Zur Person_Janine Gerber studierte Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
Sie arbeitet in einer ehemaligen Schmiede auf dem Land nicht weit von Lübeck und ihr Thema ist die Fläche, in die sich äußere Faktoren wie das natürliche Licht, Bewegung, Geruch einweben. Sie arbeitet in den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur und Performance.
Lieber Harry Lampl, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Im Moment genieße ich, dass es Frühling wird in Hamburg. Ich stehe meist vor sieben Uhr auf und im Winter ist es hier im Norden lange dunkel. Das schlägt aufs Gemüt. Aber dafür geht es mit der Laune, wenn die Tage wieder länger werden, auch umso schneller wieder bergauf.
Die Vormittage nutze ich zum Sport. Körperlich und geistig. Ich versuche jeden Tag ein paar Zeilen zu schreiben. Seien es Gedanken, Ideen, Lieder oder Vorbereitungen für Rollen oder auch für Stadtführungen, die ich seit kurzem ebenso mache.
Die Nachmittage und Abende bin ich am liebsten unter Menschen. Entweder einfach draußen oder im Theater, bei Konzerten oder im Kino. Und sonst warte ich darauf, dass Sturm endlich Meister wird! 🙂
Harry Lampl, Schauspieler, Musiker
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Das ist eine schwierige Frage, die viel offen lässt. Ich denke zur Zeit ist es besonders wichtig, dass wir Menschen nicht vergessen, dass wir nicht alleine auf dieser Welt sind. Ein Bewusstsein zu haben, dass es andere Lebewesen und eine lebendige Erde gibt auf der wir leben. In Zeiten der Selbstoptimierung und in der uns durch gezielte Werbung immer weiß gemacht wird, dass das „Ich“ im Zentrum steht, sollten wir darauf achten, den Bezug zu unserem Umfeld und unserer Umwelt nicht zu verlieren. Auch wenn natürlich jede Veränderung bei einem selbst beginnt. Nur so können wir den Bedrohungen unserer Zeit, die ich vor allem in der Zerstörung unseres Lebensraums, im Klimawandel und im immer stärker werdenden Rechtsruck in der Gesellschaft sehe, entschieden entgegentreten. Hass, Gewalt und Menschenfeindlichkeit, Themen die von rechten Parteien in kleinen Sticheleien und Provokationen immer weiter in den öffentlichen Diskurs gedrängt werden, sind schlechte Lehrmeister und der Boden, auf dem nur Unglück fruchtbar wächst.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Meiner Meinung nach müssen wir darauf aufpassen, die Schwächsten in unseren Reihen bei diesem Aufbruch nicht zu vergessen. Das Theater und die Kunst nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein, um der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und Missstände aufzuzeigen. Natürlich darf die Unterhaltung auch nicht zu kurz kommen, aber ich denke Kunst ist niemals unpolitisch, gerade dann wenn sie behauptet unpolitisch zu sein.
Was liest Du derzeit?
Mein Bruder hat mir zum Geburtstag Be Useful – Seven Tools for Life von Arnold Schwarzenegger geschenkt. Das lese ich grade und passt natürlich ironischer Weise perfekt zur Selbstoptimierung, die ich angesprochen habe 😀 Aber als Grazer natürlich quasi eine Pflichtlektüre.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Na dann doch gleich ein Zitat vom Arnie:
I am the living proof that the classroom where young people are likely to learn the most is out in the world.
Vielen Dank für das Interview, lieber Harry, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Harry Lampl, Schauspieler, Musiker
Zur Person_Harry Lampl ist seit 36 Jahren auf dieser Welt und seit dem als Überlebenskünstler und meistens auch als Schauspieler aktiv. Neben zahlreichen Rollen in Film und Fernsehen oder im Theater spielt er auch seine eigenen Lieder begleitet von Akkordeon und Gitarre. Falls ihr ihn auf der Bühne oder der Leinwand vergeblich sucht, findet ihr in vielleicht bei einer Stadtführung in Hamburg, dem neuesten seiner zahlreichen „Side-Gigs“ oder auf dem Fußballplatz. Bzw. daneben. Vor allem wenn Sturm spielt.
