Bachmannpreis 2025 _ Nominierteninterview _ „Seit ich lesen kann, will ich schreiben“ Nefeli Kavouras, Schriftstellerin _ Hamburg 21.6.2025

Bachmannpreis 2025_  im Interview:

Nefeli Kavouras, Schriftstellerin_ Bachmannpreis Nominierung 2025

Nefeli Kavouras, Schriftstellerin_ Bachmannpreis Nominierung 2025

Liebe Nefeli Kavouras, herzliche Gratulation zur Bachmannpreisnominierung! Wie und wann hast Du von Deiner Nominierung erfahren? Was war Deine erste Reaktion und wie sieht jetzt die Vorbereitung aus?

Herzlichen Dank! Ich habe von der Nominierung erfahren, als ich gerade zum Schreiben in Marseille war. Da bekam ich die Mail und habe sie erst einmal als Absage verstanden, weil ich zu nervös war, um die Mail anständig zu lesen. Und am nächsten Tag kaufte ich mir einen Strauß Blumen.

Ich wüsste auch gern, wie ich mich auf den Wettbewerb vorbereiten kann. Mir hilft es, eine Packliste zu erstellen und zu wissen, was ich anziehen, was ich mitnehmen und was ich abends im Hotelzimmer lesen werde. Mir hilft es vor allem aber, dass Menschen aus meinem engen Umkreis mitkommen und mich unterstützen werden.

Wie war Dein Weg zum Schreiben?  

Lang. Seit ich lesen kann, will ich schreiben. Schreiben begleitet mich schon immer und immer schon suche ich Wege, um mehr schreiben zu können. Mittlerweile habe ich einen ganz guten Modus gefunden, dass ich wegfahre, um zu schreiben.

Wie sieht der Schreibprozess bei Dir aus, gibt es etwa bestimmte Routinen, was inspiriert Dich und was ist Dir in Deinem Schreiben wichtig?

Mir ist Ruhe und Zeit wichtig. Ich kann leider nicht morgens E-Mails checken und nachmittags schreiben. Wenn ich zum Schreiben wegfahre, habe ich wirklich nur meinen Text im Kopf und das ist der größtmögliche Luxus, den ich mir wünschen kann. Gewisse Routinen habe ich aber nicht. Ich brauche nur meinen Laptop, Espresso und die Möglichkeit, mir nach dem Schreiben, etwas Leckeres kochen zu können. Beim Schreiben werde ich nämlich absurd hungrig.

Was hast Du mit Ingeborg Bachmann gemeinsam?

Ich glaube, wir haben eine ähnliche Haarlänge.

Bitte assoziiere zu den Stichworten:

Gegenwart   Unruhe

Literatur       Weltumfassend

Leben            Unvernunft

Klagenfurt   Hitze

Preis           Steuerfragen

Vielen Dank für das Interview! Viel Freude und Erfolg in Klagenfurt!

Zur Person: Nefeli Kavouras, geboren 1996 in Bamberg. Studierte Kulturwissenschaften in Lüneburg. Sie arbeitet für den mairisch Verlag, kuratiert das Literaturprogramm der altonale, führt mit Anselm Neft den Literaturpodcast „laxbrunch“ und moderiert regelmäßig Lesungen. Sie initiierte und organisierte einige Literaturfestivals, wie zum Beispiel das kulinarische Literaturfest SORBET.

2022 erhielt sie das Residenzstipendium der Hamburger Kulturbehörde für einen Aufenthalt im mare-Künstlerhaus in Wentorf. 2023 wurde sie für ihr Romanmanuskript mit dem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet. 2025 ist sie für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Ihr Debütroman erscheint 2026 bei Kiepenheuer&Witsch. 

Pressekonferenz Bachmannpreis 2025 _ 19.5.2025 Musilhaus Klagenfurt _
Veranstalter und Sponsoren (v. l. n. r.): Reinhard Draxler (KELAG-Vorstand), Brigitte Winkler-Komar (Land Kärnten, Leiterin Kunst und Kultur), Nadja Kayali (Intendantin Carinthischer Sommer), Horst L. Ebner (Koordinator Tage der deutschsprachigen Literatur), Christian Scheider (Bürgermeister von Klagenfurt), Karin Bernhard (ORF-Landesdirektorin), Franz Petritz (Stadtrat von Klagenfurt/Kulturreferent), Ursula Schirlbauer (ORF/3sat), Julian Geyer (Gemeinderat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee), Michaela Werblitsch (BKS Bank, Leiterin Communication & ESG) und Klaus Wachschütz (Technischer Leiter ORF Kärnten & Regisseur Ingeborg-Bachmann-Preis)

Autorinnen und Autoren 2025

14 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich lesen um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis.

Thomas Bissinger, D

Natascha Gangl, A

Max Höfler, A

Nefeli Kavouras, D

Fatima Khan, D

Laura Laabs, D

Kay Matter, CH

Tara Meister, A

Nora Osagiobare, CH

Josefine Rieks, D/A

Almut Tina Schmidt, D/A

Boris Schumatsky, D

Verena Stauffer, A

Sophie Sumburane, D

Die Jury

Vorsitzender Klaus Kastberger, Graz (A)

Mara Delius, Berlin (D)

Laura de Weck

Mithu Sanyal (D)

Brigitte Schwens-Harrant, Wien (A)

Thomas Strässle (CH)

Philipp Tingler, Zürich (CH)

Am 29. Juni wird in Klagenfurt am Wörthersee der 49. Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2025 finden vom 25. bis 29. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt. 

Weitere Informationen zum Bachmannpreis 2025: https://bachmannpreis.orf.at/stories/3305089/

Fotos: Portrait_ Nefeli Kavouras _ Maren Kaschner; Pressekonferenz _ Johannes Puch; alle weiteren Fotos_Walter Pobaschnig

Rose im Vorgarten des Kindheitshauses von Ingeborg Bachmann in Klagenfurt.
Diese Rose, die Lieblingsrose von Ingeborg Bachmann, wurde von Ihrer Familie in Ihrem Todesjahr 1973 gepflanzt.

Walter Pobaschnig 20.6.2025

https://literaturoutdoors.com

„Kunst muss riskieren“ Felix Bernhard Huber, Komponist _ Wien 20.6.2025

Lieber Felix Bernhard Huber, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich bin definitiv eine Nachteule. Vor Mitternacht komm ich selten heim – das Leben spielt sich bei mir meistens abends oder nachts ab.
Dementsprechend startet mein Tag später, so gegen zehn, elf Uhr.
Ein großes Glas Wasser ist Pflicht – irgendwas muss ja den Kreislauf in Gang bringen.
Dann: Zigarette. Kein Kaffee. Und langsam reinfinden – Mails checken, Termine sortieren, kurz Überblick schaffen.

