„Grace“ Herwig Maria Stark, Künstler _ Give Peace A Chance _ Wien 18.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Grace is the ability to receive

Ideas shall be realized

Victory is to overcome your fear

Enemies should be loved


Peace is the most important aim

Empathie…you are not alone in this world.. appreciate the person oppsiteYou

Anger is not a good advisor

Create your own reality

Embrace life


Another day in paradise


Come with me

Hold my hand

Always

Now

Create

Eternity


Herwig Maria Stark, 6.8.2023

Herwig Maria Stark, Künstler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Herwig Maria Stark, Künstler

Zur Person _ Herwig Maria Stark, der gebürtige Salzburger studierte Modedesign in Wien/ Modeschule Hetzendorf und schloss dieses an der Accademia Italiana Moda/ Florenz mit Auszeichnung ab.

Nach einigen Jahren als freischaffender Modedesigner für die europäische Bekleidungsindustrie folgte ein Staatspreis in Wien für die beste Herren Kollektion 1996 durch das österreichische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Ab dem Jahr 2000 wandte er sich den bildenden Künsten zu, studierte Malerei bei Irina Nakhova/ NYC, sowie bei Professor Franz Graff/ Akademie der bildenden Künste, Faber Castell Akademie/ Nürnberg und altmeisterliche Techniken bei Angel Ramiro Sanchez in Florenz. Herwig Maria Stark wurde mehrfach national sowie international ausgezeichnet und ist in zahlreichen privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten.

HERWIG MARIA STARK – Artwork

Foto_privat

6.8.2023_Walter Pobaschnig

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„Was braucht es wirklich im Leben?“ Alexander Absenger, Schauspieler _ Wien 18.8.2023

Lieber Alexander Absenger, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Urlaub. Meer. Wald. Sonne.

Alexander Absenger, Schauspieler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Einander zuhören. Wachsam sein. Miteinander. Vertrauen.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Wir sollten uns einige wichtige Fragen stellen: Wie können wir Frieden schaffen? Wie sieht es mit einer gerechten Verteilung aus? Was wollen wir unseren nachfolgenden Generationen hinterlassen? Was braucht es wirklich im Leben?,…

Theater/Kunst kann Antworten auf diese Fragen geben und stets ein fordernder und sinnlicher Begleiter sein.

Was liest Du derzeit?

Königin der Berge – Daniel Wisser

Auf den Spuren des Hummus – Ariel Rosenthal, Orly Peli-Bronshtein, Dan Alexander

Lustiges Taschenbuch

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Heiterkeit ist weder Tändelei noch Selbstgefälligkeit, sie ist die höchste Erkenntnis und Liebe, ist Bejahen aller Wirklichkeit, Wachsein am Rand aller Tiefen und Abgründe. Sie ist das Geheimnis des Schönen und die eigentliche Substanz jeder Kunst. (Hermann Hesse)

Vielen Dank für das Interview lieber Alexander, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Alexander Absenger, Schauspieler

Zur Person _ Alexander Absenger wurde 1985 geboren und wuchs in Graz auf. Nach seinem abgeschlossenen Schauspielstudium am Konservatorium der Stadt Wien | MUK folgten zahlreiche Produktionen am Theater der Jugend, Schauspielhaus Magdeburg, Theater Osnabrück sowie Gastspiele am Thalia Theater Hamburg, am HKD Teatar Rijeka und in Bozen. Regelmäßige Arbeiten u.a. mit Claudia Bauer, Mateja Koležnik, Nina Mattenklotz, Amélie Niermeyer, Elmar Goerden, Jan Jochymski, Marc Lunghuß und Sascha Hawemann.

Derzeit Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Im Jahr 2015  und 2017 wurde Alexander Absenger für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. 2020 folgte dann der Gewinn des Nestroy Theaterpreises. Er arbeitet auch vermehrt vor der Kamera (Vienna Blood, Tatort, Schnell ermittelt, Soko Kitzbühel, Tage die es nicht gab,… etc.) sowie als Sprecher für Film, Funk und Fernsehen.

Foto_Teresa Marenzi

8.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Schalenmenschen“ Lydia Steinbacher. Erzählungen. Septime Verlag.

