Plötzlich scheinen sich viele nur mehr für sich selbst zu interessieren.
Einfach die Erde links liegen lassen, denn man ist ja in seiner eigenen Welt.
Auf den Straßen unten schlachten sie sich gegenseitig ab.
Chaos – Menschen gegen Menschen
Es ist doch alles dasselbe. Mensch.
Aber wie geht es jetzt weiter?
Chancen, dass wir das alles schaffen, malen sich die wenigsten aus.
Haben die denn überhaupt keine Fantasie?
Anfangs ist es mir auch schwer gefallen.
Nur, wenn wir die Waffen niederlegen, erkennen, dass wir das Problem auch gemeinsam angehen können.
Chorischen Gesängen der Beatles lauschen, die es uns vor einem halben Jahrhundert schon gesagt haben.
Eigentlich könnten wir dem Frieden wirklich mal eine Chance geben.
Max Melo, 5.11.2023
Max Melo, Schauspieler _ Wien
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Max Melo, Schauspieler _ Wien
Zur Person _ Mein Name ist Max Melo, ich bin 18 Jahre alt und wohne in Wien. Ich spiele seit einigen Jahren Theater und habe am BORG Hegelgasse 12, 1010 Wien im Ausbildungsschwerpunkt Vokal, Polyästhetik und Musik maturiert.
Momentan arbeite ich als Zivildiener im Kindergarten, nebenbei schreibe ich sehr gerne Texte, singe und spiele Klavier.
Aktuelle Produktion mit Max Melo _ TheaterArche Wien:
„NICHTS Was im Leben Wichtig ist“ von Janne Teller
Premiere: 17. November 2023
Weitere Vorstellungen: 18., 25. und 27. November, 7., 8. und 9. Dezember
jeweils um 19:30
Regie: Jakub Kavin
Choreographie: Carola von Herder
Mit: Livia Andrä, Elizabeth Dorner, Kieran Foglar-Deinhardstein, Theresa Gerstbach, Viktoria Ginzel, Lena Hergolitsch, Adria Just-Font, Jakob Köllesberger, Max Melo
Ticketpreise 24€ | 18€* | 14€ *
* Ermäßigung: Student*innen, Senior*innen und Ö1-Club/Ö1-intro Mitglieder, IGFT-Mitglieder
Gruppenticket ab 10 Personen möglich
* Ermäßigung: Student*innen, Senior*innen und Ö1-Club/Ö1-intro Mitglieder. Gruppenticket ab 10 Personen möglich
Theater Arche: Die TheaterArche ist ein offenes Theater als Spiegelbild einer offenen Gesellschaft, ein Theater das den raschen gesellschaftlichen Wandel im Wien des 21. Jahrhunderts widerspiegelt. Die TheaterArche versteht sich als unabhängige Plattform zur Künstlervernetzung und Kunstproduktion, über alle gesellschaftlichen und kulturellen Gräben hinweg.
Das Publikum betritt eine offene Bühne und ist mittendrin in der Welt des Sehens und Gesehen-Werdens. Die Präsenz des Bildes bestimmt. Die Gegenwart und Herkunft. Dahinter und mittendrin die Tragödie. Damals und heute. Das rasante Roadmovie des Lebens und des Todes. Die Jagd nach Liebe, Aufmerksamkeit, Verrat und Rache. Erbarmungslos. Wer kann da entrinnen? Wer ist frei? Und was ist der Mensch eigentlich (noch und immer schon)?
Das Spiel um Leben und Tod beginnt…
Die neueste Mash-up des Wiener bernhard.ensemble verbindet die klassische griechische Tragödie „Medea“ (Euripides) mit dem Oliver Stone Roadmovie „Natural Born Killers“ (1984). Und dieser neuerliche Kunstgriff gelingt genial!
Es ist gleichsam ein „goldenes Vlies“ von Ensemble, Regie, Choreographie, Musik, Kostüm- und Bühnenbild, das wie im griechischen Mythos in spielerischer Leichtigkeit, sprachlicher Virtuosität, Witz und kritischer gesellschaftspolitischer Referenz die herausfordernden Klassiker der antiken Theater- wie modernen Filmgeschichte miteinander mixt und Leben, Liebe und Gesellschaft humorvoll und hintergründig auf die „Widderhörner“ nimmt und das Publikum begeistert.
