Silvesterabend. Es geht hoch und laut her. Auch das Herrl des Mischlingsrüden Aspro ist dabei. Und damit auch Aspro. Mitten im Geschehen.
Es wird laut und lauter. Die Raketen und auch das Herrl, der jetzt Aspro nachrennt, der den geworfenen Stock zurückbringt. Weiter folgt Knall um Knall. Doch dann geschieht etwas, das Herrl und Hund im wahrsten Sinne des Wortes auseinanderreißt und im grellen Licht einer Explosion passiert ein schrecklicher Unfall und nun ist Aspro allein. Doch eine Polizistin nimmt ihn auf und nun zeigt sich Aspro vielseitig talentiert in der täglichen Aufklärung und Suche nach den kleineren und großen Abgründen dieser Welt und dem Versuch zu retten was zu retten ist.
Ein gemeinsamer spannender Weg beginnt und Aspro wird zum liebgewonnenen und unverzichtbaren Begleiter…
Bestsellerautor Bernhard Aichner lädt zu einem spannenden wie humorvollen Perspektivenwechsel ein und lässt Leserin und Leser mit den Augen und der sensiblen Schnauze eines Hundes in die Welt blicken und sich dieser in allen Herausforderungen zu stellen.
„Ein ganz besonderer Krimi, in dem der Bestsellerautor seine ganze Raffinesse beeindruckend spielen lässt!“
Bernhard Aichner. Man sieht nur mit der Schnauze gut. Aspro ermittelt. Haymon Verlag.
ECCE HOMO _ Mara Christine Koppitsch _ WUK Wien 2.10.2025, folgende
Friedrich Wilhelm Nietzsche, der Star der Philosophen. Von jeder Generation neu entdeckt, interpretiert.
1844, evangelisches Pfarrhaus. Elternhaus. Himmel und Erde. Sein Weg in die Welt. Freude, Träume, Begeisterung, Wille, Emanzipation, Freunde. Frühe Anerkennung und Erfolg in der Wissenschaft. Die Welt steht offen. Weit und bereit…
Doch es kommt anders.
Der Rückzug in die Einsamkeit. Berge. Gedanken, Worte. Gefesselt an die innere Welt und jetzt die Suche nach allen Gründen und Abgründen von Mensch und Kultur.
Wer, Was, Wie kann die Fesseln sprengen? Das Wort?
Eine ungeheure Reise beginnt…zwischen Anfang und Ende.
Das Werk und Leben des Philosophen Friedrich Wilhelm Nietzsche * 15. Oktober 1844 Röcken † 25. August 1900 Weimar inspiriert wie fordert Philosophie, Gesellschaft und Kunst in jeder Generation neu heraus. Es ist eine tief- wie abgründige Fundgrube eines gewaltigen Gedankenkosmos an Linien der Entwicklungen modernen Menschen- und Gesellschaftsbildes in allen Schattierungen von Licht und Dunkelheit.
Die so vielseitige Wiener Schauspielerin Mara Christine Koppitsch kreiert und begeistert in „ECCE HOMO“ mit einer ein- wie ausdrucksstarken Performance in Text und Szene im Dialog zum großartigen visuellen Bühnenbild&Sound. Es gelingt eine wunderbar fokussierte wie abgestimmte Thematisierung Nietzsches letzter Lebensjahre in Wort, Expressivität und Dramatik. Ein großartiger Bühnenabend!
ExMachinisMusicae präsentiert
ECCE HOMO
Performance nach Texten von Friedrich Nietzsche
„Friedrich Nietzsche hatte eine aussichtsreiche Karriere als Geisteswissenschaftlicher vor sich: Mit nur 24 Jahren wird er Professor für Philologie in Basel. Doch eine rätselhafte Krankheit zwingt ihn, seine Professur zurückzulegen. Er zieht sich zurück in die Berge, in der Hoffnung zu genesen. Dort schreibt er einige der bedeutendsten, aber auch kontroversesten philosophischen Werke des 19. Jahrhunderts. Doch seine Werke bleiben ungelesen, seine Gedanken ungehört. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich. Die zunehmende Erschöpfung, die daraus resultierende Vereinsamung und Verwahrlosung zersetzen seinen Verstand. Enttäuschung und Verzweiflung zernagen sein Selbst. Wir zeigen Nietzsche in diesen letzten Momenten vor seinem Verstummen, sein Sich-Verlieren im Wahnsinn.