Da sind Esther und Linhard. Im Cafè in Madrid. Eine Affäre im Dickicht des Lebens. Nähe und Ferne…

„…heute Abend werden sie schon Zuhause sein und Esther zurück bei ihrer Familie. Allein ist sie nie, obwohl Esther sagt, sie wäre es ohne ihn. Fast ein Jahr sind sie jetzt ein Geheimnis…“

Esther sendet eine Postkarte an ihre Familie. Linhard hatte sie daran erinnert.  

Wie wird es nun weitergehen? Kann das Geheimnis eine Zukunft haben? Heute Abend sind sie wieder zurück. Die Schiebetüren des Flughafens werden geöffnet und geschlossen und dann sie wieder da und dort…oder doch nicht?

Da sind das Aquarium und der knieende Professor davor. Fasziniert vom Mosaikfadenfisch. Es ist in Marlenes Wohnung. Der Mann ist, oder besser war, Nederlandistik Professor Noel auf der Universität. Marlene besuchte seinen Kurs, weil sie eine Sprache lernen wollte und im Bekanntenkreis alle studieren. Jetzt ist er bei ihr, weil er aufgrund von Studenten Beschwerden über seine Unterrichtsfähigkeiten suspendiert worden war und daraufhin auch seine Wohnung kündigte. Schließlich wollte er nach Utrecht zurück, aber Marlene überredete ihn zu bleiben.

„Am nächsten Abend gehen Marlene und Noel ins Planetarium…Alles nimmt seinen Lauf mit dem Meteoriten…Zwischen Mars und Jupiter…“

Ein neues Leben beginnt zwischen Sternen, Himmel und Erde…

Lydia Steinbacher, in Wien lebende Schriftstellerin, legt mit ihren Erzählband „Schalenmenschen“ ein mitreißendes Kaleidoskop von Menschen, Lebenswegen, Begegnungen vor, die individuell bunt gleichsam wie Meteoriten auf die Erde und in Leben fallen, einschlagen, glühen und für Momente verändern, verwandeln, im Erkennen und Leuchten. Bei Sonne und Mond.

Es ist eine ganz außergewöhnliche Aufmerksamkeit für Mensch und Leben, die in einer Leichtigkeit wie Tiefe von Sprache lebendig werden und denen Leserin und Leser begeistert folgen muss.

„Lydia Steinbachers Sprache und Erzählwelt ist ein begeisterndes Universum voll funkelnder faszinierender Lebenssterne!“

„Schalenmenschen“ Lydia Steinbacher. Erzählungen. Septime Verlag.

Gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen

ca. 216 Seiten

erschienen 2019

Preis: 19,40 € [D] 20,00 € [A]

ISBN: 978-3-902711-86-1

Auch als E-Book  

Septime: Lydia Steinbacher | Schalenmenschen (septime-verlag.at)

Zur Person_Lydia Steinbacher

geboren 1993, lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich, studierte Deutsche Philologie an der Universität Wien. Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung sowie des Literaturkreises Podium. Sie wuchs in Hollenstein an der Ybbs auf und sammelte schon früh Erfahrungen im Schreiben, u. a. im Rahmen der Schreibakademie Niederösterreich. Steinbacher ist Trägerin zahlreicher nationaler und internationaler Aufenthalts- und Literaturstipendien. 2017 sorgte ihr Lyrikband Im Grunde sind wir sehr verschieden (Limbus Verlag) für großes mediales Interesse, es folgte die Teilnahme am Poesiefestival Treci Trg in Belgrad. Ihre Erzählungen erschienen in zahlreichen Anthologien. Ihr Erzählband Schalenmenschen erschien 2019. Wolgaland (2022) ist ihr erster Roman.

http://www.septime-verlag.at/autoren/steinbacher.html

Lydia Steinbacher, Schriftstellerin _
Portrait bei Malina _ Wien 5/23

Fotos_Walter Pobaschnig

Walter Pobaschnig  8/2023

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„Einmalig ist unsere Welt, und wir haben nur diese“ Julia Prock-Schauer, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Klosterneuburg/NÖ 17.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

Gerne würde

Ich immer mehr und mehr, jedenfalls

Viel Liebe und Freude in die Welt bringen,

Eine Welt die oft zu Unrecht als so hart gilt


Passend gemacht zu den Gemütern mancher Menschen

Einsam und hart,

Aber ist sie wirklich so, die Welt?

Chaotisch, chancenlos, sagen manche.

Egoistisch, ehrgeizig seien die Menschen.


Aber wir haben doch nur die eine Welt!


