„sprechen, fragen, berühren, weinen“ Aleksandra Pristin, Schriftstellerin_ Barsinghausen/D 13.6.2025

Liebe Aleksandra Pristin, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich wache auf und ich weiß selten, wie der Tag verlaufen wird, denn dies hängt von Nachtträumen, vom Wetter, von anfallenden Aufgaben für unsere Skulpturenausstellungen und von Social Media ab.

Wenn das Wetter akzeptabel ist, gehe ich in meinen Garten, der mich braucht, damit er so ist, wie ich es mir wünsche und wie ich den Garten gerne zeigen mag, denn der Garten, der regelmäßig von vielen Menschen bestaunt wird, ist ein Star und soll ein Star bleiben. Er ist es auch, der mir meine Seelenruhe gibt, damit ich schreiben kann. Und schreiben muss ich dann, wenn meine Nachträume mich lenken, wenn sie mir Impulse geben, denen ich folgen muss. Nicht aus jedem Traum wird ein Gedicht und nicht jedes Gedicht folgt einem Traum, doch wenn ich so geträumt habe, dass ich den Traum nicht von der Haut abstreifen kann, dann gehe ich nicht in den Garten, ich schreibe, bis das mich verfolgende Gefühl im Kokon der Lyrik festgehalten wird und nicht mehr auf meiner Haut kriecht.

Doch sowohl das Wetter, wie auch die Träume, beide sind machtlos gegen Social Media Kram, der mich unnötig ablenkt und meinen Tagesablauf stört. Ich erfahre vieles Nötige und vieles Unnötige, bis ich oft merke, das schöne Gartenwetter ist vorbei, bis ich oft merke, mir entflieht ein schöner Satz, den ich schreiben wollte und nun schreibe ich einen anderen Satz.

Und schnell ist der Tag vorbei.

Bis in die Tiefe der Nacht erledige ich noch meine Aufgaben, bastele am Flyer, Banner, Plakat, Katalog, Internetauftritt für die Skulpturenausstellung, schreibe Briefe, Anträge, ordne Fotos und plane die nächsten Veranstaltungen für das nächste Jahr.

Doch zurückblickend bin ich mit dem Tag zufrieden, er verlief, wie jeder Tag, gelenkt vom Fleiß, Ehrgeiz, Zerstreutheit und vom Traum, immer ein Stück für die Erfüllung meines Lebenstraums.

Aleksandra Pristin, Lyrikerin, Gärtnerin und Veranstalterin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Nichts ist wichtiger jetzt, in der ins Rechts weltweit abdriftenden Gesellschaft, als das Herz zu bewahren und es noch mehr zu öffnen, nicht die Augen verschließen und an anderen zu rütteln, damit ihre Herzen Räume für leidende Menschen offen halten, nicht zulassen, dass sie verhärten, dass uns Kälte, Gier, Neid und Sarkasmus spalten, dass die Demokratie, in der wir unbesorgt aufwachsen durften, unbemerkt stirbt.

Auch ein engagiertes gesellschaftliches Leben ist sehr wichtig. Bewegen, gestalten, voranbringen. Daraus wächst eine geschlossene Gemeinschaft, die nicht so leicht zerfällt. Diesen Gedanken pflege ich seit 25 Jahren und öffne meinen Garten für interessierte Gartenliebhaber. Seit neun Jahren, zusammen mit meinem Mann, organisiere ich hier im Garten Skulpturenausstellungen begleitet von Lyriklesungen und Konzerten und wir erfreuen uns an der großen Resonanz und an immer glücklichen Gesichtern. Wichtig ist uns dabei, verschiedene Kunstformen und verschiedene Materialien unter immer wechselnden Themen mit namhaften Bildhauern zu präsentieren, die Kunst zu vermitteln und die Menschen zusammenzubringen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Jede Stimme, die schweigt, ist opportun und feige. Wach und hörbar zu sein ist die Aufgabe der Künste. Aus der Perspektive der Jahrzehnte und der Epochen sind die Kunst und die Literatur wie Zeigerpflanzen, die durch ihre Präsenz darauf hinweisen, welche Eigenschaften der Boden (die Gesellschaft) hat. Die Kunst und die Literatur haben es zur Pflicht das festzuhalten, was um uns geschieht und das aufzuzeigen, was beunruhigend ist. Utopisch wäre es zu denken, dass sie jede Seele erreichen, doch wenn sie dennoch wahrgenommen werden, sollten sie beleuchten, in den Verstand dringen und aufrütteln. Wie die Leuchttürme stehen sie in der Pflicht hellwach zu sein und den Weg in den Frieden zu weisen. Ich weiß aus meinem vergangenen Berufsleben, dass das Aufstehen und die Meinung äußern, nicht immer einen selbst vorwärtsbringen, doch sie bringen die Sache vorwärts. Als Künstler sollte man sich von eigenen Vorteilen losgelöst fühlen und gerade jetzt mit jedem verfügbaren Mittel sprechen, fragen, berühren, weinen.

