Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin, Sängerin, Autorin, Komponistin und Rezitatorin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin, Sängerin, Autorin, Komponistin und Rezitatorin
Zur Person/über mich:Ich bin Jacky Surowitz, schauspielerin, regisseurin, sängerin, autorin, komponistin und rezitatorin aus dem salzkammergut, lebend in wien. leidenschaftlich fürs theater, inbrünstig für die literatur und freudig für den film. habe schon einige theaterinszenierungen als regisseurin und schauspielerin gemacht (2 welturaufführungen und 1 wienpremiere), 2 langfilme (und 7 kurzfilme) geführt, gecastet, geschnitten, produziert und mitgespielt, habe drehbücher verfasst und umgearbeitet, theaterstücke, texte, gedichte und geschichten geschrieben, gedichtband und roman bereits veröffentlicht, theatersongs und filmmusik komponiert und gesungen, auch mit eigener gesangsgruppe gearbeitet und einen kulturverein gegründet. unterrichte sprach- und sprechtechnik mit schwerpunkt akzente und dialektik, moderiere und gestalte ein eigenes tv magazin auf einem privatsender.
Liebe Jacky Surowitz, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
ich bin derzeit total kreativ. Gerade inszeniere ich eine Welturaufführung, die meine ganze Aufmerksamkeit fordert, bereite mich aber gleichzeitig auf meine Leseabende vor und studiere vor dem Schlafengehen noch ein Drehbuch.
Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin, Sängerin, Autorin, Komponistin und Rezitatorin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
leben und denken. Das Leben genießen und denken. Vor Inbetriebnahme nicht nur des Mundwerks Gehirn einschalten. Und dabei nie den Humor verlieren.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Die Kunst hatte immer schon einen hohen Stellenwert im Leben. Leider wird der Begriff Kunst heute für fast alles verwendet. Man sollte sich wieder der wahren und echten „Kunst“ zuwenden, die einem das Leben bereichert. Und Literatur sollte den höchsten Stellenwert haben, aber leider haben die Leute verlernt, zu lesen oder zuzuhören oder sie müssen sich damit auseinandersetzen und das ist zu anstrengend. Aber ohne Literatur (und Musik) ist das Leben nichts wert.
Was liest Du derzeit?
Das Labyrinth, ein Theaterskript von Jacky Surowitz
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Erfülle dein Herz mit dem, was dein Herz erfüllt.
Vielen Dank für das Interview, liebe Jacky, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theater-, Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin, Sängerin, Autorin, Komponistin und Rezitatorin
5 Fragen an Künstler*innen:Jacky Surowitz, Schauspielerin, Regisseurin, Sängerin, Autorin, Komponistin und Rezitatorin
Zur Person/über mich:Ich bin Jacky Surowitz, schauspielerin, regisseurin, sängerin, autorin, komponistin und rezitatorin aus dem salzkammergut, lebend in wien. leidenschaftlich fürs theater, inbrünstig für die literatur und freudig für den film. habe schon einige theaterinszenierungen als regisseurin und schauspielerin gemacht (2 welturaufführungen und 1 wienpremiere), 2 langfilme (und 7 kurzfilme) geführt, gecastet, geschnitten, produziert und mitgespielt, habe drehbücher verfasst und umgearbeitet, theaterstücke, texte, gedichte und geschichten geschrieben, gedichtband und roman bereits veröffentlicht, theatersongs und filmmusik komponiert und gesungen, auch mit eigener gesangsgruppe gearbeitet und einen kulturverein gegründet. unterrichte sprach- und sprechtechnik mit schwerpunkt akzente und dialektik, moderiere und gestalte ein eigenes tv magazin auf einem privatsender.
Zur Person:Heidi König-Porstner, geboren 1965, kam 1984 aus dem niederösterreichischen Mostviertel nach Wien – ursprünglich, um zu schreiben und Sprachen zu studieren.
Über die Beschäftigung mit japanischer Dichtung gelangte sie zum Karate, das sie nach wie vor ausübt und – als eine der ersten Frauen – lange Zeit hauptberuflich lehrte (u.a. von 1993-2013 am Universitätssportinstitut Wien).
In derselben Zeit publizierte sie unter ihrem Mädchennamen Adelheid Anna König erste literarische Texte (u.a. „Lippenmale“, Edition Doppelpunkt 1993), hielt zahlreiche Lesungen in Wien und Umgebung und erhielt 1993 das Nachwuchsstipendium für Literatur des BMUK.
Nach Abschluss eines Übersetzerstudiums war sie als Forschungsmitarbeiterin am Institut Wiener Kreis und Institut für Zeitgeschichte tätig und publizierte u.a. zur Rezeption der Einstein’schen Relativitätstheorie (Adelaide, Australien 2006) und zur Philosophie Moritz Schlicks (Springer, Wien 2012)
Heidi König-Porstner ist es ein Anliegen, historische und politische Forschung mit literarischem Schreiben und Literaturübersetzung zu verbinden.
2017 publizierte sie Biographie und Texte der als „erste Feministin“ bekannten mexikanischen Dichterin Sor Juana Inés de la Cruz. („Sor Juana Inés de la Cruz: Nichts Freieres gibt es auf Erden“, konkursbuch-Verlag, Tübingen 2017.)
Für die Übertragung der Gedichte Sor Juanas ins Deutsche erhielt sie 2018 den Spanischen Übersetzerpreis.
Seit 2017 arbeitet sie historisch zur Geschichte des Massakers von Jonestown 1978 und zeichnet u.a. verantwortlich für die Literaturprojekte Jonestown-ein Lesebuch und Lyrik aus Jonestown. (San Diego, 2017-2024)
Im Jahr 2024 gründete sie in Wien den LEIWAND-Verlag.
Aktuelle Buchpräsentation: „Christa Urbanek“
UNIKAT – Geschichten von und über Christa Urbanek
Christa Urbanek (1947 – 2021) war eine Ausnahmekünstlerin. Eine, die ihr Leben als Realsatire auf die Bühnen brachte und dabei so authentisch war, „wie es eine Kunstfigur nie sein könnte“ (Claus Tieber) Eine, deren Ungeniertheit und Direktheit oft schockiert haben, auf der Bühne wie privat – und deren weit offenes Herz denen, die sie kannten auf immer in Erinnerung bleibt. Eine die Solidarität gelebt hat – und immer wieder großartig mit Kunst zu verbinden wusste. Für ihr soziales Engagement wurde ihr 2012 von Stadträtin Sonja Wehsely das „Goldene Wienerherz“ verliehen. Gemeinsam mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern erinnert Christa sich in diesem Lesebuch an ihren Werdegang, ihre Jahre als Akteurin der legendären Rockband Drahdiwaberl, ihre ersten Gehversuche in Schauspiel und Kabarett und ihre Erfolgsprogramme „Unikat“ und „Remasuri“: ein Streifzug durch die Kleinkunst- und Theaterszene der 80er bis 10er Jahre – und das Porträt einer ungewöhnlichen Künstlerin, die für diese Szene gelebt hat.
