Avatar von Unbekannt

Über wortweg08

"Literaturoutdoors" Literatur, Fotografie, Theater, Film, Kunst. Mail: walter.pobaschnig8@gmail.com Offenlegungspflicht lt. §25 Mediengesetz Medieninhaber_ Walter Pobaschnig Neubaugasse 8 9560 Feldkirchen Mail: walter.pobaschnig8@gmail.com Copyright Alle Texte, Fotos, Videos (falls nicht anders angegeben) © Walter Pobaschnig. Jede Kopie, Weitergabe und Vervielfältigung ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Walter Pobaschnig ist ausdrücklich untersagt. Alle Inhalte dieser Website unterliegen den Eigentumsrechten von (c) Walter Pobaschnig.

„nicht vergessen, wie schön vieles im Leben ist“ Jürgen Seibold, Schriftsteller _ Stuttgart 24.11.2023

Lieber Jürgen Seibold, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich stehe gegen 7 Uhr morgens auf, sortiere das Nötigste und schreibe dann durch bis gegen 13 Uhr. Nach einer Pause geht’s an die Organisation von Lesungen, es entstehen Plots für neue Geschichten oder Ideen für Theaterstücke, und es wird alles erledigt, was dringend ist, aber nicht so angenehm. Na ja, das ist jedenfalls der Plan – in Wirklichkeit sitze ich oft abends am Schreibtisch und frage mich, warum das alles heute doch wieder nicht so gut geklappt hat.

Jürgen Seibold, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Zur Ruhe kommen und kurz nachdenken, bevor man sich über etwas aufregen will. Wenn es ganz arg kommt, hilft es oft, eine Nacht darüber zu schlafen. Und wenn es danach immer noch schlimm wirkt, sollten wir uns überlegen, wie es sich ändern lässt. Und über all dem dürfen wir nicht vergessen, wie schön vieles im Leben ist.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wir alle sollten auf Herz, Bauch UND Hirn hören und auf unserem Weg nicht den inneren Kompass vergessen. Wir sollten daran denken, dass die Welt nicht untergeht, wenn nicht alle alles kommentiert haben. Uns Autorinnen und Autoren hilft die Literatur, alle möglichen Gedanken, Hoffnungen und Sorgen zu verarbeiten – und den Leserinnen und Lesern hilft sie im besten Fall, ein Thema auch mal aus anderer Perspektive zu betrachten.

Was liest Du derzeit?

Da ich recht fleißig bin im Lesen, wechselt das laufend. Zuletzt haben mir einige Sachbücher sowie Romane von Robert Seethaler, Mariana Leky und Christoph Ransmayr gut gefallen. Ich mag aber auch David Baldacci, Yrsa Sigurdardóttir, Heinrich Steinfest, Margret Atwood, Lukas Hartmann, Anne Perry und viele, viel zu viele andere.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Vor dem Reden nachdenken – und dann vielleicht auch mal schweigen.

Jürgen Seibold, Schriftsteller

Vielen Dank für das Interview, lieber Jürgen, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Jürgen Seibold, Schriftsteller

Zur Person _ Jürgen Seibold, geboren 1960 in Stuttgart, arbeitete als Redakteur und freier Journalist. 1989 veröffentlichte der SPIEGEL-Bestsellerautor seine erste Musikerbiografie. Es folgten weitere Sachbücher, Theaterstücke, Thriller, Komödien und Kriminalromane. Mit seiner Familie lebt Jürgen Seibold im Rems-Murr-Kreis.

https://www.piper.de/autoren/juergen-seibold-3033

Aktueller Krimi_ „Sherlock ist ausgeflogen“ Jürgen Seibold. Kriminalroman. Piper Verlag

€ 12,00 [D], € 12,40 [A]

Erschienen am 27.04.2023

304 Seiten, Broschur

ISBN EAN 978-3-492-31766-5

https://www.piper.de/buecher/sherlock-ist-ausgeflogen-isbn-978-3-492-31766-5

Aktuelle Komödie _

https://www.piper.de/buecher/mein-perfektes-ich-kann-mich-mal-isbn-978-3-492-31454-1