Was liest Du derzeit?

Je nach Tageszeit und je nach Ort, wo ich mich gerade befinde, lese ich sowohl Lyrik wie auch Prosa. Inspiriert durch die Lesung „Das Alphabet des Feuers – Poesie aus Island“ mit Wolfgang Schiffer und Jón Thor Gíslason, die wir Ende Mai im Garten veranstaltet hatten, lese ich gerade Gedichte aus Island, „Ewigzeit“ von Ásta Fanney Sigurdardóttir, kleine sprachliche Meisterwerke, deren Konstruktion ich bewundere.

…. Wenn ich an den gerade warmen Tagen abends unter den Walnussbäumen sitze und vor den Sonnenuntergängen den Tag abschließe, lese ich „Air“ von Stefan Kracht, weil mich die Verbindung – Kunst und Literatur – angesprochen hatte, doch abgelenkt durch die Farben des Himmels und eigene Gedanken, die ich zu eigenen Versen legen möchte, komme ich seit Tagen mit dem Buch nicht voran. Zumindest bei letzten drei gelesenen Büchern war ich nicht so zerstreut wie jetzt und am liebsten würde ich die Bücher weiter und weiter lesen, denn es sind lyrische Prosameisterwerke: Maren Kames „Hasenprosa“, Han Kang „Griechischstunden“, Mieko Kanai „Leichter Schwindel“.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Mit meinem Gedicht  – ein bohrender Gedanke über das heutige Deutschland:

laute enge

           (zu bundestagswahl)

erstarrt fragen wir uns

was sich viele fragen

warum kannte man sie vorher nicht

die, die nun alle türen schliessen

und so laut schreien

dass man nicht mehr schlafen kann?

warum muten sie der welt ihr eigenes

und man ihre enge nicht mal weiten kann?

wer sind sie um uns ohne ein gesicht?

sind es nur die, die man nicht kennt?

oder doch die, die mit uns

durch die lichten wälder

wie fledermäuse streiften?

um uns ihre bahnen zogen?

und uns auf die feuchten lippen küssten?

kaufen wir bei denen

mit einem lächeln ein?

schauen sie in unsere fenster

tag und nacht vielleicht?

sehen sie gestochen scharf

wie wir am tisch erstarren?

auch wir, wir traumwandeln

obwohl wir wach sein müssen

und auch wir, wir träumen nicht

Aleksandra Pristin, Februar 2025

Vielen Dank für das Interview, liebe Aleksandra, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:  Aleksandra Pristin, Lyrikerin, Gärtnerin und Veranstalterin

Zur Person: Aleksandra Pristin, Lyrikerin, Gärtnerin und Veranstalterin.

Psychologiestudium in Danzig und Warschau. In Deutschland seit 1983, hier bis vor Kurzem auf dem Gebiet der Informationstechnologie tätig.

Als Hobby betreibe ich zusammen mit meinem Mann einen fürs Publikum offenen, parkähnlichen Garten, in dem ich jährlich wechselnde Skulpturenausstellungen mit namhaften Künstlern organisiere, mit begleitendem Kulturprogramm wie Lesungen und Konzerte.

Mehr über den Garten und die Veranstaltungen: www.garten-pristin.de.

Mehr über mich als Autorin: www.pristin.de.

Foto: privat

Walter Pobaschnig 12/6/25

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„Gesehen haben sie sich noch“ Aleksandra Pristin, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Barsinghausen/D 13.6.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Gesehen haben sie sich noch

In Kiev, am Morgengrauen, das letzte Mal

Vor einem Fenster mit zerbrochenem Glas,

Eine Eiseskälte drang hinein und lies die Lippen frieren.


Pass auf dich auf!

Eine Berührung  

An der Schulter unvergessen wie der hellste

Chorgesang, wie das warme Licht,

das von außen fiel und auf ihren Wangen lag

Ein Kuss die Wärme sammelnd gegen die


Angst, die mit jeder Stunde in beiden Herzen wuchs.