Danach hör ich mir die letzten Takte an, die ich komponiert hab – ich muss spüren, ob sie noch atmen.
Wenn ja, schreib ich weiter. Wenn nein, zerreiß ich’s.
Dann: Trompete üben. Später wieder komponieren.
Irgendwann raus – spazieren, Luft holen, Abstand.
Und dann geht’s meist eh schon wieder los: Proben, Treffen, neue Impulse.
Routine ist dabei eher Rahmen als Regel.
Außer vielleicht, dass mein Tag auch mit einer Zigarette endet.

Felix Bernhard Huber _ Komponist, Musiker,
Ghostwriter & Game Designer

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Kunst wird nicht überleben, weil sie alt ist.
Sondern weil sie bereit ist, neu zu werden.

Nur weil man etwas seit 200 Jahren so gemacht hat, heißt das nicht, dass es richtig ist.
Tradition ist kein Denkverbot.
Form ist kein Heiligtum.

Kunst, die sich nicht bewegt, verliert ihren Puls.
Und gerade jetzt – in einer Zeit voller Wandel – muss Kunst wach sein.
Offen. Mutig. Wachsam gegenüber der Welt, in der sie stattfindet.

Es geht nicht darum, alles Alte wegzuwerfen.
Aber es geht darum, zu prüfen:
Was trägt uns wirklich – und was war nur Gewohnheit?

Kunst, die heute relevant ist, darf nicht nur bewahren –
sie muss auch fragen.
Auch reiben.
Auch riskieren.

Nicht, um laut zu sein.
Sondern um ehrlich zu bleiben.

Die Zukunft gehört der Kunst, die sich nicht einrichtet – sondern aufbricht, Kunst wird nur überleben, wenn sie bereit ist, sich zu verändern.
Das gilt für alle – und Musik ist da keine Ausnahme.

Es gibt kein „ein bisschen relevant“.
Kein Mittelmaß.
Entweder du triffst – oder du verfehlst.
Entweder du bist es – oder du bist es nicht.

Die Zeit der Selbstbeweihräucherung ist vorbei.
Wir leben in einer Welt, die sich brutal schnell verändert –
und trotzdem klammern wir uns kulturell an Werke,
die 200 Jahre alt sind, als wäre darin noch unsere Gegenwart.

Ja – vieles davon war groß.
Aber als Musiker bin ich nicht das, was mal war.
Ich bin nur so gut wie mein letztes Konzert.
So ehrlich wie der nächste Ton.
Und wenn der nichts mehr sagt –
dann ist alles davor egal.

Musik muss sich beweisen. Jedes Mal.
Nicht durch Effekte, nicht durch Nostalgie –
sondern durch Relevanz.
Durch Tiefe. Durch Haltung.

Und das heißt auch:
Alte Formen hinterfragen. Neue Wege riskieren.
Nicht alles glattziehen – sondern Kante zeigen.

Wer heute Musik macht, die etwas bedeutet,
muss bereit sein, sich selbst zu gefährden.
Weil nur dann etwas entsteht, das wirklich trägt.
Alles andere ist Echo.

Was liest Du derzeit?

„Perfekt“ von Robert Greene.

Ein Buch über Meisterschaft, Disziplin und den langen Weg dahin.

Kein leichter Stoff – aber genau richtig, wenn man es ernst meint.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

You know the Price!

Vielen Dank für das Interview, lieber Felix, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Felix Bernhard Huber _ Komponist, Musiker,
Ghostwriter & Game Designer

Zur Person/über mich: Felix Bernhard Huber ist ein österreichischer Komponist, Musiker und Game Designer mit einem breiten künstlerischen Spektrum, das klassische Aufführungspraxis, zeitgenössische Komposition und multimediale Projekte verbindet. Seine musikalische Laufbahn begann bereits im Alter von sieben Jahren mit Trompetenunterricht bei seinem Onkel Reinhard Schäfer. Später studierte er klassische Trompete bei Prof. Mag. Jürgen Ellensohn am Landeskonservatorium Feldkirch. Schon mit 13 Jahren spielte er als zweite Trompete im international aktiven Arpeggione Kammerorchester.

Parallel zur Trompete erweiterte Felix seine musikalischen Fähigkeiten am Klavier unter Anleitung des ABBA-Arrangeurs Alexander Alexandroff und erhielt privaten Kompositionsunterricht bei Herbert Willi. 2021 vertiefte er sein Wissen im Bereich Filmmusik durch ein Studium bei Miguel Kertsman an der Donau-Universität Krems. Während der COVID-19-Pandemie setzte er seine künstlerische Arbeit am Tileyard Music Campus in London fort, wo er einen Vertrag mit FELT Music abschloss.

2023 wurde Felix Bernhard Huber für den Austria Media Music Award nominiert – eine Anerkennung seiner wachsenden Bedeutung in der Medienkomposition.

Derzeit lebt er in Wien und erweitert seine musikalische Bandbreite durch ein Studium der Jazz- und Pop-Trompete an der JAM LAB Privatuniversität bei dem renommierten Künstler Thomas Gansch. Parallel arbeitet er an künstlerischen Projekten, die Musik, Erzählkunst und interaktives Design miteinander verbinden.

https://www.felixbernhardhuber.com/

Foto: Victor Marin

Walter Pobaschnig 17/6/25

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„Gib` Raum – nicht nur dir“ Felix Bernhard Huber, Komponist _ Give Peace A Chance _ Wien 20.6.2025

GIVE PEACE A CHANCE

Gib Raum – nicht nur dir, sondern auch denen, die keiner sieht.

Ich muss nicht immer im Mittelpunkt stehen, um Wirkung zu haben.

Vielleicht ist Frieden einfach: zuhören. Und da bleiben.

Es muss nicht perfekt sein – nur ehrlich.



Peace beginnt, wo Kontrolle endet.

Ein kleiner Schritt kann mehr verändern als große Worte.

Auf Neues reagieren, ohne es gleich bewerten zu müssen.

Chancen weitergeben, nicht festhalten.

Echte Größe zeigt sich nicht im Applaus.



Als Künstler will ich kein Denkmal – ich will Bewegung.



Curating heißt auch: Platz machen.

Haltung ist nicht Lautstärke.

Altes loszulassen ist oft der mutigste Schritt.

Nicht alles, was war, muss bleiben.

Chance heißt: vertrauen, dass das Neue trägt.

Es reicht, wenn etwas bleibt – etwas Echtes.