Ratgeber Parodie _

https://www.piper.de/buecher/mein-perfektes-ich-kann-mich-mal-isbn-978-3-492-31454-1

Fotos Portrait_Stefanie de Buhr

Walter Pobaschnig _ 13.11.2023

https://literaturoutdoors.com

„Fragmentarische Bestandsaufnahme“ Birgit Fritz, Autorin _ Give Peace A Chance _ Wien 24.11.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gehend und uns

Im

Vertrauen

Erinnernd an das, was war


Persönliche

Erfahrungen

Aneinanderreihend – wozu?

Crip and crisp

Ewiger Kreislauf


Amen


Cholerische

Handlungen

Ausnahmezustand –

Nie wieder

Courage ist gefragt

Entwerfen wir uns – NEU


Birgit Fritz, 23.11.2023

Birgit Fritz, Theatertherapeutin,
Lehrerin, Autorin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Birgit Fritz, Theatertherapeutin,
Lehrerin, Autorin

Zur Person  _  Birgit Fritz, Theater als Weg.

Geboren 1966, Anglistik, Romanistik, Theaterwissenschaften, Dramatherapie.

Mit-Gründerin des Theaters der Unterdrückten – Wien und der Österreichischen Gesellschaft für Drama- und Theatertherapie (ÖGDTT).

Übersetzerin von Sanjoy Gangulys „Forumtheater und Demokratie in Indien“, Augusto Boals „Hamlet und der Sohn des Bäckers“ und Tina de Souzas „Orixás auf dem Diwan“.  Autorin von „InExActArt – Das autopoietische Theater Augusto Boals“ und „Von Revolution zu Autopoiese“. …

www.birgitfritz.net

www.oegdtt.at

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 23.11.2023

https://literaturoutdoors.com

Station bei Hedy Lamarr _“eine starke Frau, die sich nicht davon abhalten ließ, sie selbst zu sein“ Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien 23.11.2023

Station bei Hedy Lamarr_
Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien _
a
cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Fotos _ Kindheit-, Jugendhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 
Station bei Hedy Lamarr_
Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien _
a
cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Fotos _ Kindheit-, Jugendhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Pia Schiel, wir sind hier an biographischen Bezugsorten der Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr in Wien/Döbling. Sind Dir die Orte hier vertraut?

Nein! Ich war tatsächlich noch nie hier.

Welche Eindrücke hast Du vom Haus, Garten in dem Hedy Lamarr aufgewachsen ist?

Mir kommt vor, eine kalte Schwere liegt über dem Grundstück, eine verblichene Erinnerung, die einmal warm gewesen ist.

Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Hedy Lamarr?

Das erste Mal habe ich den Namen auf den Werbungen des neuen Shoppingcenters auf der Mariahilfer Straße gelesen. Da stand: „Hedy Lamarr zog nach Amerika, um ein Star zu werden.“ Jemand hatte „Star“ durchgestrichen und groß „Physikerin“ daneben geschrieben.

Möchtest Du einen Film Hedy Lamarrs hervorheben?

Ich habe noch keinen gesehen, nur von einem gehört: „Ekstase“. Der scheint den Leuten ja sehr in Erinnerung geblieben zu sein!

Wie siehst Du die Schauspielerin wie die Erfinderin Hedy Lamarr?

Ich sehe sie als starken Menschen, jemand, der sich nicht davon hat abhalten lassen, sie selbst zu sein.

Was hast Du mit Hedy Lamarr gemeinsam?

Eine Wildheit. Mir kommt vor, Hedy Lamarr war keine Frau des Zögerns.

Wie erfinderisch bist Du?

Nicht sehr, wenn es um Materielles geht. Meine Stärke liegt im Erfinden von Geschichten und Personen.

