„miteinander in Kontakt treten und nicht gegeneinander arbeiten“ Julia Hammerl, Schauspielerin _ Wien 21.5.2024

Julia Hammerl, Schauspielerin (rechts) _
in „Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _
Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _
laufende Spieltermine
https://www.theaterarche.at/

Liebe Julia Hammerl, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Von den Katzen viel zu früh geweckt werden, Katzen füttern, nochmal kurz schlafen, aufstehen, lesen, Kaffeetrinken, Proben, Erledigungen, Kochen, Textlernen, Katzen füttern, Schlafengehen, Katzen kuscheln

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Liebe Menschen in unserem Umfeld zu haben, gute Gespräche, viele schöne Dinge machen, auf sich selbst und die Mitmenschen schauen, miteinander in Kontakt treten und nicht gegeneinander arbeiten, sich selbst nicht zu ernst nehmen

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst soll sowohl Hoffnung bringen als auch Problematiken thematisieren.

Was liest Du derzeit?

„Iowa“ von Stefanie Sargnagel

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

tutto nel mondo è burla – Die ganze Welt ist Narrheit

„Körper [sic!]“ _
Julia Hammerl (von rechts), Clemens Janout, Lara Bumbacher

Vielen Dank für das Interview, liebe Julia, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Film-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

Julia Hammerl, Schauspielerin

5 Fragen an Künstler*innen:

Julia Hammerl, Schauspielerin

Zur Person_ Julia Hammerl ist eine Schauspielerin aus Wien. Nach der Matura beginnt sie ihre Ausbildung an der Schauspielschule Krauss, welche sie 2021 abschließt. Schon seit ihrer Jugend wirkt sie bei Theaterproduktionen in Wien und Niederösterreich mit. Bislang war sie auf Bühnen wie dem Schauspielhaus Wien, dem klagenfurter ensemble, dem Stadttheater Mödling und dem Theater an der Wien zu sehen.

Aktuelle Produktion von und mit Julia Hammerl : „Körper [sic!]“ Ars ex Machina _ Der menschliche Körper als Abbild einer Gesellschaft.

„Körper [sic!]“ ist der Titel des neuen Projektes von Ars ex Machina, einem Verein, der 2022 von Schauspieler und Kulturjournalist Clemens Janout gegründet wurde, um mit innovativen Formen im Sprechtheater zu experimentieren. Für die aktuelle Produktion hat das vierköpfige Kernteam eigens ein Theaterstück verfasst, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in unserer Gesellschaft auslotet.

Jeder Mensch hat einen Körper. Eine Gemeinsamkeit, die noch lange keinen Garant für Gleichberechtigung darstellt, das war dem Theaterkollektiv Ars ex Machina schnell klar. Ob im TV, auf der Kinoleinwand oder im Internet: Die Masse an stereotypisierten Abbildungen von Menschen prägt unser Verständnis davon, was schön ist. Mit negativen Folgen, denn Schönheit als Ware verkauft sich nur so lange sie exklusiv, also für den Großteil der Menschen unerreichbar bleibt. Welche Auswirkungen heutige Schönheitsideale auf junge Menschen haben, das hat erst kürzlich eine Studie von Saferinternet.at festgestellt. Die jungen Generationen fühlen sich zunehmend von stereotypisierten Körperbildern unter Druck gesetzt. Wenig verwunderlich, führt man sich die französische Kosmetikkette Sephora vor Augen, die mit einer Anti-Faltencreme für Achtjährige wirbt.

Wiener Erstaufführung

Ob jung oder alt, groß oder klein, dick oder dünn: Unser Körper ist und bleibt ein Thema, das uns Menschen unser ganzes Leben lang beschäftigt. Genug Stoff also für einen Theaterabend, so der Gedanke von Schauspieler Clemens Janout, der für die Stückentwicklung „Körper [sic!]“ ein junges Künstler:innenkollektiv versammelt hat, um die Verflechtungen zwischen dem menschlichen Körper und der Gesellschaft zu erforschen. Neben ihm zeichnen die Schauspielerinnen Lara Bumbacher und Julia Hammerl sowie die Regisseurin Juliane Aixner für Konzept und Text verantwortlich. Nach der Uraufführung des mit humorvoller Gesellschaftskritik gespickten Theaterstücks am 1. Mai beim klagenfurter ensemble in Kärnten, gastiert „Körper [sic!]“ zwischen 20. Mai und 8. Juni für sechs weitere Vorstellungen im Rahmen einer Kooperation mit der Theater Arche in Wien.

Aufstrebendes Künstler:innenkollektiv

Bei dem Projekt handelt es sich nicht nur um die zweite Produktion von Ars ex Machina, sondern auch um die zweite Regiearbeit von Juliane Aixner, die erst vor wenigen Monaten ihr Regiedebüt mit „Collective Rage“ am Wiener Ateliertheater gefeiert hat. Zur Mitwirkung bei „Körper [sic!]“ animiert hat die Jungregisseurin auch den Künstler Philipp Pettauer, dessen musikalische Kreationen neulich in Produktionen des Theater am Werk und Kosmos Theater zu hören waren, sowie die aufstrebende Kostüm- und Bühnenbildnerin Svea Egger. Das Schauspielensemble besticht durch die aus der Schweiz stammende Lara Bumbacher, die gebürtige Wienerin Julia Hammerl und den Kärntner Clemens Janout.

Wien-Debüt für Ars ex Machina

Vereinsgründer Clemens Janout hat mit dem interaktiven Monologstück „All das Schöne“ vergangenen Herbst den Einstand von Ars ex Machina gefeiert. Nachdem der Theatertext des britischen Autors Duncan Macmillan ausschließlich in Kärnten gespielt wurde, wird mit der Stückentwicklung „Körper [sic!]“ wenige Monate später erstmals eine Ars ex Machina[1]Produktion in Wien präsentiert.

Neuer künstlerischer Zugang

Statements setzen möchte der Verein sowohl mit der Kunst an sich, als auch mit der Art und Weise, wie sie produziert wird. Ein Arbeiten auf Augenhöhe ohne große Hierarchien stellt vor allem in den darstellenden Künsten nach wie vor die Ausnahmeerscheinung dar – oft zum Leidwesen der mitwirkenden Künstler:innen. Der Zugang von Ars ex Machina soll auch neues Publikum erschließen und Theater wieder zu einem Ort des gesamtgesellschaftlichen Diskurses machen.

http://www.arsexmachina.com

Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _
Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _
laufende Spieltermine

Die Wiener Erstaufführung von „Körper [sic!]“ – ein Theaterstück, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in der Gesellschaft auslotet – findet am 20. Mai um 20 Uhr in der TheaterArche, Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien statt. Weitere Vorstellungstermine28. und 29. Mai sowie 6., 7. und 8. Juni, jeweils 20 Uhr. 