Unsere Performance macht diesen Untergang erfahrbar. Wir interpretieren Nietzsches letzte Texte mit modernsten künstlerisch-technischen Mitteln: Intensiver Surround-Sound und immersive Projektionen ergänzen schauspielerische Darbietungen.“ (Text _ExMachinisMusicae)
Beteiligte Künstler*innen:
Mara Koppitsch Konzept, Performance
Haruki Noda Konzept, Sound
Nicolás Henao-Bonnet Visuals
Milena Nowak Bühnenbild, Performance
Catherine Spet Visuals
Sara Nielsen Kostüm
Weitere Spieltermine:
Fr 3.10.2025 _ 20 Uhr
Sa 4.10.2025 _ 20 Uhr
WUK Werkstätten- und Kulturhaus Währinger Straße 59 1090 Wien
1980er Jahre. Bulgarien. Sofia. Ein Leben beginnt inmitten von Mauern, äußeren und inneren.
„Das Leben meiner Eltern war kurz und ich hatte lange Angst, dass meines als die Verlängerung des ihren beschissen werden würde…“
Der Vater, aus der DDR gebürtig, ist nicht da und die Position der Mutter klar. „Du musst hier weg!“. Die in Graz geborene Oma verwöhnt mit Mehlspeisen und bringt erste Walzerschritte bei. Die anderen Schritte zwischen Türen des Kindergartens, der Schule im Heranwachsen sind schwere, knarrende zwischen Scham, Angst, Wut im Niemandsland der Sprachen, Begegnungen, Grenzen von da und dort. Jetzt Wege finden…
Dann die politische Wende, Öffnung. 90er Jahre. Die Koffer sind gepackt. „Ich öffnete mich Österreich für eine Umarmung. Sie blieb aus…“.
Die Reise geht weiter zum Ich zwischen Geschichte und Identität, Gegenwart und Zukunft…zwischen gestern, heute und morgen…
Sibylle Reuter, Germanistin, Dolmetscherin, Autorin, ausgezeichnet mit dem Literaturpreis SCHREIBEREI der Steiermärkischen Sparkasse 2024, legt eine mitreißende coming of age Geschichte in den großen Umbrüchen der 80/90er in Europa vor und deren ganz unmittelbaren Auswirkungen und Folgen im Prozess des Heranwachsens und der familiären Bezüge.
Die Autorin begeistert in einer packenden Sprach- und Erzählform, die vom ersten Satz an in den Bann zieht und in Familienzimmer, Lebensräume neugierig wie erschütternd folgen lässt. Diese existentielle Unmittelbarkeit und der großartige narrative Dialog von Makro- und Mikrogeschichte sind ganz große Stärken dieses Romans, der ohne Zweifel zu den bemerkenswertesten Neuerscheinungen des Bücherherbstes zählt.
Sibylle Reuter, Schriftstellerin
„Ein Roman als sprachlicher Orkan im Niemandsland der Kindheit und der schmerzvollen Suche nach Identität in den 80er/90er Jahren.“
Liebe Sibylle, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Wenn ich nicht unterwegs bin, versuche ich, eine Routine einzuhalten, weil ich gemerkt habe, dass sie mir guttut. Gerne gehe ich früh schlafen, weil ich ohne Wecker auch früh in den Tag starte – meistens so gegen 5-5.30 Uhr. Das ist meine kreativste Zeit, in der ich am liebsten schreibe. Dann herrscht absolute Stille, ich trinke meinen Tee und bin ganz bei mir. Das geht bis etwa 8 oder 9 Uhr, und danach habe ich das Gefühl, das Allerwichtigste für den Tag bereits geschafft zu haben. Es fühlt sich großartig an. Erst dann schalte ich mein Handy ein und beginne meine „eigentliche“ Arbeit, mit der ich noch meinen Lebensunterhalt verdiene. Seit 2016 bin ich als freie Texterin und Redakteurin auf nachhaltige Themen spezialisiert und unterstütze Gemeinwohl-Unternehmen in der Kommunikation und bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten.
