Alles geht hier in Grevenmacher seinen Gang. Morgens zum Bäcker und dann beginnt der Tag da und dort, wie immer…
Doch als Jean-Marie jetzt den Anruf seiner Mutter erhält, zieht sich ein Riss durch die Welt…Eine tote junge Frau auf einer Parkbank und dazu ein Zettel mit Worten „Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber, nichts zu lernen.“ Der ehemalige Philosophiestudent ordnet das Zitat schnell Platon zu, doch in der offenen dunklen Höhle der Fragen zum Tod vor der Statue des Blannen Theis gilt es nun Antworten zu finden und dabei gibt es Entdeckungen, Überraschungen zwischen Geheimnissen und Abgründen, die niemand für möglich gehalten hätte…
Die vielseitige in Trier geborene Autorin Rosemarie Schmitt legt mit „Dummer Tod“ einen Krimi vor, der von der ersten Seite an Neugierde und Spannung sehr gekonnt aufbaut, indem Lebensfäden in Vergangenheit und Gegenwart in vielen kulturphilosophischen („Philo-Crime“) wie lokalen Bedeutungsebenen verwoben und verstrickt werden und Leserin und Leser abwechslungsreich wie intensiv mit auf der Spur sind…
„Eine ganz besondere Krimispannung in Leben und Kulturgeschichte.“
Dummer Tod_Der Fall Marc Aurel, Rosemarie Schmitt. Krimi.
Zur Person/über mich:Jutta v. Ochsenstein, geboren 1960 in Nordhessen, studierte Germanistik und Romanistik und arbeitete mehrere Jahre in friedenspolitischen Organisationen. Heute lebt sie nahe Stuttgart als Pädagogin und Autorin. Neben Fachliteratur veröffentlicht sie Lyrik und Kurzprosa in Anthologien und Zeitschriften. 2018 erschien ihre französische Übersetzung von Werken Georg Trakls (zusammen mit E. Hupel), 2022 der Gedicht- und Fotoband „Von der Unschärfe der Wälder“, zusammen mit W. Haenle.
„Im Mittelpunkt der Gedichte Jutta v. Ochsensteins steht das Erinnern, Erfahren, Erleben, indem sie die verschiedenen Eindrücke ganz nah heranrücken, sie unters Mikroskop der Tiefenschärfe legen. Alle Sinne sind geöffnet und empfangsbereit für die subjektiven Ansprachen insbesondere aus den Naturgefilden, doch auch aus der Kunst und Literatur, aus dem Weltgeschehen und den gesellschaftlichen Verwerfungen. Mit leiser Melancholie ziehen all diese Momente vorüber, nicht ohne ihre flüchtige Gegenwart in ebenso einfachen wie eindrücklichen Worten zu hinterlassen.“
Liebe Jutta v. Ochsenstein, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Da ich freiberuflich als Pädagogin tätig bin, sehen die Tage sehr unterschiedlich aus, je nachdem, wann ich wo Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte gebe, Wald-Spielgruppen begleite, Elterngespräche führe oder am Schreibtisch zuhause arbeite. Außerdem bin ich aktive Großmutter. Dabei finde ich sehr unterschiedlich Ruhe und Zeit zum literarischen Schreiben. Oft auf Reisen, in Cafés, manchmal zuhause auf der Couch …
Jutta v. Ochsenstein, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Das ist eine sehr schwierige Frage! Ich kann sagen, was ich mir wünsche, dass es uns allen besonders wichtig wäre: Am ehesten denke ich da an ein Einüben von Herzensqualitäten, wie Mitgefühl und einen achtsamen Umgang mit uns selbst. Zudem Flexibilität im Denken, neue Perspektiven kennenlernen, die über unsere Denkgewohnheiten, wie z.B. über ein Schwarz-Weiß-Denken, hinausgehen, sich auf andere Sichtweisen einlassen, auch auch und gerade wenn es anfangs unangenehm ist.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wie oben schon angedeutet: Herz öffnen und unser Denken weiten! Das sind beides Fähigkeiten, die wir immer wieder neu lernen können, gerade mit Hilfe von Kunst. Für mich ist eine Aufgabe von Literatur, zu verunsichern, neu wahrnehmen zu üben, mit Gewohntem zu spielen und dabei Freiheit zu erleben. Das darf auch mal anstrengend sein! Und Freude machen! Sich auf Kunst einzulassen heißt auch, aus dem hektischen Hamsterrad des Alltags herauszutreten, zu entschleunigen, zur Ruhe zu kommen. Das wäre, glaube ich, ganz hilfreich.
