Liebe Ellen Halikiopoulos, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus
Ich beginne meinen Tag am liebsten mit einem Kaffee im Bett. Dabei gehe ich bereits im Geiste die einzelnen Punkte des Tages durch. Den Vormittag nutze ich, um zu üben, mich auf Produktionen und auf meinen Unterricht vorzubereiten.
Um die Mittagszeit geht es dann meistens los mit den Klavier- und Gesangsschülern. Wenn dann abends nicht gerade eine Probe oder Konzert stattfindet und ich nicht noch etwas vorzubereiten habe, liebe ich es, Freunde zu treffen und mich mit ihnen bei einem Gläschen Wein auszutauschen. Meine Beziehungen sind mir besonders wichtig.
Ellen Halikiopoulos, klassische Sängerin und Gesangs – und Klavierpädagogin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Bewusste Entscheidungen zu treffen, halte ich für besonders wichtig. In Anbetracht dessen, was auf der Welt gerade vor sich geht, liegt es wohl an jedem Einzelnen von uns zu entscheiden, ob man voll Angst oder Zuversicht in die Zukunft blickt und dementsprechend agiert.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Für wesentlich halte ich es, nicht immer nur aus dem reinen Verstand heraus zu handeln, sondern auch das Herz, das Gefühl und die Intuition miteinzubeziehen. Sich die eigenen Werte in Erinnerung zu rufen und sie zu leben. Musik und Kunst besitzen eine stark transformative Kraft, da sie Gefühle und Emotionen zum Ausdruck bringen. Egal ob in aktiver oder passiver Form dienen sie als Ventil und bringen sie zum Vorschein. Sie unterstützen das Fühlen so, dass nichts mehr zur Seite geschoben werden muss.
Kunst hilft dabei, das Innere sichtbar zu machen und nach außen zu transportieren. Das hat den großen Vorteil, dass es dann nicht früher oder später gewaltsam an die Oberfläche dringen muss.
Was liest Du derzeit?
„The Heroine´s Journey“ von Maureen Murdock
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„May your choices reflect your hopes, not your fears.“
Nelson Mandela
Ellen Halikiopoulos, klassische Sängerin und Gesangs – und Klavierpädagogin
Vielen Dank für das Interview, liebe Ellen viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Ellen Halikiopoulos, klassische Sängerin und Gesangs – und Klavierpädagogin
Zur Person: Ellen Halikiopoulos studierte Gesang und Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Elisabeth Berry-Flechl, Annamaria Rott und Peter Barcaba. Ihre Liebe zur Operette lebt sie seit dem Abschluss des Operettenlehrgangs bei Wolfgang Dosch an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien in unterschiedlichsten Operettenrollen auf der Bühne aus. Sei es als Rosalinde in „Die „Fledermaus“, als Gräfin Zedlau in „Wiener Blut“, Hanna Glawari in F. Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ oder als Kurfürstin in C. Zellers „Der Vogelhändler“. In Wien war sie zuletzt auch in dem zwei Personen Musical „Die Verführerin“ von Paul Hertel zu sehen. Als Gesangssolistin steht sie mit Big Bands, Orchestern und Bands regelmäßig auf der Konzertbühne. In ihrem Soloprojekt brachte sie, begleitet von der Pianistin Sara Tahmasebi, zeitgenössische Lied-Kompositionen von Peter Barcaba zur Uraufführung.
Lieber Peter Wißmann, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Die Augen öffnen und aus dem Fenster schauen: Bricht das erste Sonnenlicht durch die Baumwipfel oder ziehen graue Wolken darüber hinweg? Was immer sich meinem Blick bietet, es ist willkommen. Die frühen Morgenstunden verbringe ich mit meinem Hund am Inn. Beobachte den Lauf des Wassers und das minütlich wechselnde Spiel des Morgenlichts auf den Bergen ringsum, aber ich arbeite auch: Ideen für meine Texte entwickeln, über das nachdenken, was ich am Vortag geschrieben habe, im Kopf an Formulierungen feilen. Und mein kleines Diktiergerät rettet all diese Gedanken vor dem schnellen Vergessen.
Der Vormittag gehört dem Schreiben. Ich schreibe an Manuskripten und anderen Texten, überarbeite sie (immer wieder) oder mache Schreibübungen.
Danach beginnt der andere Teil des Tages mit Einkaufen, Kochen, E-Mails beantworten, Telefonieren, mit anderen Leuten reden und all den Dingen, die unser Leben auch ausmachen.
An manchen Nachmittagen geht das Schreiben weiter, an anderen stehen andere Dinge im Vordergrund. Bei weiteren Spaziergängen mit dem Hund kann sich mein Gehirn erholen, aber fast immer arbeitet es gleichzeitig an meinen aktuellen Schreibprojekten weiter.
Und der Abend? Endlich mal wieder lesen. Romane, Erzählungen, Novellen, Essays, Sachbücher, Artikel und alles, was mich sonst noch interessiert. Es gibt viel davon.
Ach ja: Musik hören natürlich auch! Klassische, aber vor allem zeitgenössische E-Musik (ein unpassendes Wort, ich weiß).
Peter Wißmann, Schriftsteller
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Stopp sagen. Den Fuß vom Gas nehmen. Sich umschauen und genau beobachten, was um uns herum passiert. Augen und Ohren weit öffnen und auf Empfang stellen. Hören, was die Menschen denken, fühlen und sagen. Vor allem die, die nicht in unserer Blase leben, sondern sich in ihren eigenen, oft ganz anderen Welten bewegen. Die Fähigkeit des Beobachtens, des Zuhörens und des Aufeinander-Zugehens scheint uns in den letzten Jahren verloren gegangen zu sein. Aber ohne all das wird es nicht gehen, verlieren nicht nur die Künste ihren Bezugsrahmen, sondern erfährt auch die Gesellschaft immer stärkere Erosionsprozesse. Ende offen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wir brauchen auf allen gesellschaftlichen Ebenen einen Ruck, einen Neustart, der sich zum Ziel setzt, die Aufmerksamkeit wieder auf das Verbindende, auf den Dialog, auf das gemeinsame Handeln zu lenken, statt sich am Trennenden, am Ausgrenzenden, am Verschanzen in getrennten Welten zu ergötzen. Das kann keine abstrakte ‚Gesellschaft an sich‘ (was genau soll das sein?), dazu muss jeder Einzelne als Teil dieser Gesellschaft seinen Beitrag leisten.