Gegen Abend mache ich Sport – gerne Joggen, Yoga oder Schwimmen, manchmal auch Wandern. Wenn mich nicht der innere Schweinehund im Griff hat, meditiere ich vor dem Schlafengehen.
Sibylle Reuter, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Hin und wieder innehalten und uns unseres Atems bewusst werden. Dann sind wir im Jetzt, statt unsere Sorgen in die Zukunft zu projizieren und unsere Träume in die Vergangenheit. Sich selbst zu spüren kann ebenfalls eine Heimat sein. Und die haben wir als Menschen alle gemeinsam, egal woher wir kommen. Auf meiner Handyhülle klebt ein Sticker, auf dem steht: „Einatmen, ausatmen“. Ich bin überzeugt, dass es auf der Welt weniger Kriege und weniger Leid gäbe, wenn wir uns öfter mit unserem Atem verbinden.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wesentlich ist, sich nicht nur die ungelösten Probleme vor Augen zu halten, sondern auch die guten Momente im Leben. Manchmal sind sie kaum sichtbar, aber sie sind immer da. Sie schaffen die Balance, weil Umbrüche selten einfach sind. Literatur war für mich schon immer Zufluchtsort und Mutquelle zugleich. Mit Kunst kann ich gut abschalten, den Kopf frei bekommen. Gleichzeitig sprudeln dabei immer wieder neue Ideen auf. Sie ist ein schöner Ort zum Verweilen. Daher meine ich, dass Künstler*innen systemrelevant sind.
Was liest Du derzeit?
Gerade habe ich „Haus zur Sonne“ von Melle beendet und nun widme ich mich dem neuen Buch von Dimitré Dinev, „Zeit der Mutigen“. Nicht, weil die beiden für den Deutschen bzw. den Österreichischen Buchpreis nominiert sind, sondern weil sie stilistisch zu meinen Lieblingsautoren zählen. Mit Dinev verbindet mich zudem Bulgarien.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Nothing changes, if nothing changes.“ (dt.= Nichts ändert sich, wenn sich nichts ändert.)
Vielen Dank für das Interview, liebe Sibylle, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Sibylle Reuter, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Sibylle Reuter wurde in Sofia geboren und kam mit neunzehn nach Österreich. Sie studierte Germanistik, arbeitete als Dolmetscherin, lebte in Bologna, Shanghai und Valencia – und schreibt heute als freie Autorin über Nachhaltigkeit, Heimat und kulturelle Zugehörigkeit. Für “Zerbrichmeinnicht” wurde sie mit dem Literaturpreis SCHREIBEREI der Steiermärkischen Sparkasse 2024 ausgezeichnet.
Ein Satz, der sich eingebrannt hat – in ihre Kindheit im Bulgarien der Achtzigerjahre, die geprägt war von der Verachtung der Mutter gegenüber ihrem Land. Sie setzt alles daran, ihrer Tochter ein anderes Leben zu ermöglichen. Der Vater bleibt ein Schatten. Gelingt ihr der Aufbruch in ein anderes Land, ins Erwachsensein, in ein neues Selbstbild?