Charkiw ist groß … sagte sie …

Hörst du? … Gib mir eine Nachricht, wenn du

Ankommst und wenn du etwas brauchst … Er fuhr um halb acht …

Nie wieder hat sie ihn geküsst, kein Wort von ihm gehört …

Cut … als wenn eine lichthungrige Drohne nur auf seine Wangen wartete …

Es blieb ihr nichts weiter, als vor einem Fenster zu wachen,

auf das Licht zu warten, das es nicht mehr gibt.


Aleksandra Pristin12.6.2025

Aleksandra Pristin, Lyrikerin, Gärtnerin und Veranstalterin

GIVE PEACE A CHANCE

Aleksandra Pristin, Lyrikerin, Gärtnerin und Veranstalterin

Zur Person: Aleksandra PristinLyrikerin, Gärtnerin und Veranstalterin.

Psychologiestudium in Danzig und Warschau. In Deutschland seit 1983, hier bis vor Kurzem auf dem Gebiet der Informationstechnologie tätig.

Als Hobby betreibe ich zusammen mit meinem Mann einen fürs Publikum offenen, parkähnlichen Garten, in dem ich jährlich wechselnde Skulpturenausstellungen mit namhaften Künstlern organisiere, mit begleitendem Kulturprogramm wie Lesungen und Konzerte.

Mehr über den Garten und die Veranstaltungen: www.garten-pristin.de.

Mehr über mich als Autorin: www.pristin.de.

Foto: Portrait _ privat; Motiv _ Walter Ponbaschnig.

Walter Pobaschnig 12/6/25

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Wut und Liebe. Martin Suter. Roman. Diogenes Verlag.  

Drei Jahre ein Paar. Noah und Camilla. Und jetzt liegen sie auf dem Rücken, nackt, im Bett, nebeneinander und blicken an die Decke.

Es ist ein Abschied. Und Camilla beginnt, bricht die Stille.

„…Ich verlasse dich.

Warum?

Weil ich nicht mehr kann.

Mich lieben?

Quatsch, das kann ich noch lange. Aber das reicht nicht, verstehst du? Nicht für ein ganzes Leben. Jedenfalls mir nicht…“

Es geht jetzt hier zuende für Noah, den Künstler und Camilla, die Buchhalterin, hier in der romantischen Altbauwohnung, die Camilla bezahlen muss wie vieles Andere, weil Noahs Kunst, es nicht ermöglicht.

Drei Jahre. Nun ist das Bett leer. Wie alles jetzt. Nach dem Abschied.

Und Noah geht wieder abends in die Bar, allein. Trifft Betty, die voller Kummer ist, doch da tut sich vielleicht eine Chance in allem Schmerz und Abgrund da und dort auf…

Zwischen Wut und Liebe

Martin Suter, ein Bestsellerautor, der ganz nah und tief in menschliche Abgründe zu blicken, zu kriechen, zu wühlen und die menschliche Seele der Zeit einzigartig ins Wort, ins klein-, wie großflächige Lebens-, Liebes-, und Weltbild zu setzen und zu katapultieren weiß, gelingt mit Wut und Liebe ein weiterer Roman der Spitzenklasse, der rasant und kurzweilig zum Lachen, Weinen bringt und bestens zu unterhalten weiß.

Eine geniale lovestory, die roadmoviegleich in Paradies, Wüste und ungeahnte Horizonte der Liebe in Licht und Dunkel entführt und Seite um Seite fesselt.

„Ein Meisterwerk!“

Wut und Liebe. Martin Suter. Roman. Diogenes Verlag.

Hardcover Leinen
304 Seiten
ISBN: 978-3-257-07333-1
€ (D) 26.00 / sFr 35.00* / € (A) 26.80

Walter Pobaschnig 6_25

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„Umjubelte Uraufführung!“ _ Ragazzi del Mondo _ aktionstheater ensemble _ Theater am Werk/Wien 11.6.2025

Ragazzi del Mondo/Nur eine Welt _ Uraufführung _ aktionstheater ensemble _
Theater am Werk Wien 11.6.25

Über welche Leichen gehen wir beim Einkaufen? Und welches Blut wird da und dort vergossen? Was ist Dein Schmerz und was ist mein Schmerz, meine Sorge? Was ist objektiv dabei? Und wer hält zu meiner Meinung? Was ist Freude für mich? Was und wer sind wir als Gemeinschaft?