Literatur und Kunst können in diesem Prozess die Rolle spielen, die ihnen seit jeher zukommt (oder zukommen sollte). Max Frisch hat dies in seinem Text „Schwarzes Quadrat“ an einem Beispiel verdeutlicht.
Zu Zeiten der Sowjetunion weilte ein Botschafter in geschäftlichen Angelegenheiten in Leningrad. Seinem Wunsch, die verborgenen Kunstwerke der Eremitage zu sehen, wurde erstaunlicherweise entsprochen. Und so zeigte ihm eine Funktionärin das berühmte schwarze Quadrat von Malewitsch. Der Botschafter sagte:
Sie brauchen doch Malewitsch nicht im Keller zu verstecken, das Volk würde ihn gar nicht ansehen!
Die Dame lachte. Sie irren sich – das Volk könnte nicht verstehen, wozu dieses schwarze Quadrat, aber es würde sehen, dass es noch etwas anderes gibt als die Gesellschaft und den Staat.
Nichts muss so sein, wie es ist! Es geht auch anders!
Die utopische Kraft der Literatur und der anderen Künste ist in unserer unruhigen Zeit notwendiger denn je. Sie kann aber nur wirken, wenn es ihr gelingt, die Sphäre der Eingeweihten zu transzendieren und auch jene zu erreichen, denen bisher der Bezug zu ihr fehlt.
Wie das funktionieren kann, weiß vermutlich niemand genau. Aber wir sollten vermehrt darüber nachdenken. An Fantasie mangelt es der Kunst schließlich nicht!
Was liest Du derzeit?
„Oktoberkind“ von Linda Boström Knausgard. Weil sie hier unerschrocken und höchst poetisch ihren Weg als Frau und Schriftstellerin beschreibt.
„Die Imker“ von Gerhard Roth. Weil es hier um das Wesen des Menschen, seinen Umgang mit der Natur und andere zentrale Fragen für die Gesellschaft und für jeden von uns geht.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen“.
Friedrich Nietzsche
Peter Wißmann, Schriftsteller
Vielen Dank für das Interview, lieber Peter, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Buchprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Peter Wißmann, Schriftsteller
Zur Person: Peter Wißmann, Autor. Lebt und schreibt in Innsbruck. Lange Zeit als Altersexperte tätig, schrieb in diesem Kontext mehrere Sachbücher und war Herausgeber eines deutschsprachigen Magazins.
Viele Jahre lang Haiku-und Haiga-Dichter, zwei Haiku-Bücher, regelmäßige Veröffentlichungen im In- und Ausland
Prosastudium an der Autorenschule Textmanufaktur. Weitere Ausbildungsseminare bei Schriftsteller*innen.
Schreibt Erzählungen und andere Prosa.
2024: Buch „Überschattet“ (Debut als Autor literarischer Prosa).
Aktuell Arbeit an einem Roman.
Ab November 2024 Leiter der Schreibwerkstatt „Wortzauber“ in Innsbruck.
Aktuelles Buch von Peter Wißmann:
Zwei berührende Erzählungen über die Schatten, die Demenz auf Beziehungen werfen kann. In der autobiografischen Erzählung „Freunde“ lebt der eine mit der Diagnose Alzheimer, der andere beschäftigt sich beruflich mit Altersfragen. Die beiden Männer tun sich für ein Buchprojekt zusammen und wollen die Welt ein wenig „aufmischen“. Als die geistigen Fähigkeiten des einen immer mehr nachlassen, nimmt ein gemeinsamer Ausflug eine unerwartete Wendung und stellt die Beziehung der beiden Männer auf eine harte Probe.
„Der Stempel“ erzählt von der 13-jährigen Mila. Ihr Leben ändert sich von einem auf den anderen Tag, als die Demenzdiagnose ihrer Mutter einen Sorgerechtsstreit auslöst. Die Aussicht, aus ihrer Familie herausgerissen zu werden, veranlasst Mila zu einem riskanten Schritt
„Überschattet“ Erzählungen über Demenz. Peter Wißmann
Peter Wißmann zu „Überschattet“:2024 im Frankfurter Mabuse-Verlag erschienen. Das Buch enthält zwei Erzählungen.
Der Untertitel „Erzählungen über Demenz“ wurde vom Verlag gewünscht. Ich selbst denke, die beiden Erzählungen handeln von Menschen, die sich in Konfliktsituationen befinden und Entscheidungen treffen müssen. In beiden Fällen spielt auch das Thema Demenz bzw. eine Demenzdiagnose eine Rolle. Damit werden die Erzählungen aber nicht zu Erzählungen „über Demenz“.
Es wird Buchlesungen geben, so z.B. in Innsbruck und in Hildesheim.
Liebe Lisa Sommerfeldt, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Schreiben, schreiben, schreiben… und wenn möglich, ab und zu in einem schönen See schwimmen und die letzten Sommertage genießen.
Lisa Sommerfeldt, Schriftstellerin, Künstlerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Einfache Antworten auf das Erstarken der AFD in Deutschland wie gerade bei den Wahlen in Thüringen und Sachsen gibt es nicht. Es kann nur jede*r in seinem oder ihrem Bereich weiterarbeiten, versuchen Bewusstsein für Zusammenhänge zu schaffen und beruflich wie privat Zivilcourage zeigen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Wir müssen diese große Sprachlosigkeit aushalten, um sie vielleicht doch irgendwann zu überwinden.