Chancen müssen wir sehen, nicht

Hass und Härte.

Alle sind wir verantwortlich, wie es weitergeht,

Niemand ausgenommen.

Chancen können wir sehen, wenn wir es nur wollen.

Einmalig ist unsere Welt, und wir haben nur diese.


Julia Prock-Schauer, 10.8.2023

Julia Prock-Schauer, Schauspielerin und Theatermacherin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Julia Prock-Schauer, Schauspielerin und Theatermacherin

Zur Person _ Julia Prock-Schauer, Schauspielerin.
Sie spielte bereits in Theaterproduktionen in Österreich, Deutschland, Südkorea, Rumänien, Polen und der Slowakei, unter anderem im Sommertheater Klosterneuburg, Theater in der
Drachengasse, Staatstheater Oradea, Stadttheater Leoben, Festival am Semmering, Badener Theatertage, Beethovenfestival Baden, OFF Theater, Pygmaliontheater und viele weitere, darunter zahlreiche Titel- und Hauptrollen: Gretchen in Faust, Cecily in Bunbury, Hermia in Ein Sommernachtstraum, Marie in Woyzeck, Elsa in Lohengrin, Titelrollen in Effi Briest, Antigone, Fräulein Julie, Schneeweißchen und Rosenrot, Leonce und Lena, Lady Windermeres Fächer, Der kleine Prinz, Dornröschen und viele mehr.

Julia Prock-Schauer ist Mitbegründerin und Co-Intendantin des Sommertheaters Klosterneuburg, außerdem Gründerin und Leiterin von Theater und mehr. Auch war sie bereits in Hauptrollen in mehreren Kinospielfilmen, zwei TV-Serien sowie in TV-Produktionen für ORF, ZDF und ARTE und zahlreichen Werbespots zu sehen, zuletzt im Hauptcast der History-Produktion „Wo die Liebe stärker war“ für den ORF. Julia Prock-Schauer
wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet – unter anderem mit dem Kulturförderpreis der Stadt Klosterneuburg und der Auszeichnung als beste Nachwuchsschauspielerin beim Opera Prima Festival.

https://www.juliaprockschauer.at/

Foto_Kristian Achtsnith

10.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig.

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„Es macht wenig Sinn, Dinge festzuhalten und uns vor dem Fluss des Lebens zu verschließen.“ Elvira Deim, Künstlerin _ Aachen/D 17.8.2023

Liebe Elvira Deim, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Vereinfacht gesagt – ich gehe mit einer Mischung aus Impulsivität, Routine und regelmäßig wechselnden Gewohnheiten an den Tag heran. Das kann gleich zu Tagesbeginn das Lesen eines poetischen Textes sein (in den letzten Monaten lese ich hier gerne Erich Fried, Selma Meerbaum-Eisinger oder Rainer Maria Rilke)…. Es gibt leider auch Momente der stumpfen Morgenroutine oder, was ich sehr gerne habe, spontane Begegnungen mit Menschen, aus denen sich anregende Gespräche ergeben.

Elvira Deim, Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, offen zu sein für die Meinung anderer Menschen. Das bedeutet für mich trotzdem, sich bei Gesprächen positionieren zu dürfen. Aber die prinzipielle kindliche Offenheit beim Zuhören und Lernen ermöglicht Entwicklung und Prozesse, die vermutlich wichtig sind, um in Zukunft Weisheit zu erlangen. Ich denke, es macht wenig Sinn, Dinge festzuhalten und uns vor dem Fluss des Lebens zu verschließen.

Weiters schätze ich, dass Humor, Lebensfreude und Leichtigkeit wichtige Wegbegleiter in den kommenden Jahren sein könnten. Wir nehmen uns alle selbst sehr ernst, fühle ich… 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Das ist eine schöne Frage! Und eine Freude, darüber nachdenken zu dürfen.
Neben der oben bereits angesprochenen Offenheit könnte ein wesentlicher Punkt das Vorausfühlen sein. Die Intuition und das Bauchgefühl sprechen zu lassen. Das hat mir im Schauspielstudium sehr geholfen. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mich am Ende des ersten Studienjahres fragte, wie ich es jemals schaffen sollte, die ganzen wunderschönen Dinge zu erkennen, zu erfühlen und an mich heranzulassen, die scheinbar an die anderen Studierenden herankamen… in ihr Sein, oft wie selbstverständlich. Im Sommer sah ich einen Film über Intuition und musste danach heftig weinen.