Hast Du auch Filmerfahrungen und ist dies auch ein künstlerischer Schwerpunkt?

Ich habe schon in einigen Filmprojekten mitgespielt! Meine liebste Filmerfahrung war vor vier Jahren, mein erstes Filmprojekt. Wir drehten den ganzen Tag, von 7 bis 10 am Abend, ich war die einzige Darstellerin. Es war wahnsinnig intensiv, und ich war danach unglaublich erfüllt. Mir gefällt die Abgeschlossenheit des Films, dass man an etwas arbeitet und es dann vollendet, etwas in der Hand hat. Im Theater baut man einen Rahmen, den man jede Vorstellung neu erkunden kann, der jedes Mal anders ausgefüllt wird. Film ist definitiv ein Schwerpunkt, doch mein Herz habe ich in den staubigen Theatergängen verloren.

Gab es in Deinen Theaterprojekten bisher Berührungspunkte zu Hedy Lamarr?

Noch nicht! Als ich mich während des Fotoshootings in sie hineinfühlte, spürte ich ein wilde Entschlossenheit in mir, die ich noch sehr wenig erforscht hatte.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Ich habe ein Herzensprojekt, ein Kurzfilm über Schwangerschaftsbeendung, inspiriert an meinen eigenen Erfahrungen. Es ist mir wichtig, dass dieses Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt, und dass Frauen in diesem Zusammenhang nicht immer als Opfer eines schweren Schicksalsschlages dargestellt werden, sondern als selbstständige Menschen, die eine Entscheidung getroffen haben. Und sich dafür nicht schuldig fühlen müssen! Außerdem habe ich im September mein Buch beendet, ein verrückter dystopischer Fantasyroman, an dem ich nun 5 Jahre lang gearbeitet habe. Es nun an die Öffentlichkeit zu bringen ist ein weiteres aktuelles Projekt. Last but not least tut sich auch im Theater einiges. Ich bin mit drei Theatern im Gespräch, allerdings kann ich noch nichts Konkretes sagen, da es noch nicht fix ist.

Was möchtest Du Künstler:innen am Anfang Ihres Weges mitgeben?

Schwere Frage. Vielleicht einen Rat, den mir eine andere Schauspielerin einmal in Berlin gegeben hat: Faulheit gibt es nicht. Es gibt immer einen Grund, wenn man etwas nicht tut oder nicht tun will, und das ist in Ordnung.

Ich war lange Zeit in meinem Vorhaben, Schauspielerin zu sein, sehr gehemmt und verbissen gleichzeitig. Ich habe mich nirgends beworben und hatte trotzdem ständigen Druck. Das ging so weit, dass ich schon daran zweifelte, ob ich überhaupt schauspielern möchte. Ich denke, der Grund für meine Verzweiflung und Untätigkeit war der zwanghafte Druck, den ich mir selbst machte. Als ich mit einer zufällig im Zug getroffenen Schauspielerin darüber redete, fragte sie mich, was ich brauchte, und ich sagte: Ruhe. Ich habe mich etwa ein Monat lang wenig mit Schauspiel beschäftigt, bis mich auch das sehr frustriert hat. Irgendwann habe ich wieder zu dem Kern gefunden, der Leidenschaft, die mich zum Schauspiel gebracht hat. Mit dieser Sicherheit kam die Realisation, dass ich das, und nur das, machen möchte. Seitdem ich das weiß, ist die Leichtigkeit zurück.

Ich denke, es ist wichtig, ein konkretes Ziel zu haben und zu wissen, was man mit seiner Kunst ausdrücken möchte. Der Traum, Schauspielerin zu sein, an diesem wilden Theaterleben voller euphorischen Hochs und pechschwarzen Tiefs teilhaben zu können, ist sehr unkonkret. Mein Ziel ist es, in drei Jahren im Volkstheater zu spielen. Meine Kunst ist meine Melancholie. Aus meiner tiefblauen Seele, aus all dem strebenden Schmerz und der jauchzenden Freude darin, entsteht all meine Inspiration.