C hronisten der eigenen Unzulänglichkeiten bringen
h offentlich mehr Geduld für
a ndere auf, teilen die Welt
n icht vorrangig in Gut und Böse ein, sind möglicherweise weniger
c holerisch und stärker
e mpathisch
Stephan Lack, 6.5.2024
Stephan Lack, Schriftsteller
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Stephan Lack, Schriftsteller
Zur Person_Stephan Lack ist österreichischer Autor. Mit dem Theaterstück „Verschüttet“ gewann er 2006 den Niederösterreichischen Dramatikerpreis. Seitdem entstanden mehr als 50 Stücke im Bereich Sprech-, Musik- und Kindertheater, darunter Auftragsarbeiten für das Theater an der Josefstadt, die Sommerspiele Melk, das Landestheater Niederösterreich, Werk X, das Theater Lilarum, den Dschungel Wien, das Schubert Theater Wien, das Salzburger Straßentheater, die Brüder-Grimm-Festspiele oder die Barocktage Melk, sowie Aufführungen u.a. am Burgtheater Wien. Er arbeitet zudem als Dramaturg für Theater und Film, Übersetzer, Kulturjournalist, sowie als Lehrender im Bereich Theater, Film und literarisches Schreiben.
Liebe Birgit Obrowsky, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Jeden Tag anders. Ich lebe vorwiegend im Moment. Einzig immer wiederkehrende Konstante: Begegnungen mit Menschen in unterschiedlichsten Formen, Orten und Berufungen.
Birgit Obrowsky, Künstlerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Selbstreflexion und Erkenntnis. Den Finger vom Außen nach Innen zu richten und die Welt – so schwer es fällt – als Bühne zu sehen. Jeder erfüllt seine Aufgaben in der Form, wie es nach jeweiligem Bewusstsein möglich ist. Jeder Mensch hat seine eigene, individuelle Geschichte. Dahinter sind wir alle gleich. Alle haben dieselben Wunden, dieselbe Aufgabe. Und diese lautet: in uns selbst ankommen und dort den Frieden erkennen, der unser Geburtsrecht war und ist. Der trainierte Verstand glaubt, dass ein Streben nach mehr der Schlüssel sei. Nicht erkennend, dass er sich damit noch weiter von sich selbst entfernt. Wer in sich den Frieden wiedererkennt, der wird sich seiner wahren Aufgabe aus dem Herzen heraus bewusst werden.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Kunst ist der Schlüssel. Kunst ist – vor ALLEM, dann, wenn sie frei fließen kann – frei von Normen, Vorgaben oder Ausbildungen und damit Einschränkungen – die Verbindung zu unserem höchsten Bewusstsein. Kunst will nichts Neues erschaffen. Sie will das Verborgene, unbewusste aus uns allen hervorkehren. Sie ist Lebendigkeit, Hoffnung, Liebe, Schmerz, Freude, Ekstase. Sie ist Ausdruck dessen, was in der tiefsten Tiefe wartet und entspringen möchte – ohne jeglichem Wissen in immerwährender Bereitschaft neu aus uns geboren zu werden. Durch den Schmerz oder die Freude öffnet sich eine Türe, die daraus Nacktheit und Verletzbarkeit zulässt. Kunst ist der bloße Ausdruck der Seele, wenn man von ihr nichts will und sich ihr vollkommen hingibt.
Was liest Du derzeit?
Mein eigenes, vor Kurzem veröffentlichtes Buch „Rotkäppchen & der Wolf – wie es sein kann, wenn die Liebe eine Brücke bildet“.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Nur in der Tiefe deines Selbst findest du, wonach du suchst.
Birgit Obrowsky, Künstlerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Birgit, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Birgit Obrowsky, Künstlerin
Zur Person_Birgit Obrowsky, Künstlerin, geboren 1982 in Wien, lebend in Perchtoldsdorf.Die Kunst verbindet Birgit mit ihrer angeborenen Hellfühligkeit, Worte fliessen genauso durch sie, wie Farben über den Pinsel.