Unikat
Autor: Christa Urbanek, Karl König u.a.
LEIWAND Verlag
ISBN: 978-3-200-09748-3
EUR 21,50
Christa ist nicht mehr, deshalb werden Freund_innen und Künstler_innen die Ihr nahe standen, am 15.9. das posthum erscheinende Buch im Rahmen eines vielschichtigen Abends in memoriam Christa Urbanek der Öffentlichkeit präsentieren.
Am 18.12. steht dann zu ihrem Gedenken auch nochmal ein „Weihnachtsspäschl“ mit zahlreichen Künstler_innen auf dem Programm, dessen Erlös der Vinzi Rast zu Gute kommen wird
Ein Abend in memoriam Christa Urbanek mit: El Awadalla, Tanja Ghetta, Maria Sukup, Claus Tieber, Sonja Penz, Richard Weihs u.v.a.
in memoriam „Christakind“ Urbanek zu Gunsten der Vinzi-Rast mit: El Awadalla, Erik Trauner, Claus Tieber, Richard Weihs u.v.a. (die komplette Liste der Mitwirkenden wird im Herbst feststehen)
Liebe Hanna-Linn Hava, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Zuerst falle ich aus einem Traum ins Bett und taste noch blind nach Musik. Ohne die richtige Musik stehe ich nicht auf.
Dann bewege ich mich weiter zwischen Poesie und Alltag durch die Zeit, versuche, die wilden Ideen in meinem Kopf mit handfesten Tätigkeiten zu versöhnen, und tanze zuerst mit den Worten, dann mit der Geschirrspülbürste.
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Inzwischen trage ich mit Leichtigkeit mehrere Kleider, das Gewand der Diva und die Schürze der Köchin, das Negligé der Geliebten und die Latzhosen der Großmutter, den Wollpulli der Wanderin und das Nichts der Muse.
Das war nicht immer so. Lange habe ich Masken getragen.
Wenn am Ende des Tages ein paar geschriebene Seiten übrigbleiben und der Küchenboden trotzdem gewischt ist, war es ein besonders guter Tag.Aber irgendetwas Gutes passiert immer.
Und danach mache ich die Musik aus und gehe schlafen.
Hanna-Linn Hava, Autorin und Künstlerin
Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Sich nicht erschrecken lassen von der Angst. Denn sie ist gerade überall, die Angst. Die Welt ist überaus plötzlich so groß und schnell und nah geworden, dass wir uns ihr verloren fühlen, und jeder sucht sich ein sicheres Versteck und einen Schuldigen für seine eigene persönliche Angst und will wieder alles klein und verständlich und sicher machen.
Deswegen: Trotzdem die Hände ausstrecken, nach dem, was erst einmal fremd erscheint, zulassen, dass sich die Ängste gegenseitig beschnuppern, neugierig bleiben, freundlich bleiben, und sich dann trauen, Verantwortung zu übernehmen. Für sich selbst und dann vielleicht sogar mindestens ein bisschen für diese Welt. Sie kann Hilfe brauchen. Jetzt besonders.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?
Wie immer bei Umbrüchen bricht auch etwas auseinander. Die Kunst, egal in welcher Form, baut kleine, bunte Brücken über die Risse, näht die Wunden zu, die beim Stolpern über diese Risse entstanden sind, oder zeigt zumindest auf, wo es gerade Wunden gibt. Besonders wenn die Gesellschaft diese Wunden nicht ansehen will, darf sie ein bisschen lauter werden, die Kunst.
Kunst ist kein Luxus. Kunst ist eine Notwendigkeit. Gerade jetzt, wo die technische Entwicklung so rasant ist, dass benachbarte Generationen in unterschiedlichen Welten leben, kann Kunst eine universelle Ausdrucksform sein, die diese Welten wieder ein Stück verbindet.
Und ich hoffe, dass die Kunst ihre elitäre Rüstung verliert, ohne banal zu werden, dass sie genau das in den virtuellen Gefilden lernt, die sich gerade als großes Abenteuer vor uns auftun, und dass sie nicht darin verloren geht.
Aber sie hat schon Jahrtausende überlebt, die Kunst, und ich glaube deswegen auch fest daran, dass wir uns um sie keine allzu großen Sorgen machen müssen.
Um die Menschheit vielleicht schon eher.
Was liest Du derzeit?
Ich würde gern mehr Romane lesen, aber wenn ich welche schreibe, dann lese ich keine.
Momentan lese ich also nicht nur aus Recherchezwecken das brillante Sachbuch „Womans Lore“ von Sarah Clegg, das mich allerdings an die Grenze meiner englischen Sprachkenntnisse bringt. Aber ich mag Herausforderungen.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ein Zitat von Terry Pratchett, weil er immer recht hat, aber hiermit ganz besonders:
„Wenn Leute, die schreiben und lesen können, für andere Leute kämpfen, denen diese Kenntnisse fehlen, ist das Ergebnis nur eine neue Art von Dummheit. Wenn ihr etwas für sie tun wollt, baut irgendwo eine Bibliothek und lasst die Tür offen.“
Hanna-Linn Hava, Autorin und Künstlerin
Vielen Dank für das Interview, liebe Hanna-Linn, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Hanna-Linn Hava, Autorin und Künstlerin
Zur Person:Hanna-Linn Hava
Biographie:
1978, 15.September: geboren in der Filderklinik in Filderstadt, Lkr. Stuttgart
2000-2002: Mitinhaberin des Bioladen-Frauenkollektivs „Rote Rübe“ in Tübingen
2002-2005: Studium der Freien Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe
2009, März: 2. Platz Würth-Literaturpreis für die Kurzgeschichte „Sein Name war Jonas“ Veröffentlichung Oktober 2009 im Swiridoff-Verlag
2009-heute: schriftstellerische und künstlerische Tätigkeiten
2011, März-Juni: Fortbildung an der Internationalen Schule für Schauspiel in München als Sprecherin
2018 – 2020: Vorleserin im Notariat Dr. Peter, Karlsruhe
Bibliographie:
2009 Kurzgeschichte „Sein Name war Jonas“, Anthologie, Swiridoff-Verlag (Würth-Literaturpreis)
2012 Lyrikband „Poesie aus Anderswann“, Selfpublishing
2014 Roman „Schneewittchens Geister, Periplaneta-Verlag
2020 Roman „Lilys Engelskostüm hat kaputte Flügel“, Selfpublishing
2024 Erzählband „Wild“, kul-ja! publishing
2024 Oktober, Roman „Das Blutige Kochbuch“, kul-ja! publishing
In »Wild« passieren Dinge, die jedem passieren könnten. Jedenfalls dann, wenn man sich in einen wilden Wald verirrt und plötzlich die Grenze von der Menschenwelt zu woandershin überschreitet.
