Eine lange Reise war es. In Licht und Schatten. Im Schmerz, Krankenhäusern und dem weiten Weg zurück nach Saint-Denis in Südfrankreich.
Doch jetzt steigt Bruno, Polizeichef , endlich aus dem Auto. Auf dem Boden seines Reviers, das er vermisste. Die Menschen hier in all ihren Liebeswürdigkeiten, Alltäglichkeiten, Besonderheiten, Abgründen. Und das Essen, darin er leidenschaftlich Lust und Genuss aller Sinne zelebriert. Ein guter Boden hier. Und ein gutes Zurückkommen.
Doch der Boden hier in der beschaulichen französischen Kleinstadthat auch eine Geschichte. Eine wechselvolle und ganz bittere in der Zeit des II.Weltkrieges und der deutschen Besatzung und des Widerstandes, der Resistance.
Der Fund eines Grabes öffnet nun diese Vergangenheit in Mut wie Verrat und eine Flut verdrängter Erinnerungen bricht nun hervor…
Wie auch oberhalb der Erde. Denn da öffnet der Himmel seine Schleusen und heftige Unwetter verwandeln Stadt und Umgebung in reißende Ströme, die mit- und fortreißen…
Und mittendrin Bruno und Balzac. Sein Hund. Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren und Spürsinn zu haben. Und da ist Bruno wieder in seinem Element und stellt sich den Stürmen der Vergangenheit und Gegenwart…
Nicht ohne allerdings auch die Kraft guten Essens, das Zusammenkommen dabei und die ungeahnten zwischenmenschlichen Möglichkeiten im Gespräch, Zuhören und Lippenlesen außer Acht zu lassen…
Martin Walker, ein ganz besonderer Autor, der gleichsam Literaturgenres in ein wunderbares mehrgängiges Menü rührt, mixt und dann als Krimi kalt und heiß serviert, legt ein neues Meisterwerk vor.
Leserin und Leser werden gleichsam in Welt und Leben, Kultur und Kulinarik, Geschichte Frankreichs und Europas hineingezogen und folgen Seite um Seite einen Genuss in Sprache, Spannung, Überraschung.
„Bruno regiert wieder und es ist ein Krimi-Königreich der Sonderklasse!“
Déjà-vu. Der siebzehnte Fall für Bruno, Chef de police. Martin Walker.Diogenes Verlag.
Liebe Ana Pawlik, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Seit ich im Herbst mein Manuskript abgegeben habe, habe ich zum Glück wieder Zeit zum Lesen. Also starte ich, sobald meine Familie um 6:30 aus dem Haus ist, den Tag mit Lesen. Danach vermischt sich Büroarbeit für meine Selbstständigkeit mit Leichte-Sprache-Aufträgen und einem Minijob im Bioladen. Dazwischen immer wieder kreative Schreibprojekte.
Wenn ich gerade an einem Roman schreibe, arbeite ich geblockt. Ein paar Tage oder Wochen nur Romanschreiben von früh bis spät. Und dann wieder geblockt ein paar Tage oder Wochen nur Leichte-Sprache-Aufträge.
Ana Pawlik, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Dass wir Menschen positive Zukunftsbilder in unsere Köpfe hineinbekommen. Bilder von einer Welt, in der wir alle aufeinander schauen. In der wir so leben, dass niemand ausbeutet oder zurückgelassen wird, weder Mensch noch Tier noch Natur. Eine Welt, in der wir verinnerlicht haben, dass Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit oft so eng miteinander verwoben sind wie Wolken und Regen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Für wesentlich halte ich, wie gesagt, die positiven Zukunftsbilder. Es braucht Kreativität, Offenheit, Neugier für Neues und ganz viel Menschlichkeit, damit vor unserem inneren Auge eine andere, gerechtere Welt entstehen kann. Erst wenn wir diese Welt vor uns sehen, wissen wir, worauf wir hinarbeiten können.
Die Rolle von uns Künstler*innen sehe ich darin, dazu beizutragen, diese Zukunftsbilder in die Köpfe der Menschen zu bekommen. Jeder auf seine Art, mit seiner Kunst kann diese Bilder malen, kann diese Zukunftsbilder beschreiben, von ihnen singen, sie fotografieren, kann in ihnen Welten und Geschichten entstehen lassen… Kurz: Appetit darauf machen, wie die Welt sein könnte, wenn wir es kollektiv nur wöllten.