Seit kurzem malt sie ihre „Herzgeflüster* Light & Shadow Werke mit Acryl auf Leinwand in Form von Energiebildern und bringt zum Ausdruck, was anderen an Emotionen noch unbewusst verborgen liegt.Das Eintauchen in die Bilder führt ins Fühlen und damit ins Fließen von Energie. Stil:abstrakt
Station bei Gert Jonke_Wien_ Norbert Maria Kröll, Schriftsteller_ Wien _ Fotos _ im/vor dem Haus des Schreibateliers von Gert Jonke in Wien _ Gert Jonke, Schriftsteller * 8. Februar 1946 Klagenfurt † 4. Jänner 2009 Wien.
Norbert Maria Kröll, Schriftsteller_ Wien
Zum Projekt_ Das Projekt Literatur outdoors ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten in Portrait/Performance/Interview beizutragen.
Gedenktafel _ Schreibatelier Gert Jonke _ Wien
Lieber Norbert Maria Kröll, wir sind hier in Wien beim Haus des Schreibateliers von Gert Jonke, Schriftsteller *1946 Klagenfurt +2009 Wien, ist Dir die Umgebung hier vertraut? Welche Eindrücke hast Du vom Schreibort Jonkes in Wien?
Die Umgebung ist mir bekannt, aber nicht vertraut. Die Wohnung, in der er gearbeitet hat, habe ich ja nicht gesehen. Aber ich konnte mir Jonke gut vorstellen, wie er auf der Terrasse sitzt und schreibt.
Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Gert Jonke und seinem Werk? Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Werkes Jonkes?
Das zentrale Thema Jonkes ist meiner Meinung nach die Musik, die aber nicht (nur) inhaltlich zum Tragen kommt, sondern dem Text quasi eingeschrieben ist. Wie Anton Thuswaldner bereits angemerkt hat: Jonke „schrieb seine Texte nicht, er komponierte sie“. Ich habe beinahe alle Prosatexte und Gedichte von Jonke gelesen. Er hat mein anfängliches Schreiben stark beeinflusst. In meinem Debütroman „Sanfter Asphalt“ erwähne ich in einer Szene in der Wiener Hauptbücherei auch seine Bücher: Der Hauptprotagonist entleiht sie der Reihe nach. Leider habe ich Jonke nur ein einziges Mal lesen gehört. Ich war damals noch Musiker und hatte sein Schaffen sozusagen erst mit dieser Lesung kennengelernt, dann lange wieder vergessen, und viele Jahre später zum Glück wiederentdeckt.
Norbert Maria Kröllvor dem Schreibatelier von Gert Jonke
Blick in den Terrassengarten vor dem Atelier
Atelierfensterzum Terrassengarten
Schreiben und Musik waren für Gert Jonke wesentliche Lebensprojekte. Auch das verbindet Euch, Du hast mehrere erfolgreiche Bandprojekte initiiert und bisher drei Romane veröffentlicht. Was verbindet für Dich Literatur und Musik?
Das stimmt, diese Verbindung könnte als Gemeinsamkeit erkannt werden. Wobei ich das Gefühl habe, dass bei ihm die Musik und die Sprache (fast) eins sind, wohingegen bei mir die Musik in einiger Entfernung, sozusagen von den Zuschauerrängen aus zusieht. Vielleicht wird sie irgendwann wieder näherkommen. Wir werden sehen. Da ich Schlagzeuger war, würde ich meinen, dass mir der Rhythmus – auch wenn meine Texte (im Moment) nicht experimenteller Natur sind, wo diese Verbindung sicherlich wichtiger erscheint –, immer sehr wichtig ist. Beim Lesen muss der Takt stimmen.
Stiegenhaus zum Atelier
Wie war Dein Weg zum Schreiben?
Zuerst war die Musik, dann war das Lesen, dann war das Schreiben. Das Lesen ist der wichtigste Teil. Ich wünschte, ich hätte nach wie vor so viel Zeit zum Lesen wie damals, als ich nach der Matura von Kärnten nach Wien gezogen bin.
Was inspiriert Dich und ist Dir in Deinem Schreiben wichtig?
