„Erinnerungen an Paul Celan“ Mit den Augen von Zeitgenossen gesehen. Petro Rychlo (Herausgeber). Suhrkamp Verlag.

Ein Gedicht öffnet eine Welt. Und verbindet Welten. Da ist Bewegung und Ruhe. Berührung und Sinn. Weite…

Es ist ein Leben. Und es sind viele Leben. Es ist ein Wort und es sind viele Worte. Es ist ein Gedicht. Und es endet nicht. Hat einen Anfang. Den gibt es. Und das Geheimnis. Die Poesie. Im Weg. Im Reden und im Schweigen.

Der Dichter Paul Celan (1920 – 1970) fasziniert mit seiner Poesie jede Generation neu. Es sind elementare Lebenszüge von Liebe und Tod, Verzweiflung und Sinn, aber vor allem von der Kraft des Wortes, von Sprache als menschlichen Band zwischen Frage und Antwort, Rede und Schweigen, die erschüttern, erbeben lassen und gleichsam befreien in ihrer Dynamik des radikal Existentiellen ohne wenn und aber. Hier geht es in jedem Wort um alles –  wie es im Leben, in der Liebe in jedem Moment um alles geht. Und um nichts nichts weniger.

Wer war nun dieser Dichter? Was erzählen Wegbegleiter, Freude, Bekannte?

Wie dies in Erfahrung bringen nach all den Jahren?

Peter Rychlo, Universitätsprofessor in Chernivitsi/Czernowitz (Ukraine), dem Geburts-, Jugendort des Dichters, schafft in dem vorliegenden Buch eine beeindruckende Zusammenschau von ZeitzeugInnen, Stimmen der Jahrzehnte. Der Autor verbindet chronologisch die Lebensorte Paul Celans von Czernowitz, Bukarest, Wien bis zu Paris mit Erinnerungen von nahestehenden Menschen, die in einzigartiger Weise dazu beitragen einen Lebensweg wie den Weg eines Dichters sichtbar zu machen. Es sind besondere Zeitzeugnisse, die wahre Schätze für alle Interessierten sind.

Beeindruckend ist auch der umfangreiche Kommentar zu den Erinnerungen und Interviews, in denen in Personenbeschreibung, Sacherklärung wie einem Stichwortverzeichnis ein schnelles wie informatives Nachschlagen wie Vertiefen möglich ist.

„Ein Dichterleben in Zeitzeugnissen. Ein besonders literarisches Geschenk!“

Walter Pobaschnig 1_21

https://literaturoutdoors.com

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