Nie jedoch ohne Fragmente der verstummten Kehle zu sehen, nie nur einen Tag ohne die groben Hände der
Chimären dich packen zu spüren, die dich verschwommen umrissen aus der Schussbahn schleifen. Und doch:
Ewig wortlos bleibt dieser Moment.
Karla Mahler, 19.11.2025
Karla Mahler, Künstlerin _ performing „Undine geht“ _ Fotos: Walter Pobaschnig.
GIVE PEACE A CHANCE
Karla Mahler, Künstlerin_ Wien.
Zur Person/über mich: Karla Mahler BAis a Viennese artist photographer who attended „Schule Friedl Kubelka“ and studied Cultural and Social Anthropology. She writes texts and shoots fotos for buntesAT .You can read her articles under: https://www.buntes.at/p/karla-mahler.html and in part on her instagram account „archingworlds“, where you can update yourself about recent projects and exhibitions, read her dystopian and surrealistic texts and take a look at her fotos and collages.
Alle Fotos: Walter Pobaschnig _ „Undine geht“ _ Donau/Wien 10/25.
Zur Person/über mich:Anna Maltschnig (Jahrgang 1980) lebt in Wien. Annas Spezialgebiet sind treffsichere Wortspiele und Kurzgedichte. Deren Inhalte drehen sich um (Kontroll-)verlust, menschliches Scheitern und die emotionale Schwebelage dazwischen. Wiederholte Veröffentlichungen v.a. in der Straßenzeitung „Augustin“. (www.annamaltschnig.com/poetry)
Liebe Anna Maltschnig, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Die besten bzw. dringendsten Ideen fürs Schreiben kommen mir stets über Nacht bzw. am frühen Morgen, wenn das Denken noch unbeeinflusst von äußeren Einflüssen ist. Deshalb schreibe ich auch am liebsten vormittags oder in der Nacht, wenn die Stadt „schläft“.
Meine Woche ist sonst recht zweigeteilt. Werktags bin ich meistens im 7. Bezirk und am Wochenende pendle ich oft nach Kaisermühlen; derzeit genieße ich die Vorzüge und Gegensätze beider Welten.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Sich in Zeiten wachsender Polarisierung nicht auseinander dividieren zu lassen; innerhalb der eigenen Person nicht und auch andere nicht. Gleichzeitig bei aller Empathie für „Andersdenkende“, sich vom Mitgefühl auch nicht „völlig vereinnahmen“ zu lassen; das sehe ich als die hohe Kunst unserer Zeit an; sich darauf zurückbesinnen, was „Mensch sein“ letztendlich ausmacht und dabei auszuhalten, sich von abgestumpften Leidensgenossen als „naiv“ bzw. „Gutmensch“ schimpfen zu lassen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Kunst fordert heraus, schaut hin, wo viele lieber wegschauen, sie sucht stets nach Wahrheit und stellt das Dringliche vor das Bequeme; Die Kunst hinterfragt und hilft Unbegreifliches zu abstrahieren; damit sich die Menschen in ihrem Alltag und Alltagssorgen nicht vollständig verlieren.
Was liest Du derzeit?
Bis auf den einen oder anderen Lebensratgeber, derzeit nicht viel. Mir fehlt in diesen hektischen Zeiten, zugegeben, etwas die Muße und Gelassenheit, mich 300 Seiten lang ungehindert auf die Gedankenwelt eines anderen einzulassen. Derzeit konzentriere ich mich darauf, mein unmittelbares Umfeld zu reflektieren (über das Schreiben von Gedichten). Das hilft mir ein wenig Distanz in all die emotionell aufgeladenen Momente, Meinungen und Medienberichterstattungen zu bringen und mir im Alltag etwas Bodenhaftung zu verleihen.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Lebensmotto: „Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?“
Vielen Dank für das Interview, liebe Anna, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunst-, Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Anna Maltschnig, Schriftstellerin, Künstlerin
Zur Person/über mich:Anna Maltschnig (Jahrgang 1980) lebt in Wien. Annas Spezialgebiet sind treffsichere Wortspiele und Kurzgedichte. Deren Inhalte drehen sich um (Kontroll-)verlust, menschliches Scheitern und die emotionale Schwebelage dazwischen. Wiederholte Veröffentlichungen v.a. in der Straßenzeitung „Augustin“. (www.annamaltschnig.com/poetry)
Das ist meine bescheidene Homepage. Ich bin Pädagogin und habe Sozialmanagement studiert und manchmal sehe ich mich als Künstlerin eher weniger als Model und manchmal nicht. Irgendsowas würd ich sagen bin ich.
