„Hören. Richtig Hören.“ Krisha Kops, Schriftsteller _ München/Madanapalle/I 12.9.2023

Lieber Krisha Kops, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

(Unter der Woche:) Aufstehen, hinsetzen, schreiben, trinken, schreiben, essen, schreiben, ins Büro gehen, philosophieren, essen, lesen, schreiben, Papierkram, Meeting, philosophieren, dann (vielleicht) tanzen, essen, erinnern daran, innezuhalten, dann innehalten, dann das Innehalten vergessen, lesen, Augen aufhalten wollen, es nicht schaffen, schlafen, träumen, wachen, im Traum wachen, im Wachen träumen, wieder schlafen (leider schnarchen) und wieder alles von vorne.

Krisha Kops, Schriftsteller und Philosoph

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Fragen. Richtig fragen. Tief fragen. Lange fragen. Und nicht immer nur antworten.

Hören. Richtig Hören. Lange Hören. Hinhören. Nicht nur Zuhören. Nicht immer nur sprechen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Laut Karl Jaspers befanden wir vor etwa 2500 Jahren in einer Achsenzeit. Bereits nach dem 2. Weltkrieg meinte er, wie finden uns in den nächsten. Heute stimmt das mehr denn je. Diese Achsenzeit beeinflusst den Menschen und sein Verhältnis zum Kosmos wie seiner Mitwelt, ja zu allem, was ist. In dieser Achsenzeit, wird sich erneut die Frage nach dem Menschenbild stellen. Was ist der Mensch? Oder was soll er sein? Was ist er in Bezug zu alldem, was ihn umgibt. Die eine Antwort darauf wird die Literatur (und die anderen Künste) überflüssig machen, zu einem bloßen Unterhaltungsmittel, mehr nicht. Die andere Antwort, jene, für die ich einstehe, wird der Mensch (erst) mit und durch die Literatur (und die anderen Künste) zu dem, was er ist: ein Mensch.

Was liest Du derzeit?

Literatur:

Unser Deutschlandmärchen von meinem „Kollega“ Dinçer Güçyeter

Rayuela. Himmel und Hölle von Julio Cortázar

Schlupflöcher von Tamara Štajner

Philosophie:

Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie von Jean-Paul Sartre

Phänomenologie der Wahrnehmung von Maurice Merleau-Ponty

Von der Einheit des Menschen. Essays von Jeanne Hersch

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

One fundamental problem is that, regardless of the view of empathy that one adopts, it becomes necessary to ground this theoretical and cognitive/behavioral construct on a fiction.

Lisbeth Lipari

Vielen Dank für das Interview lieber Krisha, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Philosophieprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Krisha Kops, Schriftsteller und Philosoph

Zur Person_Dr. Krisha Kops, 1986, ist Philosoph und Schriftsteller. Neben seiner philosophischen Tätigkeit an der Hochschule für Philosophie München engagiert er sich als philosophischer Praktiker. 2021 erschien Bhagavadgītā — Philosophische Interpretationen im 20. Jahrhundert. Eine interkulturelle Verflechtungsgeschichte. Sein 2022 veröffentlichter Debütroman Das ewige Rauschen erhielt mehrere Preise und wird in verschiedene Sprachen übersetzt.

Aktueller Roman_

Fest in der Erde steht ein Banyanbaum. Durch seine Blätter und Luftwurzeln streichen die Winde. Sie erzählen ihm die Geschichte von Abbayi und seiner deutsch-indischen Familie. Sie erzählen von einem Mädchen, das an der Ostsee geboren wird und während der Nachkriegszeit mit seiner Familie durch Deutschland zieht. Von einem indischen Bauern, der für seine Tomatenpflanzen singt und für seine beiden Frauen. Von einem Glückssucher, dem die Welt zu klein für seine Ideen ist und der sein Heimatland verlässt. Von einer Frau, die sich in den Fremden verliebt, und schließlich von einem jungen Mann, der sich zeit seines Lebens zwischen den Welten bewegen wird. ›Das ewige Rauschen‹ ist ein großer wie lebenspraller Roman über die Fragen, wer wir sind, wo wir Wurzeln schlagen – und was wir dafür brauchen.

ISBN  978-3-7160-2808-7

Preis Österreich  22,70 €

Seiten 272

Erscheinungstermin 16.03.2022

https://www.w1-media.de/produkte/das-ewige-rauschen-556841?verlag=arche

Foto_Gustav Eckart

23.7.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Gomorrha, mein Gott!“ Loulou Omer, Choreografin _ Give Peace A Chance _ Wien 12.9.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Loulou Omer,
Choreografin, Musikerin und Dichterin

Gomorrha, mein Gott!

In den Fesseln der

Verlorenen

Ewigkeit, habe ich einen

Persönlichen, zwar

Ephemeren, jedoch

Auf Fortschritt hoffenden

Chromosomen-Kuchen gebacken.

Erfreut,  sah ich wie er


Allmählich im Ofen wuchs, sein Inneres

Chaos verbergend, er strahlte,

Heiß und heiter, Chromosomisches

Aroma, Duft ausgebrüteter Gene. Vorsicht, man darf nicht laut sein,

Niemals zurück blicken

Chronos mag Kuchen, er denkt an Gomorrha

Er isst ihn erlöst.


Loulou Omer, 7.9.2023

Loulou Omer,
Choreografin, Musikerin und Dichterin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Loulou Omer, Choreografin, Musikerin und Dichterin

Zur Person _ Loulou Omer ist Choreografin, Musikerin und Dichterin.

1969, in Tel-Aviv geboren, lebt und arbeitet sie seit 1992 in Europa – über Paris, Brüssel, Wien und Berlin, ist sie heute in Wien angesiedelt.

Seit ihre Kindheit nimmt sie Tanzunterricht und lernt Klavier. Sie studiert Geschichte und Philosophie an der Universität Tel-Aviv und unterbricht ihr Studium, um mit einer Tanz Company auf Europatournee zu gehen, wo sie dann bald ihre eigene choreografische Arbeit ansetzt.

Ihre Tanz- und polyartistischen Stücke werden auf verschiedenen Festivals und Theatern in Europa aufgeführt, darunter „Impulstanz“ (AT), Ballhaus Naunynstrasse (DE), „Schauspielhaus“ (AT), „Künstlerhaus (AT) “Les Brigittines” [BE], Théâtre la Balsamine” [BE], Centre Wallonie-Bruxelles [FR], Mains-d’Oeuvre [FR] und anderen.

