„Es gibt immer die Hoffnung und die Träume, und immer Hoffende und Träumende“ _Vienna Calling _ im Gespräch und Fotoporträt – Sophie Abraham, Cellistin _ Hotel Imperial _ Wien 11.12.2021

Schönen guten Morgen, liebe Sophie und Lou Abraham (Anm: Tochter von Sophie Abraham, 10 Monate alt), hier in der Fürsten Suite des Hotel Imperial in Wien. Herzlichen Dank für Dein/Euer Kommen!

Sophie Abraham_Cellistin, Komponistin_
Lou Abraham

In diesem Jahr ist Dein Soloalbum „Brothers“ erschienen. Wie war der Prozess der Entstehung in diesen herausfordernden Zeiten dazu?

Mein Soloalbum „Brothers“ ist mein Debüt-Soloalbum. Der Prozess der Entstehung begann vor zehn Jahren, weil ich diese Zeit brauchte, um mich das zu trauen (lacht). Es gibt auch Musikstücke darin, die im Laufe dieser Zeit entstanden sind.

Dieses Album heißt „Brothers“, weil ich es meinen zwei Brüdern widme. Ich komme aus einer Familie mit sechs Kindern, vier Mädchen und zwei Buben, ich bin die Nachzüglerin. Meine zwei Brüder sind im Alter von einundzwanzig/dreiundzwanzig Jahren in einer Lawine in Österreich ums Leben gekommen. Ich war damals sechs Jahre alt.

Als ich aktiv darüber nachdachte, ein Soloalbum zu machen, war mir wichtig, es wirklich alleine zu machen und nicht als Sophie Frontfrau mit Band oder Sophie mit Gästen. Ich wollte in diesem Album von mir erzählen und mich mit Sachen beschäftigen, die mich berühren und wo ich auch etwas zu sagen habe.

Da kam der Gedanke einer Widmung, eines Standbildes, eines Denkmales für meine Brüder zu machen mit dieser Musik.

Wie kam es zur Zusammenstellung der Musikstücke des Albums?

Die meisten Nummern habe ich in der finalen Entstehungsphase des Albums geschrieben. Aber zehn Jahre oder länger habe ich mich psychisch darauf vorbereitet, dies zu machen. In der Zwischenzeit habe ich viele CDs aufgenommen aber nie allein.

Am Cover Deines Albums bist Du und Fotografien Deiner Brüder zu sehen. Kann „Brothers“ als Requiem für Deine Brüder bezeichnet werden?

Als Requiem würde ich es nicht bezeichnen. Wenn ich etwa ein Mozart Requiem spiele, empfinde ich es als noch etwas trauriger, zurückblickender, demütiger als jetzt mein Album, muss ich sagen.

Ich versuche in „Brothers“ zurückzuschauen und Sachen beim Namen zu nennen, eine Geschichte zu erzählen über Themen, die nicht die lustigsten sind und deswegen vielleicht oft verschwiegen werden.

„Brothers“ ist ein Versuch hinzuschauen, ein Danke-Sagen und dann ein nach Vorne-Schauen, um ganz bewusst nicht dort hängenzubleiben. Und dieses musikalische Hinschauen ist vielleicht ein Weg des Abschließen-Könnens oder gemeinsam mit Leuten erinnern, denken, feiern, um dann ganz bewusst positiv weitergehen zu können.

Also Requiem, ich würde es anders nennen. Eben wie ein Denkmal, wo man sich erinnert, kurz stehenbleibt, sich verneigt und dann weitergeht.

Im Video zu „Brothers“ bist Du zunächst im Schnee liegend mit Deinem Cello zu sehen. Dann bewegst Du Dich mit dem Cello den Berg entlang, lässt das Cello kurzzeitig los, nimmst es wieder auf. Wie siehst Du Musik als Element, Instrument der Aufarbeitung von Trauer?

Das Cello ist so ein großer Teil von mir, ich singe, komponiere zwar auch, aber ich bezeichne mich als Cellistin. Das Cello kann Sachen „verworten“, erzählen, die ich nicht ohne Cello erzählen könnte.

Dadurch, dass das Cello klingt, passiert sehr viel bei den Zuhörenden, ohne reden zu müssen. Mein Cello ist ein Sprachrohr ohne Worte und ohne mein Cello könnte ich das so nicht machen.

