„Gehirn“ Jacky Surowitz, Schauspielerin _ Give Peace A Chance _ Wien 25.8.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Was im Leben wichtig ist



Gehirn

Individualität

Vertrauen

Empathie


Politik

Ehrlichkeit

Anmut

Chance

Egoismus


Aufrichtigkeit


Champagner

Humor

Angst

Neugierde

Chuzpe

Einheit



Jacky Surowitz, 22.8.2024

Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin,
Sängerin, Autorin,
Komponistin und Rezitatorin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin,
Sängerin, Autorin, Komponistin und Rezitatorin

Zur Person/über mich: Ich bin Jacky Surowitz, schauspielerin, regisseurin, sängerin, autorin, komponistin und rezitatorin aus dem salzkammergut, lebend in wien. leidenschaftlich fürs theater, inbrünstig für die literatur und freudig für den film. habe schon einige theaterinszenierungen als regisseurin und schauspielerin gemacht (2 welturaufführungen und 1 wienpremiere), 2 langfilme (und 7 kurzfilme) geführt, gecastet, geschnitten, produziert und mitgespielt, habe drehbücher verfasst und umgearbeitet, theaterstücke, texte, gedichte und geschichten geschrieben, gedichtband und roman bereits veröffentlicht, theatersongs und filmmusik komponiert und gesungen, auch mit eigener gesangsgruppe gearbeitet und einen kulturverein gegründet. unterrichte sprach- und sprechtechnik mit schwerpunkt akzente und dialektik, moderiere und gestalte ein eigenes tv magazin auf einem privatsender.

meine homepage https://jackysurowitz.jimdofree.com

homepage des vereins www.wienerkult.wien

Aktuelle Veranstaltung von und mit Jacky Surowitz:

Foto: privat

Walter Pobaschnig _ 21.8.2024

https://literaturoutdoors.com

„ohne Literatur (und Musik) ist das Leben nichts wert“ Jacky Surowitz, Schauspielerin _ Wien 24.8.2024

Liebe Jacky Surowitz, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

ich bin derzeit total kreativ. Gerade inszeniere ich eine Welturaufführung, die meine ganze Aufmerksamkeit fordert, bereite mich aber gleichzeitig auf meine Leseabende vor und studiere vor dem Schlafengehen noch ein Drehbuch.

Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin,
Sängerin, Autorin,
Komponistin und Rezitatorin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

leben und denken. Das Leben genießen und denken. Vor Inbetriebnahme nicht nur des Mundwerks Gehirn einschalten. Und dabei nie den Humor verlieren.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Die Kunst hatte immer schon einen hohen Stellenwert im Leben. Leider wird der Begriff Kunst heute für fast alles verwendet. Man sollte sich wieder der wahren und echten „Kunst“ zuwenden, die einem das Leben bereichert. Und Literatur sollte den höchsten Stellenwert haben, aber leider haben die Leute verlernt, zu lesen oder zuzuhören oder sie müssen sich damit auseinandersetzen und das ist zu anstrengend. Aber ohne Literatur (und Musik) ist das Leben nichts wert.

Was liest Du derzeit?

Das Labyrinth, ein Theaterskript von Jacky Surowitz

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Erfülle dein Herz mit dem, was dein Herz erfüllt.

Vielen Dank für das Interview, liebe Jacky, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin,
Sängerin, Autorin,
Komponistin und Rezitatorin

5 Fragen an Künstler*innen:  Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin,
Sängerin, Autorin, Komponistin und Rezitatorin

Zur Person/über mich: Ich bin Jacky Surowitz, schauspielerin, regisseurin, sängerin, autorin, komponistin und rezitatorin aus dem salzkammergut, lebend in wien. leidenschaftlich fürs theater, inbrünstig für die literatur und freudig für den film. habe schon einige theaterinszenierungen als regisseurin und schauspielerin gemacht (2 welturaufführungen und 1 wienpremiere), 2 langfilme (und 7 kurzfilme) geführt, gecastet, geschnitten, produziert und mitgespielt, habe drehbücher verfasst und umgearbeitet, theaterstücke, texte, gedichte und geschichten geschrieben, gedichtband und roman bereits veröffentlicht, theatersongs und filmmusik komponiert und gesungen, auch mit eigener gesangsgruppe gearbeitet und einen kulturverein gegründet. unterrichte sprach- und sprechtechnik mit schwerpunkt akzente und dialektik, moderiere und gestalte ein eigenes tv magazin auf einem privatsender.

meine homepage https://jackysurowitz.jimdofree.com

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Aktuelle Veranstaltung von und mit Jacky Surowitz:

Fotos: privat

Walter Pobaschnig _ 21.8.2024

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„Vielfalt“ Heidi König-Porstner, Autorin _ Give Peace A Chance _ Wien 24.8.2024

GIVE PEACE A CHANCE

G emeinschaft

I n

V ielfalt

E rleben.


P artei

E rgreifen

A ngesichts

C holerischer

E inpeitscher


A bsolutistischen


C harakters!

H eterogenität

A ls

N eue

C hance

E ntdecken.



Heidi König-Porstner, 20.8.2024

Heidi König-Porstner, Übersetzerin, Autorin, Verlegerin

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Heidi König-Porstner, Übersetzerin, Autorin, Verlegerin

Zur Person: Heidi König-Porstner, geboren 1965, kam 1984 aus dem niederösterreichischen Mostviertel nach Wien – ursprünglich, um zu schreiben und Sprachen zu studieren.

Über die Beschäftigung mit japanischer Dichtung gelangte sie zum Karate, das sie nach wie vor ausübt und – als eine der ersten Frauen – lange Zeit hauptberuflich lehrte (u.a. von 1993-2013 am Universitätssportinstitut Wien).

In derselben Zeit publizierte sie unter ihrem Mädchennamen Adelheid Anna König erste literarische Texte (u.a. „Lippenmale“, Edition Doppelpunkt 1993), hielt  zahlreiche Lesungen in Wien und Umgebung und erhielt 1993 das Nachwuchsstipendium für Literatur des BMUK.  

Nach Abschluss eines Übersetzerstudiums war sie als Forschungsmitarbeiterin am Institut Wiener Kreis und Institut für Zeitgeschichte tätig und publizierte u.a. zur Rezeption der Einstein’schen Relativitätstheorie (Adelaide, Australien 2006) und zur Philosophie Moritz Schlicks (Springer, Wien 2012)

Heidi König-Porstner ist es ein Anliegen, historische und politische Forschung mit literarischem Schreiben und Literaturübersetzung zu verbinden.

2017 publizierte sie Biographie und Texte der als „erste Feministin“ bekannten mexikanischen Dichterin Sor Juana Inés de la Cruz. („Sor Juana Inés de la Cruz: Nichts Freieres gibt es auf Erden“, konkursbuch-Verlag, Tübingen 2017.)

Für die Übertragung der Gedichte Sor Juanas ins Deutsche erhielt sie 2018 den Spanischen Übersetzerpreis.

Seit 2017 arbeitet sie historisch zur Geschichte des Massakers von Jonestown 1978 und zeichnet u.a. verantwortlich für die Literaturprojekte Jonestown-ein Lesebuch und  Lyrik aus Jonestown.  (San Diego, 2017-2024)

Im Jahr 2024 gründete sie in Wien den LEIWAND-Verlag.