Hättest Du mit Hedy Lamarr gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?

Ja. Ich denke, wir hätten viel Blödsinn gemeinsam gemacht. Sie scheint mir wie eine sehr verspielte Person.

Darf ich Dich abschließend zu einem Hedy Lamarr Akrostichon bitten?

Hey!

Endlich

Darfst

You

Loslassen

Am

Montag

Arbeiten

Restlos

Rastlos

Station bei Hedy Lamarr_
Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien _
a
cting Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Fotos _ Kindheit-, Jugendhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling 

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Station bei Hedy Lamarr_

im Interview und szenischem Fotoportrait am Wohnhaus von Hedy Lamarr in Wien/Döbling:

Pia Schiel, Schauspielerin _ Wien

https://www.michaelakhom.at/

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig

https://literaturoutdoors.com 9/23

„Einigt“ Maria Heinrich, Schriftstellerin _ Give Peace A Chance _ Wien 23.11.2023

GIVE PEACE A CHANCE

G IERIGE

I CHSUCHT

V ERHINDERT

E INTRACHT


P OSITIVER

E INSATZ

A ENDERT

C HANCEN

E RHEBLICH


A UFSTEHEN!


C HILLT

H ELFT

A RTIKULIERT

N ERVT

C HOREOGRAPHIERT

E INIGT


Maria Heinrich, 20.11.2023

Maria Heinrich, Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Maria Heinrich, Schriftstellerin

Zur Person  _  Maria Heinrich wächst in Wien auf und bleibt der Region und ihren Menschen immer eng verbunden.

Ihre Berufswahl führt sie in die Informatikbranche. Nach Jahren in der Softwareentwicklung arbeitet sie in einem internationalen Konzern als Project-Managerin und Business Consultant. Mit der ersten Führungsposition entdeckt sie ihre Begeisterung für das Management. Es folgen leitende Positionen im Vertrieb, in der Personalabteilung und im Projektgeschäft.

Besondere Faszination übt die Führung von Teams über Landes- und Kulturgrenzen hinweg. Den persönlichen Schwerpunkt legt Maria Heinrich auf das Coaching und die Weiterentwicklung von jungen Talenten. Sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft.

»Die fesselndsten Geschichten schreibt das Leben.«

Das Lesen und Schreiben von Romanen sind schon lange ein willkommener Ausgleich zur hektischen Arbeitswelt. Berufliche Erfahrungen inspirieren ihre Thriller und lassen realistische Spannung knistern.

Seit mehr als zwei Jahren konzentriert sich Maria Heinrich auf ihre Schreibtätigkeit. Jetzt veröffentlicht sie auch ihre Thriller. Sie führt in die Welt von Intrigen und Verbrechen und fesselt durch die realitätsnahe Beschreibung und durch starke weibliche Hauptcharaktere.

Aktueller Thriller: „Tödlicher Triumph“

Foto_Martin Jordan

Walter Pobaschnig _ 20.11.2023

https://literaturoutdoors.com

„So lange man lebt, ist alles möglich“ Heinz Winkler, Künstler _ Ahlen/D 23.11.2023

Lieber Heinz Winkler, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Als Ruheständler schlafe ich länger und genieße ausgiebig ein gutes Frühstück. Dann plane ich den Tag. Wenn ich einige Zeit mit der Arbeit an meinen Skulpturen verbracht habe, höre ich Musik (Jazz oder Blues) oder lese.

Heinz Winkler, Künstler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ein besonnenes Handeln. Auf allen Ebenen muss ein neues Bewusstsein einziehen. Ruhiges und verantwortungsvolles Miteinander sind besonders wichtig.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Wir werden mit neuen technischen Entwicklungen, wie KI und Robotik, die Arbeitswelt völlig verändern. Wesentlich ist, dass der Mensch die neuen Möglichkeiten bewusst zum Guten einsetzt und nicht ausschließlich zur Gewinnoptimierung. Die Kunst wird nur einen geringen Einfluss auf die vielen Veränderungen haben, da sie selbst sich durch die KI verändert. Holografische Kunst könnte eine Ausdrucksmöglichkeit der Zukunft sein.