Was liest Du derzeit?
In letzter Zeit haben mich zwei Bücher sehr beeindruckt: „Die Möglichkeit von Glück“ von Anne Rabe und „Unser Deutschlandmärchen“ von Dinçer Güçyeter.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Meinem neuen Stück „WEBEREI oder Die Erfindung des Bademantels“ habe ich ein Zitat von Hannah Arendt vorangestellt: „Beobachtet man die Deutschen, wie sie geschäftig durch die Ruinen ihrer tausendjährigen Geschichte stolpern, dann begreift man, dass die Geschäftigkeit zu ihrer Hauptwaffe bei der Abwehr der Wirklichkeit geworden ist.“
Vielen Dank für das Interview, liebe Lisa, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Theater-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Lisa Sommerfeldt, Schriftstellerin, Künstlerin
Zur Person: Lisa Sommerfeldt schreibt Theaterstücke und Hörspiele. Zahlreiche Auftragsarbeiten für Theater, unter anderem für Landestheater Eisenach/Staatstheater Meiningen und die Oper Bonn. Für den WDR entstanden die Hörspiele „Dorfdisco“, wing.suit“ und „stadt.land.fluss oder die konstruktion der liebe“. Lisa Sommerfeldt war Stipendiatin des 1:1 Mentoring der NRW Literaturbüros, im Künstlerhaus Edenkoben und auf dem Künstlerhof Schreyahn. 2020 erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Landes NRW. 2021 war Lisa Sommerfeldt Stipendiatin der Villa Decius in Krakau und INITIAL Sonderstipendiatin der Akademie der Künste. 2022 erhielt sie ein Hörspiel-Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW und 2024 der Kunststiftung NRW. Ihre Theatertexte erscheinen im S. Fischer Verlag. Stücke von ihr wurden ins Englische, Französische, Polnische und Russische übersetzt.
Aktuelle Theaterpremiere:
„WEBEREI oder Die Erfindung des Bademantels“
Uraufführung am 14. September 2024 um 19 Uhr 30 am Theater Gütersloh.
Regie und Bühne: Christian Schäfer, Kostüme: Anna Sun Barthold-Torpai, Musik: Miriam Berger, Choreografie: Dhélé Agbetou. Es spielen Vivienne Causemann, Christine Diensberg, Constantin Gerhards, Christiane Hagedorn, Jacques Malan, Volker Schiewer (Bürgerbühne Gütersloh e. V.), Wake up OWL Company, Spielclub 13+
An den heimischen Webstühlen arbeiteten meist Frauen, während später in den Textilfabriken hauptsächlich Männer und Kinder angestellt waren. Im 2. Weltkrieg wurden Zwangsarbeiter:innen ausgebeutet und in der Zeit des Wirtschaftswunders Gastarbeiter:innen ins Land geholt, bevor schließlich die prekäre Arbeit nach Polen und Bangladesch ausgelagert wurde. Wie haben sich Globalisierung und Massenproduktion auf die Textilherstellung ausgewirkt? Wer trägt das Risiko und wer hat Anspruch auf Gewinn, Erbe und Kapital?
Am Beispiel einer fiktiven Fabrikantenfamilie erzählt Lisa Sommerfeldt in „WEBEREI oder Die Erfindung des Bademantels“ von Aufstieg und Fall der großen Ära der Textilherstellung. Angelehnt an deutsche Firmengeschichte, entsteht ein berührendes Generationendrama, das von den wechselhaften Zeiten berichtet: von den bescheidenen Anfängen, dem rauschhaften Aufstieg, den Rückschlägen durch Kriege und die Verstrickung in Nationalsozialismus, Ausbeutung und Zwangsarbeit bis hin zu den Auswirkungen von Massenproduktion und Globalisierung. Gleichzeitig ist „WEBEREI oder die Erfindung des Bademantels“ ein Bild für die Gesellschaft und ihre Verbindungen, Seilschaften und Abhängigkeiten. Und dafür, wie jeder und jede versucht, Geld zu verdienen, seinen Platz zu finden, nützlich oder womöglich unentbehrlich zu sein, sich zu vernetzen und sein oder ihr Glück zu machen.
Verwebt in einem weiteren Erzählstrang erzählt der Chor der Seidenraupen von ihrem Versuch, im 18. Jahrhundert in Deutschland heimisch zu werden. Das scheiterte zunächst an den Witterungsbedingungen, wurde aber im 20. Jahrhundert von den Nationalsozialisten als Beitrag der Schulen und Altenheime für die Kriegswirtschaft wieder aufgenommen, um Fallschirmseide für die Luftwaffe zu gewinnen.
Laura Maria Korhonen, Musikerin, Tänzerin, Gesangs- und Kindertanzpädagogin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Laura Maria Korhonen, Musikerin, Tänzerin, Gesangs- und Kindertanzpädagogin
Zur Person: Laura Maria Korhonen
Geboren 1985 in Turku, Finnland. Aufgewachsen in Helsinki. Musik und Tanz begleiteten ihr bis in die Universität, wo sie Musikwissenschaft und Popjazzgesangspädagogig studierte. Blieb nach ihrem Austauschjahr in 2009 in Wien und studierte Jazzgesang bei der Ines reiger an der MUK. Gründerin und Sängerin der Crossover Band Satuo (www.satuo.at) seit 2011. Verliert ihr Gehör zwischen 2010 und 2018, bekam aber Cochlea Implantate von MEDEL in 2019 und ist eine von den ersten Profimusikerinnen und Musiklehrerinnen, die Bilateral Implantiert ist.
Unterrichtet Popjazzgesang und Musikalische Früherziehung in mehreren Musikschulen im Waldviertel, in Niederösterreich. Außerdem ist sie eine diplomierte Kindertanzpädagogin und unterrichtet Tanz in der Musikschule und leitet diverse Tanzkurse seit 10 Jahren.