Aktuelle Buchpräsentation: „Christa Urbanek“

UNIKAT – Geschichten von und über Christa Urbanek

Christa Urbanek (1947 – 2021) war eine Ausnahmekünstlerin. Eine, die ihr Leben als Realsatire auf die Bühnen brachte und dabei so authentisch war, „wie es eine Kunstfigur nie sein könnte“ (Claus Tieber)
Eine, deren Ungeniertheit und Direktheit oft schockiert haben, auf der Bühne wie privat – und deren weit offenes Herz denen, die sie kannten auf immer in Erinnerung bleibt.
Eine die Solidarität gelebt hat – und immer wieder großartig mit Kunst zu verbinden wusste.
Für ihr soziales Engagement wurde ihr 2012 von Stadträtin Sonja Wehsely das „Goldene Wienerherz“ verliehen.
Gemeinsam mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern erinnert Christa sich in diesem Lesebuch an ihren Werdegang, ihre Jahre als Akteurin der legendären Rockband Drahdiwaberl, ihre ersten Gehversuche in Schauspiel und Kabarett und ihre
Erfolgsprogramme „Unikat“ und „Remasuri“: ein Streifzug durch die Kleinkunst- und Theaterszene der 80er bis 10er Jahre – und das Porträt einer ungewöhnlichen Künstlerin, die für diese Szene gelebt hat.

Unikat

Autor: Christa Urbanek, Karl König u.a.

LEIWAND Verlag

ISBN:  978-3-200-09748-3

EUR 21,50

Christa ist nicht mehr, deshalb werden Freund_innen und Künstler_innen die Ihr nahe standen, am 15.9. das posthum erscheinende Buch im Rahmen eines vielschichtigen Abends in memoriam Christa Urbanek der Öffentlichkeit präsentieren.

Am 18.12. steht dann zu ihrem Gedenken auch nochmal ein „Weihnachtsspäschl“ mit zahlreichen Künstler_innen auf dem Programm, dessen Erlös der Vinzi Rast zu Gute kommen wird

Ein Abend in memoriam Christa Urbanek mit:
El Awadalla, Tanja Ghetta, Maria Sukup,
Claus Tieber, Sonja Penz, Richard Weihs u.v.a.

Moderation: Heidi König-Porstner (Verlegerin)

Aera _15.9.2024 (20.00 Uhr) 1010 Wien; Gonzagagasse 11
Kartenreservierung unter: leiwandverlag@gmail.com
Eintritt: € 10,-

+ Christa Urbanek

WEIHNACHTSSPÄSCHL 18.12.2024 (20.00Uhr)

in memoriam „Christakind“ Urbanek
zu Gunsten der Vinzi-Rast mit:
El Awadalla, Erik Trauner, Claus Tieber, Richard Weihs u.v.a.
(die komplette Liste der Mitwirkenden wird im Herbst feststehen)

AERA 1010 Wien; Gonzagagasse 11
Kartenreservierung unter: leiwandverlag@gmail.com
Eintritt: € 15,–

Pressebetreuung: GAMUEKL – Gabriele Müller-Klomfar

Fotos: Heidi Koenig-Porstner_privat; Christa Urbanek+ _Greindl.

Walter Pobaschnig _ 20.8.2024

https://literaturoutdoors.com

„Ich versuche, die wilden Ideen in meinem Kopf zu versöhnen“ Hanna-Linn Hava, Autorin _ Karlsruhe 23.8.24

Liebe Hanna-Linn Hava, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zuerst falle ich aus einem Traum ins Bett und taste noch blind nach Musik. Ohne die richtige Musik stehe ich nicht auf.

Dann bewege ich mich weiter zwischen Poesie und Alltag durch die Zeit, versuche, die wilden Ideen in meinem Kopf mit handfesten Tätigkeiten zu versöhnen, und tanze zuerst mit den Worten, dann mit der Geschirrspülbürste.

_

Inzwischen trage ich mit Leichtigkeit mehrere Kleider, das Gewand der Diva und die Schürze der Köchin, das Negligé der Geliebten und die Latzhosen der Großmutter, den Wollpulli der Wanderin und das Nichts der Muse.

Das war nicht immer so. Lange habe ich Masken getragen.

Wenn am Ende des Tages ein paar geschriebene Seiten übrigbleiben und der Küchenboden trotzdem gewischt ist, war es ein besonders guter Tag. Aber irgendetwas Gutes passiert immer.

Und danach mache ich die Musik aus und gehe schlafen.

Hanna-Linn Hava,
Autorin und Künstlerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Sich nicht erschrecken lassen von der Angst. Denn sie ist gerade überall, die Angst. Die Welt ist überaus plötzlich so groß und schnell und nah geworden, dass wir uns ihr verloren fühlen, und jeder sucht sich ein sicheres Versteck und einen Schuldigen für seine eigene persönliche Angst und will wieder alles klein und verständlich und sicher machen.

Deswegen: Trotzdem die Hände ausstrecken, nach dem, was erst einmal fremd erscheint, zulassen, dass sich die Ängste gegenseitig beschnuppern, neugierig bleiben, freundlich bleiben, und sich dann trauen, Verantwortung zu übernehmen. Für sich selbst und dann vielleicht sogar mindestens ein bisschen für diese Welt. Sie kann Hilfe brauchen. Jetzt besonders.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Wie immer bei Umbrüchen bricht auch etwas auseinander. Die Kunst, egal in welcher Form, baut kleine, bunte Brücken über die Risse, näht die Wunden zu, die beim Stolpern über diese Risse entstanden sind, oder zeigt zumindest auf, wo es gerade Wunden gibt. Besonders wenn die Gesellschaft diese Wunden nicht ansehen will, darf sie ein bisschen lauter werden, die Kunst.

Kunst ist kein Luxus. Kunst ist eine Notwendigkeit. Gerade jetzt, wo die technische Entwicklung so rasant ist, dass benachbarte Generationen in unterschiedlichen Welten leben, kann Kunst eine universelle Ausdrucksform sein, die diese Welten wieder ein Stück verbindet.

Und ich hoffe, dass die Kunst ihre elitäre Rüstung verliert, ohne banal zu werden, dass sie genau das in den virtuellen Gefilden lernt, die sich gerade als großes Abenteuer vor uns auftun, und dass sie nicht darin verloren geht.

Aber sie hat schon Jahrtausende überlebt, die Kunst, und ich glaube deswegen auch fest daran, dass wir uns um sie keine allzu großen Sorgen machen müssen.

Um die Menschheit vielleicht schon eher.

Was liest Du derzeit?

Ich würde gern mehr Romane lesen, aber wenn ich welche schreibe, dann lese ich keine.

Momentan lese ich also nicht nur aus Recherchezwecken das brillante Sachbuch „Womans Lore“ von Sarah Clegg, das mich allerdings an die Grenze meiner englischen Sprachkenntnisse bringt. Aber ich mag Herausforderungen.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein Zitat von Terry Pratchett, weil er immer recht hat, aber hiermit ganz besonders:

Wenn Leute, die schreiben und lesen können, für andere Leute kämpfen, denen diese Kenntnisse fehlen, ist das Ergebnis nur eine neue Art von Dummheit. Wenn ihr etwas für sie tun wollt, baut irgendwo eine Bibliothek und lasst die Tür offen.“

Hanna-Linn Hava,
Autorin und Künstlerin

Vielen Dank für das Interview, liebe Hanna-Linn, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Hanna-Linn Hava, Autorin und Künstlerin

Zur Person:  Hanna-Linn Hava

Biographie:

1978, 15.September: geboren in der Filderklinik in Filderstadt, Lkr. Stuttgart

2000-2002: Mitinhaberin des Bioladen-Frauenkollektivs „Rote Rübe“ in Tübingen

2002-2005: Studium der Freien Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe

2009, März: 2. Platz Würth-Literaturpreis für die Kurzgeschichte „Sein Name war Jonas“ Veröffentlichung Oktober 2009 im Swiridoff-Verlag

2009-heute: schriftstellerische und künstlerische Tätigkeiten

2011, März-Juni: Fortbildung an der Internationalen Schule für Schauspiel in München als Sprecherin

2018 – 2020: Vorleserin im Notariat Dr. Peter, Karlsruhe

Bibliographie:

2009 Kurzgeschichte „Sein Name war Jonas“, Anthologie, Swiridoff-Verlag (Würth-Literaturpreis)

2012 Lyrikband „Poesie aus Anderswann“, Selfpublishing

2014 Roman „Schneewittchens Geister, Periplaneta-Verlag

2020 Roman „Lilys Engelskostüm hat kaputte Flügel“, Selfpublishing

2024 Erzählband „Wild“, kul-ja! publishing

2024 Oktober, Roman „Das Blutige Kochbuch“, kul-ja! publishing

Website: www.hannalinnhava.de

Aktueller Erzählband:

Hanna-Linn HavaWild

Betörende Poesie trifft auf prosaische Erotik.

