Rom. Der Klang dieses Namens weckt sofort verschiedenste Bilder, Assoziationen im Kopf, die individuell den Zauber der „ewigen Stadt“ widerspiegeln…
Der vorliegende Reiseführer der in Italien geborenen und aufgewachsenen Autorin Elisabetta De Luca bietet nun gleichsam eine Verbindung der vielen Begeisterung- und Sehnsuchtsbilder mit ausgewählten Wegen „abseits der Pfade“ klassischer Stadttouren. Vielmehr sind es Wege in das Innere der Geheimnisse einer Stadt, die bei jedem Besuch neu fasziniert…
Es ist ein Flanieren zu Cafès, religiösen und künstlerischen Bezugspunkten, kulinarischen Genüssen wie dem mit und in allen Sinnen Erleben von Ein- und Ausblicken in Gassen, Plätzen und Anhöhen. Das Blättern im reichbebilderten Reiseführer, der auch viele Adressen und praktische Tipps bietet, ist eine vielseitig inspirierende Begleitung und lässt spielerisch leicht Eintauchen in „bella roma“.
„Ein Reiseführer als ganz besonderes Erleben und Erlebnis der ewigen Stadt!“
Rom abseits der Pfade, Elisabetta De Luca. Braumüller Verlag.
Bernhard Dechant, Schauspieler, Autor und Regisseur _ Foto _ aktuelle Produktion: „Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt“ _ Spitzer/Odeon _ Wien
Gehts noch? …….gib dem Frieden eine Chance ?
Ich denk mir….. warum ?
Vielleicht braucht die Menschheit eine ….aber der Frieden ?
Eine weitere? Eine richtige ? Eine geringfügige? Eine realistische ? Eine letzte ?
Peace Friede Salam Baris Schalom мир Paix ?
Eine Chance ? Dem Frieden? Echt Jetzt?
Auf wie vielen Sprachen hat der Frieden diese Chance schon verraten und vertan ?
Chance?…..na gut …denk ich mir nachdem ich mich beruhigt habe ….geben wir ihm halt noch
Eine Chance ….dem Frieden ……wir sind ja keine Unmenschen
A kleine…fürs erste. ..ich mein die hat er sich schon auch verdient über all die Jahre …irgendwie
„Aaaa Chance Aaaa klane Chance„
Hör ich da John Lennon Schlager singen?
Automatische Waffensysteme werden es schon richten….denk ich mir dann
Na …..darüber mach ich mir keine Sorgen.
Chancenlos übermunitioniert geben wir ihm halt noch
Eine Chance …..dem Frieden ? Oder nicht? Kann ja nix passieren ? Oder schon ?
Bernhard Dechant, 7.10.2024
Bernhard Dechant, Schauspieler, Autor und Regisseur
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Bernhard Dechant, Schauspieler, Autor und Regisseur
Zur Person _ Bernhard Dechant wurde 1976 geboren und lebt derzeit als freier Schauspieler, Autor und Regisseur in Wien. Studierte von 1997 bis 2000 Psychologie und von 2000 bis 2003 Schauspiel in Wien. Spielt derzeit „OSKAR WERNER – Kompromisslos in die Wiedergeburt„ Text von Bernhard Dechant unter der Regie von Sophie Resch im Spitzer/Odeon Theater Wien – siehe unten _aktuelle Produktion.
Von 2004 bis 2008 Ensemblemitglied am Theaterhaus Jena.
2008 gewann er mit der von ihm entwickelten und inszenierten Version von „Don Quichote“ den Publikumspreis des 100° Festivals Berlin.
Für das Jahr 2009 wurde er von Christoph Schlingensief für das Fach Regie als Stipendiat der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart ausgewählt.
2010 erhielt er mit dem Caleidospheres e.V. den Förderpreis der LAG Soziokultur Thüringen „Kulturriese 2010″.
2013 erhielt er für das Solostück „Braveheart“ den deutschen Monologpreis „Tonella“.
2015 Nestroy-Preis als Teil des Ensembles für die beste Off- Produktion für „Proletenpassion ff.“ und Extra-Nestroy-Preis für das von ihm mitgegründete Künstler*innenkollektiv „Die Schweigende Mehrheit“,
2016 Preis der Freien Szene und Nominierung für den Nestroy-Spezialpreis für „Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene“.
2017 Dorothea Neff Preis für „Traiskirchen. Das Musical“.
2018 Stadtteilprojekt „WirKommen.at“
2018 Karl Anton Wolf Preis für „Die Schweigende Mehrheit“.
Als Schauspieler arbeitete er unter anderem mit Claus Peymann, Markus Heinzelmann, Hartmut Wickert, Peter Kern, Alice Buddeberg, Tomas Schweigen, Eike Hannemann, norton.commander.Productions, Michael Schachermaier, Christine Eder, Anna Badora, Alexander Charim, Tina Leisch und Christina Tscharyiski.
„Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt “ Theaterstück
Bernhard Dechant: Text / Regie / Spiel Sophie Resch: Text / Regie Stefan Sterzinger: Musik
„Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt“ Bernhard Dechant(Spiel/Text/Regie); Sophie Resch (Text/Regie); Stefan Sterzinger (Musik);
„Ich durfte am Tisch der Götter sitzen; ein Zitat von Oskar Werner, dem Theater- und Filmschauspieler mit der magischen Stimme. Zu Lebzeiten vergöttert von vielen, berühmt geworden durch den Film Jules et Jim, in dem er ein neues, differenziertes Männerbild geprägt hat. Aber: Wie viel Gott verträgt ein einzelner Mensch, ohne daran zu zerbrechen? Und: Wer waren diese Götter, an deren Tafel Werner gesessen ist? Eine Tafel, an der sich der hochsensible Künstler schließlich vor den Augen seines Publikums zu Tode getrunken hat. Im Leben wie im Spiel war Oskar Werner exzessiv und kompromisslos. Bernhard Dechant Sophie Resch und Stefan Sterzinger folgen dieser Maxime, um Mythos und Realität und die Wechselwirkung von Genialität, Sucht und Sensationslust genauer zu untersuchen.
Eine Hommage an den Künstler Oskar Werner entgleist zur erbarmungslosen Auseinandersetzung über den Umgang der österreichischen Gesellschaft mit der Volksdroge Alkohol.
Wollen wir an Oskar Werners „Tisch der Götter“ sitzen oder darunter liegen? „Im Scheitern liegt die größte Wahrheit und nur die Liebe zur Wahrheit schafft Wunder“ Der Abend scheitert, doch das Glas bleibt halbvoll.
1525. Europa. Die Welt ist im Wandel. Gott, Mensch, Welt werden im Prozess der Reformation neu verstanden und belebt. Ungeahnte Veränderungen erfassen weite Teile Europas. Und diese greifen bis in die Mitte der Lebensräume aller Menschen. Aus der bäuerlichen Bevölkerung werden Stimmen und schließlich bewaffnete Bewegungen laut, die gesellschaftliche Hierarchien umzustürzen versuchen. Der Bauernkrieg beginnt und wird zur großflächigen blutigen Auseinandersetzung im deutschsprachigen mitteleuropäischen Raum…
Gerd Schwerhoff, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Technischen Universität Dresden, legt eine umfassende historische Analyse der Zeit der Bauernkriege, die Voraussetzungen, Ursachen, Verlauf wie Folgen in 18.Kapiteln fußend auf neuester Quellenlage öffnen und darstellen. Viele Stationen, Etappen wie erstaunliche Aspekte, etwa die Organisationsstruktur und gesellschaftlichen Visionen von Bauernvereinigungen, werden dabei kompetent wie gut lesbar festgehalten.
Zahlreiche Abbildungen und Landkarten wie ein umfangreicher Anhang mit Personen/Ortsregister, Quellen, Literatur runden ein sehr gelungenes historisches Grundlagenwerk ab.
Der Bauernkrieg.Eine wilde Handlung. Schwerhoff, Gerd. Beck Verlag.
Liebe Grischka Voss, in Deinem Theaterstück „F*ING HOT!“ geht es um das wechselvolle Erleben, Selbstverständnis im Klimakterium. Wie kam es zu Entstehung, Konzeption des Stückes?
Die Initialzündung war rückblickend betrachtet eine Zuschauerin, die mir im Theater Drachengasse/Wien nach einer Vorstellung von “Bulletproof” – meinem Ein-Frau-Stück über die Lust der Frau, sämtliche weibliche Körperflüssigkeiten und Tabus – eine Graphic Novel schenkte, mit der Bitte, ich solle als nächstes ein Stück über das Klimakterium machen, das sei ein noch viel größeres Tabu.
Ich (damals 51) dachte mir “aha” und legte “Francine und die total heiße Phase” auf den Stapel für zu lesende Bücher…Etwa ein halbes Jahr später wollte ich in der Früh aufstehen und konnte plötzlich weder meine Knie durchstrecken, noch meine Arme. Ächzend vor Gelenkschmerzen bewegte ich mich im Schneckentempo durch die Wohnung, voller Panik, ich könnte unter plötzlicher Arthrose oder frühzeitiger Versteinerung leiden. Fast gleichzeitig bekam ich Schlafstörungen und wachte jede Nacht gegen drei Uhr auf, zur sogenannten Wolfsstunde, wie ich Internet erfuhr.
“Bulletproof” _ Grischka Voss
Ich begann weiter zu recherchieren und stieß schließlich auf Wechselbeschwerden. Quasi wie auf Knopfdruck, bekam ich zur Bestätigung meine erste Wallung. Ich erinnerte mich wieder an die Graphic Novel, die mir die Zuschauerin geschenkt hatte, auf deren Cover eine schwitzende Frau mit verzweifeltem Gesichtsausdruck in ihrem Bett sitzend, abgebildet war.
Nach der Lektüre der offensichtlich extrem schrecklichen Wechselbeschwerden der Verfasserin, war ich relativ niedergeschlagen, legte das Buch weg und beschloss weiter zu recherchieren. Dachte mir, der Wechsel kann doch nicht das absolute Ende, das pure Grauen, nur Verdammnis und Verwesung sein!