Ein meisterhafter dramaturgischer Rhythmuswechsel, der in wunderbar textlicher, choreographischer und interaktiver Ensembleleistung das Publikum einlädt den Kristallisationspunkten von „Medea“ und „Natural Born Killers“ zu folgen und diese in der Gegenwart in den Fragen nach Menschsein und Liebe, Freiheit und Gesellschaft, Strafe und Rache, Krieg und Frieden ankommen zu lassen. Das ist sehr mutig und es gelingt! In einer knapp zweistündigen tour de force voll einmaligem Theateresprit geht das Publikum mit auf eine Reise zu Grund und Abgrund des Menschseins und belohnt mit langanhaltendem Applaus einen ganz besonderen Theaterabend!
„Ein Theaterabend, der volles Risiko nimmt und alles gewinnt!“
Regie / Konzept: Ernst Kurt Weigel
Bühne / Kostüme: Julia Trybula
Choreografie: Leonie Wahl
Soundscape: Bernhard Fleischmann
Performance: Yvonne Brandstetter, Rina Juniku, Anja Struc, Jula Zangger, Matthias Böhm, Kajetan Dick, Andrzej Jaslikowski
Station bei Malina_ Zeynep Alan, Schauspielerin_Wien_ acting Malina _ Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)Station bei Malina_ Zeynep Alan, Schauspielerin_Wien_ acting Malina _ Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Station bei Malina_ Zeynep Alan, Schauspielerin_Wien_ acting Malina _ Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Liebe Zeynep Alan, wir sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien. Sind Dir die Orte hier vertraut?
Meine Kindheitsfreundin ist hier aufgewachsen in der Ungargasse Ecke Rochusgasse. Also ja, ich war vor allem als Kind viel hier.
Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und dem Roman Malina?
Die Liebe zum Leben oder wohl eher die Hingabe in Leidenschaft, um das Leben zu spüren, in all ihrer Schönheit, wie auch Dunkelheit. In all ihren Facetten. Diese Ambivalenz.
Welche Eindrücke hast Du von den Schauplätzen in der Ungargasse, die wir besucht haben?
Fast so wie ein Zeitsprung. Plötzlich war alles menschenleer und ruhig als gäbe es nur uns und die Ungargasse. Alle Türen standen sperrangelweit offen, als hätte uns jemand erwartet.
Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Romans?
Wie ist die Beziehung zwischen Mann und Frau im Roman dargestellt und wie ist dies heute zu sehen?
Es geht um Verbindlichkeiten und Abhängigkeiten von Menschen zueinander. Um das Leben zu wollen, und daran zu Scheitern, das Anderssein oder Anderssein denken oder um Machtverhältnisse in der Gesellschaft. Ich weiß nicht, ob sich da wirklich viel verändert hat, oder ob wir an einer Oberfläche nagen, da sich mit der Zeit natürlich das Sujet verändert.
Wie siehst Du das literarische Konzept des dreistufigen Aufbaus des Romans?
Liebe wie Geburt
Erwachsenwerden und mit den dunklen Seiten des „Menschsseins“ versuchen klar zukommen
Die Entscheidung, es nicht zu akzeptieren und das Verschwinden wählen als Er-/Lösung
Wie siehst Du das Ende des Romans?
Ich vergesse meistens immer das Ende von Romanen. Dieses Ende habe ich nie vergessen. Dieses Bild des Verschwindens durch einen Spalt in der Wand.
Gab es in Deinen Schauspiel-, Kunstprojekten Berührungspunkte zu Ingeborg Bachmann?
Nein. Leider noch nie. Aber was noch nicht war, kann ja noch werden.
Wie war Dein Weg zum Schauspiel?
Zufällig aber doch ersehnt, ohne zu Wissen hatte ich gefunden, was mir gefehlt hat. Ein bisschen wie ein fehlendes Puzzlestück, was nach Jahren irgendwo plötzlich auftaucht.
Hättest Du mit Ingeborg Bachmann gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?
Ein lauer Sommerabend, schlendernd in irgendwelchen Seitengassen mit Pflastersteinen mitten in Wien. Mit ein paar Flaschen guten Wein und viel Zigaretten.
Darf ich Dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?
Morgen wird erhellen
Alles die Sonne und
Leben wecken
In allem
Nur ich bleibe hier in meinem
All zu kleinen Spalt, noch unentdeckt
Herzlichen Dank!