In »Wild« passieren Dinge, die jedem passieren könnten. Jedenfalls dann, wenn man sich in einen wilden Wald verirrt und plötzlich die Grenze von der Menschenwelt zu woandershin überschreitet.

Und diese Grenze kann überall sein.

Wie ein roter Faden führt rotes Haar durch dieses Buch, verknüpft zart die einzelnen Geschichten miteinander und führt den Leser immer tiefer in die Dunkelheit der menschlichen Seele, aber auch dorthin, wo die Frauen noch ungezähmt und sich ihrer Kraft bewusst sind, dorthin, wo die Magie wie Unkraut in jedem Hinterhof plötzlich aufblühen kann und die Sinnlichkeit keine verblümten Worte braucht.

Wer sich auf das Abenteuer einlässt, findet sich in Märchen wieder, die mit lyrischer Sprache so scharf unsere sozialen Skripte sezieren, dass es manchmal nicht leicht ist, zu entscheiden, ob man lieber verstört oder verzaubert sein möchte. Am Ende ist man beides.

»Kein Wunder, dass es sich Kurt Cobain, himself, als Penner getarnt, zwischen den Zeilen dieser Erzählungen auf einer Parkbank bequem gemacht hat, wie in einem geflüsterten Remake aus altem und neuem Blut, gemixt mit etwas erotisierender Gewitterbowle, natürlich tanzbar.« – Julia Kulewatz

  • Erotisch-phantastische Kurzprosa
  • Hardcover (Fadenheftung), mit 22 farbigen Illustrationen der Autorin und Künstlerin Hanna-Linn Hava
  • 188 Seiten — 12 x 19 cm
  • ISBN: 978-3-949260-23-0
  • Preis: 25,00 Euro

https://www.kul-ja.com/onlineshop/wild/

Fotos_privat.

Walter Pobaschnig _ 21.8.2024

https://literaturoutdoors.com

„grießnockerl“ Marika Reichhold _ Theaterpädagogin _ Give Peace A Chance _ Grünbach am Schneeberg/NÖ 23.8.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Gespräche             grießnockerl

Initiativen              ischlertörtchen

Verstehen              vanillesauce

Einladen                eiernockerl


Plaudern                pudding

Eisessen               eis

Achtung                apfelstrudel

Chor                       chremeschnitte

Erwachen           entenbraten


Applaudieren     auflauf


Charm                  champignonsuppe

Himmelblau     hirschgulasch  

Anfang                 aranzini

Naschen             naturschnitzel

Courage             chutny

Entscheiden    erbsenreis

Marika Reichhold, 20.8.2024

Marika Reichhold _ Theaterpädagogin, Kunsttherapeutin,
Museumsbesitzerin

Marika Reichhold _ Theaterpädagogin, Kunsttherapeutin, Museumsbesitzerin
Als Gastwirtstochter in Grünbach am Schneeberg aufgewachsen studierte und studiere ich, seit ich denken kann, „Leben und Menschlichkeiten“. Dazu Tourismus, multimediale Kunsttherapie und Theaterpädagogik.

Bis 2015 arbeitete ich als Kunsttherapeutin und Theaterpädagogin im Thermenklinikum Mödling in der psychosomatischen Kinder- und Jugendabteilung. Zahlreiche und vielfältige Aus- und Weitebildung in verschiedenen Theatergenres.

2007 erbte ich das Bergbaumuseum meiner Eltern in Grünbach. Plötzlich mit einem veralteten Museum konfrontiert, entwickelte ich eine Theaterfigur, eine
Personnage: die „frau franzi“ und inszenierte eine szenisch-kabarettistische Museumsführung – die „auf & führung“ Regie: Christian Suchy
frau franzi ist beim Publikum durch ihre erfrischende, unmittelbare Art sehr beliebt und hat sich als unkonventionelle Wissensvermittlerin bei allen Generationen und Bildungsschichten bestens bewährt.

Seit 2008 führe ich regelmäßig mit/als frau franzi durch mein Museum in Grünbach.
Seit 2010 gibt es die frau franzi Geschichten auch als Wohnzimmertheater.
Ideen, Texte und Spiel sind von mir, Regie (fast immer) von Christian Suchy
von 2013 bis 2018 „Dienstag ist Putztag“, eigener Slot im KosmosTheater Wien.

Solostücke von frau franzi
2007 entwickeln der Theaterfigur „frau franzi“
2008 „auf & führung“ Museumsführung als 1. Solo (daher 2023: 15 Jahre frau franzi!)
2009 „a haydn- oawad“ über Josef Haydn und das 18. Jhdt“
Regie: Markus Kupferblum, Premiere: Salon 5
2010 “romeo & julia” Regie: Ch. Suchy, Premiere: 3RaumAnatomietheater
2010 “othello” Regie: Ch. Suchy Premiere: 3RaumAnatomietheater
2011 “do host den solot“ über Hormone, Schäggsbia und Paradeisa
Regie: Ch. Suchy, Premiere: Burg Kaprun Salzburg
2012 „mägbess“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Theater im Cafe Prückel
2013 „hamlet“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Lilarum Figurentheater
2014 „jedermann“ (Hugo v Hofmannsthal“) Auftrag von Basiskultur Wien zum
Festival der Bezirke 2014 Regie: Suchy
2015 „a gribbmschbü“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Pfarrrkirche Grünbach
2016 „könig lear“ Regie: Suchy, Premiere: KosmosTheater
2017 „die Gästeliste“ das Jubiläumsstück (eine Werkschau)
Regie: Suchy Premiere: KosmosTheater
2019 „a haydn- oawad“ Neuinszenierung
Regie: Ch. Suchy, NÖ Premiere: Kulturszene Kottingbrunn
2020 „beethoven – da wiggal van ruamogga“ Premiere: Straden Stmk
Regie: Christian Suchy
2021 „in beethoven sei opa“ – Fidelio, ein frau franzi Filmprojekt
Regie: Barbara Klein
2021 „fidelio“ – ein Bilderbuch für Erwachsenen
2022 Vorbereitung und Werkeinführung „Don Quijote, oh mein Gott“
Kottingbrunn Sept 2022
2023 „Don Quijote, oh mein Gott“
Premiere April 2023
Meine Stücke sind Solospektakel – feine, satirische Kleinkunst, bissl kabarettistisch, bissl Objektspiel,
bissl clownesk und immer im Dialekt.
http://www.bergbaumuseum-gruenbach.at

Aktuelle Produktion:

RICHARD III
vom Schäggsbia und der frau franzi
Spiel & Text: Marika Reichhold
Regie: Christian Suchy