Ich führte zahlreiche Gespräche mit Frauen von 37-78 Jahren über ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema Klimakterium, weiblicher Körper, Frausein und Sexualität. Ausnahmslos beschrieben meine Gesprächspartnerinnen ein Gefühl der Unsichtbarkeit, der Scham und der Geschlechtslosigkeit/ Asexualität, als hätte man ihnen “mit dem Ende der Menstruation und der Fruchtbarkeit den Begriff Frau genommen” und damit einen Teil ihrer Daseinsberechtigung. Das will ich ändern. Meiner Meinung nach ist diese Betrachtungsweise der Frau als wandelndes Fortpflanzungsorgan, ein Überbleibsel nationasozialistischen Gedankenguts und gehört dringend ausgetauscht und geändert!
Wie kann Glücklichsein im Klimakterium – alleine oder in Zweisamkeit -gelingen?
Ich denke, je mehr Frauen und Männer über das Klimakterium und die Andropause wissen, um so besser können sie damit umgehen und vor allem auch aufeinander eingehen und, was ich besonders wichtig finde, es mit Humor nehmen!
Ich bin davon überzeugt, so manche Beziehung würde nicht genau in dieser Lebensphase zerbrechen, wenn die Partner voneinander wüssten, was sie jeweils gerade durchmachen und dementsprechend mehr Geduld und Toleranz füreinander aufbringen könnten.
Was macht erfülltes Leben, Liebe aus?
Das ist schwer zu beantworten, da Menschen unter erfülltes Leben und Liebe sehr unterschiedliche Dinge verstehen.
Ich denke, es ist wichtig, sich selbst im Laufe seines Lebens wirklich gut kennenzulernen und zu lernen sich selbst für alles, was man ist zu akzeptieren und zu lieben. Dann, so glaube ich, kann man auch mit derselben Toleranz und demselben Respekt andere lieben.
Ein erfülltes Leben zu führen, heißt für mich, sich mit liebenswerten Menschen zu umgeben, den oder die Berufe zu finden, die einen erfüllen und in denen man wachsen kann und mit großer Neugier und Offenheit, die Welt zu erforschen und Wissen anzusammeln.
Wie lebst Du Sexualität?
Ich finde Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit und des Wohlbefindens der Menschen und sie sollte ohne Scham aktiv gelebt werden können, egal ob mit oder ohne Partner. Und weil dieses Recht Frauen in unserer Gesellschaft noch immer abgesprochen wird und eine Frau, die ihre Sexualität offensiv lebt auch heute, im 21. Jahrhundert (!) sofort als Schlampe beschimpft wird, habe ich mein Stück “Bulletproof” geschrieben. Ich möchte damit Frauen ermutigen, ihre Lust zu entdecken und zu leben, ohne Scham.
Wie siehst Du die Stellung der Frau im Zusammenhang aktueller politischer Entwicklungen in Österreich?
Im Moment haben wir in Österreich, aber auch weltweit eine ganz furchtbare Entwicklung in den Rechtsextremismus und alle humanen Errungenschaften, die in den Menschenrechten zusammengefasst wurden, müssen wieder mit vollem Einsatz zurück erkämpft werden. Das gilt besonders auch für Frauenrechte, wie das Recht auf Abtreibung und selbst über den eigenen Körper bestimmen zu dürfen. Dazu gehört für mich auch, dass nicht jede Frau Mutter sein möchte und eine Frau ohne Kinder genauso glücklich sein kann. Immer noch ein riesiges Tabu.
Was wünscht Du Dir für Frau, Land und Leute?
Was mich schon bei meinen Recherchen zu “Bulletproof” erschüttert hatte war, wie wenig Frauen, ich eingeschlossen, über den weiblichen Körper wissen, über das eigene Geschlechtsorgan. Das Unwissen von Frauen über das Klimakterium toppt jedoch alles. Wir wissen nicht einmal die richtige Bezeichnung dafür. Die sogenannte Menopause bezeichnet zum Beispiel lediglich die allerletzte Regelblutung einer Frau. Das Klimakterium besteht aus drei Phasen, die sich über einen Zeitraum von bis zu Zwanzig Jahren erstrecken können und es gibt zahllose Formen von Wechselbeschwerden, die Frauen nicht als solche erkennen, weil sie darüber nicht aufgeklärt wurden. Die Frauengesundheitsforschung im Altersbereich 40➕ steckt in den Kinderschuhen. Das ist absurd, weil es verdammt viele Frauen in diesem Alter gibt und es eigentlich ein riesiger Markt ist. Langsam tut sich etwas, entstehen Plattformen, vernetzen sich Frauen aus Wissenschaft, Medizin, Medien, machen das Klimakterium zum Thema, über das gesprochen wird, aber immer noch sehr leise…
Was mich zu meinem Hauptangriffspunkt führt, nämlich dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wir nicht altern dürfen, heute ist es ein Skandal, wenn man so aussieht, wie man alt ist. Und deshalb sind die Wechseljahre der Frau, aber auch die des Mannes (Andropause) so ein gigantisches Tabu.
