„Mehr Utopien – für alle vorstellbaren Welten “ Lucia Leidenfrost, Schriftstellerin_Mannheim 4.6.2020

Liebe Lucia, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Mein Tagesablauf als Autorin hat sich nicht so stark verändert, nur die üblichen Zusatzherausforderung der Pandemie (z.B. unser Kind ist ständig zu Hause) sind dazugekommen. Ich schreibe, recherchiere, gehe hinaus, bereite mich auf Online-Lesungen vor, mache Sport, lese, informiere mich über Entwicklungen in der Welt…

 

LLL_cpunktachtneun.de-5-scaled

 

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Vernünftig bleiben (Quellen hinterfragen und den ausgebildeten Leuten Glauben schenken) und was die kanadische Regierung veröffentlich hat: You are not „working from home“, you are „at your home, during a crises, trying to work“.

 

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur und der Kunst an sich zu?

Mehr Utopien. Wenn unsere Gesellschaft sich Entwicklungen, von denen manche durch die Pandemie wahr geworden sind (weniger Flugreisen, mehr Fahrradwege, Digitalisierung etc), leisten würde. Auch persönlich hat man vielleicht herausgefunden, was essenziell für das eigene Leben ist und wofür es sich lohnt einzustehen. Literatur und Kunst bleibt dabei ein Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen, für Vorstellungen und Wahrnehmungen unserer und allen vorstellbaren Welten

 

Was liest Du derzeit?

Während Corona habe ich bewusst Bücher aus den Frühjahrsprogrammen 2020 gelesen. Gerade bin ich bei „Feenstaub“ von Cornelia Travincek, habe schon „Ich an meiner Seite“ (Birgit Birnbacher), „Das Loch“ (Simone Hirth) und „Die Wahrheit der anderen“ (Daniel Zipfel) gelesen.

 

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Zur Corona-Situation lese ich gerne die Corona-Tagebücher-Einträge (Literaturhaus Graz) und den Fortsetzungsroman des Aargauer Literaturhauses.

 

Vielen Dank für das Interview liebe Lucia, viel Freude und Erfolg für Deinen großartigen aktuellen Roman „Wir verlassenen Kinder“ Verlag: Kremayr&Scheriau und persönlich in diesen Tagen alles Gute!

 

5 Fragen an KünstlerInnen:

 

Lucia Leidenfrost, Schriftstellerin

Lucia Leidenfrost

Wir verlassenen Kinder

Foto_punktachtneun

 

26.5.2020_Interview_Walter Pobaschnig. Das Interview wurde online geführt.

https://literaturoutdoors.com

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s