Vorpremiere 21.9.2024 (19.00 Uhr)
BERGBAUMUSEUM
2733 Grünbach/Schneeberg; Am Neuschacht 12

Reservierung nötig: Tel. 0676- 435 46 00
€ 16,–

RICHARD III
er is goaschdig, foisch und gemein – owa gerecht! Ea is nämlich zu OLLE goaschdig, foisch
und gemein.
frau franzi entstaubt großes Welttheater, macht es verständlich und transparent. Helden und Heldinnen, die zum festen Inventar der Weltliteratur gehören, werden respekt- und humorvoll vom Sockel geholt und auf ein menschliches Maß zurechtgestutzt.
Und jetzt ist der Richard dran.
Der/Das Letzte der Yorkbrüder.
Um Schönheit von der Natur betrogen, äußerlich wie
innerlich.
Er beschließt, ein Bösewicht zu werden.
Er will die Krone, die Macht – koste es, was es wolle.
Er ist überzeugt, dass ihm die Welt das schuldig ist.
Voller Minderwertigkeitskomplex und
Allmachtsphantasien entwickelt er eine KomplexKompensations-Kompetenz, die sich gewaschen hat.
Er manipuliert und mordet sich schnurstracks zum
Ziel. Und schreckt nicht davor zurück auch die
Familienmitglieder, besser gesagt, speziell die, aus
dem Weg zu räumen…

PREMIERE 24. 9. 2024 (19.30 Uhr)
Weitere Vorstellung: 4. 11. 2024 (19.30 Uhr)
STUDIO IM AKZENT
A-1040 Wien, Argentinierstraße 37

Karten Tel: 01/50165-13306
VVK € 23,– / AK € 27,–

26.9.2024 (19.30 Uhr) NÖ-Premiere
KULTURSZENE KOTTINGBRUNN Markowetztrakt

A-2542 Kottingbrunn, Schloß 1,
Karten: Tel.02252/74383, office@kulturszene.at
VVK € 23,– / AK € 25,–

4.10.2024 (19.30 Uhr) Vorarlberg-Premiere
THEATER AM SAUMARKT
A-6800 Feldkirch, Mühletorplatz 1,

Karten: Tel. 05522 72895
€ 25,– / Ermäßigung I: € 22,– / Ermäßigung II: € 18,–
10.10.2024 (16.00 Uhr)

PFARRHEIM
2733 Grünbach a. Schneeberg, Schneebergstraße 13,

Karten bei:H. Hensler: Tel. 0676-670 98 93
Reservierung nötig: € 16,–
27.10.2024 (18.00 Uhr)


MÖLKEREI
2340 Mödling, Mölkergasse

Reservierung nötig: Tel. 0676-435 46 00
€ 20,–
9.2.2025 (19.30 Uhr)


TWW theater westliches weinviertel
A-2042 Guntersdorf, Bahnstraße 201

Karten: Tel. 02951 2909
VVK € 20,– / AK € 23,–

Pressebetreuung: GAMUEKL – Gabriele Müller-Klomfar

Foto: Astrid Reichhold-Hahn

Walter Pobaschnig _ 20.8.2024

https://literaturoutdoors.com

„mutig zeigen und sagen, was ist; träumen, was werden könnte“ Heidi König-Porstner, Autorin _ Wien 22.8.2024

Liebe Heidi König-Porstner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Jeder Tag ist anders. Manche verbringe ich fast zur Gänze vor dem Computer, mit Gedichten, Übersetzen, Recherchearbeiten…Ich versuche dann, zumindest abends noch eine Stunde Sport oder wenigstens Spazierengehen einzuplanen, aber das gelingt nicht immer, es ist oft schwer, sich von Texten zu trennen.

An anderen Tagen sind Veranstaltungen zu planen oder auch – mit einem neu gegründeten Verlag –  Autor :innen zu treffen: das bringt viel Bewegung und frischen Wind!

Einziger Fixpunkt ist eigentlich das Frühstück mit meinem Mann,  für das wir uns immer sehr viel Zeit nehmen, bevor dann jeder für sich zu seinen Tätigkeiten aufbricht. Erst einmal ausgiebig plaudern bei  Kaffee und Toast mit Marmelade, das Handy auf stumm geschaltet…das ist unser Morgenritual.

Heidi König-Porstner, Übersetzerin, Autorin, Verlegerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Mehr echte, unmittelbare Kommunikation zwischen Menschen, eine Gesprächs- und Diskussionskultur, die auf wirkliches Verstehen ausgerichtet ist  – im Gegensatz zur bloßen Meinungsabgabe via „Likes“ oder roten Stricherln im virtuellen Raum.  Dazu gehört auch Neugierde: wie erleben andere die Welt, wie sind sie zu den Standpunkten gekommen, auf denen sie jetzt stehen? Und sich auch selbst bei der Nase nehmen: wie bewusst bin ich mir meiner eigenen Meinungsfindungsprozesse? Lebe ich womöglich selbst in einer „Blase“ und wiederhole bloß besserwisserisch immer wieder, was „wir“ für richtig halten?  

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Eine ganz entscheidende. „Without art, our ability to think, to see freshly, and to renew our world would wither and die.“ schreibt Salman Rushdie in „Knife“. Erneuerung nährt sich seit jeher aus Kunst und Literatur: aus dem mutigen Aufzeigen der Bruchstellen gegebener Systeme, dem Finger, der sich auf die Wunde legt, und andererseits aus den sich Raum träumenden, oft überbordenden  Phantasien darüber, was vielleicht einmal sein könnte. Also: mutig zeigen und sagen, was ist; träumen, was werden könnte…  – ohne darauf zu schielen, was „ gut ankommt“ oder was vielleicht einen Shitstorm auslösen könnte. Ich habe in letzter Zeit gerade von jungen Künstler :innen öfter gehört, dass ihnen der Hass in den Sozialen Medien große Sorgen macht. Das ist eine beunruhigende Entwicklung. Umso größer mein Respekt vor jenen, die sich davon nicht beirren lassen.  

Was liest Du derzeit?

Derzeit bin ich auf den ersten Seiten von  Orhan Pamuks „Schnee“.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Ein weiteres von Salman Rushdie, das mir sehr wichtig ist:

„Art is not a luxury. It stands at the essence of our humanity, and it asks for no special protection except the right to exist.

It accepts argument, criticism, even rejction. It does not accept violence.“

Vielen Dank für das Interview, liebe Heidi, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Heidi König-Porstner, Übersetzerin, Autorin, Verlegerin

Zur Person: Heidi König-Porstner, geboren 1965, kam 1984 aus dem niederösterreichischen Mostviertel nach Wien – ursprünglich, um zu schreiben und Sprachen zu studieren.

Über die Beschäftigung mit japanischer Dichtung gelangte sie zum Karate, das sie nach wie vor ausübt und – als eine der ersten Frauen – lange Zeit hauptberuflich lehrte (u.a. von 1993-2013 am Universitätssportinstitut Wien).

In derselben Zeit publizierte sie unter ihrem Mädchennamen Adelheid Anna König erste literarische Texte (u.a. „Lippenmale“, Edition Doppelpunkt 1993), hielt  zahlreiche Lesungen in Wien und Umgebung und erhielt 1993 das Nachwuchsstipendium für Literatur des BMUK.  

Nach Abschluss eines Übersetzerstudiums war sie als Forschungsmitarbeiterin am Institut Wiener Kreis und Institut für Zeitgeschichte tätig und publizierte u.a. zur Rezeption der Einstein’schen Relativitätstheorie (Adelaide, Australien 2006) und zur Philosophie Moritz Schlicks (Springer, Wien 2012)

Heidi König-Porstner ist es ein Anliegen, historische und politische Forschung mit literarischem Schreiben und Literaturübersetzung zu verbinden.

