„Eventuell auch du?“ Ingo Paulick, Schauspieler _ Give Peace A Chance _ Wien 3.8.2024

Give Peace A Chance


G  lücklich sein

I  m Hier und Jetzt.

V  erspieltheit,

E  ntspannung, ohne Hetz‘


P  apperlapapp, wird gesagt.

E  ntspannte sind doch faul!

A  rbeit – Tag für Tag!

C  harisma? – Ha, für den Gaul!

E  ntspannte sind nur faul!


A  ber:


C  harismatisch sind die, die sich trau‘n

H  ineinzutauchen. Genau zu schau’n.

A  ufzupassen in voller Ruh‘.

N  achspüren, reflektieren,

C  ouragieren, emanzipieren!

E  ventuell auch du?

Ingo Paulick, 29.7.2024

Ingo Paulick, Schauspieler

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Ingo Paulick, Schauspieler

Zur Person: Ingo Paulick wurde 1986 in Forst/Lausitz, einem kleinen deutschen Ort an der polnischen Grenze geboren und lebt seit 2018 in Wien, Österreich.

Nach seinem Schauspielstudium in Hamburg, gastierte er an diversen Theatern in Deutschland und Österreich und war festes Ensemblemitglied bei den Kreuzgangfestspielen Feuchtwangen, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Landestheater Coburg.

Seit 2019 gehört er zum festen Ensemble der Komödienspielen Porcia.

Darüber hinaus war er in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen: u.a. in „Kafka“ und „Ich und die Anderen“ von Regisseur David Schalko.

Neben verschiedenen Formen des Bühnenkampfs, gilt sein Interesse auch dem Improvisationstheater und dem professionellem Sprechen.

Aktuelle Produktion mit Ingo Paulick:

„Funny Money“ RAY COONEY _ Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten

„Funny Money“/Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten _
Ensemble: Felix Krasser, Beate Gramer, Ingo Paulick, Leila Müller
_
folgende

Da hat doch einer voll danebengegriffen! Der nimmt statt seines alten Aktenkoffers mit dem angebissenen, vergammelten Jausenbrot und den verstaubten Akten irrtümlich einen prall gefüllten Geldkoffer aus der U-Bahn mit nach Hause. Und schon beginnt sich das Karussell des Wahnsinns zu drehen: Was macht Geld mit uns? Vor allem viel zu viel Geld, das unerwartet und im wahrsten Sinn des Wortes unverdient sich ins Leben ergießt und scheinbar alles möglich macht, scheinbar alle Regeln aushebelt, alle Hemmungen außer Kraft setzt und das Maß abschafft? Wer kann, wer will den unermesslich Reichen bremsen? Hält uns das viel geschmähte Geld vielleicht sogar den Spiegel vor und fördert zutage, wie wir wirklich sind? Was uns wichtig ist? Welche Wünsche wir haben? Achtung, unermesslicher Reichtum kann die Bananenschale des Lebens werden – man rutscht leicht darauf aus!
Dieses verrückte, wahnsinnige, rasende Stück mit seinen Menschen, die sind wie du und ich, die unerwartet in den Sog von Gier, Unvernunft, Höhenflug und verbrecherischem Irrsinn geraten, ist aktueller denn je. Wenn man dieser Tage die Zeitungen liest, denkt man, das wäre heute geschrieben worden.
..“ https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

Fotos_ Portrait: Marco Riebler.

„Funny Money“/Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten _ Fotos: Michaela Stocker © Ensemble Porcia

Walter Pobaschnig _ 29.7.2024

https://literaturoutdoors.com



„ein Miteinander statt ein Gegeneinander“ Ingo Paulick, Schauspieler _ Wien 2.8.2024

Lieber Ingo Paulick, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Meistens stehe ich so zwischen 7:30 – 8:00 Uhr auf und dann gibt es als erstes einen Kaffee. Danach kümmern meine Frau und ich uns um unsere kleine Hündin Bella und dann beginnt das Daily Business. Und das ist in unserem Job sehr variable.

Zurzeit spiele ich Sommertheater bei den Komödienspielen Porcia in Kärnten. Die Proben sind vorbei und wir haben bis Ende August nur noch abends Vorstellungen. https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

Da vieles immer kurzfristiger wird, kann es sein, dass ich ein E-Casting für Werbung, Film oder TV bekomme und dies innerhalb von 24h hochgeladen haben muss. Je nach Aufgabenstellung benötige ich dafür 2 – 4 Stunden. Ansonsten versuche ich die Freizeit wirklich auch als eine Form von Sommerurlaub zu nutzen: wir fahren an den Millstätter See, gehen auf dem Goldeck wandern, Eis essen, kochen, mit unserem Hund spazieren und einfach eine gute Zeit haben und die schönen Dinge genießen. Ab 18 Uhr geht es dann meistens in die gedankliche Vorbereitung für die Vorstellung am Abend. Danach in die Maske und dann ab auf die Bühne. Im Anschluss vielleicht noch ein kleiner Absacker mit den Kolleg*innen.