Was liest Du derzeit?
Ich lese regelmäßig Rilke, vor allem die späteren Gedichte. Dazu kommen Gedichtbände von Bekannten, aktuell von Miriam Brümmer, Jane Wels und von Philipp Létranger. Als letzten Roman habe ich „Sing, wilder Vogel, sing“ von Jacqueline O’Mahony gelesen und bin begeistert.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Das Gedicht als Augenblick von Freiheit!“ (Hilde Domin)
Vielen Dank für das Interview, liebe Jutta, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Jutta v. Ochsenstein, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Jutta v. Ochsenstein, geboren 1960 in Nordhessen, studierte Germanistik und Romanistik und arbeitete mehrere Jahre in friedenspolitischen Organisationen. Heute lebt sie nahe Stuttgart als Pädagogin und Autorin. Neben Fachliteratur veröffentlicht sie Lyrik und Kurzprosa in Anthologien und Zeitschriften. 2018 erschien ihre französische Übersetzung von Werken Georg Trakls (zusammen mit E. Hupel), 2022 der Gedicht- und Fotoband „Von der Unschärfe der Wälder“, zusammen mit W. Haenle.
„Im Mittelpunkt der Gedichte Jutta v. Ochsensteins steht das Erinnern, Erfahren, Erleben, indem sie die verschiedenen Eindrücke ganz nah heranrücken, sie unters Mikroskop der Tiefenschärfe legen. Alle Sinne sind geöffnet und empfangsbereit für die subjektiven Ansprachen insbesondere aus den Naturgefilden, doch auch aus der Kunst und Literatur, aus dem Weltgeschehen und den gesellschaftlichen Verwerfungen. Mit leiser Melancholie ziehen all diese Momente vorüber, nicht ohne ihre flüchtige Gegenwart in ebenso einfachen wie eindrücklichen Worten zu hinterlassen.“
Zur Person/über mich:Ariana Tuma, Schriftstellerin
Ariana Tuma wurde 2001 geboren und lebt in Wien. Ihre ersten Geschichten verfasste sie bereits im Kleinkindalter. Zusätzlich zu der Liebe des Erfindens und Kreierens fremder Planeten und Menschen, zeichnet und musiziert sie leidenschaftlich gerne und verschlingt alle Blockbuster-Filme.
Aktuelle fortlaufende Buchreihe von Ariana Tuma: Kreislauf der Unendlichkeit – OPEN
„Auf noch fremden Planeten, in ferner Zukunft…wird Nic Lenista aus seinem glamourösen Leben gerissen und muss vor der Regierung fliehen. Dabei trifft er auf Mirija, eine rebellische Draufgängerin, die zu ihren Gunsten einen Deal mit ihm eingeht. Dieser führt sie zu Silias Castillen, dem abenteuerlustigen Sohn eines von der Regierung verfolgten Todeskandidaten. Als der oberste Befehlshaber des Systems, Arijc Callos, erfährt, dass die drei zusammenarbeiten, schmiedet er finstere Pläne. Doch das Aufeinandertreffen von Nic, Mirija und Silias könnte den Lauf ganzer Galaxien für immer verändern …“
Liebe Ariana Tuma, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Sehr kreativ! Ich kann mir meinen Tag fast völlig selbst einteilen. Meist stehe ich um acht Uhr auf, habe meine Morgenroutine, in welcher ich zuerst mit einem Tee oder Kaffee meine Gedanken niederschreibe, meditiere und Sport mache, wie Yoga oder Pilates. Dann geht es auch schon mit dem Schreiben los. Manchmal kümmere ich mich stattdessen auch um Marketing, Website etc. An Büchern arbeite ich meist bis 14 Uhr, und dann habe ich Freizeit, bis ich am Abend in meinen Teilzeitjob gehe. Ich arbeite nebenbei im Ronacher, wofür ich sehr dankbar bin, da ich nur von kreativen Menschen umgeben bin, die meine Arbeit wertschätzen.