2017 publizierte sie Biographie und Texte der als „erste Feministin“ bekannten mexikanischen Dichterin Sor Juana Inés de la Cruz. („Sor Juana Inés de la Cruz: Nichts Freieres gibt es auf Erden“, konkursbuch-Verlag, Tübingen 2017.)

Für die Übertragung der Gedichte Sor Juanas ins Deutsche erhielt sie 2018 den Spanischen Übersetzerpreis.

Seit 2017 arbeitet sie historisch zur Geschichte des Massakers von Jonestown 1978 und zeichnet u.a. verantwortlich für die Literaturprojekte Jonestown-ein Lesebuch und  Lyrik aus Jonestown.  (San Diego, 2017-2024)

Im Jahr 2024 gründete sie in Wien den LEIWAND-Verlag.

Aktuelle Buchpräsentation: „Christa Urbanek“

UNIKAT – Geschichten von und über Christa Urbanek

Christa Urbanek (1947 – 2021) war eine Ausnahmekünstlerin. Eine, die ihr Leben als Realsatire auf die Bühnen brachte und dabei so authentisch war, „wie es eine Kunstfigur nie sein könnte“ (Claus Tieber)
Eine, deren Ungeniertheit und Direktheit oft schockiert haben, auf der Bühne wie privat – und deren weit offenes Herz denen, die sie kannten auf immer in Erinnerung bleibt.
Eine die Solidarität gelebt hat – und immer wieder großartig mit Kunst zu verbinden wusste.
Für ihr soziales Engagement wurde ihr 2012 von Stadträtin Sonja Wehsely das „Goldene Wienerherz“ verliehen.
Gemeinsam mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern erinnert Christa sich in diesem Lesebuch an ihren Werdegang, ihre Jahre als Akteurin der legendären Rockband Drahdiwaberl, ihre ersten Gehversuche in Schauspiel und Kabarett und ihre
Erfolgsprogramme „Unikat“ und „Remasuri“: ein Streifzug durch die Kleinkunst- und Theaterszene der 80er bis 10er Jahre – und das Porträt einer ungewöhnlichen Künstlerin, die für diese Szene gelebt hat.

Unikat

Autor: Christa Urbanek, Karl König u.a.

LEIWAND Verlag

ISBN:  978-3-200-09748-3

EUR 21,50

Christa ist nicht mehr, deshalb werden Freund_innen und Künstler_innen die Ihr nahe standen, am 15.9. das posthum erscheinende Buch im Rahmen eines vielschichtigen Abends in memoriam Christa Urbanek der Öffentlichkeit präsentieren.

Am 18.12. steht dann zu ihrem Gedenken auch nochmal ein „Weihnachtsspäschl“ mit zahlreichen Künstler_innen auf dem Programm, dessen Erlös der Vinzi Rast zu Gute kommen wird

Ein Abend in memoriam Christa Urbanek mit:
El Awadalla, Tanja Ghetta, Maria Sukup,
Claus Tieber, Sonja Penz, Richard Weihs u.v.a.

Moderation: Heidi König-Porstner (Verlegerin)

Aera _15.9.2024 (20.00 Uhr) 1010 Wien; Gonzagagasse 11
Kartenreservierung unter: leiwandverlag@gmail.com
Eintritt: € 10,-

+ Christa Urbanek

WEIHNACHTSSPÄSCHL 18.12.2024 (20.00Uhr)

in memoriam „Christakind“ Urbanek
zu Gunsten der Vinzi-Rast mit:
El Awadalla, Erik Trauner, Claus Tieber, Richard Weihs u.v.a.
(die komplette Liste der Mitwirkenden wird im Herbst feststehen)

AERA 1010 Wien; Gonzagagasse 11
Kartenreservierung unter: leiwandverlag@gmail.com
Eintritt: € 15,–

Pressebetreuung: GAMUEKL – Gabriele Müller-Klomfar

Fotos: Heidi Koenig-Porstner_privat; Christa Urbanek+ _Greindl.

Walter Pobaschnig _ 20.8.2024

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„Eva war nicht da“ Daniela Paulus, Bildende Künstlerin _ Give Peace A Chance _ Salzburg 21.8.2024

GIVE PEACE A CHANCE

Time outs, Feder Tusche auf Papier 1998,
Daniela Paulus

Gib mir Freude

Ich bin soviel allein

Vieles fühlt sich nicht richtig an

Es ist noch nicht soweit



Papa sang im Badezimmer

Essen in einem Schloss

Arbeit und Würde

Cool ist das Tier

Es war einmal



Alles vergisst man nicht



Cyril kletterte gerne auf Bäumen

Nie bin ich da wo ich sein möchte

Alles wird ein Ende nehmen

Nach Süden fährt die kleine Kiste

Clever war das nicht

Eva war nicht da

Daniela Paulus, 17.8.2024

Daniela Paulus, Bildende Künstlerin 

Give Peace A Chance_Akrostichon for peace

Daniela Paulus, Bildende Künstlerin 

Zur Person: 1962 geboren als Daniela Maria Netzer Arzttochter
In Badgastein.
1969-1973 erste Rudolf Steiner Schule École-Famillè- Montolieu, Montreux, Direktor Begründer Rudolf Kutzli. 1973-1978 Volksschule, Hauptschule Franziskaner Privat_Internat Mädchenschule der Franziskaner Schulschwestern Salzburg.
1980-1981 Wiener Kunstschule Abt.Bildhauerei u.Keramik
1981 Heirat u. Geburt zweier Söhne
1987-2008 Mitglied der BV der Bildenden Künstler Österreich Salzburg
Seit 2022 Mitglied im Kunstverein Salzburg
1991 Erhalt des Schöller Elektronics Kultur Preises Wien
1992-1993 Künstlerwoche Bad Goisern
1996 Stipendium Sommerakademie Saline Hallein ,Tone Fink ,Salzburg
Teilnahme an der Internationalen Osaka Triennale Painting, Japan

ab 1997 vertreten durch Galerie Welz Salzburg
Beginn der Arbeit an Objekten und Skulpturen
2000 digitaler Foto Arbeiten
2002 Portrait im ORF Sendung Salzburg Heute
2008 Teilnahme am Wettbewerb im Rahmen des
1.Präventionswettbewerb in Graz mit Dankes Urkunde für
bisher geleistete kriminalpräventive Arbeit zur
Thematik sexueller Gewaltmißbrauch (sxgm) von Günther
Ebenschweiger
2009-2013 Beginn der Arbeit in Öl und Acryl in einem von der
Stadt Salzburg zur Verfügung gestellten Atelier
2013 Katalog Förderung Kultuamt Land und Stadt Salzburg
Katalog Titel:Festgehalten
2017 Stipendium Kulturamt
Land Salzburg Grafik- Werkstatt Traklhaus
seit 2017 Atelier in der Plainstraße 25 Salzburg
2022 Würdigung der pro Salzburg Landes Kulturstiftung

In Öffentlichen Sammlungen vertreten:
Rupertinum Salzburg
Arthotek des Bundes Österreich
Kulturamt Land Salzburg
Kulturamt Stadt Salzburg


