„Musik verbindet und hilft uns unsere Gefühle zu spüren“ Nives Farrier, Sängerin, Vocal Coach _ Wien 9.2.2025

Liebe Nives Farrier, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meine Tage sind total unterschiedlich, was ich liebe. Ich beginne meistens mit einem guten Smoothie zum Frühstück, und ab dann ist jeder Tag anders. An manchen beginne ich in der Früh mit Vocal Coachings, trainiere dann selbst und arbeite abends an neuen Ideen. Und an anderen Tagen habe ich den ganzen Tag über Gesangsausbildung und verbringe den Abend mit Freunden oder Familie. Und an wieder anderen Tagen gehe ich ins Tonstudio, treffe Menschen für Kooperationen oder gönn` mir mehr unstrukturierte, kreative Zeit.

Nives Farrier, Sängerin, Vocal Coach

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Teamwork und Persönliches Wachstum. Krisen kommen und gehen, aber die Zeit, die wir haben, ist begrenzt. Die Frage ist, wie wir uns entwickeln und in Bewegung bleiben. Ich würde immer zuerst in die persönliche Entwicklung und Lernen investieren, als in andere, materiellere Dinge. Und der Zusammenhalt ist das, was uns ein Gefühl von Sicherheit gibt. Ich finde, man darf sich aussuchen, wen man in seinem „Team des Lebens“ hat.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Musik verbindet und hilft uns unsere Gefühle zu spüren. Und Kunst im Allgemeinen hat diesen Standpunkt von außerhalb, und spiegelt alles was schief geht und alles was gut läuft in einer Gesellschaft. Es ist wie ein kritischer Pfeiler, der uns im besten Fall auf Missstände hinweist und Halt gibt. Wesentlich wird sein, dass wir gut mit uns selbst umgehen, erst dann können wir aus dem Vollen schöpfen und anderen geben und auch diese Funktion, die der Musik zukommt, umsetzen.

Was liest Du derzeit?

„Vocal Psychotherapie“, ein Fachbuch über die psychologische Wirkung der Stimme

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Man it takes a long time to sound like yourself” Miles Davis

Eure, Nives Farrier von http://www.stimmwunder.coach

Vielen Dank für das Interview, liebe Nives, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Nives Farrier, Sängerin, Vocal Coach

Zur Person/über mich: Nives ist die Gründerin von StimmWunder und arbeitet in Wien. Sie ist Vocal Coach, Sprecherin und Sängerin und leitet alle StimmWunder-Ausbildungen. Sie ist auch Mentaltrainerin und psychosozialer Coach (LSB) und verbindet Psychologie und Stimmtraining. Sie studierte Gesang, Kommunikationswissenschaft und Anglistik.

https://stimmwunder.coach/

Foto _ privat.

Walter Pobaschnig 7.2.2025

https:literaturoutdoors.com

„Optimismus. Das Leben ist gut. Und das Leben geht weiter.“ Michael Wachelhofer, Schauspieler _ Wien 8.2.2025

Lieber Michael Wachelhofer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

In der Früh mal auf, Frühstück, Kaffee, daneben Mails checken und im Generellen schauen, was es in der Welt so Neues gibt. Danach… kommt es darauf an. Ist ein Filmshoot am Plan, Sachen zusammenpacken, ab aufs Set … wenn nichts ansteht, findet sich zuhause immer irgendetwas, das zu tun ist. Ich versuche, einen halbwegs geregelten Tagesablauf einzuhalten und in etwa immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen. Gelingt aber leider nicht immer…

Michael Wachelhofer, Schauspieler, Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Optimismus. Das Leben ist gut. Und das Leben geht weiter.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich traue mich mal behaupten, dass es in der Kunst-/Kulturbranche für alle „Gürtel enger schnallen“ heißen wird. Das liegt zum Teil an der generellen wirtschaftlichen Lage, zum anderen Teil wird die kommende Regierung wohl Fördermittel und Subventionen kürzen. Das bedeutet für jeden einzelnen, sein Bestes zu geben, zu proben, üben, wiederholen… es wird sich wohl die Spreu von Weizen trennen, wie man so schön sagt, und es werden am Ende wohl die übrigbleiben, die etwas in Ihrem Fach können und gut sind. Persönlich finde ich es aber durchaus auch positiv, dass nicht mehr jeder Müll gefördert werden wird. Bei manchen Dingen greift man sich dann doch schlichtweg am Kopf, und es ist am Ende Steuergeld, für das Menschen hart arbeiten müssen.

Was liest Du derzeit?

Die Biografie von Lol Tolhurst, Gründungsmitglied und jahrelang Schlagzeuger/ Keyboarder von „The Cure“. Extrem witzig geschrieben, aber es zeigt auch seine dunklen Seiten und seinen Weg, von ganz unten (Alkoholismus) wieder rauf zu kommen. Ich finde das extrem inspirierend.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?


„Don’t wait for heroes, believe in yourself, you’ve got the power“. Das ist aus einem Song von Dennis DeYoung, Sänger von Styx. Für mich so eine Art Lebensmotto – es liegt immer an einem selbst, wo man im Leben steht und was man daraus macht.

Vielen Dank für das Interview, lieber Michael, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Michael Wachelhofer, Schauspieler, Musiker

Zur Person/über mich: Michael Wachelhofer, geboren in Wien, lebt seit etwa 20 Jahren „vorübergehend“ im Bezirk Mödling. Absolvent der Technischen Hochschule, spielte aber daneben seit 1998 in der international recht erfolgreichen Band „Cornerstone“, die neben einer mehrwöchigen US-Tour auch Chart-Notierungen und Auftritte bei mehreren namhaften Festivals – vornehmlich in Großbritannien – hatte. Seit einigen Jahren im Film-/Schauspielgewerbe tätig, unter anderem bei „La Clemenza di Tito“ im Rahmen der Wiener Festwochen, „My Fair Lady“ (Seefestpiele Mörbisch) und in einer der größeren Rollen im Musical „Judas – ein Mensch“.