Felix Bernhard Huber, 17.6.2025

Felix Bernhard Huber _ Komponist, Musiker,
Ghostwriter & Game Designer

GIVE PEACE A CHANCE

Felix Bernhard Huber _ Komponist, Musiker,
Ghostwriter & Game Designer

Zur Person/über mich: Felix Bernhard Huber ist ein österreichischer Komponist, Musiker und Game Designer mit einem breiten künstlerischen Spektrum, das klassische Aufführungspraxis, zeitgenössische Komposition und multimediale Projekte verbindet. Seine musikalische Laufbahn begann bereits im Alter von sieben Jahren mit Trompetenunterricht bei seinem Onkel Reinhard Schäfer. Später studierte er klassische Trompete bei Prof. Mag. Jürgen Ellensohn am Landeskonservatorium Feldkirch. Schon mit 13 Jahren spielte er als zweite Trompete im international aktiven Arpeggione Kammerorchester.

Parallel zur Trompete erweiterte Felix seine musikalischen Fähigkeiten am Klavier unter Anleitung des ABBA-Arrangeurs Alexander Alexandroff und erhielt privaten Kompositionsunterricht bei Herbert Willi. 2021 vertiefte er sein Wissen im Bereich Filmmusik durch ein Studium bei Miguel Kertsman an der Donau-Universität Krems. Während der COVID-19-Pandemie setzte er seine künstlerische Arbeit am Tileyard Music Campus in London fort, wo er einen Vertrag mit FELT Music abschloss.

2023 wurde Felix Bernhard Huber für den Austria Media Music Award nominiert – eine Anerkennung seiner wachsenden Bedeutung in der Medienkomposition.

Derzeit lebt er in Wien und erweitert seine musikalische Bandbreite durch ein Studium der Jazz- und Pop-Trompete an der JAM LAB Privatuniversität bei dem renommierten Künstler Thomas Gansch. Parallel arbeitet er an künstlerischen Projekten, die Musik, Erzählkunst und interaktives Design miteinander verbinden.

https://www.felixbernhardhuber.com/

Fotos: Portrait _Victor Marin; Motiv _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig 17/6/25

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„Gehe bewusst“ Ralph Saml, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 19.6.2025

GIVE PEACE A CHANCE

G  Gehe bewusst und aufmerksam deinen Lebensweg.

I  In der Stille liegt die Kraft.

V  Vielleicht können uns unangenehme Erlebnisse beflügeln.

E  Eines ist sicher: am Ende kehren wir zurück in die kosmische Familie.


P  Papa und Mama, egal, was war, sie haben uns das Leben geschenkt.

E  Ein Tropfen kann letztendlich zum Meer werden.

A Am Anfang war das Wort, oder doch die Bewegung?

C Claudia, Robert, usw. jeder Name verdient Aufmerksamkeit.

E  Es ist, was es ist.


A  Auferstehung, Sterben, Leben, bleib im Hier und Jetzt.


C  China, wie ist es dort?

H Halbe Sachen oder ganze Sachen, Hauptsache tun.

A Alternativen im Hinterkopf haben.

N  Natur, dort kannst du Gott erfahren.

C  Celsius oder Fahrenheit, wir sind alle Menschen.

E Ergebnis ist vielleicht nicht so wichtig, wie der Weg, der dorthin führt.



Ralph Saml, 17.6.2025

Ralph Saml (Franz Ferdinand), Schauspieler und Beatrice Gleicher (Sophie) in „FRANZI & SOPH“ _
Premiere So 29.6.2025 Schloss Eckartsau/NÖ

GIVE PEACE A CHANCE

Ralph Saml, Schauspieler

Zur Person/über mich: https://www.ralphsaml.com/

Aktuelle Produktion mit Ralph Saml: FRANZI & SOPH

FRANZI & SOPH _ Die wahre Geschichte des Paares Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este und Sophie Herzogin von Hohenberg, geb. Chotek.

Dies ist die Geschichte einer verbotenen Liebe im Hause Habsburg, die sich gegen alle Widrigkeiten durchsetzen konnte, dabei aber auch einen unbändigen Hass auf alle Widersacher entstehen ließ.

In aller Offenheit wird erzählt, wie aus dem kränklichen, unzufriedenen und schwachen Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este durch die Liebe zur böhmischen Gräfin Sophie Chotek von Chotkowa ein gesunder und willensstarker Thronfolger mit neuen Perspektiven für die Monarchie werden konnte.

Ein Mann, der weder auf seine Liebe noch auf die Krone verzichten wollte und sich gegen die Ehegesetze des habsburgischen Hofes und den starren Sinn des Monarchen, Kaiser Franz Joseph, durchsetzen konnte.

Eine Frau, die für diese Liebe bereit war, sich und ihre Kinder durch eine morganatische Ehe aus dem Hofleben ausgeschlossen zu sehen und entwürdigend behandelt wurde. Diese Liebe hatte eine große Fürsprecherin bei Kaiser Franz Joseph: Erzherzogin Marie Therese, die verehrte Stiefmutter von Franz Ferdinand. Sie hat als einzige Vertraute den Beginn dieser Beziehung, das tragische Ende dieser Ehe und das Aufwachsen der drei Waisenkinder erlebt.

Im Anschluss bittet das hohe Paar zu einem kleinen Jagd-Imbiss. Als besondere Draufgabe werden dazu die Jagdhornbläser Eckartsau spielen.

„Wenn unsereiner jemand gern hat, findet sich immer im Stammbaum irgendeine Kleinigkeit, die die Ehe verbietet, und so kommt es, dass bei uns immer Mann und Frau zwanzigmal miteinander verwandt sind. Das Resultat ist, dass von den Kindern die Hälfte Trottel und Epileptiker sind.“ (Franz Ferdinand über die Ehegesetze des Hauses Habsburg)

Presseinfo _ GAMUEKL

Es spielen: Ralph Saml (Franz Ferdinand)Beatrice Gleicher (Sophie)Elisabeth Joe Harriet (Marie Therese)

Idee, Buch, Regie: Elisabeth-Joe Harriet

So., 29. 6. 2025 (11.30 Uhr) PREMIERE

Weitere Vorstellungen:

(jeweils 11.30 Uhr, Dauer bis ca. 13.30 Uhr)

Sonntage:

6. & 13. & 20. & 27. 7.2025

31.8. & 14.9. & 12.10.2025

Donnerstage:

10. & 24.7.2025 SCHLOSS ECKARTSAU 2305 Eckartsau / NÖ

Karten:

Nur im Vorverkauf unter www.pretix.eu/EJH/FRASO

oder E-Mail: ejh@elisabeth-joe-harriet.com

Fotos: Katharina Schiffl

Presseinfo: GAMUEKL Gabriele Müller-Klomfar

Walter Pobaschnig 17/6/25

https://literaturoutdoors.com

„im kleinen Frieden leben“ Ralph Saml, Schauspieler _ Wien 19.6.2025

Lieber Ralph Saml, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Früh aufstehen, meine 5 Raubtiere (Katzen füttern), dann laufen, und dann, wenn ein Begräbnis ansteht (Ich bin auch Trauerredner) zum jeweiligen Friedhof zu fahren.