Es war überhaupt nicht so leicht, Frauen zu finden, die mit mir über das Thema Klimakterium sprechen wollten, weil das natürlich auch bedeutet, dass man in einer bestimmten Lebensphase angekommen ist.
Die gesellschaftlich bedingte Alterspanik und der Schönheitskorrekturwahn führen so weit, dass bereits Teenager an ihren Gesichtern und Körpern herum “optimieren”. Das ist wirklich grauenhaft.
Immerhin werben nun schon einige Mode und Kosmetikfirmen mit Models, die keine Barbiefigur haben und nicht weiß sind.
Genau so wichtig wäre es aber, dass im Fernsehen, Kino und in den Medien Bilder von Menschen gezeigt werden, die Falten und Altersflecken haben. Wer sagt, dass diese Menschen nicht schön sind?
Die Angst davor alt auszusehen, ist zudem eine perverse Dekadenz, da man eigentlich zutiefst dankbar dafür sein sollte, alt werden zu dürfen und nicht eine fatale Diagnose zu bekommen.
Mein Stück F*ING HOT! über die Wechseljahre spiele ich am 20.10. in der URANIA und am 1./2.11. im Theater Odeon/Spitzer
“Bulletproof” über die Lüste der Frau und sämtliche weibliche Körperflüssigkeiten, spiele ich am 25./26.10. im Theater Odeon/Spitzer
Herzlichen Dank für das Interview!
Aktuelle Produktionen von und mit Grischka Voss:
“Bulletproof”Grischka Voss
“Bulletproof”
25./26.10. im Theater Odeon/Spitzer/Wien
Im Spitzer Taborstraße 10, Innenhof links 1020 Wien spitzer@odeon.at
Ich liebe meine Lust. Bulletproof ist die Geschichte von Amanda, einem weiblichen Freigeist. Sie ist präpotent, konsumiert Sex wie andere Kaffee oder Alkohol und liebt es, mit offener Lederjacke und nacktem Oberkörper vor ihren Lovern auf und ab zu stolzieren. Angst vor dem Alter kennt sie nicht, es gibt immer noch Ältere. Amanda nennt die Dinge beim Namen und spricht hemmungslos, frech und witzig über ihre Lust, weibliche Körperflüssigkeiten oder Selbstbefriedigung und räumt auf mit weiblichen Klischeebildern. Bulletproof ist aber auch die Geschichte einer Frau, auf der schmerzlichen Suche nach der Liebe zu sich selbst.
Eine offensive Ein-Frau-Performance von und mit Grischka Voss, produziert von Theater Drachengasse.
Der Wechsel ist genau wie die Pubertät, man schwitzt, kriegt Haare an Stellen, wo vorher keine waren, wird moppelig, stellt sich komplett in Frage, mit dem Ergebnis, dass man danach eine tolle Frau ist!
Amanda versteht die Welt nicht mehr. Warum wird das Klimakterium gleichgesetzt mit Leid, Verwesung und Verdammnis? Wieso soll einen die Menopause entweiblichen oder entsexualisieren?
Mit voller Wucht und Wortwitz attackiert die fünfzigjährige Lebens-Kamikazin Amanda das Stigma “Frau im Wechsel”, zerrt es aus dem Verdrängungsjenseits, um es zu zerschmettern und endlich die grandiosen Vorteile dieser weiblichen Umbruchsphase zu beleuchten. Sie nimmt uns mit auf eine wilde Forschungsreise durch sämtliche Wechselgebiete, und empört sich, dass die wenigsten Frauen überhaupt wissen, was Klimakterium genau bedeutet. Sie ärgert sich über die mangelnde Frauengesundheitsforschung in diesem Bereich und sie fragt sich, wieso es heute ein Skandal ist, wenn man so alt aussieht wie man ist, und sich Frauen im Klimakterium plötzlich “unfuckable” fühlen.
Mit heißen Fakten, schrägem Humor und frechen Songs soll F*ing Hot! Frauen dazu ermutigen, das Klimakterium und sich selbst mit einem neuen Blick zu sehen, einem weiblichen, positiven. Amanda sieht in den Wechseljahren mehr Lust, mehr Erfahrung, mehr Wissen, mehr Können, mehr Freiheit. Für sie sind Frauen im Klimakterium Heldinnen.
Regie: Kristina Bangert, Grischka Voss Bühne, Kostüme: Ágnes Hamvas Musik: Lonesome Andi Haller Choreografie: Peter Beil Regieassistenz: Antonia Luka Gottwald Es spielt: Grischka Voss Eine Produktion von Theater Drachengasse.
Zur Person/über mich: Grischka Voss (D) Schauspielerin, Autorin, Regisseurin 1993-1995 Ausbildung für Schauspiel und Tanz in New York und Wien 1996 Akademietheater, „Ballade vom Wiener Schnitzel“/George Tabori; Volkstheater „Cyrano de Bergerac“/ Michael Schottenberg 1997-2017 gründete und leitete die freie Künstlerin gemeinsam mit Ernst Weigel „das bernhard ensemble“, das ab 2006 in Wien, im „Das OFF Theater“ beheimatet war.
