal sind sie tragisch, mal heiter, manchmal beides und oft etwas dazwischen.“ (Pressetext Verlag)
Zur Person:Annabel Herkströter wurde 1995 in Südtirol geboren. Nach der Matura studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck. Sie war u.a. in Bibliotheken sowie in einem Bergführerbüro tätig. Seit ihrer Kindheit widmet sie sich mit großer Hingabe dem Schreiben von Geschichten. Beiträge von ihr erschienen im „Komplex Kulturmagazin“ (Innsbruck), in der St. Pöltener Literaturzeitschrift „etcetera“ sowie in der Schweizer Online-Zeitung „DMZ“.
Im Herbst 2024 erschien ihr Kurzgeschichtenband Tragisch bis heiter bei BoD.
Aktuelles Buch von Annabel Herkströter:
„Tragisch bis heiter “ Erzählungen, Annabel Herkströter
„Eine junge Frau, die per Knopfdruck die Wahrheit zu sehen bekommt. Ein Hund, der sein Herrchen einfach nicht aufgeben will. Ein Selfie als Damoklesschwert über dem Familienglück. Davon und von vielem mehr erzählen die in diesem Band versammelten Kurzgeschichten. Mal sind sie tragisch, mal heiter, manchmal beides und oft etwas dazwischen.“ (Pressetext Verlag)
Gelegentlich bleiben Narben von Wunden Aber als Kind
In den Krieg Dann schießt es immer weiter auf dich Unter deinem
Verband bleibt es verklebt und verkrustet Du hast eine
Ewige Wunde die nicht heilt Und es
Pocht und brennt Und
Es blutet Und das Blut hört nicht auf
Aus Dir heraus zu fließen Kein Mens
Ch hat so viel Blut Von Dir ist immer was weg Das
Ende deiner Kindheit kam mit dem Krieg Dein
Anfang als
Chance auf Leben macht Ende Der Krieg geht nicht mehr fort Zu
Hause fühlst du dich nirgendwo mehr Dein Zuhause ist Schmerz
Als Kind in den Krieg Das bleibt das geht
Nicht mehr fort Nie mehr ganz fühlst du dich. Kein ganzer Mens
Ch mehr bist du Bist du Kriegskind dann haben dir die
Erwachsenen das Glück weggeschossen
Marco Sagurna, 16.5.2025
Marco Sagurna, Schriftsteller & Publizist
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Marco Sagurna, Schriftsteller & Publizist
Zur Person:Marco Sagurna, * in Wiesbaden; Schriftsteller & Publizist, lebt in Hannover. Bücher: Warmia – Roman (2022); Gedichte Über Kunst Poems OnArt; deutsch/englisch (2023) – beide Kulturmaschinen Verlag; Buch der Stunden (2025, Moloko Print);
„Zwei Leben in Deutschland“ Hans Rosenthal. Eine jüdisch-deutsche Geschichte. Die ergreifende Autobiografie von Hans Rosenthal. Quadriga Verlag.
Hans Rosenthal und seine Kultsendung „Dalli Dalli“ waren Fixpunkte der Fernsehunterhaltung der 1970/80er Jahre. Der Donnerstagabend wurde zu einer begeisternden Demonstration des so vielseitigen wie sprühenden Unterhaltungstalentes des 1925 in Berlin geborenen Ausnahmeshowmasters, der über Jahrzehnte zur prägenden Persönlichkeit der Bildschirm-Quizkultur in sagenhaften Quotenhöhen wurde. Neben Dalli Dalli arbeitete er auch an weiteren erfolgreichen Fernsehformaten und seine Zielstrebigkeit wie Energie ließen nicht nach.
Doch wenn der Spot des Scheinwerferlichtes und das Rotlicht der Liveübertragung erlöschen, beginnt wieder das reale Erinnern und Leben des Ehemannes und zweifachen Vaters, der in eine jüdische Familie geboren, in den 1930/40er die Schrecken und Grausamkeiten der NS-Diktatur erleiden musste, in der sein jüngerer Bruder auf einem Kindertransport ermordet wurde, nachdem die Eltern früh verstarben, und diese Ereignisse begleiten und belasten den sozial engagierten Quizmaster zeitlebens, der auch wesentlich die jüdischen Gemeinde Berlin wie weitere deutschlandweit unterstützt.