Was liest Du derzeit?

Ich lese momentan Texte meiner eigenen nächsten Rolle im Schauspiel… und musste beim Lesen oft lächeln, Krimis können sehr  amüsant geschrieben sein!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das Glück des Schauspielers besteht darin, dringend gebraucht zu werden.

Rudolf Tyrolt

Vielen Dank für das Interview liebe Elvira, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Elvira Deim, Künstlerin

Zur Person _ Elvira Deim _Aufgewachsen, Leben in Wien, Ausbildung in der Physiotherapie und des Schauspiels in Wien, besonders in der Kindheit oftmaliges Verweilen bei Verwandten väterlicherseits im mystischen Waldviertel, vor einem halben Jahr Umzug nach Aachen in Deutschland,

Foto_privat

Walter Pobaschnig _ 5.8.2023

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„Die Literatur bietet einen wunderbaren Raum, sich auf das Wesentliche zu besinnen“ Brigitte Baur, Schriftstellerin _ Wien 16.8.2023

Liebe Brigitte Baur, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Sehr friedlich und erfüllt. Da ich nicht mehr berufstätig bin (ich war Lehrerin für Deutsch und Geschichte), kann ich mich nun meinen Interessen widmen, für die früher nicht ausreichend Zeit war.

Brigitte Baur, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das LEBEN nicht aus den Augen zu verlieren.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Sich des enorm hektischen Zeitgeistes bewusst zu sein und der zunehmenden Digitalisierung kritisch gegenüberzustehen, halte ich für enorm wichtig. Die Literatur, die Kunst an sich, bietet einen wunderbaren Raum, sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Was liest Du derzeit?

Ralph Waldo Emerson: Natur

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Heard melodies are sweet, but those unheard are sweeter.“ (John Keats)

Vielen Dank für das Interview liebe Brigitte, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Brigitte Baur, Schriftstellerin

Zur Person_Brigitte Baur, geb. 1961 in Wien. AHS-Lehrerin von 1986 – 2021.

Seit 2016 als Autorin tätig, sechs Veröffentlichungen.

Aktuelle Bucherscheinung _ „Ein stilles Leben“ Brigitte Baur. Roman. Buchschmiede 2022

Othmar Berger, 1926 geboren, wächst in einfachen Verhältnissen in der Steiermark auf. Sein bester Freund Elias ist Jude. Mit dem Beginn des Hitler-Regimes verlieren sie einander. Als Othmar 1947 aus Krieg und Gefangenschaft heimkehrt, beschließt er, sich in Wien ein neues Leben aufzubauen…

Softcover

Format: 120×190

Seitenzahl: 182

ISBN: 978-3-99139-618-5

https://www.buchschmiede.at/app/book/12103-Brigitte-Baur-Ein-stilles-Leben;bookType=PB

Foto_ privat

10.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„gnadenlosigkeit“ Michael Georg Bregel, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ Berlin 16.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE

gnadenlosigkeit

ist

verlockend

einfach


pein

erfahren

andererseits

chaotisch

erschütternd


atempause


cäsaren

haben

allerdings

nur

chauvinistische

empathie


Michael Georg Bregel, 6.8.2023

Michael Georg Bregel,
Autor, Übersetzer, Redakteur und bildender Künstler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Michael Georg Bregel, Autor, Übersetzer, Redakteur und bildender Künstler

Zur Person _ Michael Georg Bregel (*1971 in München, lebt in Berlin) ist gelernter Rundfunkjournalist, war Tageszeitungsredakteur, ist Diplom-Politologe und freiberuflich als Autor, Übersetzer, Redakteur und bildender Künstler tätig. Diverse Ausstellungen, Preise für Lyrik und Journalismus. Neben Herausgaben und zahlreichen Beiträgen in Anthologien und Zeitschriften erschienen von ihm als Einzelveröffentlichungen bislang eine Erzählung, eine Graphic Novel und drei Lyrikbände, zuletzt 2021 „Diesseits“ (edition ..,- Berlin).

Foto_privat

6.8.2023_Walter Pobaschnig

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Station bei Malina _ „Die Erzählfigur ist einem ständigen „Mansplaining“ ausgesetzt“ Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin. _ Wien 15.8.2023

Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

acting Malina
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)
Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

acting Malina
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

50 Jahre – Malina – 1971 – 2021 – Roman _ Ingeborg Bachmann

Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

acting Malina
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Liebe Natalie Campbell, wir sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien. Sind Dir die Orte hier vertraut?