Sie versteht sich als freie Geschichtenerzählerin mit starken sozialen Anliegen, schuf zahlreiche Stücke für das bernhard ensemble, mit denen sie im In – und Ausland gastierte, spielt, inszeniert und zeichnet zumeist auch für Bühne und Ausstattung ihrer Produktionen.
Im Sommer 2017 verließ sie das bernhard ensemble, trat als Schauspielerin und Autorin bei „Ganymed female“ im Kunsthistorischen Museum Wien, bei den Gmundner Sommerfestspielen mit „Noch ein Fest für Boris“ auf, verfasste ihre Autobiographie „Wer nicht kämpft, hat schon verloren“ (Amalthea Verlag), aus der sie u.a. beim Literaturfestival „Blätterwirbel“ im Theater in der Josefstadt oder an der Schaubühne Berlin gelesen hat.
2018 schrieb und spielte sie für Veronika Glatzners Projekt „Habenichtse“ im Fasanviertel einen Monolog zum Thema: mündet der Wiederverwertungstrend in eine neue Form des Kapitalismus?
Seit 2017 verfasst sie auch Artikel für die Salzburger Nachrichten.
2019 verfasste sie das offensive Ein-Frau-Stück „Bulletproof“ über die Lust der Frau und ihre ständige Unterdrückung, das sie im Jänner 2020 im Theater Drachengasse in Wien uraufführte und spielte.
2021 Neuausgabe von „Ich bin kein Papagei“ (Amalthea Verlag), für das sie das Nachwort verfasste, Wiederaufnahme “Bulletproof” im Theater Drachengasse.
2023 schrieb sie ein Theaterstück über das Klimakterium der Frau, Titel “FING HOT!”, das im Theater Drachengasse uraufgeführt wurde. Es folgten zahlreiche Gastspiele mit FING HOT! innerhalb Österreichs und eine Wiederaufnahme im Theater Drachengasse.
Bei “Ganymed Bridge” spielte sie einen Monolog von Teresa Präauer (Regie Jacqueline Kornmüller), im Projekt “Lagerkollaps” spielte sie unter der Regie von Veronika Glatzner den selbstverfassten Monolog “Storebox-Mom”. Ebenso wirkte sie in einem “Tatort” unter der Regie von Katarina Mückstein und dem TV-Film “Ewig Dein”, Regie Johanna Moder mit, sowie in der Miniserie “Kafka”, Regie David Schalko. Mit Regisseur Stefan Manuel Eggenweber drehte sie den Kinofilm “Zwei verletzte Tiere im Wald”.
2024 verfasste sie für Regisseurin Barbara Herold das Theaterstück “Ein Albtraum in zwölf Bildern” zum Thema Abtreibung (UA im Alten Hallenbad in Vorarlberg)
Preise: Nestroy für die beste Off Theater Produktion 2001, zahlreiche weitere Nominierungen
Stipendien: 2020 COVID 19 Arbeitsstipendium der MA 7 für Roman „Amanda liebt es…“ 2020 Einmaliges Arbeitsstipendium vom BMK IV/A/5, für Roman „Tanzen unten ohne“ 2023 DramatikerInnen Stipendium der Stadt Wien für “FING HOT!”
Bibliographie Bücher: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren“ Erinnerungen eines Gauklerkindes 2017 Amalthea Verlag „Ich bin kein Papagei“ (Autorin von Schlusswort und Herausgeberin) 2021 Amalthea Verlag
Theaterstücke: „Hundert Gründe eine Diva zu werden“, UA 1998, Theater des Augenblicks, Wien „Das Kistenmädchen“, UA 2003, Stadtinitiative Wien „Ab und zu kleine Gemütsschwankungen“, UA 2004, WUK, Wien „Monster“, UA 2008, das OFF Theater, Wien „Myface – Liebe mich!“, UA 2010, das OFF Theater, Wien „Skinned – Ohne Haut“, UA 2014, das OFF Theater, Wien „Invidia – der böse Blick“, UA 2017, das OFF Theater Wien „Zwei Briefe“ UA 2017, Ganymed female/ Kunsthistorisches Museum Wien „Willgeben“ UA 2018, „Habenichtse“ im Fasanviertel, Wien „Bulletproof“ UA 2020, Theater Drachengasse, Wien “FING HOT!” UA 2023, Theater Drachengasse, Wien “Ein Albtraum in zwölf Bildern” UA 2024, Altes Hallenbad, Feldkirch
Über den Versuch, meiner Tochter den Flug der Friedenstaube zu erklären