Gehen, tanzen, stolpern, schreien, kriechen wir hinein in unsere Welt mit Herz und Seele…Ragazzi del Mondo

In seiner neuesten Produktion „Ragazzi del Mondo – nur eine Welt“ lädt das aktionstheater ensemble zu einem existentiellen Kammerspiel der Sonderklasse. In rasantem einmaligen Sprach-, Bewegungsspiel wird das Publikum mitgenommen in Wahrnehmung und Erfahrung des individuellen Lebensraumes, der in Wort und Gegenrede zum reißenden Strom, zur bebenden Erde, zur Explosion wird bis der nackte Mensch übrigbleibt, liegenbleibt und das Licht ausgeht…

Ein Stück am Puls der Zeit, das in sensationeller Bühnenperformance ganz große Schauspielkunst in Humor, Staunen, Stille bietet und ganz tief in der Frage nach dem Menschenbild, Menschsein berührt. Großartig abgestimmt auch Musik, Kostüm-, Bühnenbild.

Ragazzi del Mondo/Nur eine Welt _ Uraufführung _ aktionstheater ensemble

Eine Produktion von aktionstheater ensemble in Koproduktion mit dem internationalen Festival Bregenzer Frühling, Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz und dem Theater Kosmos. n Kooperation mit Theater am Werk.

Konzept & Inszenierung _ Martin Gruber

Text _ Martin Gruber & Ensemble

Dramaturgie _ Martin Ojster

Mit _ Zeynep Alan, Isabella Jeschke, Thomas Kolle, Kirstin Schwab, Benjamin Vanyek, Andreas Dauböck & Pete Simpson

Bühne _ Valerie Lutz & Martin Platzgummer

Kostüme _ Luis Kaindlstorfer

Musik _ Andreas Dauböck

Video _ Resa Lut

Uraufführung _ 11.6.2025 Theater am Werk _KABELWERK , Oswaldgasse 35A _ 1120 Wien_weitere Spieltermine 12,.13., 14., 15.6.2025

https://www.theater-am-werk.at/de/tickets

Walter Pobaschnig 6/25

Alle Fotos/Videos _ Walter Pobaschnig

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Bachmannpreis 2025 _ Nominierteninterview _ „Türen in andere Leben aufzustoßen“ Thomas Bissinger, Schriftsteller _ Konstanz/D 11.6.2025

Bachmannpreis 2025_  im Interview:

Thomas Bissinger, Schriftsteller _ Bachmannpreis Nominierung 2025

Thomas Bissinger, Schriftsteller _ Bachmannpreis Nominierung 2025

Lieber Thomas Bissinger, herzliche Gratulation zur Bachmannpreisnominierung! Wie und wann hast Du von Deiner Nominierung erfahren? Was war Deine erste Reaktion und wie sieht jetzt die Vorbereitung aus?

Dankeschön! Erfahren hab ich’s, als ich grad aus der Kletterhalle an die Winterluft kam und einen verpassten Anruf meines Verlegers auf dem Handy sah. Ich hab zurückgerufen, wir haben uns über einen organisatorischen Punkt unterhalten, waren uns schließlich einig – und dann meinte er sehr beiläufig: „Ach, übrigens, das mit Klagenfurt klappt.“ Das war gut reingesneakt von ihm, ich hab ein paar Sekunden gebraucht, bis das große Grinsen losging.

Jetzt hadere ich mit all den Punkten, die am Text eigentlich noch hätten glattgezogen werden müssen und nun nicht mehr glattgezogen werden dürfen, tröste mich mit Waschbärvideos. Und lese fleißig die anderen Interviews in Literatur Outdoors, um am Wörtherseestrand 1-A-Gesprächseinstiege zu haben.

Wie war Dein Weg zum Schreiben?

Ich glaube, das wirkliche Schreibenlernen begann mit einer Lyrikwerkstatt im Rahmen des Studium Generale in Stuttgart, die von Jutta Weber-Bock geleitet wurde und für die ich ihr bis heute immens dankbar bin. Da ging es um ehrliche, wenn nötig auch harte Textkritik. Dort habe ich gelernt, dass der erste Wurf das Ziel noch nicht zu treffen braucht, dass sich das Ziel vielleicht überhaupt erst nach den ersten Schritten auf unsicherem Terrain abzeichnet. Wenn ein Text nicht mehr auf Anhieb gelingen muss (wie ich das als Jugendlicher annahm), öffnet das den Raum, einen Text als vorläufig zu verstehen und dahingehend zu betrachten, wo sein Potenzial und seine Entwicklungsmöglichkeiten sind.

Wie sieht der Schreibprozess bei Dir aus, gibt es etwa bestimmte Routinen, was inspiriert Dich und was ist Dir in Deinem Schreiben wichtig?

