„Hotel Weitblick“ Renate Silberer. Roman. Kremayr&Scheriau Verlag.

Er hatte sein Ziel erreicht. Das Ranking passt als Consulter. Der Erfolg im Beruf ist da. „Einkommenssituation:hervorragend“. Doch jetzt ist der Abschied geplant. „Lebenszufriedenheit: verbesserungswürdig“ . Das Ticket liegt schon bereit. Mexiko. Ein Ab- und Aufbruch für ihn…

Da war diese Begegnung im Kaffeehaus. Und die Gedanken über Träume und Wünsche von Berufs- und Lebenswegen in der Kindheit und Jugend.“ …kein Aufbegehren. Die Pubertät ist vorübergezogen, ohne sich bei mir zu melden…“. Der Blick, Weg nach Innen versperrt, verwehrt. All die Jahre…

Jetzt noch das Seminar im Hotel. Das letzte vor dem Abschied. All die Gedanken im Inneren und die Begegnung mit den Menschen. Wünsche und Ziele dort und da. Und dann der leere Sessel.

Wohin führt nun der Weg der Gruppe? Wohin der eigene Weg? Es beginnt…

„Dann formuliere ich meine erste Frage, sie lautet: Was ist tschulpi?“

Renate Silberer, vielfach ausgezeichnete österreichische Schriftstellerin, legt mit „Hotel Weitblick“ ihren ersten Roman vor, der in Spannung und Anspruch begeistert. Die Autorin schafft es, moderne Biographie in Ziel und Erfolg in Dialog zu Fragen nach Persönlichkeit und Gesellschaft zu setzen und damit kritische Horizonte zu Berufs- und Lebensrealitäten zu öffnen, die anschaulich wie kritisch thematisiert werden. Die philosophischen Grundfragen Kants „Was ist der Mensch? Was darf ich hoffen? Was soll ich tun?“ nimmt Silberer in packender story auf und lässt Leserin und Leser in Weg und Seele geforderten Menschseins und Grund und Abgrund von vermeintlichen Fundamenten von Zeit und Gesellschaft blicken.

„Ein Roman, der moderne Mythen von Erfolg zerfetzt und sprachlich fulminant die Frage nach Mensch und Gesellschaft stellt“

Walter Pobaschnig 3_21

https://literaturoutdoors.com

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