Schauspiel: Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout
Regie: Juliane Aixner
Konzept, Text: Juliane Aixner, Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout
Musik: Philipp Pettauer
Bühne, Kostüm: Svea Egger

Alle Fotos_ Tim Dornaus

Walter Pobaschnig 20.5.2024

https://literaturoutdoors.com

„Haut“ Lara Bumbacher, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wien 20.5.2024

„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _
Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _
laufende Spieltermine
https://www.theaterarche.at/

GIVE PEACE A CHANCE

Gänsefüßchen

Intervention

Vitalität

Einheit

Publikum

Erwartungen

Anders

Chromophobie

Ewigkeit

Ananas

Collage

Haut

Aktion

Nordlicht

Courage

Ende

„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _
Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _ laufende Spieltermine

Lara Bumbacher  20.5.24

Lara Bumbacher _ Schauspielerin und Produktionsleiterin.

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Lara Bumbacher _ Schauspielerin und Produktionsleiterin

Zur Person_ Lara Bumbacher ist eine schweizerische Schauspielerin und Produktionsleiterin. Bereits vor ihrer Ausbildung an der Schauspielschule Krauss hat sie an mehreren Stücken am Schauspielhaus Zürich als Chorsprecherin mitgewirkt. Seit Abschluss ihrer Schauspielausbildung 2020 ist sie in Österreich und der Schweiz als Schauspielerin tätig. Seit 2023 arbeitet sie außerdem als Produktionsleiterin für das schweizerische Theaterkollektiv L‘actif Post Helvetia.

Aktuelle Produktion von und mit Lara Bumbacher : „Körper [sic!]“ Ars ex Machina _ Der menschliche Körper als Abbild einer Gesellschaft.

„Körper [sic!]“ _
Lara Bumbacher, Clemens Janout, Julia Hammerl (von links)

„Körper [sic!]“ ist der Titel des neuen Projektes von Ars ex Machina, einem Verein, der 2022 von Schauspieler und Kulturjournalist Clemens Janout gegründet wurde, um mit innovativen Formen im Sprechtheater zu experimentieren. Für die aktuelle Produktion hat das vierköpfige Kernteam eigens ein Theaterstück verfasst, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in unserer Gesellschaft auslotet.

Jeder Mensch hat einen Körper. Eine Gemeinsamkeit, die noch lange keinen Garant für Gleichberechtigung darstellt, das war dem Theaterkollektiv Ars ex Machina schnell klar. Ob im TV, auf der Kinoleinwand oder im Internet: Die Masse an stereotypisierten Abbildungen von Menschen prägt unser Verständnis davon, was schön ist. Mit negativen Folgen, denn Schönheit als Ware verkauft sich nur so lange sie exklusiv, also für den Großteil der Menschen unerreichbar bleibt. Welche Auswirkungen heutige Schönheitsideale auf junge Menschen haben, das hat erst kürzlich eine Studie von Saferinternet.at festgestellt. Die jungen Generationen fühlen sich zunehmend von stereotypisierten Körperbildern unter Druck gesetzt. Wenig verwunderlich, führt man sich die französische Kosmetikkette Sephora vor Augen, die mit einer Anti-Faltencreme für Achtjährige wirbt.

Wiener Erstaufführung

Ob jung oder alt, groß oder klein, dick oder dünn: Unser Körper ist und bleibt ein Thema, das uns Menschen unser ganzes Leben lang beschäftigt. Genug Stoff also für einen Theaterabend, so der Gedanke von Schauspieler Clemens Janout, der für die Stückentwicklung „Körper [sic!]“ ein junges Künstler:innenkollektiv versammelt hat, um die Verflechtungen zwischen dem menschlichen Körper und der Gesellschaft zu erforschen. Neben ihm zeichnen die Schauspielerinnen Lara Bumbacher und Julia Hammerl sowie die Regisseurin Juliane Aixner für Konzept und Text verantwortlich. Nach der Uraufführung des mit humorvoller Gesellschaftskritik gespickten Theaterstücks am 1. Mai beim klagenfurter ensemble in Kärnten, gastiert „Körper [sic!]“ zwischen 20. Mai und 8. Juni für sechs weitere Vorstellungen im Rahmen einer Kooperation mit der Theater Arche in Wien.

Aufstrebendes Künstler:innenkollektiv

Bei dem Projekt handelt es sich nicht nur um die zweite Produktion von Ars ex Machina, sondern auch um die zweite Regiearbeit von Juliane Aixner, die erst vor wenigen Monaten ihr Regiedebüt mit „Collective Rage“ am Wiener Ateliertheater gefeiert hat. Zur Mitwirkung bei „Körper [sic!]“ animiert hat die Jungregisseurin auch den Künstler Philipp Pettauer, dessen musikalische Kreationen neulich in Produktionen des Theater am Werk und Kosmos Theater zu hören waren, sowie die aufstrebende Kostüm- und Bühnenbildnerin Svea Egger. Das Schauspielensemble besticht durch die aus der Schweiz stammende Lara Bumbacher, die gebürtige Wienerin Julia Hammerl und den Kärntner Clemens Janout.

Wien-Debüt für Ars ex Machina

Vereinsgründer Clemens Janout hat mit dem interaktiven Monologstück „All das Schöne“ vergangenen Herbst den Einstand von Ars ex Machina gefeiert. Nachdem der Theatertext des britischen Autors Duncan Macmillan ausschließlich in Kärnten gespielt wurde, wird mit der Stückentwicklung „Körper [sic!]“ wenige Monate später erstmals eine Ars ex Machina[1]Produktion in Wien präsentiert.