Ich habe keine arg stabile Routine. Am besten funktioniert täglicher Zwang, irgendwo für zwei Stunden hinzusitzen und zu schreiben. Handy weglegen. Es braucht dann einen leeren Raum und ein bisschen Platz, um auf und ab zu laufen und ein paar Selbstgespräche zu führen. Und die Bereitschaft, viele schlechte Seiten hinzunehmen.

Inspiration oder Motivation ist da schon stabiler: Im Augenblick sind das die Menschen, über die ich meinen Roman schreibe. Die Familie Ehrenfest. Ein Physiker und eine Mathematikerin und deren vier Kinder, die Anfang des 20. Jahrhunderts gelebt haben. Ich lese sehr intensiv deren Briefwechsel, und das waren alles einfach sehr außergewöhnliche Menschen.

Ich möchte es gerne schaffen, diese Faszination auch für andere erlebbar zu machen. Für mich ist die große Chance, die in der Literatur liegt, Türen in andere Leben aufzustoßen. Andere Selbstverständlichkeiten zu erfahren, anderes Vertrauen, anderen Stolz, andere Gemeinheit, alles eben. Literatur kann die Breite menschlicher Erfahrung vermitteln, weil die Sprache eines Textes beim Lesen zur eigenen werden kann.

Was hast Du mit Ingeborg Bachmann gemeinsam?

Vielleicht, über die Lyrik ins Erzählen hinübergefunden zu haben.

Bitte assoziiere zu den Stichworten:

Gegenwart fundamental

Literatur kollateral

Leben gibtsnureinmal

Klagenfurt Sonnenstrahl

Preis optional

Vielen Dank für das Interview! Viel Freude und Erfolg in Klagenfurt!

Sehr gern und auch meinerseits vielen Dank!

Thomas Bissinger, Schriftsteller _ Bachmannpreis Nominierung 2025

Zur Person:  Thomas Bissinger, D

Geboren 1989 in Leonberg (Baden Württemberg, Deutschland), lebt in Konstanz. Liest auf Einladung von Mara Delius.

Thomas Bissinger ist promovierter Physiker und lebt in Konstanz, wo er ein wenig Lyrik unterrichtet. Für sein Romanprojekt „Ehrenfest“ erhielt er den Retzhof-Preis für junge Literatur und war Stipendiat der Bayerischen Akademie des Schreibens und des lcb. Das Buch wird 2026 bei dtv erscheinen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Prosaauszüge in Anthologien, u.a.: Spr.i.t.Z., 2024

Anthologie zum Literaturpreis des Bezirks Schwaben, 2023

Anthologie zum Förderpreis der Gruppe 48, 2021

Erkundungen der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz, 2019

https://bachmannpreis.orf.at/stories/3304911/

Pressekonferenz Bachmannpreis 2025 _ 19.5.2025 Musilhaus Klagenfurt _
Veranstalter und Sponsoren (v. l. n. r.): Reinhard Draxler (KELAG-Vorstand), Brigitte Winkler-Komar (Land Kärnten, Leiterin Kunst und Kultur), Nadja Kayali (Intendantin Carinthischer Sommer), Horst L. Ebner (Koordinator Tage der deutschsprachigen Literatur), Christian Scheider (Bürgermeister von Klagenfurt), Karin Bernhard (ORF-Landesdirektorin), Franz Petritz (Stadtrat von Klagenfurt/Kulturreferent), Ursula Schirlbauer (ORF/3sat), Julian Geyer (Gemeinderat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee), Michaela Werblitsch (BKS Bank, Leiterin Communication & ESG) und Klaus Wachschütz (Technischer Leiter ORF Kärnten & Regisseur Ingeborg-Bachmann-Preis)

Autorinnen und Autoren 2025

14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich lesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis.

Thomas Bissinger, D

Natascha Gangl, A

Max Höfler, A

Nefeli Kavouras, D

Fatima Khan, D

Laura Laabs, D

Kay Matter, CH

Tara Meister, A

Nora Osagiobare, CH

Josefine Rieks, D/A

Almut Tina Schmidt, D/A

Boris Schumatsky, D

Verena Stauffer, A

Sophie Sumburane, D

Die Jury

Vorsitzender Klaus Kastberger, Graz (A)

Mara Delius, Berlin (D)

Laura de Weck

Mithu Sanyal (D)

Brigitte Schwens-Harrant, Wien (A)

Thomas Strässle (CH)

Philipp Tingler, Zürich (CH)

Am 29. Juni wird in Klagenfurt am Wörthersee der 49. Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2025 finden vom 25. bis 29. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt. 