Ein wiederkehrendes Thema meines Schreibens ist die Kunst. Dort liegt gewiss auch ein Teil der Inspiration. Als zweiten wichtigen Punkt könnte vielleicht die Freundschaft herangezogen werden. Welche Arten sind möglich. Wo endet sie, wo beginnt eine Beziehung.
Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?
Mein vierter Roman „Arcus“ erscheint im Herbst bei Kremayr & Scheriau. Da bin ich nach wie vor mit dem Überarbeiten des lektorierten Manuskripts beschäftigt. Dann kommen erst mal die Lesungen. Und danach – wie immer – der nächste Roman!
Hättest Du mit Gert Jonke gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie hätte dieser ausgesehen?
Ja, das wäre schön gewesen. Ein Kaffee auf seiner Terrasse. Ein Spaziergang vielleicht. Ein Konzert?
Darf ich Dich abschließend zu einem Jonke Akrostichon bitten?
Anstelle eines Jonke Akrostichons, füge ich hier ein Gedicht ein, das ich 2011 geschrieben habe. Ein Akrostichon für „Winfried Kudszus“, der sich in einer Publikation eingehend mit Literatur und Schizophrenie beschäftigt hat. Hier habe ich mich von Jonkes „Sprachgewitter“ inspirieren lassen und ihm daher auch das Gedicht gewidmet:
APOKALYPTICHON
(Hommage an Gert Jonke)
Warteschlangentonspurengekrächz
Instrumentalverherrlichungsopposition
Naturforscherdurchhaltelattenrost
Findelkindhinterlassungsgewerkschaftsverbund
Radfahrerverbotszonengebälk
Intonationsmuskelbauchgefühlsverschiebung
Erdumfangstolerierungsgesetztesmissbrauch
Durchhaltevermögenssteuerberechnung
Kundendienstbetreuungsgeldumverteilung
Umrissverteidigungszonengeleut
Druckkabinenumrundungsverlautbarung
Sarginspektionsunternehmensverfahren
Zungenpiercingdurchschussgerätsverblödung
Urheberrechtsgebenedeitenauslosungsgefahr
Sonnenuntergangsverherrlichungsverein
Station bei Gert Jonke_Wien_ Norbert Maria Kröll, Schriftsteller_ Wien _ Fotos _ im Haus des Schreibateliers von Gert Jonke in Wien _ Gert Jonke, Schriftsteller * 8. Februar 1946 Klagenfurt † 4. Jänner 2009 Wien.
Zum Projekt_ Das Projekt Literatur outdoors ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Fotografie und Theater/Performance.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person am biographischen bzw. werksgeschichtlichen Bezugsorten in Portrait/Performance/Interview beizutragen.
Station bei Gert Jonke_
Norbert Maria Kröll, Schriftsteller_ Wien _ Gert Jonke, Schriftsteller * 8. Februar 1946 Klagenfurt † 4. Jänner 2009 Wien.
Fotos _ im Haus des Schreibateliers von Gert Jonke in Wien _
Interview und alle Fotos _ Walter Pobaschnig 5/24
Norbert Maria Kröll und Walter Pobaschnig vor dem Schreibatelier von Gert Jonke in Wien
Station bei Gert Jonke_Wien_ Norbert Maria Kröll, Schriftsteller_ Wien _ Fotos _ im Haus des Schreibateliers von Gert Jonke in Wien _ Gert Jonke, Schriftsteller * 8. Februar 1946 Klagenfurt † 4. Jänner 2009 Wien.
Er ist eine der herausragendsten literarischen Persönlichkeiten der amerikanischen Beat-Generation der 1950/60er Jahre wie der folgenden Jahrzehnte. Und es ist eine Doppelfunktion, die er dabei über Jahrzehnte bis zu seinem Tod mit 102 Jahren 2021 innehatte.
1953 gründete der in New York geborene Schriftsteller Lawrence Ferlinghetti in San Francisco den City Lights Bookstore und ermöglichte damit die Veröffentlichung mittlerweile legendärer Lyrik&Prosa Buchtitel, welche die Nachkriegsliteratur wie Gesellschaft und Kultur wesentlich prägten und beeinflussten. Er wurde damit zum Verleger und Buchhändler und war in der Mitte des kulturellen Geschehens Kaliforniens, der USA und weltweit.