Aktuelles Buch:
Das Strubbelpeterchen„
Peter Strubbelchen
Von Malischnig, Mara _ Faridi, Mehrdad
Das Strubbelpeterchen Peter Strubbelchen setzt sich mit seiner Geschichte auseinander und denkt über einen Besuch seiner Mutter nach, bei der es Rezepte erfragen möchte. Es handelt sich um eine Auseinandersetzung mit seinem Weg dorthin, in Anlehnung an Heinrich Hoffmann 1844 (1845).
Der „tu-Ma-so Tag“. Ich wache früh morgens auf, gehe nicht Gassi, da der Hund bereits sich in der Wohnung erleichtert hat. Dann esse ich, trinke ich und lege mich schlafen. Dazwischen schreibe ich und rede mit meinem Freund. Wir diskutieren über Mikro- und Makrokosmos. Irgendwie ein Matschhaufen an Wahnsinn, der feststellt wir streiten, aber haben Frieden.
Mara Malischnig, Künstlerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Eigentlich hinsetzen und nachdenken über Frieden und miteinander sprechen, nicht übereinander.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
überlegt gerade ein Kunstprojekt mit mir. Es geht um Bücherregale, die in einem Kubus sind, mit einer barrierefreien Rollstuhlrampe, Solarzellen am Dach zur Beleuchtung und Getränkeautomaten in Wien.
Ich weiß nicht, wie ich auf die Frage richtig antworten soll, Literatur ist vielschichtig und ich kann pauschal irgendwie keine Antwort finden, außer dass ich Kunst im öffentlichen Raum im Hinblick auf Literatur verbinden möchte. Vielleicht regt es an zum Hinsetzen und Miteinander reden, KÖR fand die Idee super, wobei mein Freund und ich noch überlegen, ob da Sessel rein sollen. Wir suchen den Kontakt zu anderen Künstlerinnen und Künstler im Hinblick auf das Projekt. Einreichung wäre der 15.1.26
Was liest Du derzeit?
Eine Broschüre vom Frauenministerium mit kompakten Inhalt.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Es wird. Man arbeitet dran und ich schaue gerne in die Sterne und mir den Mond an. Ansonsten wünsche ich alles Gute für die Zukunft.
Mara Malischnig, Künstlerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Mara, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunst-, Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Mara Malischnig, Künstlerin
Das ist meine bescheidene Homepage. Ich bin Pädagogin und habe Sozialmanagement studiert und manchmal sehe ich mich als Künstlerin eher weniger als Model und manchmal nicht. Irgendsowas würd ich sagen bin ich.
Aktuelles Buch:
„Das Strubbelpeterchen“ Peter Strubbelchen
Von Malischnig, Mara _ Faridi, Mehrdad
Das Strubbelpeterchen Peter Strubbelchen setzt sich mit seiner Geschichte auseinander und denkt über einen Besuch seiner Mutter nach, bei der es Rezepte erfragen möchte. Es handelt sich um eine Auseinandersetzung mit seinem Weg dorthin, in Anlehnung an Heinrich Hoffmann 1844 (1845).