Sibylle Reuter erzählt in ihrem Debütroman von der existenziellen Erfahrung, sich von den Eltern zu lösen. Vom Verlust einer Heimat, die sich nie wie ein Zuhause angefühlt hat, und von der Sehnsucht nach Ankommen und Geborgenheit. Ein Roman über Herkunft, Scham und die Frage, wie man wird, wer man ist und wie viel Mut es braucht, den eigenen Weg zu gehen.“ (Presseinformation Verlag)
Liebe Helene, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
In der Früh nehme ich mir gerne so 2 Stunden nur für mich. Ich lege mich auf meine Akupunkturmatte oder lese auch gerne in der Natur. Dann geht’s auf zum Proben und Trainieren. Am Abend wird dann noch was Schönes gekocht.
Helene Hütter, Schauspielerin _ in „Bernarda Albas Haus“ Theater Arche Wien 1/25, folgendes Foto.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Zuhören
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Für mich haben Schauspiel und Kunst zwei wesentliche Aufgaben: Einerseits schonungslos ehrlich und wahrhaftig zu sein und andererseits zu zeigen, wie schön, magisch und fantasievoll das Leben sein kann. Beides werden wir in Zukunft ganz stark brauchen. Wir dürfen uns nicht verstecken und klein machen. Mir ist es besonders wichtig, alle Menschen, alle Meinungen, auf der Bühne zu zeigen. Wir müssen in einen ständigen Diskurs gehen und kreativ bleiben.
Was liest Du derzeit?
„Die magische Bibliothek“ von Rachel Caine.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ich kann mich jeden Tag neu entscheiden.
Vielen Dank für das Interview, liebe Helene, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Helene Hütter, Schauspielerin
Zur Person/über mich:Helene Hütter, geboren 1998 in Wien. Hat das Konservatorium für Schauspiel und Darstellende Kunst 2024 abgeschlossen. Die Bühnenreifeprüfung 2025 bestanden.
War schon in mehreren Produktionen im Theater Libelle, Yellow Cat Theatre, theater.wozek, Freie Bühne Wieden, Romanosvato und THEO, zu sehen. Von Angustias aus Bernarda Albas Haus, Anna aus Willkommen, Polizistin aus Saffi Unplugged, bis zu Mama Muh und Baloo aus dem Dschungelbuch, kann man sie in den unterschiedlichsten Rollen sehen. Gerade ist sie als der Geräuschehändler im Theater Libelle zu sehen.
Zur Person/über mich:Ich bin Carolin Sandner, *1974 in Emmerich am Rhein, im Hauptberuf Logopädin und leite die logopädische Praxis Sprachraum in Niederkrüchten. Nach Ausbildungen in den Bereichen NLP, Traumatherapie, systemisches Coaching und systemische Familienaufstellungen arbeite ich freiberuflich als Coach für Einzelpersonen und Teams und biete regelmäßig Aufstellungen an. Zudem stehe ich bei verschiedenen Verlagen unter Vertrag. Neben einer Mystery – Romanreihe veröffentliche ich auch Sachbücher, Prosa und Lyrik. Gemeinsam mit meiner Familie und unserer Katze lebe ich an der holländischen Grenze.
Da ich alleinerziehend mit zwei Kindern bin, dreht sich viel um deren Versorgung. Schulbrote, Wäsche waschen, Müll rausbringen, Vokabeln abfragen, Taxidienste, usw. Zudem leite ich eine logopädische Praxis und betreue Patienten im Heim und zuhause. Wenn ich dazu komme, schreibe ich abends. Und alle paar Monate gebe ich Lesungen in Bibliotheken und Kitas. Und ich leite Familienaufstellungen bei uns hier im Pfarrheim. Eigentlich täte meinem Tag die eine oder andere Zusatzstunde ganz gut.
