Liebe Jutta, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?
So wie sonst auch – immer unterschiedlich und doch ähnlich. Als freischaffende Schauspielerin lernt man seit jeher, sich eine Struktur zu schaffen für die Zeiten zwischen den Engagements; mal gelingt das besser, mal schlechter. Ich hab das Meditieren wieder in mein Leben integriert, das hilft.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?
Dass wir der Angst nicht so viel (Lebens)Raum schenken und darauf vertrauen, dass es irgendwann auch wieder schwitzenden und umarmenden Rock’n Roll geben wird.
Und Menschlichkeit und Humor. Eine große Menge davon.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle
gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein
und welche Rolle kommt dabei dem Schauspiel, der Kunst an sich zu?
Die Zukunft war schon immer ungewiss. Und die Kunst hat sich schon immer damit beschäftigt. Das wird so bleiben.

Was liest Du derzeit?
„Der Gott der kleinen Dinge“ von Arundhati Roy und
„Kurze Antworten auf große Fragen“ von Stephen Hawking

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?
„Take your protein pills and put your helmets on.“ David Bowie – Space
Oddity

Vielen Dank für das Interview liebe Jutta, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Schauspielprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!
5 Fragen an KünstlerInnen:
Jutta Fastian_Schauspielerin
Alle Fotos_Walter Pobaschnig_Hotel Regina_Wien_11_2020
27.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.