Ingo Paulick, Schauspieler

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Besonders wichtig ist mir ein MITEINANDER statt ein GEGENEINANDER. Ich habe das Gefühl, dass sich unsere Gesellschaft immer mehr vereinzelt und die Leute immer missgünstiger werden. Dabei passieren auch so viele tolle Dinge auf der Welt. Leider wird von diesen Dingen zu wenig berichtet. Aber ein Lächeln im Gesicht und eine gegenseitige Wertschätzung erfüllt mich z.B. mit sehr viel positiver und optimistischer Energie.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Wertschätzung und Gleichberechtigung. Das sind für mich sehr wesentliche Punkte. Das Schauspiel, egal ob im Theater oder Film, kann dies vermitteln. Wir haben mit unseren Geschichten die Möglichkeit, in komprimierter Form, Missstände und Lösungen zu zeigen, ohne den großen „Moral-Finger“ zu erheben. Wir können es durch etwas veranschaulichen, dass wir alle empfinden: Emotionen.

Was liest Du derzeit?

Zurzeit lese ich Bücher über Kleopatra, um mich auf unsere Produktion „KLEOPATRA“ im Rabenhof Theater vorzubereiten.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Kings are not elected! Gods are not elected!“

Ingo Paulick, Schauspieler

Vielen Dank für das Interview, lieber Ingo, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Ingo Paulick, Schauspieler

Zur Person: Ingo Paulick wurde 1986 in Forst/Lausitz, einem kleinen deutschen Ort an der polnischen Grenze geboren und lebt seit 2018 in Wien, Österreich.

Nach seinem Schauspielstudium in Hamburg, gastierte er an diversen Theatern in Deutschland und Österreich und war festes Ensemblemitglied bei den Kreuzgangfestspielen Feuchtwangen, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Landestheater Coburg.

Seit 2019 gehört er zum festen Ensemble der Komödienspielen Porcia.

Darüber hinaus war er in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen: u.a. in „Kafka“ und „Ich und die Anderen“ von Regisseur David Schalko.

Neben verschiedenen Formen des Bühnenkampfs, gilt sein Interesse auch dem Improvisationstheater und dem professionellem Sprechen.

Aktuelle Produktion mit Ingo Paulick:

„Funny Money“ RAY COONEY _ Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten

„Funny Money“/Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten _
Ensemble: Felix Krasser, Beate Gramer, Ingo Paulick, Leila Müller
_
folgende

Da hat doch einer voll danebengegriffen! Der nimmt statt seines alten Aktenkoffers mit dem angebissenen, vergammelten Jausenbrot und den verstaubten Akten irrtümlich einen prall gefüllten Geldkoffer aus der U-Bahn mit nach Hause. Und schon beginnt sich das Karussell des Wahnsinns zu drehen: Was macht Geld mit uns? Vor allem viel zu viel Geld, das unerwartet und im wahrsten Sinn des Wortes unverdient sich ins Leben ergießt und scheinbar alles möglich macht, scheinbar alle Regeln aushebelt, alle Hemmungen außer Kraft setzt und das Maß abschafft? Wer kann, wer will den unermesslich Reichen bremsen? Hält uns das viel geschmähte Geld vielleicht sogar den Spiegel vor und fördert zutage, wie wir wirklich sind? Was uns wichtig ist? Welche Wünsche wir haben? Achtung, unermesslicher Reichtum kann die Bananenschale des Lebens werden – man rutscht leicht darauf aus!
Dieses verrückte, wahnsinnige, rasende Stück mit seinen Menschen, die sind wie du und ich, die unerwartet in den Sog von Gier, Unvernunft, Höhenflug und verbrecherischem Irrsinn geraten, ist aktueller denn je. Wenn man dieser Tage die Zeitungen liest, denkt man, das wäre heute geschrieben worden.
..“ https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

https://www.ensemble-porcia.at/programm/spielzeit-2024/funny-money

Fotos_ Portrait: 1,2 Franz Quitt; 3 Marco Riebler.

„Funny Money“/Komödienspiele Porcia_Spittal/Kärnten _ Fotos: Michaela Stocker © Ensemble Porcia

Walter Pobaschnig _ 29.7.2024

https://literaturoutdoors.com

„irgendwann vielleicht irgendwann“ Ali E. Danabas, Schriftsteller _ Give Peace A Chance _ München 2.8.2024

GIVE PEACE A CHANCE

große fische fressen kleine

irgendwann

vielleicht irgendwann

endet dieses böse spiel


pappel

eiche und

aspe machen es vor

courage sage ich und

etwas gefühl und ruhe


anders wird es nicht gehen


cäsar du hast es gewusst

hast du es als feldherr nicht selbst gesagt

alles böse fängt wie gerechtigkeit an

nein nein wissen und anderes tun

cäsar geh

eile zu deinen mördern


Ali E. Danabaş, 1.8.2024

Ali E. Danabaş, Lyriker und Schriftsteller

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Ali E. Danabaş, Lyriker und Schriftsteller

Zur Person: Ali E. Danabaş (geb. 1970 in Ankara), Lyriker und Schriftsteller, lebt seit dem 9. Lebensjahr in Deutschland. Nach Aufenthalten in Lippstadt, Münster, Ankara, Köln und Bergisch Gladbach wohnt er seit 2004 in der Nähe von München und ist Vater zweier Kinder.
Nach dem Abitur studierte er in Münster Philosophie, Publizistik, Politik und Germanistik. Anschließend folgte ein Studium in Ankara, das er als Diplom-Bildhauer abschloss. Nach einem Zeitungsvolontariat in Lippstadt in Westfalen arbeitete Danabaş als Redakteur u.a. für den Münchner Merkur.
 
