„Die gegenseitige Wertschätzung der unterschiedlichsten Berufssparten, nicht nur der Kunst. Letztendlich hängen wir alle voneinander ab“ Eduard Lesjak, Künstler _ Wien 20.11.2020

Lieber Eduard, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Da ich in meinem Atelier in Wien meistens alleine lebe (meine Freundin lebt in Salzburg), bin ich Frühaufsteher. Ein Kaffee muss sein, dann geht’s schon ab ins Atelier. Meistens beginnt mein Alltag mit dem Checken meiner Kontakte zur sogenannten Außenwelt.

Nachdem ich viel mit Modellen arbeite, sind  ab der Zeit des Lockdowns bei mir eine Anzahl von Objekten entstanden, die direkt mit dem Erlebten und Erfahrenen dieser Zeit im Zusammenhang stehen.

Erst wenn sich ein Hungergefühl einstellt, gehe ich in die Küche …

Spätnachmittags mach  ich meistens eine Ehrenrunde durchs Viertel (Mariahilfmir – über die Grenze Richtung MQ)

Auch spätabends hänge ich noch immer an der Nadel.

IMGP50 _Margit Praschberger

 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Das ist ziemlich komplex und sehr schwierig zu beantworten.

Spontan fällt mir dazu wie folgt ein: Achtsamkeit – Empathie – demokratisches Handeln und miteinander umgehen – sich nicht von Medien oder der Politik komplett verunsichern zu lassen.

IMGP4933

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Kunst an sich zu?

Wichtig ist für mich, dass meine künstlerischen Prozesse nach wie vor nicht von wirtschaftlichen Zwängen und gesellschaftlichen Vorgaben abhängig sein sollen.

Dazu gehört auch die gegenseitige Wertschätzung der unterschiedlichsten Berufssparten, nicht nur der Kunst. Letztendlich hängen wir alle voneinander ab.

IMGP5868

 

 

Was liest Du derzeit?

Robert Seethaler „ Die weiteren Aussichten“

Mario Vargas Llosa „Das Paradies ist anderswo“

Carlos Ruisz Zafon „ Der Schatten des Windes“

IMGP4654

 

 

 Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

„Von Nirgendwo nach Irgendwo …“

 frei nach dem Motto „alles okay – keiner weiß Bescheid“ (passend zu 2020)

 

„Was habe ich denn gesagt?“

Da küsste ich sie, ohne nachzudenken, leicht auf die Lippen.

 Aus :“Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafon

EC56D5BA73064FB1AC855738ED4C70A9

 

Vielen Dank für das Interview lieber Eduard, viel Freude und Erfolg für Deine großartigen Kunstprojekte und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

5 Fragen an KünstlerInnen:

Eduard Lesjak, Bildender Künstler

https://www.lesjakeduard.com/dcvcv

https://www.lesjakeduard.com/neue-seitedfdfddddddddddddddddddddd?fbclid=IwAR2zmCzkwCy-089AwrK-p3F7cuLbO8fDxdxykCSHIK9DZLJ1JFnC0naGsuY

Fotos: Margit Praschberger und Eduard Lesjak.

29.8.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s