Station bei Malina_ Zeynep Alan, Schauspielerin_Wien_ acting Malina _ Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Station bei Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien_1971
im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Malina:
Zeynep Alan, Schauspielerin_Wien_ Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien _
Lieber Benedikt Steiner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich versuche, eine Morgenroutine aus Atemübungen, Yoga und Meditation einzuhalten, zur entspannten Ausrichtung. Ohne die verrutscht vieles. Dann Theaterproben, vormittags und abends, oder Vorstellungen am Abend. Dazwischen befasse ich mich mit eigenen künstlerischen Projekten, lerne Text, lese, gehe raus in die Natur, probiere dran zu bleiben an den Menschen und Dingen, die mir wichtig sind.
Benedikt Steiner, Schauspieler _ in „Die Milchfrau (make make)“ _Kosmos Theater Wien 10 2023
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Der Versuch, liebevoll zu sein, vielleicht zuallererst mit sich selbst. Aber auch, die Wut in das Neue zu lenken, in ein Miteinander, in neue Erzählungen und Seinsformen, die alte Ordnungen zerbröseln lassen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ich glaube, es gab nie was anderes als den dauernden Aufbruch und Neubeginn. Alles, was sich verhärtet und fixiert bleiben will, wird abgetragen, auch wenn es sich noch einmal panisch aufbläht. Das wird dann persönlich und gesellschaftlich dasselbe- diese Gewalt, dieser Hass, dieses Patriarchat, dieser Kapitalismus, diese Dualität, diese trennenden und ausgrenzenden, unterdrückenden, ausbeuterischen Dinge- was davon ist schon so eingebrannt, was wurde uns erzählt, was müssen wir mühsam überschreiben und durchschütteln – die Kunst kann da Mittler sein, kann neue Narrative und Räume entwerfen, sichtbar machen, aufdecken, hinterfragen, aufarbeiten, Verbindungen herstellen, Bewusstsein erweitern.
Benedikt Steiner, Schauspieler _ in Smoqua festival for queer and feminist culture, Rijeka, 10/23
Was liest Du derzeit?
Virginie Despentes – King Kong Theorie und Paul B. Preciado – Ein Apartment auf dem Uranus
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Vielleicht einen Haiku:
Der alte Teich.
Ein Frosch springt hinein-
das Geräusch des Wassers. (Basho)
Benedikt Steiner, Schauspieler
Vielen Dank für das Interview, lieber Benedikt viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Benedikt Steiner, Schauspieler
Zur Person _Benedikt Steiner, aus Tirol, hat an der Kunstuni Graz Schauspiel studiert und ist derzeit am Landestheater Linz in Fixengagement. Mit der Gruppe „Kulturverein Spätschicht“ kreiert er eigene Projekte, wie zuletzt das Auftragswerk „Die Irrfahrt der MS. Florentine“ für das Shäxpir Festival in Linz, bei dem er Regie führte. Zuletzt war Benedikt in „Die Milchfrau“ (make make) im Kosmos Theater zu sehen.
Fotos_ 1 Apollonia T. Bitzan; 2 @tanjazir; 3 georgi sarkezi.
Das Kärntner Gailtal. Ein ganz besonderer Lebens-, Natur-, Sprach- und Kulturboden an den Grenzen Österreichs, Italiens und Sloweniens.
Kulturelle Schnittstellen formten und formen einen Lebensreichtum, der etwa die vor fünfzig Jahren verstorbene Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (deren Vater aus dem Gailtal stammte, die Familie urlaubte regelmäßig am elterlichen Hof in Hermagor) zeitlebens literarisch inspirierte.
Das vorliegende Buch ist ein vielseitig informativer wie impulsgebender Reisebegleiter in ein ganz besonderes Tal, das sich im Kennenlernen, Erfahren, Erleben und Miterleben von Kultur und Natur erschließt. Eine Einladung, die in sehr gelungener Zusammenstellung von Wort&Bild Land und Menschen in Geschichte und Gegenwart vorstellt und so auch Generationen über Zeit und Grenzen hinweg verbindet.
„Ein sehr inspirierender Reiseführer in ein Tal voller Schönheiten vielfältiger Kultur-, und Erlebniswelten!“
„Unterwegs durchs Gailtal/Zilja“ Ein kulturgeschichtlicher Reisebegleiter durch das Untere Gailtal Uši Sereinig (Autor), Polona Sketelj (Autor). Hermagoras Verlag.
Sprache: Deutsch
Seiten: 346
Bindung: Broschur mit Klappe
Format: 11,5 x 19 cm
ISBN: 978-3-7086-1273-7
Übersetzung aus dem Slowenischen: Popotnik po Zilji
Dieses Zitat steht am Anfang dieses äußerst bemerkenswerten und beklemmend aktuellen Buches zu Krieg und Kunst, Tod und Leben, Musik und Hoffnung. Es ist eine Erinnerung an eine Reise des 1934 in Kanada geborenen und 2016 in Los Angeles Kalifornien verstorbenen singer-songwriter, Schriftsteller Leonard Cohen, der zu den herausragendsten Persönlichkeiten moderner Kunst gehört.