Ich habe, nachdem unser Gespräch über den Frieden ein geflügeltes Wort nach dem anderen angelockt hatte, meiner Tochter versucht zu erklären, was eine Friedenstaube ist: Eine Friedenstaube ist, erklärte ich ihr, ein Vogel, der für gewöhnlich ein schneeweißes Gefieder hat, das für Unschuld stehe. Die Unschuld sei so etwas wie ein noch ziemlich sauberes Lätzchen, also so ganz ohne Möhren- oder Schokopuddingflecken. Die Taube sei ein Symbol, ein Zeichen für etwas ungemein Friedfertiges, der Vogel stehe sozusagen für den Frieden unter den Menschen, also auch für die vielen Freundschaften zwischen den Menschen über sämtliche Landesgrenzen hinweg, was bedeutet, dass die Taube eine ziemlich schwere Bürde trage, was ihren Flug sicherlich nicht leichter mache. Wo nämlich kein Frieden herrsche, erklärte ich meiner Tochter, dort können auch die Menschen, wenn überhaupt, nur unter erschwerten Bedingungen Freundschaften schließen. Dies erst recht, wenn sie, was gegenwärtig leider der Fall ist, in Ländern wie Russland oder der Ukraine lebten, die sich nicht mehr so gut verstehen würden, weil das viel größere Land die Freundschaft mit dem deutlich kleineren aufgekündigt und es überfallen hat, was eine ziemlich gemeine Sache ist. Ich habe ihr auch in ein, zwei Sätzen vom jüngsten Konflikt im Nahen Osten erzählt, davon, dass die Menschen, die diese leidgeprüfte Region bewohnen, sich mehr denn je nach dem Frieden sehnen würden und dass die Friedenstaube hier ihren Ursprung habe, dass ihr erster Taubenschlag hier angesiedelt sei und sie eigentlich gerne einmal dorthin zurückkehren würde – also so in etwa habe ich versucht, ihr zu erklären, was eine Friedenstaube ist (ich glaube, es waren auch andere Worte darunter, die mir leider wieder entfallen sind. Es waren sicherlich geflügelte, denn kaum, dass ich sie ausgesprochen hatte, hatten sie sich auf und davongemacht). Jedenfalls habe ich der Kleinen auch das Gegenbild gezeichnet, dass heißt, ich habe ihr von den Falken erzählt. Ich habe ihr erzählt, dass die Greifvögel in einer erbitterten Gegnerschaft zur Friedenstaube stünden. Und dass die Falken die Taube daran hindern würden, einmal um die Erde zu fliegen, was zugegebenermaßen gar nicht so schwer ist, schließlich ist die Erde rund wie ein Ball. Die Taube müsse nur immerzu geradeaus fliegen, sie könne sich im Grunde gar nicht verfliegen, irgendwann habe sie durch ihre bloße Anwesenheit allen Menschen die Schönheit des Lebens, für dessen Unversehrtheit der Vogel vor allen Dingen steht, vor Augen geführt, so dass zahlreiche Freundschaften zwischen ihnen entstehen und zwar, wie gesagt, über sämtliche Landesgrenzen hinweg.
Ich habe der Kleinen allerdings auch erklärt, dass die Greifvögel die Taube durch ihre schiere Präsenz immerzu in Angst und Schrecken versetzen würden. Ihre Verunsicherung gehe so weit, dass die Taube sich nicht einmal mehr traue, ihre Schwingen auszubreiten, geschweige denn, sich aufzuschwingen und zu fliegen, wohin sie möchte, meinetwegen nach Kapstadt oder nach Helgoland oder von mir aus bis zum Nordpol, wo sie sich zugegebenermaßen ein ziemlich dickes Fell zulegen müsste. Die Gegnerschaft der Falken liege sicher an der Unschuld der Taube, dass heißt an ihrem schneeweißen Gefieder. Ihre Schönheit wecke geradezu die Begehrlichkeiten der Greifvögel, die sich beim Anblick der Taube zwangsläufig ihrer eigenen Schuld bewusst werden würden – der Blick auf ihre blutigen Fänge lasse gar keinen anderen Schluss zu! – was dazu führe, dass die Falken den Himmel pausenlos nach dem Friedensboten absuchen würden, glücklicherweise ist er ihnen bisher nicht in die Fänge geraten. Zieht man das ungleiche Machtverhältnis zwischen den Falken und der Taube in Betracht, so wird letztlich alles beim Alten bleiben, was ein recht pessimistischer, aber doch realistischer Blick in die Zukunft ist. Ich wollte der Kleinen damit lediglich vor Augen führen, dass es mit der Welt, in der wir leben, alles andere als gut steht: Die gegenwärtigen Kriege, die häufig aus geostrategischen Interessen geführt werden, die vielen Toten, Verletzten und Traumatisierten und die enorme Anzahl an Geflüchteten, die zunehmende Armut breiter Bevölkerungsschichten selbst in den reichsten Ländern dieser Welt, der aufkommende Populismus und die Schwächung der Demokratien, vor allem der Klimawandel mache der Welt und den Menschen darin zusehends zu schaffen (ich habeder Kleinen lediglich den Klimawandel vor Augen geführt, während ich mir den Rest, der selbst hartgesottene Erwachsene zu schaffen macht, bloß gedacht habe). Irgendwann werde uns allen, sollten wir so weiter machen, wie bisher, die Puste ausgehen oder das Wasser bis zum Hals stehen – oder alles auf einmal.