Ausstellungen/Einzelausstellungen :
1992 Galerie Augundor, Gosau,Malerei
Kath.Hochschulgemeinschaft Salzburg
Titel: Zeichnen ist eine Empfindung
1994 Salzburger Sparkasse
Kongresshalle Badgastein
Titel : Seelenbildnisse Tusche
Arbeiten auf Papier
1995 Galerie Rythmogramm
Bad Ischl
Titel: Seelenbildnisse Tusche
auf Papier
1998 Galerie im Museums Pavillon Titel: ParadiesWache
1996 Frauenbüro der Stadt Salzburg
2000 Kunstmesse Salzburg
Objekte und Plastiken
2000 virtuelle Ausstellung
10 Dynamische Filzstift Zeichnungen 1998
http://www.Art-channel.net
2002 Schloss Mirabell-Wolf Dietrich Halle SxgM
Leuchtkörper zum Thema Sex.Gewalt Mißbrauch
2006 (5.-29. Juni) Galerien der Stadt Salzburg Vogelhaus
Titel : Werksammlung 1997-2007
2014 Galerie im Zwergerlgarten: Ölmalerei aktuell
2014 1030 Wien Kunstraum Wien Mitte:Experimente der 90 Jahre Malerei
2015 1010 Wien Galerie Palfy,
Tusche Arbeiten auf Karton
Titel : 1998 Seelenbildnisse
2016 1030 Wien Kunstraum Wien Mitte, 2016 experimentelle
Druckgrafiken,
Gemeinschaftsaustellungen:
1989: Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs
Titel:die Neuen
1992:Art Protects Rainforest
Salzburg
1997 Galerie Hopferwieser,Salzburg
1999 und1998 Berchtold Villa,Salzburg
1998 Osaka Trienale,Painting
v.2.11.bis 8.12.Einzige Teilnehmerin Österreichs
2001 Rupertinum „ natur“
2002 Berchtoldvilla Thema Serie: Sand-Wand Objekte
2004-2005 Rupertinum
2006 Galerie Time 1010 Wien
Selbstreflexion
2006 Galerie am Mühlenweg
Zedernhaus mit Prof.Eva Mazucco
2014 Galerie Lehen
„unheimlich schön“,“schön unheimlich“Sammlung Anton Gugg
2015 Galerie im Traklhaus Salzburg
100 Künstler
2019 Galerie im Traklhaus Salzburg Titel : Kunst Ankauf

Walter Pobaschnig _ 17.8.2024

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„das Publikum für 2 Stunden zu unterhalten, eine spannende, interessante und lustige Zeit zu bereiten“ Marika Reichhold, Theaterpädagogin _ Grünbach am Schneeberg/NÖ 21.8.2024

Liebe Marika Reichhold, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Zwischen 4.00 und  5.30 Uhr aufstehn. Kaffee in der Hängematte, 1- 2 Stunden rumgehen und Text memorieren. Fertigmachen für den Tag, Arbeit am PC, an Texten, Hausarbeit, Bewegung.

Mittagessen mit meinem Mann. Pause ca 13.00 – 14.00. Enkelkinder, Erledigungen, Museum, Garten, Sonstiges bis 18.00

ab 19.00 Zeit für mich oder Auftritte vorbereiten

Marika Reichhold _ Theaterpädagogin, Kunsttherapeutin,
Museumsbesitzerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Freundlich und höflich unseren Mitmenschen begegnen, Achtsamkeit und eine angenehme Atmosphäre verbreiten. Freunden Zeit schenken.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Für mich gilt: das Publikum für 2 Stunden unterhalten, eine spannende, interessante und lustige Zeit bereiten.

Was liest Du derzeit?

Querliteratur zu Richard III., Z.B.: „Rache“ von R. Haller, und Wochenzeitungen

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt“

(Hamlet)

Vielen Dank für das Interview, liebe Marika, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen: Marika Reichhold „Frau Franzi“ _ Theaterpädagogin, Kunsttherapeutin, Museumsbesitzerin

Zur Person:  Marika Reichhold _ Theaterpädagogin, Kunsttherapeutin, Museumsbesitzerin
Als Gastwirtstochter in Grünbach am Schneeberg aufgewachsen studierte und studiere ich, seit ich denken kann, „Leben und Menschlichkeiten“. Dazu Tourismus, multimediale Kunsttherapie und Theaterpädagogik.

Bis 2015 arbeitete ich als Kunsttherapeutin und Theaterpädagogin im Thermenklinikum Mödling in der psychosomatischen Kinder- und Jugendabteilung. Zahlreiche und vielfältige Aus- und Weitebildung in verschiedenen Theatergenres.

2007 erbte ich das Bergbaumuseum meiner Eltern in Grünbach. Plötzlich mit einem veralteten Museum konfrontiert, entwickelte ich eine Theaterfigur, eine
Personnage: die „frau franzi“ und inszenierte eine szenisch-kabarettistische Museumsführung – die „auf & führung“ Regie: Christian Suchy
frau franzi ist beim Publikum durch ihre erfrischende, unmittelbare Art sehr beliebt und hat sich als unkonventionelle Wissensvermittlerin bei allen Generationen und Bildungsschichten bestens bewährt.

Seit 2008 führe ich regelmäßig mit/als frau franzi durch mein Museum in Grünbach.
Seit 2010 gibt es die frau franzi Geschichten auch als Wohnzimmertheater.
Ideen, Texte und Spiel sind von mir, Regie (fast immer) von Christian Suchy
von 2013 bis 2018 „Dienstag ist Putztag“, eigener Slot im KosmosTheater Wien.

Solostücke von frau franzi
2007 entwickeln der Theaterfigur „frau franzi“
2008 „auf & führung“ Museumsführung als 1. Solo (daher 2023: 15 Jahre frau franzi!)
2009 „a haydn- oawad“ über Josef Haydn und das 18. Jhdt“
Regie: Markus Kupferblum, Premiere: Salon 5
2010 “romeo & julia” Regie: Ch. Suchy, Premiere: 3RaumAnatomietheater
2010 “othello” Regie: Ch. Suchy Premiere: 3RaumAnatomietheater
2011 “do host den solot“ über Hormone, Schäggsbia und Paradeisa
Regie: Ch. Suchy, Premiere: Burg Kaprun Salzburg
2012 „mägbess“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Theater im Cafe Prückel
2013 „hamlet“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Lilarum Figurentheater
2014 „jedermann“ (Hugo v Hofmannsthal“) Auftrag von Basiskultur Wien zum
Festival der Bezirke 2014 Regie: Suchy
2015 „a gribbmschbü“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Pfarrrkirche Grünbach
2016 „könig lear“ Regie: Suchy, Premiere: KosmosTheater
2017 „die Gästeliste“ das Jubiläumsstück (eine Werkschau)
Regie: Suchy Premiere: KosmosTheater
2019 „a haydn- oawad“ Neuinszenierung
Regie: Ch. Suchy, NÖ Premiere: Kulturszene Kottingbrunn
2020 „beethoven – da wiggal van ruamogga“ Premiere: Straden Stmk
Regie: Christian Suchy
2021 „in beethoven sei opa“ – Fidelio, ein frau franzi Filmprojekt
Regie: Barbara Klein
2021 „fidelio“ – ein Bilderbuch für Erwachsenen
2022 Vorbereitung und Werkeinführung „Don Quijote, oh mein Gott“
Kottingbrunn Sept 2022
2023 „Don Quijote, oh mein Gott“
Premiere April 2023
Meine Stücke sind Solospektakel – feine, satirische Kleinkunst, bissl kabarettistisch, bissl Objektspiel,
bissl clownesk und immer im Dialekt.
http://www.bergbaumuseum-gruenbach.at

Aktuelle Produktion:

RICHARD III
vom Schäggsbia und der frau franzi
Spiel & Text: Marika Reichhold
Regie: Christian Suchy