Ariana Tuma, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Einfühlsamkeit. Das ist etwas, das ich durch das Schreiben gelernt habe. Ich erfinde so viele Charaktere und Leben und muss mich in sie hineinversetzen – ihre Charakterzüge, die ich ihnen gegeben habe, verstehen und nachvollziehen. Und dies sollte man nicht nur mit fiktiven Menschen tun, sondern auch in der Welt da draußen. Verurteile niemanden, denn man kennt niemals die ganze Geschichte hinter den Augen einer Person. Nie den Schmerz, welcher vielleicht hinter einem Lächeln steckt, das echt und natürlich wirkt. Wir Menschen sind solch komplexe Lebewesen, jeder mit eigenen Gedanken, die sich ein anderer gar nicht vorstellen kann. Und das, finde ich, ist für uns alle besonders wichtig: zumindest versuchen, sich ein wenig in eine andere Person hineinzufühlen, empathisch zu handeln und nicht gleich zu urteilen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein, und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Ich denke, dass es ein Aufbruch der Kreativität ist. Die Menschen kehren zu sich und ihrem inneren Kind zurück. Sie erkennen, dass es mehr gibt, als nur erfolgreich in einem Job zu sein, der ihnen gar keinen Spaß macht. Und so kehrt eben die Kunst, die Literatur, die Musik – alles – in uns zurück, und somit eröffnet sich eine ganz neue Sichtweise auf Freiheit. Und das ist die neue Rolle, die sie bekommt. Früher, vielleicht auch noch vor einigen Jahren, war Kunst, Literatur etc. ein Genuss, den man sich gönnte, wenn man mal einen Abend frei hatte. Jetzt wird es langsam wieder zu einer Lebensweise, worüber ich sehr froh bin.
Was liest Du derzeit?
Lustigerweise etwas sehr Trockenes, da ich Sachbücher liebe: „Das einzige Buch, das du über Finanzen lesen solltest“. Neben den kreativen Geschichten, die ich selber schreibe und welche sich 24/7 in meinem Kopf abspielen, tut es mir unfassbar gut, meistens einfach Fakten zu lesen XD
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„The most important thing is to enjoy your life – to be happy – it’s all that matters.“ – Audrey Hepburn Eine Frau, die ich für alles, was sie verkörpert, bewundere: für ihre Menschlichkeit, ihre Empathie, Eleganz, ihren Intellekt und ihre Echtheit.
Ariana Tuma, Schriftstellerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Ariana, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Ariana Tuma, Schriftstellerin
Zur Person/über mich:Ariana Tuma, Schriftstellerin
Ariana Tuma wurde 2001 geboren und lebt in Wien. Ihre ersten Geschichten verfasste sie bereits im Kleinkindalter. Zusätzlich zu der Liebe des Erfindens und Kreierens fremder Planeten und Menschen, zeichnet und musiziert sie leidenschaftlich gerne und verschlingt alle Blockbuster-Filme.