Ralph Saml (Franz Ferdinand), Schauspieler und Beatrice Gleicher (Sophie) in „FRANZI & SOPH“ _
Premiere So 29.6.2025 Schloss Eckartsau/NÖ

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Trotz des ganzen Wahnsinns besonnen und positiv bleiben und im kleinen Frieden leben.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich versuche zu vermitteln, dass Hass, Neid, negative Gefühle nicht der Weg für uns Menschen sind.

Was liest Du derzeit?

Bin noch am Überlegen, vielleicht Agatha Christie.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Zitat aus „perfect days“ von Wim Wenders:

„Nächstes Mal ist nächstes Mal, jetzt ist jetzt.“

Vielen Dank für das Interview, lieber Ralph, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Ralph Saml, Schauspieler

Zur Person/über mich: https://www.ralphsaml.com/

Aktuelle Produktion mit Ralph Saml: FRANZI & SOPH

FRANZI & SOPH _ Die wahre Geschichte des Paares Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este und Sophie Herzogin von Hohenberg, geb. Chotek.

Dies ist die Geschichte einer verbotenen Liebe im Hause Habsburg, die sich gegen alle Widrigkeiten durchsetzen konnte, dabei aber auch einen unbändigen Hass auf alle Widersacher entstehen ließ.

In aller Offenheit wird erzählt, wie aus dem kränklichen, unzufriedenen und schwachen Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este durch die Liebe zur böhmischen Gräfin Sophie Chotek von Chotkowa ein gesunder und willensstarker Thronfolger mit neuen Perspektiven für die Monarchie werden konnte.

Ein Mann, der weder auf seine Liebe noch auf die Krone verzichten wollte und sich gegen die Ehegesetze des habsburgischen Hofes und den starren Sinn des Monarchen, Kaiser Franz Joseph, durchsetzen konnte.

Eine Frau, die für diese Liebe bereit war, sich und ihre Kinder durch eine morganatische Ehe aus dem Hofleben ausgeschlossen zu sehen und entwürdigend behandelt wurde. Diese Liebe hatte eine große Fürsprecherin bei Kaiser Franz Joseph: Erzherzogin Marie Therese, die verehrte Stiefmutter von Franz Ferdinand. Sie hat als einzige Vertraute den Beginn dieser Beziehung, das tragische Ende dieser Ehe und das Aufwachsen der drei Waisenkinder erlebt.

Im Anschluss bittet das hohe Paar zu einem kleinen Jagd-Imbiss. Als besondere Draufgabe werden dazu die Jagdhornbläser Eckartsau spielen.

„Wenn unsereiner jemand gern hat, findet sich immer im Stammbaum irgendeine Kleinigkeit, die die Ehe verbietet, und so kommt es, dass bei uns immer Mann und Frau zwanzigmal miteinander verwandt sind. Das Resultat ist, dass von den Kindern die Hälfte Trottel und Epileptiker sind.“ (Franz Ferdinand über die Ehegesetze des Hauses Habsburg)

Presseinfo _ GAMUEKL

Es spielen: Ralph Saml (Franz Ferdinand), Beatrice Gleicher (Sophie), Elisabeth Joe Harriet (Marie Therese)

Idee, Buch, Regie: Elisabeth-Joe Harriet

So., 29. 6. 2025 (11.30 Uhr) PREMIERE

Weitere Vorstellungen:

(jeweils 11.30 Uhr, Dauer bis ca. 13.30 Uhr)

Sonntage:

6. & 13. & 20. & 27. 7.2025

31.8. & 14.9. & 12.10.2025

Donnerstage:

10. & 24.7.2025 SCHLOSS ECKARTSAU 2305 Eckartsau / NÖ

Karten:

Nur im Vorverkauf unter www.pretix.eu/EJH/FRASO

oder E-Mail: ejh@elisabeth-joe-harriet.com

Fotos: Katharina Schiffl

Presseinfo: GAMUEKL Gabriele Müller-Klomfar

Walter Pobaschnig 17/6/25

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„Ein Ende“ Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger _ Give Peace A Chance _ Wolfsberg 18.6.2025

GIVE PEACE A CHANCE

G erner wäre eine schöne Steigerungsform

I rgendwo findet jeder sein wahres Ich

V olksmusik ist Musik vom Volk und nicht Musik fürs Volk

E iner ist manchmal schon einer zuviel


P ersönlichkeit ist ein Geschenk der Eltern

E chtheit gibt sich zu erkennen

A ls ich 60 wurde atmete ich einmal tief durch

C laire Danes hat mir nur als Julia an der Seite von Leonardo di Caprio gefallen

E rst wenn man aufwacht weiß man, dass der Traum ein Traum war


A lles zu wissen sollte kein Ziel sein


C hancen kann man nützen, muss es aber nicht

H elfen bedeutet sich selbst zu beschenken

A ffen müssen sich am Morgen nicht überlegen was sie anziehen sollen

N ein heißt Nein, da gibt es kein Vielleicht

C hristbäume sind wie Leuchttürme am Festland

E in Ende sollte man immer wieder verändern dürfen


Gernot Ragger, 16.6.2025

Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger

GIVE PEACE A CHANCE

Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger

Zur Person/über mich: Gernot Ragger

Lebenslauf:

1959 in Wolfsberg/Kärnten geboren

Anschließend Studium der Philosophie und Physik in Graz

Durch Motivation und Unterstützung von Alfred Kolleritsch und später auch von Fred Dickermann wurden aus Wunsch und Interesse Leidenschaft und Berufung

1989 Teilnahme am Ingeborg Bachmann Wettbewerb

Aufgrund der Nummer eins in der Lesereihenfolge war ich der erste Autor in der Geschichte dieses Wettbewerbs, dessen Lesung via 3sat live übertragen wurde.