Carolin Sandner, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Besonders wichtig ist für uns alle, dass wir stets daran denken, dass wir alle fühlende Wesen mit unseren ganz eigenen Geschichten sind. Und die verbergen sich im Kleinen hinter jedem Kommentar auf social media oder hinter jedem Avatar und im Großen auch hinter den Staatsoberhäuptern dieser Welt. Wir sind keine Maschinen, wir empfinden, wir lachen, weinen, ärgern und freuen uns. Daran sollten wir uns oft erinnern.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ich denke, wir stehen an der Schwelle von der alten, analogen zur neuen, digitalen Welt. Das sieht man ja auch daran, dass kaum noch ein Künstler nicht in der neuen Welt vertreten ist. „Du musst zu Instagram, Mädel“, hat mir ein Verleger damals gesagt. „Sonst verkaufst du nichts!“ Die von Menschen kreierte Kunst und Literatur ist in meinen Augen durchaus vergleichbar mit dem Weltkulturerbe. Unfassbar wertvolle Relikte aus der alten Welt.In so vielen Werken steckt Schweiß, Zeit, unendlich viel Liebesmüh, Geduld, Gedanken und Seele. Das kann keine künstliche Intelligenz je übernehmen. Ich hoffe, dass noch lange, zumindest aber solange ich lebe, von Menschen gemachte Kunst und Kultur offline stattfindet.
Was liest Du derzeit?
„Die Mutige“ – Roman über Jackie Kennedy von Stephanie Marie Thornton, „Dieser Schmerz ist nicht meiner“ Sachbuch von Mark Wolynn und die „Welt am Sonntag“ von letzter Woche
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Ich bin nicht das, was mir passiert ist. Ich bin, was ich beschließe zu werden“
CG Jung
Vielen Dank für das Interview, liebe Carolin, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Carolin Sandner, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Ich bin Carolin Sandner, *1974 in Emmerich am Rhein, im Hauptberuf Logopädin und leite die logopädische Praxis Sprachraum in Niederkrüchten. Nach Ausbildungen in den Bereichen NLP, Traumatherapie, systemisches Coaching und systemische Familienaufstellungen arbeite ich freiberuflich als Coach für Einzelpersonen und Teams und biete regelmäßig Aufstellungen an. Zudem stehe ich bei verschiedenen Verlagen unter Vertrag. Neben einer Mystery – Romanreihe veröffentliche ich auch Sachbücher, Prosa und Lyrik. Gemeinsam mit meiner Familie und unserer Katze lebe ich an der holländischen Grenze.
Maja (sie/ihr) lebt in Wien und Arnhem. Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von zeitgenössischem Tanz, zeitgenössischem Zirkus, Improvisation, Partnering, Meditation, vom Einsatz von Objekten sowie von Kink Praktiken. Sie interessiert sich dafür, wie der Körper zu anderen Körpern, Objekten und Strukturen in Beziehung steht – im physischen wie im politischen Sinne. Ein besonderes Augenmerk ihrer Arbeit liegt auf Begegnung und Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Körpern.
Dies manifestiert sich in ihrer Arbeit durch eine Vielzahl von Techniken, Perspektiven und Ansätzen wie zeitgenössischem Partnering, Paartanz, Partner*innenakrobatik und Kink-Diskursen.
In ihrer choreografischen Arbeit hinterfragt Maja traditionelle Geschlechterrollen, in denen wir sozialisiert werden und untersucht deren Einfluss auf unsere Körper. 2021 erhielt sie das BMKÖS Startstipendium für ihre Forschung zu Genderrollen und Geschlechterklischees im Partnering und in der Partner*innenakrobatik.
Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit den Themen Verantwortung, Vertrauen und der Rolle des Publikums im Performancekontext. Für ihre Forschung „Stand.Punkte“ zusammen mit Nina Dafert über die Beziehung zwischen Körperlichkeit in der Kommunikation und Kommunikation in der Körperlichkeit erhielt sie das Arbeitsstipendium des BMKÖS für 2024.
Maja (geboren 1988) studierte klassischen und zeitgenössischen Tanz an der MUK Universität Wien und Tanzpädagogik/Movement Studies an der Anton Bruckner Universität, Linz. Seit 2012 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin im Bereich Tanz und Performance und seit 2017 auch im Kontext von zeitgenössischem Zirkus. Derzeit geht sie ihrer künstlerischen Forschung im Rahmen des MA Programms Performance Practice an der ArtEZ University of Arts, Arnhem nach.