Liebe Laura Maria Korhonen, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich unterrichte das ganze Schuljahr und deshalb schaut mein Tagesablauf im Sommer immer freier und anders aus. Ich habe auch zwei Kinder, die besonders im Sommer meinen Tagesablauf bestimmen. Ich versuche aber immer wieder Zeit für mich und meine kreative Arbeit zu finden, was nicht immer leicht ist…Ich bin gehörlos, trage aber Cochlea Implantate. Hören spielt eine sehr wichtige Rolle in meinem Beruf und deshalb muss ich mir auch genug Platz für Selbstfürsorge und Hörpausen nehmen.
Laura Maria Korhonen, Musikerin, Tänzerin, Gesangs- und Kindertanzpädagogin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Empathie, Akzeptanz, Toleranz und Mitgefühl.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden jetzt wir alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der an sich zu?
Die Kraft aller Kunstformen ist enorm. Deshalb finde ich es eine sehr wichtige Aufgabe für uns KünstlerInnen aber auch uns Pädagogen und Pädagoginnen dies weiter zu vermitteln, dass Kunst keine Grenzen haben soll. Kunst gibt uns neue Perspektiven und spiegelt unsere Welt und Menschlichkeit in allen Formen und Ebenen.
Was liest du derzeit?
Ich bin eine Leserin, die immer mehrere Bücher gleichzeitig liest. Ich bin ein emotionaler Stimmungsmensch und das Buch muss in dem Moment passend sein. Ausserdem lese ich auf deutsch, finnisch und englisch. Zurzeit lese ich ein Dystopisches Buch “Gras” von Bernhard Riegel, das sehr spannend ist. Ich höre auch viele Hörbücher und zurzeit höre ich “Doppelgänger” von Naomi Klein auf finnisch an.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest du uns mitgeben?
“Toleranz ist anerzogen und nicht angeboren.” Umberto Eco.
Laura Maria Korhonen, Musikerin, Tänzerin, Gesangs- und Kindertanzpädagogin
Vielen Dank für das Interview, liebe Laura Maria, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musik-, Tanzprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Laura Maria Korhonen, Musikerin, Tänzerin, Gesangs- und Kindertanzpädagogin
Zur Person: Laura Maria Korhonen
Geboren 1985 in Turku, Finnland. Aufgewachsen in Helsinki. Musik und Tanz begleiteten ihr bis in die Universität, wo sie Musikwissenschaft und Popjazzgesangspädagogig studierte. Blieb nach ihrem Austauschjahr in 2009 in Wien und studierte Jazzgesang bei der Ines reiger an der MUK. Gründerin und Sängerin der Crossover Band Satuo (www.satuo.at) seit 2011. Verliert ihr Gehör zwischen 2010 und 2018, bekam aber Cochlea Implantate von MEDEL in 2019 und ist eine von den ersten Profimusikerinnen und Musiklehrerinnen, die Bilateral Implantiert ist.
Unterrichtet Popjazzgesang und Musikalische Früherziehung in mehreren Musikschulen im Waldviertel, in Niederösterreich. Außerdem ist sie eine diplomierte Kindertanzpädagogin und unterrichtet Tanz in der Musikschule und leitet diverse Tanzkurse seit 10 Jahren.
Chance im Sinne des Menschenwohls zu nutzen, wenn wir nur
Einig sind.
Peter Wißmann, 2.9.2024
Peter Wißmann, Schriftsteller
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Peter Wißmann, Schriftsteller
Zur Person: Peter Wißmann, Autor. Lebt und schreibt in Innsbruck. Lange Zeit als Altersexperte tätig, schrieb in diesem Kontext mehrere Sachbücher und war Herausgeber eines deutschsprachigen Magazins.
Viele Jahre lang Haiku-und Haiga-Dichter, zwei Haiku-Bücher, regelmäßige Veröffentlichungen im In- und Ausland
Prosastudium an der Autorenschule Textmanufaktur. Weitere Ausbildungsseminare bei Schriftsteller*innen.
Schreibt Erzählungen und andere Prosa.
2024: Buch „Überschattet“ (Debut als Autor literarischer Prosa).
Aktuell Arbeit an einem Roman.
Ab November 2024 Leiter der Schreibwerkstatt „Wortzauber“ in Innsbruck.
Aktuelles Buch von Peter Wißmann:
Zwei berührende Erzählungen über die Schatten, die Demenz auf Beziehungen werfen kann. In der autobiografischen Erzählung „Freunde“ lebt der eine mit der Diagnose Alzheimer, der andere beschäftigt sich beruflich mit Altersfragen. Die beiden Männer tun sich für ein Buchprojekt zusammen und wollen die Welt ein wenig „aufmischen“. Als die geistigen Fähigkeiten des einen immer mehr nachlassen, nimmt ein gemeinsamer Ausflug eine unerwartete Wendung und stellt die Beziehung der beiden Männer auf eine harte Probe.
„Der Stempel“ erzählt von der 13-jährigen Mila. Ihr Leben ändert sich von einem auf den anderen Tag, als die Demenzdiagnose ihrer Mutter einen Sorgerechtsstreit auslöst. Die Aussicht, aus ihrer Familie herausgerissen zu werden, veranlasst Mila zu einem riskanten Schritt
„Überschattet“ Erzählungen über Demenz. Peter Wißmann
Peter Wißmann zu „Überschattet“:2024 im Frankfurter Mabuse-Verlag erschienen. Das Buch enthält zwei Erzählungen.
Der Untertitel „Erzählungen über Demenz“ wurde vom Verlag gewünscht. Ich selbst denke, die beiden Erzählungen handeln von Menschen, die sich in Konfliktsituationen befinden und Entscheidungen treffen müssen. In beiden Fällen spielt auch das Thema Demenz bzw. eine Demenzdiagnose eine Rolle. Damit werden die Erzählungen aber nicht zu Erzählungen „über Demenz“.