Weitere Informationen zum Bachmannpreis 2025: https://bachmannpreis.orf.at/stories/3305089/

Fotos: Portrait_ Thomas Bissinger _ Torben Nuding; Pressekonferenz _ Johannes Puch; alle weiteren Fotos_Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig 10.6.2025

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Déjà-vu. Der siebzehnte Fall für Bruno, Chef de police. Martin Walker. Diogenes Verlag.  

Eine lange Reise war es. In Licht und Schatten. Im Schmerz, Krankenhäusern und dem weiten Weg zurück nach Saint-Denis in Südfrankreich.

Doch jetzt steigt Bruno, Polizeichef , endlich aus dem Auto. Auf dem Boden seines Reviers, das er vermisste. Die Menschen hier in all ihren Liebeswürdigkeiten, Alltäglichkeiten, Besonderheiten, Abgründen. Und das Essen, darin er leidenschaftlich Lust und Genuss aller Sinne zelebriert. Ein guter Boden hier. Und ein gutes Zurückkommen.

Doch der Boden hier in der beschaulichen französischen Kleinstadthat auch eine Geschichte. Eine wechselvolle und ganz bittere in der Zeit des II.Weltkrieges und der deutschen Besatzung und des Widerstandes, der Resistance.

Der Fund eines Grabes öffnet nun diese Vergangenheit in Mut wie Verrat und eine Flut verdrängter Erinnerungen bricht nun hervor…

Wie auch oberhalb der Erde. Denn da öffnet der Himmel seine Schleusen und heftige Unwetter verwandeln Stadt und Umgebung in reißende Ströme, die mit- und fortreißen…

Und mittendrin Bruno und Balzac. Sein Hund. Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren und Spürsinn zu haben. Und da ist Bruno wieder in seinem Element und stellt sich den Stürmen der Vergangenheit und Gegenwart…

Nicht ohne allerdings auch die Kraft guten Essens, das Zusammenkommen dabei und die ungeahnten zwischenmenschlichen Möglichkeiten im Gespräch, Zuhören und Lippenlesen außer Acht zu lassen…

Martin Walker, ein ganz besonderer Autor, der gleichsam Literaturgenres in ein wunderbares mehrgängiges Menü rührt, mixt und dann als Krimi kalt und heiß serviert, legt ein neues Meisterwerk vor.

Leserin und Leser werden gleichsam in Welt und Leben, Kultur und Kulinarik, Geschichte Frankreichs und Europas hineingezogen und folgen Seite um Seite einen Genuss in Sprache, Spannung, Überraschung.

„Bruno regiert wieder und es ist ein Krimi-Königreich der Sonderklasse!“

Déjà-vu. Der siebzehnte Fall für Bruno, Chef de police. Martin Walker. Diogenes Verlag.  

Hardcover Leinen
400 Seiten
ISBN 978-3-257-07334-8
€ (D) 26.00 / sFr 35.00* / € (A) 26.80

Walter Pobaschnig  6/25

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 „positive Zukunftsbilder in den Kopf zu bekommen“ Ana Pawlik, Schriftstellerin _ Ennstal/OÖ 7.6.2025

Liebe Ana Pawlik, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Seit ich im Herbst mein Manuskript abgegeben habe, habe ich zum Glück wieder Zeit zum Lesen. Also starte ich, sobald meine Familie um 6:30 aus dem Haus ist, den Tag mit Lesen. Danach vermischt sich Büroarbeit für meine Selbstständigkeit mit Leichte-Sprache-Aufträgen und einem Minijob im Bioladen. Dazwischen immer wieder kreative Schreibprojekte.

Wenn ich gerade an einem Roman schreibe, arbeite ich geblockt. Ein paar Tage oder Wochen nur Romanschreiben von früh bis spät. Und dann wieder geblockt ein paar Tage oder Wochen nur Leichte-Sprache-Aufträge.

 Ana Pawlik, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir Menschen positive Zukunftsbilder in unsere Köpfe hineinbekommen. Bilder von einer Welt, in der wir alle aufeinander schauen. In der wir so leben, dass niemand ausbeutet oder zurückgelassen wird, weder Mensch noch Tier noch Natur. Eine Welt, in der wir verinnerlicht haben, dass Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit oft so eng miteinander verwoben sind wie Wolken und Regen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Für wesentlich halte ich, wie gesagt, die positiven Zukunftsbilder. Es braucht Kreativität, Offenheit, Neugier für Neues und ganz viel Menschlichkeit, damit vor unserem inneren Auge eine andere, gerechtere Welt entstehen kann. Erst wenn wir diese Welt vor uns sehen, wissen wir, worauf wir hinarbeiten können.