Was liest Du derzeit?
Vor Kurzem habe ich „Die Aufrechte“ von Claudius Crönert gelesen, „Die Nachricht“ von Doris Knecht, danach Christina Auerswalds „Schneekoppe“ und freue mich, heute Abend mit „Radio Sarajewo“ von Tijan Sila zu starten. Vor Kurzem las ich das Jugendbuch „Die Geschichte von Baby & Solo“ von Lisabeth Posthuma, das mich auch sehr berührt hat.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
»Wieso war diese Welt so, wie sie war; wieso gab es immer Menschen, die herrschten und Befehle erteilten, die nie hungern mussten, die frei entscheiden konnten, während andere ihr Leben lang Knechte sein mussten. «
Knecht Claus in „Der Fall des Eisernen Königs“
Vielen Dank für das Interview, liebe Ana, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen: Ana Pawlik, Schriftstellerin
Zur Person: Ana Pawlikwurde in Deutschland, Baden-Württemberg geboren. Nach einer Ausbildung im sozialen Bereich und einer mehrjährigen Rucksackreise durch Afrika, Kanada und Skandinavien strandete sie 2006 in Wien. Inzwischen lebt die Autorin mit ihrer Familie in Oberösterreich. Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin arbeitet sie selbstständig als Texterin und überträgt Romane und schwierige Schriftstücke in Leichte Sprache.
Aktuelles Buch vonAna Pawlik: „Der Fall des Eisernen Königs“
„Herzogtum Österreich 1275: Kaum ist Rudolf von Habsburg zum König des Heiligen Römischen Reichs gekrönt, fordert er von Přemysl Ottokar Österreich an ihn abzutreten. Doch letzterer wehrt sich mit eiserner Hand dagegen.
Wer sich auf die Seite des „falschen Königs“ schlägt, bringt sich bald in tödliche Gefahr. Der erbitterte Machtkampf der beiden Herrscher entfacht eine Welle der Unruhe, die bis ins abgelegene Ennstal reicht. Dort versucht der entflohene Knecht Claus zusammen mit anderen Vogelfreien verborgen in der Waldwildnis ein Gehöft aufzubauen. Doch bald überschlagen sich die Ereignisse. Claus’ Geliebte Ännlin wird zur Zielscheibe des grausamen Grafen Irenfried und das Gehöft gerät immer mehr in Gefahr, bis Claus letztlich dazu gezwungen wird, für einen der beiden Könige Position zu beziehen.“ (Presseinfo)
Hi Lasni Subainghe, what`s your routine at the moment?
My daily routine is quite full and creatively enriching at the moment. Currently, I am actively dancing, choreographing my own pieces, and working as a dance and voice training educator. I usually begin or end my day with exercise and stretching, which helps me stay physically grounded.
During the daytime, I attend my teacher training program in Canadas national ballet school for ballet and take contemporary dance sessions. This keeps me very busy, but it’s exactly what gives me the energy and purpose to jump out of bed each morning.
I dedicate a good amount of time to studying choreography and direction for my dance pieces, as well as deepening my understanding of the subjects I’m learning. Whenever I find a quiet moment, I sing or imagine new creative ideas.
I feel deeply connected to nature—I love singing with the wind and dancing with the falling leaves. Simple joys like hot drinks and fresh salads keep me going through the day. In my spare time, I enjoy reading and exploring new places as a way to stay inspired and refreshed.
Lasni Subainghe, dancer, choreographer _ project „Ballerina from Ceylon“
„Ballerina from Ceylon“
What is particularly important for all of us now?
As an individual, I believe that living a meaningful and balanced life on Earth is becoming increasingly challenging. This question is broad and complex, but from a human perspective, I feel we all need clarity of mind and a compassionate, loving heart in order to live with empathy and understanding toward others.
As artists, we carry a special responsibility—to reflect the world we envision through our work, whether it be in dance, music, poetry, sculpture, or any other creative form. Art has the power to inspire, to awaken, and to guide people toward a better and more valuable way of living.