Hier setzte sich Heinz Winkler auf künstlerische Weise mit dem Thema Literatur auseinander. Durch Bücher wurde und wird Wissen bis heute an spätere Generationen weitergegeben. 
Die Skulptur wird in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund aufgestellt. 
https://www.the-stoneheads.com/?page_id=482

Was liest Du derzeit?

Eric Clapton, Biografie von Peter Kemper. Das Buch zeigt auf, wie aus einem Autodidakten einer der besten Gitarristen der Welt wurde, der als einziger Musiker dreimal in die Rock & Roll Hall Of Fame aufgenommen wurde

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

So lange man lebt ist alles möglich

Heinz Winkler, Künstler

Vielen Dank für das Interview, lieber Heinz, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Heinz Winkler, Künstler

Zur Person _ Heinz Winkler wurde als drittes von vier Kindern 1958 in eine Bergmannsfamilie hineingeboren. Technisches Interesse veranlasste ihn, sich zum Elektriker auf der Zeche Westfalen in seinem Heimatort Ahlen, ausbilden zu lassen. Später arbeitete er über ein Jahrzehnt als Elektrohauer unter Tage. Anfang der 90er Jahre wechselte er, bedingt durch das Zechensterben, zum Heizkraftwerk der Uni Münster. In diesen Jahren begann er an sich mit Kunst zu beschäftigen. Sein Interesse galt vor allem Skulpturen. Mit viel Fantasie und handwerklichem Geschick begann er mit dem Bau von Plastiken. Nach einigen Nana-Nachbauten, die noch aus Pappmache bestanden, enddeckte er den Werkstoff Beton für sich. Es entstanden einige großformatige, anspruchsvolle Auftragsarbeiten zu Werbezwecken. Die Ausführungen waren eine gute Lehre für den Autodidakten.

Sein Interesse galt immer auch der Erforschung von Krankheiten wie Alzheimer oder Depression, der Funktion des menschlichen Gehirns oder auch künstlicher Intelligenz. Erst mit über sechzig begann er seine Gedanken umzusetzen und schuf die ersten Betonköpfe, die bis heute sein Hauptanliegen darstellen.

In neuerer Zeit sind zu den Betonköpfen noch Quallen gekommen. Winkler war nach einem Buch der australischen Wissenschaftlerin Lisa-Ann Gershwin so fasziniert  von diesen unscheinbaren Tieren, dass er sie als Fantasiewesen in Beton künstlerisch neu erfand. Als Winkler 2019 in den Ruhestand ging, konzentrierte er sich auf die Betonköpfe.

Seit 2018 stehen viele seiner Arbeiten in deutschen Forschungs-instituten. So z.B. 2018 Labyrinth der Sinne – Charité, Institut für Neurologie und Experimentelle Neurologie , Berlin

2019  Thank You Greta – Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Ökologie, Gießen

2019 Keine Erinnerung – RWTH Aachen Universitätsklinikum, Klinik für Neurologie, Aachen

2020 Das schnelle Vergessen – Leibnitz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg

2021 Mattschwarzer Tunnel – Robert Koch-Institut für Psychische Gesundheit, Berlin

2021 Deep Learning – Heinz Nixdorf Museum, Paderborn

2021 The Cultural Memory – Stadt- und Landesbibliothek, Dortmund

2022 Tiefschwarze, unendliche Traurigkeit – Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Frankfurt am Main

2022 Die Kaskadierung der Zeit – Medical School Berlin

2023 Friend Ship – Stadtbücherei Ahlen

https://www.the-stoneheads.com/

Fotos_Heinz Winkler

Walter Pobaschnig _ 13.11.2023

https://literaturoutdoors.com

„Lass uns Worte finden…“ Dichterpaare. Ingeborg Bachmann und Paul Celan, Boris Pasternak und Olga Iwinskaja wie Franz Kafka und Milena Jesenska. Simone Frieling. Ebersbach&Simon Verlag.