1973 war der Künstler, der mit songs wie „Suzanne“, „Famous blue raincoat“ oder „So long, Marianne“ bis heute inspirierende musikalische Klassiker schuf, in einer persönlichen künstlerischen Umbruchphase und wollte sich nach sehr erfolgreichen musikalischen Jahren wieder dem Schreiben widmen, in dem seine künstlerischen Wurzeln lagen.
Er lebte zu der Zeit auf seinem kreativen Mittelpunkt der griechischen Insel Hydra und wurde nach Ausbruch des Jom-Kippur-Krieges (6. bis 25. Oktober 1973) vom israelischen Musiker Levi Oshik eingeladen, mit Künstlern wie Matti Caspi im Kriegsgebiet aufzutreten. Leonard Cohen kam und tourte durch ein Land an den Schnittstellen von Krieg, Tod und Hoffnung auf Frieden. Einige seiner eindrücklichsten songs entstanden in dieser Zeit.
Matti Friedman, vielfach ausgezeichneter Journalist und Autor, legt nun einen Bericht in Wort und Bild aus unveröffentlichten Texten und Originalberichten Cohens selbst und der Zeit vor, der sehr bemerkenswerte wie spannende Erinnerungen an einen außergewöhnlichen Künstler wie dessen vielfältige Wege in Leben und Werk freigibt.
Suzanne Vega, Sängerin, Musikerin über dieses Buch: „Ein faszinierender und intensiver Bericht über Leonard Cohens Zeit in Israel während des 19-tägigen Jom-Kippur-Krieges von 1973. Ein Muss für jeden Leonard-Cohen-Fan, mit Auszügen aus seinen unveröffentlichten Manuskripten aus dieser Zeit. Gefühlvoll und durchdacht.“
Wer durch Feuer. Krieg am Jom Kippur und die Wiedergeburt Leonard Cohens. Matti Friedman. Hentrich&Henrich Verlag.
Zur Person _ Alexander Mitterer,Regisseur, Schauspieler, geb.1968 in Bruneck/Südtirol, absolvierte sein Schauspielstudium 1993 am Konservatorium der Stadt Wien. Engagements u.a. an der Gessneralle Zürich, Bühnen Graz, Stadttheater Klagenfurt, klagenfurterensemble, Künstlerhaus Wien, Neue Bühne Villach sowie bei renommierten Festivals wie Steirischer Herbst, Styriarte, Volksschauspiele Telfs, Komödienspiele Porcia.
2005 Gründung von Theater Kaendace gemeinsam mit Klaudia Reichenbacher. Zahlreiche Engagements in Film-, Funk- und Fernsehproduktionen.
Regiearbeiten für Theater Kaendace, klagenfurterensemble, OFF – Theater Salzburg etc.etc.
Aktuelle Produktion: „Mein Hundemund“ Werner Schwab
Werner Schwab, meistgespielter Dramatiker der Neunziger – Jahre, ist endlich wieder in Graz zu sehen. Theater Kaendace wuchtet eines seiner verstörendsten Fäkaliendramen „Mein Hundemund“ als Requiem auf die Bühne des ARTist`s.
Beinahe 30 Jahre nach dem plötzlichen Tod Schwabs am 01.01. 1994 haben dessen Texte nichts an Brisanz und Brillanz verloren. Sein Metzger Hundsmaulsepp ist das zeitlose Portrait hässlicher Verhältnisse. Schwab fixiert seinen Blick auf die Welt auf das Eklige und schuf mit „Mein Hundemund“ eine zeitlose Parabel über die Unfähigkeit des Menschen, sich von seinen inneren Zwängen befreien zu können.
Premiere am 04.11. 2023 im ARTist`s, Schützgasse 16, 8020 Graz
Vorstellungen am 08.; 09.; 10.; 11.; 14.; 15. und 17. November jeweils um 20 Uhr
Lieber Max Melo, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?
Gerade mache ich Zivildienst im Kindergarten und bin somit unter der Woche von 8-16 Uhr in der Arbeit. Danach bin ich meistens ziemlich fertig, treffe mich aber relativ oft noch mit Freunden oder gehe zuhause meinen Hobbys nach, schreibe, mache Musik oder lese.