1998 erhält sie den 1. Preis beim „Festival des Jeunes Chorégraphes Contemporains de Pantin“ [FR].

Nach langen Tanz-Jahren beginnt sie auch mehrsprachige Texte zu schreiben, die sich in kurzer Zeit zu einer Dichtungsform entwickeln. Sie beginnt auch zu komponieren für Klavier und Stimme, vertont viele ihrer Gedichte und veröffentlicht ein paar Gedichtsammlungen.

Sie entwickelt sie eine eigene poly-artistische Vorgehensweise, die sie Choreografie einer Klangpoesie nennt, wo all diese Kunstformen und deren Beziehungen zueinander erforscht sind. Sie erschafft polyartistische Stücke, performative Lesungen und kollaboriert mit diversen Künstlerinnen unterschiedlicher Bereiche.

Loulou Omer ist mit dem Exil-Literaturpreis 2021 für Lyrik ausgezeichnet worden.

2023 erhalt sie ein Jahresstipendium von Stadt Wien für ihr Literarisches Projekt Rhapsode.

Loulou Omer- Biografie

https://www.odeetencore.org

Fotos_Goran Rebic

7.9.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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„Schreiben ist eine einsame Tätigkeit“ Astrid Kohlmeier, Autorin und Regisseurin _ Graz 11.9.2023

Liebe Astrid Kohlmeier, wie sieht jetzt dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf hängt stark von den Projekten ab, mit denen ich beschäftigt bin.

Gewöhnlich beginne ich den Tag mit einer Tasse Kaffee und einer Zigarette, oft bereits frühmorgens. Wenn ich an längeren Texten arbeite – Theaterstücken oder Erzählungen, zurzeit an einem Drehbuch für einen Kurzfilm – bringe ich Stunden am Computer zu und schreibe auch an den Wochenenden oft bis tief in die Nacht. Notizen zu Gedichten mache ich zu jeder Tageszeit an den verschiedensten Orten – in Cafés, Bars, im Park, auf der Straße, im Schwimmbad, im Urlaub am Strand – in einem kleinen schwarzen Buch und bringe sie anschließend am Laptop in ihre endgültige Form.

Die letzten Wochen war ich intensiv mit den Korrekturen des Manuskriptes meines im September im Wolf Verlag erscheinenden Lyrikbandes „Zärtliche Risse“ befasst. Auch die Büroarbeit nimmt Zeit in Anspruch etwa die Kommunikation mit meinen beiden Verlagen, das Stellen von Förderanträgen, die Vorbereitung von Lesungen, die Zusammenstellung von Beiträgen für Ausschreibungen und ähnliches. Ich lese täglich und unternehme in den Arbeitspausen Spaziergänge, fahre Rad, laufe oder praktiziere Yoga, um meine Gedanken zur Ruhe zu bringen.

Prinzipiell ist das Schreiben eine einsame Tätigkeit, die absolute Stille erfordert. Daher verbringe ich viel Zeit allein und versuche während der Arbeit jedwede Ablenkung von außen zu vermeiden. Einen starken Kontrast dazu bildet meine Regiearbeit – ich habe nach einer langen Pause im Frühling dieses Jahres wieder inszeniert. Hier steht die enge und intensive Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern und die Ensembleleistung im Vordergrund.

Astrid Kohlmeier, Autorin und Regisseurin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich bin der Ansicht, dass der Umgang mit den gegenwärtigen Krisen und deren Bewältigung, Besonnenheit, Mut, Kreativität und Zuversicht erfordert. Verunsicherung und Angst haben oft die Entstehung von Feindbildern und kopfloses Handeln zur Folge, das äußerst gefährlich werden kann. Darum ist es wichtig, als Wahrheit gehandelte Umstände zu hinterfragen, offen und tolerant zu bleiben, das Verbindende statt das Trennende zu suchen und auch in neuen, unkonventionellen Bahnen zu denken, um friedliche, nachhaltige Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu finden. Ich denke, es gibt für uns alle einen Ort jenseits von richtig und falsch, an dem man die Menschlichkeit und Güte seines Gegenübers entdecken kann, auch wenn man diesem im ersten Augenblick aufgrund seiner Fremdheit oder Andersartigkeit etwa in Bezug auf Herkunft, Kultur, religiöser Zugehörigkeit oder Weltanschauung misstraut oder es gar fürchtet. Vielleicht ist es gerade jetzt die Aufgabe jedes Einzelnen, nach diesem Ort zu suchen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich denke, dass es vor allem wesentlich ist, angesichts der Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben, nicht in Resignation zu erstarren, sondern diesen mit Wachsamkeit und kindlicher Neugierde zu begegnen, nicht aufzuhören Fragen zu stellen, Antworten zu suchen und neue Wege einzuschlagen.

Ich persönlich möchte am Leben wachsen, lernen, mich weiterentwickeln und im befruchtenden Austausch mit anderen stehen und ich glaube, dass die Kunst die Aufgabe hat, das geistige und emotionale Wachstum, von dem hier die Rede ist, zu fördern und nicht zuletzt jene Schönheit in die Welt zu bringen, nach der wir alle hungern.

Die Rolle der Literatur war und ist erfreulicherweise vielfältig. Sie kann berühren, bewegen, hinterfragen, inspirieren, aufrütteln, trösten, bilden, Menschlichkeit lehren, schockieren oder einfach nur unterhalten. Laut Schiller vermag die Kunst die Trennung zwischen Verstand und Gefühl aufzuheben und den zerrissenen Menschen wieder ganz zu machen. Wichtig erscheint mir, dass sowohl Bildungsinstitutionen als auch der Kunst- und Kulturbetrieb Barrieren abbauen und den Zugang zu allen Kunstformen erleichtern, sodass so viele Menschen wie möglich mit Kunst in Berührung kommen können und diese nicht allein einer kleinen Elite vorbehalten bleibt.

Was liest du derzeit?

Gerade lese ich die Schachnovelle von Stefan Zweig.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?