Und diese Grenze kann überall sein.
Wie ein roter Faden führt rotes Haar durch dieses Buch, verknüpft zart die einzelnen Geschichten miteinander und führt den Leser immer tiefer in die Dunkelheit der menschlichen Seele, aber auch dorthin, wo die Frauen noch ungezähmt und sich ihrer Kraft bewusst sind, dorthin, wo die Magie wie Unkraut in jedem Hinterhof plötzlich aufblühen kann und die Sinnlichkeit keine verblümten Worte braucht.
Wer sich auf das Abenteuer einlässt, findet sich in Märchen wieder, die mit lyrischer Sprache so scharf unsere sozialen Skripte sezieren, dass es manchmal nicht leicht ist, zu entscheiden, ob man lieber verstört oder verzaubert sein möchte. Am Ende ist man beides.
»Kein Wunder, dass es sich Kurt Cobain, himself, als Penner getarnt, zwischen den Zeilen dieser Erzählungen auf einer Parkbank bequem gemacht hat, wie in einem geflüsterten Remake aus altem und neuem Blut, gemixt mit etwas erotisierender Gewitterbowle, natürlich tanzbar.« – Julia Kulewatz
Erotisch-phantastische Kurzprosa
Hardcover (Fadenheftung), mit 22 farbigen Illustrationen der Autorin und Künstlerin Hanna-Linn Hava
Marika Reichhold _ Theaterpädagogin, Kunsttherapeutin, Museumsbesitzerin Als Gastwirtstochter in Grünbach am Schneeberg aufgewachsen studierte und studiere ich, seit ich denken kann, „Leben und Menschlichkeiten“. Dazu Tourismus, multimediale Kunsttherapie und Theaterpädagogik.
Bis 2015 arbeitete ich als Kunsttherapeutin und Theaterpädagogin im Thermenklinikum Mödling in der psychosomatischen Kinder- und Jugendabteilung. Zahlreiche und vielfältige Aus- und Weitebildung in verschiedenen Theatergenres.
2007 erbte ich das Bergbaumuseum meiner Eltern in Grünbach. Plötzlich mit einem veralteten Museum konfrontiert, entwickelte ich eine Theaterfigur, eine Personnage: die „frau franzi“ und inszenierte eine szenisch-kabarettistische Museumsführung – die „auf & führung“ Regie: Christian Suchy frau franzi ist beim Publikum durch ihre erfrischende, unmittelbare Art sehr beliebt und hat sich als unkonventionelle Wissensvermittlerin bei allen Generationen und Bildungsschichten bestens bewährt.
Seit 2008 führe ich regelmäßig mit/als frau franzi durch mein Museum in Grünbach. Seit 2010 gibt es die frau franzi Geschichten auch als Wohnzimmertheater. Ideen, Texte und Spiel sind von mir, Regie (fast immer) von Christian Suchy von 2013 bis 2018 „Dienstag ist Putztag“, eigener Slot im KosmosTheater Wien.
Solostücke von frau franzi 2007 entwickeln der Theaterfigur „frau franzi“ 2008 „auf & führung“ Museumsführung als 1. Solo (daher 2023: 15 Jahre frau franzi!) 2009 „a haydn- oawad“ über Josef Haydn und das 18. Jhdt“ Regie: Markus Kupferblum, Premiere: Salon 5 2010 “romeo & julia” Regie: Ch. Suchy, Premiere: 3RaumAnatomietheater 2010 “othello” Regie: Ch. Suchy Premiere: 3RaumAnatomietheater 2011 “do host den solot“ über Hormone, Schäggsbia und Paradeisa Regie: Ch. Suchy, Premiere: Burg Kaprun Salzburg 2012 „mägbess“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Theater im Cafe Prückel 2013 „hamlet“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Lilarum Figurentheater 2014 „jedermann“ (Hugo v Hofmannsthal“) Auftrag von Basiskultur Wien zum Festival der Bezirke 2014 Regie: Suchy 2015 „a gribbmschbü“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Pfarrrkirche Grünbach 2016 „könig lear“ Regie: Suchy, Premiere: KosmosTheater 2017 „die Gästeliste“ das Jubiläumsstück (eine Werkschau) Regie: Suchy Premiere: KosmosTheater 2019 „a haydn- oawad“ Neuinszenierung Regie: Ch. Suchy, NÖ Premiere: Kulturszene Kottingbrunn 2020 „beethoven – da wiggal van ruamogga“ Premiere: Straden Stmk Regie: Christian Suchy 2021 „in beethoven sei opa“ – Fidelio, ein frau franzi Filmprojekt Regie: Barbara Klein 2021 „fidelio“ – ein Bilderbuch für Erwachsenen 2022 Vorbereitung und Werkeinführung „Don Quijote, oh mein Gott“ Kottingbrunn Sept 2022 2023 „Don Quijote, oh mein Gott“ Premiere April 2023 Meine Stücke sind Solospektakel – feine, satirische Kleinkunst, bissl kabarettistisch, bissl Objektspiel, bissl clownesk und immer im Dialekt. http://www.bergbaumuseum-gruenbach.at
Aktuelle Produktion:
RICHARD III vom Schäggsbia und der frau franzi Spiel & Text: Marika Reichhold Regie: Christian Suchy Vorpremiere 21.9.2024 (19.00 Uhr) BERGBAUMUSEUM 2733 Grünbach/Schneeberg; Am Neuschacht 12 Reservierung nötig: Tel. 0676- 435 46 00 € 16,–
RICHARD III er is goaschdig, foisch und gemein – owa gerecht! Ea is nämlich zu OLLE goaschdig, foisch und gemein. frau franzi entstaubt großes Welttheater, macht es verständlich und transparent. Helden und Heldinnen, die zum festen Inventar der Weltliteratur gehören, werden respekt- und humorvoll vom Sockel geholt und auf ein menschliches Maß zurechtgestutzt. Und jetzt ist der Richard dran. Der/Das Letzte der Yorkbrüder. Um Schönheit von der Natur betrogen, äußerlich wie innerlich. Er beschließt, ein Bösewicht zu werden. Er will die Krone, die Macht – koste es, was es wolle. Er ist überzeugt, dass ihm die Welt das schuldig ist. Voller Minderwertigkeitskomplex und Allmachtsphantasien entwickelt er eine KomplexKompensations-Kompetenz, die sich gewaschen hat. Er manipuliert und mordet sich schnurstracks zum Ziel. Und schreckt nicht davor zurück auch die Familienmitglieder, besser gesagt, speziell die, aus dem Weg zu räumen…
PREMIERE 24. 9. 2024 (19.30 Uhr) Weitere Vorstellung: 4. 11. 2024 (19.30 Uhr) STUDIO IM AKZENT A-1040 Wien, Argentinierstraße 37 Karten Tel: 01/50165-13306 VVK € 23,– / AK € 27,–
Liebe Heidi König-Porstner, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Jeder Tag ist anders. Manche verbringe ich fast zur Gänze vor dem Computer, mit Gedichten, Übersetzen, Recherchearbeiten…Ich versuche dann, zumindest abends noch eine Stunde Sport oder wenigstens Spazierengehen einzuplanen, aber das gelingt nicht immer, es ist oft schwer, sich von Texten zu trennen.