Vorpremiere 21.9.2024 (19.00 Uhr)
BERGBAUMUSEUM
2733 Grünbach/Schneeberg; Am Neuschacht 12

Reservierung nötig: Tel. 0676- 435 46 00
€ 16,–

RICHARD III
er is goaschdig, foisch und gemein – owa gerecht! Ea is nämlich zu OLLE goaschdig, foisch
und gemein.
frau franzi entstaubt großes Welttheater, macht es verständlich und transparent. Helden und Heldinnen, die zum festen Inventar der Weltliteratur gehören, werden respekt- und humorvoll vom Sockel geholt und auf ein menschliches Maß zurechtgestutzt.
Und jetzt ist der Richard dran.
Der/Das Letzte der Yorkbrüder.
Um Schönheit von der Natur betrogen, äußerlich wie
innerlich.
Er beschließt, ein Bösewicht zu werden.
Er will die Krone, die Macht – koste es, was es wolle.
Er ist überzeugt, dass ihm die Welt das schuldig ist.
Voller Minderwertigkeitskomplex und
Allmachtsphantasien entwickelt er eine KomplexKompensations-Kompetenz, die sich gewaschen hat.
Er manipuliert und mordet sich schnurstracks zum
Ziel. Und schreckt nicht davor zurück auch die
Familienmitglieder, besser gesagt, speziell die, aus
dem Weg zu räumen…

PREMIERE 24. 9. 2024 (19.30 Uhr)
Weitere Vorstellung: 4. 11. 2024 (19.30 Uhr)
STUDIO IM AKZENT
A-1040 Wien, Argentinierstraße 37

Karten Tel: 01/50165-13306
VVK € 23,– / AK € 27,–

26.9.2024 (19.30 Uhr) NÖ-Premiere
KULTURSZENE KOTTINGBRUNN Markowetztrakt

A-2542 Kottingbrunn, Schloß 1,
Karten: Tel.02252/74383, office@kulturszene.at
VVK € 23,– / AK € 25,–

4.10.2024 (19.30 Uhr) Vorarlberg-Premiere
THEATER AM SAUMARKT
A-6800 Feldkirch, Mühletorplatz 1,

Karten: Tel. 05522 72895
€ 25,– / Ermäßigung I: € 22,– / Ermäßigung II: € 18,–
10.10.2024 (16.00 Uhr)

PFARRHEIM
2733 Grünbach a. Schneeberg, Schneebergstraße 13,

Karten bei:H. Hensler: Tel. 0676-670 98 93
Reservierung nötig: € 16,–
27.10.2024 (18.00 Uhr)


MÖLKEREI
2340 Mödling, Mölkergasse

Reservierung nötig: Tel. 0676-435 46 00
€ 20,–
9.2.2025 (19.30 Uhr)


TWW theater westliches weinviertel
A-2042 Guntersdorf, Bahnstraße 201

Karten: Tel. 02951 2909
VVK € 20,– / AK € 23,–

Pressebetreuung: GAMUEKL – Gabriele Müller-Klomfar

Foto: Astrid Reichhold-Hahn

Walter Pobaschnig _ 20.8.2024

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Station bei Hedy Lamarr _ „ein Meilenstein in der Idee der Freiheit“ Naoko Muneoka, Künstlerin Wien 20.8.2024

Naoko Muneoka, Künstlerin  Wien   _
 performing 
„Ekstase“ Film 1933 _

Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Fotos _ Donau/Wien  
Naoko Muneoka, Künstlerin  Wien   _
 performing 
„Ekstase“ Film 1933 _

Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Fotos _ Donau/Wien  

Zum Projekt: Das Literatur outdoors Projekt „Station bei …“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Liebe Naoko Muneoka, welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Hedy Lamarr?

Keine besonderen.

Was macht für Dich die Schauspielerin Hedy Lamarr aus?

Ich wusste bis jetzt, dass sie eine wunderschöne Schauspielerin und zugleich eine hervorragende Erfinderin war, und diese Kombination finde ich interessant.

Für diese Gelegenheit googelte ich „Hedy Lamarr“ und kam darauf, dass sie Delilah im Film „Samson und Delilah“ spielte. Ich hatte als Kind eine Szene des Films im Fernsehen gesehen, die ich danach nie vergaß. Nämlich die Szene, in der Delilah Samson zu den Stützpfeilern des Tempels hinführt, um den Tempel zerstören zu lassen, wobei Delilah auch sterben wird. Ich kannte die Geschichte damals schon und wusste daher sofort, worum es ging, daher beeindruckte mich die Art, wie Hedy Lamarr Delilah spielte, noch mehr und sie blieb mir im Gedächtnis.

Wie siehst Du die Wirkungsgeschichte ihres „Skandalfilms“ Ekstase (1933)?

Dieser Film war sicherlich ein Meilenstein in der Idee der Freiheit, deren Entwicklung manchmal noch immer mit Argwohn betrachtet wird.

Wie siehst Du Nacktheit in Film, Theater, Kunst heute?

An sich ohne Problem.

Welche Rolle spielt der nackte Körper in Deiner Kunst?

Wenn der nackte Körper zum Ausdruck des Inhalts der Werke gehört, dann ist die Nacktheit eine Notwendigkeit für meine Arbeit.

Für mich repräsentiert Nacktheit die pure menschliche Existenz. Wie es oft heißt: Kleider machen Leute. Kleidung und Accessoires sind in der RegelZeichen einer Bedeutung oder Denkweise, die auf die Zugehörigkeit zu einer sozialen Klasse usw. hinweisen. Für mich ist es oft sehr wichtig, all das aus dem Bild auszuschließen.

Wie siehst Du die Erfinderin Hedy Lamarr?

Bin ihr dankbar wegen Wi-Fi. Ansonsten bin ich nur, nur, nur ahnungslos beeindruckt von ihrer Leistung.

Wie erfinderisch bist Du?

„Not macht erfinderisch.“  In diesem Sinn werde ich in meinem täglichen Leben manchmal erfinderisch.

Und ich habe eine Maltechnik der Ölmalerei für mich erfunden.

Was hast Du mit Hedy Lamarr gemeinsam?

Gemeinsamkeiten mit ihr habe ich nicht. Aber weil mein Vater ein Wissenschaftler war und er sich bemüht hat, mir die wissenschaftliche Denkweise weiterzugeben – obwohl ich am Ende „nur“ eine Künstlerin geworden bin – empfinde ich eine gewisse Sympathie für Hedy Lamarr.

Hast Du auch Filmerfahrungen?

Nein.

Gab es in Deinen Kunstprojekten bisher Berührungspunkte zu Hedy Lamarr?

Nein.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Ich arbeite gerade an einer Zeichnung. Ich habe auch schon eine Idee für die nächste Zeichnung.

Im November wird es eine kleine Ausstellung von meinem verstorbenen Mann und mir geben. Diese findet seit 13 Jahren jedes Jahr statt.

Hättest Du mit Hedy Lamarr gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?

Falls sie es mir erlaubt, mit ihr eine Weile zu verbringen, möchte mit ihr ins Café gehen und einen Kaffee bzw. ein Achtel Rotwein trinken. Wenn wir das Gefühl haben, dass uns das Plaudern im Café nicht langweilig ist, möchte ich mit ihr anschließend das Dritte Mann Museum besuchen.

Darf ich Dich abschließend zu einem Hedy Lamarr Akrostichon bitten?