Neuer künstlerischer Zugang

Statements setzen möchte der Verein sowohl mit der Kunst an sich, als auch mit der Art und Weise, wie sie produziert wird. Ein Arbeiten auf Augenhöhe ohne große Hierarchien stellt vor allem in den darstellenden Künsten nach wie vor die Ausnahmeerscheinung dar – oft zum Leidwesen der mitwirkenden Künstler:innen. Der Zugang von Ars ex Machina soll auch neues Publikum erschließen und Theater wieder zu einem Ort des gesamtgesellschaftlichen Diskurses machen.

http://www.arsexmachina.com

„Körper [sic!]“ _Szenenfoto (folgende) _
Uraufführung Wien _ 20. Mai Theater Arche _
laufende Spieltermine

Die Wiener Erstaufführung von „Körper [sic!]“ – ein Theaterstück, das die Bedeutung des menschlichen Körpers in der Gesellschaft auslotet – findet am 20. Mai um 20 Uhr in der TheaterArche, Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien statt. Weitere Vorstellungstermine28. und 29. Mai sowie 6., 7. und 8. Juni, jeweils 20 Uhr. 

Schauspiel: Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout
Regie: Juliane Aixner
Konzept, Text: Juliane Aixner, Lara Bumbacher, Julia Hammerl, Clemens Janout
Musik: Philipp Pettauer
Bühne, Kostüm: Svea Egger

https://www.theaterarche.at/

Alle Fotos_ Tim Dornaus

Walter Pobaschnig 20.5.2024

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„Kunst ist ein Panoptikum unserer Gesellschaft“ Felix Metzner, Regisseur _ Wien 20.5.2024

Lieber Felix Metzner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich werde meistens zwischen 6 und 7 von meiner Tochter geweckt. Dann frühstücke ich mit meiner Familie und fahre zur Probe. Wenn ich gerade keine Theaterproduktion mache, plane ich kommende Inszenierungen, schreibe Stückfassungen oder lese Stücke und Bücher. Abends trinke ich gerne Wein mit meiner Frau und rede mit ihr über alles, das uns beschäftigt.

Felix Metzner, Regisseur

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Wieder mehr Dialog wagen. Anstatt sich in seiner Bubble zu verschanzen, sollte die Gesellschaft wieder mehr Mut zu Debatten haben.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Der erwachsene Mensch sollte nie die Offenheit und Neugier seiner Kindheit verlieren. Ich persönlich sehe die Kunst an sich als ein Panoptikum verschiedenster bewusster und unbewusster Interpretationen unserer Gesellschaft und unserer Welt. Für mich ist die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur lebensnotwendig, um mich selbst zu spüren, mich weiterzuentwickeln und die Welt wenigstens ein kleinen bisschen besser zu verstehen.

Was liest Du derzeit?

Das Bastardbuch. Autobiografische Stationen“ von Hans Neuenfels

und „Blutbuch“ von Kim de l’Horizon.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Jedes Zuhause ist ein zufälliges: Dort wirst du geboren, hierhin vertrieben, da drüben vermachst du deine Niere der Wissenschaft. Glück hat, wer den Zufall beeinflussen kann. Wer sein Zuhause nicht verlässt, weil er muss, sondern weil er will. (Aus dem Roman „Herkunft“ von Saša Stanišić)

Vielen Dank für das Interview, lieber Felix, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Film-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Felix Metzner, Regisseur

Zur Person_ Felix Wolfgang Metzner, Regisseur.

In Nürnberg geboren, studierte Felix Wolfgang Metzner in Wien Theater-, Film und
Medienwissenschaft sowie Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie.
Seit 2001 drehte er erste Kurzfilme und arbeitete neben dem Studium als Regisseur, Regieassistent und Kameramann bei diversen Filmprojekten. Seine filmische Ausbildung vertiefte er bei einem Praktikum im österreichischen Filmmuseum und einem Studienaufenthalt an der New York Film Academy.

Seit 2010 sammelte er durch zahlreiche Hospitanzen und Assistenzen Erfahrung im Bereich der Theaterregie, unter anderem bei Anne Lenk, Kay Voges, Nikolaus Habjan, Michael Thalheimer und Matthias Hartmann am Burgtheater, bei William Friedkin am Theater an der Wien sowie am Schauspielhaus und dem Theater der Jugend in Wien. Am Burgtheater und dem Theater der Jugend war er jeweils als fester Regieassistent und Abendspielleiter engagiert. Ebenfalls war er für mehrere Produktionen als Videodesigner tätig.

In der Saison 2018/19 gab er mit »Frankenstein« nach Mary Shelley sein viel beachtetes Regiedebüt am Theater der Jugend Wien. Es folgten sechs Produktionen für das Burgtheater: 2020 inszenierte er vier Folgen für die Nestroy-Preis-nominierte Onlinevideo-Reihe »Wiener Stimmung« des Burgtheaters, das Multimediaprojekt »Geträumte Erinnerungen nie gesehener Zeiten« über den Dichter Jean Paul (mit Dörte Lyssewski, Branko Samarovski und Markus Meyer), sowie 2021 die von der Kritik gefeierte
Inszenierung »Monster« im Vestibül des Burgtheaters. Weitere Produktionen für das Theater der Jugend, das Tiroler Landestheater, das Stadttheater Mödling, das Theater Scala Wien und die Komödienspiele Porcia folgten. Für die Saison 22/23 erhielt Metzner den Publikumspreis des Stadttheaters Mödling für »Rain Man« als beste Produktion der Saison.

In der Spielzeit 23/24 inszeniert er »Die Auslöschung. Ein Zerfall« von Thomas Bernhard am
Staatstheater Darmstadt. Weitere Regiearbeiten sind 23/24 am Tiroler Landestheater, dem
Landestheater Niederösterreich, dem Stadttheater Mödling, dem Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg, der Sargfabrik Wien, sowie dem Theater Scala Wien zu sehen.

Neben seinen Theaterprojekten arbeitet Felix Metzner derzeit an der Fertigstellung seines Spielfilms »Aus dem Dunkeln« und an dem Folgeprojekt »Polyphonia Rising«

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 3.5.2024

https://literaturoutdoors.com

„Gräber offen und der Tod sieht dir“ Simonida Selimovic, Festival Intendantin _ Give Peace A Chance _ Wien 19.5.2024

GIVE PEACE A CHANCE

G räber offen und der Tod sieht dir

I mmer aufs Neue ins Auge

V erziehst dich nicht bringst viel zu oft

E lend und doch wartet manch einer mit Sehnsucht auf dich.


P ech gibt es nicht den du sagst es ist alles vorbestimmt.

E rbarmen kennt der Mensch nicht.

A lles kommt zur rechten Zeit aber nur

C irca!

Es drängt dich nicht.


A uf ein Neues immer wieder.


C hamäleons hätten es vielleicht leichter… manch ein Mensch ist auch einer.

H aben sie aber nicht.