Ja, die Ungargasse ist mir vertraut. Auf Nummer 28 befand sich 2010 die Redaktion des Monatsmagazins Datum. Den Gründer des Magazins, Klaus Stimeder, hatte ich über einen Journalismus-Workshop des Renner-Instituts kennengelernt, als ich mich, frisch in Wien gelandet, im Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft langweilte, und, beeindruckt von seinem leidenschaftlichen Plädoyer für den Qualitätsjournalismus heuerte ich dort als Praktikantin an. Ein halbes Jahr lang bin ich also jeden Tag die Ungargasse rauf und runter spaziert, an der Löwenkopfpforte vorbeigekommen, ohne sie wahrzunehmen, in Gedanken immer woanders, schließlich wollte ich nicht weniger, als beim DATUM die hehre Handwerkskunst des Reportagen-Schreibens zu erlernen.

Außerdem: verwaschene Erinnerungen an ein Glas Vodka Orange auf einem Tisch im Malipop (vgl. Bachmann: 161). Dazu Schallplattenmusik.

Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und dem Roman Malina?

Ich habe Ingeborg Bachmann während meiner Studienzeit entdeckt und der Roman Malina stand lange Zeit in meinem Regal, bevor ich ihn, nach einem meiner zahllosen Umzüge, meiner Mutter vermacht habe – als ich Malina für dieses Interview noch einmal kaufte (in den mütterlichen Buchbeständen war der Roman nicht auffindbar, und so ist Malina wohl das einzige Buch, das ich, Zeit meines Lebens, zweimal kommerziell erworben habe) und las, musste ich zu meinem großen Erstaunen feststellen, dass ich das Gefühl hatte, ich hätte dieses Buch noch niemals in der Hand gehabt. Bin ich tatsächlich so vergesslich? Wenn ja, dann gäbe es durchaus Ähnlichkeiten mit der Hauptfigur des Romans.

Malina zu lesen, bedeutet für mich, sich einem Rauschzustand hinzugeben, wie ein Vortex hat mich der Roman in seinen Bann gezogen und am Ende halbverdaut wieder ausgespuckt: ich habe Übelkeit, Misstrauen und vor allem Wut verspürt. Wut auf ein patriarchales Gesellschaftssystem und die festgefahrenen bürgerlichen Werte, die diese Strukturen weitertragen und miterhalten.

Wie siehst du den Aufbau und das Konzept des Romans?

Der Roman ist in 3 Teile gegliedert, wobei der 2. Teil wie ein Einschub wirkt, gleich einem (Wahn-)Traum holt er Unterbewusstes, in der Tiefe schwelendes, Verloren Geglaubtes an die Oberfläche und offenbart das Innerste der Protagonistin.

Dagegen wirkt Teil 1, mit den sehnsüchtigen Zwiegesprächen zwischen Ivan und Erzählfigur, beinahe wie ein nüchternes Protokoll. Das Ende gibt mir persönlich Rätsel auf. Ich empfinde es in seiner diffusen Art beinahe als unbefriedigend, jedenfalls macht es mich traurig, weil der Kampf der Protagonistin ein hoffnungsloser war.

Die Sätze sind oft sehr lang, verschachtelt, kompliziert, ich empfehle den Roman gierig und in großen Happen zu verschlingen.

Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Romans?

Die ungleichen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen, „Rape Culture“, die gesellschaftliche Legitimation von Gewalt (physisch, verbal, emotional) in romantischen und sexuellen Beziehungen.

Wie ist die Beziehung zwischen Mann und Frau im Roman dargestellt und wie ist dies heute zu sehen?

Die Erzählfigur ist einem ständigen „Mansplaining“ ausgesetzt, wie es heute heißen würde. Obwohl sie so intelligent und erfolgreich scheint, kann sie sich in den Dialogen nicht gegen ihre Männer durchsetzen, sie hält sich selbst für ein hilfloses, unselbstständiges Wesen und wird zusätzlich von Ivan und Malina klein gemacht, teilweise beschimpft, degradiert.

Die ungleichen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen (im Politischen, wie „im Privaten“) sind nach wie vor Realität. Dazu gibt es unzählige Studien und Belege. Der progressivere Teil der Gesellschaft will diese Machtstrukturen gerne aufbrechen – der Rest wünscht sich ein Rückbesinnen auf die „traditionellen Werte“.