Ein Lied Deines Albums heißt „Mariazellerweg“. Inwieweit ist Spiritualität für Dich wichtig?

Ich bin spirituell im weitesten Sinne des Wortes, nicht kirchlich, in den Niederlanden aufgewachsen und bin getauft, aber hatte keine Erstkommunion etwa. Erzählungen der Bibel haben mich schon etwas begleitet. Es gab jedoch nichts kirchlich Diszipliniertes (lacht) und ich habe daher auch ein relativ offenes Bild vom Glauben. Wenn einem aber der Tod nahekommt oder wenn man an diese Trennlinie von Leben und Tod nah hinkommt, traue ich mich zu sagen, dass viele Leute spiritueller werden als sie im normalen Alltag sind. Und das dann Fragen kommen oder ein Vertrauen, Zweifel einfach aufkommen, an etwas, was viele Leute mit Gott bezeichnen, das traue ich mich zu behaupten. Ich bin also spirituell, aber nicht zwingend damit aufgewachsen.

War die Spiritualität ein Zugang zur persönlichen Trauer damals und auch unmittelbarer Impuls der Auseinandersetzung, Bewältigung?

Ich war sechs Jahre alt. In diesem Alter erlebt man den Tod sowieso sehr anders als Erwachsene. Ich habe den Tod als eine Art Traum erlebt, als etwas nicht Greifbares. Etwas das nicht Wirklichkeit ist, weil man es als ein so kleines Kind nicht spürt. Ich denke, man ist da mehr in seiner eigenen Traumwelt.

Es war jetzt nicht so, dass dann unmittelbar mit sechs Jahren diese spirituellen Fragen kamen. Ich wusste damals ja nicht was Religion und Spiritualität begrifflich sind, die Fragen wachsen dann einfach mit.

Als ich mit vierzehn Jahren nach Österreich kam, war ich im Privatgymnasium, im römisch katholischen Stiftsgymnasium Admont, und das Allererste was ich mich gefragt hatte, war, was macht denn der Nikolo da, als der Abt mit seinem Hut (Mitra, Anm.) die Schulanfangsmesse zelebrierte. Also ich hatte keine Ahnung (lacht).

Ich bin sehr gerne ins Stiftsgymnasium gegangen und habe die Religion auch ziemlich cool gefunden. Das waren Super Benediktiner, mit denen könnte man gscheit diskutieren. Ich habe aber immer wieder Fragen gestellt, etwa, wieso müssen Menschen, die gut sind, sterben und darauf hat mir niemand eine Antwort geben können. Eine Antwort, die mich zufriedengestellt hätte.

Im Laufe meines Lebens habe ich mir dann meine Antwort erarbeitet, dass manche Leute einfach Pech haben und dass dies nicht etwas ist, das man kontrollieren kann. Es hat keine Vorbestimmung, es hat keinen Sinn, es ist manchmal halt einfach Pech.

Ich habe vor kurzem den Film „Wild“ (USA 2014, Jean Marc Valleè) gesehen, in dem eine junge Frau sich nach persönlichen Trauererfahrungen allein auf eine Wanderung, Reise begibt, um der „Wildnis“ innen und außen zu begegnen und diese zu bewältigen. Ist der musikalische Weg Deines Albums „Brothers“ damit zu vergleichen? Ist das Lied „Mariazellerweg“ da auch Ausdruck eines persönlichen Weges?

Das ganze Album vergleiche ich irgendwo schon mit einem Pilgerweg, den ich allein gehe und wo ich definitiv an Grenzen von mir selbst komme, die ich vorher noch nicht kannte. Das geht dann ganz tief und ich musste selbst mit Reaktionen von mir klarkommen, die ich sehr erstaunlich finde – weil es einfach tief geht.

„Mariazellerweg“, ja, ich habe es im Stück banal so genannt, weil mir auf diesem Weg die Hauptmelodie einfiel. Und dann muss man natürlich weiterspinnen, dann kommt das Konzept, die Arbeit, die eigentliche Kompositionsarbeit. Und da war der eigene Pilgerweg ein Thema.

Ein Pilgerweg, Grenzgang mit Musik – wie inspiriert, begleitet Musik auf diesem persönlichen Weg?