Es ist das Wort, das Leben, die Liebe in allen Facetten, im hellen Jetzt und dunklem stillen Danach, das die Dichterpaare Ingeborg Bachmann und Paul Celan, Boris Pasternak und Olga Iwinskaja wie Franz Kafka und Milena Jesenska verbindet. In unterschiedlichen Zeit-, Gesellschafts- und Lebensphasen ist der Zauber der Begegnung, das lebensbereichernde, inspirierende Miteinander in all den persönlichen Träumen, Wegen in eine Welt voller Herausforderungen und Unsicherheiten das Verbindende dieser ganz besonderen Paare.

Simone Frieling, Autorin und Künstlerin, gelingt mit Dichterpaare eine wunderbare Reise zu Kunst und Leben in Wort&Bild (Portrait) zu prägenden Persönlichkeiten moderner Literatur und deren Sprach- und Liebenswegen.

Hervorzuheben ist die außergewöhnlich gelungene Verbindung von biographischen, topographischen, zeit-, werk- und lebensgeschichtlichen Bezügen und einer narrativen Aufbereitung, die gleichsam „Mitgehen“ lässt in einer mittreißenden Lebens- und Liebeerzählung.

„Das Wort und Liebe – eine mitreißende Lebensreise zu Ingeborg Bachmann und Paul Celan, Boris Pasternak und Olga Iwinskaja wie Franz Kafka und Milena Jesenska!“

Zur Person _ Simone Frieling, geboren in Wuppertal, lebt nach Stationen in Zürich und München seit 1994 als Malerin und Autorin mit ihrer Familie in Mainz. Sie veröffentlichte Erzählungen, Romane, Essays und Anthologien.

1998 wurde sie mit dem Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz bedacht und erhielt den Martha-Saalfeld-Preis.

Titel:

Dichterpaare

Sophie Scholl. Aufstand des Gewissens

Ich schreibe, also bin ich

Rebellinnen – Hannah Arendt, Rosa Luxemburg und Simone Weil

Sylvia Plath. Jeder sollte zwei Leben haben

Mit den Augen einer Frau 

 Simone Frieling | ebersbach & simon | Bücher und Kalender für Frauen (ebersbach-simon.de)

Dichterpaare. „Lass uns Worte finden…“ Simone Frieling. Ebersbach&Simon Verlag.

Format: 12 × 19 cm

Seiten:  144

Einband: Halbleinen, Hardcover

Ausstattung: Fadenbindung, Grafiken der Autorin

ISBN:  978-3-86915-215-8

Preis:  18,00 € [D]

ET:      23.09.2020

Walter Pobaschnig   11/23

https://literaturoutdoors.com

„Heast!“ Fritz Aigner, Filmemacher _ Give Peace A Chance _ Graz 22.11.2023

GIVE PEACE A CHANCE

G ewalt

I st

V erdaubar.

E rblast.


P olizei

E ntmilitarisiert.

A usgeschlossen.

C huzpe

E igentlich.


A CAB


C ruzifix,

H east!

A ufbruch,

N eubeginn,

C rematory.

E inkehr, jetzt!



Fritz Aigner, 18.11.2023

Fritz Aigner, Filmemacher

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Fritz Aigner, Filmemacher

Zur Person  _  Fritz Aigner, Filmemacher

geboren 1981, Studium der Germanistik/Filmwissenschaft, arbeitet seit 2003 als freischaffender Filmemacher vorwiegend im Bereich des Dokumentarfilms für TV-Stationen, aber auch im Independent-Kino.