Im Laufe ihrer Karriere arbeitete Maja u.a. mit KreativKultur, Theater Ansicht, Tanztheater Homunculus, Töchter der Kunst, tanz.coop, tauschfühlung und Momomento zusammen, sowie mit Spielraum Ensemble, Follow the Rabbit, Planetenparty Prinzip, Theater Feuerblau, theater t’eig, Salzburger Festspiele, Burgtheater Wien und den Wiener Festwochen.
Ihre Kreationen wurden auf verschiedenen Festivals und Bühnen aufgeführt, wie dem Winterfest Salzburg, Codarts Research Festival Rotterdam, Muziekgebouw aan ’t IJ Amsterdam, ON THE EDGE Festival Wien, Tanzhafen Festival Linz, Codarts Theater Rotterdam, Tadaa! Festival Estland und Lettland, Kaskade Festival für zeitgenössischen Zirkus Österreich, Krapoldi im Park Innsbruck, Toihaus Salzburg und Imaginarius Portugal. Für 2024/2025 ist Maja Teil der künstlerischen Jury des Red Sapata, Linz und kuratiert dort Residenzen und Performances.
Als Pädagogin unterrichtete Maja unter anderem Workshops und Klassen am Burgtheater Wien (2025), bei Impulstanz Wien/Public Moves (2024), MUK Universität Wien (2024), Dschungel Wien (2024), Pro Dance Wien (2022-2024), Red Sapata Linz (2019), Circustrainingscentrum Salzburg (2019).
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Tanz/Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Kunst ist mehr als ein Spiegel der Gesellschaft. Kunst bietet Raum Dinge (neu) zu begreifen, sie neu zu denken und sie gemeinsam in einem Mikrokosmos zu leben. Das Entscheidende dabei ist, dies gewonnene Wissen und die gemachten Erfahrungen in den persönlichen und gesellschaftlichen Alltag übertragen zu können. Das Kleine im Großen, das Große im Kleinen.
Was liest Du derzeit?
Ursula K. Le Guin: The Carrier Bag Theory of Fiction
Marina Abramović: Walk through Walls
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Maja (sie/ihr) lebt in Wien und Arnhem. Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von zeitgenössischem Tanz, zeitgenössischem Zirkus, Improvisation, Partnering, Meditation, vom Einsatz von Objekten sowie von Kink Praktiken. Sie interessiert sich dafür, wie der Körper zu anderen Körpern, Objekten und Strukturen in Beziehung steht – im physischen wie im politischen Sinne. Ein besonderes Augenmerk ihrer Arbeit liegt auf Begegnung und Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Körpern.
Dies manifestiert sich in ihrer Arbeit durch eine Vielzahl von Techniken, Perspektiven und Ansätzen wie zeitgenössischem Partnering, Paartanz, Partner*innenakrobatik und Kink-Diskursen.
In ihrer choreografischen Arbeit hinterfragt Maja traditionelle Geschlechterrollen, in denen wir sozialisiert werden und untersucht deren Einfluss auf unsere Körper. 2021 erhielt sie das BMKÖS Startstipendium für ihre Forschung zu Genderrollen und Geschlechterklischees im Partnering und in der Partner*innenakrobatik.
Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit den Themen Verantwortung, Vertrauen und der Rolle des Publikums im Performancekontext. Für ihre Forschung „Stand.Punkte“ zusammen mit Nina Dafert über die Beziehung zwischen Körperlichkeit in der Kommunikation und Kommunikation in der Körperlichkeit erhielt sie das Arbeitsstipendium des BMKÖS für 2024.
Maja (geboren 1988) studierte klassischen und zeitgenössischen Tanz an der MUK Universität Wien und Tanzpädagogik/Movement Studies an der Anton Bruckner Universität, Linz. Seit 2012 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin im Bereich Tanz und Performance und seit 2017 auch im Kontext von zeitgenössischem Zirkus. Derzeit geht sie ihrer künstlerischen Forschung im Rahmen des MA Programms Performance Practice an der ArtEZ University of Arts, Arnhem nach.