Zur Person/über mich:Gabriele Vasak, Jahrgang 1963, geboren in Wien und aufgewachsen in verschiedenen Orten in Österreich, lebt und arbeitet heute in Wien und einem kleinen Dorf in der Steiermark. Die steten Wechsel ihres Lebensmittelpunkts haben sie als einen heimatlosen und für diverse Lebensentwürfe offenen Menschen geprägt.
Schon lange vor ihrem Studium der Germanistik und Romanistik galt ihr Hauptinteresse der Literatur und dem Schreiben. Erste Publikationen erschienen bereits in ihrer Schulzeit in „Neue Wege“, entscheidende Förderung erhielt sie später von ihrem Mentor, dem Poeten Gert Jonke.
Ihr Debütroman „Mauersegeln“ (Milena Verlag, 1998) wurde von der Kritik als ein Stück intelligente und stilsichere Literatur zur Arbeitswelt gelobt. Es folgten fünf weitere Romane, zwei Lyrikbände und Publikationen in Literaturzeitschriften, thematisch um Arbeit, Krankheit und Liebe angesiedelt.
Ihr bislang letzter Roman „Ich bin die ich bin“ (Gabriele Vasak, 2022 ) erzählt das Leben dreier Frauen, die von einer rätselhaften Krankheit befallen sind und radikal-individuelle Wege der Bewältigung ihres Leidens suchen und finden. Auf Ö1 wurde er von Christa Nebenführ so vorgestellt: „Der Roman kann als existenzphilosophische Antwort auf die Frage des Lebens mit einer nie zur Gänze erfassbaren Krankheit gelesen werden.“
Aktueller Roman:
Das Buch mit dem Coverbild von der wunderbaren Künstlerin Michaela Grass ist als Kindle Ausgabe oder als Hardcover nach PM an mich erhältlich.
Liebe Gabriele, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich lebe abwechselnd in Wien und in einem kleinen Dorf in der Steiermark, und wie mein Tag verläuft hängt davon ab, wo ich gerade bin, aber nach dem Aufwachen und dem Kaffeetrinken lese ich die Nachrichten, recherchiere, höre Musik und mache mir Notizen. Vormittags schreibe ich, mittags gehe ich für ein, zwei Stunden in den Wald, wenn ich im Dorf bin, oder ich ziehe mir zur Entspannung eine Folge der Serie „Sturm der Liebe“ rein, wenn ich in Wien bin. Nachmittags schreibe ich weiter, gebe Nachhilfe, bossle herum oder tue etwas im Garten. Am Land gehe ich früh schlafen, in Wien habe ich abends oft Besuch oder gehe ins Theater oder essen.
Gabriele Vasak, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich glaube, der zumindest zeitweise persönliche Rückzug aus einer Welt des Egoismus, der Krisen und der Kriege ist für alle wichtig. Das heißt nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern zu versuchen, sich Nischen zu schaffen, in denen man allein oder mit anderen gut leben kann, auch wenn man sich dessen bewusst ist, dass draußen die Hölle los ist.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ich denke, es ist wichtig, sich der Veränderungen, die passieren, bewusst zu sein, sie zu reflektieren und neue Visionen zu entwickeln. Kunst, die meiner Meinung nach oft aus einem Mangel heraus entsteht, kann gesellschaftliche Mängel aufzeigen, alte Narrative und Muster hinterfragen, Grenzen überschreiten, neue Utopien und Bilder schaffen,…, und die Literatur kann zudem Sprache geben – dort, wo sie fehlt.
Was liest Du derzeit?
Ich lese vor allem österreichische Literatur, zur Zeit „Die Infantin trägt den Scheitel links“ von der wunderbaren Helena Adler, die eine große literarische Stimme ist, auch wenn sie so früh verstarb.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Émile Cioran sagte: „Ich träume von einer Welt, in der man für ein Komma stirbt.“ Das ist allemal besser als für eine Fahne oder für Geld sterben zu wollen.