Aus aktuellem, traurigem Anlass und noch einmal auf die Frage der Rolle der Literatur Bezug nehmend – Literatur vermag es auch, für den Frieden einzutreten – möchte ich an dieser Stelle zwei Buchempfehlungen aussprechen und die Lektüre von Bertha von Suttners „Die Waffen nieder!“ und Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ den Lesern ans Herz legen.

Vielen Dank für das Interview liebe Astrid, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Theaterprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Astrid Kohlmeier, Autorin und Regisseurin

Zur Person_Astrid Kohlmeier, Autorin und Regisseurin, geboren 1983, studierte Germanistik an der Karl-Franzens-Universität und der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Seit 2002 schreibt sie Theater- und Erzähltexte, Lyrik, Hörspiele und Drehbücher. Ihre Lyrik und ihre Prosa wurden in zahlreichen Literaturzeitschriften („Lichtungen“, „Die Rampe“, „Freibord“, „Luftdurchlässig“, „Proto“, etc.) und Anthologien publiziert. Seit 2006 ist Kohlmeier auch als Regisseurin tätig und inszenierte u.a. am Landestheater Schwaben und beim XIX. und XX. Greizer Theaterherbst. 2012 erhielt sie das Österreichische Staatsstipendium für Literatur. 2015 erschien ihr Gedichtband „Flüstere mir mein Meer glatt“ im INST Verlag. Im Herbst 2023 erscheint ihr Lyrikband „Zärtliche Risse“ im Wolf Verlag. Kohlmeiers Theaterstücke und Bearbeitungen von Erzähltexten werden mitunter in eigener Regie an Bühnen in Österreich, Deutschland, Luxemburg und in der Schweiz aufgeführt. Astrid Kohlmeier lebt und arbeitet in Graz.

Weitere Informationen auf http://www.astridkohlmeier.com.

Foto_Rahel Gölzner

Walter Pobaschnig _ 1.9.2023

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„Generosity“ Ana Topalovic, Cellistin _ Give Peace A Chance _ Wien 11.9.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Generosity

Inspires

Vibrant

Expressions


Positive

Energy

And

Calm

Environment


A New

Chapter

Hope

And

New opportunities

Create

Endless possibilities


Ana Topalovic, 6.9.2023

Ana Topalovic
(Multi)Cellistin – Komponistin – Pädagogin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Ana Topalovic, (Multi)Cellistin – Komponistin – Pädagogin

Zur Person  _ Ana Topalovic, seit ihrem ersten öffentlichen Auftritt im Alter von 10 Jahren tritt Ana Topalovic regelmäßig bei renommierten Festivals und in Konzerthäusern: Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Carnegie Weil Hall, Salzburger Festspiele, Berliner Konzerthaus, Gasteig München, Tokyo Opera City House, Centro Cultural Kirchner, Opatija Music Tribune, Cluj Modern, SIMN Bukarest, Meridian Festival, und viele mehr. Sie war in 29 Ländern auf 4 Kontinenten tätig.

Ana Topalovic setzt sich als Cellistin keine Grenzen. Ihr Repertoire reicht von Sololiteratur und Kammermusik, bis zu interdisziplinärer und zeitgenössischer Musik mit elektronischen Sounds. Anas letztes solo Album “Bachiana” (2022) wurde in 3 Kategorien für den Opus Klassik Preis nominiert. Ihre Diskografie umfasst derzeit 10 Alben mit Musik für Violoncello solo von J.S. Bach, J. Doderer, S. Gubaidulina, K. Saariaho, D. Rotaru, C. Ioachimescu, A. Di Scipio, über 30 Ersteinspielungen, Tangos mit Erwin Schrott, sowie ihre eigene Kompositionen; erschienen bei den Labels Hänssler, Neos, Capriccio, Paladino und Sony.

Durch ihre intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik entstanden etliche
persönliche Kollaborationen mit renommierten Komponist:innen des 21. Jahrhunderts wie T.
Larcher, F. Cerha, J. Doderer, G. Proy, R. Clemencic, G.F. Haas, G. Resch oder M. Ferek-Petric in Form von Uraufführungen, Widmungen und gemeinsamen musikalischen Arbeiten.
Von der Vielseitigkeit ihres Instruments inspiriert, tritt sie vermehrt als Komponistin eigener Werke auf. Sie sucht nach verborgenen musikalischen Schnittstellen zu anderen Denk- und
Kunstrichtungen was daran liegt dass sie eine visuelle Synästhetikerin ist.

Ihre Werke hat sie in der Carnegie Weil Hall, im Gasteig München, Prinzregententheater, Posthof Linz, Wiener Konzerthaus u.a. aufgeführt. Für ihre Interpretation “Das Buch” von P. Vasks erhielt sie den Sonderpreis der IBLA Foundation. Sie war die Solistin bei der österreichischen Erstaufführung von “Die Tochter des Mondes – Moravac & Finale” von A. Sedlar für Cello und Orchester im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins.
Ana Topalovic spielte mit Partnern wie E. Schrott, Janoska Ensemble, J. Stancul und C. Pichler. Sie tritt mit verschiedenen Orchestern auf wie Filharmonia Oradea, Camerata Internacional, Filharmonia Oltenia Orquesta Nacional de Música Argentina u.a.
http://www.anatopalovic.com

Ana Topalovic ist Mitgründern von Green Thing Ensemble Wien mit dem Sie über 30
Auftragswerke und Uraufführungen gespielt hat. Sie haben mit der Zürcher Hochschule der
Künste an dem Projekt “Polytempo” zusammengearbeitet.

MULTICELLO: wenn ein einziges Cello live zum Orchester wird.
Ana Topalovic entwickelte die Multicello-Technik durch die Zusammenstellung verschiedener
digitaler Tools, in Kombination mit dem analogen Cello sowie einem 5-saitigen elektronischen Cello. Die Musik kann so von der akustischen Einstimmigkeit des Cellos zum hybriden Orchesterklang in verschiedensten Nuancen live heranwachsen. Ihr ist es wichtig, mit dieser Musik auch aus dem rein klassischen Konzertsetting heraustreten zu können und mit minimalen und hoch-mobilen Equipment an mitunter auch unerwarteten Orten auftreten zu können.

Ana Topalovic ist Dozentin für Violoncello und Moderne Spieltechniken am Richard Wagner
Konservatorium Wien. Sie leitet das Wiener Cello Studio und online Lernplattform Vienna Cello Masterclass.