A uch die sind nur der

N atur ergeben und haben eine

C hance hier mit wenig

E rfolg lange zu leben.



Simonida Selimović, 17.5.2024

Simonida Selimović,
Festival Intendantin, Schauspielerin, Regisseurin, Musikerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Simonida Selimović _ Festival Intendantin, Schauspielerin, Regisseurin, Musikerin

Zur Person_Simonida Selimović,

Simonida Selimović / ROMANO SVATO / künstl. Leitung

geb. in Serbien (Boljevac), emigriert als Kind zusammen mit ihrer Familie nach Österreich; sie spricht Deutsch, Romanes, Serbisch und Englisch. Früh beginnt sie ihre Karriere als Schauspielerin in Film/Fernsehen und Theater. Sie ist u.a. zu sehen in der Kinderserie Operation Dunarea, im Kinofilm Ciao Cherie von Nina Kusturica, Zerschlag mein Herz im Film von Simon Schwarz und später u.a. am Schauspielhaus Essen und im Maxim Gorki Theater Berlin tätig. In der Wiener Theaterszene arbeitet sie häufig mit Alireza Daryanavard und ihrer Schwester Sandra Selimović zusammen. 2010 gründet sie gemeinsam mit ihr den ersten feministischen und professionellen Romatheaterverein Romano Svato, sowie Mindj Panther, wo sie als feministische Rapperin und Aktivistin gegen Rassismus und für Gleichberechtigung der Roma tätig ist.

Aktuell: 4. Internationales Roma-Theater-Festival / Wien 22. – 28. 6. 2024

E BISTARDE _ Vergiss mein nicht

Das Romano Svato Theater Kollektiv veranstaltet bereits zum vierten Mal das Romafestival

Das Kollektiv wurde vor über einem Jahrzehnt von Simonida und Sandra Selimović gegründet und hat sich als Verein für transkulturelle Kommunikation einen Namen gemacht. Romano Svato ist bekannt für seine eigenen Theaterstücke sowie für die Einladung namhafter Künstler:innen und Performer:innen aus dem In- und Ausland.

Die Inszenierungen des Festivals erzählen Geschichten über die Lebensrealitäten der Roma. Diese können sowohl schmerzhaft sein als auch mit pointiertem Humor Fremd- und Selbstbilder beleuchten. Trotz der Anerkennung der Volksgruppe der Roma in Österreich vor 30 Jahren bestehen noch immer große Wissenslücken über Minderheiten, und die Vorurteile scheinen kein Ende zu nehmen. Romano Svato übernimmt dabei eine Vorreiterrolle, indem es brisante Themen aufgreift und die Probleme der Roma sichtbar macht. „Die Verantwortung liegt darin, nach vorne zu schauen, ohne die Vergangenheit zu vergessen“, sagt Simonida Selimović-Rosegger, die Gründerin und Künstlerische Leiterin von Romano Svato.

Dschungel Wien _ 1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

Sommerbühne _ 1070 Wien; Haupthof MuseumsQuartier

Top Kino _ 1060 Wien; Rahlgasse 1

FESTIVALLEITUNG: Simonida Selimović

SPIELPLAN

(Programmänderungen und –ergänzungen vorbehalten)

Sa, 22.6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Bühne 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 19.00 Uhr: Eröffnung Festival
  • 19:30 – 20:40 Uhr: Roma Industrie – Roma Slavery (Schauspielperformance)

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

Karten unter: Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

  • 21:00 – 22:30 Uhr: Palace Athene (Dragshow)

Eintrittspreis: € 13,– /€ 8,– ermäßigt

Karten unter: Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

So, 23.6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Bühne 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 19:30 – 20:40 Uhr: Roma Industrie – Roma Slavery (Schauspielperformance)

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

Karten Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

Mo., 24.6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Bühne 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 19:30-21:00 Uhr : Tschandala – The Romani Version / SWEDEN’S DIRTY

LITTLE SECRET  (Schauspiel mit Musik)

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

Karten unter: Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

Di, 25.6.2024 SOMMERBÜHNE MuseumsQuartier Wien

1070 Wien; MuseumsQuartier Haupthof (Bei Schlechtwetter im Dschungel Wien / Bühne 1)

  • 20:00 – 21:30 Uhr / Museumsquartier Haupthof: Proud to be Roma – DenorecorDS

(Konzert)

Eintritt frei

Mi, 26.6.2024 TOP KINO  

1060 Wien; Rahlgasse 1

  • 18:00 – 19:40  Bibi Sara Kali  (Filmscreening)

Eintrittspreis: €  8,50 / € 6,– ermäßigt

Karten unter Tel. 01/208 3000, www.topkino.at

Do, 27.6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Bühne 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 19:30-20:40:  CORE – Drept la Replică / Practicing Memory – a performative exercise

(Poesie, Live-Musik, Performance)                              

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

Karten unter: Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at

Fr, 28.6.2024 DSCHUNGEL WIEN

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 15:00 – 20:00 Uhr / Bühne 3: Activism, Sex and Body (Workshop + Performance)

Kosten: € 40,–

  • 21:00 – 22:00 Uhr / Bühne 1: Pretty Loud (Konzert)                                      

Eintrittspreis: € 17,– / € 13,– ermäßigt

24., 25., 26., & 27. 6.2024 DSCHUNGEL WIEN / Studio 1

1070 Wien; MuseumsQuartier, Museumsplatz 1

  • 9:00 – 14:00 Uhr: „Extremismusprävention trifft Theater“ (Schulworkshop)

Kostenfrei

FESTIVALINFO:

http://www.romanosvato.at

KARTEN :

Dschungel Wien

1070 Wien; MQ/Museumsplatz 1

Tel. 0676 512 91 04; www.dschungelwien.at


Walter Pobaschnig 17.5.2024

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Station bei Bachmann _ „ihre Art zu schreiben hat mir Mut gemacht und eine Tür geöffnet“ Annett Krendlesberger, Schriftstellerin_Wien 19.5.2024

Station bei Bachmann/Malina_
Annett Krendlesberger, Schriftstellerin_Wien_
am Wohnort 1946-49 Ingeborg Bachmanns in Wien und am Romanschauplatz „Malina“ Wien  
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Liebe Annett Krendlesberger, sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien, wie auch von biographischen Bezugspunkten der 1946 nach Wien gezogenen Schriftstellerin. Sind Dir die Orte hier, die Umgebung vertraut?

