„Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir weiterhin miteinander leben wollen und danach agieren“ Stefanie Altenhofer, Schauspielerin_ Linz 8.11.2021

Liebe Stefanie, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf ist immer sehr unterschiedlich, was, denke ich, zum Beruf gehört. Ich genieße diese Abwechslung sehr. Das Regelmäßige ist bei mir gerade, dass ich abends und am Wochenende im Theater probe, da ich mit meinem Theaterkollektiv DAS SCHAUWERK im November endlich Premiere haben werde. Das Stück mussten wir wegen Corona schon mehrmals verschieben. Den Rest der Woche arbeite ich an unterschiedlichen Projekten und ich versuche mir auch immer mindestens einen Wochentag zum Entspannen freizuschaufeln, was gar nicht so einfach ist.

Stefanie Altenhofer, Schauspielerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Mut, Courage, ins Handeln kommen. Aber auch Mitgefühl und Verständnis. Wichtig ist, dass wir Verantwortung übernehmen, unserem Planeten, unseren Mitmenschen und der Zukunft gegenüber. Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir weiterhin miteinander leben wollen und danach agieren.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Wesentlich für den angesprochenen Aufbruch und Neubeginn ist es, dass wir ihn als solchen erkennen und nicht aus Angst vor dem Unbekannten wieder in alte Strukturen zurückfallen. Wir haben aus der Corona-Krise gelernt, dass es durchaus möglich und denkbar ist, aufgrund eines höheren Guts wie Gesundheit, etwa wirtschaftliche Ziele hintanzustellen und dafür auch weitreichende Maßnahmen zu ergreifen. Herausforderungen wie die Klimakrise benötigen ebensolche Schritte und es ist essenziell, dass jetzt nicht wieder wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund gespielt werden und der Handlungsdruck nicht als solcher erkannt wird.

Theater, Schauspiel und Kunst haben das Potential Reflexionsraum zu sein, ein Ort, wo Kreativität und Inspiration fließen und sprießen können, wo Utopien und Dystopien gebaut werden und zum Weiterüberlegen anregen, wo Spiegel vorgehalten und große sowie kleine Fragen immer wieder aufs Tableau gebracht werden.

Was liest Du derzeit?

„Ändert sich nichts, ändert sich alles“ von Katharina Rogenhofer und Florian Schlederer

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Ändert sich nichts, ändert sich alles.“

Vielen Dank für das Interview liebe Stefanie, viel Freude weiterhin für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute! 

5 Fragen an Künstler*innen:

Stefanie Altenhofer, Schauspielerin

https://www.dasschauwerk.com/ueber-uns

Foto_Julius Pirklbauer

20.10.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

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