While I don’t believe the world can ever be completely free of violence or negativity, I do believe we can reduce their impact. We can strive to be examples of kindness and awareness in our everyday lives and use our art to encourage healing, peace, and connection.
New start, new beginning. What will be essential and which roles will dance, art play on society process?
Before a new beginning, we will all become social and personal. What will be essential and what role does music, art itself have?
Before a new beginning, we naturally return to what is most personal and social—our relationships, reflections, and values. In this time, what becomes essential is our ability to lead with empathy, foster connection, and have the courage to embrace change. The heart of all creative work lies in reminding the world of our shared humanity.
Every art form—and every profession—has the power to uplift, to heal, and to help rebuild our societies. When we create, we must do so with a global perspective, knowing that art doesn’t merely reflect life; it helps reshape and renew it.
As a dancer, I see the body as a carrier of memory and emotion. Movement becomes a powerful language of healing—offering release, resilience, and hope.
As a choreographer, I understand art as both a mirror and a path forward. Through dance and music, we express what words often cannot, opening space for deeper understanding and transformation.
As a dance and voice educator, I believe that artistic education goes far beyond technique. It nurtures emotional awareness, creativity, and a sense of purpose. Even the smallest artistic gesture has the potential to connect people and make a meaningful impact.
Dance piece _ choreographed and trained by Lasni Subasinghe
What are you currently reading? Scaramouche is a historical novel by Rafael Sabatini, originally published in 1921. A romantic adventure, Scaramouche tells the story of a young lawyer during the French Revolution. In the course of his adventures, he becomes an actor portraying Scaramouche.
What quote, which text impulse do you want to give us?
-Man is a part of nature, and his war against nature is inevitably a war against himself – Albert Einstein
ballet Opera in Sri Lanka „Patavi „ _ Lasni Subainghe, dancer, choreographer
Thank you very much for the interview, dear Lasni, Much joy and success for your great art projects go and on, all the best for you!
5 questions on artists:Lasni Subainghe, dancer, choreographer
„Backstage“, der Titel für diesen Essayband der Bestseller Autorin Donna Leon, deren Brunetti Venedigkrimis beispiellos erfolgreich sind und ein Genre wesentlich mitprägten, ist ein bestens gewählter.
Wer ist Donna Leon? Im Blick hinter den Star-Vorhang?
Wie sieht es hinter der großen Literatur-Bühne der weltweit gefeierten Autorin, die 1942 in New Jersey/USA geboren ist und deren berufliche Wege rund um die Welt führten, um schließlich in Venedig unvergleichlich Ort, Mensch, Zeit, Leben, Gesellschaft spannend, humorvoll, kritisch ins Wort zu setzen, aus?
Welche Wege, Stationen, Inspirationen gab und gibt es?
Der wunderbar zusammengestellte Essayband lädt zu einer spannenden, kurzweiligen, interessanten Reise zu einem Autorinleben ein und lässt an ihren Reisen, Projekten, Kunst- und Gesellschaftsperspektiven, Mensch- und Weltsicht in ganz neuen Zugängen teilhaben. Entdeckung und Überraschung für Fans und Neugierige, ein großartiges Leseerlebnis!
„Ein Buch als einmaliges „Backstage“ Ticket zu Werk und Leben der unvergleichlichen Bestsellerautorin – Donna Leon.“
Donna Leon, Backstage. Diogenes Verlag.
Aus dem amerikanischen Englisch von Werner Schmitz, Christa E. Seibicke u. a.
Liebe Doris Leeb, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Mein Tagesablauf besteht aus Tagesablauf von mir und meinen Kindern planen, logopädische Therapie planen, durchführen und dokumentieren, Theatertext lernen, die Kinder zum Mathe lernen motivieren und dazwischen leben, atmen und abwaschen. Noch irgendwo dazwischener: schreiben. Romananfänge. Gedichte. Fragmente. Einkaufslisten. Fetzen. Anträge. Morgenseiten. Diese Antworten.
Doris Leeb, Schriftstellerin,Schauspielerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Atmen. Leben. Abwaschen. Handy aus. Zuhören. Anschauen. Atmen.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wesentlich wird sein, dass wir uns wirklich wahrnehmen. Uns selbst und andere. Das wir uns Brücken zueinander bauen und dann auch drüber gehen. Das dürfen wir wieder lernen. Kunst und Literatur kann, wird und muss dabei helfen!