Max Melo, Schauspieler _ Wien
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Zusammenhalt und Mut. Mut, nicht wegzuschauen, aus der eigenen Komfortzone zu treten, um die Dinge, die gerade in der Welt passieren, noch richten zu können. Zusammenhalt, um gemeinsam an Krisensituationen zu arbeiten und nicht dem Gegenüber die Schuld dafür zu geben, warum es gerade nicht so läuft, wie es sollte. Letztendlich sind wir alle nur Menschen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Allgemein denke ich, dass die oben genannten Punkte essentiell für einen gesellschaftlichen Neubeginn sind. Die Kunst kann darin eine wichtige Rolle spielen. Leider gibt es, meiner Meinung nach, heutzutage eine Art kreativen Overload. Alles, was heutzutage auf die Bühne oder ins Internet gestellt wird, kann nach heutigen Maßstäben als Kunst gewertet werden. Dabei geht jedoch der Wert dessen verloren.
Ich kann in dem Fall nur für mich persönlich sprechen, aber ich als kunstschaffende Person sehe zwei wichtige Aspekte, die bei einem gesellschaftlichen Neubeginn von Bedeutung wären. Einerseits ist Kunst sehr wichtig, um reflektiert aus sich herauszugehen, sich selbst zu finden, mal jemand anders sein zu können und dabei mithilfe der eigenen Fähigkeiten zu wachsen. Beispielsweise um Gefühlen nachzugehen, die man für eine Rolle empfinden soll, mit denen man selbst aber noch keine Erfahrung gemacht hat. Auf der anderen Seite kann Kunst ein guter Weg sein, um Zugang zu den Mitmenschen zu finden. In einem Theaterstück, welches man sich an einem entspannten Abend ansieht, können wichtige Aspekte zum Nachdenken anregen, über die man sich, durch den zugänglichen Weg der Kunst, gerne Gedanken macht.
Was liest Du derzeit?
Gerade lese ich ,,Achtung Vorurteile!“ von Sir Peter Ustinov. Ich mag die Einteilung in kurze Erzählungen, die auf humorvolle Art erläutern, warum Vorurteile existieren, was sie so wichtig macht und wie leicht sie entstehen können.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Aus ,,Nichts, was um Leben wichtig“ fällt mir spontan ein Zitat von Pierre Anthon ein. ,,Wenn nichts etwas bedeutet, gibt es nichts, um darauf wütend zu sein.“
Dabei sehe ich ein interessantes Statement, wenn man bedenkt, dass die anderen Jugendlichen in dem Stück davon überzeugt sind, dass das Leben Bedeutung hat und sich deshalb furchtbare Dinge zufügen, um dies zu beweisen. Wenn also wirklich nichts Bedeutung hätte, gäbe es dann überhaupt noch Gefühle wie Wut, Angst und Verzweiflung? Oder entstehen diese menschlichen Eigenschaften nur dadurch, dass wir davon überzeugt sind, dass es die Bedeutung wirklich gibt?
Allgemein, um das Interview mit einer positiven Note zu beenden, möchte ich hier aber auch nochmal mein Lieblingszitat nennen. Denn egal, was auf uns zukommt: ,,Erst, wenn alle Stricke reißen, häng ich mich auf.“
~Johann Nepomuk Nestroy
Vielen Dank für das Interview, lieber Max, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Zur Person _ Mein Name ist Max Melo, ich bin 18 Jahre alt und wohne in Wien. Ich spiele seit einigen Jahren Theater und habe am BORG Hegelgasse 12, 1010 Wien im Ausbildungsschwerpunkt Vokal, Polyästhetik und Musik maturiert.
Momentan arbeite ich als Zivildiener im Kindergarten, nebenbei schreibe ich sehr gerne Texte, singe und spiele Klavier.
Aktuelle Produktion mit Max Melo _ TheaterArche Wien:
„NICHTS Was im Leben Wichtig ist“ von Janne Teller
Premiere: 17. November 2023
Weitere Vorstellungen: 18., 25. und 27. November, 7., 8. und 9. Dezember
jeweils um 19:30
Regie: Jakub Kavin
Choreographie: Carola von Herder
Mit: Livia Andrä, Elizabeth Dorner, Kieran Foglar-Deinhardstein, Theresa Gerstbach, Viktoria Ginzel, Lena Hergolitsch, Adria Just-Font, Jakob Köllesberger, Max Melo
Ticketpreise 24€ | 18€* | 14€ *
* Ermäßigung: Student*innen, Senior*innen und Ö1-Club/Ö1-intro Mitglieder, IGFT-Mitglieder
Gruppenticket ab 10 Personen möglich
* Ermäßigung: Student*innen, Senior*innen und Ö1-Club/Ö1-intro Mitglieder. Gruppenticket ab 10 Personen möglich
Theater Arche: Die TheaterArche ist ein offenes Theater als Spiegelbild einer offenen Gesellschaft, ein Theater das den raschen gesellschaftlichen Wandel im Wien des 21. Jahrhunderts widerspiegelt. Die TheaterArche versteht sich als unabhängige Plattform zur Künstlervernetzung und Kunstproduktion, über alle gesellschaftlichen und kulturellen Gräben hinweg.