Musik öffnet Kanäle im Unbewussten, im Emotionalen, zu denen ich ohne Musik nicht hinkomme. Musik ist ein Öffner.

Wie führte Dich Dein Weg zur Musik?

Ich komme aus einer Familie mit sechs Kindern und meine Mutter war immer sehr erpicht darauf, dass alle ein Musikinstrument lernen und dies auch gscheit tun. Meine älteste Schwester ist auch beruflich Geigerin geworden. Meine zweitälteste Schwester probierte einiges aus. Der Dritte hat Fagott gelernt, der Vierte Geige, die Fünfte auch Geige und dann hat meine Mutter gesagt, Du lernst jetzt nicht Geige sondern Cello. Das war nicht ganz freiwillig (lacht), ich bin aber immer sehr zufrieden mit dieser Entscheidung gewesen und bin es jetzt noch immer. Es ist zwar manchmal mühsam, weil es groß ist und man einen Extrasitz buchen muss im Flugzeug, was viele Nerven kostet, aber in den musikalischen Möglichkeiten des Instrumentes, obwohl ich es jetzt schon einige Jahre spiele, habe ich immer noch das Gefühl, dass ich sehr viel entdecken kann und entdecken will.

Du hast besondere Techniken des Cello-Spielens. Etwa das Finger Tapping. Wie kam es dazu?

Ich habe etwa ein Stück, wo ich nur die Saiten zupfe, nur Pizzicato spiele. Ich bin klassisch ausgebildet und habe das Master Konzertfach absolviert. Aber das lernte ich da nicht, sondern dies habe ich mir selber zurechtgelegt wie man da zupft und auch geschaut wie kann ich da mit Percussion umgehen, welche Effekte kann ich erreichen, wie kann ich eine gewisse Geschwindigkeit bekommen. Ich hätte da auch zu einem Gitarren-, Harfenlehrer gehen können, aber das Cello ist doch sehr anders, weil es keine Bünde hat, es ist essentiell für Barrè und weiteres, und ich schaute einfach selbst was ist möglich. Und ich bin sicher noch nicht am Ende (lacht).

Ich hätte da auch zu einem Gitarren-, Harfenlehrer gehen können, aber das Cello ist doch sehr anders, weil es keine Bünde bzw keine 45 Saiten hat. Ich schaute einfach selbst was für mich möglich ist. Und ich bin sicher noch nicht am Ende (lacht).

Die Herausforderungen einer Pandemie und damit die Konfrontation, Auseinandersetzung mit Leiden, Tod bestimmen die Zeitsituation. Inwieweit hattest Du auch diese Gesellschaftssituation im Blick?

Das habe ich überhaupt nicht bedacht, weil sich die Idee zum Album im Herbst 2019 manifestiert hat. Ich habe mit dem Schreiben von Stücken begonnen bevor die ersten Nachrichten aus China kamen.

Das es jetzt so ist und das Album auch einen gewissen Nerv der Zeit trifft, finde ich bemerkenswert, interessant, schön, gruselig. Das war nicht bewusst.

Im habe mein Album zur Gänze Zuhause aufgenommen, im Wohnzimmer ohne Zeitdruck. Ich habe dafür mein Wohnzimmer akustisch ausmessen lassen. Mein Tontechniker hat ein Arsenal an extrem guten Mikrofonen auf den Millimeter genau positioniert und dann habe ich es aufgenommen, ohne dass jemand mithörte, kommentierte, motivierte. Ich war selbst immer mein eigener Richter und somit ist bei mir auch vieles so passiert, unbewusst. Vieles war nicht geplant, dass ich es so instrumentiere, die Akkorde setze – das ist im Aufnahmeprozess entstanden. In dieser Offenheit oder auch flow trifft es dann doch den Nerv der Zeit und ist aktuell.

Wie war der Aufnahmeprozess des Albums Zuhause? Ga es da fixe Zeiten dafür?

Ja, ziemlich fixe Zeiten, da ich schon schwanger war mit Lou. Sie war die ganze Aufnahme dabei im Bauch (lacht) und meine ältere Tochter, die fünf Jahre alt ist, auch. Es war also die Kindergartenzeit die Aufnahmezeit und manchmal in der Nacht (lacht).