1998 Literaturförderungspreis des Landes Kärnten

2019 – 2023 Literaturstipendien des Landes Kärnten

Bereits 1994 Gründung des „der wolf verlag“, in dem bis jetzt rund 290 Titel erschienen sind

https://www.raggernot.net/

Lebt als Schriftsteller und Verleger in Wolfsberg und Klagenfurt

Preise und Stipendien:

1985    –            Ebenthaler Literaturpreis für Prosa mit dem Text „Bekenntnisse von WENN und ABER“

1989    –            Stipendium beim „Preis der Arbeit“ der Kärntner Arbeiterkammer für den Text  „Der Ziegelturm“

1990    –            3. Preis beim „Max-von-der-Grün-Preis“ der Arbeiterkammer Linzr für den     Text  „Schichtwechsel“

1998    –            Förderungspreis für Literatur des Landes Kärnten

2019    –            Finalisierungsstipendium des Landes Kärnten

2020    –            Literaturstipendium des Landes Kärnten

2021    –            Finalisierungsstipendium des Landes Kärnten

2021    –            Literaturstipendium des Landes Kärnten

2022    –            2 x Literaturstipendium (Corona-Hilfe) des Landes Kärnten

2023    –            Finalisierungsstipendium des Landes Kärnten

Veröffentlichungen:

„Ferdi“ – Erzählung, 1988

„Scalpay“ – Roman, 1989

„Doppelte Heimat“ – mit Berndt Rieger – Erzählungen, 1990

„Along the fault“ – mit Berndt Rieger – Erzählungen, 1990

„Afrika“ – Lyrik, 1994

„Violett“ – Erzählungen, 1994

„Der tote Vogel“ – Roman, 1995

„Tränen im Wind“ – mit Robert C. Schmid – Prosa, 1995

„Abschiede“ – Erzählungen, 1995

„365“ – Prosa, 1996

„Der Wahnsinnliche“ – Prosa, 1997

„Land ohne Boden“ – Erzählung, 1998

„Ferdi“ – Erzählung, 2. Auflage, 1999

„Bautta“ – Prosa, 2000

„Bananenrot und Erdbeergrün“ – Prosa, 2001

„Gegenhang“ – Erzählung, 2008

„Alphabet der Konsequenz“ – Prosa, 2011

„Der Wanderzirkus“ – Erzählung, 2017

„Blutleer“ – Erzählungen, 2018

„Ferdi“ – Erzählung, 3. Auflage, 2022

„Das Erbe“ – Roman, 2022

Derzeit sind mein Buch über meinen vor 20 Jahren verstorbenen Vater „Hungrige Schritte“ und eine aus drei eigenständigen Büchern bestehende Trilogie kurz vor der Fertigstellung.

Zur Trilogie: Die drei Bücher „Ein Abend mit Herrn Zimmerman“, „Au revoir“ und „Ich bau mir einen Himmel“ bilden eine für mich sehr wichtige Epoche ab, funktionieren aber nicht als EIN Buch, deshalb die Eigenständigkeit der Werke, die ich allerdings im Spätherbst zugleich mit einem Musikprogramm präsentieren werde.

Fotos: Portrait _ privat; Motiv _ Walter Pobaschnig.

Walter Pobaschnig 16/6/25

https://literaturoutdoors.com

„Das Richtige zu tun“ Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger _ Wolfsberg 18.6.2025

Lieber Gernot Ragger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich mich seit einem halben Jahr in der Alterspension befinde und damit finanziell eine monatliche Absicherung habe, kann ich das Verhältnis meiner Arbeiten ändern – Bücher zu verlegen, um finanziell überleben zu können, nimmt nicht mehr so viel Zeit ein, dafür genieße ich jetzt mehr Freiheiten für die vielen angefangenen und nun fertigzuschreibende Projekte aus meiner eigenen Feder.

Als Selbstständiger war mein Tagesablauf immer flexibel und niemals starr, daran ändert sich also nichts, aber die Tatsache, einfach einmal NICHTS zu tun, fühlt sich irgendwie gerechter und angenehmer an.

Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das Richtige zu tun. Noch mehr Fragen stellen, noch mehr in Frage stellen.

Das größte Problem und zugleich die wichtigste Aufgabe ist, endlich ein Mittel gegen die Dummheit zu finden. Die Dummheit ist die Wurzel des Übels, gefüttert von Gleichgültigkeit und Egoismus. Da muss uns bald etwas einfallen, sonst fallen wir in eine Zeit zurück, in der ich nicht leben möchte.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kritik ist die eine Möglichkeit, auf Missstände und negative Veränderungen zu reagieren – nur ist Kritik an sich ein negativ behaftetes Wort.

Als Schriftsteller sehe ich meine Möglichkeit und meine Aufgabe in unserer gegenwärtigen Situation darin, Schönes zu vermitteln, über Hoffnung und positive Erlebnisse zu schreiben. Das Böse ins Leere laufen lassen und das Gute mit den eigenen Texten einfangen und in eine Form bringen, die möglichst viele Menschen ansteckt.

Was liest Du derzeit?

Immer wieder Handke, Nooteboom, Horvath und Kolleritsch, wobei das „Gedicht an die Dauer“ von Peter Handke nach wie vor mein absolutes Lieblingsbuch ist.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Wer hinter etwas kommen will, darf nicht davor stehen bleiben.

Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger

Vielen Dank für das Interview, lieber Gernot, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Verlagsprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Gernot Ragger, Schriftsteller und Verleger

Zur Person/über mich: Gernot Ragger

Lebenslauf:

1959 in Wolfsberg/Kärnten geboren

Anschließend Studium der Philosophie und Physik in Graz

Durch Motivation und Unterstützung von Alfred Kolleritsch und später auch von Fred Dickermann wurden aus Wunsch und Interesse Leidenschaft und Berufung

1989 Teilnahme am Ingeborg Bachmann Wettbewerb

Aufgrund der Nummer eins in der Lesereihenfolge war ich der erste Autor in der Geschichte dieses Wettbewerbs, dessen Lesung via 3sat live übertragen wurde.

1998 Literaturförderungspreis des Landes Kärnten

2019 – 2023 Literaturstipendien des Landes Kärnten

Bereits 1994 Gründung des „der wolf verlag“, in dem bis jetzt rund 290 Titel erschienen sind

https://www.raggernot.net/

Lebt als Schriftsteller und Verleger in Wolfsberg und Klagenfurt

Preise und Stipendien:

1985    –            Ebenthaler Literaturpreis für Prosa mit dem Text „Bekenntnisse von WENN und ABER“

1989    –            Stipendium beim „Preis der Arbeit“ der Kärntner Arbeiterkammer für den Text  „Der Ziegelturm“

1990    –            3. Preis beim „Max-von-der-Grün-Preis“ der Arbeiterkammer Linzr für den     Text  „Schichtwechsel“

1998    –            Förderungspreis für Literatur des Landes Kärnten

2019    –            Finalisierungsstipendium des Landes Kärnten

2020    –            Literaturstipendium des Landes Kärnten

2021    –            Finalisierungsstipendium des Landes Kärnten

2021    –            Literaturstipendium des Landes Kärnten

2022    –            2 x Literaturstipendium (Corona-Hilfe) des Landes Kärnten

2023    –            Finalisierungsstipendium des Landes Kärnten

Veröffentlichungen:

„Ferdi“ – Erzählung, 1988

„Scalpay“ – Roman, 1989

„Doppelte Heimat“ – mit Berndt Rieger – Erzählungen, 1990

„Along the fault“ – mit Berndt Rieger – Erzählungen, 1990

„Afrika“ – Lyrik, 1994

„Violett“ – Erzählungen, 1994

„Der tote Vogel“ – Roman, 1995

„Tränen im Wind“ – mit Robert C. Schmid – Prosa, 1995

„Abschiede“ – Erzählungen, 1995

„365“ – Prosa, 1996

„Der Wahnsinnliche“ – Prosa, 1997

„Land ohne Boden“ – Erzählung, 1998

„Ferdi“ – Erzählung, 2. Auflage, 1999

„Bautta“ – Prosa, 2000

„Bananenrot und Erdbeergrün“ – Prosa, 2001

„Gegenhang“ – Erzählung, 2008

„Alphabet der Konsequenz“ – Prosa, 2011

„Der Wanderzirkus“ – Erzählung, 2017

„Blutleer“ – Erzählungen, 2018

„Ferdi“ – Erzählung, 3. Auflage, 2022

„Das Erbe“ – Roman, 2022

Derzeit sind mein Buch über meinen vor 20 Jahren verstorbenen Vater „Hungrige Schritte“ und eine aus drei eigenständigen Büchern bestehende Trilogie kurz vor der Fertigstellung.

Zur Trilogie: Die drei Bücher „Ein Abend mit Herrn Zimmerman“, „Au revoir“ und „Ich bau mir einen Himmel“ bilden eine für mich sehr wichtige Epoche ab, funktionieren aber nicht als EIN Buch, deshalb die Eigenständigkeit der Werke, die ich allerdings im Spätherbst zugleich mit einem Musikprogramm präsentieren werde.

Fotos: privat

Walter Pobaschnig 16/6/25

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„Die Schönheit der Chance“ Soac, Schriftsteller _ Dresden 15.6.2025

Lieber Soac, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe meistens recht früh auf. Dann erledige ich ganz unspektakulär etwas Hausarbeit und gehe duschen. Meistens lese ich hier schon ein paar Seiten. An den meisten Tagen der Woche setzte ich mich dann an meinen Laptop und schreibe, konzeptioniere, arbeite dem Verlag etwas zu oder was eben gerade ansteht. Am meisten freue ich mich immer, wenn nur Schreiben ansteht.

Und danach fahre ich zu meinem Hauptjob in die Buchhandlung und gehe meiner Arbeit als Buchhändler nach. Und weil ich mich den ganzen Tag noch nicht genug mit Büchern auseinandergesetzt habe, lasse ich den Abend ebenfalls mit dem Lesen eines Buches ausklingen. Na ja, was soll ich sagen? Ich liebe es einfach, mich in guten Geschichten zu verlieren. Und irgendwo dazwischen esse ich natürlich auch mal was.

Soac, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wir sollten versuchen, uns wieder mehr in unsere Gegenüber hineinzuversetzen. Genau das habe ich auch mit den Charakteren von Monogatari versucht. Unterschiedliche Perspektiven einnehmen und versuchen, diese zu verstehen. Das glaube ich, würde sowohl unsere als auch die Welt von Monogatari zu einem freundlicheren Ort machen. Schließlich ist Freundlichkeit der größte Protest, den wir haben.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Kunst, egal in welcher Form, kann so vieles sein und vor allem kann sie so vieles mit uns machen. Sie kann uns inspirieren, uns unter die Haut gehen, uns zum Nachdenken anregen, uns neue Sichtweisen aufzeigen oder alte nostalgische Gefühle in uns wecken. Sie kann uns all das, was jeden Tag da draußen um uns herum passiert, für einen flüchtigen Augenblick vergessen lassen oder lädt uns zum Diskurs über sie ein. Kunst ist bunt und vielseitig. Genau wie wir. Deshalb kann sie auch so viele verschiedene Rollen in diesen Zeiten für uns einnehmen. So oder so, sie ist etwas, dem wir Raum in unserem Leben einräumen und uns bewahren sollten.

Was liest Du derzeit?

Derzeit lese ich HEN NA E – Seltsame Bilder von Uketsu und im Mangabereich 20th Century Boys von Naoki Urasawa. Stand jetzt ist beides auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

 »Denn ich glaube daran, dass es sie gibt. Die Schönheit der Chance.«

Aus Monogatari – Die Erde, Purpurrot in voller Blüte.

In Bezug auf die vorangegangenen Fragen fand ich dieses Zitat ganz passend. Vielen Dank für eure Zeit und viel Spaß mit meinem neuen Buch Monogatari – Die Erde, Purpurrot in voller Blüte.

Vielen Dank für das Interview, lieber Soac, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:  Soac

Zur Person/über mich: Soac oder auch Screen On A Chest war schon immer fasziniert von der Tatsache, dass 26 kleine Zeichen genügen, um ganze Universen zu kreieren.

1994 wurde er in Berlin geboren. Danach verbrachte er seine Kindheit und Jugend auf dem bayrischen Dorf vorrangig mit seiner Leidenschaft für die Kunstformen Manga und Musik. Nach seinem Studium in Molekularer Biotechnologie arbeitete der Wahl-Dresdner sieben Jahre im Bereich der kardiochirurgischen Forschung, bevor er entschied, dass es für ihn an der Zeit war, den Ballast seines eigenen Herzens näher zu erforschen. Und mit seinen Büchern stellt er den Leser*innen einen Bildschirm zu diesem zur Verfügung.

Soac liebt vor allem eines: bitter-süße Enden, die einem Tage lang nicht aus dem Kopf gehen.

Aktuelles Buch von Soac:

„Monogatari“ Soac. Roman. Europabuch.

Ein episches Fantasy-Abenteuer zwischen Licht und Schatten

Mit „Monogatari“ erschafft Soac eine atmosphärisch dichte Welt voller Magie, Technik, Sehnsucht und Gewalt. Zwischen verfallenen Zonen, gefährlichen Machtspielen und geisterhaften Gestalten begleiten wir Akira, einen Mann ohne Hoffnung – bis eine Begegnung alles verändert.