Hans Rosenthal selbst musste als Jugendlicher Zwangsarbeit leisten und tauchte dann unter ständiger Lebensgefahr und der Hilfe von drei äußerst mutigen Frauen bis zur Befreiung im April 1945 in Berlin unter. Er überlebte und damit begann sein zweites Leben in größtem Einsatz wie sensationellem Erfolg im Scheinwerferlicht…
Seine zu Lebzeiten 1980 erschiene Autobiographie „Zwei Leben in Deutschland“ war ein bewusstes Heraustreten aus dem Schatten gesellschaftlich ausgeblendeter Volks-, und Lebensschicksale im Nationalsozialismus im Schweigen der Gegenwart.
1987 verstarb Hans Rosenthal und wurde in einem Ehrengrab Berlins auf dem Jüdischen Friedhof Heerstraße beigesetzt.
Seine anlässlich des 100.Geburtstages neu aufgelegte und reich bebilderte Autobiographie ist ein erschütterndes wie beeindruckendes Lebenszeugnis und gerade in der Gegenwart unerschütterliches Plädoyer für die Kraft des Willens in aller Dunkelheit, der Sieg der Hoffnung, des Lichtes in gemeinsamer Courage über eine Maschinerie des Todes.
„Zwei Leben in Deutschland“ Hans Rosenthal. Eine jüdisch-deutsche Geschichte. Die ergreifende Autobiografie von Hans Rosenthal. Quadriga Verlag.
Buch (Hardcover)
Autobiografie
Seitenanzahl: 376 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-86995-156-0
23,00 €
Autor:in: Hans Rosenthal
Hans Rosenthal, 1925 in Berlin geboren,war Regisseur, Moderator und Entertainer. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs macht er Karriere beim RIAS, einem von den Amerikanern gegründeter Rundfunksender in West-Berlin. Hier erfand er zwischen 1950 und 1980 Dutzende erfolgreiche Rate- und Unterhaltungssendungen. Zeitgleich entwickelte er sich zu einem der beliebtesten TV-Entertainer des Landes. Die von ihm moderierten Sendungen wie Dalli Dalli und Gut gefragt, ist halb gewonnen begeisterten Millionen. Er wurde u.a. mit der Goldenen Kamera, dem Bambi und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 1987 starb Hans Rosenthal in Berlin.
Lieber Florian Drexler, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?
Ich stehe auf und mache mir mal einen Kaffee. Das ist jeden Tag so. Dann versuche ich jeden Morgen zu meditieren. Der Rest des Tagesablaufs ist immer verschieden und hängt davon ab, welche Projekte gerade anstehen. Doch am Vormittag ist immer die Zeit, in der ich entweder schreibe, Inszenierungen plane oder übe. Dann gehe ich dreimal die Woche zu Mittag ins Gym, und danach sind entweder Proben, Meetings oder Bürozeit angesagt. Außer mittwochs – da unterrichte ich Schauspiel.
Momentan entwickle ich gerade ein Stück mit Kindern, das auf Orwells „Animal Farm“ basiert und bald im WUK gezeigt wird. Wenn das abgeschlossen ist, werde ich mich wieder mehr der Musik zuwenden und im Juni mit meiner neuen Band „Operation Silberfisch“ ein Album aufnehmen.
Ich mag es, dass mein Beruf so vielfältig ist und ich mit so vielen verschiedenen Menschen zusammenarbeite. Ich finde es außerdem schön mich mit dem Menschsein an sich auseinanderzusetzen.
Florian Drexler, lebt und arbeitet als freier Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge und Musiker in Wien.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich komme in den letzten zehn Jahren immer wieder zu demselben Punkt: mehr Spürbewusstsein entwickeln. Das heißt, mehr bei unseren Empfindungen und Gefühlen zu verweilen und zu versuchen, nicht aus den erstbesten Impulsen heraus zu handeln, die oft nur blinde Reaktionsmuster auf Empfindungen sind, die wir nicht spüren wollen – wie z. B. Angst und Scham. Und damit auch Verantwortung zu übernehmen – vorerst mal für sich selbst und seine eigenen ungeliebten Anteile.
Und genau da, finde ich, trifft unser aller individuelles Schicksal, unsere ganz persönliche Erfahrung „des In-der-Welt-Seins“ den politischen Raum des Handelns.
Verantwortung für andere kann nur der übernehmen, der für sich selbst Verantwortung übernimmt und sich nicht selbst vor seiner individuellen Erfahrung verschließt, auch wenn diese beängstigend und schmerzhaft ist. Gesunde Beziehungen zu unserer Umwelt beginnen mit der Verantwortung gegenüber uns selbst.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle – gesellschaftlich und persönlich – stehen. Was wird dabei wesentlich sein, und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Ich denke, im digitalen Zeitalter, in dem wir alle sehr viel Zeit mit unseren Endgeräten verbringen, ist es wichtig, Räume zu denken und zu schaffen, in denen Menschen tatsächlich miteinander in Kontakt kommen. Räume, in denen wir uns mit unserer vielfältigen Menschlichkeit auseinandersetzen und auch anfreunden können. Räume, die Impulse geben, ungekannte Assoziationen ermöglichen und in denen neue Denkmuster aufgezeigt, aber auch erfahren und erprobt werden können. Diese Räume kann die Kunst schaffen.