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Liebe Michelle Haydn, wie liest Du den Text „Undine geht“ von Ingeborg Bachmann? Welche Grundaussagen gibt es da für Dich?
Das Thema unerfüllter Liebe und die Rollen –u. Geschlechterproblematik an sich sind zentrale Mitte des Textes.
Wie siehst Du „Undine“?
suchend, liebend, wütend, verletzt und stark
„Undine geht“ wurde vor gut 60 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seit damals im Rollenbild von Frau und Mann verändert und was sollte sich noch ändern?
Vieles und noch mehr.
Der Monolog geht mit der patriarchalen Gesellschaftswelt schonungslos ins Gericht. Wie siehst Du die Situation patriarchaler Macht heute?
,, ..Man muss dünn sein, aber nicht zu dünn. Und man darf nie sagen, dass man dünn sein will. Man muss sagen, man will gesund sein, aber man muss auch dünn sein. ..Du musst es lieben, Mutter zu sein aber du darfst nicht die ganze Zeit über deine Kinder reden. Du sollst eine Karrierefrau sein aber auch immer auf andere Menschen aufpassen. Man muss für das schlechte Verhalten von Männern einstehen, was verrückt ist, aber wenn man darauf hinweist, wird man beschuldigt, sich zu beschweren. Du sollst für die Männer hübsch bleiben, aber nicht so hübsch, dass du sie zu sehr in Versuchung führst oder andere Frauen bedrohst. ..Aber du sollst immer herausstechen und immer dankbar sein.. “ (Auszug aus dem Film ,,Barbie“)
Der Text drückt auch viel Trauer über das Scheitern der Liebe und eines Miteinander der Geschlechter im persönlichen wie gesellschaftlichen Leben aus. Welche Auswege siehst Du da?
Sei die beste Version deiner selbst, nicht von jemand anderem.
Was kannst Du als Frau und Künstlerin von „Undine geht“ in das Heute mitnehmen?
loslassen
Was bedeutet Dir Natur?
Freiheit & Harmonie
Was bedeutet Dir das Element Wasser?
Leben
Wie lebst Du den Kreislauf der Jahreszeiten?
Ich liebe und genieße jede Jahreszeit und ihre Besonderheiten.
Wie kann der moderne Mensch in Harmonie zur und mit der Welt leben?
Selbstliebe, Empathie & Courage
Was braucht Liebe immer, um zu wachsen, blühen?
Vertrauen, Respekt, Kommunikation & Humor
Was lässt Liebe untergehen?
Fremdbestimmung
Wie war Dein Weg zum Schauspiel?
Nach einigen Jahren packte mich endlich der Mut und ich meldete mich für die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule an.
Ich liebe was ich tue und könnte nicht dankbarer sein.
Welche aktuellen Projektpläne hast Du?
,,Elvi und Bingo entdecken Weihnachten“ – szenische Weihnachtslesungen mit Michaela Prendl, Elisabeth Spiwak und mir.
Welches Zitat aus „Undine geht“ möchtest Du uns mitgeben?
Es war nie zu Ende. Man soll ruhig das Zeichen machen.
Darf ich Dich zum Abschluss zu einem Akrostichon zu „Undine geht“ bitten?
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.
Lieber Kajetan Dick, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Der Tagesablauf sieht immer unterschiedlich aus.
Kajetan Dick, Schauspieler, Regisseur _ seit 1999 Mitglied im Bernhard Ensemble, 2014 Mitbegründung des Figurentheater Leiterwagerl.