Es wird Buchlesungen geben, so z.B. in Innsbruck und in Hildesheim.
Harri Stojka Gitarrist, Produzent, Komponist, Texter, Arrangeur und Sänger
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Harri Stojka _ Gitarrist, Produzent, Komponist, Texter, Arrangeur und Sänger
Zur Person: Harri StojkaGitarrist, Produzent, Komponist, Texter, Arrangeur und Sänger, begann seine Laufbahn 1970 mit der Formation Jano + Harri Stojka im legendären 20er Haus, der damaligen Wiener Arena.
Es folgten Einladungen zu Jazz Festivals als Headliner: Gibraltar International Jazz Festival, European Music Open Festival Oradea, Internationales Donaufest Ulm, Vienna Jazzfestival, Jazzfestival Rive de Gier, Moers Jazzfestival, Jazzfest Bolzano, Gipsy Jazz Festivals in Paris, Anger, London, Barcelona, Kathmandu, New Delhi, New York, Syracuse Jazz Festival, Detroit Jazz Festival, Jazzfestival Bad Liebenzell, Montreux Jazzfestival, Carthage Festival, Regensbruger Jazz Weekend, Kahmoro Festival Prag, Sziget Festival Budapest, dem berühmten Django Reinhardt Memorial Festival in Augsburg, Grazer Jazz Festival, Kultursommer St. Paul, Wiesen Festival, dem Bardenfestival in Nürnberg, Sommerfestival der Kulturen in Stuttgart, Güssing Kultursommer, dem Jazzfestival in Jakarta, Yogyakarta, City Palace Jaipur, Dehradun Festival, u.v.m.
2018 Erscheinung des Buches „Kaum zu glauben, Musiker & andere Geschichtln“ 2016 wurde Harri Stojka zum „Österreicher des Jahres 2016“ nominiert. Erscheinung des MundArt Gedichtbandes „a guda tog“ 2013 wurde Harri Stojka mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet! 2011 wurde der Film „Gypsy Spirit, Harri Stojka eine Reise“, mit einer Romy zum besten Kino Dokumentarfim ausgezeichnet. 2005 wurde Harri Stojkas CD „A Tribute to Swing“ in Deutschland für den Echo Preis nominiert – zur besten CD Produktion aus dem Ausland.
Liebe Andrea Beatrix Schramek, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Ich stehe um 7 Uhr auf, trinke Wasser, Meditiere. Mache Gymnastik, esse mein Frühstück und setze mich an den Schreibtisch. Ich habe ein Solo-Stück „Kiki van Beethoven“ von Éric-Emmanuel Schmitt produziert und gehe damit auf Tournee. Leider muss man seit der Pandemie viele Theater mieten anstatt , wie früher, eingeladen zu werden, oder die Einnahmen zu teilen. Ich möchte diese schöne Geschichte dennoch erzählen, daher habe ich es nicht ganz aufgegeben und schreibe weiterhin Veranstalter an. Und sonst lerne ich eigentlich immer etwas Neues, lese, schreibe Artikel, bereite Lesungen oder Vorträge vor oder gehe fotografieren.
Ich mache so oft wie möglich mit meiner Mutter eine Ausfahrt mit dem Rollstuhl, weil das sonst niemand mit ihr macht, dann kümmere ich mich noch um meine alte Tante, oder meinen Vater. Ich habe schon lange keinen Fernseher mehr, das lässt mir Zeit für das Wesentliche. Das sind Menschen.
Seit einem Jahr stehe ich abends, nach längerer Pause, wieder auf einer Bühne. Dazu bin ich dann ab dem Nachmittag in einem Theater, baue auf, schule den Techniker ein, bereite mich vor, kümmere mich um Bewerbung, Kartenverkauf, ect. Bis die Vorstellung endlich beginnt, bin ich meist schon erschöpft, aber das vergisst man dann ja schnell, sobald man die Bühne betreten hat.
Ich gehe – so oder so – selten vor Mitternacht schlafen. Dazu bin ich zu gerne wach.
Andrea Beatrix Schramek, 2024, Wien _ Schauspielerin, Fotografin, Autorin, Historikerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Ich kann nicht für andere sprechen, denn jeder Mensch geht seinen eigenen Weg. Für mich ist Wissen und Besinnung auf das Wesentliche wichtig. Solange wir noch Bücher haben, können wir Informationen über alle möglichen Wissensgebiete erlangen, das inkludiert Geschichte, Kultur, Natur und Sprachen. Da kann man sich selbst eine Meinung bilden und einen kühlen Kopf bewahren. Auch bei 36 Grad im August.
Mir ist es wichtig, gut bei mir zu bleiben und mich nicht von Angst mitreißen zu lassen. Denn da, wo Angst ist, da gibt es keine Liebe, keine Gesundheit und auch keinen Frieden.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Ich habe schon einige liebe Menschen sterben gesehen, Menschen in meinem Alter oder jünger und auch vor zehn Jahren meinen Partner verloren. Damals musste ich gleichzeitig Abend für Abend 250 Menschen zum Lachen bringen. Das war sehr hart. Es hat mein Verhältnis zu diesem Beruf verändert. Es ist eben „nur Theater“ und „The show must go on“ – über die persönlichen Grenzen hinweg, das werde ich bestimmt nicht mehr machen – schon gar nicht, wenn ich dadurch die kostbarsten Momente, nämlich die letzten, eines Menschen, den ich sehr geliebt habe, versäume, nur damit eine ausverkaufte Produktion nicht abgesagt werden muss.