Ana ist Ehren-Gastprofessorin am “Jose Hernandez” Konservatorium in Buenos Aires
und als Jurorin bei mehreren Musikwettbewerben tätig.

Als Musikvermittlerin (Cello, Komposition, Musik-Konzept) spielte sie bei den Projekten des
Jeunesses, im Wiener Musikverein, Mozart Haus und bei mehreren Musikfestivals. Sie ist
Gründerin und künstlerische Leiterin des Festival Treff • Kunst in Wien.


Ana Topalovic wurde in Belgrad, Serbien geboren und zog als 17-jährige nach Wien. Klavier- und Cellounterricht erhielt sie bereits in sehr jungen Jahren. Sie begann das Konzertfach-Studium am Konservatorium der Stadt Wien bei J. Bayrov. Danach studierte sie bei M. Kliegel an der Hochschule für Musik in Köln und absolvierte das Masterstudium am Konservatorium Wien Privatuniversität bei M. Hornstein und L. Schulz-Bayrova. Während dieser Zeit gewann sie mehrere Preise bei verschiedenen Wettbewerben wie z.B. IBLA Grand Prize (über 400 Bewerber in einem multisparten Wettbewerb). Ana und ihre Projekte wurden mehrfach von Thomastik-Infeld, Kulturabteilung der Stadt Wien und Österreichischen Bundesministerium für Kultur (bmkoes) unterstützt.

Foto_Ionut Macri

6.9.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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Undine geht _ „Einsamkeit“ Annkathrin Dehn_Tänzerin_ Wien 10.9.2023

Undine geht _
Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ 
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Undine geht _
Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ 
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Undine geht _

Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien _

Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ 

50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ 

Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Liebe Annkathrin Dehn, wie liest Du den Text „Undine geht“ von Ingeborg Bachmann? Welche Grundaussagen gibt es da für Dich?

Leidenschaft und Kraft entstehen durch das Erstreben von Utopien – sie sind also mehr als nur Träume.

Es ist wichtig, Missstände aufzuzeigen und an deren Veränderung Teil zu haben, auch wenn das „Wellenreiten“ bedeutet.

Wie siehst Du „Undine“?

Als Frau mit Eigensinn, die es aushält, dass das Leben nicht nur in Harmonie verläuft, und sich diesem Gedanken weder einfach so hingibt noch sich selbst aufgibt.

„Undine geht“ wurde vor gut 60 Jahren veröffentlicht. Was hat sich seit damals im Rollenbild von Frau und Mann verändert und was sollte sich noch ändern?

Letztendlich glaube ich, dass es heruntergebrochen sowohl vor 60 Jahren als auch heute noch um die Frage der eigenen Identität geht. Durch die Geschichte hindurch unterscheiden sich die Faktoren, die die umgebende Gesellschaft bestimmen und damit auch die Freiheit, in der sich Individualität ausformen kann. Ich möchte mich nicht auf einzelne Veränderungen festlegen, hoffe aber, dass wir als Menschen immer neugierig bleiben und Veränderung anstreben, um unseren Leidenschaften folgen zu können.

Der Monolog geht mit der patriarchalen Gesellschaftswelt schonungslos ins Gericht. Wie siehst Du die Situation patriarchaler Macht heute?

Das ist eine schwierige Frage – im hier und heute enden solche Argumentationen manchmal sehr einseitig und haben dann auch nichts mehr mit z.B. Feminismus zu tun. Mir geht es um ein gutes Miteinander. So bin ich aber auch aufgewachsen und so versuche ich die Welt mit manch ihrer eingefahrenen Strukturen zu sehen. Um die Strukturen zu erneuern, die zurzeit patriarchale Macht zulassen oder sogar fördern, benötigt es ebenso viel Macht, oder vielleicht besser Machtvolles. Das sind heikle Prozesse, da sie viele Grenzen überwinden müssen.

Der Text drückt auch viel Trauer über das Scheitern der Liebe und eines Miteinander der Geschlechter im persönlichen wie gesellschaftlichen Leben aus. Welche Auswege siehst Du da?

Für mich gibt es nur einen Weg – weitermachen – und ab und an ein bisschen mehr durchs Leben tanzen. Beim Tanzen muss man nicht immer gerade ausgehen (das wäre sogar sehr schwierig…), es geht seitwärts, manchmal sogar rückwärts, man kann sich fallen lassen oder einen Sprung machen.

Was kannst Du als Frau und Künstlerin von „Undine geht“ in das Heute  mitnehmen?

Ihre Energie.

Was bedeutet Dir Natur?

Natur ist für mich eine Kraft, die aus dem Inneren kommt und damit äußerst wichtig, um wieder aufzutanken. Ich komme dem, was wir allgemeinhin als Natur verstehen, im Grünen beim Spazieren gehen am besten nahe.

Was bedeutet Dir das Element Wasser?

Wasser ist wohl das Element, dem ich mich am nächsten fühle. Es bedeutet Leben, Beweglichkeit, Kraft, Entwicklung und Erneuerung für mich. Einen ziemlichen Respekt davor habe ich aber auch.

Wie lebst Du den Kreislauf der Jahreszeiten?

Die Jahreszeiten geben mir vor allem immer wieder Inspiration, im Besonderen natürlich der Frühling. Das ist die Zeit, in der die kleinen Dinge wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken – Knospen, Farben, Licht,…

Wie kann der moderne Mensch in Harmonie zur und mit der Welt leben?

Da bin ich glaube ich die falsche Ratgeberin. Meine Zukunftsvorstellung sieht recht grau und pessimistisch aus. Vielleicht dient das aber auch nur als Ausgleich zu meinem alltäglichen Optimismus… Vermutlich hilft mir Leidenschaft und Verdrängung in gleichem Maße, um das Harmoniebedürfnis zu stillen.

Was braucht Liebe immer, um zu wachsen, blühen?

Leidenschaft und alles darüber hinaus kann ich nicht in Worte fassen.

Was lässt Liebe untergehen?

Einsamkeit

Wie war Dein Weg zum Tanz?