Im Laufe ihrer Karriere arbeitete Maja u.a. mit KreativKultur, Theater Ansicht, Tanztheater Homunculus, Töchter der Kunst, tanz.coop, tauschfühlung und Momomento zusammen, sowie mit Spielraum Ensemble, Follow the Rabbit, Planetenparty Prinzip, Theater Feuerblau, theater t’eig, Salzburger Festspiele, Burgtheater Wien und den Wiener Festwochen.
Ihre Kreationen wurden auf verschiedenen Festivals und Bühnen aufgeführt, wie dem Winterfest Salzburg, Codarts Research Festival Rotterdam, Muziekgebouw aan ’t IJ Amsterdam, ON THE EDGE Festival Wien, Tanzhafen Festival Linz, Codarts Theater Rotterdam, Tadaa! Festival Estland und Lettland, Kaskade Festival für zeitgenössischen Zirkus Österreich, Krapoldi im Park Innsbruck, Toihaus Salzburg und Imaginarius Portugal. Für 2024/2025 ist Maja Teil der künstlerischen Jury des Red Sapata, Linz und kuratiert dort Residenzen und Performances.
Als Pädagogin unterrichtete Maja unter anderem Workshops und Klassen am Burgtheater Wien (2025), bei Impulstanz Wien/Public Moves (2024), MUK Universität Wien (2024), Dschungel Wien (2024), Pro Dance Wien (2022-2024), Red Sapata Linz (2019), Circustrainingscentrum Salzburg (2019).
Lieber Walter Theiler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Zu Zeit besteht mein Tag ganz überwiegend aus aufräumen und ordnen, sowohl im Arbeitszimmer als auch auf dem Computer. Die Zeit nutzen, jedoch keine neuen Aufgaben übernehmen. Das kommt ab Oktober wieder auf mich zu, bis dahin kann die Erledigung warten.
Walter Theiler, Autor
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Den Verstand einzuschalten, offenen Auges durch die Welt zu gehen.
Wir sollten und müssen offen sein für Veränderungen, wobei jedes Mal zwischen NEU und GUT und NEU und NICHT-GUT abgewogen werden muss. Gleichzeit aber auch sich bewusst machen, dass das ALTE nicht gleich schlecht ist, weil es das DAS ALTE ist bzw. war.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/ Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Dabei zu helfen, den Blick zu weiten und nicht in Verzweiflung zu verfallen, aber auch: neue Sichtweisen eröffnen.
Was liest Du derzeit?
Das Buch von Tan Twan Eng „Das Haus der Türen“. Dabei handelt es um einen Roman, der die Atmosphäre zu Beginn des 20. Jahrhunderts im heutigen Malaysia sehr gut wiedergibt. Eingewebt ist eine Liebesgeschichte und ein kleiner Kriminalfall. Die drei Zeitebenen 1947, 1921, 1910 sind kunstvoll miteinander verbunden, gleiches gilt für die Hauptpersonen Lesley mit Willie (Sommerset Maugham), Lesley und Dr. Sun Yat Sen und Lesley mit ihrem Ehemann.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Für das täglich Leben sich bewusst werden, mal was anderes beachten:
„Wenn das Leben des Menschen nichts als Selbstbehauptung, als angespannter Kampf ums Dasein, dann freilich ist der Schlaf die peinliche Entmachtung, durch die wir Boden verlieren und in der wir überrumpelt werden können.“
Hans Blumenberg, Respekt vor dem Schlaf; in: Neue Rundschau 4/2018, S. 95, erstmals erschienen in: Düsseldorfer Nachrichten, 12. März 1955
„Nach antikem Verständnis sorgt der Tyrann dafür, dass niemand Muße hat. Heute herrscht selbst in tyrannisfreien Ländern noch eine Tyrannei, weil bald die Berufswelt, bald wir selber uns die Muße rauben – es ist eine nichtpolitische Tyrannis, eine temporale, aber nicht temporäre Diktatur. (…) Wer sich Zeit zur erfüllten Langeweile, zu Muße nimmt, pflegt eine hohe Lebenskunst.“
Otfried Höffe, Die Kunst der langen Weile, Frankfurter allgemeine Sonntagszeitung, 6. Sept. 2015, S. 39
Zur entspannten Zeit im Urlaub/Kurzurlaub:
Baedeker, Italien, 1. Auflage, 1866
Eine gründliche Betrachtung der Merkwürdigkeiten Roms ist nicht in kürzerer Zeit möglich. Doch ist die folgende Beschreibung so eingerichtet, dass man das Wichtigste auch bei weniger langem Aufenthalte, in 8-14 Tagen, sehen kann.