Was das Draußen betrifft, war es die Zeit als es wieder zu Öffnungen kam und sich alles überschlug in der Kulturszene. Es gab viele gemeinsame Aktivitäten und in dieser Zeit habe ich auch mein Album aufgenommen.

Dein Album thematisiert den Tod Deiner Brüder während neues Leben in/mit Dir im Werden und Heranwachsen war/ist. Wie war/ist für Dich diese Balance von sehr persönlichem Rückblick, Aufgabe und Ausblick?

Ja, dieser Lebenskreislauf ist ganz deutlich da, jemand geht, wer kommt, es heißt auch ein Stück „Going&Coming“ auf meinem Album. Es geht halt einfach immer weiter und ich finde es so schön, dass es rollt und ich werde auch irgendwann nicht mehr da sein, und dann werden die Nächsten da sein, es rollt und das gibt auch ein gewisses Vertrauen. So spüre ich das.

Inwieweit waren Deine geborene und damals noch ungeborene Tochter Inspiration für Dein Album?

Bei dem Stück „Going&Coming“ war meine kleine Tochter hier schon inspirierend, denn zu diesem Zeitpunkt starb meine Mutter und ganz kurz danach wurde ich schwanger mit meiner zweiten Tochter, zehn Tage danach.

Ich stellte mir da ganz deutlich vor wie meine Mutter in den Himmel aufsteigt, ich verwende jetzt dieses Bild, und da die Seelen sieht, die auf die Erde kommen und sagt „Du kommst jetzt zu mir und da gehst Du hin und zeigt auf unsere Familie“. Und das habe ich eben geschrieben, aufgenommen und auch einmal gespielt als die Lou noch im Bauch war, das war schon besonders. Und dann auch als ich das Stück das erste Mal spielte als Lou da war. So bekommt das Stück immer etwas mehr.

Hat der Name Deiner Tochter Lou einen Bezug zur historischen Persönlichkeit Lou Andreas-Salomè (*1861  +1937, Schriftstellerin, Psychoanalytikerin)?

Ja, schon. Ich habe zu dieser Zeit den Roman „Und Nietzsche weinte“ (Irvin D.Yalom) gelesen und war relativ beeindruckend von Lou Andreas-Salomè und habe mich dann auch weiter in Biographisches eingelesen dieser unglaublich interessanten Persönlichkeit, die sehr stark und sehr erneuernd war.

Wir hatten mehrere Namen vorbereitet, es gab verschiedenste Kombinationen, weil wir nicht wussten, dass es ein Mädchen wird. Und wir haben dann unsere ältere Tochter Frida gefragt, welcher Name ihr am Besten gefällt. Und die Frida hat das entschieden (lacht).

Wir sind hier im Wiener Hotel Imperial, in dem viele Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur wie Richard Wagner, Eleonora Duse oder Alfred Hitchcock zu Gast waren. Wie wichtig sind Dir künstlerische Kooperationen als Musikerin?

Kooperationen geben immer viel Inspiration. Ich habe in der Kunstszene einige Vorbilder, die ich sehr wertschätze und diese Inspirationen fließen immer irgendwo ein.

Anfang November flog ich etwa nach Düsseldorf und spielte mit „Igudesman&Joo“, die ich sehr schätze und die ziemlich etwas anderes machen als ich. Ich sagte auch zu Ihnen „Leute, was ich mache, ist nicht witzig“ und sie sagten „na, das passt schon“ (lacht). Ja, das passt und das ist cool.

Ich arbeite auch immer wieder mit Thomas Gansch (Musiker, Trompeter_Wien. Anm.,) zusammen. Das spielen mit ihm ist immer wieder so ein Erlebnis. Nicht nur weil es lustig, sondern auch so gut ist und frei. Ich habe das Gefühl der Thomas ist einfach ein sehr freier Mensch. Ich arbeitete auch sehr inspirierend mit meinem Streichquartett, radio.string.quartet, die auch in gewisser Hinsicht und Sparten Vorbilder für mich sind.

Du bist zum Interview und Fototermin heute mit Deiner zehn Monate alten Tochter Lou gekommen, die ja unglaublich geduldig ist, wie verbindest Du Musikerin- und Muttersein, wie managest Du das? 