Die Rolle von uns Künstler*innen sehe ich darin, dazu beizutragen, diese Zukunftsbilder in die Köpfe der Menschen zu bekommen. Jeder auf seine Art, mit seiner Kunst kann diese Bilder malen, kann diese Zukunftsbilder beschreiben, von ihnen singen, sie fotografieren, kann in ihnen Welten und Geschichten entstehen lassen… Kurz: Appetit darauf machen, wie die Welt sein könnte, wenn wir es kollektiv nur wöllten.

Was liest Du derzeit?

Vor Kurzem habe ich „Die Aufrechte“ von Claudius Crönert gelesen, „Die Nachricht“ von Doris Knecht, danach Christina Auerswalds „Schneekoppe“ und freue mich, heute Abend mit „Radio Sarajewo“ von Tijan Sila zu starten. Vor Kurzem las ich das Jugendbuch „Die Geschichte von Baby & Solo“ von Lisabeth Posthuma, das mich auch sehr berührt hat.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

»Wieso war diese Welt so, wie sie war; wieso gab es immer Menschen, die herrschten und Befehle erteilten, die nie hungern mussten, die frei entscheiden konnten, während andere ihr Leben lang Knechte sein mussten. «

Knecht Claus in „Der Fall des Eisernen Königs“

Vielen Dank für das Interview, liebe Ana, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:  Ana Pawlik, Schriftstellerin

Zur Person: Ana Pawlik wurde in Deutschland, Baden-Württemberg geboren. Nach einer Ausbildung im sozialen Bereich und einer mehrjährigen Rucksackreise durch Afrika, Kanada und Skandinavien strandete sie 2006 in Wien. Inzwischen lebt die Autorin mit ihrer Familie in Oberösterreich. Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin arbeitet sie selbstständig als Texterin und überträgt Romane und schwierige Schriftstücke in Leichte Sprache.

https://www.anapawlik.at/

Aktuelles Buch von Ana Pawlik: „Der Fall des Eisernen Königs“

„Herzogtum Österreich 1275: Kaum ist Rudolf von Habsburg zum König des Heiligen Römischen Reichs gekrönt, fordert er von Přemysl Ottokar Österreich an ihn abzutreten. Doch letzterer wehrt sich mit eiserner Hand dagegen.

Wer sich auf die Seite des „falschen Königs“ schlägt, bringt sich bald in tödliche Gefahr. Der erbitterte Machtkampf der beiden Herrscher entfacht eine Welle der Unruhe, die bis ins abgelegene Ennstal reicht. Dort versucht der entflohene Knecht Claus zusammen mit anderen Vogelfreien verborgen in der Waldwildnis ein Gehöft aufzubauen. Doch bald überschlagen sich die Ereignisse. Claus’ Geliebte Ännlin wird zur Zielscheibe des grausamen Grafen Irenfried und das Gehöft gerät immer mehr in Gefahr, bis Claus letztlich dazu gezwungen wird, für einen der beiden Könige Position zu beziehen.“ (Presseinfo)

Ana Pawlik, Der Fall des Eisernen Königs

Band 3 der Österreich-Saga

Seit Februar 2025 bei Oeverbos Verlag.

ISBN Print
978-3-911115-25-4

ISBN Ebook
978-3-911115-26-1

Erscheinungstermin
28. Februar 2025

Format Paperback
12,5 x 21,5 cm

https://www.anapawlik.at/romane.html#derfalldeseisernenkoenigs

Foto: CZ

Walter Pobaschnig 3/6/25

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„Grow gardens where anger once lay“ Lasni Subainghe, dancer _ Give Peace A Chance _ Toronto/Canada 6.6.2025

Lasni’s First song _
Lasni Subainghe, dancer, choreographer _

GIVE PEACE A CHANCE

Grow gardens where anger once lay,

Invite the light to guide your way.

Voices united, gentle and strong,

Every heart beating to the same song.



Promise to listen, to heal, to forgive,

Embrace each soul, let compassion live.

Across all borders, hands can extend,

Carrying love that knows no end.

Earth sings softly when we care.



A single act can clear the air—



Choosing kindness, a brighter stance.

Hope begins with a simple glance.

A world rebuilt with words, not war,

Nurturing peace forevermore.

Courage to stand, even alone,

Every heart a stepping stone.

Lasni Subainghe, 5.6.2025

Lasni Subainghe, dancer, choreographer _
project „Ballerina from Ceylon“

GIVE PEACE A CHANCE

Lasni Subainghe, dancer, choreographer

Foto: Ranuka Prabhashitha / Nuwan thotawatte

Walter Pobaschnig 5/6/25

https://literaturoutdoors.com

„art has the power to heal, and to help rebuild our societies“ Lasni Subasinghe, dancer _ Toronto, Canada 6.6.20235

Hi Lasni Subainghe, what`s your routine at the moment?