Vielen Dank für das Interview, liebe Gabriele, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Gabriele Vasak, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Gabriele Vasak, Jahrgang 1963, geboren in Wien und aufgewachsen in verschiedenen Orten in Österreich, lebt und arbeitet heute in Wien und einem kleinen Dorf in der Steiermark. Die steten Wechsel ihres Lebensmittelpunkts haben sie als einen heimatlosen und für diverse Lebensentwürfe offenen Menschen geprägt.
Schon lange vor ihrem Studium der Germanistik und Romanistik galt ihr Hauptinteresse der Literatur und dem Schreiben. Erste Publikationen erschienen bereits in ihrer Schulzeit in „Neue Wege“, entscheidende Förderung erhielt sie später von ihrem Mentor, dem Poeten Gert Jonke.
Ihr Debütroman „Mauersegeln“ (Milena Verlag, 1998) wurde von der Kritik als ein Stück intelligente und stilsichere Literatur zur Arbeitswelt gelobt. Es folgten fünf weitere Romane, zwei Lyrikbände und Publikationen in Literaturzeitschriften, thematisch um Arbeit, Krankheit und Liebe angesiedelt.
Ihr bislang letzter Roman „Ich bin die ich bin“ (Gabriele Vasak, 2022 ) erzählt das Leben dreier Frauen, die von einer rätselhaften Krankheit befallen sind und radikal-individuelle Wege der Bewältigung ihres Leidens suchen und finden. Auf Ö1 wurde er von Christa Nebenführ so vorgestellt: „Der Roman kann als existenzphilosophische Antwort auf die Frage des Lebens mit einer nie zur Gänze erfassbaren Krankheit gelesen werden.“
Aktueller Roman:
Das Buch mit dem Coverbild von der wunderbaren Künstlerin Michaela Grass ist als Kindle Ausgabe oder als Hardcover nach PM an mich erhältlich.
Liebe Veronika, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Der allseits beliebte Gerlindenhund weckt mich auf und dann wird Ball gespielt und Kaffee getrunken. Danach dreht sich mein Tag größtenteils um unser aktuelles Theaterstück „Theresia Kandl“. Vorbereiten – Probe – Nachbereiten – Produktions-dies-das und irgendwann müde ins Bett fallen bis es von vorne losgeht.
Veronika Zellner, Schauspielerin _ Wien _ in „Theresia Kandl“ Ein interaktives Theaterstück _ Foto:Walter Pobaschnig, folgende.
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Sich an kleinen Momenten erfreuen und versuchen, das Positive festzuhalten und abzuspeichern. Und immer – einander zuhören.
Veronika Zellner und Lukas Stöger in „Theresia Kandl“
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Die Kunst ist ein Spiegel und kann blank oder mit Verschleierung arbeiten. Sie lässt uns neue Perspektiven einnehmen und gleichzeitig erinnert sie uns an Vergangenes. Theater kann sehr viel, jede:r hat eine ganz individuelle Interpretation vom Erlebten. In unserem aktuellen Stück wendet sich die Hauptfigur Theresia immer wieder an das Publikum – sie haben es in der Hand, in das Schicksal Theresias einzugreifen und jeder Abend verläuft anders.
Veronika Zellner und Lukas Stöger in „Theresia Kandl“
Was liest Du derzeit?
Florence Reads Theaterstück „Theresia Kandl“ – rauf und runter. Und ich recherchiere eifrig zum 18. Und 19. Jahrhundert.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
M: Ich will, dass du glücklich bist. Aber es gibt Regeln.
T: Wer hat diese Regeln aufgestellt?
M: Niemand hat sie aufgestellt. Sie sind einfach da.
T: Eines Tages wird es keine Regeln mehr geben.
M: Aber wir leben nicht in „eines Tages“. Wir leben heute, THERESIA. Jetzt. Ich muss hier dein Mann sein, an diesem Ort. Mit diesen Leuten um uns herum […]. Sei nicht mir böse für das, was die Welt von dir erwartet.
T: Die Welt besteht aus Männern wie dir.