Zudem habe ich fast 20 Jahre geriatrische Einrichtungen, Krankenhäuser und ein Hospiz als Rote Nasen Clowndoktor besucht. (Ich wollte mich schon früh meiner Angst vor Krankheiten und dem Tod stellen und mit meiner Kunst etwas Sinnvolles machen. Ersteres war während der Pandemie sehr hilfreich, ich blieb nämlich gelassen.) Auch, wenn Clowns in unserer Branche nicht ernstgenommen werden und diese Tätigkeit in meiner Vita meiner Karriere als „ernstzunehmende Schauspielerin“ eher geschadet hat, erschien es mir damals als sinnvolle Tätigkeit, da ich mich im Theater manchmal gefragt habe, was wir da eigentlich machen, wenn wir moderne Stücke spielten, die zwar hochgelobt wurden, die das Publikum aber dennoch mit leeren, müden Augen verließen und die vor allem mir selbst keine Freude machten. Für mich persönlich war es also sehr heilsam, sich mit der Sterblichkeit, mit Schmerz und der Einsamkeit auseinandergesetzt zu haben, denn erst dann begreift man wohl erst wirklich, wie kostbar und einzigartig ein Mensch und sein Leben ist.
Gesundheit kann man nicht kaufen, sie kann auch nicht von irgendjemandem garantiert werden. Es gibt im Menschen etwas, das ich „heilig“ nenne, obwohl das heutzutage abgedroschen, oder esoterisch klingt, das man nicht künstlich erzeugen kann. Die Krankheiten dieser Erde sind nicht weniger geworden. Nein, im Gegenteil, es tauchen jedes Jahr neue auf. Suchen wir die Gesundheit, den Frieden, die Schönheit und Perfektion, das Miteinander, Achtung und Respekt voreinander. Man begreift wahrscheinlich erst wirklich, welch ein großes Wunder dieses Leben und dieser wundervolle Planet mit all seinen Lebewesen ist, wenn aus einem Wesen, den man geliebt hat, alles Leben verswunden ist. Und bei einer Geburt natürlich. So ein Wunder! Aber am Ende war nur ein kurzer, einzigartiger Besuch. Jede Sekunde ein wertvolles Geschenk.
Wir wissen so wenig, wer wir sind, was wir in Wahrheit können, was real, was wichtig, was unwichtig ist.
Es ist mir unbegreiflich, dass wir zwei Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg, so abgestumpft sind, dass wir zu Abend essen, während wir uns Bilder von Kämpfen, Toten und Krankheiten ansehen. Erzählen wir dazu auch viel mehr andere Geschichten. Es wäre ein schönes, längerfristiges Experiment.
Die Stille ist jedenfalls immer sehr heilsam. Selbstreflexion, einen Schritt zurücktreten und so manches aus einer anderen Perspektive zu betrachten und wenn möglich, über sich selbst zu lachen. Herrlich, wenn einem das gelingt!
Im Theater sollten, wie bisher Geschichten von Menschen aus Fleisch und Blut erzählt werden. Mit Herz. Das Theater kann nur dann transformative Kraft entfalten, wenn es berührt.
Leben ist Veränderung. Jeder Mensch, jede Bevölkerung und auch dieser Planet sind ständig in Bewegung, immer im Werden und Vergehen und in Kreation. mal ist es kalt, wo es zuvor heiß war und umgekehrt und Menschen
Was liest Du derzeit?
Tom Mus ll. Die Sprache der Wale. Sehr faszinierend, wenn man sich für die Kommunikation von Tieren interessiert.
Und sonst lernen ich gerade Dänisch und tauche in alles Mögliche ein, was leicht zu lesen ist, aber vielleicht noch keinen literarischen Wert hat.
Welches Zitat, welchen Texmpuls möchtest Du uns mitgeben?
“Yesterday I was clever, so I wanted to change the world. Today I am wise, so I am changing myself.” (Rumi)
Vielen Dank für das Interview, liebe Andrea, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Andrea Beatrix Schramek, Schauspielerin, Fotografin, Autorin, Historikerin.
Zur Person: Andrea Beatrix Schramek, geboren in Wien. Studium Geschichte/Kunstgeschichte, sowie Französisch, Italienisch und Theaterwissenschaften an der Universität Wien. Arbeitete zunächst in Galerien, Museen und im Antiquitätenhandel, bevor sie mit Andi Hutter das Theater am Alsergrund gründete und eröffnete. 1995 wechselte sie ans Volkstheater Wien, um als Regieassistentin zu arbeiten und nebenbei mehrere private Schauspiel- und Gesangsausbildungen zu absolvieren, sowie Besuch der Filmschule Wien, Beschäftigung mit. Drehbuch, Regie und Arbeit vor der Kamera.
Ab 2000 ist sie als freiberufliche Schauspielerin in Theater, Film (u.a. „Heller als der Mond“ v. Virgil Widrich, „Das unmögliche Bild“ v. Sandra Wollner,…) und Kabarett („Leerpraxis“: Medizin-Musikkabarett mit Dr. Michael Mandak, „Lust aufs Alter“ mit Prof. Peter Scheer, Ensemble-Mitglied bei den Grazbürsten, „Erni & Hermi“ und zwei Solo-Programme) tätig. Zahlreiche Lesungen (Lavant Gesellschaft, Gmundner Festwochen, Schallaburg, Ö1-Radiogeschichten) und Zusammenarbeiten mit Musikern (z.B. Ensemble Minui, Peter Gabis, Jean-Luc Bredel, Smart Metal Hornets, Edgar Unterkirchner, Helmut Stippich, Michael Publig, Trio Frizzante,…ect.). Nach dem Tod ihres Lebensgefährten, begann sie wieder mehr zu schreiben und zu fotografieren. Seit 2016 verfasste sie Artikel über Filmfestivals, Klassische Konzerte, führte Interviews und fotografiert für Kulturwoche, das Lisztfestival, die Zeitschrift „Menschen“ (für Menschen mit Behinderung) und die Segelzeitschrift „Ocean 7“. 2018 kehrte sie nach Wien zurück. Jury u.a. für Filmfestival Bozen, das Intern. Shortfilmfestival Montecatini. Derzeit ist sie mit dem Solo-Stück „Kiki van Beethoven“ v. Éric-Emmanuel Schmitt, auf der Bühne zu sehen – und zu buchen.