Ich fahre zwar öfter mit dem Rad durch den dritten Bezirk, aber ich bin noch nie hier im Haus Beatrixgasse 26 gewesen.

Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und ihrem Werk?

Im Gymnasium habe ich „Malina“ zum ersten Mal gelesen; besonders das zweite Kapitel, „Der dritte Mann“ hatte es mir damals angetan, diese schonungslose Selbstoffenbarung der Ich-Erzählerin, und die Art, wie Ingeborg Bachmann sich stilistisch über konventionelle Vorgaben der Romangestaltung hinweggesetzt hat; ihre Art zu schreiben hat mir Mut gemacht und eine Tür geöffnet, meine Texte genau so zu gestalten, wie ich es mir vorstelle und mich nicht von meinem Weg abbringen zu lassen.

Wie war Dein Weg zur Literatur, welche Stationen gibt es da?

Ich habe erst ziemlich spät begonnen, Texte zu veröffentlichen; zunächst ausschließlich Prosa in Literaturzeitschriften und Anthologien (wie z.B. in den Lichtungen, Freibord oder Podium), später dann auch Lyriktexte; mittlerweile sind sechs Prosabände von mir erschienen. Wobei DALIEGENDE. UNBEWEGT, mein neuer Band (im Dezember 2023 erschienen), wohl eher als lyrische Prosa zu bezeichnen ist.

Im Roman „Malina“ ist der Hauptschauplatz Wien. Du bist in Wien aufgewachsen. Was bedeutet Dir Wien und welche Erfahrungen machst Du hier als Schriftstellerin?

Ich liebe Wien und möchte in keiner anderen Stadt leben. In gewisser Weise könnte man DALIEGENDE. UNBEWEGT, meinen neuen Band, ja auch als Hommage an Wien und all jene Wiener Künstlerinnen betrachten, deren Namen (und Schicksale) beinah schon in Vergessenheit geraten sind: 2019 gab es eine wunderbare Ausstellung im Unteren Belvedere „Stadt der Frauen. Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938“; sie hat mich so berührt, dass ich begonnen habe, das Buch zu schreiben. 21 Exponate der Ausstellung sind in den Text mit eingeflossen, darunter Werke von Teresa Feodorowna Ries, Mileva Roller, Lilly Steiner, Friedl Dicker-Brandeis u.v.a.; überhaupt werde ich oft durch Ausstellungen inspiriert.

Welche Eindrücke hast Du von den biographischen Bezugspunkten Bachmanns und Romanschauplätzen in der Ungargasse?

In der Beatrixgasse spüre ich eine angenehme, friedliche Energie; der begrünte Innenhof, fast schon ein Park, wäre für mich ein idealer Rückzugsort zum Schreiben. Beeindruckend finde ich die Tore der beiden gleichermaßen herrschaftlichen Altbauten in der Ungargasse, die schon ein wenig auf die Charaktere der Romanfiguren hinweisen: Auf der einen Seite das etwas verspielte schmiedeeiserne Tor in der Ungargasse 6, dem Wohnort der Ich-Erzählerin, das Sicht auf ein Foyer mit weißer Marmorstatue freigibt (die „Ewige Jugend“ als ganz eigener Ausdruck für das Wünschen oder die Sehnsucht, eine Hoffnung …). Und dann im Gegensatz dazu das riesige helle Holzportal in der Ungargasse 9, dem Wohnort Ivans, eines doch eher „nüchternen“ Bankers, dessen Wohnung sich (natürlich) im obersten Stockwerk befindet. Auch die Innenhöfe der Altbauten scheinen einander entgegengesetzt: verwinkelt klein und schattig (unsicher?) versus großzügig, feudal (selbstherrlich?).

Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Romans „Malina“?

Der Roman „Malina“ ist für mich in erster Linie ein Ausdruck immensen seelischen Schmerzes, ein Ausdruck von Fassungslosigkeit, ohnmächtigen Entsetzens darüber, dass das Unfassbarste, der Holocaust, und die Verbrechen und Gräueltaten des 2. Weltkrieges, passieren konnte. Dass Derartiges überhaupt möglich war. Die Ich-Erzählerin übernimmt Verantwortung für das unendliche Leid, das in den Menschen seither fortwirkt, von Generation zu Generation, und geht innerlich zugrunde daran.

Möchte sie in einer derartigen Welt leben? (Möchten wir in einer derartigen Welt leben?) Ein Mahnmal. Ein Statusbericht. Der Statusbericht eines Menschen, der im Wissen um die Grausamkeit der Welt innerlich zerbricht. Wie im Grunde jeder Mensch innerlich zerbrechen müsste, wären ihm die entsetzlichen Geschehnisse und Grausamkeiten (damals und heute) jede Sekunde seines Lebens in ihrer ganzen Dimension und Tragweite bewusst.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Oh, darüber darf ich leider gar nichts verraten. Das bringt Unglück!

Hättest Du mit Ingeborg Bachmann gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?

Selbstverständlich, es wäre mir eine große Ehre gewesen! Wahrscheinlich würde ich mit Ingeborg Bachmann im Volksgarten spazieren gehen, dort, wo die Rosen sind, und danach würde ich mit ihr einen Kaffee im Landtmann trinken, und würde lange sitzen bleiben. Ganz lang.

Darf ich Dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?

Mein

Atem, ich –

Licht aus, keine Türen –

Ich halt mich –

Nicht EIN Fenster! – halt mich

An meinem Atem an

Station bei Bachmann/Malina_
Annett Krendlesberger, Schriftstellerin_Wien_
am Wohnort 1946-49 Ingeborg Bachmanns in Wien und am Romanschauplatz „Malina“ Wien  
Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Station bei Bachmann/Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien

Annett Krendlesberger, Schriftstellerin_Wien

Zum Projekt: Das Literatur outdoors Projekt „Station bei“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst/Fotografie.