An anderen Tagen sind Veranstaltungen zu planen oder auch – mit einem neu gegründeten Verlag – Autor :innen zu treffen: das bringt viel Bewegung und frischen Wind!
Einziger Fixpunkt ist eigentlich das Frühstück mit meinem Mann, für das wir uns immer sehr viel Zeit nehmen, bevor dann jeder für sich zu seinen Tätigkeiten aufbricht. Erst einmal ausgiebig plaudern bei Kaffee und Toast mit Marmelade, das Handy auf stumm geschaltet…das ist unser Morgenritual.
Mehr echte, unmittelbare Kommunikation zwischen Menschen, eine Gesprächs- und Diskussionskultur, die auf wirkliches Verstehen ausgerichtet ist – im Gegensatz zur bloßen Meinungsabgabe via „Likes“ oder roten Stricherln im virtuellen Raum. Dazu gehört auch Neugierde: wie erleben andere die Welt, wie sind sie zu den Standpunkten gekommen, auf denen sie jetzt stehen? Und sich auch selbst bei der Nase nehmen: wie bewusst bin ich mir meiner eigenen Meinungsfindungsprozesse? Lebe ich womöglich selbst in einer „Blase“ und wiederhole bloß besserwisserisch immer wieder, was „wir“ für richtig halten?
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?
Eine ganz entscheidende. „Without art, our ability to think, to see freshly, and to renew our world would wither and die.“ schreibt Salman Rushdie in „Knife“. Erneuerung nährt sich seit jeher aus Kunst und Literatur: aus dem mutigen Aufzeigen der Bruchstellen gegebener Systeme, dem Finger, der sich auf die Wunde legt, und andererseits aus den sich Raum träumenden, oft überbordenden Phantasien darüber, was vielleicht einmal sein könnte. Also: mutig zeigen und sagen, was ist; träumen, was werden könnte… – ohne darauf zu schielen, was „ gut ankommt“ oder was vielleicht einen Shitstorm auslösen könnte. Ich habe in letzter Zeit gerade von jungen Künstler :innen öfter gehört, dass ihnen der Hass in den Sozialen Medien große Sorgen macht. Das ist eine beunruhigende Entwicklung. Umso größer mein Respekt vor jenen, die sich davon nicht beirren lassen.
Was liest Du derzeit?
Derzeit bin ich auf den ersten Seiten von Orhan Pamuks „Schnee“.
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
Ein weiteres von Salman Rushdie, das mir sehr wichtig ist:
„Art is not a luxury. It stands at the essence of our humanity, and it asks for no special protection except the right to exist.
It accepts argument, criticism, even rejction. It does not accept violence.“
Vielen Dank für das Interview, liebe Heidi, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literatur-, Kunstprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Heidi König-Porstner, Übersetzerin, Autorin, Verlegerin
Zur Person:Heidi König-Porstner, geboren 1965, kam 1984 aus dem niederösterreichischen Mostviertel nach Wien – ursprünglich, um zu schreiben und Sprachen zu studieren.
Über die Beschäftigung mit japanischer Dichtung gelangte sie zum Karate, das sie nach wie vor ausübt und – als eine der ersten Frauen – lange Zeit hauptberuflich lehrte (u.a. von 1993-2013 am Universitätssportinstitut Wien).
In derselben Zeit publizierte sie unter ihrem Mädchennamen Adelheid Anna König erste literarische Texte (u.a. „Lippenmale“, Edition Doppelpunkt 1993), hielt zahlreiche Lesungen in Wien und Umgebung und erhielt 1993 das Nachwuchsstipendium für Literatur des BMUK.
Nach Abschluss eines Übersetzerstudiums war sie als Forschungsmitarbeiterin am Institut Wiener Kreis und Institut für Zeitgeschichte tätig und publizierte u.a. zur Rezeption der Einstein’schen Relativitätstheorie (Adelaide, Australien 2006) und zur Philosophie Moritz Schlicks (Springer, Wien 2012)
Heidi König-Porstner ist es ein Anliegen, historische und politische Forschung mit literarischem Schreiben und Literaturübersetzung zu verbinden.
2017 publizierte sie Biographie und Texte der als „erste Feministin“ bekannten mexikanischen Dichterin Sor Juana Inés de la Cruz. („Sor Juana Inés de la Cruz: Nichts Freieres gibt es auf Erden“, konkursbuch-Verlag, Tübingen 2017.)
Für die Übertragung der Gedichte Sor Juanas ins Deutsche erhielt sie 2018 den Spanischen Übersetzerpreis.
Seit 2017 arbeitet sie historisch zur Geschichte des Massakers von Jonestown 1978 und zeichnet u.a. verantwortlich für die Literaturprojekte Jonestown-ein Lesebuch und Lyrik aus Jonestown. (San Diego, 2017-2024)
Im Jahr 2024 gründete sie in Wien den LEIWAND-Verlag.