Mitte der 90er war er in Ankara Inhaber und Herausgeber der Literaturzeitschrift „Kavram ve Karmaşa“ (Begriff und Komplexität), veröffentlichte einen eigenen Gedichtband („Sokak“), übersetzte Erich Frieds „Befreiung von der Flucht“ ins Türkische, das im Ankaraner Suteni-Verlag als Buch herauskam. Für eine kurze Zeit war er Stellvertretender Generalsekretär des türkischen Schriftstellerverbandes. In dieser Funktion gab er eine Monographie über den ersten türkischen Bildungs- und Kulturminister Hasan Ali Yücel heraus. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit ist er weiterhin schriftstellerisch aktiv. Er hat mehrere fertige Gedichtzyklen, aus denen er Gedichte einzeln in sozialen Medien veröffentlicht.

Fotos_ privat

Walter Pobaschnig _ 1.8.2024

https://literaturoutdoors.com

„Hatte das Herz voll: ging auf Reisen:“ _ Sophie Reyer & Juliane Bugl _ Give Peace A Chance _ Wien 1.8.2024

Wort und Bild:

Sophie Reyer, Schriftstellerin

Juliane Bugl _ Art _
Tänzerin, Choreografin, Künstlerin

GIVE PEACE A CHANCE

Juliane Bugl _ Art _
Tänzerin, Choreografin, Künstlerin


GIVE PEACE A CHANCE

Ging

In

Viele

Ebenen


Pralles

Erde Regen

Atem Atem nichts

Clouds in the sky

Einfach war es nie


Anfang


Caravan meiner Sehnsucht

Hatte das Herz voll: ging auf Reisen:

Alles

Neu: heute wie damals

Chimären

Enden nie



Sophie Reyer, 1.8.24

Sophie Reyer_ Schriftstellerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace:

Sophie Reyer_ Schriftstellerin_Wien

Aktuelle Bucherscheinung:

Hexensommer – Eine Dissoziation in drei Leben

von Sophie Reyer, Edition Keiper

  • Hebamme, Schriftstellerin, Schamanin – drei Frauen zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher Umgebung.
  • Jede dieser Frauen hebt sich von anderen Frauen ab – „Hexe“ nannte man das früher.
  • Warum erfahren Frauen heute noch immer Gewalt und machen mit einem „Lächeln unter Tränen“ weiter?

Mit sensibler Präzision legt Sophie Reyer ihr Augenmerk auf die so verschiedenen Leben von drei Frauen. Sie arbeitet akribisch ihre Gemeinsamkeiten auf und spürt ihrer innewohnenden Stärke nach. Noch nie war Reyer so strukturiert! Hexensommer zeigt eine neue Reife der österreichischen Schriftstellerin.

Tauchen Sie ein in ‘Hexensommer’ und machen Sie eine faszinierende Reise durch die Jahrhunderte, die das Leben von drei außergewöhnlichen Frauen miteinander verwebt. Walpurga Hausmännin, eine Hebamme im 16. Jahrhundert, wird Opfer eines brutalen Hexenprozesses. Charlotte-Rose de Caumont de La Force, eine adelige Schriftstellerin im 17. Jahrhundert in Frankreich, verfasst ‘Persinette’, den Vorläufer der berühmten Geschichte ‘Rapunzel’. Susanne Wenger, geboren 1915 in Graz, wandelt sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Nigeria zur Künstlerin und Yoruba-Priesterin.

Die Ich-Erzählerin in ‘Hexensommer’ vertieft sich in diese beeindruckenden Biografien und beginnt zugleich, die Frauen in ihrem eigenen Leben mit neuen Augen zu sehen. Sie erkennt, wie die Geschichten dieser Frauen mit ihrem eigenen Dasein verwoben sind. Es entsteht eine literarische Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Dieses Buch ist ein Zeugnis der Stärke und Widerstandsfähigkeit von Frauen über die Zeiten hinweg. Ein beeindruckender literarischer Spaziergang durch Geschichte und Mythos.

Preis: AT € 25,00 / DE € 24,32
Seiten: 292
ISBN13: 978-3-903575-11-0
Erscheinungsdatum: 4. März 2024
Sprache: Deutsch
Format: 12,0 x 20,0 cm; Hardcover

https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/hexensommer-eine-dissoziation-in-drei-leben/

https://sophiereyer.com/

Foto Portrait Sophie Reyer_Wolfgang Liemberger

Fotos_Juliane Bugl Art _ Walter Pobaschnig 7/24

Walter Pobaschnig _ 1.8.2024

https://literaturoutdoors.com