Dabei kommt den werk-topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person in Wort&Bild beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Aktuelle Bucherscheinung von Annett Krendlesberger: “DALIEGENDE. UNBEWEGT

DALIEGENDE. UNBEWEGT. Annett Krendlesberger. Fabrik.transit Verlag.

mit einem Nachwort von Birgit Schwaner

13,6 x 20,6 cm, Hardcover

ca 160 Seiten, 5 farbige Abbildungen

Erscheint im Dezember 2023

ISBN 978-3-903267-58-9

€ 22,00

https://www.fabriktransit.net/daliegende-unbewegt.html

Interview&alle Fotos _ Walter Pobaschnig  5/24

https://literaturoutdoors.com

„Literatur lädt uns ein, wieder zu träumen, zu wagen, uns nicht klein zu halten“ Doris Wirth, Schriftstellerin _ Berlin 19.5.2024

Liebe Doris Wirth, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich versuche, kurz nach 6 aufzustehen, um genügend Zeit zu haben, und scheitere regelmäßig. Ich meditiere, mache etwas Yoga, treffe meinen Sohn um sieben in der Küche. Dann radle ich zur Arbeit und unterrichte Jugendliche in Deutsch als Zweitsprache. Wenn nach dem Unterricht keine Sitzungen oder Termine anstehen, bin ich glücklich. Ich genieße den Heimweg durch den Park oder den Wald und sauge so viel Grün wie möglich in mich auf. Wenn ich viel Glück habe, bin ich nicht zu müde, um noch Sport zu machen.

Abends genieße ich den Moment, wenn ich meinen Sohn zu Bett bringe (so lange er es noch will…), dann bereite ich vor und falle ins Bett, wo ich manchmal noch sinnlos in den sozialen Medien herumklicke, als gälte es, da etwas zu finden, wofür mir der Tag nicht genug Zeit ließ – was dazu führt, dass ich am nächsten Morgen wiederum müde bin.

Nur freitags ist es anders: Freitag ist mein heiliger Tag. Da darf ich länger schlafen oder genau so früh aufstehen und ins Atelier radeln und schreiben. Wenn. Wenn nicht gerade Steuern anstehen, ich mich um eine falsche Mobilfunkrechnung kümmern muss oder sonst das Leben reinplatzt: zum Beispiel mit totaler Erschöpfung, so dass der Freitag Pausentag wird statt Schreibtag.

Zurzeit heißt Schreiben nicht wirklich schreiben, sondern: alles rund um Lesungen, Promo, Einladungen organisieren, Netzwerk pflegen, Website, Insta, Fotos – um meinen Roman zu bewerben und weiter in die Welt hinauszubringen.

Doris Wirth, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Sanftheit und Mitgefühl. Ich merke selbst, wie ich, im Grunde ein zarter und positiver Mensch, mehr und mehr mitgerissen werde von einer Welle des „ich zuerst“, und aggressiv werde, ich sehe an manchen Schüler*innen und auf den Straßen im Verkehr, wieviel Dicke-Hose-Gehabe und wie wenig Empathie vorhanden sind. Auch in den sozialen Medien ist König, wer gewinnt, wer glänzt – es fehlt eine Kultur des Scheiterns, eine Kultur des Fühlens. Befindlichkeit ist Trumpf, ja, aber immer nur auf eine vorteilsorientierte Weise, wenn das „ich fühle mich grad so“ diskussionsdienlich ist – es braucht so viel Mut, sich wirklich empfindlich, nackt, berührbar – oder eben auch mal stumpf, abgestumpft, entleert, stumpfsinnig zu zeigen – so, wie es jeweils nicht vom gesellschaftlichen Kontext vorgesehen und goutiert wird. NICHT zu funktionieren und dazu zu stehen. Und bei all dem eben auch das Mitgefühl mit sich selbst UND den anderen, die es möglicherweise nicht verstehen können, nicht zu verlieren. Und bei aller Empfindsamkeit: auch zu merken, wann es Zeit ist, sich eine dicke Haut zuzulegen und klare Grenzen zu setzen.
Das Gefühl der Liebe nicht nur in den rosa Momenten und beim Liebsten zu spüren, sondern hinüber in alle manchmal auch Rohheit oder Hässlichkeit oder Kleinheit des Alltags zu retten, hin zu den Feinbildern, hin zu den vermeintlich „so anderen“. Wenn uns allen das öfter gelänge – wäre in meinen Augen viel gewonnen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich nehme an, der Satz bezieht sich noch auf die Corona-Krise? Mir kommt es manchmal vor, als wäre seither ständig noch etwas draufgekommen. Als würde es mit Schreckensnachrichten und Katastrophen gar nicht mehr aufhören – wahrscheinlich ist es wichtig, immer wieder auch in die Vergangenheit zu blicken. Um die Relation zu behalten. Ich mag es, in alten Zeitungen zu lesen. Ich mag es, wenn „schlimme“ Dinge längst Geschichte sind und nur noch eine in diesen Nachrichten beinah nostalgische Reminiszenz. Wenn da mitschwingt, dass es vorbei ist und dass es weiterging. Und auch gut weiterging! Zeitweise.

Gesellschaftlich finde ich es sehr wichtig, dass der Dialog wieder mehr gefördert wird. Gerade auch im Internet, wo jede*r seine Meinung so laut und ungefragt herausposaunen kann, gibt es so viele Spaltungen. Das eigene Lautsein und sich Behaupten ist wichtiger als das Zuhören, so wird es gelebt – dabei ist richtig Zuhören eine absolute Kerntugend. Auch das sich Anhören, was nicht unserem Denken, unserer Bubble entspricht. Und genau darüber in den Austausch zu gehen. Ich bin kein Fan davon, Menschen mundtot zu machen. Selbst und gerade Menschen, die in Extreme abrutschen, sollten eingebunden werden, ihre wahren Gründe aufgedeckt, und sich nicht mehr und mehr separieren. Ich halte Abspaltungen und Separierungen für sehr gefährlich und beobachte zunehmende Grabenentwicklungen mit Unbehagen. Auch Unbehagen bereiten mir zu starke Leitlinien, WIE man über etwas sprechen soll – parallel zu den vielen Spaltungen gibt es eine starke Mainstream-Kultur, ein Ja-Sagen und Gefallen-Wollen und das Richtige machen um jeden Preis. Ich wünsche mir und uns allen mehr Mut zu wirklich eigenen Standpunkten.
Für einen Neubeginn, persönlich und gesellschaftlich, braucht es Hoffnung, Mut, Visionen und Disziplin.

Der Literatur kommt die Rolle zu, dass sie langsamer ist als das Tagesgeschehen, die Tagespresse. Sie atmet zuerst, ehe sie spiegelt, in Frage stellt, erzählt. Sie hat den Vorteil der Distanz. Und genau darum eröffnet sie uns auch so große Räume und Freiheiten. Sie ist es, die uns immer wieder auch Distanz zu uns selbst und dem eigenen Leben, der eigenen Zeit, ermöglicht. Die uns aber auch einlädt, wieder zu träumen, zu wagen, uns nicht klein zu halten.
Persönlich bin ich so unendlich glücklich, dass Berlin wieder zugekleistert ist mit Plakaten und Ankündigungen, dass die Stadt wieder lebt und bebt und nicht so geisterhaft stillgelegt ist wie während der Pandemie.