Aktuelle Buchpräsentation: „Christa Urbanek“
UNIKAT – Geschichten von und über Christa Urbanek
Christa Urbanek (1947 – 2021) war eine Ausnahmekünstlerin. Eine, die ihr Leben als Realsatire auf die Bühnen brachte und dabei so authentisch war, „wie es eine Kunstfigur nie sein könnte“ (Claus Tieber) Eine, deren Ungeniertheit und Direktheit oft schockiert haben, auf der Bühne wie privat – und deren weit offenes Herz denen, die sie kannten auf immer in Erinnerung bleibt. Eine die Solidarität gelebt hat – und immer wieder großartig mit Kunst zu verbinden wusste. Für ihr soziales Engagement wurde ihr 2012 von Stadträtin Sonja Wehsely das „Goldene Wienerherz“ verliehen. Gemeinsam mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern erinnert Christa sich in diesem Lesebuch an ihren Werdegang, ihre Jahre als Akteurin der legendären Rockband Drahdiwaberl, ihre ersten Gehversuche in Schauspiel und Kabarett und ihre Erfolgsprogramme „Unikat“ und „Remasuri“: ein Streifzug durch die Kleinkunst- und Theaterszene der 80er bis 10er Jahre – und das Porträt einer ungewöhnlichen Künstlerin, die für diese Szene gelebt hat.
Unikat
Autor: Christa Urbanek, Karl König u.a.
LEIWAND Verlag
ISBN: 978-3-200-09748-3
EUR 21,50
Christa ist nicht mehr, deshalb werden Freund_innen und Künstler_innen die Ihr nahe standen, am 15.9. das posthum erscheinende Buch im Rahmen eines vielschichtigen Abends in memoriam Christa Urbanek der Öffentlichkeit präsentieren.
Am 18.12. steht dann zu ihrem Gedenken auch nochmal ein „Weihnachtsspäschl“ mit zahlreichen Künstler_innen auf dem Programm, dessen Erlös der Vinzi Rast zu Gute kommen wird
Ein Abend in memoriam Christa Urbanek mit: El Awadalla, Tanja Ghetta, Maria Sukup, Claus Tieber, Sonja Penz, Richard Weihs u.v.a.
in memoriam „Christakind“ Urbanek zu Gunsten der Vinzi-Rast mit: El Awadalla, Erik Trauner, Claus Tieber, Richard Weihs u.v.a. (die komplette Liste der Mitwirkenden wird im Herbst feststehen)
Time outs, Feder Tusche auf Papier 1998, Daniela Paulus
Gib mir Freude
Ich bin soviel allein
Vieles fühlt sich nicht richtig an
Es ist noch nicht soweit
Papa sang im Badezimmer
Essen in einem Schloss
Arbeit und Würde
Cool ist das Tier
Es war einmal
Alles vergisst man nicht
Cyril kletterte gerne auf Bäumen
Nie bin ich da wo ich sein möchte
Alles wird ein Ende nehmen
Nach Süden fährt die kleine Kiste
Clever war das nicht
Eva war nicht da
Daniela Paulus, 17.8.2024
Daniela Paulus, Bildende Künstlerin
Give Peace A Chance_Akrostichon for peace
Daniela Paulus, Bildende Künstlerin
Zur Person: 1962 geboren als Daniela Maria Netzer Arzttochter In Badgastein. 1969-1973 erste Rudolf Steiner Schule École-Famillè- Montolieu, Montreux, Direktor Begründer Rudolf Kutzli. 1973-1978 Volksschule, Hauptschule Franziskaner Privat_Internat Mädchenschule der Franziskaner Schulschwestern Salzburg. 1980-1981 Wiener Kunstschule Abt.Bildhauerei u.Keramik 1981 Heirat u. Geburt zweier Söhne 1987-2008 Mitglied der BV der Bildenden Künstler Österreich Salzburg Seit 2022 Mitglied im Kunstverein Salzburg 1991 Erhalt des Schöller Elektronics Kultur Preises Wien 1992-1993 Künstlerwoche Bad Goisern 1996 Stipendium Sommerakademie Saline Hallein ,Tone Fink ,Salzburg Teilnahme an der Internationalen Osaka Triennale Painting, Japan
ab 1997 vertreten durch Galerie Welz Salzburg Beginn der Arbeit an Objekten und Skulpturen 2000 digitaler Foto Arbeiten 2002 Portrait im ORF Sendung Salzburg Heute 2008 Teilnahme am Wettbewerb im Rahmen des 1.Präventionswettbewerb in Graz mit Dankes Urkunde für bisher geleistete kriminalpräventive Arbeit zur Thematik sexueller Gewaltmißbrauch (sxgm) von Günther Ebenschweiger 2009-2013 Beginn der Arbeit in Öl und Acryl in einem von der Stadt Salzburg zur Verfügung gestellten Atelier 2013 Katalog Förderung Kultuamt Land und Stadt Salzburg Katalog Titel:Festgehalten 2017 Stipendium Kulturamt Land Salzburg Grafik- Werkstatt Traklhaus seit 2017 Atelier in der Plainstraße 25 Salzburg 2022 Würdigung der pro Salzburg Landes Kulturstiftung
In Öffentlichen Sammlungen vertreten: Rupertinum Salzburg Arthotek des Bundes Österreich Kulturamt Land Salzburg Kulturamt Stadt Salzburg
Ausstellungen/Einzelausstellungen : 1992 Galerie Augundor, Gosau,Malerei Kath.Hochschulgemeinschaft Salzburg Titel: Zeichnen ist eine Empfindung 1994 Salzburger Sparkasse Kongresshalle Badgastein Titel : Seelenbildnisse Tusche Arbeiten auf Papier 1995 Galerie Rythmogramm Bad Ischl Titel: Seelenbildnisse Tusche auf Papier 1998 Galerie im Museums Pavillon Titel: ParadiesWache 1996 Frauenbüro der Stadt Salzburg 2000 Kunstmesse Salzburg Objekte und Plastiken 2000 virtuelle Ausstellung 10 Dynamische Filzstift Zeichnungen 1998 http://www.Art-channel.net 2002 Schloss Mirabell-Wolf Dietrich Halle SxgM Leuchtkörper zum Thema Sex.Gewalt Mißbrauch 2006 (5.-29. Juni) Galerien der Stadt Salzburg Vogelhaus Titel : Werksammlung 1997-2007 2014 Galerie im Zwergerlgarten: Ölmalerei aktuell 2014 1030 Wien Kunstraum Wien Mitte:Experimente der 90 Jahre Malerei 2015 1010 Wien Galerie Palfy, Tusche Arbeiten auf Karton Titel : 1998 Seelenbildnisse 2016 1030 Wien Kunstraum Wien Mitte, 2016 experimentelle Druckgrafiken, Gemeinschaftsaustellungen: 1989: Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs Titel:die Neuen 1992:Art Protects Rainforest Salzburg 1997 Galerie Hopferwieser,Salzburg 1999 und1998 Berchtold Villa,Salzburg 1998 Osaka Trienale,Painting v.2.11.bis 8.12.Einzige Teilnehmerin Österreichs 2001 Rupertinum „ natur“ 2002 Berchtoldvilla Thema Serie: Sand-Wand Objekte 2004-2005 Rupertinum 2006 Galerie Time 1010 Wien Selbstreflexion 2006 Galerie am Mühlenweg Zedernhaus mit Prof.Eva Mazucco 2014 Galerie Lehen „unheimlich schön“,“schön unheimlich“Sammlung Anton Gugg 2015 Galerie im Traklhaus Salzburg 100 Künstler 2019 Galerie im Traklhaus Salzburg Titel : Kunst Ankauf
Liebe Marika Reichhold, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
Zwischen 4.00 und 5.30 Uhr aufstehn. Kaffee in der Hängematte, 1- 2 Stunden rumgehen und Text memorieren. Fertigmachen für den Tag, Arbeit am PC, an Texten, Hausarbeit, Bewegung.