Die leise Ahnung meiner Mutter, dass ich Tanzen lernen möchte, wenn ich einmal eine Vorstellung sehen würde. Sie nahm mich mit zu einer und es kam so wie sie gedacht hatte. Seither ist mein Weg zum Tanz meist der über die Musik. Wenn ich Musik höre und zum Ausdruck bringen muss, was ich dabei empfinde, ist Tanz meine Sprache dafür.

Welche aktuellen Projektpläne hast Du?

Das nächste größere Projekt ist für Ostern geplant als Folge des kürzlich stattgefundenen „Orgel & Tanz“. Es wird wieder in eine ähnliche Richtung gehen, diesmal in Verbindung mit bildender Kunst und Architektur.

Welches Zitat aus „Undine geht“ möchtest Du uns mitgeben?

„Alles hast du mit den Worten und Sätzen gemacht, hast dich verständigt mit ihnen oder hast sie gewandelt, hast etwas neu benannt…“

Darf ich Dich zum Abschluss zu einem Akrostichon zu „Undine geht“ bitten?

Undenkbar

Nah

DU

Inneres

Natürlichkeit

Einfachheit

Geben

Echt

Herz

Tanz

Undine geht _
Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien _
Thematisch-szenisches Fotoshooting _ „Undine geht“ Ingeborg Bachmann (1961) _ 
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ 
Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Undine geht_Erzählung/Monolog Ingeborg Bachmann_Wien_1961

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Undine

Annkathrin Dehn_Tänzerin, Choreografin  _ Wien 

2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Walter Pobaschnig, 9_23

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„Liebe Leute, Kopf hoch, uffbasse, uffd Stroß gange und bis bald!“ Suse Lichtenberger, Schauspielerin, Kabarettistin _ Wien 10.9.2023

Liebe Suse Lichtenberger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Momentan probe ich für die Eröffnungspremiere im Theater am Werk in Meidling. Maria Sendlhofer inszeniert Ewald Palmetshofers Stück „Die Verlorenen“. Es sind ganz viele ganz tolle Kolleg:innen dabei und ich freu mich sehr arg, endlich mal mit denen spielen zu dürfen. Ein paar Mal die Woche gehe ich vor der Probe auf der Alten Donau Rudern. Oft schon um 6:00, weil die Kolleg:innen so früh in die Arbeit müssen. Für mich geht sich danach noch ein gscheites Frühstück (wichtigste Mahlzeit ever) aus. Und nochmal in den Text schauen geht auch.

Nach der Probe, oder wenn mal wer anderer dran ist, arbeite ich an meinem Social Media Auftritt. Das scheint die Maßeinheit des Erfolgs schlechthin zu sein, wenn man als Kabarettistin richtig gut ankommen will. Leider ist in meiner Altergruppe auf Instagram oder Tiktok nicht so irre viel los, ich hab trotz meiner #LockdownLinde nicht mehr follower als Leut, die nicht andauernd versuchen, witzig zu sein. Vielleicht liegt´s aber auch am Witzigsein wollen.

Und wenn dann noch Zeit ist, strawanze ich in der Gegend rum, weil das das Allerbeste überhaupt fürs Finden von Dingen und Gedanken ist. Meine Nerven finden das auch super, dass ich viel unterwegs bin.

Mit den Kindern und dem Mann verbring ich natürlich auch noch Zeit, manchmal sag ich aber auch nur, wer was machen muss.

Suse Lichtenberger, Schauspielerin, Kabarettistin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Was besonders wichtig ist, dass wir nicht aufgeben, vehement für ein Umdenken in sämtlichen Belangen der Klimakatastrophe zu kämpfen. Es ist noch nicht zu spät, auch wenn das für viele Leute eine Coping Strategie zu sein scheint. „Ach, wir können eh nix machen. Wahrscheinlich ist es auch schon zu spät. Und gegen die Fossil Lobby kommt ja auch keiner an. Und auf Facebook hab ich gelesen, dass das alles eh nicht so eindeutig ist. Außerdem ist Zugfahren zu teuer.“ Gegen diese Wurschtigkeit, Ignoranz und Bequemlichkeit müssen wir auf die Straße. Wenn es keinen ganz großen gesellschaftlichen Rückhalt gibt, wird die Politik nix tun wollen oder müssen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich habe so das Gefühl, dass die Empathiefähigkeit ein bissl im Eimer ist. Wie es Menschen in anderen Erdteilen geht, die von der Klimakatastrophe schon direkt betroffen sind, wie es Menschen geht, die gesundheitlich angeschlagen sind und hoffen, dass die Gesellschaft an ihrem Schutz interessiert ist, wie es Menschen geht, die andere Lebensentwürfe haben, wie es Menschen geht, die Rassismus, Sexismus, Diskriminierung ausgesetzt sind.

Theater kann das wunderbar aufzeigen. So dass es berührt, dass es wegen der Form interessant ist, wegen der Unmittelbarkeit, wegen der Nähe oder der Weite, wegen des Aufeinandertreffens, wegen des Humors oder wegen des Spektakels.

Mein persönliches Anliegen ist es, alles rund ums Klima auf die Bühne zu bringen. Weil es alles in allem das größte Problem unserer Zeit ist.

Was liest Du derzeit?

Ich hab grad „The Latecomer“ von Jean Hanff Korelitz fertiggelesen. Eine wunderbar schräge, lustige und fein erzählte New Yorker Familiensaga.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Liebe Leute, Kopf hoch, uffbasse, uffd Stroß gange und bis bald!

Vielen Dank für das Interview, liebe Suse, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kabarettprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Suse Lichtenberger, Schauspielerin, Kabarettistin

Zur Person _ Suse Lichtenberger, 1975 in Nagold, Baden-Württemberg geboren.
Sie studierte Schauspiel an der Züricher Hochschule der Künste (ZHDK). Diplom 2000. Bis 2003 gehörte sie dem Ensemble des Schauspielhauses Graz an und lebt seit 2003 in Wien. Seitdem arbeitet sie überwiegend und mit Vorliebe in der Freien Szene. Arbeiten und Gastspiele an diversen Bühnen in Wien, sowie im europäischen Ausland u.a. Salzburger Festspiele, Wiener Festwochen, Burgtheater Wien, Steirischer Herbst, Schauspielhaus Wien, Volkstheater Wien, Staatstheater Stuttgart, Deutsches Theater Göttingen, Krétakör Budapest, Kosmos Theater Wien, Theater Drachengasse Wien, Werk X Wien, etc.