Was liest du derzeit?
Ich lese gerade zwei Bücher, die in ihrer Kombination auch ganz gut das beschreiben, womit ich mich zurzeit inhaltlich beschäftige. Einerseits „Die Wunde der Ungeliebten“ von Peter Schellenbaum und andererseits „Survival of the Richest“ von Douglas Rushkoff.
Schellenbaum war ein Psychoanalytiker, und sein Buch handelt von den „Unliebspielen“, die viele von uns miteinander spielen – Spiele, in denen es nicht um Liebe und Wertschätzung, sondern um Macht, Kontrolle und Vermeidung geht. Schellenbaum zeigt auch Möglichkeiten auf, aus diesen „Unliebspielen“ auszubrechen – durch Bewusstmachung und oft schmerzhafte Annahme der eigenen, von uns selbst ungeliebten Anteile, die wir oft nicht sehen wollen.
Rushkoffs Buch hingegen beschreibt die Geisteshaltung der Tech-Milliardäre, ihren politischen Machtwillen und dessen Folgen für unseren Planeten. Er beschreibt die Visionen von Exit-Strategien der Milliardäre bei einem zukünftigen ökonomischen oder ökologischen Kollaps. Egal ob große Bunkeranlagen, Marskolonien oder Uploads „der Seele“ in eine Cloud: Das Menschenbild ist ein feindliches. Viele dieser Tech-Milliardäre wirken von sich und ihrer Umwelt entfremdet, spüren m. E. ihre Ängste und ihre Hilflosigkeit – die uns als Menschen verbinden – nicht.
Sie dehnen ihr Kontroll- und Machtstreben ins Unermessliche aus, um nicht mit ihrer „Menschlichkeit“ in Berührung zu kommen – einer Menschlichkeit, die nicht in eine Cloud upgeloadet werden kann.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?
„Die Stadt geht unter, doch wir bauen drauf. Die Bilder sagen viel, aber eigentlich sagen sie nur: Schau und kauf. Jede Rebellion wird sich einverleibt. Die Antithese sorgt dafür, dass es so ist und auch so bleibt. Das ist die Revolution, die einfach keine ist. Das ist unser Lied, das nur für sich spricht. Das ist, was wir singen, und alles andere singen wir nicht. Das ist der Ausweg, den es so nicht gibt.“ aus dem Lied „Wegwischgesellschaft“ von Operation Silberfisch
Vielen Dank für das Interview, lieber Florian, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Florian Drexler, freier Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge, Musiker.
Zur Person:Florian Drexler,Jazz Saxophon Studium am Konservatorium der Stadt Wien, diverse Bands. Kurzes Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien; danach an die Schauspielakademie Elfriede Ott. Nebenbei Rollen in Kino, Fernsehen und Theater. 2011 Gründung und Head des Künstlerkollektivs „playground“. Engagements als freier Schauspieler und Regisseur bei WUK Wien, 3Raum-Anatomie-Theater Wien, Palais Kabelwerk Wien, Ragnarhof Wien, F23 Wien, OFF Theater Wien, Stadttheater Wiener Neustadt, Stuedltenn Zillertal, Viertelfestival NÖ, Hin und Weg Theaterfestival, Sommerfestspiele Maria Enzersdrof, t’eig Graz, dramagraz, Literaturhaus Graz, TIK Berlin, u.a. 2019 Regie und Libretto der Oper aKTION nILPFERD im Stadtsaal Hollabrunn und im Festspielhaus St.Pölten.
2024 Regie der Oper „Hamed und Sherifa“ am Musiktheater an der Wien. Theateraufführungen für junges Publikum an etlichen Kindergärten und Volksschulen in Wien und NÖ. Theaterpädagogische Arbeiten bei BRG Linz Hamerlingstraße, Projektschule Graz, MS Hollabrunn, MOKIWE Brunn am Gebirge, International Highschool Herzogberg, SFU Wien, VinciRast, PlayTogetherNow, u.a. Psychotherapeutisches Propädeutikum am ÖAGG in Wien.
Florian Drexler, lebt und arbeitet als freier Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge und Musiker in Wien.