Kennzeichnend für die Beat-Generation wie für die Literatur der Zeit ist auch eine umfassende Korrespondenz wie das Führen von Notizbüchern, in denen Erleben, Zeitgeschehen weltweit auf Reisen festgehalten wird.
Die erstmalige Veröffentlichung der Reisetagebücher Ferlinghettis ist nun eine literarische Sensation ersten Ranges. Leserin und Leser dürfen hautnah am Gesehenen, Reflektierten von Ort und Zeit in den USA, Mexiko, Europa, dem geteilten Deutschland, Italien, der UDSSR, Nordkorea und mehr in Begegnung und Gespräch und den Schriftsteller wie Verleger Ferlinghetti prägenden Erfahrungen, Erleben teilhaben.
Es ist so ein gesellschaftliches wie literarisches Zeitdokument, das Zeit, Politik, Kunst in den Jahren 1960-2010 in allen Hoffnungen und Enttäuschungen wie Aufbrüchen eindrücklich darstellt.
„Eine literarische Sensation als vielseitiges Vermächtnis der Beat-Generation!“
Lawrence Ferlinghetti. Notizen aus Kreuz und Quer. Travelogue. Kupido Verlag.
Lieber Michael Schwarzenbacher, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Nach dem obligatorischen Kaffee am Morgen, relativ unregelmäßig. Durch mein Studium läuft jeder Tag etwas anders ab. Mal habe ich Vorlesungen, mal unterrichte ich, oder habe den ganzen Tag, um ihn mir frei einzuteilen. Natürlich kommt aber das Üben meines Instrumentes nicht zu kurz und ist fixer Bestandteil eines jeden Tages. Vor allem als Akkordeonist finde ich es wichtig auch regelmäßig ausgleichenden Sport zu betreiben, um das Gewicht des Akkordeons besser handhaben zu können.
Mein durchschnittlicher Tag ist also ein Mix aus Uni, Üben, Sport und Zeit mit Freunden.
Michael Schwarzenbacher, Akkordeonist
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Empathie, Menschlichkeit und der Wille zur Positivität.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Jeder Wandel birgt auch Potenzial für Neues.
Die Wichtigkeit der Musik und der Kunst im Allgemeinen kommt dabei eine wesentliche Rolle zu. Durch Musik kann ausgedrückt werden, was mit Worten oft unmöglich ist. Sie berührt uns im tiefsten Inneren und steuert dabei Ebenen an, die sonst zwischenmenschlich unerreichbar sind. Genau das bietet eine großartige Chance, um Botschaften zu senden, zum Nachdenken anzuregen, oder einfach auch mal dem Alltag zu entfliehen.
Ich bin davon überzeugt, dass Menschen, welche regelmäßig Kultur konsumieren ein erfüllteres Leben haben und das gesellschaftliche Leben positiv beeinflussen.
Was liest Du derzeit?
Momentan bin ich sehr vernarrt in Sachbücher jeglicher Art. Zur Zeit sind es „Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation“ von Marshall B. Rosenberg und „Breath“ von James Nestor. Ein Buch über die Wichtigkeit der Atmung, die uns das gesamte Leben begleitet.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Music can change the world because it can change people.“ – Bono
Michael Schwarzenbacher, Akkordeonist
Vielen Dank für das Interview, lieber Michael, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Michael Schwarzenbacher, Akkordeonist
Zur Person_Michael Schwarzenbacher ist ein junger aufstrebender Akkordeonist aus Österreich. Das Akkordeon passt bei ihm keinesfalls in eine Schublade, sondern zeichnet sich vielmehr durch seine Vielfältigkeit aus. So vereint er diverse Musikstile in seinem Schaffen und ist stets auf der Suche nach Neuem.
Seit Herbst 2023 studiert Michael Schwarzenbacher an der Folkwang Universität der Künste in Essen, wo er bereits im Studienjahr 2021/22 einen Auslandsaufenthalt bei der international renommierten Akkordeonistin Mie Miki absolvierte. Im Jahr 2023 schloss er sowohl sein Instrumental- als auch sein Instrumentalpädagogikstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Univ. Prof. MuM Janne Rättyä mit ausgezeichnetem Erfolg ab.