2018 Nestroy Preis für die beste Off-Produktion mit makemake produktionen „Muttersprache
Mameloschn“.

2021 erfand sie die „Lockdown Linde“, eine schwäbische Kunstfigur, die in den diversen
Corona-Lockdowns täglich ihren Senf zu allem gab. Inzwischen schimpft sie regelmäßig über alles Mögliche. Hauptsächlich aber über Klimawandelleugner:innen.

Seit Frühling 2023 tourt sie mit ihrem ersten Kabarettprogramm „WILLKOMMEN ZUHAUSE“.

Außerdem wirkte sie in mehreren Film-und Fernsehproduktionen mit: u.a. in der österreichischen Comedy Kultserie Schlawiner, in den Vorstadtweibern, Soko
Kitzbühel ect. und arbeitet nebenbei als Sprecherin.

Suse Lichtenberger lebt mit ihrer Familie in Wien.

https://www.suselichtenberger.com/

Foto_Apollonia Theresa Bitzan

Walter Pobaschnig _ 8.9.2023

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„Es ist eine klare Bereitschaft erkennbar, sich mit gesellschaftlichen Themen mittels des Filters der Kunst auseinanderzusetzen“ Isabella Forciniti, sound artist _ Wien 9.9.2023

Liebe Isabella Forcinti, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tag beginnt früh, und ich starte immer mit einem herzhaften Frühstück. Manchmal lese ich die Titelseiten italienischer Zeitungen, während ich an anderen Tagen Battiti-Folgen auf Rai Radio 3 höre. Danach erledige ich administrative Aufgaben, bevor ich mich dem Studieren und Musizieren widme. Meine Tage sind äußerst abwechslungsreich und variieren abhängig von meinen universitären Verpflichtungen, Proben und Vorbereitungen für Auftritte oder Konzerte. Trotzdem versuche ich stets, Zeit für die kleinen Dinge zu finden.

Isabella Forciniti, sound artist

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

In der heutigen Zeit kristallisieren sich bestimmte Schlüsselbereiche heraus, die maßgeblich zu unserem Wohlbefinden beitragen und eine positive Zukunft gestalten können. Diese Bereiche umfassen die Gesundheit und soziale Verbundenheit, das kontinuierliche Streben nach Wissen und persönlichem Wachstum sowie ein gesteigertes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz angesichts der globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel.

Parallel dazu leistet unser Engagement für soziale Gerechtigkeit und das Wohl der Gemeinschaft einen bedeutenden Beitrag zur Formung einer inklusiven und positiven Gesellschaft.

Ein weiteres essentielles Element ist das Zusammenspiel von technologischer Kompetenz und zwischenmenschlichen Beziehungen. In einer zunehmend digitalisierten Welt ist es nicht nur wichtig, Technologie bewusst zu nutzen, sondern auch gleichzeitig den Fokus auf authentische und bereichernde zwischenmenschliche Verbindungen zu legen.

Vor einem Aufbruch werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

Es wird ein deutlicher Wunsch und eine klare Bereitschaft erkennbar, sich mit Themen wie Politik, Geschlecht, Sexualität, Normativität und Macht durch den Filter der Kunst auseinanderzusetzen. Im Rahmen postkolonialer Studien und fortlaufender Digitalisierungsanstrengungen manifestiert sich Klang als wertvolles Instrument und bewährte Strategie.

Die politischen Potenziale der Kunst haben die Fähigkeit, frische Erkenntnisse und Formulierungen darüber zu vermitteln, wie die Welt in ihrer gleichzeitigen und doch asymmetrischen Vielfalt wahrgenommen wird.

Was liest Du derzeit?

Sovietistan von Erika Fatland.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Bathtubs are more dangerous than Everest. (Youth, Paolo Sorrentino)

Vielen Dank für das Interview, liebe Isabella, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Isabella Forciniti, sound artist

Zur Person _ Isabella Forciniti is a Vienna based sound artist from Italy. Her work maneuvers within tensions evoked by the substantial aspects of sound and improvised music. Her intention is to explore deliberate states of sounds through examining
relationships among interwoven sound surroundings, informal practice as well as
their intrinsic abilities. Her work thrives to release streams of thoughts at the
margins of the unknown.

She has created works for Austria’s radio station Ö1, such as for the art program
Kunstradio and Radiokolleg. Isabella Forciniti has also gained experience with
movies during her work with Kubelka’s „Arnulf Rainer“ film strips and scoring
gender-critical silent movies from the early 20th century.

Isabella Forciniti cooperated with Patrick Pulsinger, Burkhard Stangl, Katharina
Klement, Antye Greie-Ripatti, Joni Void, Ryoko Akama as well as other artists.
Forciniti was invited to different music festivals such as Wien Modern (AT), Simultan
Festival (RO), Ars Electronica (AT), Elevate Festival (AT), NEXT Advanced Music
Festival (SK) and Darmstädter Ferienkurse (GER).

She holds a degree in communication sciences focused on sociology and
multimedia. In 2019 she finished the university program Computer Music and
Electronic Media (ELAK) at the University of Music and Performing Arts Vienna.
Currently she studies computer music and composition at the Anton Bruckner
Private University and Postdigital Lutherie at the University of Art and Design Linz
(AT) focussing on digital music performance, improvised music and tangible
interaction design.

Music:
https://isabellaforciniti.bandcamp.com/album/music-for-churches-and-bicycles
https://soundcloud.com/isabellaforciniti
https://soundcloud.com/elevate-festival/lockdown-grooves-by-isabella-forciniti
https://viennaundergroundtraxx.bandcamp.com/album/rabelasian-irony


Webseite: https://isabella.klingt.org


Social Network: https://www.instagram.com/isab_for

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 18.8.2023

https://literaturoutdoors.com

„In jeder gesellschaftlichen Umbruchsphase spielt Kunst eine wesentliche Rolle“ Pippa, Schauspielerin, singer-songwriter _ Wien 8.9.2023

Liebe PIPPA, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Ich hab selten eine Regelmäßigkeit in meinem Tagesablauf, das bringt das Künstlerin sein so mit sich. Je nachdem, ob ich gerade an Musik arbeite oder in Proben für ein Theaterstück bin. Die größte Konstante in meinem Leben ist der Tagesablauf meiner Tochter.