Ich muss sagen, es ist nicht einfach. Ich hätte mich auch dafür entscheiden können ein, zwei Jahre Zuhause zu bleiben aber für mich fühlt sich das als Musikerin nicht gut an. Es fühlt sich wie ein Abgetrenntsein von etwas an, das ich gerne mache. Wenn man nicht spielt, dann fehlt einem nicht nur selbst die Inspiration, zumindest ist es bei mir so, sondern man wird auch nicht gesehen.

Ich wollte in der Schwangerschaft und jetzt mit meinen Kindern ganz aktiv da sein. Ich bin Holländerin und in den Niederlanden ist es so, wenn man schwanger ist, wird einem gratuliert, aber man wird nicht abgeschrieben. Die Arbeitsmentalität ist dort so, dass man relativ schnell Kinderbetreuung findet und wieder arbeitet, vielleicht etwas weniger, aber man arbeitet wieder und teilt sich das dann mit dem Partner auf. Aber man ist wieder da (im Idealfall natürlich!). Das ist in Österreich etwas ungebräuchlicher. In Österreich ist es als Frau/Mutter einfach Standard länger Zuhause zu bleiben bei den Kindern, was ja auch schön ist und ich verstehe das auch. Aber als emanzipierte Frau, und auch etwas Feministin, finde ich es einschränkend, wenn es keine gute Kinderbetreuung gibt.

Mutter sein und arbeiten ist viel und es ist etwas stressig, aber das mache ich bewusst. Wenn ich bei den Kindern bin, bin ich ganz da und wenn ich weg bin, schaue ich, dass ich meine Sachen gut mache. Ich bin in der glücklichen Situation volle Unterstützung zuhause für meine Arbeit zu haben Meine Frau übernimmt sehr oft die Betreuung, wenn ich das brauche.

Wir sind hier im Herzen Wiens. Wien ist auch Dein künstlerischer Mittelpunkt. Was bedeutet Dir Wien künstlerisch und persönlich?

Wien ist für mich eine Stadt von sehr hoher Qualität in verschiedensten künstlerischen Genres, das genieße ich sehr. Wenn jemand etwas konsequent und bis in die Spitzen gut macht, so etwas kann ich genießen. Das ist ein großer Mehrwert. Am Land hat man das nicht immer, aber da macht die Natur das etwas wett, weil die Natur auch Perfektionistin ist (lacht).

Ich schätze Wien sehr, meine Eltern sind hier größtenteils aufgewachsen, haben hier studiert. Meine Wurzeln sind auch sehr wienerisch, lustigerweise, obwohl ich selbst in den Niederlanden aufgewachsen bin, aber meine Eltern sind Österreicher. Und ich liebäugle auch immer wieder nach Wien zurückzuziehen aber den kleinen Kindern wollen wir jetzt den Wald und die Wiese gönnen und Pressbaum ist ja nicht weit von Wien, ein guter Kompromiss.

Du sagst über Dein Album auch, dass es Dunkles wie Schönheit verbindet. Wir sind hier im Hotel Imperial, einem strahlenden glanzvollen Mittelpunkt Wiener Tradition und Gegenwart. Im Leben der Stadt, der Welt ist derzeit eine Pandemie in aller Dunkelheit bestimmend. Wie siehst Du diese Pole von Leiden, Tod und Schönheit des Lebens?

Für mich ist Tod kein Gegensatz zu Schönheit. Es ist, es gehört dazu. Ich kann Schönheit, wie hier, das kunstvolle Mobiliar etwa, sehr genießen. Aber ich gehe dann auch sehr gerne wieder auf normaler Straße spazieren. Es gibt immer die Hoffnung und die Träume, und immer Hoffende und Träumende, auch wenn wir selber mal nicht mehr da sind.

Sophie Abraham_Cellistin, Komponistin_

Herzlichen Dank, liebe Sophie und Lou Abraham, für Eure Zeit in Wort und Bild hier im Hotel Imperial_Wien! Gesundheit wie viel Freude und alles Gute!

Liebe Sophie, viel Erfolg für Dein großaritges neues Debut Solo Album „BROTHERS“!

Vienna Calling_ im Gespräch und Fotoporträt:

Sophie Abraham_Cellistin, Komponistin – Lou Abraham

https://www.sophie-abraham.com/

Interview und alle Fotos_Walter Pobaschnig _

Hotel Imperial _ Wien 5.11.2021

https://literaturoutdoors.com

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