„Mit zwei bis fünf Homeschooling-Kindern bleibt nicht mehr viel übrig für meine Tätigkeiten“ Britta Badura, Schriftstellerin _Graz 8.3.2021

Liebe Britta, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich den Großteil der Zeit mit zwei bis fünf Homeschooling-Kindern (kommt auf den Wochentag an) verbringen darf, bleibt nicht mehr viel übrig für meine Tätigkeiten. Wir stehen wie immer um 6 Uhr auf, doch normalerweise war ich ab halb 8 bis zum Nachmittag alleine zuhause und konnte schreiben, Workshops vorbereiten, Texte lektorieren und anderen Arbeiten nachgehen. Das muss nun komprimierter und unkonzentrierter geschehen, dafür habe ich meine Bruchrechnenkenntnisse aufgefrischt und vier Kilo dank meiner Backkünste zugelegt.

Britta Badura, Schriftstellerin

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Den Humor nicht verlieren und die Verbundenheit auf anderen Kanälen als der direkten Begegnung aufrechterhalten. Mir persönlich hilft tägliches Schreiben (Morgenseiten im Sinne von Julia Cameron) und die Abhaltung von Onlineworkshops. Wichtig wäre es auch, die Kraft in neue Initiativen statt ins Jammern zu stecken.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Eine der wesentlichen Funktionen von Literatur ist die des Trostes und die Vermittlung einer Gemeinschaft bzw. Zugehörigkeit zur Menschheit. Auch die Gefühle und Gedanken in Texten geben Kraft, Zuversicht und Hoffnung. Es gibt in der Literatur viele Beispiele von Personen, die zwar alles verlieren, doch sich wieder neu erfinden – all das wird uns in Zukunft behilflich sein. Auch die Möglichkeit der Alltagsflucht ist keine unwesentliche.

Was liest Du derzeit?

Vor kurzem habe ich „Das achte Leben (für Brilka)“ von Nino Haratischwili verschlungen. Da ich jedoch gerade ein Sachbuch abschließe, lese ich fast nur Fachbücher zurzeit, doch freue mich auf den nächsten Roman!

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Schau der Furcht in die Augen und sie wird zwinkern.“
Aus Russland

Vielen Dank für das Interview liebe Britta, viel Freude und Erfolg weiterhin für Deine großartigen Literaturprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Britta Badura, Schriftstellerin

Schreibkiste – Britta Badura

Fotos_1: Anna-Lisa Kiesel, Foto 2 mit Love Schriftzug: Lily Cheng

9.2.2021_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

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