Mit poetischer Sprache und tiefgründiger Symbolik entführt dieser Fantasy-Roman in eine Zukunft, die zugleich fern und erschreckend nah erscheint. Eine Geschichte über Mut, Schmerz, Freundschaft und das Schicksal, in einer Welt am Rande des Untergangs. Für alle, die außergewöhnliche Erzählkunst und emotionale Tiefe lieben. (Pressemitteilung _ Europabuch)

Erscheinungsdatum: April 2025

Autor: Soac

Verlag: Europa Buch | Berlin

ISBN: 9791257030360

Weitere Informationen: www.europabuch.com

Foto: privat

Walter Pobaschnig 12/6/25

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„Liebe bedeutet nicht allein auf der Welt zu sein“ Florian Birnmeyer_Gedichtband „Storchenstolz“ _ 14.6.2025

Florian Birnmeyer_Gedichtband „Storchenstolz“ _ Lyrik Edition NEUN _Verlag der neun Reiche _ Berlin ISBN: 978-3-948999-25-4

32 Seiten, 125×190 mm, Fadenbindung,

illustrierte, nummerierte und signierte Ausgabe

Normalausgabe (Broschur): 9 Euro

Vorzugsausgabe (Hardcover): 33 Euro
— limitiert auf 9 nummerierte und signierte Exemplare 

mit Original-Linolschnitt von Steffen Büchner 

(Sammlerexemplare ohne ISBN, außerhalb des Buchhandels).

https://verlagder9reiche.blogspot.com/p/25-florian-birnmeyer-storchenstolz.html

Florian Birnmeyer, Schriftsteller

Lieber Florian, gratuliere zur Buchneuerscheinung!

Dein Gedichtband führt in das weite, helle und dunkle, Reich des Lebens, der Liebe in allen Facetten von Glück und Leiden in zahlreichen mythologischen Referenzen.

Wie kam es zur Entstehung der 27 Gedichte im Band, was hat Dich inspiriert?

Die 27 Gedichte, die im Band der Lyrik Edition Neun veröffentlicht wurden, stellen einen kleinen Ausschnitt jener Texte dar, die sich über die Jahre zuvor angesammelt haben. In der Reihe erscheinen jeweils drei mal neun Gedichte pro Band, die thematisch gefasst eine Einheit, ein Kapitel bilden. Ich habe mich für die Schwerpunkte Antike und Mythos, Liebe sowie Identität entschieden.

Meine poetische Arbeit begann etwa im Jahr 2018. Oft war es ein Augenblick, ein Erlebnis, eine Erfahrung oder ein Gefühl, das den Anstoß zu einem Text gab – manchmal kürzer, manchmal länger. Doch damit ist ein Gedicht für mich keineswegs abgeschlossen: Es verlangt nach Überarbeitung, nach Verdichtung, nach einem behutsamen Weiterdenken.

Der Band ist in drei Abschnitte geteilt, welche Phasen der Liebe spiegeln. Was macht für Dich Schönheit und Tragik von Liebe aus?

Liebe bedeutet für mich, nicht allein auf der Welt zu sein – kein Einzelwesen, nicht verloren oder bloß in die Welt geworfen, sondern im Vertrauen auf einen anderen Menschen geborgen zu sein und gemeinsam etwas gestalten zu wollen. Ihre Schönheit liegt für mich darin, dass mit ihr etwas Neues möglich scheint – ein gemeinsames Werden, ein Aufbruch. Die Tragik, so pathetisch der Begriff auch klingen mag, besteht vielleicht darin, dass sich die Liebe mit der Zeit verändert, sich allmählich in den Alltag einfügt und der Zauber des Anfangs verblasst. Doch scheint mir genau das unausweichlich zu sein.

Was kann Lyrik – gerade beim Thema Liebe – was Prosa nicht kann?

Die Poesie blickt auf eine lange Tradition in der Darstellung der Liebe zurück – beginnend mit den Liebesgedichten Sapphos über Ovid, Catull, Properz und Tibull bis hin zu Petrarca in der Renaissance, der mit seiner lyrischen Verehrung Lauras den Grundstein für den sogenannten Petrarkismus legte. Es scheint, als sei die Liebe ein ureigenes Thema der Lyrik – vielleicht, weil das Gedicht durch seine verdichtete Sprache, seine Bilder und Metaphern besonders unmittelbar ein Gefühl, eine Stimmung, ein inneres Erleben vermitteln kann.

Wo, wann schreibst Du? Gibt es da Routinen?

Da ich nicht als Vollzeitschriftsteller arbeite, schreibe ich unregelmäßig – immer dann, wenn sich Muße, Zeit und eine Idee zugleich einstellen. Ich nutze jene Momente, in denen sich Gedanken von selbst aufdrängen oder ein Eindruck nach Ausdruck verlangt. Am besten gelingt mir das Schreiben in ruhigen ebenso wie in bewegten Phasen; gerade dann, wenn das Leben in Unruhe gerät oder sich etwas verschiebt. In Zeiten, in denen alles geordnet und gleichförmig verläuft, fehlt mir oft die Inspiration. Es braucht offenbar einen äußeren Impuls – auch wenn dieser heute nicht mehr als „göttlich“ begriffen wird.

Was sind die nächsten Stationen der Buchpräsentation?

Da Storchenstolz mein erstes Buch ist, wird es für mich immer einen besonderen Stellenwert behalten. Als nächstes möchte ich einen weiteren Lyrikband veröffentlichen – und mich darüber hinaus an einen Roman wagen, der ein sehr persönliches Thema behandelt.

Vielen Dank für das Interview und viel Freude und Erfolg für Dein Buch!

Vielen Dank auch Ihnen!

Zur Person/über mich: Florian Birnmeyer: Geboren in Nördlingen im Donau-Ries (Nordschwaben), lebt Florian Birnmeyer seit über zehn Jahren in der Metropolregion Nürnberg, zunächst in Erlangen, seit Ende 2021/Anfang 2022 in Nürnberg. Er studierte Romanistik, Latinistik und Philosophie/Ethik in Erlangen und Paris. Florian Birnmeyer arbeitet als Lehrer für Migrantinnen und Migranten an einer Fürther Berufsschule und seit 2021 an seiner Promotion in romanistischer Linguistik. In der verbleibenden Zeit entstehen Gedichte und kürzere Texte, die in Anthologien (Auf der Zugspitze, Lichtflug) und einem ersten Gedichtband (Storchenstolz) erschienen sind. Er rezensiert außerdem die Werke anderer auf seinem Literaturblog Der-Leser.net sowie auf Rezensionsplattformen wie Literaturkritik.de und Lyrikkritik.de. Im Jahr 2024 war Florian Birnmeyer Teilnehmer der Bayerischen Akademie des Schreibens.