(Auszug aus Florence Reads „Theresia Kandl“)
Vielen Dank für das Interview, liebe Veronika, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Veronika Zellner, Schauspielerin _ Wien
Veronika Zellner, Schauspielerin _ Wien _ Fotoshooting zu „Theresia Kandl“ _ Walter Pobaschnig.
Aktuelles Stück mit Veronika Zellner: „Theresia Kandl“ Ein interaktives Theaterstück – Uraufführung
„Theresia Kandl“ basiert auf einer wahren Geschichte aus dem Jahr 1808: Eine Frau wird zur Ehe mit einem Mann gedrängt, der sie misshandelt und missbraucht. Nach sieben Wochen sieht sie keinen anderen Ausweg mehr, als ihn umzubringen.
Was damals mit dem Galgen endete, bleibt heute auf der Bühne offen. Ein Stück über Gewalt, Entscheidungen und all das, was zwischen Aushalten und Zurückschlagen liegt. Das Ende? Hängt nicht nur von ihr ab. (Pressetext)
Liebe Helga, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf im Moment beinhaltet, den Garten winterfertig zu machen und die vielen Vögel zu füttern, die zu meiner großen Freude immer die Futterhäuschen dort aufsuchen. Grundlegend zu meinem Leben gehört es zu meditieren und Taiji zu tanzen. Zeiten, in denen ich schreibe, wechseln mit jenen, in denen ich male, je nachdem, wohin es mich innerlich zieht. Größere und kleinere Wanderungen in der Natur, Gespräche und stille Zeiten sind für mich ebenso wichtige Aspekte meines wechselnden Tagesablaufes wie an Online-Kursen teilzunehmen, vor Ort Taiji zu unterrichten oder einfach einmal nichts zu tun. Gelegentlich nehme ich an Lesungen und Ausstellungen teil und im Moment freue ich mich natürlich ganz besonders, dass mein neues Buch über eine mutige und unkonventionelle Prinzessin noch rechtzeitig vor Weihnachten erscheinen wird.
Helga Cornelia Pfeifer, Künstlerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich finde es schwer, das allgemein für uns alle zu sagen. Wahrscheinlich gibt es unterschiedliche Dinge, die für einzelne Menschen im Moment besonders wichtig sind. Für mich persönlich ist es wichtig, den Fokus zu halten, d.h. die Schönheit im Auge zu behalten, die immer da ist, und dem Leben in all seinen Formen mit Liebe zu begegnen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Es wäre schön, wenn wir zunehmend begreifen, dass es nicht wirklich eine Trennung gibt und dass alles miteinander verbunden und verwoben ist. Kunst vermag es, neue Lebensbilder aufzuzeigen, Visionen zu entwerfen, in neue Bereiche vorzudringen und diese, wenn man so sagen will, zu manifestieren. In diesem schöpferischen Akt des co-kreierenden Gestaltens möglicher neuer Zukunftsräume durch die Kunst und überhaupt insgesamt sehe ich zurzeit eine gesellschaftlich und persönlich bedeutsame Ausrichtung.
Was liest Du derzeit?
Ich lese grundsätzlich immer mehrere Bücher gleichzeitig. Im Moment sind das zum Beispiel Annette Kaisers Buch „Was uns Menschen möglich ist“ und „Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben“ von Sandra Richter.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Das Motto aus meinem Buch „Hoffnungsschimmer. Geschichten aus dem Freudenland: „Es ist die Imagination, die die Kraft hat, das Antlitz der Welt zu verändern.“
Helga Cornelia Pfeifer, Künstlerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Helga, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunst-, Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Helga Cornelia Pfeifer, Künstlerin
Zur Person/über mich:Helga Cornelia Pfeifer, Künstlerin und Reisende aus Be-Ruf-ung
Lehramtsstudium für Englisch und Deutsch sowie Übersetzer Studium für Englisch an der Universität Graz. Danach ein Jahr als Lektorin für Englisch an der Universität von East Anglia, Norwich. Es folgten Tätigkeiten als Professorin an der Modellschule Graz, als Lehrbeauftragte für Begabungsförderung und Sprach- und Leseförderung an der Universität Graz und als Leiterin von internationalen Workshops zum Thema Kreativität und Begabungsförderung im Rahmen von Kongressen des World Council for Gifted and Talented Children, zum Beispiel in Vancouver, Dubai und Singapur.