Mittagessen mit meinem Mann. Pause ca 13.00 – 14.00. Enkelkinder, Erledigungen, Museum, Garten, Sonstiges bis 18.00
Freundlich und höflich unseren Mitmenschen begegnen, Achtsamkeit und eine angenehme Atmosphäre verbreiten. Freunden Zeit schenken.
Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Für mich gilt: das Publikum für 2 Stunden unterhalten, eine spannende, interessante und lustige Zeit bereiten.
Was liest Du derzeit?
Querliteratur zu Richard III., Z.B.: „Rache“ von R. Haller, und Wochenzeitungen
Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt“
(Hamlet)
Vielen Dank für das Interview, liebe Marika, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Theaterprojekte und persönlich alles Gute!
5 Fragen an Künstler*innen:Marika Reichhold„Frau Franzi“ _ Theaterpädagogin, Kunsttherapeutin, Museumsbesitzerin
Zur Person: Marika Reichhold _ Theaterpädagogin, Kunsttherapeutin, Museumsbesitzerin Als Gastwirtstochter in Grünbach am Schneeberg aufgewachsen studierte und studiere ich, seit ich denken kann, „Leben und Menschlichkeiten“. Dazu Tourismus, multimediale Kunsttherapie und Theaterpädagogik.
Bis 2015 arbeitete ich als Kunsttherapeutin und Theaterpädagogin im Thermenklinikum Mödling in der psychosomatischen Kinder- und Jugendabteilung. Zahlreiche und vielfältige Aus- und Weitebildung in verschiedenen Theatergenres.
2007 erbte ich das Bergbaumuseum meiner Eltern in Grünbach. Plötzlich mit einem veralteten Museum konfrontiert, entwickelte ich eine Theaterfigur, eine Personnage: die „frau franzi“ und inszenierte eine szenisch-kabarettistische Museumsführung – die „auf & führung“ Regie: Christian Suchy frau franzi ist beim Publikum durch ihre erfrischende, unmittelbare Art sehr beliebt und hat sich als unkonventionelle Wissensvermittlerin bei allen Generationen und Bildungsschichten bestens bewährt.
Seit 2008 führe ich regelmäßig mit/als frau franzi durch mein Museum in Grünbach. Seit 2010 gibt es die frau franzi Geschichten auch als Wohnzimmertheater. Ideen, Texte und Spiel sind von mir, Regie (fast immer) von Christian Suchy von 2013 bis 2018 „Dienstag ist Putztag“, eigener Slot im KosmosTheater Wien.
Solostücke von frau franzi 2007 entwickeln der Theaterfigur „frau franzi“ 2008 „auf & führung“ Museumsführung als 1. Solo (daher 2023: 15 Jahre frau franzi!) 2009 „a haydn- oawad“ über Josef Haydn und das 18. Jhdt“ Regie: Markus Kupferblum, Premiere: Salon 5 2010 “romeo & julia” Regie: Ch. Suchy, Premiere: 3RaumAnatomietheater 2010 “othello” Regie: Ch. Suchy Premiere: 3RaumAnatomietheater 2011 “do host den solot“ über Hormone, Schäggsbia und Paradeisa Regie: Ch. Suchy, Premiere: Burg Kaprun Salzburg 2012 „mägbess“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Theater im Cafe Prückel 2013 „hamlet“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Lilarum Figurentheater 2014 „jedermann“ (Hugo v Hofmannsthal“) Auftrag von Basiskultur Wien zum Festival der Bezirke 2014 Regie: Suchy 2015 „a gribbmschbü“ Regie: Ch. Suchy, Premiere: Pfarrrkirche Grünbach 2016 „könig lear“ Regie: Suchy, Premiere: KosmosTheater 2017 „die Gästeliste“ das Jubiläumsstück (eine Werkschau) Regie: Suchy Premiere: KosmosTheater 2019 „a haydn- oawad“ Neuinszenierung Regie: Ch. Suchy, NÖ Premiere: Kulturszene Kottingbrunn 2020 „beethoven – da wiggal van ruamogga“ Premiere: Straden Stmk Regie: Christian Suchy 2021 „in beethoven sei opa“ – Fidelio, ein frau franzi Filmprojekt Regie: Barbara Klein 2021 „fidelio“ – ein Bilderbuch für Erwachsenen 2022 Vorbereitung und Werkeinführung „Don Quijote, oh mein Gott“ Kottingbrunn Sept 2022 2023 „Don Quijote, oh mein Gott“ Premiere April 2023 Meine Stücke sind Solospektakel – feine, satirische Kleinkunst, bissl kabarettistisch, bissl Objektspiel, bissl clownesk und immer im Dialekt. http://www.bergbaumuseum-gruenbach.at
Aktuelle Produktion:
RICHARD III vom Schäggsbia und der frau franzi Spiel & Text: Marika Reichhold Regie: Christian Suchy Vorpremiere 21.9.2024 (19.00 Uhr) BERGBAUMUSEUM 2733 Grünbach/Schneeberg; Am Neuschacht 12 Reservierung nötig: Tel. 0676- 435 46 00 € 16,–
RICHARD III er is goaschdig, foisch und gemein – owa gerecht! Ea is nämlich zu OLLE goaschdig, foisch und gemein. frau franzi entstaubt großes Welttheater, macht es verständlich und transparent. Helden und Heldinnen, die zum festen Inventar der Weltliteratur gehören, werden respekt- und humorvoll vom Sockel geholt und auf ein menschliches Maß zurechtgestutzt. Und jetzt ist der Richard dran. Der/Das Letzte der Yorkbrüder. Um Schönheit von der Natur betrogen, äußerlich wie innerlich. Er beschließt, ein Bösewicht zu werden. Er will die Krone, die Macht – koste es, was es wolle. Er ist überzeugt, dass ihm die Welt das schuldig ist. Voller Minderwertigkeitskomplex und Allmachtsphantasien entwickelt er eine KomplexKompensations-Kompetenz, die sich gewaschen hat. Er manipuliert und mordet sich schnurstracks zum Ziel. Und schreckt nicht davor zurück auch die Familienmitglieder, besser gesagt, speziell die, aus dem Weg zu räumen…
PREMIERE 24. 9. 2024 (19.30 Uhr) Weitere Vorstellung: 4. 11. 2024 (19.30 Uhr) STUDIO IM AKZENT A-1040 Wien, Argentinierstraße 37 Karten Tel: 01/50165-13306 VVK € 23,– / AK € 27,–
Naoko Muneoka, Künstlerin Wien _ performing „Ekstase“ Film 1933 _
Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA)Schauspielerin, Erfinderin_
Fotos _Donau/Wien _
Naoko Muneoka, Künstlerin Wien _ performing „Ekstase“ Film 1933 _
Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA)Schauspielerin, Erfinderin_
Fotos _Donau/Wien _
Zum Projekt: Das Literatur outdoors Projekt „Station bei …“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Liebe Naoko Muneoka, welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Hedy Lamarr?