Filmographie (Auswahl): Meine jüdische Familie (TV-Doku 2023), Chamäleons (Kino-Doku 2021), Traumschlösser & Ritterburgen (TV-Doku-Reihe 2019 – 2023), Lassing – Die ganze Geschichte (TV-Doku 2018), The Morgenstern & Boyd Trilogy (Kino-Spielfilm 2017),…

http://www.fritzaigner.net

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 18.11.2023

https://literaturoutdoors.com

„Herz und Seele bewusst zu berühren“ Udo Brückmann, Schriftsteller _ Niedersachsen/D 22.11.2023

Lieber Udo Brückmann, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich zum einen als Autor und „Brück-Mann“ in völlig verschiedenen Genres und zum anderen als DaF-Dozent („Deutsch als Fremdsprache“ mit Lehraufträgen im Volkshochschulbereich) arbeite, halten sich beide Tätigkeiten die Waage, wobei der Deutschunterricht natürlich eine sehr genaue und geplante Zeit-Struktur vorgibt. Nebenbei bin ich noch mit einer eigenen Coaching-Methode unterwegs, die darauf zielt, auf der Basis von Quantenheillung durch geführte Fantasiereisen an ein Höheres Bewusstsein anzudocken.

Die Leidenschaft für das sehr „weltliche“ Reisen kommt dazu, und zwar ziemlich oft. Vielleicht, um einem allzu strukturierten Tagesablauf entfliehen zu können. Als Autor bleiben einem da die „inneren Welten“, mich interessieren aber gleichermaßen die „äußeren“. Beides führt auf immer neue Wege und hinterlässt erfüllende Spuren des kreativen Selbstausdrucks.

Udo Brückmann, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, für uns alle ist es wichtig, mehr und mehr der ureigenen Intuition zu
folgen, der „inneren Stimme“. Um zentriert und in der eigenen Mitte zu bleiben.
Der Verstand urteilt innerhalb von begrenzten Erfahrungen, die Intuition nimmt
wahr.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Aufbruch und Neubeginn haben für mich mit dem großen Thema „Bewusstsein“ zu tun; dabei ist das Bewusstsein nicht Teil des Menschen, sondern der Mensch ist Bewusstsein. Also ICH BIN statt ICH.

Literatur und Kunst sollten die Aufgabe haben, Herz und Seele bewusst zu berühren, die Fantasie zu beflügeln und nicht nur allein den Intellekt oder Verstand zu bedienen.

Was liest Du derzeit?

Jörg Starkmuth „Die Entstehung der Realität – Wie das Bewusstsein die Welt erschafft“ (Random House/ Goldmann Arkana)

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Alles ist Energie, alles ist miteinander verbunden und alles enthält wiederum alles, und zwar ohne jede Ausnahme.

Udo Brückmann, Schriftsteller

Vielen Dank für das Interview, lieber Udo, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an Künstler*innen:

Udo Brückmann, Schriftsteller

Zur Person _ Udo Brückmann, geb. 1967, lebt als Autor, Coach und Dozent im ländlichen Niedersachsen, zahlreiche Veröffentlichungen: Kriminalromane, Fantasy-Roman, historischer Roman, Kurzgeschichten, Kindergedichte, Radio, Lyrik, Auftrags-Gedichte u.a. – Alle Infos auf der Webseite  http://www.udo-brueckmann.de

Fotos _ privat

Walter Pobaschnig _ 29.10.2023

https://literaturoutdoors.com

„Die Gesichter des Egon Schiele“ Hg. Elisabeth Leopold. Hirmer Verlag

Es ist ein Leben in aller Kompromisslosigkeit für die Kunst. Die Suche nach dem persönlichen Ausdruck, Weg bestimmt die Wiener Moderne um die Jahrhundertwende des 19./20.Jahrhunderts. Die Frage nach dem Ich – wer, wie bin ich? – ist dabei zentraler radikal ästhetischer Duktus.