My daily routine is quite full and creatively enriching at the moment. Currently, I am actively dancing, choreographing my own pieces, and working as a dance and voice training educator. I usually begin or end my day with exercise and stretching, which helps me stay physically grounded.

During the daytime, I attend my teacher training program in Canadas national ballet school for ballet and take contemporary dance sessions. This keeps me very busy, but it’s exactly what gives me the energy and purpose to jump out of bed each morning.

I dedicate a good amount of time to studying choreography and direction for my dance pieces, as well as deepening my understanding of the subjects I’m learning. Whenever I find a quiet moment, I sing or imagine new creative ideas.

I feel deeply connected to nature—I love singing with the wind and dancing with the falling leaves. Simple joys like hot drinks and fresh salads keep me going through the day. In my spare time, I enjoy reading and exploring new places as a way to stay inspired and refreshed.

Lasni Subainghe, dancer, choreographer _
project „Ballerina from Ceylon“
„Ballerina from Ceylon“

What is particularly important for all of us now?

As an individual, I believe that living a meaningful and balanced life on Earth is becoming increasingly challenging. This question is broad and complex, but from a human perspective, I feel we all need clarity of mind and a compassionate, loving heart in order to live with empathy and understanding toward others.

As artists, we carry a special responsibility—to reflect the world we envision through our work, whether it be in dance, music, poetry, sculpture, or any other creative form. Art has the power to inspire, to awaken, and to guide people toward a better and more valuable way of living.

While I don’t believe the world can ever be completely free of violence or negativity, I do believe we can reduce their impact. We can strive to be examples of kindness and awareness in our everyday lives and use our art to encourage healing, peace, and connection.

New start, new beginning. What will be essential and which roles will dance, art play on society process?

Before a new beginning, we will all become social and personal. What will be essential and what role does music, art itself have?

Before a new beginning, we naturally return to what is most personal and social—our relationships, reflections, and values. In this time, what becomes essential is our ability to lead with empathy, foster connection, and have the courage to embrace change. The heart of all creative work lies in reminding the world of our shared humanity.

Every art form—and every profession—has the power to uplift, to heal, and to help rebuild our societies. When we create, we must do so with a global perspective, knowing that art doesn’t merely reflect life; it helps reshape and renew it.

As a dancer, I see the body as a carrier of memory and emotion. Movement becomes a powerful language of healing—offering release, resilience, and hope.

As a choreographer, I understand art as both a mirror and a path forward. Through dance and music, we express what words often cannot, opening space for deeper understanding and transformation.

As a dance and voice educator, I believe that artistic education goes far beyond technique. It nurtures emotional awareness, creativity, and a sense of purpose. Even the smallest artistic gesture has the potential to connect people and make a meaningful impact.

Dance piece _ choreographed and trained by Lasni Subasinghe

What are you currently reading? Scaramouche is a historical novel by Rafael Sabatini, originally published in 1921. A romantic adventure, Scaramouche tells the story of a young lawyer during the French Revolution. In the course of his adventures, he becomes an actor portraying Scaramouche.

What quote, which text impulse do you want to give us?

-Man is a part of nature, and his war against nature is inevitably a war against himselfAlbert Einstein

ballet Opera in Sri Lanka „Patavi „ _
Lasni Subainghe, dancer, choreographer

Thank you very much for the interview, dear Lasni, Much joy and success for your great art projects go and on, all the best for you!

5 questions on artists: Lasni Subainghe, dancer, choreographer

Foto: Ranuka Prabhashitha / Nuwan thotawatte

Walter Pobaschnig 5/6/25

https://literaturoutdoors.com

„GROD“ Doris Leeb, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Salzburg 5.6.2025

GIVE PEACE A CHANCE


G ROD

I M

V ORBEIFLIMMERN

E NDET


P ENG!

E NDET

A

CORONASUDAREI

E NDET


A


C ORONARARTERIEN

H ERAUSFORDERNDE

A LLOA

N ESS:::

C OMMON!

E NDLICH



Doris Leeb, 3.6.2025

Doris Leeb, Schriftstellerin, Schauspielerin

GIVE PEACE A CHANCE

Doris Leeb, Schriftstellerin, Schauspielerin

Aktuelles Buch von Doris Leeb: „“Menscha” Dialektpoesie

https://www.dorisleeb.at/schreiben

Foto: Manuela Fuchs

Walter Pobaschnig 3/6/25

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