Pippa Galli, Schauspielerin, singer-songwriter

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Prioritäten zu erkennen und Bedürfnisse zu hinterfragen. Brauchen wir all die Dinge, die wir anhäufen, wirklich? Welches Leid steckt in der Produktionskette und ist es nicht wichtiger unsere Erde zu retten und lebensnotwendige Ressourcen sicherzustellen, als jeden Sommer in ferne Länder in den Urlaub zu reisen?

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?

In jeder gesellschaftlichen Umbruchsphase spielt mMn Kunst eine wesentliche Rolle. Sie kann als Spiegel einer Gesellschaft richtungsweisend sein, wenn wir das Gefühl haben, keinen Boden mehr unter den Füßen zu haben.

Was liest Du derzeit?

Engel des Vergessens von Maja Haderlap

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“ von Samuel Beckett

Vielen Dank für das Interview liebe Pippa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Musikprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

Pippa Galli, Schauspielerin, singer-songwriter

 

Pippa Galli, Schauspielerin, singer-songwriter

Zur Person_ Pippa Galli wurde 1985 als Kind zweier Schauspieler*innen in Wien geboren.
Mit 16 Jahren entschied sie sich selbst für´s Theater. Es folgten zahlreiche Produktionen, u. A. mit Alfred Kirchner, Jerome Savary, Michaela Hurdes-Galli, Isabella Suppanz und Barrie Kosky.

Sie spielte in der Wiener freien Theaterszene, zum Beispiel im Rabenhoftheater, im Theater in der Drachengasse und im Schausielhaus Wien und hatte Gastengagements am
Burgtheater und Volkstheater Wien. Daneben drehte Pippa im deutschsprachigen
Raum für Film und TV und arbeitet seit 2016 als Sprecherin bei Ö1.

Neben ihrer Theater und Filmkarriere, pflegte sie immer schon die Liebe zur
Musik. 2012 fing sie an, eigene Songs zu schreiben und 2019 veröffentlichte sie unter
dem Künstlerinnennamen PIPPA ihr Debütalbum „Superland“.

Es folgte das Album „Idiotenparadies“ (2020), die EP´s „Lifestream“ (2021) und „Geister“
(2022). Im Mai 2023 erscheint ihr drittes Studioalbum „Blick“. PIPPA spielt ihre
Songs live mit Band und war bereits im Wiener Konzerthaus, im
Radiokulturhaus sowie auf zahlreichen Festivalbühnen im deutschsprachigen
Raum zu sehen

  Fotos_Gabriel Hyden

Walter Pobaschnig _ 28.8.2023

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„dass uns auch nichts mehr anderes übrigbleibt, als ein bisschen Optimismus an den Tag zu legen“ Alice Schneider, Schauspielerin _ Wien 7.9.2023

Liebe Alice Schneider, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich zumeist selbstständig arbeite, laufen die Tage immer sehr unterschiedlich ab, also je nach Auftragslage, manchmal laufen sie mir davon und manchmal habe ich Angst, mich selbst in ihnen zu verlaufen, vor lauter Möglichkeiten …

Sehr oft spielt sich in mir auch ein privater Wettkampf ab, zwischen dem was ich glaube tun zu müssen und dem was ich genau in diesem Moment lieber tun würde… dann fühlt es sich so an, als wäre ich die Erfinderin der Prokrastination.

Alice Schneider, Schauspielerin, Sprecherin, Sängerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Solidarität auf allen Ebenen

 Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Es gibt u.a. so mutige Filme wie „Feminism What the fuck“ von Katharina Mückstein oder „Every Day Rebellion“ von den Riahi Brüdern, die wohl ganz offensichtlich unsere Gesellschaft aufrütteln wollen… ich vermute, dass das auch letztlich die Intention des E3 Ensembles mit seinem Stück „In Arbeit“ war, wo uns auf sehr amüsante Art und Weise ein erschreckender Spiegel vor Augen geführt wird im Bezug auf den Klimawandel oder auch die Performance „Stop Femi(ni)zide – Aktion gegen systemische Morde“ von Alireza Daryanavard und dem Theaterkollektiv Hybrid widmet sich explizit einem gesellschaftlichen Missstand. Mir fällt auch noch die engagierte Sängerin Tini Trampler mit ihrer Band Playbackdolls ein, die in ihren Liedern Rebellionsgedanken in wundervollster Poesie ausdrückt, die ich als sehr motivierend empfinde.

Ich habe eine tiefe Bewunderung für alle diese Menschen, die den Mut haben sich mit ihrer Kunst politisch zu engagieren und ich glaube daran, dass sie mit ihrem Tun ein Lauffeuer entzünden können. Natürlich ist das optimistisch gedacht, aber derzeit habe ich manchmal das Gefühl, dass uns auch nichts mehr anderes übrigbleibt, als ein bisschen Optimismus an den Tag zu legen, weil man ja sonst völlig verzweifeln müsste, ob der kritischen politischen und ökologischen Lage weltweit.

Ich habe zuletzt auch selbst einen Kurzfilm geschrieben und mit großartigen Kollegen verfilmt (u.a. Judith Stehlik, Thomas Bischof, Philippe Riéra, Klara Wandel) in dem es um unseren Umgang mit Obdachlosigkeit geht – ein Thema, das mich schon viele Jahre beschäftigt und für das ich persönlich bis heute keine Lösung gefunden habe. Der Film ist quasi eine Frage an das Publikum.

Was liest Du derzeit?

