„Innere Dialoge an den Rändern 2016-2021. Peter Handke. Jung und Jung Verlag

„Von Zeit zu Zeit – zu allen heiligen und unheiligen Zeiten – aufs Ganze gehen!…“,

schreibt Peter Handke zu Beginn dieses weiteren einzigartigen Bandes seiner Aufzeichnungen, die gleichsam eine ganz neue Form des Erzählens setzen. Es ist ein Aufbrechen traditioneller Formen der Literatur hin zu einer Art dialogischem Fragment im Sinne eines Selbst- wie Zeit- und Sinndialoges. Handke nimmt dabei Traditionen sokratischen Dialoges auf und lässt diese gleichsam über Jahrhunderte folgender Geistesgeschichte in der Gegenwart ankommen und hier „aufs Ganze“ im Sinne von Leben und Erkenntnis zu gehen. Aufs existentielle Ganze von Sprache, Sinn und Zukunft.

Die Gedanken, Themen sind dabei ein ruhiger wie reißender Fluss und umfassen dabei Existenzfragen, Gedanken zu literarischen Projekten, persönliche Erinnerungen wie umfassende Referenzen zu Sprache und Sinn in der Geistesgeschichte der Menschheit. Und dies in einzigartiger Reflexion, Empathie und Selbstironie.

Es ist eine Reise, zu der Peter Handke in all seinen Büchern einlädt. Eine Reise der Sprache in das Herz des Lebens und der Welt. Mit und aus der unendlichen Zärtlichkeit und des Mutes von Wörtern zu aller Zeit. Und des so großen, immer wieder neu zu erfahrenen, erlernenden Horizontes von Sprache im Anblick des Menschen, der Welt im Spiegelbild.

„Und der dort auf der anderen Straßenseite, wer ist das?“ „Ja, wer?“

„Innere Dialoge an den Rändern 2016-2021. Peter Handke. Jung und Jung Verlag

Walter Pobaschnig 7_22

https://literaturoutdoors.com

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