Im Internet: www.der-leser.net / www.florian-birnmeyer.de Biobibliographie: • Marlies Kemptner/Florian Birnmeyer/Grete Ruile (2024): Lichtflug. Literaturpodium/BoD. • Florian Birnmeyer (2023): Storchenstolz. Lyrik Edition Neun. • Kati Frischko/Florian Birnmeyer/Birgit Berger u. a. (2022): Auf der Zugspitze. Literaturpodium/BoD.

www.der-leser.net

Florian Birnmeyer, Schriftsteller

Weitere Buchinfos: https://www.kulturkaufhaus.de/de/detail/ISBN-9783948999254/Birnmeyer-Florian/Storchenstolz

www.kulturkaufhaus.de

Fotos: Heike Bogenberger

Walter Pobaschnig 12/6/25

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„Papa, wie geht es dir?“ Pegah Ahmadi, Schriftstellerin _ Köln 14.6.2025

Liebe Pegah Ahmadi, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Das Leben verläuft wie zuvor – eine Mischung aus beruflicher Tätigkeit und alltäglichen Routinen einerseits und dem Versuch, dieser Monotonie Sinn oder neue Impulse zu geben andererseits. Seit einiger Zeit schreibe ich weniger, lese jedoch mehr. Kürzlich habe ich eine weiterführende Fortbildung im Bereich Übersetzung abgeschlossen. Abgesehen davon geht es mir gesundheitlich nun viel besser, nachdem ich mehrere Jahre an einer schweren Atemwegserkrankung gelitten und eine lange Behandlungsphase durchlaufen habe. Daher schätze ich heute jeden einzelnen Atemzug bewusst und mit Dankbarkeit. Ich versuche einfach, tiefer und bewusster zu atmen und empfinde inzwischen sicherlich mehr innere Ruhe und eine gewisse Leichtigkeit im Leben. Lass mich sagen: Ich strebe nicht mehr krampfhaft nach irgendetwas – und ich habe es nicht eilig. Die wirklich wichtigen Dinge sind oft jene, die im Alltäglichen verborgen bleiben, fast zu leise, um bemerkt zu werden.

Pegah Ahmadi, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Aus der Perspektive von „uns“, die wir in einer zunehmend komplexen und isolierenden Welt leben, fällt es mir nicht leicht, eine klare Antwort zu geben. Ich denke jedoch, dass in einer Welt, in der Künstliche Intelligenz essenzielle Entscheidungen trifft und manchmal sogar an unserer Stelle denkt, ja sogar Bücher schreibt und zum Verkauf vorbereitet, es besonders wichtig ist, nicht zuzulassen, dass die Technologie uns in Gleichgültigkeit und Entfremdung führt. Wir leben in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Mensch und Maschine zunehmend verschwimmen. Ich befürchte, dass wir unsere eigenen menschlichen Qualitäten wie Empathie, Liebe, Zusammenhalt, Kreativität und kritisches Denken allmählich verlieren, ohne es wirklich zu merken. Ebenso genau auch in der sozialen Dimension brauchen wir vor allem mehr Verbundenheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt, tiefere Empathie und ein echtes gegenseitiges Verständnis – nicht nur rhetorisch, sondern auch in der Praxis spürbar.

Es wäre hilfreich, wenn wir alle – trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Perspektiven – versuchen würden, den Fokus nicht ausschließlich auf uns selbst zu legen, sondern aktiv daran zu arbeiten, das Gemeinsame zu fördern.

Letztlich leben wir alle in einem Netzwerk von gegenseitigen Einflüssen – sozial, politisch und kulturell. Dieses Bewusstsein kann uns helfen, verantwortungsvoller und mit mehr Verständnis füreinander zu handeln.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Literatur und Kunst können mehrdimensionale Ausdrucksräume erschaffen, in denen alles hinterfragt, bezweifelt und neu überdacht wird. Schreiben ist dabei nicht nur ein Denkprozess, sondern auch eine Formung des Denkens, die sich auf bewusster und unbewusster Ebene stets gegenüber dem, was geschieht, positioniert und neu orientiert. Daher ist es vielleicht notwendig, sensibler und wachsamer gegenüber den Vorgängen hier und anderswo in der Welt zu sein, denn gerade diese Aufmerksamkeit schafft die Grundlage, um neue Denk- und Ausdrucksformen zu entwickeln.

Literatur und Kunst entfalten ihr Potenzial oft in vertrauten gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen. Zugleich eröffnen sie die Möglichkeit, über diese gewohnten Rahmen hinauszugehen und neue, vielfältige Ausdrucks- und Denkweisen zu entdecken‫.

Was liest Du derzeit?

Zurzeit lese ich den Gedichtband „Das Alphabet von Deleuze & Guattari“ von Stefan Heyer, der in diesem Jahr beim Passagen Verlag erschienen ist.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Leider fiel das Ende dieses Gesprächs mit dem Angriff Israels auf mein Heimatland, den Iran zusammen. Also möchte ich ohne weitere Worte oder Parolen einen Teil meines heutigen Telefongesprächs mit meinem Vater zitieren‫:

„Papa, wie geht es dir? Bitte fahr in den Norden, dort ist es sicherer!

Hab keine Angst, meine Liebste, jene fahren in den Norden, die das Leben zu ernst genommen haben“.

Vielen Dank für das Interview, liebe Pegah, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Pegah Ahmadi, Schriftstellerin

Zur Person: Pegah Ahmadi, 1974 im Iran geboren, hat persische Sprach- und Literaturwissenschaft studiert und ist Lyrikerin, Übersetzerin und Literaturkritikerin. Sie ist Mitglied des iranischen Schriftstellerverbands, zählt zu den bekanntesten Gesichtern der iranischen Lyrikszene und hat bisher zehn Bücher veröffentlicht.

Auf Einladung von ICORN kam Pegah Ahmadi 2009 nach Frankfurt, wo sie erstmals zensurfrei schreiben und leben konnte. Unter dem Eindruck des Sommers 2009 entstand ihr Gedichtband Mir war nicht kalt (Sardam Nabud), der im Bremer Sujet Verlag erst auf Farsi und dann auf Deutsch erschienen ist.

Im Anschluss an ihren Aufenthalt in Frankfurt war sie ein Jahr Gastpoetin an der Brown University in Providence, Rhode Island.

Ahmadi war 2009 für den vom Verband iranischer Presserezensenten ausgeschriebenen Preis für das beste lyrische Werk und 2013 für den Heidelberger Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil nominiert. Im selben Jahr erhielt sie in Iran den Chorschid-Preis für iranische Lyrikerinnen. Pegah Ahmadi lebt zurzeit in Köln. 

https://sujetverlag.de/bio-pegah-ahmadi/

Aktueller Gedichtband von Pegah Ahmadi:

Pegah Ahmadi – Das war also die Zukunft. Edition H.Schroeder

15,50 €

https://www.editionhschroeder.de/shop/drama-and-lyrik/pegah-ahmadi—das-war-also-die-zukunft/

Foto: privat

Walter Pobaschnig 13/6/25

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