„Es geht darum Hoffnung zu kreieren, Synergien zu schaffen, die vorher nicht da waren“ Laura Maria Schneiderhan, Schauspielerin _ Wien 29.11.2020

Liebe Laura Maria, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Im Sommer habe ich die freie Zeit genossen, Ende September ging es erfreulicherweise wieder mit Proben los – zunächst mit Wiederaufnahmeproben für Heute Abend: Lola Blau am Tiroler Landestheater. 

Laura Schneiderhan - Foto _ Leo Bauer

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Dass wir uns nicht verrückt machen lassen von der Zeit. Alles findet sein Ende, so auch hier. Panik ist selten ein guter Ratgeber und macht uns unvorsichtig. Dabei kann man manche gute Sache übersehen, die uns vielleicht in Zukunft weiterbringt. Individuell und als Gesellschaft.

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei dem Theater/Schauspiel, der Kunst an sich zu?

Ich fände es furchtbar nur noch Corona als Themen in der Kunst zu sehen. Man ist seit 6 Monaten damit konfrontiert, da will ich nicht im Theater oder TV&Kino, egal ob als Zuschauer oder Darstellerin, mich ebenfalls damit auseinandersetzen müssen. Es geht darum Hoffnung zu kreieren, Synergien zu schaffen, die vorher nicht da waren. Wir sind alle so voll Kreativität, die man einfach nur nutzen muss. Mein Partner und ich z.B. haben zusammen mit einem guten Freund in dieser Zeit 2 Kurzfilme selbst auf die Beine gestellt, nur mit einer vlog-Kamera und einem bombastischen Post-Production-Program. Und zwar aus dem einfachen Grund heraus, dass wir Bock hatten das zu machen, für uns. Jetzt überlegen wir sogar weiter mit dem Produkt zu gehen. Man darf seinen Stolz nicht verlieren, Dinge die man aus dem Boden stampft zu wertschätzen. Völlig nebensächlich wie „perfekt“ es sein mag. TUN, das ist die Devise. Nicht stehenbleiben. Sich nicht aufhalten lassen.

 

Was liest Du derzeit?

Derzeit lese ich von Joachim Meyerhoff – Alle Toten fliegen hoch Amerika

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

“Nec temere, nec timide!” . – Weder furchtsam noch unbesonnen. (Herkunft unbekannt)

Vielen Dank für das Interview liebe Laura Maria, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Laura Maria Schneiderhan, Schauspielerin

Foto_Leo Bauer

27.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

 

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