Karl Baedeker/Christian Koch, Handbuch für Schnellreisende, Neudruck aus verschiedenen Auflagen, Ostfildern 2020, S. 195
Baedeker, Großbritannien, 1. Auflage 1889
Vierzehn Tage reichen selbst für den fleißigsten Reisenden und bei flüchtigem Sehen kaum aus, um einen einigermaßen klaren Begriff von London und Umgebung zu bekommen. Eine umsichtige Zeiteinteilung wird diese Aufgabe wesentlich erleichtert.
Karl Baedeker/Christian Koch, Handbuch für Schnellreisende, Neudruck aus verschiedenen Auflagen, Ostfildern 2020, S. 170
Vielen Dank für das Interview, lieber Walter, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Buchprojekte und persönlich alles Gute!
Vielen Dank!
5 Fragen an Künstler*innen:Walter Theiler, Autor
Zur Person/über mich:Walter Theiler studierte an der Universität Bielefeld Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre und Geschichte mit Schwerpunkt Wirtschaftsgeschichte. Nach dem Referendariat war der Autor bis zu seinem Ausscheiden Lehrer an einem Berufskolleg. Viele Jahre war er während dieser Zeit für die Ausbildung von Lehramtsstudierenden an der Universität Paderborn mitverantwortlich, außerdem war er Lehrbeauftragter für Volkswirtschaftslehre an der TH OWL Lemgo (ehemals Fachhochschule). Er ist Sachbuchautor für Volkswirtschaftslehre: Grundlagen der VWL: Mikroökonomie und: Grundlagen der VWL: Makroökonomie.
Im Rahmen seines ehrenamtlichen Engagements in zwei Stiftungen veröffentlichte er 2023 in Zusammenarbeit mit den Stadtarchiv Bad Salzuflen die Broschüre „Die Barkhausensch`sche Donation – ihre Stifter und die Familie“.
Er ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.
AktuelleBuchneuerscheinung von Walter Theiler:
Mit diesem Buch begeben wir uns auf eine Reise durch die Geschichte, bei der wir uns systematisch durch alle Bereiche des Lebens bewegen und deren Entwicklung betrachten. Stück für Stück wird uns vor Augen geführt, wie sich durch Bedürfnisse, geschichtliche Ereignisse und technische Errungenschaften, das Leben aller vereinfacht, aber auch beschleunigt. Die Entdeckungsreise beginnt im Haushalt und führt über die Küche und das Wohnzimmer zur Wäsche. Beschleunigung findet sich bei Schönheit, Kosmetik, Mode und Kleidung, bei Fortbewegung und Kommunikation. Auch vor den Bereichen Kultur, Freizeit, Sport und Bildung macht sie keinen Halt. Alltägliches kann schneller und mit weniger Anstrengung erledigt werden, das Leben nimmt an Fahrt auf. Immer neue Aufgaben kommen hinzu und die Zahl der zu treffenden Entscheidungen erhöht sich. Vielfach entsteht Zeitstress. Zeit wird gespart, aber wofür? Füllen wir sie mit neuen Aufgaben und Inhalten, oder halten wir inne? Diese Frage muss jeder für sich beantworten. (Pressetext/Europabuch)
„Wie sich unser Alltag langsam beschleunigte“ Walter Theiler. Europabuch