Letzten Donnerstag hatte ich zuerst Proben für die Produktion „NATURAL.BORN.MEDEA“ mit dem bernhard.ensemble im OFF Theater https://off-theater.at/ und danach habe ich mit meiner Partnerin das Auto mit zwei Stücken und Material für einen Workshop gepackt um mit unserem Figurentheater Leiterwagerl zu einem Festival nach Kärnten/Koroška zu fahren. Dann auf der Autobahn ein Loch im Reifen – Abschleppen durch den ÖAMTC, der zum Glück ein Leihauto frei hatte. Um Mitternacht dann Aufbau und Bühne einleuchten damit wir um 8 Uhr fertig sind für die Vorstellungen vor gut 500 Kindern.
bernhard.ensemble Wien, Premiere des neuen Mash-up Stücks NATURAL.BORN.MEDEA im Off Theater Wien, Di 7. November 2023
In der nächsten Woche sind Proben im OFF Theater, sowie Vorstellungen mit dem Leiterwagerl in Mistelbach bei den 45. Internationalen Puppentheatertagen und dann noch eine Wanderung mit Lesung für „Wachau in Echtzeit“. https://www.figurentheaterleiterwagerl.com/termine
Kajetan Dick und Verena Divjak, Figurentheater Leiterwagerl
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Es ist wichtig, dass die Menschen wieder miteinander ins Gespräch kommen. Das Vertrauen in die Medien und die Wissenschaft muss wieder aufgebaut werden damit wir nicht jeden Unsinn glauben, den irgendjemand postet.
Auch ist es an der Zeit zu verzichten und das als positiv und nicht als Verlust zu empfinden. Brauche ich schon wieder neues Gewand, Schuhe, Handy und und und? Muss ich das Flugzeug nehmen oder geht es auch anders? Wir verschwenden unglaubliche Ressourcen mit unserm Konsumverhalten und Lebensstil.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Primäre Aufgabe vom Theater ist zu unterhalten. Nachdem aber die meisten KünstlerInnen sehr bewusste Menschen sind, schwingt immer etwas in deren Arbeit mit – was sie bewegt, sie beschäftigt, was sie ändern wollen. Darum ist Kunst auch immer etwas Politisches.
Ich sehe in letzter Zeit eher einen Rückschritt in der Gesellschaft und in der Politik und keinen Neubeginn.
Der schreckliche Anschlag der islamistischen Terrororganisation Hamas gegen friedliche Menschen in Israel ist ein schockierender Rückschritt, der mich unglaublich verstört und traurig zurücklässt.
Und zum Thema Umweltschutz erlebe ich auch keinen Aufbruch. Wir haben schon in den 80er Jahren zu Hause Müll getrennt, auf den Autos klebten Pickerl mit dem Spruch „80km dem Wald zuliebe“ und heute reden wir von 100km – sorry aber da bewegt sich einfach nix oder viel zu wenig.
Was liest Du derzeit?
Eben auf meiner Einkaufsliste: „Femina – Eine neue Geschichte des Mittelalters aus Sicht der Frauen“ in der Ankündigung heißt es: „Sie kämpften gegen Wikinger, vergifteten ihre Feinde und waren Spioninnen – die vergessenen Frauen des europäischen Mittelalters.“
Auf das Buch freue ich mich schon, denn die Geschichtsschreibung war ja bis jetzt immer aus männlicher Sicht und es ist schon lange notwendig, dies zu ändern. Auch die Medizinische Forschung (Medikamente und Co.) ist ja auch meist auf den männlichen Körper reduziert, da ist noch viel zu tun.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Du wirst bestimmt nicht wiedergeboren und wenn dann höchstens als Tisch“ singt der Wunderbare Bernd Begemann in seinem Song „Ute, vergiß das Jenseits“
Vielen Dank für das Interview, lieber Kajetan, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Kajetan Dick, Schauspieler, Regisseur _ seit 1999 Mitglied im Bernhard Ensemble, 2014 Mitbegründung des Figurentheater Leiterwagerl
Kajetan Dick, Schauspieler, Regisseur
Zur Person_ Kajetan Dick, geboren Nov. 1974 in Wein. Seit Abschluss des Schauspielstudiums 2000 am Franz Schubert Konservatorium, Arbeit bei Theater und Filmproduktionen als Schauspieler, Stellvertretender Intendant in Deutschland, Regieassistent und artistic supervisor. Sprecher für Hörspiele, Märchen, Werbung, Lesungen, Videos.
Seit 1999 im Bernhard Ensemble. Mitarbeiter des OFF Theater Wien.
Wir, Verena Divjak und Kajetan Dick haben das Figurentheater Leiterwagerl 2014 gegründet.
Wir machen Puppentheater für Kinder und Stücke für Erwachsene. Wir treten in Theatern, in Schulen, Kindergärten oder bei Ihnen zu Hause, bei Hochzeiten, Geburtstagsfesten oder anderen Anlässen auf.