Wie siehst du das Ende des Romans?

Malina hat die Erzählfigur auf dem Gewissen, er ist ein Mörder. Die Protagonistin verschwindet nicht freiwillig: sie wurde ausgelöscht.

Welche Eindrücke hast du von den Schauplätzen in der Ungargasse, die wir besucht haben?

Besonders stark sind mir die roten Ameisen im Efeu in Erinnerung geblieben. Mit meinen körperlichen Interventionen bin ich in ihr Territorium eingedrungen und die Rache dafür habe ich noch einige Tage auf meiner Haut gespürt. Auf den Straßenbahnschienen der Ungargasse spazieren zu gehen, war ein befreiendes Erlebnis, ein leichter Nervenkitzel, was ich sehr genossen habe. Ästhetisch besonders ansprechend fand ich das Stiegenhaus im Ivan-Haus: die Wendeltreppe und die gusseisernen Geländer.

Gab es in Deinen Literatur-, Kunstprojekten Berührungspunkte zu Ingeborg Bachmann?

Ich wünschte es wäre so.

Wie war Dein Weg zur Literatur, dem Tanz, der Kunst und was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

„Nimm Umwege“, „Lass dich ablenken“, schreibt Peter Handke in seinem Gedicht „Über die Dörfer“. Seine Empfehlungen sind in meinem Leben Realität geworden. Ins Schreiben bin ich hineingestolpert. Aus einer exzessiven Leserin wurde schon zu Kindheitszeiten eine exzessive Geschichtenerzählerin. Ich habe Geschichten aufgeschrieben, auf Kasettenbänder gesprochen, mir Spiele und Theaterstücke ausgedacht. Nach einem kurzen Abstecher in den Journalismus war mir klar, dass ich fiktive Geschichten schreiben will. Tanzen war eine sehr bewusste Entscheidung. Mitte Zwanzig habe ich mich entschieden, dass ich (auch) Tänzerin sein will, und alles dafür in Bewegung gesetzt, dieses Ziel zu erreichen. Mein Curriculum dafür war und ist ein selbst-organisiertes. Ich liebe das poetische Element in Stücken, interessiere mich für die Dramaturgie hinter körperlichen Performances. Beim Tanzen nimmt die Frage „wie fühlt es sich an?“ mittlerweile mehr Relevanz als „Wie schaut das aus?“ ein.

Ich lande gerade nach 3 Reisejahren mit meinem Van und meiner Familie in Wien. Es fühlt sich alles noch neu und ungewohnt an. Das ist interessant, weil ich doch eigentlich in Wien geboren bin und hier die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe. Im Sommer jetzt unterrichtete ich bei Shake the Break/Impulstanz Wien einen Workshop für Kinder namens Ariadnes Faden.

Was wünscht du Dir für deinen Beruf als Schriftststellerin, Künstlerin?

Ankerkennung. Und Geld. Ich möchte von meiner Arbeit leben können.

Was möchtest du Künstler:innen am Anfang Ihres Weges mitgeben?

Niemals ankommen, immer wieder von vorne anfangen.

Hättest Du mit Ingeborg Bachmann gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?

Wer weiß – hätte ich so ein Treffen organisiert, dann hätten wohl Kaffeehausbesuche auf dem Plan gestanden – etwa das Cafe Benedikt, in der Sechskrügelgasse, gleich bei der Ungargasse, vielleicht das wiedereröffnete Cafe Westend, oder wir wären Pizza essen gegangen, in der Disco Volante, wobei selbst dort die Pizzen sicher nicht so gut wie in Rom schmecken – vielleicht wären wir einfach spazieren gegangen, durch die Stadt oder am Donaukanal entlang, denn im Gehen redet es sich meiner Meinung nach am besten.

Darf ich dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?

M elatonin

A mnesie

L andstraße

I rrsee

N eutrum, n.