Zur Person: J-D Schwarzmann, Diplom an der Schauspielschule Krauss Engagements seit dem 2. Studienjahr Bühnen quer durch und um Wien Theater Spielraum, Werk-X am Petersplatz, Theater der Jugend, Kabarett Niedermair, TWW (Theater Westliches Weinviertel), Theater im Erlebniskeller Retz Seit 2017 auch Jährlich bei den Festspielen Schloss Tillysburg auf der Bühen und in der Festivalleitung
Regisseur*innen: Ursula Leitner, Nikolaus Büchel, Lisa Wildmann, Nicole Metzger, Gerhard Werdeker, Valentin Späth, Thomas Birkmeier
Rollenauswahl Theater Sebastian B. / in dem Monologstück 20. November, Josef Lang / in dem Monologstück Josef Lang K.u.K. Scharfrichter , Dr. Lomond aka der Hexer / Der Hexer , Dr, Watson / Sherlock Holmes und das zweite Gesicht , Galomir / Weh‘ dem der lügt , Vater Egon / OÖ Sommernachtstraum , Daryl Van Horne / Die Hexen von Eastwick, Humpty Dumpty / Die Wunderlandaffäre – was Alice vertuschte, König Artus / Artus, John Little / Robin Hood
Rollenauswahl Film Willhaben-Käufer / Meerjungfrauen weinen nicht Kurtl, Thekenwanze / Die Fälle der Gerti B. (Serie
Aktuelle Produktion mit J-D Schwarzmann: „Kurzschluss“ Komödie von Noa Lazar-Keinan – Aus dem Hebräischen von Matthias Naumann _ tww-Eigenproduktion
J-D Schwarzmann und Julia Handle
David: „Lass uns den Super-Doktor rufen.“
Neta und David, ein modernes Ehepaar, beide berufstätig, zwei Kinder – eine Tochter und ein Sohn. Neta arbeitet als Ernährungsberaterin, während David als Kinderbuchautor mit seinem Charakter „Super-Doktor“ große Erfolge feiert. Ihr kleiner Sohn ist der größte Fan des „Super-Doktors“, er trägt dessen Kostüm voller Stolz jeden Tag und legt es niemals ab. Er wirft mit Löffeln durch die Gegend, verschluckt den Schlüssel des geheimen Tagebuchs seiner Schwester, mag Omelett pur und hasst Veränderungen. Der ganz normale Wahnsinn eben – in einer ganz normalen Familie! Plötzlich wird diese jedoch mit einer unerwarteten Diagnose konfrontiert, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.
David: „Das ist eine falsche Diagnose. (…) wir kennen ihn viel besser als alle anderen und wir wissen, dass er nicht… das ist.“ Neta: „Und wenn er es doch ist?“
“Kurzschluss” ist in Israel ein Publikumshit. Die Autorin Noa Lazar-Keinan erzählt berührend wie gleichermaßen komisch in pointierten Dialogen von der Überforderung von Eltern mit ihren Kindern und ihrem Alltag. DieSchauspieler*innen übernehmen dabei nicht nur die Rollen von Neta und David, sondern beziehen das Publikum ebenso in ihre Geschichte ein. Dadurch verwebt die Autorin geschickt heitere Momente mit zu Tränen rührenden Szenen, holt das Publikum immer wieder ab und doch bleibt dem Zuschauer das Lachen immer wieder im Halse stecken.
Zur Autorin: Noa Lazar-Keinan, 1977 in Israel geboren, arbeitet als Schauspielerin und Autorin für Theater und Film. Ihr Studium absolvierte sie am Schauspielstudio „Yoram Levinshtain“ in Tel Aviv. Einen zusätzlichen Abschluss machte sie an der Tel-Aviv Universität in interdisziplinärer Kunst und in Soziologie. Zu ihren zahlreichen Werken als Dramatikerin gehören „Bertod and Agnes“, „Perfect“ und „Short circuit“ (Gastspiel bei Welt/Bühne – Das Festival in der Spielzeit 2023/24). In Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus schrieb sie das Stück „The memory Game“. Des Weiteren war sie für verschiedene Fernsehserien verantwortlich und war Autorin des Blogs „This is not what I was promised“ in der digitalen Ausgabe der Zeitung „Haaretz“.
Österreichische Erstaufführung: Das tww freut sich, die österreichische Erstaufführung des israelischen Publikumshits „Kurzschluss“ von Noa Lazar-Keinan unter der Regie von Ursula Leitner, auf der Studiobühne feiern zu können. Die Uraufführung fand unter dem Titel „Short Circuit“ im Beer Sheva Theatre 2022 in Israel statt und entwickelte sich zu einem riesigen Erfolg. Es wurde zum Welt/Bühne – Das Festival ans Residenz Theater München eingeladen, wo das Stück auf Englisch gezeigt wurde. Auf Deutsch war das Stück bisher noch nie zu erleben. Das soll sich nun ändern – das Stück ist in Guntersdorf erstmals auf einer österreichischen Bühne zu sehen. Diese humorvolle Aufführung von „Kurzschluss“ verspricht ein besonderes Theatererlebnis, das berührt und zum Nachdenken anregt. Seien Sie dabei, wenn wir eine der bewegendsten Geschichten des modernen israelischen Theaters auf der Studiobühne zeigen. Aus dem hebräischen übersetzt von Matthias Naumann wird die deutschsprachige Erstaufführung kurz zuvor – ebenfalls im September – im Gerhardt Hauptmann Theater in Görlitz stattfinden.