Marktgeflüster von Peter Stephan Jungk

Lockvogel von Theresa Prammer

 Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

What you water grows

Vielen Dank für das Interview liebe Alice, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

Alice Schneider, Schauspielerin, Sprecherin, Sängerin

Alice Schneider, Schauspielerin, Sprecherin, Sängerin

5 Fragen an Künstler*innen:

Zur Person_Alice Schneider war zunächst in der Wiener Off Szene, sowie am Theater in der Josefstadt und auch in Theatern in Deutschland engagiert, bevor es sie 11 Jahre nach Paris verschlagen hat, wo sie u.a. mit ihrer Band Wunderland als Sängerin und Texterin tourte. Seit 2018 ist Wien wieder zu ihrem Lebensmittelpunkt geworden, wo sie ihren Fokus auf die Arbeit vor der Kamera erweitert hat. Ihre Stimme kennen Sie vielleicht aus HF und TV. 

www.aliceschneider.at

Fotos_Judith Stehlik 

Walter Pobaschnig _20.8.2023

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„lausche der Stille, denke mich eine Weile durch die Welt, dann schreibe ich“ Uschi Hammes, Schriftstellerin _ Mecklenburg/D 6.9.2023

Liebe Uschi Hammes, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Stehe vor der Dämmerung auf, koche Kaffee, setze mich ans Fenster lausche der Stille, denke mich eine Weile durch die Welt, dann schreibe ich. Der Tag ist der Haus-und Hofarbeit und den Tieren gewidmet, den Schafen, Hunden, Katzen, Hühnern und last but not least meiner Familie, den Freunden. Am Abend, wenn der Tag sich zur Ruhe legt, lass´ ich meine Seele frei, überdenke noch einmal den Tag, bin großzügig mit mir und meinen vertrauten Fehlern, und versuche noch einen Satz zu finden, der mich beruhigt einschlafen lässt.

Uschi Hammes, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das, was schon immer wichtig war und immer bleiben wird: Uns zu erden, und dem zuzuneigen was Mutter Natur für uns Menschen vorgesehen hat, nämlich dieses Paradies zu erhalten, und uns nicht von Macht und Gier versklaven zu lassen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Aufbruch und Neubeginn welch große Worte, doch der Mensch ist klein. Das Volk folgt, will, was verständlich ist, auf der sicheren Seite stehen, doch es gibt sie nicht, die sichere Seite. Ängste sind geschürt, viele suchen und wissen nicht wonach, denn vieles woran sie geglaubt haben, woran sie sich festhalten konnten, wurde ihnen genommen. Der Zweifel nagt und frisst sich durch ihre Herzen. Das schafft Unruhe und Stress, und so sind wir weit entfernt von Aufbruch und Neubeginn, denn dazu müsste vorher eine Phase der Besinnung stehen. Das, was wir Künstler nämlich tun, bevor wir uns einem neuen Werk zuwenden. Die Aufgabe der heutigen Kunst ist es Räume zu schaffen, in die der Wahnsinn keinen Einlass findet, und doch gleichzeitig etwas zu hinterlassen, was die Verwirrtheit dieser Zeit wiederspiegelt. Eine spannende Aufgabe!

Was liest Du derzeit?

Rolf Bossert, ‚Auf der Milchstraße wieder kein Licht‘

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Der Baum des Erkennens steht in jedem Garten, so wie auf jedem Weg der Stein der Weisen liegt. Finden muss beides ein jeder für sich selbst.

Vielen Dank für das Interview liebe Uschi, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Uschi Hammes, Schriftstellerin

Zur Person _ Uschi Hammes, 1962 in Trier geboren; 1981 Abitur. Basketball Bundesliga in Köln gespielt;

Studium der Ethnologie, viele Reisen mit Fahrrad und Zelt durch Europa ( Paris – Lissabon; Spanien, Italien u.a.). Reisen finanziert durch: Nachtwache im Krankenhaus, Fließbandarbeit, Verkäuferin, Fensterputzer, uva.

Bis zu ihrem Tod (17Jahre lang) sich um ihre Eltern gekümmert und sie gepflegt.

Als Gartengestalterin selbstständig gemacht, später Tagesmutter.

Heute lebt Uschi Hammes mit ihrer Familie, Hunden, Schafen, Katzen und Hühnern in Mecklenburg in einem kleinen Dorf in der Nähe der Ostsee.

Literarische Veröffentlichungen

Romane:

                DIE PAZIFISTIN    (2000, Frankfurt)

                DER SPATZ           (2014, Schweinfurt)

                HERBSTREGEN –Aufzeichnungen einer Nicht-Sesshaften (2015, Bremen)

Uschi Hammes, Herbstregen, Aufzeichnungen einer Nicht-Sesshaften, Roman. Franzius Verlag.

Zwei Frauen begegnen sich zufällig auf dem Friedhof. Dies ist der Anfang einer ungewöhnlichen Freundschaft. Es entwickeln sich spannende Gespräche über das Leben,

Sein und Vergehen und das, was wirklich wichtig ist. Eines Abends verschwindet eine der Frauen ohne eine Nachricht zu hinterlassen.

Was von ihr übrigbleibt, ist eine Plastiktüte voll mit beschriebenen Blättern voller Weisheiten und interessanten Zetteln. Werden sie sich wiedersehen?

Taschenbuch, 164 Seiten

ISBN: 978-3-945509-84-5

https://www.franzius-buchshop.de/Herbstregen-von-Uschi-Hammes

Lyrik:              

            EINGEFROREN IM DÄMMERLICHT (2019, Gill Verlag)

            WENN ERSTE WÖLFE HEULEN (2020  Gill Verlag)

            LANDSCHAFT IM GEDICHT : 86 Bilder G.Ludwig / 86 meiner lyrischen          

            Texte (2021 Gill Verlag)

            SCHWARZER SAND (Oktober 2022 Gill Verlag) 

Uschi Hammes, SCHWARZER SAND. Gedichte. Gill-Lyrik, Band Nr. 29

Titelbild von Peter Steves

Taschenbuch, 76 Seiten, Euro 10.00

ISBN 978-3-926800-34-3 

Von Engeln, das Leben auf dem Lande, Meditation, Mutterfreuden und Träumen von Frieden: „Schwarzer Sand“ ist der vierte Gedichtband der Wortschöpferin Uschi Hammes im Gill-Verlag.

http://gill-verlag.de/gill-lyrik-taschenb%C3%BCcher/

Weitere Veröffentlichungen:

Mitwirkung an über 60 Anthologien.

Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften (eXperiementa, Risse, Drecksack u.a.)

Mitarbeit in Katalogen: COMMUNICARE (Manfred Brueckner) 2022

‚Semantische Solarisationen‘ (G. Ludwig, 2020)

Preise:

2015: Preisträgerin des Jean-Jacques Rousseau Literaturpreises des CEPAL (Europäisches Zentrum für die Förderung von Kunst und Literatur)

2017: Preisträgerin des Nietzsche Literaturpreises des CEPAL

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 23.8.2023

https://literaturoutdoors.com