
Zwischen Sturm und Stille. Wie ich der RAF entkam. Astrid Proll, Boris von Brauchitsch. Matthes&Seitz Verlag.
„Ich stand im Bad und spülte meinen Pass im Klo runter“

Foto Astrid Proll, folgendes
Jetzt geht es um das Loslassen. Vom Weg der Vergangenheit, der Zeit als Mitglied der RAF (linksextremistische Terrororganisation in Deutschland 1970 – 1998), der Gewalt, des Terrors, der Existenzen vernichtet, ein Land erschüttert hat.

„Loslassen fiel mir nie leicht, loslassen musste ich erst lernen.“
Die Trennung der Eltern, die Strenge der Klosterschule, der inhaftierte Bruder, der Besuch im Gefängnis und der Weg in die Gewalt der RAF…

„Manche Entscheidungen treffen andere für einen, manche gibt das Leben vor, aber es bleibt immer noch genug, die man selbst treffen muss…“
Und jetzt die Erinnerung, der Rückblick auf das Leben in Anfängen und Fängen, Aufbrüchen und Zerstörung, Haft und Neubeginn, loslassen und darüber schreiben…
„Gelegentlich kehre ich an Orte meiner Geschichte zurück, um sie mir zu vergegenwärtigen, denn manches kommt mir inzwischen unwirklich vor…“
Astrid Proll, Mitglied der frühen RAF, inhaftiert, untergetaucht und auf ihrem weiteren beruflichen Lebensweg als Fotografin, Autorin, Redakteurin tätig, legt eine Autobiographie vor, die aus erster Hand Einblicke in den persönlichen Lebensweg in und von der RAF wie den Ereignissen in den Jahren des RAF Terrors gibt. Offen und schonungslos schildert Astrid Proll Stationen, Begegnungen, Erfahrungen und legt so ein äußert bemerkenswertes biographisches wie gesellschaftliches Zeitdokument vor. Ebenso begleitet eine außergewöhnliche Fotostrecke dieses in jedem Fall ganz besondere Buch.
„Ein schonungsloser Erfahrungsbericht eines frühen RAF Mitglieds zwischen Gewalt und Befreiung“
Zwischen Sturm und Stille. Wie ich der RAF entkam. Astrid Proll, Boris von Brauchitsch. Matthes&Seitz Verlag.
232 Seiten, gebunden
Preis: 25,00 €
Fotos: Verlag _ Astrid Proll
Walter Pobaschnig 9/26