Besetzung
David _ J-D Schwarzmann
Neta _ Julia Handle
Team
Bühne: Werner Wurm
Kostüme: Petra Teufelsbauer
Lichtdesign: Martin Kerschbaum
Technik: Cornelia Schmidt, Gottfried Binder
Inszenierung: Ursula Leitner
fotocredit: Anna Zehetgruber
Fotobearbeitung: J-D Schwarzmann
Aufführungsrechte: Litag Theaterverlag GmbH & Co. KG
Zur Person: Julia Handle, geboren 1994 in Tirol, fand schon mit acht Jahren ihren Weg auf die Bühne. Sie war von da an fixes Mitglied des Ensemble Tirols mit Stücken wie „On the Soap“, „Alltagsgeschichten“, „Hossa!“, „Bye, bye Bambi“, … unter der Regie von Uli Brée. Mit zehn Jahren spielte Julia das Musical „Teddy-ein musikalischer Traum“ in Gingen an der Brenz. Nach der Matura 2013 begann sie die Ausbildung an der Schauspielschule Krauss, welche sie 2016 erfolgreich beendete. Seither ist Julia als freischaffende Schauspielerin tätig, u.a. Ateliertheater, Theater Spielraum, Off-Theater, Gloria Theater, Theater im Erlebniskeller Retz, Meraner Festspiele, im Theater Westliches Weinviertel.
Aktuelle Produktion mit Julia Handle: „Kurzschluss“ Komödie von Noa Lazar-Keinan – Aus dem Hebräischen von Matthias Naumann _ tww-Eigenproduktion
Julia Handle und J-D Schwarzmann
David: „Lass uns den Super-Doktor rufen.“
Neta und David, ein modernes Ehepaar, beide berufstätig, zwei Kinder – eine Tochter und ein Sohn. Neta arbeitet als Ernährungsberaterin, während David als Kinderbuchautor mit seinem Charakter „Super-Doktor“ große Erfolge feiert. Ihr kleiner Sohn ist der größte Fan des „Super-Doktors“, er trägt dessen Kostüm voller Stolz jeden Tag und legt es niemals ab. Er wirft mit Löffeln durch die Gegend, verschluckt den Schlüssel des geheimen Tagebuchs seiner Schwester, mag Omelett pur und hasst Veränderungen. Der ganz normale Wahnsinn eben – in einer ganz normalen Familie! Plötzlich wird diese jedoch mit einer unerwarteten Diagnose konfrontiert, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.
David: „Das ist eine falsche Diagnose. (…) wir kennen ihn viel besser als alle anderen und wir wissen, dass er nicht… das ist.“ Neta: „Und wenn er es doch ist?“
“Kurzschluss” ist in Israel ein Publikumshit. Die Autorin Noa Lazar-Keinan erzählt berührend wie gleichermaßen komisch in pointierten Dialogen von der Überforderung von Eltern mit ihren Kindern und ihrem Alltag. DieSchauspieler*innen übernehmen dabei nicht nur die Rollen von Neta und David, sondern beziehen das Publikum ebenso in ihre Geschichte ein. Dadurch verwebt die Autorin geschickt heitere Momente mit zu Tränen rührenden Szenen, holt das Publikum immer wieder ab und doch bleibt dem Zuschauer das Lachen immer wieder im Halse stecken.
Zur Autorin: Noa Lazar-Keinan, 1977 in Israel geboren, arbeitet als Schauspielerin und Autorin für Theater und Film. Ihr Studium absolvierte sie am Schauspielstudio „Yoram Levinshtain“ in Tel Aviv. Einen zusätzlichen Abschluss machte sie an der Tel-Aviv Universität in interdisziplinärer Kunst und in Soziologie. Zu ihren zahlreichen Werken als Dramatikerin gehören „Bertod and Agnes“, „Perfect“ und „Short circuit“ (Gastspiel bei Welt/Bühne – Das Festival in der Spielzeit 2023/24). In Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus schrieb sie das Stück „The memory Game“. Des Weiteren war sie für verschiedene Fernsehserien verantwortlich und war Autorin des Blogs „This is not what I was promised“ in der digitalen Ausgabe der Zeitung „Haaretz“.
Österreichische Erstaufführung: Das tww freut sich, die österreichische Erstaufführung des israelischen Publikumshits „Kurzschluss“ von Noa Lazar-Keinan unter der Regie von Ursula Leitner, auf der Studiobühne feiern zu können. Die Uraufführung fand unter dem Titel „Short Circuit“ im Beer Sheva Theatre 2022 in Israel statt und entwickelte sich zu einem riesigen Erfolg. Es wurde zum Welt/Bühne – Das Festival ans Residenz Theater München eingeladen, wo das Stück auf Englisch gezeigt wurde. Auf Deutsch war das Stück bisher noch nie zu erleben. Das soll sich nun ändern – das Stück ist in Guntersdorf erstmals auf einer österreichischen Bühne zu sehen. Diese humorvolle Aufführung von „Kurzschluss“ verspricht ein besonderes Theatererlebnis, das berührt und zum Nachdenken anregt. Seien Sie dabei, wenn wir eine der bewegendsten Geschichten des modernen israelischen Theaters auf der Studiobühne zeigen. Aus dem hebräischen übersetzt von Matthias Naumann wird die deutschsprachige Erstaufführung kurz zuvor – ebenfalls im September – im Gerhardt Hauptmann Theater in Görlitz stattfinden.
Besetzung
David _ J-D Schwarzmann
Neta _ Julia Handle
Team
Bühne: Werner Wurm
Kostüme: Petra Teufelsbauer
Lichtdesign: Martin Kerschbaum
Technik: Cornelia Schmidt, Gottfried Binder
Inszenierung: Ursula Leitner
fotocredit: Anna Zehetgruber
Fotobearbeitung: J-D Schwarzmann
Aufführungsrechte: Litag Theaterverlag GmbH & Co. KG