Verschiedene Ausbildungen, beispielsweise in Gestaltpädagogik, Neurolinguistischem Programmieren, Mal- und Kunsttherapie, Dramapädagogik und Begabungsförderung. Seit einer Taiji Ausbildung Leitung von Taiji Kursen in freier Praxis.
Mit 33 Jahren vermehrt Hinwendung zu Malen, Schreiben und Fotografieren. Fachdidaktische Publikationen im Bereich Kreativität und Begabungsförderung in verschiedenen Journalen und mittlerweile fünf Buchveröffentlichungen in der edition keiper: Neben zwei Kinderbüchern „Timotheus und seine Katzen. Einmal Singapur und zurück“ sowie „Erdbeermädchen im Glück“ (über einen Link in 14 unterschiedlichen Sprachen les- und hörbar) der von der Künstlerin selbst illustrierte Erzählband „Hoffnungsschimmer. Geschichten aus dem Freudenland“. Die beiden poetisch-meditativen Text/Bildsammlungen „Leaving War Behind. Poesie der Erinnerung“ (fotografische Repräsentationen von Philipp Raffael Pfeifer) und „Botschaften. Poesie aus dem innersten Inneren“ (mit Fotos von der Künstlerin) zeigen, wie eng in der Gestaltungswelt der Künstlerin Bild und Text miteinander verwoben sind.
Zur Person/über mich:Helga Cornelia Pfeifer, Künstlerin und Reisende aus Be-Ruf-ung
Lehramtsstudium für Englisch und Deutsch sowie Übersetzer Studium für Englisch an der Universität Graz. Danach ein Jahr als Lektorin für Englisch an der Universität von East Anglia, Norwich. Es folgten Tätigkeiten als Professorin an der Modellschule Graz, als Lehrbeauftragte für Begabungsförderung und Sprach- und Leseförderung an der Universität Graz und als Leiterin von internationalen Workshops zum Thema Kreativität und Begabungsförderung im Rahmen von Kongressen des World Council for Gifted and Talented Children, zum Beispiel in Vancouver, Dubai und Singapur.
Verschiedene Ausbildungen, beispielsweise in Gestaltpädagogik, Neurolinguistischem Programmieren, Mal- und Kunsttherapie, Dramapädagogik und Begabungsförderung. Seit einer Taiji Ausbildung Leitung von Taiji Kursen in freier Praxis.
Mit 33 Jahren vermehrt Hinwendung zu Malen, Schreiben und Fotografieren. Fachdidaktische Publikationen im Bereich Kreativität und Begabungsförderung in verschiedenen Journalen und mittlerweile fünf Buchveröffentlichungen in der edition keiper: Neben zwei Kinderbüchern „Timotheus und seine Katzen. Einmal Singapur und zurück“ sowie „Erdbeermädchen im Glück“ (über einen Link in 14 unterschiedlichen Sprachen les- und hörbar) der von der Künstlerin selbst illustrierte Erzählband „Hoffnungsschimmer. Geschichten aus dem Freudenland“. Die beiden poetisch-meditativen Text/Bildsammlungen „Leaving War Behind. Poesie der Erinnerung“ (fotografische Repräsentationen von Philipp Raffael Pfeifer) und „Botschaften. Poesie aus dem innersten Inneren“ (mit Fotos von der Künstlerin) zeigen, wie eng in der Gestaltungswelt der Künstlerin Bild und Text miteinander verwoben sind.
Fotos: Portrait_privat; Motiv _ Walter Pobaschnig.