Keine besonderen.
Was macht für Dich die Schauspielerin Hedy Lamarr aus?
Ich wusste bis jetzt, dass sie eine wunderschöne Schauspielerin und zugleich eine hervorragende Erfinderin war, und diese Kombination finde ich interessant.
Für diese Gelegenheit googelte ich „Hedy Lamarr“ und kam darauf, dass sie Delilah im Film „Samson und Delilah“ spielte. Ich hatte als Kind eine Szene des Films im Fernsehen gesehen, die ich danach nie vergaß. Nämlich die Szene, in der Delilah Samson zu den Stützpfeilern des Tempels hinführt, um den Tempel zerstören zu lassen, wobei Delilah auch sterben wird. Ich kannte die Geschichte damals schon und wusste daher sofort, worum es ging, daher beeindruckte mich die Art, wie Hedy Lamarr Delilah spielte, noch mehr und sie blieb mir im Gedächtnis.
Wie siehst Du die Wirkungsgeschichte ihres „Skandalfilms“ Ekstase (1933)?
Dieser Film war sicherlich ein Meilenstein in der Idee der Freiheit, deren Entwicklung manchmal noch immer mit Argwohn betrachtet wird.
Wie siehst Du Nacktheit in Film, Theater, Kunst heute?
An sich ohne Problem.
Welche Rolle spielt der nackte Körper in Deiner Kunst?
Wenn der nackte Körper zum Ausdruck des Inhalts der Werke gehört, dann ist die Nacktheit eine Notwendigkeit für meine Arbeit.
Für mich repräsentiert Nacktheit die pure menschliche Existenz. Wie es oft heißt: Kleider machen Leute. Kleidung und Accessoires sind in der RegelZeichen einer Bedeutung oder Denkweise, die auf die Zugehörigkeit zu einer sozialen Klasse usw. hinweisen. Für mich ist es oft sehr wichtig, all das aus dem Bild auszuschließen.
Wie siehst Du die Erfinderin Hedy Lamarr?
Bin ihr dankbar wegen Wi-Fi. Ansonsten bin ich nur, nur, nur ahnungslos beeindruckt von ihrer Leistung.
Wie erfinderisch bist Du?
„Not macht erfinderisch.“ In diesem Sinn werde ich in meinem täglichen Leben manchmal erfinderisch.
Und ich habe eine Maltechnik der Ölmalerei für mich erfunden.
Was hast Du mit Hedy Lamarr gemeinsam?
Gemeinsamkeiten mit ihr habe ich nicht. Aber weil mein Vater ein Wissenschaftler war und er sich bemüht hat, mir die wissenschaftliche Denkweise weiterzugeben – obwohl ich am Ende „nur“ eine Künstlerin geworden bin – empfinde ich eine gewisse Sympathie für Hedy Lamarr.
Hast Du auch Filmerfahrungen?
Nein.
Gab es in Deinen Kunstprojekten bisher Berührungspunkte zu Hedy Lamarr?
Nein.
Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?
Ich arbeite gerade an einer Zeichnung. Ich habe auch schon eine Idee für die nächste Zeichnung.
Im November wird es eine kleine Ausstellung von meinem verstorbenen Mann und mir geben. Diese findet seit 13 Jahren jedes Jahr statt.
Hättest Du mit Hedy Lamarr gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?
Falls sie es mir erlaubt, mit ihr eine Weile zu verbringen, möchte mit ihr ins Café gehen und einen Kaffee bzw. ein Achtel Rotwein trinken. Wenn wir das Gefühl haben, dass uns das Plaudern im Café nicht langweilig ist, möchte ich mit ihr anschließend das Dritte Mann Museum besuchen.
Darf ich Dich abschließend zu einem Hedy Lamarr Akrostichon bitten?
Hoch intelligent
Eine wie
Diamant ohne
Y-Chromosom doch stolzes Doppel-X-Chromosom
Legte
Auf die nachkommende Welt
Meilenstein
Aufbruch
Rampenlicht und Wissenschaft
Richtungsweisend
Naoko Muneoka, Künstlerin Wien _ performing „Ekstase“ Film 1933 _
Hedy Lamarr (Hedwig Eva Maria Kiesler; *9.11.1914 Wien * +19.1.2000 in Casselberry/Florida/USA)Schauspielerin, Erfinderin_
Zum Projekt: Das Bachmann Projekt „Station bei Bachmann“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt an den Schnittstellen von Literatur, Theater/Performance und Bildender Kunst.
Dabei kommt den topographischen und biographischen Bezügen eine besondere Bedeutung zu, indem Dokumentation, Rezeption und Gegenwartstransfer, Diskussion ineinandergreifen.