Was liest Du derzeit?

Ich lese gerade „Töchter“ von Lucy Fricke, ein Geschenk vor vielen Jahren, das ich jetzt erst hervorgezogen und zu lesen begonnen habe. Und ich lese „Ein Reiskorn auf meiner Fingerkuppe“, ein sehr schöner Lyrikband von Ruth Loosli mit tollen Schrift-Kunstwerken (Abbildungen) der Autorin. Auch Lyrik verlangsamt für mich die Zeit. Ähnlich wie Meditation.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Die Sanftmut ist ein Schlüssel zum Himmel (gerade gegoogled)

(Julius Langbehn)

Vielen Dank für das Interview, liebe Doris, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Doris Wirth, Schriftstellerin

Zur Person_ Doris Wirth, geboren 1981 in Zürich, lebt seit dreizehn Jahren als freie Autorin in Berlin. Sie war Stadtschreiberin in Rottweil und Stipendiatin in Scuol und Lübeck. Zuletzt erschien im März 2024 ihr Debütroman „Findet mich“ beim Geparden Verlag.

Aktueller Roman von Doris Wirth: Findet mich

„Krawatte, Dienstgrad, Feierabendbier: Es könnte immer so weiter gehen. Doch Erwin, Mittfünfziger, Familienvater, bricht aus. Einst ein Freigeist, stürzt er sich nach Jahrzehnten wieder in ein wildes, ungebundenes Abenteuerleben. Er taucht unter, flieht in die Natur, gilt bald als vermisst. FINDET MICH zeichnet das Psychogramm eines Mannes, dem letztlich eine Psychose diagnostiziert wird und dessen Familie ihn nicht mehr wiedererkennt. Doris Wirth erzählt diese Geschichte als Langzeitporträt, das wechselnde Perspektiven einnimmt; sie blendet zurück in die Vergangenheit von Erwins Ehe, in die sozialen Umstände der Familiengründung und die Reaktionen der in diesen Umständen aufwachsenden Kinder. FINDET MICH ist ein packendes Romandebüt, das nach den Auswirkungen der Selbstdefinition über Leistung und Arbeit fragt und Zwänge und Begrenzungen in unserer Gesellschaft aufzeigt.“

Doris Wirth, Findet mich .Roman 

ca. 320 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 21 x 12,7 cm

ISBN: 978-3-907406-11-3

CHF 32.-, Euro (D) 30.-

ET: März 2024

Foto Cover: Miklós Klaus Rózsa

https://www.gepardenverlag.ch/b%C3%BCcher/

Foto_ Yousif Al-Chalabi

Walter Pobaschnig _ 26.4.2024

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„Entdecken“ Janine Gerber, Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Lübeck 18.5.2024

GIVE PEACE A CHANCE

G lauben

I nnerlich

V ertrauen

E inlassen



P ainting

E ndlichkeit

A nders

C hance

E ntdecken



A ufdecken



C hauffieren

H alten

A nnehmen

N ehmen

C haos

E rleben


Janine Gerber, 10.5.2024

Janine Gerber, Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Janine Gerber, Künstlerin

Zur Person_ Janine Gerber studierte Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Sie arbeitet in einer ehemaligen Schmiede auf dem Land nicht weit von Lübeck und ihr Thema ist die Fläche, in die sich äußere Faktoren wie das natürliche Licht, Bewegung, Geruch einweben. Sie arbeitet in den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur und Performance.

http://www.janinegerber.de

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 10.5.2024

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„dass wir nicht alleine auf dieser Welt sind“ Harry Lampl, Schauspieler _ Hamburg 18.5.2024

Lieber Harry Lampl, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Im Moment genieße ich, dass es Frühling wird in Hamburg. Ich stehe meist vor sieben Uhr auf und im Winter ist es hier im Norden lange dunkel. Das schlägt aufs Gemüt. Aber dafür geht es mit der Laune, wenn die Tage wieder länger werden, auch umso schneller wieder bergauf.

Die Vormittage nutze ich zum Sport. Körperlich und geistig. Ich versuche jeden Tag ein paar Zeilen zu schreiben. Seien es Gedanken, Ideen, Lieder oder Vorbereitungen für Rollen oder auch für Stadtführungen, die ich seit kurzem ebenso mache.

Die Nachmittage und Abende bin ich am liebsten unter Menschen. Entweder einfach draußen oder im Theater, bei Konzerten oder im Kino. Und sonst warte ich darauf, dass Sturm endlich Meister wird! 🙂

Harry Lampl, Schauspieler, Musiker

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das ist eine schwierige Frage, die viel offen lässt. Ich denke zur Zeit ist es besonders wichtig, dass wir Menschen nicht vergessen, dass wir nicht alleine auf dieser Welt sind. Ein Bewusstsein zu haben, dass es andere Lebewesen und eine lebendige Erde gibt auf der wir leben. In Zeiten der Selbstoptimierung und in der uns durch gezielte Werbung immer weiß gemacht wird, dass das „Ich“ im Zentrum steht, sollten wir darauf achten, den Bezug zu unserem Umfeld und unserer Umwelt nicht zu verlieren. Auch wenn natürlich jede Veränderung bei einem selbst beginnt. Nur so können wir den Bedrohungen unserer Zeit, die ich vor allem in der Zerstörung unseres Lebensraums, im Klimawandel und im immer stärker werdenden Rechtsruck in der Gesellschaft sehe, entschieden entgegentreten. Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit, Themen die von rechten Parteien in kleinen Sticheleien und Provokationen immer weiter in den öffentlichen Diskurs gedrängt werden, sind schlechte Lehrmeister und der Boden, auf dem nur Unglück fruchtbar wächst.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Meiner Meinung nach müssen wir darauf aufpassen, die Schwächsten in unseren Reihen bei diesem Aufbruch nicht zu vergessen. Das Theater und die Kunst nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein, um der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und Missstände aufzuzeigen. Natürlich darf die Unterhaltung auch nicht zu kurz kommen, aber ich denke Kunst ist niemals unpolitisch, gerade dann wenn sie behauptet unpolitisch zu sein.

Was liest Du derzeit?