Die Falken hätten, so lautete mein Fazit, nach wie vor leichtes Spiel mit der Taube, sie würden ihr auch künftig den Horizont streitig machen. Doch irgendwann würde auch den schnellsten Falken die Puste ausgehen, dies sei nur eine Frage der Zeit. Die Greifvögel müssten anschließend ihre Manöver unterbrechen und auf einem Ast notlanden, meinetwegen irgendwo vor Moskau, Washington oder Peking und dann, ja, dann stünde dem Flug der Friedenstaube rund um den Erdball nichts mehr im Weg.
Jedenfalls haben wir uns ans Fenster gestellt, die Kleine und ich; sie stand auf der Fensterbank und ich neben ihr und wir haben Ausschau gehalten nach der Friedenstaube. Und tatsächlich, wir hatten Glück! Dass heißt, wir haben zunächst einige Krähen dabei beobachtet, wie sie die Gegend unsicher machten. Danach haben wir zwei Falken gesehen, dass heißt, wir haben bloß gehört, wie zwei riesige Greifvögel, die stählerne Fänge unter ihren Gefiedern bargen, nacheinander am Himmel entlang donnerten. Wir hatten die Hoffnung bereits aufgegeben und am Himmel zogen auch schon dunkle Wolken auf, da sahen wir mit einem Mal eine Taube auf dem Dach des gegenüberliegenden Hauses sitzen, ganz in weiß, eine echte Friedenstaube! Wir konnten unser Glück kaum glauben. Wenn nicht wir an den Frieden glauben, so dachte ich in diesem Moment, wer sonst sollte dies tun in Zeiten des Krieges? Etwa die Krähen dort draußen? Oder vielleicht die Falken über uns?
Die Taube auf dem Dach jedenfalls flog plötzlich auf und davon, irgendetwas hatte sie aufgescheucht. Die Kleine und ich, wir haben ihr viel Glück gewünscht (lieber eine Friedenstaube auf dem Dach als ein Spatz in der Hand!). Meine Tochter breitete kurz darauf ihre Arme aus und sah mich mit großen, erwartungsvollen Augen an. „Papa, fängst du mich auf?“ – noch bevor ich realisieren konnte, sprang sie von der Fensterbank, sicher in meine Arme.
Vater &Tochter 3.10.2024
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Bülent Kacan, Schriftsteller
Zur Person_Bülent Kacan, Schriftsteller, wurde am 18. Juli 1975 geboren. Er lebt und arbeitet in Minden, Westfalen.
Bülent Kacan wurde 2023 mit dem Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor:innen nichtdeutscher Erstsprache ausgezeichnet.
Die Welt der Wikinger. Das Mittelalter ist die Zeit, in der es zum Aufbruch bewaffneter Volksgruppen aus dem Norden und Osten Europas per Schiff an Meeren und Flüssen in die Herrschafts-, und Wohngebiete des Kontinentes kommt. Es kommt zu blutigen Zusammenstößen und Raubzügen, die bis heute das historische Bild prägen, welches auch Aufnahme in zahlreichen Filmen, Büchern findet.
Doch was ist über das tägliche Leben der Wikinger bekannt? Wie lebten die Familien? Wie waren Stellung und Position der Frau?
Jóhanna Katrín Friðriksdóttir, Mediävistin und Literaturwissenschaftlerin an der Yale University/USA mit den Forschungsschwerpunkten Wikinger, isländische Saga-Literatur, Mythologie und Gendergeschichte, legt nun eine interessante wie spannende Spurensuche zu den „Frauen in der Welt der Wikinger“ vor, die Kindheit, Jugend, Ehe/Scheidung, Witwendasein, weiteres im Licht aktueller wissenschaftlicher Quellen anschaulich lebendig werden lassen.
„Eine ganz außergewöhnliche Entdeckungsreise zu Leben und Stellung der Frau in der Welt der Wikinger.“
Walküren. Frauen in der Welt der Wikinger. Friðriksdóttir, Jóhanna Katrín. Beck Verlag. Aus dem Englischen von Franka Reinhart und Violeta Topalova.
Hardcover
ISBN 978-3-406-81754-0
Erscheint am 19. September 2024
304 S., mit 7 Schwarzweiß- und 16 Farbabbildungen in einem Tafelteil
Lieber Philip Krömer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Care-Arbeit und inspirierende Momente, und wenn die nächste Deadline zwickt, schuften bis zur Selbstaufgabe. Dazwischen etwas Sport und zerstreuende Lektüre.
Philip Krömer, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Verlässliche Infos (Zeitung) und Empathie (Belletristik). Druckwerk jedenfalls, wie gehabt.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wir brauchen Gemeinschaft, Offenheit, Kompromissfähigkeit. Indem wir bei der Lektüre von Romanen und Erzählungen deren Geschichten nicht nur als Zeugen erleben, sondern sie uns aneignen, lernen wir, dass so viele Wahrheiten und Perspektiven existieren wie Menschen auf der Welt. Deswegen gibt es unter Anti-Demokraten und Faschistenwählern die meisten Lektüreverweigerer.
Was liest Du derzeit?