Künstler:innen werden eingeladen an diesem Projekt teilzunehmen und in ihren Zugängen Perspektiven zu Werk und Person beizutragen.
Liebe Sandra Schößler, wir sind hier an literarischen Bezugsorten des Romans „Malina“ (1971) von Ingeborg Bachmann in Wien. Sind Dir die Orte hier vertraut?
Ich hatte noch eine vage Vorstellung, als ich Bachmanns Roman las. In der Ungargasse besuchte ich früher das Italienische Kulturinstitut. Die breite Schienenstraße mit den hohen Gründerzeithäusern ist mir dabei als ein Stück „altes Wien“ aus meiner Jugendzeit in Erinnerung geblieben.
Welche Bezüge und Zugänge gibt es von Dir zu Ingeborg Bachmann und dem Roman Malina?
Ich habe Malina letzten Sommer zum ersten Mal gelesen und Ingeborg Bachmanns Sprache hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die gnadenlose Innenschau, die sich mithilfe so differenzierter Mittel der Sprache offenbart, machte es stellenweise fast unerträglich, in die psychischen Vorgänge der Protagonistin einzutauchen.
Welche Eindrücke hast Du von den Schauplätzen in der Ungargasse, die wir besucht haben?
Wir haben hauptsächlich in der Ungargasse 9 fotografiert, also dem Haus, in dem Ivan im Roman wohnt. Mich auf die ambivalenten Emotionen einzulassen, die die Ich-Erzählerin mit der Beziehung zu Ivan verbindet, war durchaus eine Herausforderung. Während in Ivans Haus Hoffnung und Liebesglück erfahrbar waren, konnte ich die dunkle Seite der Verzweiflung in einer mutmaßlich traumatisierten emotionalen inneren Welt erleben, als wir die Aufnahmen im verzweigten Keller des Hauses machten.
Wie siehst Du den Aufbau und das Konzept des Romans?
Die drei Teile des Romans sind so facettenreich und steigern sich in ihrer Intensität fast ins Unerträgliche. Im ersten Kapitel erleben wir den positiven Aufbruch der Protagonistin, die sich hoffnungsvoll auf die intensive Liebe mit Ivan (oder ihren Traum davon?) einlässt. Der zweite Teil schildert die vielfache Misshandlung durch den Vater in alptraumhaften Sequenzen. Im dritten Kapitel schließlich beginnt sich die Welt der Protagonistin schrittweise aufzulösen und am Ende gänzlich zu zerstören.
Was sind für Dich zentrale Themen und Aussagen des Romans?
Am stärksten beeindruckt hat mich der wortgewaltige Zugang zu intensiven Emotionen – Liebe, Angst, Hoffnung, Verzweiflung, Selbstaufgabe. Die Frau, die zwischen zwei Männern steht, kämpft am Ende des Tages gegen ihre eigenen Dämonen aus der Vergangenheit.
Wie ist die Beziehung zwischen Mann und Frau im Roman dargestellt und wie ist dies heute zu sehen?
Die Beziehungen der Ich-Erzählerin spiegeln ihren inneren Kampf in einem patriarchalen System wider. Weder Malina noch Ivan können sie annähernd als die Person wahrnehmen, um deren Identität sie selbst ringt. Es wird erwartet, dass sie ihre Rollen einnimmt – für Malina ist sie die funktionierende Partnerin, für Ivan die genügsamen Geliebte, die sich in dessen Leben einzugliedern hat, weil er „zu beschäftigt“ ist.
Wie beurteilst Du die Protagonisten Ivan, Malina, Ich-Person in Ihrem literarischen Kontext bzw. dem Kontext der Autorin und Ihrer Biographie?
Es gibt Hinweise, dass Bachmann in Malina ihre schwierige Beziehung zu Max Frisch autobiografisch verarbeitet hat. Die Beziehung zu Ivan verkörpert meiner Ansicht nach die Sehnsucht der Ich-Erzählerin (und mutmaßlich Ingeborg Bachmanns) nach echter Nähe und Intimität in einer Liebesbeziehung, zu der weder sie noch ein in seiner starren männlichen Identität festgefahrener Ivan fähig sind. Bachmanns gewaltsames Ende wird auf traurige Weise in dem Roman fast vorweggenommen und macht zusätzlich betroffen.
Wie siehst Du das literarische Konzept des dreistufigen Aufbaus des Romans?
Siehe oben J
Welches Frauen- und Männerbild spricht Ingeborg Bachmann in Malina an und wie aktuell ist dies heute?
Wir erleben die Ich-Erzählerin in einem inneren Kampf – ihr Spielraum ist eng und sie bewegt sich in einem patriarchalen System in vorgegebenen Rollen.
Auch wenn sich seit Ende der 60er Jahre die Situation für Frauen in einer männlich dominierten Gesellschaft verbessert hat, gilt es mehr denn je, das Bewusstsein für die immer noch teils unbewusst wirkenden tradierten Rollenbilder zu schaffen – im beruflichen wie privaten Kontext.
Welchen Einfluss hatte und hat der Roman auf die Entwicklung von Literatur, Kunst und Emanzipation und Gesellschaft?
–
Wie siehst Du das Ende des Romans?
Die erfahrene Misshandlung verletzt das Selbstwertgefühl der Protagonistin so nachhaltig, dass sie als Person von den beiden Männern in ihrem Leben weder gehört noch gesehen wird. Emotionale Isolation und innere Zerrissenheit sind die Folge und führen zu tiefem Leid und letztendlich zu ihrem Scheitern und der unausweichlichen Auflösung.
Gab es in Deinen Literatur-, Kunstprojekten Berührungspunkte zu Ingeborg Bachmann?
Die Beschreibung psychologischer Zustände ist für mich seit jeher eine Herausforderung, der ich mich in meinen Texten widme. Eine derart sprachliche Dichte wie Bachmann in Malina zu erfahren, hat mich tief beeindruckt.
Was sind Deine derzeitigen Projektpläne?
Mehr Zeit dem Schreiben von Kurzgeschichten zu widmen. Das Thema künstliche Intelligenz und die Auswirkung auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen möchte ich dabei gerne verarbeiten.
Hättest Du mit Ingeborg Bachmann gerne einen Tag in Wien verbracht und wenn ja, wie würde dieser aussehen?
Selbstverständlich. Ich wäre gern mit ihr am Stadtrand spazieren gegangen und hätte mit ihr über den kreativen Prozess beim Schreiben und den Umgang mit den eignenden Emotionen gesprochen.
Darf ich Dich abschließend zu einem Malina Akrostichon bitten?