A uflösungsprozess

Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

acting Malina
Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  
50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Station bei Malina_Roman Ingeborg Bachmann_Wien_1971

im Interview und szenischem Fotoportrait_acting Malina

Natalie Campbell, Schriftstellerin,Tänzerin.
Transdisziplinäre Künstlerin im Feld von Literatur und Performance_

Romanschauplatz „Malina“ Ingeborg Bachmann (1971) Wien  

50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)Schauspielerin _ Wien _

2023 _ 50.Todesjahr_Ingeborg Bachmann_ Schriftstellerin (25.Juni 1926 Klagenfurt – 17.Oktober 1973 Rom)

Interview und alle Fotos_Romanschauplatz _ Malina_Wien _ Walter Pobaschnig

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Den Schwerpunkt bildet dabei Werk und Leben Ingeborg Bachmanns. Ebenso weitere Künstler:Innen.

Walter Pobaschnig, 8_23

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„Kunst ist für mich immer Menschsein“ Sarah Dvorak, Schauspielerin _ Wien, 15.8.2023

Liebe Sarah Dvorak, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesverlauf ist ein sich ständig wandelndes Phänomen. Jeden Tag warten neue Aufgaben auf mich. Das liegt vor allem daran, dass ich das Glück habe, an vielen verschiedenen Projekte teilzuhaben. Auf der einen Seite sind meine Tage gefüllt mit Worten, ob während dem Sprechen, dem Text lernen, dem Schreiben oder einfach den privaten Diskussionsrunden mit meinen besten Freunden. Auf der anderen Seite baue ich jeden Tag ein neues Level an Organisation und Zahlenverständnis auf. Denn auch das gehört bei mir zu einem bunten Alltag.

Meine größte Aufgabe besteht vor allem darin, diese beiden Welten miteinander zu verbinden.

Sarah Dvorak, Schauspielerin und Sprecherin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Ich denke, die Kommunikation.

Bei den wichtigen Herausforderungen und Themen, die uns heute stetig begegnen und all unseren Fokus und unsere Energie beanspruchen, ist es wirklich einfach, sich in diesen zu verlieren und manchmal auch zu isolieren.
Dabei wird es immer essenzieller, seine eigenen Gedanken und Gefühle zu teilen, egal ob durch Worte oder einfaches Miteinander sein.
Das zeigt auch das Theater sehr gut, das ja auch dann funktioniert, wenn alle zusammen an einem gemeinsamen Bild arbeiten.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Kunst ist für mich immer Menschsein. Und das gilt es während jedem Umbruch und Aufbruch nicht zu verlieren. Kunst zeigt mir, dass es in Ordnung ist, wenn etwas schwer ist, oder sich auch einmal dreckig anfühlt. Die Verbindung im Menschsein mit dem Publikum und den Kolleg:innen gibt neue Energie und neue Perspektiven.

Was liest Du derzeit?

“A room of one’s own” – Virginia Woolf.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„… der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ – Friedrich Schiller

Vielen Dank für das Interview liebe Sarah, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Sarah Dvorak, Schauspielerin und Sprecherin

Zur Person _Sarah Dvorak, ich bin gebürtige Wienerin, in Niederösterreich aufgewachsen und mit einer Liebe zur hochdeutschen Sprache erzogen. 2018 habe ich meine Schauspielausbildung erfolgreich abgeschlossen und arbeite seitdem im Theater in der freien Szene, hinter dem Mikrofon und als Leiterin von eigenen kleinen Projekten. Nebenbei schreibe ich Kurzgeschichten und Gedichte.

http://sarahdvorak.at/Startseite.aspx

Foto _ privat

13.8.2023_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

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„Aus!!!!!“ Elvira Deim, Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Achen 15.8.2023

GIVE PEACE A CHANCE


G anz oft

I st

V ertrauen

E rschüttert


P elzige

E rwartungen

A rbeiten

C haotisch dem Realistischen, Schönem, Heilenden, Befreienden

E ntgegen


A us!!!!!  Lassen wir es zu, das sanfte Kommen der neuen Welt-


C hemie

H eute

A us

N eugierde

C haos wahrnehmen, ansehen, erforschen, lernen, das Sinnvolle darin erkennen

E rkenntnis heilt

Elvira Deim, 5.8.2023

Elvira Deim, Künstlerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Elvira Deim, Künstlerin

Zur Person_ Elvira Deim _Aufgewachsen, Leben in Wien, Ausbildung in der Physiotherapie und des Schauspiels in Wien, besonders in der Kindheit oftmaliges Verweilen bei Verwandten väterlicherseits im mystischen Waldviertel, vor einem halben Jahr Umzug nach Aachen in Deutschland,

Foto_privat

5.8.2023_Walter Pobaschnig

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