Die Lektoratsanmerkungen zu meinem zweiten Roman „Kumari“, der im Frühjahr 2025 bei Septime Wien erscheint. Außerdem … Alain Damasio: „Die Horde im Gegenwind“. Marian Engel: „Bär“. Ljudmila Ulizkaja: „Reise in den siebenten Himmel“. Tobias O. Meissner: „Barbarendämmerung“. Je nach Laune.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Materie ist nur der biegsamste Teil von Wahrheit.“ Schreibt Christian Schloyer in seinem neuen Gedichtband „VENUS-MARS“.
Vielen Dank für das Interview, lieber Philip, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Philip Krömer, Schriftsteller
Zur Person/über mich:Philip Krömer, geboren 1988 in Amberg, studierte Germanistik und Buchwissenschaft. Heute lebt er als freier Schriftsteller mit seiner Familie in Erlangen. Sein Debütroman „Ymir“ (2016) und sein Erzählungsband „Ein Vogel ist er nicht“ (2019) wurden beide vom Hotlist-Kuratorium unter die 30 besten Indie-Bücher des Jahres gewählt. Für seine literarische Arbeit erhielt Krömer mehrere Auszeichnungen, darunter 2015 den Publikumspreis beim 23. open mike Berlin und 2020 den Nürnberger Kulturpreis. 2023 war er Stifter-Stipendiat im tschechischen Horní Planá. 2025 erscheint sein zweiter Roman „Kumari“ im Septime Verlag Wien.
Es ist eine laufende sehr bemerkenswerte Ausstellung im jüdischen Museum Wien (vom 18. September 2024 bis 16. März 2025), die sich mit Gedächtnis, Herausforderung und Umgang mit der Shoa, der Ermordung jüdischer Bevölkerung in den Jahren nationalsozialistischer Herrschaft im 20.Jahrhundert, in der Generation der Enkelinnen und Enkel, der dritten Generation beschäftigt.
Der vorliegende Band, in gewohnt hervorragender Editionsqualität in Wort&Bild, umfasst einen Essay- wie Katalogteil, die aus verschiedensten Perspektiven Einblicke in persönliche Erfahrungen, familiäre wie gesellschaftliche Gedächtnismodelle, wissenschaftliche Studieneinblicke und künstlerische Zugänge öffnen und so den sehr zu empfehlenden Ausstellungsrundgang vertiefen und weitere Reflexion zulassen.
Die Dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis. Sabine Apostolo (Hg.), Gabriele Kohlbauer-Fritz (Hg.), Agnes Meisinger (Hg.), Hentrich&Hentrich Verlag.
The Third Generation. The Holocaust in Family Memory
Es ist ein Tag wie immer als Yoko die Glückskekse ihrer Manufaktur zum chinesischen Restaurant bringt. Im Hinterhof sieht sie einen angeketteten, mageren Hund und streichelt ihn. Kurz geht sie ins Restaurant, wechselt ein paar Worte und geht dann zurück in den Hof. Doch hier hat sich plötzlich die Situation völlig verändert. Der Hund wird geschlagen, zwei Männer sind da, und Yoko greift ein, mutig für das Leben…
Doch sie ahnt noch nicht, was sich nun auftun wird an Dunkelheit, Gewalt und auch ungeahnter Kraft und Mut…
Bestsellerautor Bernhard Aichner legt mit „Yoko“ wieder Krimispannung vom Feinsten vor. Von der ersten Seite an werden Leserin und Leser hineingezogen in die Zerbrechlichkeit des Lebens und auch den überraschenden Horizonten und Hoffnungen des Menschseins.
„Bestsellerautor Bernhard Aichner begeistert auch in seinem neuen Thriller in Spannung und Lesegenuss.“
Yoko. Bernhard Aichner. Thriller. Wunderlich Verlag.
„Café Buchwald“, Berlin, ist ein klingender Name in der faszinierenden Welt der Cafès und Konditoreien Europas und schon beim Eintritt umgibt die Aura großer Tradition Besucherinnen und Besucher, die dann im Kosten, genießen gänzlich zum rundum Erlebnis und Ereignis wird. Legendär ist vor allem auch der Baumkuchen, der höchste Konditorkunst darstellt.
Doch welche Geschichte und Geschichten stehen nun hinter diesen wunderbaren Gaumenfreuden? Wie beginn alles? Und wie gestaltete sich der Weg an der Wende zum 20.Jahrhundert?
Die Autorin Maria Wachter nimmt im vorliegenden Roman Leserin und Leser in einer spannenden Familiengeschichte mit hinein in die Welt duftender backfrischer Delikatessen des legendären Berliner Cafès Buchwald zwischen Glück und Dramatikin der glitzernden, schillernden Zeit Ende des 19.Jahunderts und den Weg in neues Jahrhundert.
Der Roman nimmt Leserin und Leser von der ersten Seite an faszinierend mit und lässt über Familienereignissen, Schicksalen im Spannungsfeld von Cafè und Gesellschaft mitfühlen, miterleben im Hell und Dunkel der Zeit.
„Ein Roman wie ein wunderbarer Kaffeehausbesuch – sinnlich, genussvoll, erfrischend.“
Café Buchwald, Maria Wachter. Roman. Piper Verlag.