Was liest Du derzeit?
Ich lese im Moment „Es werden schöne Tage kommen“ Von Zach Williams, „Kierkegaard für Gestresste“ (Hrsg. v. Johan de Mylius) und Gedichte von Christine Nöstlinger.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Dieses Zitat ist letzte Woche zu mir herein geflattert und seither beschäftigt es mich: „Sprache ist das Haus des Seins“ (Martin Heidegger). Welch schöner Satz. Sofort gefühlt. Aber auch verstanden? Was meint ihr?
Vielen Dank für das Interview, liebe Doris, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Schauspiel-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Doris Leeb, Schriftstellerin, Schauspielerin
Aktuelles Buch von Doris Leeb: „“Menscha”Dialektpoesie
Liebe Milena Michiko Flašar, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Sehr ruhig und entspannt. Morgens laufe ich eine kleine Runde, danach setze ich mich an den Schreibtisch und arbeite. Im August dieses Jahres erscheint ein Erzählband von mir – „Der Hase im Mond“. Momentan gehe ich zusammen mit meiner Lektorin die Fahnen durch. Eine schöne Phase. Etwas, woran ich lange gesessen habe, nimmt nun Buchform an. Für den letzten Schliff braucht es einen ruhigen und entspannten Blick.
Milena Michiko Flašar, Schriftstellerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Für uns alle zu sprechen, ist schwierig. Ich persönlich finde es wichtig, mich und meine Meinungen immer wieder einmal in Frage zu stellen bzw. eine distanzierte Haltung dazu einzunehmen. Recht haben wollen – das ist etwas, worauf ich gerne verzichte.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Literatur bewahrt uns vor der schon oben erwähnten Rechthaberei. Indem sie uns die unterschiedlichsten Lebensläufe vor Augen führt, erlaubt sie es uns, in die Schuhe eines anderen zu schlüpfen und uns in aktivem Mitgefühl zu üben. Aufbruch und Neubeginn sind nur dann möglich, wenn wir aus der Enge unseres Selbst heraustreten und uns weitmachen für die Wirklichkeit, die uns umgibt. Dass es immer mehrere Wirklichkeiten sind – nicht nur eine – ist, was wir lesend erfahren können.
Was liest Du derzeit?
Yukio Mishimas „The Frolic of the Beasts”. Ein typischer Mishima: Kraftvoll, verwegen, hart und an die Grenzen des Moralischen bzw. darüber hinaus gehend.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
In Yasunari Kawabatas „The Rainbow“, das ich vor Kurzem gelesen habe, heißt es an einer Stelle: „Don´t dwell too much on worry. Life brings tears at times, joy at others.“ Diese zwei Sätze haben mich – trotz oder wegen ihrer Einfachheit – angesprochen. So banal sie daherkommen, verbirgt sich ihnen eine Lebensaufgabe. Kummer und Freude, sie wechseln einander ab. Mal geht es rauf, mal geht es runter. Dies still zu bezeugen, ohne an jedwedem anzuhaften, das würde ich gerne können.
Vielen Dank für das Interview, liebe Milena, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Milena Michiko Flašar, Schriftstellerin
Zur Person:Milena Michiko Flašar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Ihr Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ wurde über 100.000 Mal verkauft, als Theaterstück am Maxim Gorki Theater uraufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. Er stand unter anderem 2012 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Wien.
NOTYOURORDINARY _ Arsén Gürer (links) und Michael Auinger _ aktuelles gemeinsames Musikprojekt _:
GIVE PEACE A CHANCE
GIVING
IS
VASTLY
EVOLUTIONARY,
PROBABLY
ELEVATES
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CHANGE
EFFECT
AND
CRUELTY
HAS
A
NEEDLE-LIKE,
CATASTROPHIC
EMPTINESS
ARSEN GÜRER, 1.6.2025
Arsén Gürer, pianist and composer
GIVE PEACE A CHANCE
Arsén Gürer, pianist and composer
Zur Person:Growing up in a musical family, Arsén Gürer developed a love for the piano at a young age. His teacher and mentor was his grandfather, also a professional violinist/pianist and composer in Istanbul.