Unser erstes Stück war „Kleiner Bruder Watomi“ nach dem Kinderbuchklassiker von Käthe Recheis. Seit 2017 spielen wir auch „Die dumme Augustine“ von Otfried Preußler. Weitere Puppentheaterstücke in unserem Programm sind: „Das kluge Gretel“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“ frei nach den Gebrüdern Grimm, „Valentina und der Bär“. Zurzeit arbeiten wir an „Hans im Glück“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“ und als Puppentheater mit Schauspiel entsteht „Der kleine Prinz“.
Verena Divijakist Puppenspielerin, sie entwickelt und baut die Figuren sowie das Bühnenbild für unsere Stücke. Ausbildung und Workshops in Totnes (GB), Schwaz, Innsbruck und Wien.
Premiere: Dienstag, 7. November 2023, 19:30 Uhr Weitere Vorstellungen: 10., 11., 14., 17., 18., 21., 24., 25., 28. November 1., 2., 5., 8., 9. Dezember | jeweils 19:30 Uhr
DAS OFF THEATER | Kirchengasse 41, 1070 Wien
In NATURAL.BORN.MEDEA, einem Mash-up des bernhard ensemble, verwebt Regisseur Ernst Kurt Weigel die antike Tragödie „Medea“ von Franz Grillparzer mit Oliver Stones „Natural Born Killers“. Darin verliebt sich die von ihrem Vater missbrauchte und unterdrückte Medea in den elternlos aufgewachsenen Food-Lieferanten Jason. Frustriert von der Welt beschließen sie, sich zusammen an der Gesellschaft zu rächen und sich dabei in sozialen Netzwerken zu inszenieren. Auf der Suche nach Familie und sich selbst hinterlassen die beiden eine Blutspur durch die Welt. Das Publikum wird Zeuge eines Liebes- und Überlebensdramas, bei dem die Figur Medea regelrecht zum Mythos oder Hype aufgeblasen wird. Die Unterdrückte, die Wehrlose, die Missbrauchte und zugleich die Furie, die Lügnerin, die Unerwünschte – Wer ist Medea? Dieser Frage geht das Stück ab der Premiere am 7. November 2023 im OFF THEATERWien auf den Grund.
Regie/Konzept: Ernst Kurt Weigel Bühne/Kostüme: Julia Trybula Choreografie: Leonie Wahl Komposition: Bernhard Fleischmann Performance: Yvonne Brandstetter, Rina Juniku, Anja Štruc, Jula Zangger, Matthias Böhm, Kajetan Dick, Andrzej Jaślikowski Regieassistenz: Alexe Schmid Lichtdesign/Technik: Josef Morawek Produktionsleitung: Monika Bangert Social Media: Nadine-Melanie Hack
das.bernhard.ensemble das.bernhard.ensemble wurde 1997 gegründet. Bereits mit seiner dritten Theaterproduktion HAIN erhielt das junge Ensemble den Nestroypreis 2001 für die beste Off-Produktion, sowie Nestroy-Nominierungen für weitere Produktionen. Seit 2006 ist das OFF THEATER die ständige Spielstätte des Ensembles. das.bernhard.ensemble erarbeitet sich seine Produktionen in freier Improvisation. In den Proben wird ein loses dramaturgisches Szenengerüst hergestellt. Während der Vorstellungen gehen die Performer:innen dann frei mit den Texten und Bewegungsabläufen um.
Das Markenzeichen des Ensembles ist das, von seinem Leiter Ernst Kurt Weigel entwickelte, Theaterformat „Mash-up“. Dabei werden internationale Kultfilme mit österreichischen Theaterklassikern dramaturgisch verwoben. Es entstehen ganz neue, eigenwillige und zeitrelevant-kritische Abende. Zu den bekanntesten Mash-ups zählen WEIT.WAY.LAND (2011), WIENER.WALD.FICTION (2014 Nestroy nominiert), THE.BIG.LUMPAZI (2015), WELT.UNTER.MELANCHOLIA (2016), TAXI.SPEIBER (2017), LILIOM.CLUB (2019 Nestroy nominiert), THE.HELDENPLATZ.THING (2020), BLADE.UNWICHTIG (2021), JEDE(R).NOW (2022) und DIE.STUNDE.SHINING (2023).
Presse Info zu „NATURAL.BORN.MEDEA“ : Alina Groer SKY unlimited
Fotos_Portrait und „Natural.Born.Medea“: Walter Mussil