Seinen ersten intensiven Kontakt zur Musik hatte der 1999 geborene Künstler jedoch schon im Alter von 10 Jahren. Als Wiener Sängerknabe bereiste er zahlreiche bekannte Konzertstätten, darunter die Carnegie Hall in New York und die Suntory Hall in Tokio. Mit 14 Jahren erkannte Michael, dass die Musik, aber vor allem das Akkordeon, weiterhin einen zentralen Platz in seinem Leben einnehmen soll. Er begann mit dem Vorstudium am Kärntner Landeskonservatorium im Fach Akkordeon bei Prof. Mag. Roman Pechmann und besuchte das Musikgymnasium Klagenfurt-Viktring.
Sein künstlerisches Schaffen prägen unter anderem die Meisterkurse bei Richard Galliano, Teodoro Anzellotti, Veli Kujala, Andreas Borregaard, Vincent Lhermet und Klaus Paier. Er ist mehrfacher Preisträger von nationalen, als auch internationalen Wettbewerben. Darüber hinaus spielte er unter anderem bereits als Solist mit diversen Orchestern und trat im Wiener Musikverein, sowie im Wiener Konzerthaus auf.
Michael Schwarzenbacher gastierte mit seinem Soloprogramm beispielsweise beim Kultursommer Wien und den Brandenburgischen Sommerkonzerten. Michael erhielt im Jahr 2023 den Bruno-Gironcoli-Förderpreis der Stadt Villach, sowie den Kulturförderungspreis für Musik des Landes Kärnten für seine bisherige künstlerische Tätigkeit
Kleopatra, ein klingender Name der Welt- und Kulturgeschichte, der von vielen Bildern im Kopf begleitet ist, die im Laufe der Jahrtausende entstanden und bis heute Anlass zu verschiedenen Zugängen zu dieser faszinierenden ägyptischen Herrscherinpersönlichkeit in den Jahren 51 v. Chr. bis 30 v. Chr. sind.
Kleopatra VII, aus derDynastie der Ptolemäer, Nachfolger von Alexander dem Großen, steht von Beginn ihrer Regentschaft an, die sie zunächst mit ihrem minderjährigen Bruder Ptolemaios XIII teilt,im Brennpunkt der politischen Weltgeschichte zwischen dem Mächteringen in Rom und dem Versuch die Autonomie des ägyptischen Reiches zu bewahren. Dabei erweist sich die Herrscherin als mutige Taktikerin, die wiederholt größtes politisches wie persönliches Risiko nimmt und schließlich tragisch scheitert.
Der Weg Kleopatras selbst nun zwischen Liebe und Politik, Hoffnung und Untergang, ist ein vielschichtiger, der in zahlreichen Texten wie Kunstdarstellungen erzählt, dokumentiert ist.
Das vorliegende Buch der Pulitzerpreisträgerin Stacy Schiff beeindruckt in seiner großen Erzählkraft in Zusammenschau, Dokumentation wie Reflexion des Lebens wie des Mythos „Kleopatra“. Zudem ist der große Bildteil hervorzuheben, der wunderbar Text und Erzählung begleitet.
„Ein spannendes biographisches Meisterwerk!“
„Kleopatra. Ein Leben.“ Stacy Schiff. Bassermann Verlag.
Aus dem Amerikanischen von Helmut Ettinger, Karin Schuler
Originaltitel: Cleopatra
Originalverlag: Little, Brown and Company
Sonderausgabe, Pappband, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
Lieber Stephan Lack, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ähnlich wie bei vielen anderen Selbstständigen: diverse Projekte, Texte, Ideen gleichzeitig jonglieren. Dazwischen unterrichten, Theaterproben begleiten, Übersetzungen machen – und mit Gleichgesinnten wahnwitzige Zukunftspläne schmieden. Und das Wichtigste: genügend Kinderspielzeit einkalkulieren.