Hoch intelligent

Eine wie

Diamant ohne

Y-Chromosom doch stolzes Doppel-X-Chromosom  

Legte

Auf die nachkommende Welt

Meilenstein

Aufbruch

Rampenlicht und Wissenschaft

Richtungsweisend

Naoko Muneoka, Künstlerin  Wien   _
 performing 
„Ekstase“ Film 1933 _

Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA) Schauspielerin, Erfinderin_

Fotos _ Donau/Wien  
Naoko Muneoka und Walter Pobaschnig

Alle Fotos&Interview _ Walter Pobaschnig 8/24

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Station bei Malina _ „Eine gnadenlose Innenschau“ Sandra Schößler, Schriftstellerin _Wien 20.8.2024

Sandra Schößler, Schriftstellerin _Wien_
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971.
Sandra Schößler, Schriftstellerin _Wien_
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971.

Sandra Schößler, Schriftstellerin _Wien_performing „Malina“ _

„Malina“ Ingeborg Bachmann. Roman, 1971.

Fotos_Romanschauplatz Malina_Wien.

Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.

Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.

Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.

Ingeborg Bachmann, Schriftstellerin (*1926 Klagenfurt *1973 Rom).

Liebe Sandra Schößler, wir sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien. Sind Dir die Orte hier vertraut?

Ich hatte noch eine vage Vorstellung, als ich Bachmanns Roman las. In der Ungargasse besuchte ich früher das Italienische Kulturinstitut. Die breite Schienenstraße mit den hohen Gründerzeithäusern ist mir dabei als ein Stück „altes Wien“ aus meiner Jugendzeit in Erinnerung geblieben.

Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und dem Roman Malina?

Ich habe Malina letzten Sommer zum ersten Mal gelesen und Ingeborg Bachmanns Sprache hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die gnadenlose Innenschau, die sich mithilfe so differenzierter Mittel der Sprache offenbart, machte es stellenweise fast unerträglich, in die psychischen Vorgänge der Protagonistin einzutauchen. 

Welche Eindrücke hast Du von den Schauplätzen in der Ungargasse, die wir besucht haben?

Wir haben hauptsächlich in der Ungargasse 9 fotografiert, also dem Haus, in dem Ivan im Roman wohnt. Mich auf die ambivalenten Emotionen einzulassen, die die Ich-Erzählerin mit der Beziehung zu Ivan verbindet, war durchaus eine Herausforderung. Während in Ivans Haus Hoffnung und Liebesglück erfahrbar waren, konnte ich die dunkle Seite der Verzweiflung in einer mutmaßlich traumatisierten emotionalen inneren Welt erleben, als wir die Aufnahmen im verzweigten Keller des Hauses machten.

Wie siehst Du den Aufbau und das Konzept des Romans?

Die drei Teile des Romans sind so facettenreich und steigern sich in ihrer Intensität fast ins Unerträgliche. Im ersten Kapitel erleben wir den positiven Aufbruch der Protagonistin, die sich hoffnungsvoll auf die intensive Liebe mit Ivan (oder ihren Traum davon?) einlässt. Der zweite Teil schildert die vielfache Misshandlung durch den Vater in alptraumhaften Sequenzen. Im dritten Kapitel schließlich beginnt sich die Welt der Protagonistin schrittweise aufzulösen und am Ende gänzlich zu zerstören.

Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Romans?

Am stärksten beeindruckt hat mich der wortgewaltige Zugang zu intensiven Emotionen – Liebe, Angst, Hoffnung, Verzweiflung, Selbstaufgabe. Die Frau, die zwischen zwei Männern steht, kämpft am Ende des Tages gegen ihre eigenen Dämonen aus der Vergangenheit.

Wie ist die Beziehung zwischen Mann und Frau im Roman dargestellt und wie ist dies heute zu sehen?

Die Beziehungen der Ich-Erzählerin spiegeln ihren inneren Kampf in einem patriarchalen System wider. Weder Malina noch Ivan können sie annähernd als die Person wahrnehmen, um deren Identität sie selbst ringt. Es wird erwartet, dass sie ihre Rollen einnimmt – für Malina ist sie die funktionierende Partnerin, für Ivan die genügsamen Geliebte, die sich in dessen Leben einzugliedern hat, weil er „zu beschäftigt“ ist.

Wie beurteilst Du die Protagonisten Ivan, Malina, Ich-Person in Ihrem literarischen Kontext bzw. dem Kontext der Autorin und Ihrer Biographie?

Es gibt Hinweise, dass Bachmann in Malina ihre schwierige Beziehung zu Max Frisch autobiografisch verarbeitet hat. Die Beziehung zu Ivan verkörpert meiner Ansicht nach die Sehnsucht der Ich-Erzählerin (und mutmaßlich Ingeborg Bachmanns) nach echter Nähe und Intimität in einer Liebesbeziehung, zu der weder sie noch ein in seiner starren männlichen Identität festgefahrener Ivan fähig sind. Bachmanns gewaltsames Ende wird auf traurige Weise in dem Roman fast vorweggenommen und macht zusätzlich betroffen.

Wie siehst Du das literarische Konzept des dreistufigen Aufbaus des Romans?

Siehe oben J

Welches Frauen- und Männerbild spricht Ingeborg Bachmann in Malina an und wie aktuell ist dies heute?

Wir erleben die Ich-Erzählerin in einem inneren Kampf – ihr Spielraum ist eng und sie bewegt sich in einem patriarchalen System in vorgegebenen Rollen.

Auch wenn sich seit Ende der 60er Jahre die Situation für Frauen in einer männlich dominierten Gesellschaft verbessert hat, gilt es mehr denn je, das Bewusstsein für die immer noch teils unbewusst wirkenden tradierten Rollenbilder zu schaffen – im beruflichen wie privaten Kontext.

Welchen Einfluss hatte und hat der Roman auf die Entwicklung von Literatur, Kunst und Emanzipation und Gesellschaft?

Wie siehst Du das Ende des Romans?

Die erfahrene Misshandlung verletzt das Selbstwertgefühl der Protagonistin so nachhaltig, dass sie als Person von den beiden Männern in ihrem Leben weder gehört noch gesehen wird. Emotionale Isolation und innere Zerrissenheit sind die Folge und führen zu tiefem Leid und letztendlich zu ihrem Scheitern und der unausweichlichen Auflösung.

Gab es in Deinen Literatur-, Kunstprojekten Berührungspunkte zu Ingeborg Bachmann?

Die Beschreibung psychologischer Zustände ist für mich seit jeher eine Herausforderung, der ich mich in meinen Texten widme. Eine derart sprachliche Dichte wie Bachmann in Malina zu erfahren, hat mich tief beeindruckt.

Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?

Mehr Zeit dem Schreiben von Kurzgeschichten zu widmen. Das Thema künstliche Intelligenz und die Auswirkung auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen möchte ich dabei gerne verarbeiten.

Hättest Du mit Ingeborg Bachmann gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?

Selbstverständlich. Ich wäre gern mit ihr am Stadtrand spazieren gegangen und hätte mit ihr über den kreativen Prozess beim Schreiben und den Umgang mit den eignenden Emotionen gesprochen.

Darf ich Dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?

M acht es euch nicht zu einfach

A uch wenn es sich bequem anfühlt

L assen eure Argumente so vieles unbedacht

I n eurem eigenen Interesse, meine Herren

N och von euren Werten dominiert

A n euch richten sich die Fragen

Sandra Schößler, Schriftstellerin _Wien_
Romanschauplatz _ Malina _ Wien _
Malina, Roman, Ingeborg Bachmann 1971.
Sandra Schößler und Walter Pobaschnig _
Ungargasse/Wien 5/24.

Alle Fotos & Interview_Walter Pobaschnig

https://literaturoutdoors.com 8/24