Mein Bruder hat mir zum Geburtstag Be Useful – Seven Tools for Life von Arnold Schwarzenegger geschenkt. Das lese ich grade und passt natürlich ironischer Weise perfekt zur Selbstoptimierung, die ich angesprochen habe 😀 Aber als Grazer natürlich quasi eine Pflichtlektüre.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Na dann doch gleich ein Zitat vom Arnie:

I am the living proof that the classroom where young people are likely to learn the most is out in the world.

Vielen Dank für das Interview, lieber Harryviel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Musikprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Harry Lampl, Schauspieler, Musiker

Zur Person_ Harry Lampl ist seit 36 Jahren auf dieser Welt und seit dem als Überlebenskünstler und meistens auch als Schauspieler aktiv. Neben zahlreichen Rollen in Film und Fernsehen oder im Theater spielt er auch seine eigenen Lieder begleitet von Akkordeon und Gitarre. Falls ihr ihn auf der Bühne oder der Leinwand vergeblich sucht, findet ihr in vielleicht bei einer Stadtführung in Hamburg, dem neuesten seiner zahlreichen „Side-Gigs“ oder auf dem Fußballplatz. Bzw. daneben. Vor allem wenn Sturm spielt.

Foto_ Jehann Gisli Brunk

Walter Pobaschnig _ 8.5.2024

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„Gilt es doch prinzipiell zuallererst“ Stephan Lack, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Wien 17.5.2024

GIVE PEACE A CHANCE

G ilt es doch prinzipiell zuallererst

i n sich selbst hineinzuhören, zu

v ersuchen, die eigenen Ressentiments

e rnsthaft in den Griff zu bekommen


P ersönliche Vorurteile zu

e ntdecken und sich mit ihnen

a useinanderzusetzen, heißt: sich die eigenen

C haraterschwächen

e inzugestehen, das wäre ein


A nfang, denn


C hronisten der eigenen Unzulänglichkeiten bringen

h offentlich mehr Geduld für

a ndere auf, teilen die Welt

n icht vorrangig in Gut und Böse ein, sind möglicherweise weniger

c holerisch und stärker

e mpathisch



Stephan Lack, 6.5.2024

Stephan Lack, Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Stephan Lack, Schriftsteller

Zur Person_  Stephan Lack ist österreichischer Autor. Mit dem Theaterstück „Verschüttet“ gewann er 2006 den Niederösterreichischen Dramatikerpreis. Seitdem entstanden mehr als 50 Stücke im Bereich Sprech-, Musik- und Kindertheater, darunter Auftragsarbeiten für das Theater an der Josefstadt, die Sommerspiele Melk, das Landestheater Niederösterreich, Werk X, das Theater Lilarum, den Dschungel Wien, das Schubert Theater Wien, das Salzburger Straßentheater, die Brüder-Grimm-Festspiele oder die Barocktage Melk, sowie Aufführungen u.a. am Burgtheater Wien. Er arbeitet zudem als Dramaturg für Theater und Film, Übersetzer, Kulturjournalist, sowie als Lehrender im Bereich Theater, Film und literarisches Schreiben.

www.sesslerverlag.at

Foto_ privat

Walter Pobaschnig _ 6.5.2024

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„Kunst ist der Schlüssel“ Birgit Obrowsky, Künstlerin _ Wien 17.5.2024

Liebe Birgit Obrowsky, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Jeden Tag anders. Ich lebe vorwiegend im Moment. Einzig immer wiederkehrende Konstante: Begegnungen mit Menschen in unterschiedlichsten Formen, Orten und Berufungen.

Birgit Obrowsky, Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Selbstreflexion und Erkenntnis. Den Finger vom Außen nach Innen zu richten und die Welt – so schwer es fällt – als Bühne zu sehen. Jeder erfüllt seine Aufgaben in der Form, wie es nach jeweiligem Bewusstsein möglich ist. Jeder Mensch hat seine eigene, individuelle Geschichte. Dahinter sind wir alle gleich. Alle haben dieselben Wunden, dieselbe Aufgabe. Und diese lautet: in uns selbst ankommen und dort den Frieden erkennen, der unser Geburtsrecht war und ist. Der trainierte Verstand glaubt, dass ein Streben nach mehr der Schlüssel sei. Nicht erkennend, dass er sich damit noch weiter von sich selbst entfernt. Wer in sich den Frieden wiedererkennt, der wird sich seiner wahren Aufgabe aus dem Herzen heraus bewusst werden.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Kunst ist der Schlüssel. Kunst ist – vor ALLEM, dann, wenn sie frei fließen kann – frei von Normen, Vorgaben oder Ausbildungen und damit Einschränkungen – die Verbindung zu unserem höchsten Bewusstsein. Kunst will nichts Neues erschaffen. Sie will das Verborgene, unbewusste aus uns allen hervorkehren. Sie ist Lebendigkeit, Hoffnung, Liebe, Schmerz, Freude, Ekstase. Sie ist Ausdruck dessen, was in der tiefsten Tiefe wartet und entspringen möchte – ohne jeglichem Wissen in immerwährender Bereitschaft neu aus uns geboren zu werden. Durch den Schmerz oder die Freude öffnet sich eine Türe, die daraus Nacktheit und Verletzbarkeit zulässt. Kunst ist der bloße Ausdruck der Seele, wenn man von ihr nichts will und sich ihr vollkommen hingibt.

Was liest Du derzeit?

Mein eigenes, vor Kurzem veröffentlichtes Buch „Rotkäppchen & der Wolf – wie es sein kann, wenn die Liebe eine Brücke bildet“.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Nur in der Tiefe deines Selbst findest du, wonach du suchst.

Birgit Obrowsky, Künstlerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Birgitviel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Birgit Obrowsky, Künstlerin

Zur Person_  Birgit Obrowsky, Künstlerin, geboren 1982 in Wien, lebend in Perchtoldsdorf. Die Kunst verbindet Birgit mit ihrer angeborenen Hellfühligkeit, Worte fliessen genauso durch sie, wie Farben über den Pinsel.

Seit kurzem malt sie ihre „Herzgeflüster* Light & Shadow Werke mit Acryl auf Leinwand in Form von Energiebildern und bringt zum Ausdruck, was anderen an Emotionen noch unbewusst verborgen liegt. Das Eintauchen in die Bilder führt ins Fühlen und damit ins Fließen von Energie. Stil: abstrakt

Fotos_privat

Walter Pobaschnig _ 6.5.2024

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