After graduating from the Austrian College St. Georg in Istanbul, Arsén came to Vienna to study musicology, classical composition and jazz piano. He completed his education with Wolfgang Reisinger, Martin Wöss, Michael Tiefenbacher, Alexandra Karastoyanova Hermentin, Clemens Salesny and Ulf Diether Soyka, among others.
Arsén worked as a music director at the International Cultural Association Nazim Hikmet and composed as a freelancer for short films and digital advertisements, whilst performing several concerts with his band Filler’s End, as well as numerous collaborations with professional musicians in various locations throughout Austria and Europe.
Currently, Arsén is living in Vienna, working on his solo piano album, the album of his newest electro-acoustic project NOTYOURORDINARY together with Michael Auinger, and several freelance composing & sound-design projects, such as the award-winning film „That Crow at the End“ with the next showing on January 7th at the Chicago Blowup Film Festival.
In addition to his music, he has been offering workshops and lessons for piano, keyboard & synthesizers for over 10 years. Arsén wants to pass on his passion for music to others and inspire them to create music themselves.
Lieber Arsén Gürer, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus
Als selbstständiger Musiker soll man ziemlich diszipliniert unterwegs sein, also teile ich meine Tage systematisch unter Üben, Komponieren/Produzieren, PR/Organisatorische Beschäftigungen, Unterrichten und Sport. Ich würde eigentlich viel lieber nur komponieren/produzieren, aber dann hat man 100 Stücke, die nie gespielt werden und von niemandem gehört sind und das wäre selbstverständlich nur schade. J
Arsén Gürer, pianist and composer
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Selbstreflexion und ein starkes Verständnis von globalen Ereignissen sind besonders wichtig, wenn wir uns weiterentwickeln wollen, egal was für eine Kunstform wir beherrschen.
In meinem Fall möchte ich meine Sounddesignfähigkeiten entwickeln, um Schreien, Bomben, Ausbeutung, Manipulation, Medienkontrolle, Biowaffen, Weinen, Trösten, Ärger, Oppression.. (ok, ich stoppe..) beschreiben zu können!
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Musik, der Kunst an sich zu?
Musik schafft unvergessliche, symbolische Momente. Eine Revolution hat immer einen OST-Playlist. Durch die Verschmutzung von Tiktok/Shorts, usw. wird Musik zu einer unpassenden ‚ „yeaah, burnnt!“-Hype-Rolle‘ gepusht. Aber auch das kommt von der symbolischen Stärke der Musik. Es wird immer Musiker geben, die diese Stärke für nötige, revolutionäre Ziele nutzen werden. Ohne irgendeine Fassade oder „Slay-Internetkultur“ wird Musik uns am Magen greifen und schütteln.
Aktuelles Musikprojekt von Arsén Gürer: NOTYOURORDINARY – Arsén Gürer und Michael Auinger
Was liest Du derzeit?
THE TYGER – William Blake
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
BE REALISTIC – DEMAND THE IMPOSSIBLE!
Vielen Dank für das Interview, lieber Arsén, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Musikprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Arsén Gürer, pianist and composer
Zur Person:Growing up in a musical family, Arsén Gürer developed a love for the piano at a young age. His teacher and mentor was his grandfather, also a professional violinist/pianist and composer in Istanbul.
After graduating from the Austrian College St. Georg in Istanbul, Arsén came to Vienna to study musicology, classical composition and jazz piano. He completed his education with Wolfgang Reisinger, Martin Wöss, Michael Tiefenbacher, Alexandra Karastoyanova Hermentin, Clemens Salesny and Ulf Diether Soyka, among others.
Arsén worked as a music director at the International Cultural Association Nazim Hikmet and composed as a freelancer for short films and digital advertisements, whilst performing several concerts with his band Filler’s End, as well as numerous collaborations with professional musicians in various locations throughout Austria and Europe.
Currently, Arsén is living in Vienna, working on his solo piano album, the album of his newest electro-acoustic project NOTYOURORDINARY together with Michael Auinger, and several freelance composing & sound-design projects, such as the award-winning film „That Crow at the End“ with the next showing on January 7th at the Chicago Blowup Film Festival.
In addition to his music, he has been offering workshops and lessons for piano, keyboard & synthesizers for over 10 years. Arsén wants to pass on his passion for music to others and inspire them to create music themselves.