Aktuelle fortlaufende Buchreihe von Ariana Tuma: Kreislauf der Unendlichkeit – OPEN
„Auf noch fremden Planeten, in ferner Zukunft…wird Nic Lenista aus seinem glamourösen Leben gerissen und muss vor der Regierung fliehen. Dabei trifft er auf Mirija, eine rebellische Draufgängerin, die zu ihren Gunsten einen Deal mit ihm eingeht. Dieser führt sie zu Silias Castillen, dem abenteuerlustigen Sohn eines von der Regierung verfolgten Todeskandidaten. Als der oberste Befehlshaber des Systems, Arijc Callos, erfährt, dass die drei zusammenarbeiten, schmiedet er finstere Pläne. Doch das Aufeinandertreffen von Nic, Mirija und Silias könnte den Lauf ganzer Galaxien für immer verändern …“
Hungrig nach Sonne Liebe Luft, in den U-Bahn-Schächten Kiews
Ausholen Aufholen Ausrollen der Leinwände
Niederkunft Erdung Drohnenangst
Creativity’s worst enemy is self-doubt
Einholen einsamen ermatten: brüchiger Frieden im Krieg
Beate Glück, 30.7.25
Beate Glück,Bildende Künstlerin
GIVE PEACE A CHANCE
Beate Glück,Bildende Künstlerin
1963 * in Wien
1983 – 1987 Studium in der Meisterklasse für Malerei an der Universität für Angewandte Kunst Wien bei Carl Unger und Adolf Frohner
1982 – 1989 Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Wien und Innsbruck
2016 (2. Auflage: 2023) Publikation des Buches “Konsolidierung von Rechtsvorschriften – Über den buchstäblichen und den lesbaren Text von Gesetzen”, ÖGB-Verlag (Wien)
Lebt und arbeitet in Wien
Einzelausstellungen
2012 Selected Works, Haus der Kunst, Baden
2011 Games, Galerie Lang Wien
2008 Guys, Galerie Lang Wien
2008 Fight to the finish, Fotoforum, Innsbruck, Tirol
Liebe Beate Glück, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich bin diese Woche mit meinem Artist in Residence Projekt „MAYRÖCKERS GARTEN“ beschäftigt. Es geht mir darum zu ertasten, welches Sujet ich für mein nächstes Werk der aktuellen Werkserie „Monuments“ wählen werde, an der Stelle, an der ich meine Leinwände zum Verwittern ausgelegt habe und an anderen Stellen des Garten-, Wald- und Teichgrundstücks, auf dem ich derzeit wohne. Teil der Doku dieses „Nachdenkens“‘sind Videos, mit Texten von Friederike Mayröcker.
MAYRÖCKERS GARTEN ist ein Kunstprojekt, das meine aktuelle Werkserie MONUMENTS mit der Lyrik von Friedrike Mayröcker verbindet.
Für uns Privilegierte, in einer Demokratie und in Frieden Lebende? INNEHALTEN.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Zeigen, dass ein Denken unter der Oberfläche möglich ist.
Was liest Du derzeit?
Friederike Mayröckers Texte und Silo von Hugh Howey.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„des Waldes Blumen!
ein zerriebenes Nuszblatt wie’s duftet!
schlief auf dem Küchenstuhl ein,
fiel mir der Stift aus der Hand……..
mit Biene und Brise am Fenster, weh mir!
ich meine es war SAGENHAFT
und dasz die Sprache eine verwunschene war,
wie baumelte Sprache!“
Friederike Mayröcker
Vielen Dank für das Interview, liebe Beate,viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Beate Glück,Bildende Künstlerin
1963 * in Wien
1983 – 1987 Studium in der Meisterklasse für Malerei an der Universität für Angewandte Kunst Wien bei Carl Unger und Adolf Frohner
1982 – 1989 Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Wien und Innsbruck
2016 (2. Auflage: 2023) Publikation des Buches “Konsolidierung von Rechtsvorschriften – Über den buchstäblichen und den lesbaren Text von Gesetzen”, ÖGB-Verlag (Wien)
Lebt und arbeitet in Wien
Einzelausstellungen
2012 Selected Works, Haus der Kunst, Baden
2011 Games, Galerie Lang Wien
2008 Guys, Galerie Lang Wien
2008 Fight to the finish, Fotoforum, Innsbruck, Tirol