Foto: Reinhard Müller

5.2.2025_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

„Give without expecting“ Alina Jacobs, Tänzerin _ Give Peace A Chance _ Rotterdam/NL 7.2.2025

GIVE PEACE A CHANCE

G ive without expecting

I magine the unimaginable

V italize the connection

E ase together


P ause to listen

E mpower the other

A ct with kindness

C onnect deeply

E mbrace possibilites


A lways


C are

H elp

A llow

N ourish

C onnect

E ncourage



Alina Jacobs, 3.2.2025

Alina Jacobs_Tänzerin, Choreografin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Alina Jacobs, Tänzerin, Choreografin

Zur Person: Alina Jacobs is working as a dance artist and pedagogue, specialized in dance improvisation (LPDC®), as well as a Gyrokinesis and Gyrotonic Trainer. She loves creating inner connections and harmony within the body, between people, in dance compositions, and in life. She finds fulfillment in expressing herself freely through dance and guiding others in discovering their inner artistic power and the vitality that comes from it.

Foto_ Jane Alice Liu.

5.2.2025_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Selbstliebe“ Daniel Wagner, Schriftsteller _ Villach 5.2.2025

Lieber Daniel Wagner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zurzeit wache ich um etwa sieben Uhr auf und widme die erste Stunde meines Morgens Kaffee und Zigaretten. Es folgt die letzte feste Struktur des Tages in Form eines Müslis und ab dann wird es bunt. Meditation, Sport, Schreiben, Musik, Freund*innen, Termine, Zeit am Handy verschwenden, Zeit draußen nutzen, Zeit genießen, Zeit fürs Bett.

Daniel Wagner, Schriftsteller

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Selbstliebe. Ich suche seit Jahren nach der Wurzel unserer Probleme, gesellschaftlich wie persönlich, und ich bin der Meinung, dass aus aufrichtiger Liebe zu sich selbst, nichts Böses hervorgehen kann.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Wissenschaft, der Kunst an sich zu?

Ich glaube nicht, dass wir auch nur im Ansatz verstanden haben, auf welchen gewaltigen Scheißhaufen wir gerade zurasen. Die Wissenschaft und die Kunst kann hier einen notwendigen Beitrag leisten, indem sie selbstbestimmt, unbequem und laut auftritt.

Was liest Du derzeit?

Ich hab` erst kürzlich mein erstes Buch von Peter Handke gelesen und war nach zwei drei Seiten verliebt. Da gibt es jetzt einiges nachzuholen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

All of humanity’s problems come from their inability to sit quietly in a room, alone.” – Blaise Pascal

Vielen Dank für das Interview, lieber Daniel, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Daniel Wagner, Schriftsteller

Zur Person/über mich: Daniel Wagner ist 1989 in Villach geboren und aufgewachsen. Mit 20 zog er nach Wien, um Kommunikation zu studieren und im Anschluss als Werbetexter zu arbeiten. Diverse Kreativ- Awards und zu viel Wein später lieferte seine Alkoholkrankheit den Stoff für sein erstes Buch. Heute ist er seit fünf Jahren trocken und lebt wieder in Villach, wo er schreibt, atmet und gedeiht.

Aktuelles Buch von Daniel Wagner:

DER EWIGE KATER
Das Läuten des Weckers meiner Freundin durchdringt mich. Ich habe die Zeit übersehen
und gerate in Stress. Mein erster Impuls ist zu überprüfen, ob ich betrunken genug bin, um
den Morgen zu überstehen.
Wie führt man ein Leben im Sog der Sucht?
Wie fühlt es sich an, am Totenbett der eigenen Mutter besoffen sein zu müssen, weil nichts
wichtiger ist als der nächste Schluck?

In gnadenloser Offenheit schreibt Daniel Wagner in „Trocken“ von dem Monster, das über Jahre hinweg jeden Moment definierte.

„Mit klarem Blick seziert Daniel Wagner das Leben, das er sich der Sucht wegen aufgebürdet
hat: Der Gedanke an den nächsten Schluck überlagert alle anderen. Enge Beziehungen
opfert er seinem notwendigen Lügenkonstrukt und selbst im Angesicht des Todes zieht er sich weiter hinein in den Abgrund. Denn je mehr ihn der Alkohol niederschlägt, umso mehr braucht er ihn. Bis es ihm irgendwann reicht.

In seinem Debüt schaut er seinem eigenen Alkoholproblem ebenso schonungslos ins
Antlitz wie dem kollektiven Selbstbetrug Österreichs, der das Hineinschlittern in den
Alkoholismus so kinderleicht macht. Daniel Wagner offenbart, worauf der ewige
Kater den Blick verstellt und wie schwierig es ist, nach dem Entzug die Lücke der Sucht mit
Sinn zu füllen. Ein zutiefst lebensbejahendes Buch, das berührt, wachrüttelt und uns ehrlicher mit uns selbst umgehen lässt. Und letztlich auch fürsorglicher.“

Pressetext _ Julian Sparrer _ Verlag Kremayr&Scheriau

Daniel Wagner
Trocken

Daniel Wagner
176 Seiten, € 24,–
Hardcover kaschiert
Format 12 × 20 cm


ET: 5. Februar 2025
Auch als E-Book erhältlich
ISBN 978-3-218-01452-6

https://www.kremayr-scheriau.at/bucher-e-books/titel/trocken/

Foto _ Portrait: Esther Varga

Walter Pobaschnig 23.12.2024

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