Stephan Lack, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Nicht den Kopf zu verlieren, sich weder in Kulturpessimismus noch in Erinnerungsoptimismus zu versteigen, sondern sich für die nachkommenden Generationen ins Zeug zu legen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Dass Kunst nicht nur jene erreicht, die sie bewusst konsumieren, davon bin ich überzeugt. Im besten Fall fungiert Kunst als ein Multiplikator, ist Experimentierlabor, Denkanstalt, Spielraum, Impulsgeberin und Baukasten für gesellschaftliche Erneuerung.
Was liest Du derzeit?
Jürgen Bauers letzten, fantastischen Roman Styxs – über Gärten und Oper, Abschied und Neubeginn.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Im Sinne des Akrostichons, ein Gedanke von Leo Tolstoi: Jeder denkt daran, die Welt zu verändern, aber niemand denkt daran, sich selbst zu verändern.
Vielen Dank für das Interview, lieber Stephan, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Theater-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:
Stephan Lack, Schriftsteller
Zur Person_Stephan Lack ist österreichischer Autor. Mit dem Theaterstück „Verschüttet“ gewann er 2006 den Niederösterreichischen Dramatikerpreis. Seitdem entstanden mehr als 50 Stücke im Bereich Sprech-, Musik- und Kindertheater, darunter Auftragsarbeiten für das Theater an der Josefstadt, die Sommerspiele Melk, das Landestheater Niederösterreich, Werk X, das Theater Lilarum, den Dschungel Wien, das Schubert Theater Wien, das Salzburger Straßentheater, die Brüder-Grimm-Festspiele oder die Barocktage Melk, sowie Aufführungen u.a. am Burgtheater Wien. Er arbeitet zudem als Dramaturg für Theater und Film, Übersetzer, Kulturjournalist, sowie als Lehrender im Bereich Theater, Film und literarisches Schreiben.
Gemeinsam ist das einander mit dem Herzen erkennen möglich.
Initiative ergreifen bedeutet bestrebt zu sein, sein eigenes Potential zu entfalten.
Vielfalt ist ein Ausdruck, der mehr beinhaltet, als schwarz und weiß.
Einfachheit im Kleinsten zu sehen, macht das große Ganze sichtbar.
Perfektion bedeutet im Unperfekten die Liebe zwischen den Zusammenhängen zu erkennen.
Einheit ist in allem Gott zu sehen.
Achtsamkeit für jeden noch so kleinen Schritt, denn die kleinen Schritte beinhalten große Erkenntnisse.
Chancengleichheit für jeden Menschen, der bereit ist, das pure Leben zu durchleben.
Entwicklung findet von Innen heraus statt.
Auf Augenhöhe werden wir uns alle begegnen, wenn wir mit dem Herzen hinsehen.
Charakter ist niemals auf den ersten Blick erkennbar. Zumal wir selbst lange Zeit nicht wissen, wer wir ohne ein Gegenüber sind.
Hoffnung weckt in jedem das Gefühl irgendwann angekommen zu sein.
Angst ist die wertvollste Illusion, die direkt über den Mut in den gefahrlosen Moment führt.
Neid ist der Schlüssel zu jenem verborgenen Puzzleteil, das in uns – durch uns – wachgeküsst werden möchte.
Charisma hat niemals mit der äußeren Fassade zu tun. Ohne den inneren Glanz ist es eine leere Hülle.
Ehre deine Göttlichkeit. Sie ist bedingungsloser Ausdruck von Liebe.
Birgit Obrowsky, 6.5.2024
Birgit Obrowsky, Künstlerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:
Birgit Obrowsky, Künstlerin
Zur Person_Birgit Obrowsky, Künstlerin, geboren 1982 in Wien, lebend in Perchtoldsdorf.Die Kunst verbindet Birgit mit ihrer angeborenen Hellfühligkeit, Worte fliessen genauso durch sie, wie Farben über den Pinsel.
Seit kurzem malt sie ihre „Herzgeflüster* Light & Shadow Werke mit Acryl auf Leinwand in Form von Energiebildern und bringt zum Ausdruck, was anderen an Emotionen noch unbewusst verborgen liegt.Das Eintauchen in die Bilder führt ins Fühlen und damit ins Fließen von Energie. Stil:abstrakt