„Dieser Roman kommt nicht aus dem Kopf“ Elena Platon_Schauspielerin_Wien_ 50 Jahre Malina_12.5.2021

Wir leben gerade in der Energie des Romans. Unsicherheit, Erwartung, Veränderung. Wir warten alle jetzt.

Die Gegenwart ist eine Dekonstruktion. Eine Reflexion und ein Sehen was passiert. Auch ein Weg zu uns selbst. Eine Zerstörung, wie in Malina.

Unsere Welt war sicher. Wir wussten wer wir sind. Und jetzt plötzlich dieser Prozess von Identität. Wie integriere ich Veränderungen? Wo gehe ich hin? Das sind auch die Fragen des Romans.

Verstand und Leidenschaft. Wir wollen beide Welten und unterdrücken viel dabei.

Empathie würde vieles verändern – zwischen uns.

Wie ist mein Weg im Schauspiel jetzt? Es ist eine riesige Arbeit mit und zu sich selbst.

Du musst in der Kunst auf Dich aufpassen. Eine gute Basis ist wichtig.

Kunst ist ein Lernen, es ist Technik. Ein emotionales Arbeiten.

Bachmann geht da ganz in die Tiefe der Persönlichkeit, in Richtung des Instinktes. In Licht und Dunkel. Scheut keine Fallhöhe.

Es gibt dieses Verständnis, diesen Instinkt von ars vita. Etwa bei Fellini, La strada. Sie muss sterben, dass er sich verändert. Es ist ein Selbstopfer. Es gibt dieses Momentum von Kunst. Das Opfer. Das Feuer.

Ivan und Malina sind Sehnsüchte. Beides braucht es.

Ivan ist kein Mann für das Leben. Aber Leidenschaft kannst Du nicht kontrollieren.

Hoffnungslos ist niemand.

Selbstverzeihung und Selbstliebe ist der Weg zueinander. Es ist schwer aus sich rauszukommen.

Frauen haben die Kraft nein zu sagen.

Malina gibt jetzt 50 Jahre danach Impulse wie das Verschwinden zu verhindern ist. Es geht darum als Frau eine Kraft zu entwickeln, die eigene Identität auszudrücken. Auch zu wissen, Du kannst alles!

Es braucht starke Rollenvorbilder für Frauen in einer männerdominierten Welt.

Das Problem ist, wir hören nicht zu. Wir sind zu beschäftigt. Es liegt in der Kommunikation.

Das Patriarchat ist sehr stark. Das zeigt sich etwa in der Umweltkrise.

Männer können sich oft nicht vom Patriarchat lösen. Es ist ein Problem des Selbstwertes. Das ist auch stark kulturabhängig.

Es gibt noch Männer wie Ivan aber auch Fortschritte darin. Männer bewegen sich.

Leidenschaft verbrennt. Das kann nicht lange dauern. Aber wir brauchen das.

Liebe auf den ersten Blick gibt es. Ich glaube an die Liebe.

In der Liebe musst Du im Moment sein. Präsent sein. Das ist das Problem heute. Wir sind immer irgendwo.

Es gebe mehr Liebe, wenn wir hier wären, präsent wären.

Gemeinsame Interessen, Aktivitäten verbinden. Das fehlt bei Ivan und Malina.

Ivan ist der Liebhaber. Malina ist der Freund. Idealerweise sollte es eine Person.

Ich liebe Wien.

Ich habe so viele interessante Leute hier kennengelernt. Kunst, Kultur lässt begegnen und verbindet.

Das Theater befand sich immer zwischen Entertainment und Kunst. Es wird jetzt seine Themen verändern. Es wird um Selbsterkenntnis gehen. Um das Verstehen.

Theater muss gut gemacht sein. Das ist das Wichtigste.

Mann muss Mut haben, so etwas zu schreiben.

Dieser Roman kommt aus ganz inneren Persönlichkeitsschichten, das ist nicht erklärbar. Es kommt nicht aus dem Kopf.

Ingeborg Bachmann verkörperte ihr Werk. Das ist ganz ganz besonders.

Ingeborg Bachmann hat nicht vorsichtig gelebt, so soll man leben.

Man muss das Leben lieben.

Theater ist ein sozialer Raum und ein Sinnraum

Das Theater braucht gute Schriftsteller*innen.

Kontrolle ist eine Illusion. You have to commit, sagt mein Yoga-Lehrer.

50 Jahre Malina _ Roman _ Ingeborg Bachmann _ im Gespräch:

Elena Platon _ Schauspielerin _Wien.

„Wir brauchen gute Geschichten und gute Erzähler*innen, um eine bessere Zukunft zu gestalten!“ Elena Platon, Schauspielerin_ Wien 16.3.2021 | Literatur outdoors – Worte sind Wege

Station bei Ingeborg Bachmann- alle Fotos/Interview_Walter Pobaschnig _ Cafè Prückel_Wien_3_2021

Walter Pobaschnig _ 5_2021

https://literaturoutdoors.com

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