Eine ganz besondere Rolle nimmt dabei Egon Schiele (* 12.6.1890 in Tulln † 31. 10.1918 Wien) ein,der in Stil und Form den modernen Menschen in aller Zerbrechlichkeit, Verletzlichkeit, Endlichkeit und Einsamkeit ins Bild setzt und damit das Leben schonungslos darstellt wie ein Jahrhundert in allem Schrecken und Verzweiflung in Krieg und Tod vorausschauend charakterisiert.

Selbstportraits nehmen dabei eine besondere Stellung ein. Ihre Bandbreite in der Variation der Form, Pose wie der Originalität ist beachtlich wie einzigartig.

Die vorliegende Ausgabe gibt nun diesen Selbstportraits einen wunderbaren Rahmen und stellt diese in einer einmaligen Buch-Bildergalerie vor.

Elisabeth Leopold und Stefan Kutzenberger begleiten in Darstellung und Essay zu Biographie und Werk diesen Band in sehr treffender Weise.

„Ein sensationelles Kunsterlebnis und Buchereignis in einmaliger Editionsqualität!“

„Die Gesichter des Egon Schiele“ Hg. Elisabeth Leopold. Hirmer Verlag

Beiträge von Elisabeth Leopold und Stefan Kutzenberger

160 Seiten, 110 Abbildungen in Farbe

24 x 28 cm, gebunden

ISBN: 978-3-7774-4182-5

35,00 € [D] | 36,00 € [A]

Walter Pobaschnig 11/23

https://literaturoutdoors.com

„Gehe“ Tanja Leonhardt, Bildende Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Vogelsberg/D 21.11.2023

GIVE PEACE A CHANCE


Gehe

In

Viele

Erfahrungen


Packe Geprüftes

Ein packe Wertloses

Aus

Checke im Grenzland

Ein checke im Zentrum


Aus


Cherubime

Hyazinthen und so weiter

Alles in deinem Rucksack

Noch schließen sie einander im

Clave-Rhythmus

Ein


Tanja Leonhardt, 16.11.2023

Tanja Leonhardt, Bildende Künstlerin _
Foto: Lyriklesung im Wald bei der Sonnwendfeier am historischen Tanzplatz.

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Tanja Leonhardt, Bildende Künstlerin

Zur Person  _ Tanja Leonhardt

Freie Bildende Künstlerin

wurde1966 geboren und wuchs in Groß-Gerau auf.

Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder, seit 2018 lebt sie in Schotten im Vogelsberg.

Germanistik- und Kunststudiums an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz, letzteres mit dem Schwerpunkt Schriftkunst, Diplom 1991.

Sie ist seit dem Studium ist die als freischaffende Künstlerin tätig, erledigt kalligrafische Aufträge für Städte und Institutionen. Daneben pflegt sie ein freies künstlerisches Werk, in dem es zumeist um Sprache in Zwischenbereichen geht.

Vor der Corona-Zäsur bereiste sie über zehn Jahre lang die nordeuropäischen Länder und betrieb das Landart-Projekt „Seidensprachen in der Natur“, bei dem Sprache und Bilder auf großen Seidenfahnen in der Natur installiert wurden.

Seit Corona fertigt sie in der Technik des Eco-dyeing Künstlerbücher an, in denen die Naturdrucke traumhafte Erzählungen abgeben.

Sie entwickelte zahlreiche Schulprojekte, bei denen über Schreib-Performances die (Oberstufen-)Literatur körperlich erfahrbar gemacht wurde.

Sie schreibt seit dem Studium Lyrik, die man in ihren Künstlerbüchern findet, in Anthologien und Zeitschriften oder direkt auf ihren Lesungen.

Mit dem Künstlerkollegen Stephan Flommersfeld tauscht und verwebt sie Texte, die dann zu Hörspielen gerinnen. Im Zuge dieser Erfahrung entstehen seit einiger Zeit auch Videopoetries, die man auf ihrem Youtube-Kanal erleben kann.

Der Rest – und vieles mehr-  ist auf ihrer Homepage:  http://www.atelierleonhardt.de dokumentiert.

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 16.11.2023

https://literaturoutdoors.com